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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Deutsche Bank AG-Kurs | 4,97 | 10,04 | 15,07 | |
| Fallender Deutsche Bank AG-Kurs | 4,95 | 9,72 | 14,93 | |
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Weihnachten ist ein Fest der Besinnlichkeit. Ich habe das - neben Privatem – auch mal zum Anlass genommen, in ein thread - Thema hier tiefer einzusteigen: der neue Rekordhaushalt Japans.
und im Anhang zu den teilweise sehr guten Beiträgen, die hier bisher schon kamen - der Artikel ist schon 2 Tage alt aber Informationen verstauben ja bekanntlich im Netz nicht... finde den Text im Zusammenhang mit dem bisher gebrachtem durchaus passend :) 
#003300">Japan Mired in Deflation, Keeping Pressure on BOJ
Japan marked nine months of deflation in November with increasing signs that weak demand is hitting prices, adding to the political pressure on the Bank of Japan for further monetary easing.
While the pace of falling prices slowed in the year to November as the #0000ff">effect of oil price falls faded, that offers little solace to policymakers worried about the risk of another recession.
An index stripping out both energy and#0000ff"> food prices fell at a near-record pace, showing weak final demand was playing an increasing part in pushing down prices.
"No one thinks deflation will end soon and today's data won't change that perception," said Naoki Murakami, chief economist at Monex Securities.
With Japan's huge public debt limiting room for additional fiscal stimulus, the government may push the BOJ to ease monetary policy further next year, analysts say, such as by increasing its purchases of government bonds.
"Japan's public finances are the worst among developed nations, so the risk of a credit downgrade next year is real," said Yasuhide Yajima, a senior economist at NLI Research Institute.
"The government will surely pressure the BOJ to do more such as boosting its public debt purchases. The central bank might be reluctant to do so but won't have much choice but to comply."
An inflation index that excludes food and energy prices and is similar to the main index used in the United States, fell 1.0 percent in November from a year earlier, near a record 1.1 percent drop hit in October.
Japan's core consumer price index, which includes oil products but excludes volatile fresh fruit, vegetables and seafood, matched a median market forecast of a 1.7 percent drop.
That was less than a 2.2 percent fall in the year to October, as a big slide in oil prices eases.
The government and the BOJ have clashed over how to deal with deflation, which the central bank forecasts will last at least three years, as policymakers fret #0000ff">it could drag down the economy just as it is emerging from the global financial crisis.
The BOJ buckled this month, calling an emergency meeting to announce a new short-term funding facility and last week underlined its deflation-fighting credentials by declaring it would tolerate nothing but price growth.
The BOJ's commitment to low rates has put steepening pressure on the government bond yield curve, pinning down shorter-dated yields while longer-dated yields drift higher on concern over Japan's worsening finances.
The five-to-20-year yield spread this week has hovered near a decade high 165 basis points struck last week.
The Democratic Party-led government, in office for three months, is determined to keep the economy from slipping back into recession ahead of an election for parliament's upper house in mid-2010.
But with Japan's public debt nearing 200 percent of GDP and markets jittery over the risk of a glut of new bonds, it has cut spending plans for next year's budget, set to be unveiled on Friday.
The spending cuts may help the government achieve its self-imposed cap on new bond sales for next fiscal year of 44 trillion yen ($481 billion). It risks a downgrade by Fitch ratings if it borrows much more in fresh issuance.
Cutting spending, however, also carries risks for an economy barely emerging from the previous recession.
While the BOJ has said there is little more it can do with interest rates near zero, it may come under pressure for more action next year if Japan slips into recession or renewed worry about soaring public debt pushes up bond yields, analysts say.
The central bank is reluctant to increase its outright purchases of long-term government bonds from the current 21.6 trillion yen per year, arguing that its balance of bond holdings is already near a self-imposed ceiling.
Quelle: Reuters (24. Dec 2009)
Zunächst einmal zu Deiner Beobachtung:
"Klar, kann man die Verbesserung des Eigenkapitals bei den Banken als „gefaked“ bezeichnen. Der massive Eigenhandel der Banken, der hier eine Rolle gespielt hat, hat letztlich keine Werte geschaffen."
Es sind zwei Paar Schuhe, wie ich auch hier schon beschrieben habe.
Der Eigenhandel ist ein eher kleiner Faktor. Die Banken machen damit ein paar Milliarden pro Jahr. Wert würde damit nur dann geschaffen, wenn es den Banken gelingt, entweder die Kurse der Assets dauerhaft hoch zu halten oder diese zu Höchstkursen an "Investoren" wie Kleinanleger und Pensionsfondszu distribuieren (was sicherer ist und zurzeit mMn praktiziert wird). Erst wenn ein Gewinn realisiert ist, wurde "real money" verdient.
Davon unabhängig ist der weit wichtigere Faktor der Bilanzregelaufweichung. Viele US-Großbanken wie Citigroup haben für hunderte Milliarden faule Kredit-Derivate in den Büchern, die oft nur noch mit 3 bis 5 % des Einstandspreises gehandelt werden. Der Preisabschlag hat seinen Grund: Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kredite (z. B. von Subprimern, die sich mit lügenhaften Angaben im Boom ein Haus erschlichen haben) bei Endfälligkeit bedient werden, ist nahe Null. Dieses Problem lässt sich daher auch nicht durch Abwarten lösen. Es gibt realistisch gesehen kaum Chancen, dass eine BBB-Tranche ABX oder CMBS jemals wieder zu 100 % gehandelt wird.
Würde man diesen Tatsachen ungeschönt ins Auge blicken, müsste man US-Banken wie Citigroup sofort verstaatlichen (wie die HRE in Deutschland und m. E. die RBS in England), weil sie negatives Eigenkapital haben. Das ist die Definition von "bankrott".
USA ist jedoch die Welthochburg des Kapitalismus, und zu den ungeschriebenen Gesetzen von Wall Streets "Wilden Westen" zählt, dass das Kapital verschont wird, selbst wenn es sich durch übermäßige Gier in selbst verschuldete, vernichtende Schieflagen gebracht hat. Das Patentrezept lautet, die horrenden Spielschulden dem Steuerzahler umzuhängen und ein paar Bilanzregeln so zu verändern, dass der schöne Schein der Mamorfassaden in Madoff-Manier weiter erhalten bleibt.
Man muss die Dimensionen gegenüberstellen. In der Citigroup-Bilanz gibt es hunderte Milliarden fauler Schulden, die kosmetisch durch "mark-to-fantasy" versteckt werden. Auf der anderen Seite gibt es wenige Milliarden Buchgewinne aus dem Eigenhandel, die sich bei plötzlichen Kursrückgängen sofort wieder in Luft auflösen würden.
Nach den Vorstellungen Wall Streets soll die "Kur" wie folgt vonstatten gehen:
1. Die riesigen Spekulations-Verluste werden durch die Bilanzregelaufweichung dauerhaft versteckt. Dabei setzen die Banken auf einen Gewohnheitseffekt: Je länger die Verluste ignoriert werden, desto weniger real erscheinen sie.
2. Einige der faulen Assets nimmt die Fed auf ihr Soma-Account und tauscht sie gegen saubere Staatsanleihen. Wen interessiert schon, dass die Fed - als "bad bank" Amerikas - dort für mittlerweile 2,2 Billionen Dollar faule Assets angehäuft hat, wenn Apple wegen des neuen iPod drei Cent über den Erwartungen liegt?
3. Gewinne der Großbanken im Eigenhandel, die mit der forcierten Assetpreis-Inflationierung künstlich (QE, Tiefzinsen, Stimuli) generiert werden, sollen im Laufe einiger Jahre die versteckten Verluste aus (1) kompensieren.
4. Auch über die Zinskurve (zu Nullzinsen Kapital beschaffen, dieses dann zu 30 % via Kreditkarten-Krediten weiterverleihen) soll die Heilung laufen, das ist im Vergleich zum Eigenhandel aber ein eher kleinerer Posten (= "Normalgeschäft" der Banken, die richtige Kohle kommt vom "Investmentbanking" = Eigenhandel).
Die "Verbesserung des Eigenkapitals" verdankt sich somit fast ausschließlich der unsäglichen Bilanzregel-Aufweichung, die man als übertünchte Bankrotterklärung werten kann. In Wahrheit ist das EK der Banken keinesfalls "verbessert", egal ob Citi ein paar Milliarden im Eigenhandel scheffelt oder nicht. Es drücken nach wie vor extreme Bestandsschulden, die höchstwahrscheinlich nie zurückbezahlt werden (wie letztlich auch die Staatsschulden) und daher ame Ende abgeschrieben werden müssen. Bei Abschreibungen ist mark-to-fantasy aber nicht möglich. Da muss der Restwert realistisch auf Null gesetzt werden. Würden die Verluste jetzt schon ordnungsgemäß abgeschrieben, wären die meisten US-Großbanken sofort pleite.
Kurioserweise schieben die Banken deshalb auch viele längst überfällige Zwangsversteigerungen auf - was zum riesigen "shadow inventory" im Housing-Markt geführt hat (rund 7 Millionen Häuser): Es ist für die Banken günstiger, die faulen Kredite der Hausbesitzer mit 100 % in der Bilanz zu lassen, als nach einer Zwangsversteigerung bilanzschädliche Abschreibungen mit vielleicht 50 % Verlust vorzunehmen. Die jüngste "Erholung" im Housing-Markt kommt daher nicht nur von den staatlichen Kaufzulagen, sondern geht auch auf das Eigeninteresse der Banken zurück, Zwangsversteigerungen aufzuschieben. Außerdem gibt es ein von der Regierung angeordnetes Moratorium bei Zwangsvollstreckungen, das Anfang 2010 ausläuft.
FAZIT: Man kann Probleme zeitweise unter den Teppich kehren, doch "unterm Teppich" ist nicht "aus der Welt". Banken, deren Solidität auf solchen Lügenkonstruktionen fußt, kann man nicht mehr ernsthaft vertrauen - weder als Bankkunde (Einlagen) noch als Kreditnehmer (Firmenkredite).
Steht im Handelsblatt, hätte so aber auch im Satiremagazin "Titanic" erscheinen können:
"Es gibt einen Aufwärtstrend", sagte Alan Lancz von der Anlageberatungsfirma Alan B. Lancz & Associates. "Es ist eine ideale Situation für Aktien, weil es nicht viele andere Alternativen gibt." Hinzu kommt die Zuversicht der Anleger hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung. "Der Markt sagt uns, dass die Wirtschaft viel stärker ist als vermutet", bringt Marktanalyst Cleveland Rueckert von Birinyi Associates die Stimmung auf den Punkt.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/ausblick-wall-street-vor-starkem-abschluss-des-boersenjahres;2504788
Ich hatte andernorts hinter dem Aufwärtstrend andere "Beweggründe" vermutet.
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| Steigender Deutsche Bank AG-Kurs | 4,97 | 10,04 | 15,07 | |
| Fallender Deutsche Bank AG-Kurs | 4,95 | 9,72 | 14,93 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.808 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 11:28 | |
| 469 | 156.456 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 17.02.26 12:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |