Anzeige
Meldung des Tages: Gold über 5.000 USD verändert die Wirtschaftlichkeit grundlegend!
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 2238  2239  2241  2242  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.452
Zugriffe: 26.453.976 / Heute: 2.895
S&P 500 6.960,59 +0,66% Perf. seit Threadbeginn:   +377,09%
 
Kicky:

WSJ Details

3
21.01.10 09:31
online.wsj.com/article/...17800.html?mod=WSJ_hps_LEFTWhatsNews
...Mr. Obama's proposal is expected to include new scale restrictions on the size of the country's largest financial institutions. The goal would be to deter banks from becoming so large they put the broader economy at risk and to also prevent banks from becoming so large they distort normal competitive forces. It couldn't be learned what precise limits the White House will endorse, or whether Mr. Obama will spell out the exact limits on Thursday.

Mr. Obama is also expected to endorse, for the first time publicly, measures pushed by former Federal Reserve Chairman Paul Volcker, which would place restrictions on the proprietary trading done by commercial banks, essentially limiting the way banks bet with their own capital. Administration officials say they want to place "firewalls" between different divisions of financial companies to ensure banks don't indirectly subsidize "speculative" trading through other subsidiaries that hold federally insured deposits.

The proposal could have the biggest effect on Bank of America Corp., Wells Fargo & Co., and J.P. Morgan Chase & Co., which control a large amount of U.S. deposits, as well as Goldman Sachs, Morgan Stanley and Citigroup Inc., which have a large presence on Wall Street.

If the proposal took effect, big banks could be forced to wall off certain activities in their investing banking units—which trade and underwrite securities and make their own bets on markets—from their traditional businesses, which make loans and take deposits.

The investing banking units have grown dramatically in recent years, were far more profitable than the banking operations and were at the heart of the financial crisis.

The industry has undergone a major consolidation during the financial crisis, leaving the top four banks with an unprecedented market share in businesses such as deposit taking, credit cards and mortgages.

The rules could also keep banks out of the business of running hedge funds, investing in real estate or private equity, all businesses that have become important, profitable parts of these banks. The collapse of two highly leveraged hedge funds began the process that led to the collapse of Bear Stearns.

If investors believe the new rules could take effect, they could sell off the shares of most of the big financial stocks in the belief these companies would be facing years of turmoil and potentially lower profits.
Antworten
Malko07:

Obama will sich angeblich

10
21.01.10 09:35
bewegen. Wahrscheinlich nur Trallala:

Obama werde sich zunächst mit seinem Berater, dem ehemaligen Fed-Chef Paul Volcker, treffen und voraussichtlich dessen Vorschlag unterstützen, den Eigenhandel der Banken zu begrenzen. Ziel der Vorschläge Obamas wird es nach Worten eines Regierungsmitarbeiters sein, die Banken daran zu hindern, zu große Risiken einzugehen.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,673106,00.html


Ein Jahr hatte er Zeit die Bankenlandschaft seriöse zu Regulieren. Er wusste sicherlich auch, dass ohne entsprechende Regulierung in den USA im Ausland nichts passieren würde. Keiner würde seine Großbanken unverhältnismäßig gegenüber den US-Banken benachteiligen. Nachdem jetzt seine Popularität schneller als der Schnee im Frühling dahin schmilzt, bekommt unser Wallstreet-Messias  braune Unterhosen. Sinnvolles sollte man allerdings nicht erwarten. Dazu fehlt es sowohl bei ihm als auch bei seiner Mannschaft an der notwendigen Qualifikation. Geistig minderbemittelte Lobbyisten eben, die viel Geld und gute Werbeagenturen hatten.
Antworten
Maxgreeen:

ebay verdiente weniger ( ohne Skype Verkauf )

5
21.01.10 09:40
Q4 2008 367 Millionen Dollar
Q4 2009 ca. 250 Millionen Dollar
Wer die Geburt überlebt, ist zum Sterben verurteilt!

http://www.ariva.de/forum/Quo-Vadis-Dax-2010-Spam-Junk-397563
Antworten
nopanic:

obama ist sicher die enttäuschung

7
21.01.10 09:50
er lebt zusehr die gesten und den pathos und hat die falschen berater,die zumeist den großbanken verpflichtet sind.er erkauft sich mit seiner massivsten verschuldungspolitik nur zeit.im prinzip ist der markt wie ein junkie,man muss immer mehr kohle nachspritzen,da sonst der entzug auftritt,d.h. die wirkung der staatl. hifsprogramme stark nachlässt.gesund für den patienten wäre eine rückführung der verschuldung.aber dafür fehlt unter anderem obama der mut und die richtigen berater.das halten der märkte zumindest in einer seitwärtsbewegung scheint ihre grösste sorge zu sein.
Es wird böse enden (Werner Enke)
Antworten
Malko07:

Wanted!

11
21.01.10 10:03

Goldman Sachs: 

Die Bank aller Banken macht ungewohnte Fehler

   

Goldman Sachs ist der Maßstab in der Finanzindustrie. Die Krise hat diese Vormachtstellung zementiert. Heute wollen die Manager über elf Milliarden Dollar Gewinn für das Jahr 2009 melden. Doch sie haben eine große Gefahr unterschätzt: Die Amerikaner finden hohe Boni nicht mehr cool. Der Druck auf die Bank aller Banken nimmt zu.

NEW YORK/LONDON/FRANKFURT. Er hat ihn nicht vergessen, diesen eigentlich schönen Herbsttag. Diese Wut. Sie war nicht unmittelbar gegen ihn gerichtet, aber auch er war gemeint, kein Zweifel.

 

„Zerschlagt sie jetzt! Zerschlagt sie jetzt!“ Hunderte Demonstranten vor der mächtigen Niederlassung der Goldies in Washington.

 

Sie tragen große Schilder, „Wanted“ wie früher im Wilden Westen und das Konterfei von Blankfein, den Männer in diesen Kreisen hassen oder bewundern. Oder beides. Lloyd Blankfein, Chef von Goldman, der Bank der Banken, den obersten Meister des Universums.

 

„Wanted!“ Die Menge ist aufgebracht, weil Blankfein und seine Leute einfach weitermachen. Als hätten nicht auch sie die Welt an einen Abgrund geführt. Als hätten sie nicht trotzdem Staatshilfen bekommen. Sie zahlen wieder Boni aus, unvorstellbare Summen für die, die da auf der Straße stehen.

 

Die verständnislosen Gesichter der Banker, die aus der Sicherheit ihrer Büros beobachten, was sich da vor ihrer Bank abspielt. Die Bilder waren in aller Welt zu sehen, im Fernsehen, in den Zeitungen.

 

Auch er war gemeint, auch er ist ein Spitzenmanager einer amerikanischen Bank. Nicht bei Goldman Sachs, bei einem Konkurrenten. Nun, Monate nach dieser Kundgebung des Volkszorns, sitzt er in einer New Yorker Bar bei einem Feierabenddrink am Ufer des Hudsons. Fast ehrfürchtig blickt er auf das riesige, schwarze Hochhaus, das auf der anderen Seite des Flusses in den Himmel ragt. Goldman.

Er will etwas loswerden, aber er will anonym bleiben. Was er zu sagen hat, könnte ihn selbst klein aussehen lassen, unbedeutend. Nach der dritten Runde Bier spricht er offener, als Männer in seinem Business und seiner Position es gewöhnlich tun. Die Wut von damals, sie freut ihn, sie nutzt ihm. „Goldman ist einfach die Messlatte, an der sich alle orientieren. Natürlich freuen wir uns alle auch, wenn sie nun die Hauptzielscheibe der Kritik sind.“

„Wir“, damit meint der Mann nicht nur sich und seine Bank. „Wir“, das sind viele Banken an der Wall Street.

 

Viele Konkurrenten sind in den vergangenen Monaten untergegangen. Die anderen sind schwach. Goldman dagegen ist so gut durch die Krise gekommen wie sonst keine Bank in den USA. Die Schwäche der anderen stärkt sie noch. Heute stellt die Bank ihre Geschäftszahlen für 2009 Jahr vor. Analysten rechnen mit einem Gewinn von über elf Milliarden Dollar. Fünfmal so viel wie im Krisenjahr 2008.

 

Das macht die ohnehin sehr selbstbewussten Banker noch selbstsicherer, einige in der Branche sagen: arrogant. Sie werfen Goldman vor, die gesamte Finanzindustrie mit ihrem ausgestellten Stolz in Verruf zu bringen. Die hohen Boni, die die Bank schon wieder zahlt, machen die Sache nicht besser in einer Lage, in der wöchentlich Hunderttausende Amerikaner ihren Job verlieren.

     

Der Neid der Konkurrenz ist nicht neu. Neu ist aber, dass Goldman der Häme Nahrung gibt und Schwäche zeigt. Dieses Interview etwa, das Bankchef Blankfein gab. „Wir tun Gottes Werk“, hat er darin gesagt. Die Branche konnte es kaum fassen. Konnte das möglich sein, solch eine Dummheit? Solch eine Hybris, öffentlich ausgestellt – und auch noch ohne Not? Kein Konkurrent hätte Goldman so beschädigen können, mit nur einem Satz.

 

Bankchef Blankfein hat versucht, den Schaden zu begrenzen. Es sei nur ein Scherz gewesen. Es nutzte nichts. Die Amerikaner bewundern fantastisch hohe Gewinne und Boni nicht mehr. Bevor die Banken mit hochriskanten Kreditderivaten handelten, bevor die Immobilienblase platzte, waren sich Wall Street und die große Mehrheit der Bürger einig gewesen: Wer Geld verdient, hat es richtig gemacht. Das ist nun anders. Amerika steckt in der Rezession, Menschen, mit deren Steuern Banken gerettet wurden, verlieren ihre Arbeit; die Elitebanker aber bekommen wieder Megaboni. Was die Banker als Lohn für Geschick, Cleverness und harte Arbeit sehen, gilt im Land als Diebstahl an der Allgemeinheit.

„Auf Dauer ist diese Diskrepanz zwischen Innen- und Außenansicht nicht gut, nicht für das Geschäft der Bank und nicht für das Land“, sagt Kaspar Ulf Nielsen, Experte für Imageberatung des Reputation Institute.

 

Wie kann es sein, dass Männer, die so einiges haben kommen sehen, früher als die anderen Banken, eine große Gefahr nicht haben kommen sehen?

 

Jan Hatzius sitzt an der Südspitze Manhattans in einem weitläufigen Büro hoch oben über der New York Plaza. Ein langer, dünner Mann, geboren in Heidelberg, der in Kiel studiert hat. An seinem Schreibtisch mit Blick auf den East River brütet der US-Chefvolkswirt über ökonomische Daten. 2006 sagte er die Krise am Markt für private Wohnimmobilien voraus. Kaum jemand glaubte ihm. Ben Stein, angesehener Kolumnist der New York Times, warf ihm sogar vor, er male ein zu negatives Bild, damit seine Händler wieder günstiger in den Markt einsteigen können. Am Ende behielt Hatzius recht.

Nicht nur einmal. Denn 18 Monate später sagte er: „Es würde mich sehr wundern, wenn nicht demnächst der Markt für Büro- und Geschäftsimmobilien einbricht.“ Goldman glaubte ihm und reichte früher als andere Banken riskante Kreditderivate weiter. Es waren solche Papiere, die wenig später Konkurrenten wie Lehman Brothers, Bear Stearns und Merrill Lynch in den Abgrund rissen.

 

Hatzius arbeitet für Goldman. Der Konzern buhlt aggressiv um den besten Nachwuchs. „Die grasen die Eliteunis ab, um ihre Führungsposition zu zementieren“, sagt ein Ex-Goldman-Manager. Die Bezahlung sei so gut, dass die meisten dafür gern 80 bis 90 Stunden in der Woche arbeiteten.

 

„Die sind mit der Bank verheiratet.“ Andere an der Wall Street sprechen von einer Sekte.

Hatzius also ist ein Goldie geworden. Auch, weil David Viniar aus Hatzius' Warnungen rechtzeitig Konsequenzen gezogen hat. Viniar, 53, Finanzvorstand, ist der oberste Risikowächter der Bank. Anders als bei anderen Banken ist er genauso mächtig wie die risikofreudigen Chefs der Händler. Beide Gruppen arbeiten mit der besten Ausstattung.

 

„Goldman Sachs besitzt eine Top-IT, ohne die ein Risikomanagement des Formats Goldman Sachs nicht möglich wäre“, sagt ein Bankenaufseher. Wertpapiere würden nur kurze Zeit gehalten, Risiken schnellstmöglichst bei anderen Investoren ausplatziert. „Sonst hätte Goldman Sachs die Krise nicht fast unbeschadet überstanden“, sagt ein Experte. Höchstens Morgan Stanley und die Deutsche Bank könnten da noch mithalten.

 

Das Risikomanagementsystem ist der Grund, warum die Bank von der Krise nicht so hart erwischt wurde wie andere und warum sie früher wieder Geschäfte machen konnte, als der Markt sich Anfang 2009 erholte.

 

In Deutschland hängt all das auf ähnliche Weise zusammen wie in den USA. Dafür steht Alexander Dibelius, der Deutschland-Chef der Bank. Dibelius ist der Prototyp eines Goldman-Investmentbankers. Er liebt PS-starke Autos, ihm gehört jene Münchener Villa, in der Thomas Mann den „Zauberberg“ schrieb. Er hasst es zu verlieren. Lieber einmal Erster und einmal Letzter als zweimal Zweiter, das ist seine Devise. Extrem ehrgeizig, extrem diszipliniert. Extrem angriffslustig. „Entweder man hält ihn für einen der besten Typen, die man je kennengelernt hat, oder man lehnt ihn ab“, sagt ein Weggefährte.

 

In Dibelius' Büro lässt sich beobachten, was es heißt, wenn bei Goldman viel zu tun ist. Dann wird das Büro zum Schlafzimmer. Dann hängen Anzüge und Krawatten zwischen den Regalen, und in den Schubladen des Schreibtisches: Hemden, Socken und Unterwäsche. Bei der Fusion von Daimler-Benz mit dem US-Konkurrenten Chrysler 1998 gab es viel zu tun. Es war Dibelius' spektakulärster Deal.

Bewunderer stören sich nicht daran, dass die anfangs gepriesene Verbindung später kläglich scheiterte. Sie preisen, wie perfekt Dibelius es verstanden habe, die Transaktion auszuhandeln, ohne dass etwas nach außen drang.

 

Dibelius hat nicht nur Bewunderer in der Branche. Viele sehen kritisch, dass die Investmentbanker mit sehr viel Geld die Bank zu einem Imperium mit Golfplätzen in Japan, Ölbohrinseln in der Nordsee und vielen anderen Beteiligungen geformt haben. Nicht ohne Risiken.

 

„Manchmal möchte ich die Bank gar als Zockerbude bezeichnen“, sagt einer, der Manager bei Goldman war. Kürzlich zitierte die Zeitung „New York Times“ aus der E-Mail eines führenden Goldman-Managers an ausgewählte Kunden. Bevor die Wertpapierhändler Anlageideen an ihre Kunden weitergeben, haben sie sie häufig selbst längst ausgebeutet. So lässt sich die Mail zusammenfassen. Auf Nachfrage wiegelt Goldman ab, den Warnhinweis gebe es schon seit Jahren.

 

„Jeder in der Branche weiß, dass es Goldman in erster Linie darum geht, selbst Geld zu verdienen, und in zweiter und in dritter Linie auch, aber die Kunden scheinen damit leben zu können“, sagt ein Londoner Konkurrent. Einer dieser Kunden bestätigt das: „Wenn Sie eine wichtige Transaktion vorbereiten, wem würden Sie vertrauen? Einer Bank, die vom Staat gerettet werden musste, oder einer, die ihre Risiken so gut im Griff hat, dass sie Profit aus der Krise ziehen konnte?“

 

Die wendigen Goldmänner haben Probleme bewältigt, die andere nicht bewältigt haben. Sie verdienen Geld, das andere nicht verdienen. Ein Risiko jedoch haben sie offenbar falsch eingeschätzt: die Wucht der öffentlichen Meinung, den menschlichen Faktor.

 

Alles begann im Juli 2009. Der angesehene Wirtschaftsjournalist Matt Taibbi zeichnet in einem aufsehenerregenden Artikel das Bild einer Bank, die über Jahrzehnte am Aufblähen und Platzen von Kapitalmarktblasen verdient und ihre Vorteile aus ihrer beispiellosen Vernetzung in Politik und Wirtschaft zieht.

 

Die erste Reaktion der Bank fiel ironisch-selbstgewiss aus. „Demnächst heißt es noch, Goldman habe die Mondlandung gefälscht“, sagte ein Sprecher. Die Ironie wurde der Bank als weiterer Beleg für ihre Arroganz ausgelegt. Sie hat die öffentliche Erregung noch befeuert. Bankchef Blankfein hat versucht, die Meinungshoheit zurückzugewinnen, hat Interviews in Serie gegeben, in denen er den Wert seiner Bank für die Allgemeinheit sehr betont hat. „Gottes Werk“ hat nur das Gegenteil bewirkt.

 

Schöne Worte allein, das hat Blankfein verstanden, helfen nicht mehr. Goldman hat nun die Sperrfrist für Managerboni verlängert. Bisher durften sie Aktien des eigenen Unternehmens erst nach drei Jahren verkaufen, künftig sind es fünf. Das soll Spekulationsgeschäfte verhindern, die auf schnelles Geld abzielen, nicht auf langfristigen Erfolg. Das ist keine Revolution, aber doch ein Signal.

 

Zudem legte Blankfein ein Kreditpaket für Kleinunternehmer auf: 500 Millionen Dollar. Die Bank, soll das heißen, steht zu ihrer Verantwortung. Damit das auch jeder kapiert, hat Blankfein sich auch entschuldigt. „Wir haben an Dingen teilgenommen, die ganz klar falsch waren, und wir haben Grund, das zu bedauern.“ Demut ist eine Geste, die er bisher nicht im Repertoire hatte. Das heißt, dass sie nötig ist.

www.handelsblatt.com/unternehmen/...n-macht-ungewohnte-fehler;2516051

Antworten
Maxgreeen:

#55980 - vielleicht korrigieren sie noch schnell

 
21.01.10 10:07
ihre Zahlen und machen zusätzliche Abschreibungen etc.  Maybe
Wer die Geburt überlebt, ist zum Sterben verurteilt!

http://www.ariva.de/forum/Quo-Vadis-Dax-2010-Spam-Junk-397563
Antworten
permanent:

Obama plant drastische Einschnitte ins Bankensyste

5
21.01.10 12:37

US-Präsident Barack Obama will die Daumenschrauben für die amerikanischen Investmentbanken deutlich anziehen: Klassisches Bankgeschäft und Investmentzweig müssen in Zukunft strikt getrennt werden, berichten mehrere Quellen übereinstimmend. Offenbar versucht Obama mit dem harten Durchgreifen einen Befreiungsschlag nach schlechten Umfragewerten und dem Massachusetts-Debakel.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...ensystem;2516368

Antworten
Anti Lemming:

Gegenwinde - Obama schränkt Banken drastisch ein

6
21.01.10 13:04

hier die Version aus dem Handelsblatt:
 

Ingesamt scheinen mir Obamas Maßnahmen zwar prinzipiell vernünftig, aber viel zu weich. Obama regt überwiegend nur an, statt zu fordern (unten, rot). Der Staat und die Bürger haben aber nach den Mega-Bailouts, ohne die es die Banken gar nicht mehr gäbe, verdammt noch mal das Recht, Forderungen zu stellen.

Die Demokraten sollten aufhören mit ihrem Etikettenschwindel, pro forma alles Mögliche ändern zu wollen, aber unterm Strich nur unverbindliche "Anregungen" vorzulegen, denen keinen einschneidenden Änderungen und rechtsverbindliche Auflagen folgen (etwa gesetzliche Einschränkungen im Rohstoffhandel). So wie es bis jetzt läuft, bleiben die Demokraten zahnlose, wähler-opportunistische Papiertiger, deren Halbherzigkeit daraus entspringt, dass sie mit Millionen an Wahlkampfspenden von den Zockerbanken korrumpiert sind.

Wenn die Regierung wirklich "Volkes Stimme" werden soll, muss dringend die US-Wahlkampf-Finanzierung geändert werden. Solange die Lobbyisten die Politiker nach Belieben "kaufen" können, haben wir eine softe Version der "Diktatur des Monopolkapitals".

 


 

Neuer Vorstoß: Obama plant drastische Einschnitte ins Bankensystem

US-Präsident Barack Obama will die Daumenschrauben für die amerikanischen Investmentbanken deutlich anziehen: Klassisches Bankgeschäft und Investmentzweig müssen in Zukunft strikt getrennt werden, berichten mehrere Quellen übereinstimmend. Offenbar versucht Obama mit dem harten Durchgreifen einen Befreiungsschlag nach schlechten Umfragewerten und dem Massachusetts-Debakel.

 

HB WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama will laut Medienberichten die großen Banken des Landes hart einschränken. Obama wolle am Donnerstag Begrenzungen für Größe und Risiken der Finanzkonzerne vorschlagen [wieso nicht anordnen, die Banken gibt es ja nur noch wegen der Staatsrettung, da kann der Staat auch die Bedingungen diktieren - A.L.], berichteten übereinstimmend die „Washington Post“, die „Financial Times“ und das „Wall Street Journal“. Ziel des Vorstoßes sei, die Gefahren durch risikoreiche Investitionen einzudämmen und die Banken nicht so groß werden zu lassen, dass sie die gesamte Volkswirtschaft gefährden könnten.

Den Berichten zufolge habe das Weiße Haus dabei vor allem das Investmentbanking im Visier, das mit hochriskanten Geschäften den Kreditinstituten zunächst gewaltige Gewinne beschert und dann die schwere Finanzkrise mitverursacht hat. Die Banken sollten demnach verpflichtet werden, das Investmentbanking schärfer vom restlichen Geschäft zu trennen. [Wieso kein neuer Glass-Steagall-Act, der das per Gesetz fordert? - A.L.] Bislang betreiben die Institute mit dem ihnen anvertrauten Geld schwunghaften Eigenhandel. Welche Parameter genau die Größen- und Risikobeschränkungen haben sollen, blieb zunächst unklar. Die Rede des Präsidenten ist für 17:40 Uhr deutscher Zeit angekündigt.

Mit dem Vorstoß greift der US-Präsident einen Vorschlag seines Beraters Paul A. Volcker auf, einem ehemaligen Fed-Vorstand. Kern der Kritik ist das hochspekulative Geschäft mit Geldern, die den Geldhäusern in anderen Geschäftsbereichen anvertraut wurden. "Wir müssen darüber nachdenken, für welche Institute wir im Ernstfall einstehen wollen und für welche nicht", sagte Volcker laut amerikanischer Zeitungen: "Und ich möchte nichts retten, was außerhalb des Kernbereich des Geschäftsbankensystems liegt." Das Ziel der schärferen Regulierung sind offenbar ausschließlich die größten Banken des Landes, unter ihnen Citigroup, Bank of America, JPMorgan Chase und Wells Fargo. Die Gefahren durch risikoreiche Investitionen sollen eingedämmt werden um die Banken nicht so groß werden zu lassen, dass sie die gesamte Volkswirtschaft gefährden könnten.

Wochenlang hatte der Obama-Berater für seine Idee getrommelt, inzwischen konnte er namhafte Unterstützer gewinnen. Anleihen nimmt der neue Regulierungsvorstoß bei dem 1933 statuierten Glass-Steagall-Gesetz: Es trennte klassisches Bankgeschäft und Investmentbanking, so dass der Investment-Arm nicht länger das dem Geldhaus aus anderen Geschäften überlassene Kapital - ohne Wissen der Geldgeber - für Aktienspekulationen verwenden durfte. Das Gesetz wurde jedoch über die Jahre immer weiter verwässert und schließlich 1999 aufgehoben. Auch in Großbritannien gibt es derzeit offenbar Überlegungen in diese Richtung. Federführend soll der Chef der Bank of England, Mervyn King sein.

Die Ankündigung Obamas soll offenbar als Befreiungsschlag dienen: In den vergangenen Tagen wurden dem Polit-Star mehrfach sinkende Sympathiewerte bescheinigt
, zudem sind die US-Demokraten von der Niederlage in Massachusetts geschockt. Viele Bürger ärgern sich über Berichte von neuerlichen Milliardengewinnen und hohen Boni-Zahlungen an Manager bei den US-Großbanken, deren Überleben zum Teil nur mit massiver Staatshilfe gesichert werden konnte. Obama wolle damit einen der Punkte aufgreifen, in denen noch eine gewisse Einigkeit bei Republikanern und Demokraten herrsche, hieß es in Washington. Die geplanten Maßnahmen bauen auf Beschlüssen auf, die schon im Repräsentantenhaus verabschiedet wurden. Der neuerliche Vorstoß ist eine Abkehr von der bisherigen Strategie: Obama begnügte sich bislang mit der Regulierung der Aktivitäten, nun denkt er aber an Aufspaltung und Zerschlagung.

Der Präsident hatte jüngst bereits eine Sondergebühr für Banken angekündigt, mit der innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 117 Milliarden Dollar in die Staatskasse fließen sollen. Die Einnahmen sollen die Kosten des Tarp-Rettungsprogrammes für die Banken wieder hereinholen. Die Regulierungsdebatte gewinnt zudem mitten in die Berichtssaison der Branche zum vierten Quartal an Fahrt. Nach Bank of America, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Citigroup will am Donnerstag auch Goldman Sachs seine neuesten Geschäftszahlen vorlegen. Es wurde mit einem Milliardengewinn gerechnet.

Quelle: Handelsblatt

Antworten
Anti Lemming:

Griechenland - kleine Ursache, große Wirkungen

8
21.01.10 13:29
Die Schwierigkeiten der Griechen (und neue Probleme in Portugal) schüren in Ami-Land die Sorge, dass die EU-Währungsunion auseinanderbrechen könnte. Das ist natürlich unrealistisch, gleichwohl drückt diese Erwartung auf den Kurs von EUR/USD, der sich der 1,40 Marke nähert (unten).

Mit dem starken Dollar kommen aber zugleich die zahlreichen Dollar-Carrytrades (Hedgefonds haben sich in Dollars verschuldet und damit massiv Rohstoffe, Bonds, Aktien und andere Assets hochgekauft) unter Druck. Das Griechenland-Fiasko hatten die Zocker offenbar nicht eingeplant.

Markttechnisch sieht es so aus, dass der fallende Euro massiv auf die Dollar-Carrytrades drückt - EGAL ob die Befürchtungen nun Substanz haben oder nicht. Der Down-Move in EUR/USD bekommt auch deshalb an Fahrt, weil "alle Welt und ihre Großmütter" short auf dem Dollar sind/waren, der als "doomed currency" gebrandmarkt wurde. Hinter dieser "Meinungsbildung" stehen wiederum die Hedgefonds selber, die ja an einem weiter sinkenden Dollar interessiert sind.

Mr. Market straft Zocker-Willkür jedoch mittelfristig ab, ebenso fehlgeleitete Masseneuphorie (wie sie Bubblevision "verordnet"). Wer immer Marktverschiebungen initiiert, die nicht natürlich/organisch sind - das gilt auch für die Fed-Hochkäufe (QE) von US-Staatsanleihen - , muss damit rechnen, dass das überspannte Gummiband bei nächstbester Gelegenheit "zurückschnappt" und alle Zocker ins Verderben führt.

<hr<
Investors ignore Greece's budget reassurances
Euro slides to another five-month low versus dollar
By William L. Watts, MarketWatch

LONDON (MarketWatch) -- Greece has a credibility problem.

Concerns about the nation's ability to meet its borrowing needs on its own, along with a fresh warning about Portugal's budget situation, stoked investor fears of a sovereign debt crisis within the euro zone Thursday, helping to push the hard-hit single currency to another five-month low versus the U.S. dollar and denting the value of Greek stocks and bonds.

Greek Finance Minister George Papaconstantinou denied a report in the European Voice newspaper that European Union officials are examining the possibility of a "heavily conditioned" loan that would keep Greece from turning to the International Monetary Fund for aid.

The report is "not valid," Papaconstantinou said at a conference in Athens, according to Bloomberg News.

"We are not expecting anyone to come to our rescue," he said, adding that Greece will be able to meet its borrowing needs on schedule this year.

Meanwhile, a Greek finance ministry official on Thursday said Greece plans to sell $1.5 billion to $2 billion worth of global bonds to investors in Asia and the United States, The Wall Street Journal reported....


www.marketwatch.com/story/...lams-stocks-bonds-euro-2010-01-21



Leserkommentar:

"Greece plans to sell $1.5 billion to $2 billion worth of global bonds to investors in Asia and the United States."Uncle Ben throws more than that out of the copter on his flight home after work."
(Verkleinert auf 84%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 293440
Antworten
Malko07:

Kaum kommt Obama

8
21.01.10 13:38
unter politischen Druck spricht er der Straße nach dem Munde. Sprechen und tun, da liegen Welten dazwischen? Was soll man so einer Figur glauben?
Der USA Bären-Thread 293445
Antworten
Malko07:

#55984: MMn war es nicht

3
21.01.10 13:44
Griechenland das die Abwärtsbewegung einleitete. Es war und ist der $-CT, der den $-CT unter Druck bringt. Konnte man schön an den jeweiligen anderen Märkten (primär Aktien un Anleihen) parallel zur Devisenentwicklung beobachten. Griechenland un Konsorten sind Nebelkerzen im großen Pokerspiel.
Antworten
nopanic:

Yes Weekend

4
21.01.10 13:50
ist die aktuelle übesetzung
Es wird böse enden (Werner Enke)
Antworten
permanent:

Goldman's Profit Blows Past Forecasts

2
21.01.10 14:20
Goldman's Profit Blows Past Forecasts
GOLDMAN SACHS EARNINGS, EARNINGS, GOLDMAN SACHS, GS, FINANCIALS, ECONOMY
CNBC.com
| 21 Jan 2010 | 08:10 AM ET

Goldman Sachs' profit surged past expectations in the fourth quarter when it released results Thursday, but its revenue was slightly below analysts' estimates.

 

Goldman reported a profit of $8.20 a share, up from $4.97 a share in the same quarter a year ago. That was much higher than the $5.20 a share estimated by analysts surveyed by ThomsonReuters.

Revenue came in at $9.62 billion, lower than estimates of $9.65 billion.

Rochdale Securities analyst Richard Bove has a "buy" on Goldman Sachs, saying that opportunities for the bank this year are "phenomenally good."

 

There will be a big increase in mergers and acquisitions, where Goldman excels, and there's also a surge in the fixed-income market, he said.

Trading activity was poor in the fourth quarter last year because of seasonal issues and because many hedge funds had made so much money in the earlier part of the stock market rally that they stopped trading, Bove said.

Antworten
Anti Lemming:

Gold macht die Biege

6
21.01.10 14:32
Gold folgt offenbar EUR/USD nach unten (Chart in # 55984).

Wir haben damit die perverse Situation, dass eine drohende Staatspleite (Griechenland) - von der alle Gold-Bugs immer träumten - dazu führt, dass Gold schwächer wird. (Malko: Stimmt, der $-CT ist "Ursache in sich"; doch für eine Trendumkehr bedarf es immer eines Vorwands, und dafür war Griechenland gut genug).

Unter 1100 Dollar sieht es für Gold charttechnisch schlecht aus.

Bei solchen Mondkursen ist das gelbe Metall halt auch nicht mehr das Gelbe vom Ei.

Alles hat  seinen (fairen) Preis, den ich bei Gold "deutlich tiefer" ansiedeln würde. Kupfer und andere Metalle halte ich ebenfalls für hoffnungslos überteuert.
(Verkleinert auf 75%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 293463
Antworten
permanent:

Erstanträge

3
21.01.10 14:35
  • Jobless Claims Unexpectedly Rise by 36,000 to 482,000, Estimate Called for Losses to Shrink
Antworten
Anti Lemming:

US-Erstanträge auf AL schießen auf 482.000 hoch

7
21.01.10 14:38
erwartet waren 438.000.

Ähnliche Analysten-Fehleinschätzungen erwarte ich beim US-BIP für 2010, dass (mMn viel zu hoch) mit 3 % Plus erwartet wird.



Jan. 21, 2010, 8:30 a.m. EST
Jobless claims surge in the latest week
By Greg Robb

WASHINGTON (MarketWatch) - First-time claims for state unemployment benefits jumped unexpectedly by the largest amount in eight months, the Labor Department reported Thursday. The number of initial claims in the week ending Jan. 16 rose 36,000 to 482,000.  The consensus forecast of Wall Street economists was for claims to inch lower to 438,000. This is the highest level of claims since November. The four-week average rose 7,000 to 448,250. This is the first increase after 19 straight declines. Claims in the previous week were revised to an increase of 13,000 to 446,000 compared with the initial estimate of an increase of 11,000 to 444,000. A Labor Department official said that there were more estimates this week because of the holiday on Monday. In addition, some of the increase may be due to administrative delays in reporting claims since the Christmas and New Year holidays. Overall, a record 12 million Americans received federal and state unemployment benefits on an unadjusted basis in the week ended Jan. 2, the latest period for which the data is available. This is up from 10.9 million in the prior week.
Antworten
Anti Lemming:

GS nach guten Zahlen im Minus, JPM schwächelt

5
21.01.10 15:54
deutlich, was auf den DOW drückt. Die Tendenz "Sell-the-good-News", die man u. a. bei intel sah, scheint sich fortzusetzen.

Bei GS muss man sich freilich auch fragen, was von den Monstergewinnen in Zukunft übrig bleibt, wenn Obamas "Beschneidungs"-Pläne auch nur ansatzweise Realität werden.

Der Gewinnanstieg bei GS geht teils auch darauf zurück, dass anteilig zum Gewinn weniger Boni ausgeschüttet wurden, wohl um den Volkszorn nicht zu erregen. Ohne die "Gegenwinde" hätten die Goldsäcke sicherlich noch mehr für sich persönlich abgezweigt, und der Gewinn (von dem die Boni ja abzuziehen sind) wäre kleiner ausgefallen.
(Verkleinert auf 98%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 293497
Antworten
permanent:

Leading Indicators Jump 1.1 percent in December

2
21.01.10 16:05
Antworten
Malko07:

A.L., Kurse machen Nachrichten.

5
21.01.10 16:23
Nachdem der Euro schon mehrere Tage geschwächelt hatte, grub man Griechenland aus.

Fundamentale Gründe können sehr wohl massiv wirken. Dazu müssen sie aber wirklich auch fundamental stimmig sein und und das ist Griechenland nicht. Man setzte nur die schwachen Kandidaten in der Eurozone im Vergleich zu Kalifornien und sieht das das ein fundamentaler Witz ist.
Antworten
Anti Lemming:

Meine Leading Indicators fallen

2
21.01.10 16:26
Der USA Bären-Thread 293503
Antworten
Anti Lemming:

...deutlich

2
21.01.10 16:32
Der USA Bären-Thread 293505
Antworten
Malko07:

Sieben Gebote gegen den Bankenwahn

7
21.01.10 16:36

Regulierungsstreit

Sieben Gebote gegen den Bankenwahn

Ein Kommentar von Wolfgang Kaden

Die Politik lässt die Banken womöglich ungeschoren aus der Krise kommen - und begeht damit einen fatalen Fehler. Sie muss die Geldkonzerne zügeln, mit Strafabgaben und Boni-Grenzen. Sieben Regeln, die die Regierungen jetzt beschließen müssen.

..............

Es gibt inzwischen genügend Vorschläge, was zu tun ist. Beispielsweise sollen die Banken...

 

1. ...ihren Geschäften mehr Eigenkapital unterlegen. Eine bessere Finanzausstattung dient als Risikopuffer, der ein Institut beim Ausfall von Krediten vor dem Konkurs schützen kann. Und sie verstärkt das vernachlässigte Prinzip der Haftung; die Kapitaleigner müssen wieder mehr Risiken selbst schultern.
 

 

2. ...nicht in immer neue Größendimensionen hineinwachsen. Es gilt die Erkenntnis: Wenn Banken zu groß sind, um sie pleite gehen zu lassen, dann sind sie zu groß. Eine Wachstumsbremse für die Geldhäuser wäre die Verpflichtung, mit wachsender Bilanzsumme relativ mehr Eigenkapital zu unterlegen.
 

 

3. ...ihre internationalen Niederlassungen als eigenständige Einheiten führen, nicht mehr abhängig vom Mutterkonzern. Dies könnte die Gefahr von Kettenreaktionen über Ländergrenzen hinweg verringern.
 

 

4. ...das gewöhnliche Einlagen- und Kreditgeschäft, das sogenannte Commercial Banking, von den großen Transaktionen an den Finanzmärkten, dem "Investmentbanking", abspalten. Die USA hatten dieses Trennbankensystem nach der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre eingeführt, in den Neunzigern dann wieder abgeschafft. Die Trennung könnte verhindern, dass Fehlschläge der Banken bei den großen Finanzgeschäften auf das Brot-und-Butter-Geschäft mit Privatkunden und Unternehmen durchschlagen.
 

 

5. ...keine sogenannten Eigengeschäfte mehr tätigen. Hinter diesem Begriff verbergen sich jene (spekulativen) Deals, die Banker ohne Kundenauftrag abwickeln. Nach wie vor holen die Institute einen Gutteil ihrer Gewinne aus diesen Geschäften.
 

 

6. ...einen Teil ihrer Umsätze abführen für einen Rettungsfonds, der für die gesamte Branche eingerichtet wird und im Notfall einspringt. Auch mit diesem Instrument würde die Geldbranche stärker als bisher für ihr Tun haften. Es darf nicht mehr passieren, dass allein der Staat mit seinen Steuermitteln eine vor dem Bankrott stehende Bank herauspauken kann. Schon allein deswegen nicht, weil beim nächsten Crash einigen Staaten die Zahlungsunfähigkeit droht.
 

 

7. ...in der Bezahlung ihrer Führungskräfte klaren gesetzlichen Einschränkungen unterliegen. Das betrifft vor allem die erfolgsabhängige Vergütung ( Boni), so, wie es jetzt offenbar die Bundesregierung plant. Aber es gilt auch für die festen Saläre, die wahrscheinlich nach oben schießen würden, wenn die variablen Bezüge allein beschränkt würden. Der Sonderstatus der Banken in einer Marktwirtschaft rechtfertigt den Eingriff in die Bezahlung des Spitzenpersonals.
 

Die Politiker müssen liefern, und zwar bald

........................

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672991,00.html

Antworten
Pichel:

*

3
21.01.10 16:48
DJ: Wall Street weitet Verluste aus - Technologiewerte halten sich
NEW YORK (Dow Jones)--Enttäuschende Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt und
Quartalszahlen von Goldman Sachs, die mehr Fragen aufgeworfen als Antworten
gegeben haben, belasten Wall Street am Donnerstag. Im frühen Geschäft weiten
die Indizes die Abschläge deutlich aus. Bis 16.39 Uhr MEZ verliert der
Dow-Jones-Index 1,2% oder 131 Punkte auf 10.470. Der breiter diversifizierte
S&P-500-Index gibt um 1,2% bzw 13 Zähler auf 1.125 nach. Besser als der
Gesamtmarkt halten sich einmal mehr die Technologiewerte, der
Nasdaq-Composite-Index sinkt nur um 0,7% oder 16 Punkte auf 2.276.

 "Bis vor kurzem war noch die Marke von 400.000 in Reichweite, jetzt scheint
es, dass wir wieder in Richtung des Bereichs von 500.000 marschieren",
kommentiert ein Händler die jüngste Entwicklung bei den Erstanträgen auf
Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung. Binnen Wochenfrist sind diese
um 36.000 auf 482.000 gestiegen. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen
hingegen einen Rückgang um 4.000 erwartet.

 Die Veröffentlichung des vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board
ermittelte Index der Frühindikatoren für Dezember blieb ebenso ohne Auswirkung
auf die Aktienkurse wie der Philly-Fed-Index für Januar. Dieser von der Federal
Reserve Bank of Philadelphia ermittelte Frühindikator misst die
Wirtschaftsaktivität im Verarbeitenden Gewerbe der Region. Im weiteren Verlauf
der Sitzung werden noch die wöchentlichen US-Rohöllagerbestände erwartet.
Volkswirte rechnen im Mittel ihrer Prognosen mit einen Anstieg um 1,9 Mio
Barrel. Starke Abweichungen schlagen sich zumeist in den Aktienkursen von
Chevron und Exxon Mobil nieder.

 Auch das vorbörslich veröffentlichte Zahlenwerk von Goldman Sachs konnte die
Stimmung der Börsianer nicht nachhaltig aufhellen. Die US-Bank hat zwar im
vierten Quartal mit einem Gewinn von 8,20 USD je Aktie den Analystenkonsens von
5,19 USD deutlich übertroffen. "Dennoch dürfte der Markt mehr Fragen stellen
als sich freuen", sagt der Marktteilnehmer. So seien die Einnahmen mit 9,62 Mrd
USD unter der Konsensprognose von 9,65 Mrd USD ausgefallen und würfen
automatisch die Frage nach der Herkunft des Gewinnsprungs und nach
Sondereffekten auf. Goldman Sachs fallen im S&P-500-Index um 1,1% auf 166,04
USD zurück.

 Im Dow-Jones-Index das gleiche Bild, auch dort verlieren die Finanztitel
überdurchschnittlich. Für Bank of America geht es dort um 1,6% auf 16,23 USD
nach unten, J.P. Morgan verbilligen sich um 3% auf 42,10 USD. Gefragt sind
hingegen Technologie- und als defensiv geltende Werte. Cisco steigen um 0,5%
auf 24,54 USD, für Intel geht es um 0,6% auf 21,21 USD nach oben. McDonald's
verteuern sich um 0,8% auf 63,51 USD, am Freitag wird die
Schnellrestaurantkette ihre Quartalszahlen vorlegen. Procter & Gamble legen um
0,5% auf 60,74 USD zu.

 In der zweiten Reihe steigen eBay um 8,3% auf 24,06 USD. Das
Online-Auktionshaus hat im vierten Quartal 2009 dank der Erfolge seines
Bezahldienstleisters Paypal und der Belebung bei Festpreisangeboten mehr
verdient als erwartet. Zusätzlich wurde der Gewinn durch den Verkauf der
Internettelefonie-Tochter Skype angetrieben. Im Schlussvierteljahr wies eBay
ein Nettoergebnis von 1,02 USD je Aktie aus. Bereinigt unter anderem um den
außerordentlichen Gewinn aus dem Skype-Verkauf berichtete der Konzern ein
Ergebnis von 0,44 USD je Aktie. Analysten hatten im Mittel ihrer Prognosen
lediglich mit einem Gewinn von 0,40 USD je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg
auf 2,37 Mrd von 2,04 Mrd USD im Vorjahr.

 Starbucks verteuern sich um 3,8% auf 24,18 USD. Für das erste
Geschäftsquartal berichtete die Kaffeehauskette einen Gewinn von 0,32 USD je
Aktie. Analysten hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich 0,27 USD je Aktie
erwartet. Zudem hob Starbucks die Prognose für das Geschäftsjahr 2010 an.
Nunmehr rechnet das Management mit einem Gewinn von 1,05 bis 1,08 USD je Aktie.
Zuvor waren 0,92 bis 0,96 USD je Aktie in Aussicht gestellt worden.

 Seagate springen um 10,5% auf 19,62 USD nach oben. Der Festplattenhersteller
hat im zweiten Geschäftsquartal 1,03 USD je Aktie verdient und damit den
Analystenkonsens von 0,65 USD je Aktie klar getoppt. Die Auslieferungen stiegen
binnen Jahresfrist um 35% auf 49,9 Mio Einheiten.

 Auch nachbörslich stehen noch eine Reihe von Quartalsergebnissen auf der
Agenda. So wird sich mit dem Internet-Konzern Google eines der
Stimmungsbarometer für den gesamten Technologiesektor in die Bücher schauen
lassen. Darüber hinaus steht das Zahlenwerk des Halbleiterherstellers und
Intel-Konkurrenten AMD auf dem Programm. Aus dem Bankensektor ist das
Quartalsergebnis von American Express avisiert. Google steigen um 0,3% auf 582
USD, AMD um 0,5% auf 8,91 USD. American Express geben um 1,1% auf 42,50 USD
nach.

  DJG/jej/flf
Besuchen Sie auch unsere Webseite www.dowjones.de

 (END) Dow Jones Newswires

 January 21, 2010 10:41 ET (15:41 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2010
"Kurzfristig helfen Schulden. Langfristig gehen wir alle tot"
John Maynard Keynes (Brit. Wirtschaftswissenschaftler, 1883-1946)
Antworten
Anti Lemming:

Gegenthese zu # 55997

5
21.01.10 16:49
Die Banken kommen nicht ungeschoren aus der Krise.

Da Obama die Felle wegschwimmen (Massachusetts-Verlust, drohender Gridlock im Nov.), muss er nun Taten zeigen, um "das Volk" zu beschwichtigen. Dass dem Mega-Bailout der Banken im Herbst 2008 so schnell ein neuer Boni-Segen folgen würde, war zum Zeitpunkt des Bailouts nicht abzusehen, bringt aber nun - zu Recht - die Steuerzahler auf die Palme.

Einige "Marktbeobachter" befürchten, dass Obama bei den wählerheischenden Strafmaßnahmen gegen die (Zocker-)Banken übertreiben wird. Vor allem schwächer Banken, die gar nicht mitzocken, werden darunter leiden. Das ist für die immer noch angeschlagenen US-Bankenlandschaft schlecht.

Kein Wunder, dass Goldman trotz Rekordgewinn im Minus steht - inzwischen bei -2 % (unten). Die Börse bewertet nicht, was war, sondern das, was kommen wird.

Gold fiel auch gerade unter die in # 55989 als kritisch vermutete 1100-Dollar Marke.

Es sieht so aus, als würde die EUR/USD-Schwäche zusammen mit den Obama-Ankündigungen einen "Rewind" der Dollar-Carrytrades auslösen.

Man sollte vor dem Schluss-Stand allerdings keine voreiligen Schlüsse ziehen.
(Verkleinert auf 97%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 293506
Antworten
Malko07:

A.L., eine Administration die mit dem

14
21.01.10 16:56
Geld der Wall Street an die Macht kam und zu großen Teilen zu deren Lakaien gehört wird erst mal nicht ihre "Förderer" abstrafen. Man wird es mit "dicken" Sprüchen versuchen. Dann wird man eventuell noch einige wirkungslose Gesetze nachschieben und das war es gewesen. Damit wirklich ernsthaft durchgegriffen wird muss es wesentlich schlimmer werden, sowohl auf der Straße als auch im Finanzwesen.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 2238  2239  2241  2242  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
469 156.451 Der USA Bären-Thread Anti Lemming Highländer49 14:15
29 3.799 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 01:06
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--