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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Wawidu - schönes Fazit in # 589

8
21.11.10 21:04
Weissgarnix merkt anlässlich der Tatsache, dass die HRE, die dem Staat gehört, 200 Mrd. in die FMS-"Wert"Management - jene bad bank, die ebenfalls dem Staat gehört - transferiert, süffisant an:

"In der Tat, meine lieben Freunde: Die “einmaligste Transaktion in der deutschen Finanzgeschichte” hatte keinen anderen Zweck, als die faulen Assets einer Bank, die dem Bund gehört, an eine Anstalt zu übertragen, die dem Bund gehört. Ist das nicht cool? Haut euch das nicht vom Hocker? Ich für meinen Teil muss sagen: Mich beeindruckt sowas immer total. Linke Tasche, rechte Tasche, einmal kurz geguckt, nein das Publikum hat nichts mitgekriegt, schon ist der Zaubertrick gelungen!"
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Keno77:

Aktuelle Debatte um die FED

8
21.11.10 21:08
In einem offenen Brief an Ben Bernanke forderten insgesamt 23 namhafte Ökonomen, Politstrategen und Investoren den Chef der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve dazu auf, seine aktuell verfolgte geldpolitische Leitlinie zu überdenken und diese rückgängig zu machen. Zwar stehen die meißten von Ihnen den Republikanern nahe.  Mehr und mehr Marktbeobachter stellen sich allerdings seit geraumer Zeit die Frage, ob nicht genau diese Sichtweise ratsam wäre.

Einzelheiten:

- wie die unterzeichnenden Ökonomen in ihrem Brief erklärten, seien sie der Ansicht, dass der Plan der Federal Reserve zum erneuten Ankauf von US-Schatzanleihen bzw. ihre weiteren angekündigten Schritte zur finanziellen Lockerung (QE) überdacht und rückgängig gemacht werden sollte;

- auch seien die Unterzeichner des festen Glaubens, dass die Anfang November angekündigten zusätzlichen Maßnahmen das Hauptziel der Federal Reserve, die nationale Arbeitslosenquote zu senken, in keiner Weise von Erfolg gekrönt sein werde;

- man habe bereits früher darauf aufmerksam gemacht, dass die Federal Reserve nicht dazu in der Lage sei, alle vorherrschenden ökonomischen Probleme allein zu lösen;

- die Zentralbank soll in Zukunft nur noch dafür zuständig sein sollte, sich auf die Gewährleistung einer niedrigen Inflation zu konzentrieren. Das derzeit gültige Mandat der Gewährleistung niedriger Inflation  u n d  Vollbeschäftigung soll der FED entzogen werden.

www.wirtschaftsfacts.de/?p=10112#more-10112
Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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Anti Lemming:

Leserkommentar bei CBS zu Irland

6
21.11.10 21:40
Oh. My. F***ing. God! $164 Billion for a country of less than 5 million people! That's $32,000 per person, or the equivalent of $10 Trillion in the US. That's like bailing out the entire US national debt.

If this happens in all the PIIGS countries, Europe is in REALLY deep doo-doo.

www.marketwatch.com/story/story/...00212804637C#comment4988798
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Anti Lemming:

London - Bau-Aktivitäten auf 20-Jahres-Tief

6
21.11.10 22:28

und rund 68 % (!) tiefer als vor einem Jahr, meldet der Telegraph:

Building 'lowest for 20 years'

Construction activity in Central London has fallen to its lowest level in 20 years, highlighting the impact of the recession on property companies and the continuing malaise in the private sector construction industry.

By Graham Ruddick and Emma Rowley 9:30PM GMT 20 Nov 2010

According to the latest Drivers Jonas Deloitte (DJD) Crane Survey, just 2.7m sq ft – or 22 schemes are under construction in the heart of the capital, 52pc down on six months ago and 68pc lower than a year ago.

The sharp drop in activity is a consequence of developers scrapping projects in the recession, as finance dried up and demand from businesses to rent space disappeared.

GDP figures have shown that the construction industry has been driving economic growth, but analysts have warned that the improvement has been down to public sector work and that private sector projects are still limited, as shown by the DJD report.

www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/...-for-20-years.html

Antworten
DOOMSTER:

keine Panik, denn spätestens bei Spanien

8
21.11.10 22:51
hat sich das Thema EU Gottseidank entgültig erledigt, da muss man nicht mal bis zum Bailout Italiens warten.

Man darf schon erste Wetten abschliessen ob sich der Fall Spanien überhaupt noch im Massstab Milliarden lösen lässt, da gehts dann wahrscheinlich schon um die schönen "Trillions".

Und das Ende vom Lied wäre, das die EZB schon längst QE 4 oder 5 fährt aber komischer Weise auf die "armen" Benny und Timmy rumhacken.

Bin schon ganz aufgeregt wie sich der Blackrock Index (DAX) bei Halbierung des Junkeuros verhalten wird:)
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fkuebler:

AL #603: "Weissgarnix" ist sein Echtname... ;-)

10
21.11.10 23:04

"Weissgarnix merkt anlässlich der Tatsache, dass die HRE, die dem Staat gehört, 200 Mrd. in die FMS-"Wert"Management - jene bad bank, die ebenfalls dem Staat gehört - transferiert, süffisant an:

"In der Tat, meine lieben Freunde: Die “einmaligste Transaktion in der deutschen Finanzgeschichte” hatte keinen anderen Zweck, als die faulen Assets einer Bank, die dem Bund gehört, an eine Anstalt zu übertragen, die dem Bund gehört. Ist das nicht cool? Haut euch das nicht vom Hocker? Ich für meinen Teil muss sagen: Mich beeindruckt sowas immer total. Linke Tasche, rechte Tasche, einmal kurz geguckt, nein das Publikum hat nichts mitgekriegt, schon ist der Zaubertrick gelungen!"" 

... aber nebenher ist der Mann auch ein rhetorisch sehr begabter Dampfplauderer, der unter dem Pseudonym "Thomas Strobl" auch gerne in anderen Medien veröffentlicht, zum Beispiel in der WELT (Wirtschaftswachstum ist das Gebot der Stunde).

Unter dem gleichen Pseudonym hat er schon mal 2001 als CEO eine Neue-Markt-Technologiefirma namens "Lobster Technology" an die Wand gefahren. Vermutlich stammen seine Erfahrungen mit "Wachstumskursen" aus dieser Zeit... ;-)

Antworten
Kostolanya:

"Mehrere 10 Milliarden..." ;-)

15
21.11.10 23:21
Werden wir demnächst sicher öfter in den Medien lesen und hören. Hört sich für´s Volk einfach besser an als 80 bis 100 oder noch mehr Milliarden...Wie im Supermarkt. Da fühlt der Kunde sich auch besser, wenn er "nur" 1,99 statt 2,00 Euro bezahlt - oder noch besser: mehrere 10 Cents ;-)

Interessant auch gerade in den Tagesthemen Tom Buhrow: "Irland schlüpft als 1. Land unter den Rettungsschirm".

Ups - ist Irland nach Griechenland nicht schon das 2. Land? Oder werfe ich hier gerade was durcheinander? Oder ist auch in der Redaktion der Tagesthemen schon klar, dass bald andere Länder wie Portugal, Spanien etc. an "2. und 3. Stelle" folgen könnten - und Herr Buhrow hat nur schon vergessen, dass Griechenland bereits als 1. Land unter den Schirm schlüpfte?

Nun - ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt - egal. Bemerkenswert jedenfalls, mit welchen Psychotricks die Politik mit Hilfe aller Medien versucht, das Volk ruhig, bzw. dumm zu halten.

Ich geh´dann jetzt mal für mehrere 60 Minuten schlafen ;-)

Beste Grüße
Kosto
Antworten
Keno77:

@Kostolanya 71607

8
21.11.10 23:45
wg. Rettungsschirm für Griechenland

Die Darstellungen in der Presse sind korrekt. Griechenland war von dem allgemeinen Rettungsschirm ausgenommen. Für die Griechen gab es ein eigenes Programm, das sich zusammen mit den Hilfen des IWF auf ein Volumen von 110 Milliarden Euro beläuft.
Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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permanent:

Stimmung in der Wirtschaft lässt nach

8
22.11.10 06:29

Stimmung in der Weltwirtschaft lässt nach

Der Aufschwung ist mit voller Kraft da - aber sein Ende scheint sich schon jetzt abzuzeichnen. Das geht zumindest aus einer aktuellen KPMG-Umfrage hervor. Doch in den USA und vor allem in Japan ist die Stimmung noch wesentlich schlechter.

http://www.handelsblatt.com/politik/...wirtschaft-laesst-nach;2696986

Antworten
Malko07:

Nach den Regeln der EU

12
22.11.10 08:09
und nach unseren eigenen Regeln ist die ING DiBa eine deutsche Bank die zufällig der ING Gruppe gehört morgen aber einem anderen gehören kann.

Der Schaden der HRE wäre ohne die DePfa gering gewesen. Die DePfa war nach obigen Regeln eine irische Bank. Wieso wurde sie vom deutschen Steuerzahler gerettet. Nun, es ging darum das deutsche Finanzsystem zu retten wie jetzt beim "Restirland". Deshalb sind wir ja auch so erpressbar und deshalb sollte klar sein wo primär Änderungen notwendig sind.
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Anti Lemming:

FAZ: In Irland geht es um Deutsche Bank(en)

10
22.11.10 08:29

Irland-Krise
Die List der deutschen Banken


Deutschland soll jetzt auch Irland retten. Und die deutschen Banken finden das gut. Kein Wunder: Denn das schont ihre Bilanzen vor Abschreibungen. Längst hat die Finanzwelt die Politik fest im Griff.

Von Lisa Nienhaus und Christian Siedenbiedel
21. November 2010


Auf einmal ist Josef Ackermann ganz Staatsmann. In den vergangenen Tagen tourte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank durch Brüssel, besuchte den EU-Kommissions-präsidenten, den Ratspräsidenten, den Binnenmarktkommissar. Und sagte dann: „Europa muss als Einheit bewahrt werden und darf nicht kurzfristigen ökonomischen Erwägungen zum Opfer fallen.“

Wenn der Deutsche-Bank-Chef, ein Schweizer, zum glühenden Europäer wird, ist Vorsicht geboten. Was Ackermann sagt, ist klar: Die EU-Staaten sollen Irland finanziell unter die Arme greifen. Von 50 bis 100 Milliarden Euro ist die Rede, die EU und Internationaler Währungsfonds zur Stützung Irlands aufbringen sollen.

Was Ackermann nicht sagt, wird erst auf den zweiten Blick klar:
Wenn Europa Irland hilft, hilft es auch den deutschen Banken. Die nämlich sind zweitgrößter Gläubiger Irlands nach den Briten. Sie haben mehr als hundert Milliarden Euro an Krediten in Irland vergeben, davon allein rund 40 Milliarden an die irischen Banken.

Irland nämlich war einst das Spielhaus Europas. Vieles, was anderswo von Gesetz oder Bankenaufsicht verboten war, ging in Irland. Nun sind die großen irischen Geldhäuser auf staatliche Hilfe angewiesen. Es geht die Angst um, dass der irische Staat das irgendwann nicht mehr schultern kann – und dann womöglich die Gläubiger ranmüssen, also auch die deutschen Banken.

Die Finanzkrise ist wieder dort angekommen, wo sie einmal anfing: bei den Banken. Und die sind frecher geworden. Bedurfte es einst noch der Lehman-Pleite, um zu beweisen, dass Steuergeld für ihre Rettung notwendig ist, sollen mögliche Krisen jetzt schon vorbeugend von den Steuerzahlern der EU abgewendet werden. Damit die Banken nicht für das haften müssen, wofür sie eigentlich üppige Zinsen kassieren: für das Risiko, dass der Ernstfall eintritt und ein Schuldner nicht zahlen kann.

Es gibt Banker, die das sogar offen zugeben. Lutz Raettig, Aufsichtsratschef von Morgan Stanley Deutschland und Sprecher der Frankfurter Banken, sagt: „Die Forderungen der deutschen Banken an Irland sind wichtig genug, um dem Land zu helfen.“ Er spricht damit aus, was die anderen denken: Helft Irland, um uns zu helfen.

Weniger als die halbe Wahrheit

Welche Geldhäuser es genau sind, die die riesigen Kredite an Irland vergeben haben, darüber sagen die Institute zur Zeit lieber nichts. Wohlweislich, schließlich könnte das den Aktienkurs drücken. In der Deutschen Bank nennt man lediglich 309 Millionen Euro Forderungen gegen den irischen Staat und Gebietskörperschaften – eine läppische Zahl im Vergleich zu den Milliarden, die deutsche Banken in Irland insgesamt verliehen haben.

Und vermutlich weniger als die halbe Wahrheit. Denn wenn man sich die Zahlen für die deutschen Banken insgesamt anguckt, machen Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat nur einen winzigen Teil dessen aus, was an Irland verliehen wurde (siehe Grafik). Der Großteil des Geldes ging an irische Banken und Unternehmen. Hier schweigt die Deutsche Bank wie ihre Konkurrenten über die Details.
„Immer das selbe Spiel“

Ökonomen bringt das in Rage. Hans-Werner Sinn, der Leiter des Münchner Ifo-Instituts, sieht „eine Achse von der Europäischen Union zu den deutschen Banken, um Unterstützung für die Rettungspakete für Irland zu generieren“. Dabei ist er sicher, dass Irland die Hilfe eigentlich überhaupt nicht braucht. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liege 20 Prozent über dem deutschen, die Schuldenquote sei beherrschbar, selbst wenn sie jetzt noch ansteige. „Irland ist nicht bankrott.“ Stattdessen dramatisierten die Banken die Krise, um das gewünschte politische Ergebnis herbeizuführen. „Es ist immer dasselbe Spiel. Langsam wird es langweilig.“

Langweilig, mag sein. Aber auch sehr teuer. Und das Spiel funktioniert. Irland hat tatsächlich lange gar nicht um Hilfe gebeten. Die Politiker des Landes betonten immer wieder, dass sie bis Mitte 2011 keine neuen Kredite benötigten. Doch jetzt wird in Dublin verhandelt, und es deutet sich an, dass womöglich ein zweistelliger Milliardenbetrag als Hilfe an die Insel fließen wird.

„Anlagenotstand beseitigen“

Die Gewinner dieses Spiels sind zuallererst die Gläubigerbanken. Sie haben sich schön aus der Affäre gezogen – und können Sätze sagen wie Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. „Aus der Banken- und Wirtschaftskrise ist jetzt eine Krise der Staatsschulden geworden.“ Übersetzt: Am Anfang waren wir schuld, jetzt aber die anderen. Das mag für Griechenland stimmen. Für Irland stimmt es nicht: Dort gibt es eine massive Bankenkrise.

Und schon wieder wittern die deutschen Banken den großen Reibach. Wenn nämlich die EU an Irland Geld vergibt, wird es sicherer, in ganz Europa anzulegen – und die Banken machen wieder mehr Geschäft. Derzeit lassen sie das Geld vor allem in Deutschland, Ifo-Chef Sinn nennt das einen „Anlagenotstand“ und ist sicher: „Die Banken wollen, dass dieser Notstand beseitigt wird und sie das deutsche Spargeld wieder fröhlich in die Welt hinaustragen können. Und dafür soll am besten auch noch der deutsche Steuerzahler bürgen.“ EU-Hilfen für Irland brächten für die Banken also einen doppelten Gewinn. Sie schonen die Bilanzen vor Kreditverlusten und eröffnen neues Geschäft.

Solidaritätssemantik schüren

Die Politik macht das Spiel mit und schweigt über die Banken. Denn Bankenrettung ist seit HRE & Co nicht sehr populär. „Wir retten Irland, damit wir nicht die Banken retten müssen“, sagt Bankwissenschaftler Hans-Peter Burghof. Solidarität mit Irland ist politisch eher zu verkaufen als Solidarität mit Josef Ackermann.

Die Banker schüren diese Solidaritätssemantik nach Kräften. Sie sprechen von Kettenreaktionen und Dominoeffekten, die auf Irland folgen könnten. Und skizzieren Schreckensszenarien, die eintreten würden, wenn man sie selbst an den Hilfen für Irland beteiligte. Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, etwa schickt zwar vor, dass es auf Dauer Regeln geben solle, wie die Gläubiger von Staatsschulden an den Ausfällen beteiligt werden. Doch dann droht er: „Wenn man das jetzt aber für Irland macht, könnte es an den Märkten eine Katastrophe geben.“ Das Argument wird ihm das nächste Mal auch wieder einfallen.

Überzogene Angst der Banker

Ohnehin muss man die Drohungen der Banker bezweifeln. Stefan Homburg, Finanzwissenschaftler an der Universität Hannover, ist überzeugt, dass die Angst überzogen ist. „Es geht nicht um die Existenz der deutschen Banken, es geht um Abschreibungen, die man verhindern will.“ Seiner Meinung nach sind die Spitzen-Banker längst mächtiger als die Politiker – und viel klüger.

Homburg hat eine Möglichkeit gefunden, um sich als Steuerzahler zu entschädigen. Er kaufte in der Krise Aktien der Deutschen Bank. Bei jeder Rettungsaktion steigt nun deren Wert. „Die Gewinne entschädigen mich für die zusätzlichen Steuern, die fällig werden, weil die Banken gerettet werden.“

www.faz.net/s/...D08B8B8E3219EC84B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Anti Lemming:

Verteilung der irischen Schulden

7
22.11.10 08:54
Ob Irland nach der Bankenrettung wirklich nur eine Schulden/BIP-Quote von 99 % haben wird, wie es die FAZ-Grafik (unten) ausweist, ist Auslegungssache. Die Depfa ist, wie Malko in # 610 korrekt anmerkt, eine irische Bank. Trotzdem werden die faulen Schulden der Depfa nun in die deutsche Bad Bank (FMS-"Wert"Management) ausgelagert.

Ginge es korrekt zu, hätte Irland inkl. der Mittel für die faulen Depfa-Schulden eine Schulden/BIP-Quote von 135 % - was bereits "jenseits von Griechenland" (125 %) ist.

Damit würde auch die FAZ.-Argumentation in # 611, dass Irland eigentlich gar nicht pleite sei, brüchig. Die nächsten irischen Staatsschulden müssen zwar erst im Sommer 2011 gerollt werden; bis dahin ist das Land noch finanziert. Doch bei 135 % Schulden/BIP könnten die Iren froh sein, wenn ihnen die Neuemission überhaupt noch  zu - ruinösen - 8 % Verzinsung gelänge.



Schuldenverteilung in Irland (den lilafarbenen Text habe ich ergänzt - A.L.)
Der USA Bären-Thread 360127
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permanent:

Nissan to Shift Output to Dollar Economies

7
22.11.10 09:00

Nissan to Shift Output to Dollar Economies NISSAN, US DOLLAR, CURRENCIES Financial Times | 21 Nov 2010 | 08:02

... (automatisch gekürzt) ...

http://fairshare.attributor.com/guardian/...acc5ae5a2f79bd67413f6ebbf
Moderation
Zeitpunkt: 07.11.11 17:16
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, kopieren rechtlich geschützter Artikel von The Financial Times Ltd.  
Original-Link: http://fairshare.attributor.com/...cc5ae5a2f79bd67413f6ebbf

Link: Nutzungsbedingungen  

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Malko07:

#71612 : Die Quasistützungen

14
22.11.10 09:28
von Großbritannien für irische Banken, die britischen Banken gehörten, waren noch umfangreicher als über die Depfa. Irland hatte ein Bankensystem, das in keiner Relation zum eigenen Bedarf stand und nur so problematisch werden konnte wegen fehlenden sinnvollen Regulierungen in Irland, Großbritannien und Deutschland. Diesen Schaden jetzt also im gesamten auf Irland zu buchen ist etwas daneben. Da gilt "Mitgegangen, Mitgehangen".

Ein Großteil der übrig gebliebenen Probleme resultiert aus der irischen Immobilienblase. Dies betrifft Gewerbe- und Privatimmobilien. Wobei es nicht die Möglichkeit wie in den USA gibt, dass der Schuldner einfach den Schlüssel bei der Bank abliefert und abhaut. Er behält die Schulden bis an sein Lebensende.

Der heutige Strudel wurde von der Anglo Irish Bank und dem irischen Staat ausgelöst, der sich weigerte diese Bank abzuwickeln während diese Bank laufend weitere Kapitalspritzen und Garantien brauchte. Wenige andere Banken brauchten nur einmalig leichte Kapitalspritzen. Diese Hängepartie um die Anglo Irish Bank hat das Ansehen und das Vertrauen in das gesamte irische Finanzsystem zerstört. Keine andere Bank ist mehr bereit irischen Banken Geld zu leihen, sogar die Iren selbst ziehen ihr Geld ab. Keine Bank kann derartiges überleben, auch keine deutsche Bank. Es ist deshalb auch idiotisch über dieses Geschehen einen Bankenstresstest zu beurteilen. Einer der Geld für einen Stresstest für einen Bankenrun ausgibt ist nicht ganz dicht.
Antworten
Malko07:

Ich kann mich noch sehr gut

8
22.11.10 09:35
erinnern was hier Frankreich alles im Rahmen der Zahlungsschwierigkeiten von Griechenland unterstellt wurde. Komischerweise fehlen diesmal die Unterstellungen an unsere Adresse. Ist das nicht stark eingefärbter Chauvinismus? Ich kenne kaum ein Land auf dieser Erde, das so stark wie wir auf einen funktionierenden Handel angewiesen ist. Und hier glauben einige sie könnten sich gegen die böse Welt abriegeln und so florieren.
Antworten
Anti Lemming:

DAX-Prognose in Euro und in Dollar

13
22.11.10 10:08
DAX-Stände (Xetra) nach Staats-Rettungen durch die EZB und den IWF


Griechenland-Rettung: DAX 6.300 (Mai 2010)

Irland-Rettung: DAX 6900 (aktuell)

Portugal-Rettung: DAX 7300 (Prognose)

Spanien-Rettung: DAX 7900 (Prognose)

Italien-Rettung: DAX 8400 (Prognose)

EUR/USD nach Italien-Rettung aber nur noch 0,85 (wie zuletzt 2001)



DAX-Stände in Dollar

6900 x 1,3750 = 9487 (aktuell)

8400 x 0,85 = 7140 (nach Italien-Rettung)

d.h. nach der Italien-Rettung steht der DAX - in Dollar gerechnet - ca. 25 % tiefer, obwohl er nominal bei 8400 steht.
Antworten
Ischariot MD:

Die Unterstellungen sind durchaus da

7
22.11.10 10:11
ich kann meine Flüche diesbezüglich nur nicht hier als Tondokument einstellen, das würde jede Anstandsregel verletzen ;o)
Bei Sarkozy bzw. den Franzosen lagen die Vorwürfe des Einspannens der EU für ihre Zwecke natürlich nahe, das ist man ja gewohnt über die Jahrzehnte. Bei Merkel muß man sich dagegen erst noch dran gewöhnen, daß hier auf EU-Ebene "deutsche" (aääh, "DeuBa"-) Interessen vertreten und nicht nur verraten werden. Asmussen hat ganze Arbeit geleistet ...
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Eidgenosse:

Ein Land wie Irland

13
22.11.10 10:17
bekommt 100 Mrd. und keinen juckts? So langsam ist der Realitätssinn entschwunden.
Die Menschen gehen der Arbeit nach, laufen den Strassen entlang als wär nix passiert.

Ich frag mich wo wir leben, wohins geht? Ernsthaft!
Über den Wolken...
Antworten
nopanic:

würde man sich vorstellen

3
22.11.10 10:32
dass die 4 millionen iren 100 mrd. bekommen,das wären 25000 für jeden irren auf die hand.zum glück bekommen  die banken das geld und können es sinnvoll einsetzen.deutsche steuerzahler wieder setzen,gut gemacht.
Es wird böse enden (Werner Enke)
Antworten
Malko07:

Auch heute legen nicht wenige

6
22.11.10 10:42
deutsche Kleinsparer ihr Geld (Tagesgeld, Festgeld) bei Niederlassungen britischer Banken an. Das britische Bankensystem ist ja so gesund! Ist nur etwas kränker als das irische Banksystem. Und das alles wegen einem geringfügig besseren Zins! Wieso ist der Zins besser? Können die hexen oder brauchen sie es? Ob diese Gläubiger an der Rettung von Großbritannien beteiligt werden? Oder werden wieder nur die bösen Banken gerettet, die das Geld der Sparer ja irgendwo anlegen mussten.

Wir haben und hatten kein Kapitalproblem. Trotzdem glaubte das unsere hoch intelligente Rot-Grüne Regierung zusammen mit den Finanzlobbyisten von der Union. Sie rissen alle Mauern ein, damit das Kapital nach Deutschland fließt. Dabei floss es dann nur noch umso schneller ab. Über Regulierungen und Steuergesetze hätte der Abfluss behindert gehört. Durch die Exportüberschüsse schwammen und schwimmen wir nämlich im Geld. Dieses Geld hätte zu einem größeren Teil im Inland angelegt und konsumiert gehört und hätte damit auch die Handelsungleichgewichte gedämpft. Gilt auch noch heute.

Es sind nicht nur die bösen Banken, die laufend gestützt werden. Es sind die kleinen Sparer die mittels Steuern ihre eigenen Finanzanlagen (Sparbücher und andere Einlagen, Versicherungen, ...) stützen.
Antworten
Eidgenosse:

Na ja

5
22.11.10 10:43
lange überlegen muss man eigentlich nicht. Die letzten Jahre und Jahrzehnte wurde jede Krise mit billigerem Geld und tieferen Zinsen "behoben" was später zu einer noch grösseren Krise führte.
Da das jetzt auch nicht anders gemacht wird ist der Fall klar was kommt. Nur das Ausmass ist schwierig einzuschätzen.
Über den Wolken...
Antworten
Eidgenosse:

Aber halt!

5
22.11.10 10:54
Ich kann mich ja schützen. Einfach ein strukturierten Produkt mit synthetischer Indexreplikation unter Verwendung eines derivativen Finanzinstruments kaufen und die Rente ist gesichert! He he he.

Aber genug gelabert jetzt.

Über den Wolken...
Antworten
Kicky:

Irische Anleihen unter 8% gefallen

4
22.11.10 10:54
Irish bond yields eased to below 8 per cent this morning and German 10-year bund yields were near the highest in almost four months following yesterday's developments.

Speaking this morning, Minister for Finance, Mr Brian Lenihan said IMF and EU officials were "broadly satisfied" with the Government's four-year plan which is due to be published on Wednesday.
www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2010/1122/breaking3.html

na bitte und ...

nur schwache Proteste in der Bevölkerung
www.irishtimes.com/newspaper/frontpage/...83834822.html?via=mr
....More gardaí arrived, lining up in front of the gates. There was a brief spark of interest from photographers when two twenty-something men began arranging candles to spell out 1916-2010 on the pavement. “This is what it has come to,” said one, as he lit another tea light and placed it in a plastic pint glass. “We felt we should mark it.”

Later on, a small knot of people waving Sinn Féin banners and the Tricolour gathered. One held up a poster with the word “Shame” scrawled across it. Every so often someone belted out a few hoarse verses of A Nation Once Again or shouted “IMF Out” and “Cowen Out”.

It was all rather underwhelming for the man from German tabloid Bild, who had spent the previous days touring ghost estates in Leitrim and Dublin. The number of houses lying empty across the country had shocked him, but what he found puzzling was the lack of palpable anger. There were no mass protests, no outward signs of rage, nothing like the unrest he had reported on in Greece earlier this year....
Antworten
Kicky:

GB beteiligt sich m. 7 Milliarden am Rettungspaket

3
22.11.10 11:01
George Osborne confirmed this morning that Britain would provide around £7bn to support Ireland as part of the international rescue package requested last night.....
www.guardian.co.uk/business/2010/nov/22/...lends-seven-billion

......When asked whether Britain's contribution was worth around £7bn, Osborne said: "It's around that [figure], it's in the order of billions, not tens of billions."

He added: "The details of the entire package, not just the UK contribution but the eurozone and IMF contribution, is all being worked out as we speak and we should, by the end of the month, have the details on that."

The rate of interest and other terms on a UK bilateral loan would be similar to the conditions of the international package, Osborne said.

He defended the decision to support a member of the eurozone, saying: "'I told you so' is not much of an economic policy", adding: "It's in everyone's interest that we make the euro work." .....
Antworten
Kicky:

....und Portugal ist der nächste

7
22.11.10 11:11
anders als Irland wird es sich nicht selber retten können
www.telegraph.co.uk/finance/comment/...rnal-keeps-ticking.html
The Portuguese seemed baffled - and pained - that investors should link their country in any way with Greece or Ireland. I am afraid they must come to terms very soon with some unpleasant facts.
So must Europe’s leaders, who comfort themselves that Greece is a special case because it cheated, and that Ireland is a special case because it allowed its "Anglo-Saxon" banks to go berserk. They have yet to acknowledge the deeper truth that monetary union has insidiously destabilised much of Europe and trapped a ring of largely innocent countries in depression.

In my experience it is hazardous for English-speaking journalists to write about Portugal without being accused of betraying the Aliança Velha, or pursuing a perfidious Palmerstonian agenda.

It is an article of faith - an Iberian trait - that Portugal is the victim of an orchestrated calumny intended to divert attention from a bankrupt Britain, or America. The rating agencies are deemed agents of Anglo-Saxon hegemony.

So with some trepidation, let me point out that Portugal will have a current account deficit of 10.3pc of GDP this year, 8.8pc in 2011, and 8.0pc in 2012, according to the OECD. That is to say, Portugal will be unable to pay its way in the world by a huge margin even after draconian austerity.

This is the worst profile in Europe.
It requires a drip-feed of external funding that can be shut off at any moment, and undoubtedly will be unless the global economy goes full throttle into another boom. Or as the IMF puts it, "the longer the imbalance persists, the greater the risk the adjustment will be sudden and disruptive".

Note that Ireland - however wounded - will have a surplus of 0.7pc next year, and 3.2pc in 2012 as IT industries and pharma exports drive a rebound. The Irish "internal devaluation" may conceivably pay off.

Portugal’s public debt is manageable at 86pc of GDP - although even that figure is in question. Opposition leader Peder Passos Coelho said over the weekend that the real figure is 122pc, accusing the government of "fictitious" accounting. Be that as it, public debt is not the core problem. Private debt is one of the highest in the world at 239pc (Deutsche Bank data), and the events of the last two years have taught us that private excess lands on the taxpayer one way or another in a crisis. A chunk of this is owed to foreigners, and must be rolled over.

Portuguese banks have been well-behaved. There is no property bubble. But as the IMF points out in its Article IV report, the banks have a "heavy reliance" on external funding, equal to 40pc of total assets. It was a funding crisis that killed Northern Rock, not bad loans.
The IMF also says Portugal has the eurozone’s most rigid labour markets, and that social transfer costs have risen to 22pc of GDP from 18.5pc in 2005. Productivity is stuck at 64pc of the eurozone average, unchanged since the early 1990s. The promised EMU catch-up effect never occurred. ........
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