Natürlich ist eine derartig gewagte Aussage ähnlich anmaßend, als hätte man seinerzeit am Vorabend der Reformation den Papst in Frage gestellt. ;-))
Ich habe aber hier mal einen Artikel mitgebracht, welcher sich näher mit den Aktivitäten und Transaktionen der Fed befasst und welcher auch die daraus durchaus entstehenden möglichen Folgen ausleuchtet. Wohl etwas diffus bzw. holprig aus dem englischsprachigen übersetzt und nicht sauber editiert, aber nichtsdestotrotz sind hier einige interessante Gedankengänge anbei.
An excerpt, then the Link:
Ist die Fed insolvent?
Die anhaltenden finanziellen Probleme der beiden Hypothekenagenturen sind kein Geheimnis: es ist öffentlich bekannt, dass Fannie im Dezember eine Säumnisrate von 5,38% aufwies, während Freddie gerade erst die Schwelle von 4% geknackt hat im Januar; bei beiden steigt die Säumnisrate in jedem Monat rapide an. Die Tatsache, dass die Zinsdifferenz zwischen Hypothekenanleihen und US-Schatzanleihen gerade erst wieder auf ein Rekordtief gefallen ist, ist augenscheinlich ein glänzendes Anzeichen für die endlose Einmischung der Fed in die Hypothekenmärkte, allein aus dem einzigen Grund, die Zinssätze künstlich niedrig zu halten und zu verhindern, dass Banken dazu gezwungen werden, massive Abschreibungen auf ihr gesamtes Kreditbuch vorzunehmen. Diese Dinge sind nur zu gut bekannt.
Was jedoch noch immer nicht in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen zu sein scheint, ist, was die Auswirkungen dieser Säumnisrate auf den größten Halter dieser durch Hypotheken besicherten Anleihen (MBS-Papiere), die Federal Reserve, haben werden. Was ebenfalls in der Öffentlichkeit noch nicht ganz klar geworden zu sein scheint, ist, dass die Fed nun die weltgrößte Bank ist, die Vermögenswerte in einem Gesamtumfang von fast $2,3 Billionen hält. Ein genauer Blick auf die Passivseite ihres Bilanzbuchs enthüllt einige Besorgnis erregende Dinge, insbesondere im Hinblick auf die Kapitalseite der Fed, wozu zum Beispiel Eigenkapitalpuffer gehören, die jüngst bei $53,3 Milliarden lagen (eine vergleichbare Metrik für einfache Banken ist deren Eigenkapitalpuffer – oder auch Tier 1 Kapital genannt. Die Entwicklung des Eigenkapitalpuffers ist in der Tat zu vernachlässigen und könnte durchaus substanziell im negative Bereich liegen, wenn die Fed nicht gerade stehen müsste für die rapide kletternde Säumnisrate im Hinblick auf ihre Größe gehaltene Position an Vermögenswerten: die im Bilanzbuch ersichtlichen $1,027 Billionen an gehaltenen MBS-Papieren. Und während es keine Möglichkeit eines Runs auf die Fed gibt, ist die Realität, dass die Fed nun wahrscheinlich auf Basis einer tatsächlich negativen Kapitalbilanz operiert, was bedeutet, dass die US Federal Reserve zum jetzigen Zeitpunkt notwendigerweise insolvent ist.
Zuerst erfolgte ein Blick auf die gehaltenen Vermögenswerte der Fed nach Schlüsselsegmenten. Der Chart unten zeigt die jüngst publizierten gehaltenen Positionen an Vermögenswerten der Fed. Von den insgesamt $2,3 Billionen an gehaltenen Vermögenswerten, wird die große Mehrzahl oder $1 Billion in Form von MBS-Papieren gehalten. Dieser Betrag ist jedoch nicht einmal der tatsächlich reale –in Wahrheit hat die Fed bereits $1,22 Billionen in Form von MBS-Papieren angekauft, die sich über die Zeit im Bilanzbuch der Fed niederschlagen werden. In der Praxis bedeutet dies jedoch, dass das Potenzial für Abschreibungen von Vermögenswerten der Fed noch weitaus höher ist und rund 20% erreicht. Der Chart macht ebenfalls darauf aufmerksam, was mit den Positionen in MBS-Papieren geschieht, falls Verluste in Höhe von 5%, 10% und 15% hingenommen werden müssen.
Fed MBS-Positionen
Wie für jedes andere Bilanzbuch auch gilt: wo es Vermögenswerte gibt, muss es auch finanzielle Verpflichtungen geben. Die finanziellen Verpflichtungen der Fed bestehen aus zwei prinzipiellen Komponenten: Währung in Zirkulation, die bei einem Betrag in Höhe von etwa $900 Milliarden lag über einen längeren Zeitraum und dem weitaus wichtigeren Einzelposten, genannt “Bankkonteneinlagen”, die allgemein ausgewiesen wurden als Reserven bei Federal Reserve Banken (oder Überschussliquidität). Diese Reservebeträge sind von nahezu Null auf nun fast $1,3 Billionen angestiegen innerhalb einiger weniger Monate.
Da überdies immer mehr MBS-Ankäufe in der Bilanz verbucht werden, werden die überschüssigen Reservebeträge bald auf mindestens $1,6 Billionen klettern, wenn nicht sogar mehr, falls eine zweite Welle der quantitativen Lockerung (QE) in der Zukunft tatsächlich aufs Gleis gebracht wird. Die anhaltenden Diskussionen über ein sich daraus ableitendes potenzielles Inflationszentrum werden durch das Zusammenspiel zwischen den grünen und blauen Blöcken im Chart unten reflektiert: solange die Zirkulation der Währung gedämpft ist und die Bankkonteneinlagen weiter ansteigen, ist die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch von Inflation klein, wenn nicht überhaupt nicht existent. Diese Überschussreserven existieren im Umkehrschluss auf Basis der Taylor-Regel, die einen negativen Leitzinssatz der Fed impliziert. Sollte sich jedoch ein substanzieller Wandel einstellen von grün zu blau, oder von Überschussreserven zu Währung in Zirkulation, wird dies der Zeitpunkt sein, zu dem die hyperinflationäre Bedrohung tatsächlich zur Realität wird, da plötzlich zu viel Geld einen determinierten Betrag an Vermögenswerten jagen wird. Dies ist ebenfalls der Punkt, an dem die Diskussionen über alle verschiedenen Mechanismen, die der Fed zur Verfügung stehen, um den Abzug der Überschussliquidität moderat zu handhaben, aufs Trapez kommen. Es stellt sich die Frage, ob diese Strategie auf dem Verkauf von gehaltenen Vermögenswerten, dem Anheben der Zinssätze auf die gehaltenen Kapitalreserven oder einigen Kombinationen zwischen allen Ansätzen beruhen wird. Einer der Aspekte, die unmittelbar mit dem Bilanzbuch der Fed in Verbindung stehen, der jedoch oftmals ignoriert wird, ist der Posten “Vermögen”, oder auch anders definiert als “Kapital.” Wie bereits ausgeführt, notiert dieser Posten bei momentan$53,3 Milliarden. In der Grafik unten, die die aktuellen Verpflichtungen der Fed gut widerspiegelt, wird dieser Posten angezeigt durch den Balken ganz links. Der interessante Teil erfolgt aus der Analyse, was geschehen würde mit dem ausgewiesenen Kapitalposten der Fed, wenn die weiter oben beschriebenen Verluste aus gehaltenen MBS-Positionen materialisieren sollten.
Fed-Verpflichtungen
Ein realisierter Verlust in Höhe von 5% auf MBS-Papiere allein würde resultieren in einer kompletten Eliminierung der Kapitalbilanz der Fed. Setzt man realisierte Verluste in Höhe von 10% oder sogar 15% an, ergeben sich resultierend daraus Kapitalfehlbeträge in Höhe von $50 Milliarden respektive $100 Milliarden. Dieser Fehlbetrag wird weiter anwachsen, nachdem mehr und mehr MBS-Papiere in der Bilanz ausgewiesen werden, und während die ernsthaften Säumnisraten auf MBS-Papiere weiter klettern…
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!