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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

wawidu (#57650), die Regeln für die

4
18.02.10 22:49
Kreditkartenschulden wurden erheblich geändert so dass eine Überverschuldung schwieriger wird. Dazu zählen auch exorbitant hohe Strafzinssätze.
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Stöffen:

I was thinking the same thing...

3
18.02.10 22:49
...back in 1980, 1982, 1987, 1990, 1998, 2001-2003, and ESPECIALLY 2008-early-2009, as each crises grew and grew.

But now I know that "Infinite Fiat" is truly...well...infinite and that even if entire economies implode we will see ZERO meaningful change, but rather just endless cycles of "WASH, RINSE, REPEAT".

Now please excuse me if I have to cut this conversation short. For, the cyber cafe' at which I'm pecking out this missive is so overflowing with five-fiatsco-latte'-swilling sheeple that I can hardly hear myself think and must retreat to my car for some peace and quiet.

LOOOL....
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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onliner:

Fed hikes discount rate to 0.75%, 4:40 p.m. EST

5
18.02.10 23:02

WASHINGTON (MarketWatch) -- The Federal Reserve announced late Thursday that it was raising its discount rate in order to encourage banks to borrow from the private market for short-term credit instead of from the Fed.

In a statement, the Fed said it would raise its discount, or primary credit rate, to 0.75% from 0.5% effective on Friday.

Fed Chairman Ben Bernanke signaled last week that the Fed was mulling the move.

Fed watchers had expected the move to come at the next Fed meeting in March. Today's action shows a sense of urgency on the part of the Fed officials.

The Fed said the move is intended to "normalize" its operations as the financial crisis winds down.

The change is not a tightening and does not signal any change in monetary policy, the Fed said.

The change in the discount rate was approved by the Fed Board of Governors on requests from all 12 district bank boards.

Former Fed Gov. Laurence Meyer drew attention to the possibility of a discount rate hike early this year. Meyer said Fed officials were unhappy that banks were engaging in a carry-trade or borrowing from the Fed at ultra-low levels and then reinvesting the money elsewhere.

Greg Robb is a senior reporter for MarketWatch in Washington.

--------------------------------------------------

Insbesondere das letzte Statement von Laurence Meyer ist sehr lesenswert, Euro/Dollar Reaktion:

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Der USA Bären-Thread 300658
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Malko07:

Wenn die Fed glauben würde, die Banken

6
18.02.10 23:12
würden mit dem $ Carry Trade aufhören weil der Diskontsatz um 25 Basispunkte erhöht wurde, wären die Brüder noch naiver als gedacht. So naiv sind sie nun auch wieder nicht. Es wird auch kein Grund sein Verbrauchern, die schon Pleite sind, Kredite zu geben.

Irritierend für die Märkte ist der überraschende Zeitpunkt. Das wird bis Morgen aber schon wieder verdaut sein und auch die Langsamen und Ängstlichen werden begreifen, dass dies erst mal eine Scheinaktion war.
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fkuebler:

Malko #654: Das wiederum glaube ich eher nicht

11
18.02.10 23:49

"Irritierend für die Märkte ist der überraschende Zeitpunkt. Das wird bis Morgen aber schon wieder verdaut sein und auch die Langsamen und Ängstlichen werden begreifen, dass dies erst mal eine Scheinaktion war"

Es kann durchaus sein, dass der erste Schrecken schnell verfliegt. Aber es ist ein erstes Signal, dass die Träume von der völlig unbegrenzten Liquidität eben doch Träume sind. Zwar werden wir noch lange Zeit sehr niedrige Zinsen und vielleicht auch direktes oder indirektes QE haben.

Aber der vieldiskutierte Change of Character liegt schlicht darin, dass sich das Verhältnis zwischen Aufwärts-Chancen und Abwärts-Risiken verändert hat. Es ist eben nicht mehr so klar, wie es 2009 offenbar war, dass man als Bulle kaum Geld verlieren kann. Das sieht man auch an dem sehr dünnen Volumen, mit dem heute der SPX nochmal durch die 1100 getrieben wurde.

Ich wäre (als Bär) zu euphemistisch, wenn ich jetzt sagen würde, dass wir die Hochs nicht mehr erreichen. 

Aber hinter vorgehaltener Hand glaube ich's trotzdem... ;-))

Alles hat Grenzen, und denen sind wir jetzt mMn ziemlich nahe gekommen.

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wawidu:

US-Eisenbahntransporte

11
18.02.10 23:52
Am 13.02. hat Atlantic Systems Inc. seinen letzten Bericht zu den nordamerikanischen Eisenbahntransporten veröffentlicht. Darin fällt insbesondere der gewaltige Anstieg der Autotransporte in den USA mit 45,8 % zum Vorquartal auf. Die Händler decken sich wohl in Erwartung eines bombigen Frühjahrsgeschäfts ein. Oder könnte man etwa auch annehmen, sie würden von den Produzenten, die die Autos bereits auf Halde stehen hatten, zur Abnahme verdonnert? Die Autohändler haben nämlich nach dem Auslaufen der staatlichen Kaufanreize quasi die "Arschkarte" ("Verkaufe oder stirb!"). Im letzteren Fall würde dies lediglich eine Verlagerung der Lagerbestände bedeuten, was in der BIP-Stastistik jedoch einen positiven Bias hätte. Alles, was bewegt wird, ist "positiv"!
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Maxgreeen:

es ist noch spektakulärer mit den

8
18.02.10 23:59
Transporten. Die Autos die im Osten der USA hergestellt werden werden mit der Eisenbahn zu den Osthäfen gebracht und dann mit dem Schiff über den Panamakanal zur US-Westküste. Dadurch gibt es Eisenbahntransporte, Schiffstransporte und man kann noch zusätzlich Exporte und Importe ausweisen. Findig muss man sein.  

:))
Dieses Posting wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.
Bei berechtigten Einwänden email an be@schwer.de
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wawidu:

malko - # 57651

4
19.02.10 00:09
Absolut richtig, doch dies betrifft mE keineswegs die in der Vergangenheit und aktuell immer noch existierende Überverschuldung der Kreditkarteninhaber. Vor dem Hintergrund einer erheblich steigenden Rate an Privatinsolvenzen haben auch exorbitante Strafzinssätze wohl kaum noch einen Effekt auf die "Zahlungsmoral" vieler Kreditnehmer. In Anbetracht der realen Arbeitsmarktlage (nicht der "offiziellen"!) sicherlich kein Wunder!
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permanent:

FED erhöht den Diskontsatz

4
19.02.10 06:34

HB WASHINGTON. Damit zieht die Fed zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise vor über einem Jahr die Zinsschraube an. In einer Erklärung rechtfertigt die Notenbank ihren Schritt mit der "kontinuierlichen Verbesserung des Zustands des Finanzmarkts".

Mit den Änderungen werde eine weitere Normalisierung der Kreditfazilitäten der Fed angestrebt. Sie signalisierten jedoch keinen Wandel bezüglich des Ausblicks für Wirtschaft und Geldpolitik. Es werde auch nicht erwartet, dass die Änderungen zu verschärften finanziellen Konditionen für Haushalte und Unternehmen führten.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte bereits vor einigen Tagen mögliche Zinserhöhungen angedeutet und damit sinkende Kurse an den US-Börsen ausgelöst. Die Ankündigung am Donnerstag folgte dann überraschend schnell. Der Diskontsatz gilt als weniger wichtig als der Leitzins. Bei ihm soll es erst Änderungen geben, wenn es klare Zeichen für einen Wirtschaftsaufschwung geben sollte.

http://www.handelsblatt.com/politik/...ht-an-der-zinsschraube;2532524

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Malko07:

Die Politik der Fed ist die letzte Zeit immer

10
19.02.10 09:34
stärker angezweifelt worden. Auch die gestiegene Opposition bei der Wiederwahl von Bernanke ist ein derartiger Hinweis. Jetzt versucht die Fed mit einem symbolischem Akt die Gemüter etwas zu beruhigen weil das Geschwätz über den Ausstieg politisch nicht mehr beruhigt. Um die etwas Beschränkten auf der anderen Seite zu beruhigen bekommen die auch gleich die Garantie mitgeliefert, dass sich nichts ändert und ändern wird. An einem Zins zu spielen, der schon seit längerer Zeit nicht mehr in Gebrauch ist, ist ein absoluter Witz.
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Stöffen:

D'accord, Malko

5
19.02.10 09:47
es steigt etwas Rauch aus der Fed-Hütte bevor der Croupier im Casino mit einem "Faites vos jeux!" wieder die Aufmerksamkeit der Gambler auf das Wesentliche lenkt ;-))
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Malko07:

Rätsel: Welche Bank hat

4
19.02.10 09:54
die verflossenen 8 Monate einen Notfallkredit bei der Fed aufgenommen?

Von den großen Zockerbanken keine einzige? Trotzdem sind die Aktienkurse explodiert. Also was soll das bringen? Nur ein weiterer Schritt in der allgemeinen Ver**schung. Und die Journaille hat wieder einen Happen zwecks Beschäftigung. In der Zeit macht sie keinen "Unsinn". Wäre ich short, würden mich derartige Scheinaktionen mit dem begleitenden Kommentar nicht ruhiger schlafen lassen.
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Anti Lemming:

Pfund wird zur angelsächsischen Drachme

10
19.02.10 10:29

Der schonungslose FTD-Artikel zur Lage in GB widerlegt die hier des öfteren aufgestellte Behauptung, die FTD würde "angelsächsische Propaganda" betreiben.

Die Lage in GB ist äußerst mies. Im Gegensatz zu den Griechen haben die Briten aber die Möglichkeit, ihre Währung abzuwerten, was wohl auch demnächst geschehen wird. Das allein reicht jedoch nicht.

In GB wird den Politikern - wie in den PIIGS-Staaten - immer klarer, dass es ohne Haushaltskonsolidierung nicht wie gehabt weitergehen kann. Das Staatsschulden-Gepäppel in 2008/2009  konnte noch notdürftig zukleistern, was die Realwirtschaft an Löchern riss. 

Wird jetzt ernsthaft gespart, fallen die Päppelstaaten in tiefe deflationäre Löcher. Selbst die massive Verschuldung in 2009 von 12 % des BIP konnte bei den Briten nicht verhindern, dass von den letzten sechs Quarteln fünf rot ausfielen und das letzte (4/2009) nur knapp positiv. Wie soll es dann erst werden, wenn die großzügig verteilte Staatsknete im Zuge der Konsolidierung wieder eingesammelt wird?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ununterbrochene Staatspäppeleien enden im Staatsbankrott. Den Politikern wird kaum eine Wahl bleiben, als die bislang mit Staatsgeld kaschierte Deflation ernsthaft zuzulassen.

 


 

Verschlechterte Haushaltslage
Briten droht griechische Tragödie

Alle Augen richten sich auf Griechenland - allerdings ist die Haushaltslage in Großbritannien deutlich schlimmer: Ökonomen weisen darauf hin, dass die britische Finanzsituation sogar miserabler ist als die der Griechen. Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. von Martin Kaelble und Mathias Ohanian, Berlin

Erstmals verbuchten die Briten im Januar mehr Ausgaben als Einnahmen. "Die Haushaltslage ist wirklich mies", sagte Ross Walker, Volkswirt der Royal Bank of Scotland  (RBS).

Zuletzt hatten sich die Märkte auf Länder wie Spanien, Portugal und vor allem Griechenland eingeschossen. Mit sinkendem Investorenvertrauen stiegen die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen dieser Länder stark an, was wiederum die Refinanzierung der Schulden erschwerte.

Das gleiche Schicksal könnte nun auch Europas zweitgrößter Volkswirtschaft drohen, sagte Bert Jansen, Volkswirt bei Exane BNP Paribas. Ausgerechnet im Januar - üblicherweise der Monat mit den höchsten Einnahmen für den britischen Fiskus - haben sich die Staatsfinanzen dramatisch verschlechtert. Die Einnahmen schrumpften um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Einkommensteuererlöse brachen dramatisch ein - um 19,8 Prozent. "Es gibt da ein ernstes Problem auf der Einnahmenseite", sagte Walker. Die Nettoverschuldung stieg zugleich auf 59,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit verzeichnete die Schuldenquote einen rasanten Anstieg um zehn Prozentpunkte über die vergangenen zwölf Monate.

Großbritanniens Haushalt steht auch im internationalen Vergleich äußerst schlecht da. "Das Verhältnis von Schulden und Bruttoinlandsprodukt verschlechtert sich deutlich schneller als in Portugal, Italien, Griechenland und Spanien, zugleich ist das Defizit mit fast 13 Prozent eines der höchsten weltweit", sagte Jansen. Auch Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) verdeutlichen Großbritanniens Schwäche. Unter den größten Industrieländern dürfte die Haushaltsbilanz 2010 und 2011 mit einem Defizit von 13,3 beziehungsweise 12,5 Prozent in Großbritannien am schlechtesten ausfallen, schreibt der BIZ-Ökonom Stephen Cecchetti.

 (Links im Orig.)

Die Ökonomen haben auch geschätzt, wie sich die Haushaltslage von zwölf großen Industriestaaten bei konstanten Ausgaben bis 2020 entwickelt. Das Ergebnis: Ohne Sparmaßnahmen würde Großbritannien auf ein Schuldenniveau von rund 200 Prozent des BIPs kommen. Übertroffen würde der Inselstaat unter den großen Industrieländern nur noch von Japan mit einer Quote von etwa 300 Prozent. Länder wie Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien oder die USA stünden dagegen deutlich besser da als die Briten.

"Die jüngsten Daten zeigen, wie dringend es einen glaubwürdigen Konsolidierungsplan mit Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen braucht",
sagte RBS-Ökonom Walker. Das ist auch in London längst angekommen. Der Konsolidierungsplan der Regierung sieht eine Reduzierung des Defizits um jährlich 1,3 Prozent des BIPs von 2010 bis 2013 vor. Offen ist, ob es nach den Wahlen im Frühjahr dabei bleibt. "Den britischen Haushalt wieder in Ordnung zu bringen ist eine deutlich größere Herausforderung als Griechenland", warnte jedoch Jansen. Einer aktuellen Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge muss Großbritannien in den kommenden Jahren Sparmaßnahmen im Umfang von 13 Prozent des BIPs auf den Weg bringen.

Bei den Griechen sind es neun Prozent. Für eine Besserung der Haushaltslage braucht es jedoch nicht nur Sparmaßnahmen, sondern eine Verbesserung der konjunkturellen Lage, um die Staatseinnahmen zu erhöhen. Doch auch hier sieht es schlecht aus. Als Schlusslicht unter den G7-Staaten war Großbritannien zum Jahresende aus der Rezession gekommen. Notenbankerin Kate Barker von der Bank of England warnt jedoch, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal wieder schrumpfen könnte. "Ich fürchte die Erholung wird sehr schleppend verlaufen."

So bleibt den Briten wohl nur ein Ausweg: "Eine Währungsabwertung wäre der an wenigsten schmerzhafte Weg, um etwas an der schwierigen Lage zu ändern", sagte Hansen. Zumindest in diesem Punkt haben es die Briten etwas besser als die südeuropäischen Sorgenkinder der Euro-Zone.

www.ftd.de/politik/europa/...iechische-tragoedie/50076706.html


Entnervte Anleger fliehen einstweilen in die "Sicherheit der US-Dollars", der mit 1,34xx ein 8-Monats-Hoch erreichte.

(Verkleinert auf 84%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 300714
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Malko07:

#57663: Es wäre

3
19.02.10 10:39
interessant zu erfahren wie eine Refinanzierung der Schulden bei einer drohenden Abwertung funktionieren soll? Einfach nur witzig. Sogar für Briten würde es interessant werden ausländische Anleihen zu kaufen. Also kauft zukünftig alles die britische Notenbank auf und der Export bei der nicht mehr vorhandenen Industrie explodiert.
Antworten
Anti Lemming:

Mein ausdrückliches Lob an die FTD

6
19.02.10 11:01
Nach all dem ungerechtfertigen Bashing, was hier im Thread mit der FTD betrieben wird - Malko bezeichnete sie heute gar als "Bildzeitung" - möchte ich das Blatt mal ausdrücklich loben.

Die FTD zählt neben der FAZ und dem Handelsblatt zu den seriösesten Wirtschaftszeitungen in Deutschland. Was bei der FTD positiv hinzukommt ist, dass sie hochrangige Kolumnisten wie Münchau und Zeise in der Redaktion sitzen hat, die fundierte und teils analytisch brilliante Ausblicke auf die Zukunft liefern, die man anderswo vergebens sucht. Andere Zeitungen verstecken sich da lieber hinter externen Experten, was oft in "Larifari" endet.

Inbesondere die kritische und teils polemisch-satirische Rubrik "Das Kapital" (angelehnt an "LEX" in der FT) ist in Deutschland konkurrenzlos. Das Kapital liefert regelmäßig Aufschussreiches und Hintergründiges, das recht gut und kompakt auf den Punkt gebracht wird. Drei Absätze aus Das Kapital sind oft wesentlich erhellender als ganze Beilagen in anderen Blättern. Allein diese Rubrik widerlegt die Behauptung, die FTD sei "die Bildzeitung" der Finanzpresse, da sich in der Bildzeitung bekanntlich kein Satire-Teil findet. Das liegt daran, dass die Bild-Leser nicht satirefähig sind.

Wenn Blätter das Attribut Bildzeitung verdienen, dann eher unkritische wie "Euro am Sonntag" in denen ""Leute-kauft-Rohstoffe-weil-die-so-schön-gestiegen-sind"-Artikel­ geradezu umringt sind von Anzeigen daran gut verdienender Fonds.

Im Rahmen dessen, was journalistisch machbar ist (das geht aus Kostengründen nun mal nicht ohne den üblichen trendbegleitenden Meldungsschrott von reuters, dpa, ap usw.), finde ich die FTD ausgezeichnet, und ich würde sie vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe.
Antworten
fkuebler:

Malko #662: Alle sind zufrieden ;-)

4
19.02.10 11:02

"Und die Journaille hat wieder einen Happen zwecks Beschäftigung"

Und Malko hat wieder 'was zum Schimpfen... ;-))

Nein, im Ernst: die Fed verhält sich mMn einigermassen konsistent. Sie sagt ja auch gebetsmühlenartig "exceptionally low interest rates for an extended period".

Man kann ihr vorwerfen, dass das volkswirtschaftlich - oder wie auch immer - falsch ist. Dafür spricht einiges. Aber man kann ihr eigentlich nicht wirklich vorwerfen, dass sie die Leute verarscht. Natürlich wünsche ich mir als Shortie-Bär, dass sie den Leitzins auf 50% heraufsetzt ;-)

Welche SInn macht jetzt die winzige Diskontsatz-Erhöhung? Naja, wirklich wissen tue ich es auch nicht. Aber als symbolischer Akt symbolisiert es zumindest, dass es jetzt erstmal keine Ausweitung der ultraleichten monetären Politik mehr gibt.

Und darin könnte auch eine Bedeutung für die Märkte liegen: bei denen hatte man manchmal den Eindruck, dass sie sich über eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen freuen (gestern z.B. bei den Arbeitslosen), weil sie sich davon in irgendeiner Weise noch mehr Gratiskohle erwarteten. Und für die Bonanza seit März 2009 braucht braucht der Junkie für ein weiter-nach-oben halt immer mehr Dope. Und die gibt's jetzt wohl eher nicht mehr.

Aber wie gesagt: "könnte"... ;-)

Antworten
fkuebler:

AL #665: FTD-Wertschätzung: Da sind wir schon zwei

2
19.02.10 11:06

"Im Rahmen dessen, was journalistisch machbar ist (das geht aus Kostengründen nun mal nicht ohne den üblichen trendbegleitenden Meldungsschrott von reuters, dpa, ap usw.), finde ich die FTD ausgezeichnet, und ich würde sie vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe"

Natürlich kann man nicht erwarten, dass sie immer die Prawda spricht, z.B. in Form des Dax-Standes vom 15.3.2010, aber den Mix finde ich schon sehr ordentlich.

Antworten
permanent:

Der Zinsschritt dient der Befriedigung

5
19.02.10 11:15

Chinas etc. Zuletzt wurde es immer schwerer Treasurys an Ausländer zu veräußern. So musst ein kleiner Schritt gegangen werden um den Versuch zu unternehmen die Glaubwürdigkeit wieder herzustellen.

Gruß

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Malko - GB

3
19.02.10 11:16

"Es wäre interessant zu erfahren wie eine Refinanzierung der Schulden bei einer drohenden Abwertung funktionieren soll?"

Die Refinanzierung in GB erfolgt meines Wissens überwiegend landesintern (britische Anleger plus BoE-Käufe), und da spielt der Außenwert des Pfund keine große Rolle.

Außerdem soll jetzt ja eine Rückabwicklung der Verschuldungs-Sause kommen. Dabei werden weniger neue Staatsanleihen emittiert, als es bei einer ungebrochenen Weiterblähung der Fall wäre. Die Bestandsschulden müssen natürlich refinanziert werden (Rollen bei Ablauf von Staatsanleihen), aber je weniger insgesamt hinzukommen, umso besser.

Antworten
permanent:

Verwirrend

5
19.02.10 11:20

Bundesanleihe, eine spezielle Form von Bundesschuldverschreibungen. Sie dienen der Öffentlichen Hand zur Beschaffung von langfristigen Finanzierungsmitteln.
Der Käufer/Erwerber erhält alleine durch die Namensgebung (Anleihe/Schuld) den Eindruck Gläubiger zu werden.

US Treasuries
Dem Käufer/Erwerber wird der Eindruck vermittelt, einen Schatz, etwas wertvolles erworben zu haben.

Permanent

Antworten
Malko07:

fkuebler (#57666), noch mehr leichtes

4
19.02.10 11:21
Geld? Wie sollte das funktionieren? Etwa einen nominal  negativen Leitzins? Demnächst soll angeblich das QE auslaufen. Gleichzeitig steht aber ein einmaliges Refinanzierungsvolumen an und das weltweit. Ich möchte deshalb hier wetten dass das QE weit über den geplanten  Rahmen hinaus gefahren wird. Die Notenbank wird die Administration nicht im Regen stehen lassen und den US-$ krachen lassen. Deshalb werden momentan die potentiellen Konkurrenten mit allen Tricks mies gemacht um die USA als sicheren Hafen zu verkaufen.

Was in 2012 sein wird, wage ich nicht zu beurteilen. Was ist 2010 los sein wird schon eher: Der Leitzins wird bleiben wo er ist (0-0,25%, öfters 0 als 0,25) und das QE wir deutlich über den geplanten Rahmen hinaus gehen.
Antworten
Malko07:

#57669:

4
19.02.10 11:28
... Die Refinanzierung in GB erfolgt meines Wissens überwiegend landesintern (britische Anleger  ...

Stimmt zu einem überwiegenden Teil nicht! Der britische Verbraucher ist auch ein Rekordschuldenhalter. Nur London ist ein großer Finanzplatz. Dort haben viele Fonds ihren Sitz und diese sind große Besitzer auch von britischen Staatsanleihen. Nur die Fonds-Anteile gehören nicht in einem annähernden Umfang den Briten. So ist z.B. auch Luxemburg einer der großen Halter von US-Staatsanleihen. Betrachtet man die Summen, müsste jeder Kohlenkeller in Luxemburg überlaufen. Nur die größten Anleihefonds in Luxemburg sind deutsche Fonds.
Antworten
Anti Lemming:

Hang Seng - manisch-depressiv

10
19.02.10 11:29
Der erratische Verlauf mit Island-Gap ("reif für die Insel") zeigt, wie himmelhochjauchzend-todesgetrübt der Markt zurzeit ist. Alles hängt an der überreichlichen Liquidität. Sobald die Fed mit einer reinen Geste (Diskontsatzerhöhung) andeutet, dass die Ära des Billigen Geldes sich dem Ende nähert, bekommen die Longzocker (überwiegend Hedgefonds) bereits das große Muffensausen.

Der 5-Tages-Chart zeigt den bei Bären und börsennahen Bestattungsunternehmen (jump first, ask questions in hell) geschätzten Hindenburg-Sarg. Zur Verdeutlichung hab ich das mit einem kleinen Kreuz kenntlich gemacht.
(Verkleinert auf 67%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 300740
Antworten
Contrade 121:

Bedeutung des Zinschschrittes

6
19.02.10 11:36

Ich habe da eine andere Meinung zum vermeintlichen Zinsschritt. Es handelt sich, wie in den letzten Wochen durch verschiedenste sonstige "strategischen" Züge (Beschneidung der Bankengeschäftsfelder, Bad Europe, nice US), um Ablenkung vom Thema der Arbeitslosigkeit. Erneut fällt diese Ziffer schlechter aus. V.a. die privaten Agenturen zeigen in deren Umfragen, dass die Arbeitsmarktlage in den USA verheerend ist. Und ohne den KOnsumenten kann eine derartig strukturierte Gesellschaft auf Dauer nicht überleben. Auch nicht mit den vielen gedruckten Dollarscheinen.

 

Konkret bedeutet der Zinsschritt eigentlich gar nichts

Glaubwürdigkeit? Nein, da unwichtiger Zins und gleichzeitige Ankündigung: Das ist keine Verschärfung der Geldpolitik! Apropos, zu "normalen" Zeiten steht der Diskontsatz um 100 Bp. oberhalb des Leitzinses - also im historischen Vergleich hätten die stärker zuschlagen müssen.

Geldmengeneinfluß? Sehr gering, da aktuell nur ca. 15 Mrd. Fazilitäten ausstehend sind - ein Pipifax

Überraschungseffekt? Wozu den? Es wurde doch bei der letzten FED-Sitzung angekündigt, dass bestimmte Maßnahmen gezogen werden.

Alles in Allem, ich messe dem Ganzen geringe Bedeutung ein. Aktienmärkte dürften ihre Anstiege fortsetzen und das bei extrem schwachen Umsätzen. Die Manipulation ist und bleibt der Trumpf.

Antworten
Kicky:

Fed Zinserhöhung erschüttert Aktienmärkte

2
19.02.10 11:38
WASHINGTON — The Federal Reserve’s decision to raise the interest rate it charges on short-term loans to banks reverberated in the financial markets Friday, sending overseas stock indexes lower and giving fresh momentum to a recent rise in the dollar..... The move also helped propel the dollar’s recent rise even further, reaching $1.35 to the Euro, its strongest level against that currency in nine months.

While the central bank had signaled its intentions to take such a step, the timing was a surprise.......
www.nytimes.com/2010/02/20/business/20fed.html?ref=global
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