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Der USA Bären-Thread


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lumpensamml.:

@malko #52641

7
17.11.09 23:57
Genauso ist es. Was mich noch mehr fasziniert als das vorsätzliche Verpulvern unserer Gelder ist das tatenlose Zusehen der Masse (meine Wenigkeit inkl.) bei dem obskuren Treiben der Bank- und Politgrößen. Ist, als ob man einem Dieb die Tür öffnet und ihm zusieht, wie er gemütlich das Haus leerräumt.

Ich wage mal die Vorhersage, dass da noch einige der Verbrecher mit ihrem Leben büßen werden, wenn die Masse erst merkt, dass sie um alles betrogen wurde, nur weil keiner den Mumm hatte, die Wahrheit zu sagen und die Drecksarbeit in Angriff zu nehmen. Jeder Monat Verzögerung kostet uns ein Jahr mehr Misere, es später wieder hinzubiegen. Tendenz steigend, bei dem Tempo, wie diese Verbrecher das Geld verbrennen.
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Kostolanya:

Ackermann will Vollkasko für Banken...

10
18.11.09 01:54
War ja irgendwie fast abzusehen, wie ich in Postings bereits aus 2008 teilweise vermutete und der DB unterstellte.

Einerseits steht die DB offiziell und öffentlich als "großer Bankengewinner " in der großen Banken- und Finanzkrise da, weil sie "angeblich" keinerlei staatliche Unterstützungen benötigten.

Direkt vielleicht nicht. Aber indirekt wurde die DB schon sehr stark öffentlich unterstützt, in dem der Staat gaaaanz viele Banken stützte, mit denen die DB Geschäfte tätigte. Hätte man die HRE, die Commerzbank, die IKB etc. über "die Wupper gehen lassen", so wäre die DB mit ziemlicher Sicherheit mit über die Wupper gegangen.

Das Ackermännchen ist einfach ein schlaues, gewieftes, eiskaltes Kerlchen. Er versteht es exzellent, die eigene Misere geschickt auf die anderen abzuwälzen, umzuverteilen, davon zu partizipieren, ohne, dass es das breite Volk entsprechend wahrnimmt.

Von den ganzen Bilanztricks wollen wir erst mal gar nicht reden, die ja noch erschwerend hinzu kommen...

Habe gestern einen kurzen Ausschnitt jener "Ackermann-Rede" auf NTV gesehen und heute noch Berichte darüber in der "Financial Times Deutschland" gelesen. Ich war echt schockiert. Über so viel Dreistigkeit und Provokation. Schlimm.

Ein prägnanter Satz z.B. von Ackermann: "Die Gesellschaft werde möglicher Weise am Ende akzeptieren müssen, dass der Staat in systemischen Bankenkrisen der Aktionär der letzten Instanz bleibt."

Tja, dann sollten wir als Staat doch mal schnellstens die DB übernehmen  - oder?

Nicht, das ich glaube, dass der Staat bzw. deren oft unfähige Vertreter in Bankvorständen etc. die "besseren" Bänker" wären. Nein. Das Desaster sehen wir ja bei den Landesbanken. Gruselig. Aber effektiv wesentlich schlimmer als die "privaten Banken" hat es sie meist auch nicht unbedingt getroffen (wenn man mit einbezieht, was die DB durch deren "Rettung" letztlich "verdient" hat bzw.  an Verlusten durch "indirekte Staatshilfe - siehe auch "Postbank" vorläufig abwenden konnte...

Keinesfalls darf auch in Vergessenheit geraten, dass ausgerechnet die DB unheimlich vielen Landesbanken etc. die toxischen Papiere zu einem Zeitpunkt noch verkauft hat, während sie selbst schon längst "short" darauf war...

Jedenfalls will Ackermann, dass in den angedachten "Notfall-Fonds" nicht nur die Banken einzahlen, sondern auch die Staaten.  Ein Freibrief also.

Die ursprüngliche Idee war und ist ja, dass ein Fonds eingerichtet wird, in den vor allem die großen, systemrelevanten Banken entsprechend ihrer Größe nach ihren Obulus in einen europäischen Fonds einzahlen. Das würde halt den Anreiz der Banken, hohe Risiken einzugehen und anzuhäufen, erheblich mindern und würde somit folgerichtig den Steuerzahler entlasten.

Würden wir uns aber als Staat schon im Vorfeld und im Voraus in Form von Einzahlungen in den "Notfall-Fonds" einzahlen, so können DB und andere Banken leider mit einem steuerfinanzierten Vollkaskoschutz arbeiten.

Sie haben somit noch weniger Grund zur Vorsicht als bisher. Und wir als Steuerzahler zahlen sogar dann, wenn es letztlich gar nicht zur nächsten ausgewachsenen Krise kommt.

Wir als Staat haben jedenfalls keineswegs die Aufgabe, den Banken ein lukratives Geschäftsumfeld zu schaffen.

Die Banken sollen mal langsam aber sicher selbst gucken, wie sie ihre jeweiligen Geschäfte tätigen und sichern - und zwar nicht zu unser aller Lasten.

Mir ist das ja aus meiner kleinbürgerlichen Logik heraus eh total suspekt, wie jemand, der nur 1.000,-- Euro "Eigenkapital" auf dem Konto hat, darauf dann 60.000,-- Euro "Fremdkapital" aufnehmen kann, um es dann zu "verleihen" - in der vagen Hoffnung, dass die Verbindlichkeiten auch zum großen Teil plus Zinsen getilgt werden....

Ich persönlich verleihe doch, wenn überhaupt, nur dann etwas von "DEM GELD", welches ich auch "wirklich besitze" und nehme mir nicht selbst Schulden auf, um anderen davon was zu verleihen...

Schätze mal, dass ich da irgendwo im Hirn einen totalen Blackout habe, was Schuldenpolitik und Kreditwesen so an sich angeht. Da bin ich wohl zu einfach gestrickt.

Ich persönlich gebe nur das aus und verkonsumiere, was ich tatsächlich habe. Ich verleihe oder verschenke oder spende auch... aber nur von dem, was ich habe - ich würde nie auf den Gedanken kommen, mir selbst Geld in Form von Schulden aufzunehmen, um diese dann weiter zu verleihen. Für mich absolut abstrus.

Aber gut - die allgemeine Welt-Finanz-Kredit-Vergabe scheint komplett anderen Regelungen als den meinigen zu unterliegen. Manches kann sogar ich trotz meiner Grundhaltung noch nachvollziehen, besonders was Kreditvergaben und Kreditwünschen bezüglich Unternehmensgründungen, Unternehmensinnovationen etc. betrifft - Ausnahmen bestätigen immer die Regel...

Nichts desto Trotz finde ich Ackermanns Vorstoß in Richtung "Staatsgeld für den Banken-Not-Fonds" erbärmlich, dreist und unfassbar abgezockt.

Meine persönliche Meinung - nur so ein Gefühl, aber schon seit über einem Jahr - zwar ohne jeden Beweis, ohne jegliche fundamentale Kenntnis - ist, das die DB mehr als angeschlagen ist und tierisch schwimmt.

Ackermann "fordert" immer nur global "als Stimme für alle Banken": Rettet "DIE ANDEREN" (wir, die DB brauchen ja keine Rettung...) GEBT STAATSHILFEN FÜR DIE ANDEREN BANKEN (nicht für uns, die DB, wir brauchen ja keine...)
"ZAHLT ALLE IN DEN EUROP. BANKENFONDS EURE STEUERGELDER)  - nicht explizit für uns, die DB - nein nur für den Notfall, der andere Banken betreffen könnte....

Ohne Mister Geithner und seinem Millardengeschenk an AIG, aus dem u.a. auch folgte, dass AIG irgendwelche Versicherungs- bzw. Swap-Verpflichtungen auch gegenüber der DB in Höhe von etwa 8 Milliarden Dollar oder so nachkommen konnte, ohne neuerliche Bilanzierungstricks, Auslagerungen von toxischen Papieren, ohne die Rettung durch uns Steuerzahler von deutschen Banken wie IKB, HRE, Commerzbank, Landesbanken, Postbank etc., mit denen die DB sicherlich auch Geschäfte in "systemrelevanter Höhe" betrieben hatte - wäre die DB heute wahrscheinlich auch insolvent und mittlerweile eine staatliche Bank.

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mich verärgert, dass dieser Lackaffe Ackermann mit einer derartigen Arroganz und Dreistigkeit provozierend einfordert, dass, wenn die Banken letztlich "scheiße bauen" der doofe Steuerzahler in letzter Konsequenz "der Aktionär der letzten Instanz" bleibt - obwohl er NIE was mit Aktien am Hut hatte...

Das "Victory-Zeichen" hat er dann vielleicht grinsend seinen Untergebenen im kleinen Kreis gezeigt. Für die Öffentlichkeit hat es ihm ja sein "PR-Trainer" abgewöhnt...

An dieser Stelle fällt mir gerade noch mal das "Badewannen-Posting" von Permanent ein.

Ackermann´s "Badewannentraum" :-) scheint aber wohl am ehesten:  eine Badewanne voller Steuergeld - plus eine Dusche, aus der es immer wieder neues Steuergeld regnet-  für seine Spekus. Für ihn und seine Bank NULL RISIKO - für uns ALLE VOLLES RISIKO! Denn alle unsere Steuergelder, die in der großen "Fonds-Badewanne" landen, fließen irgendwann einfach ab in die unergründlichen Tiefen und Taschen der Bänker und Konsorten... Und dann heißt es irgendwann für uns: "Oh, die Wanne ist leer, uhuhu..." ;-)

Nun, für ein Vollbad ist es jetzt definitiv zu spät - träume dann halt davon :-)))

Schöne Träume auch für Euch
Kosto
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AlterSchwede.:

Zu guter Nacht

9
18.11.09 03:50
Hier ein kleines Update vom Tickersense.
www.tickersense.typepad.com
Bärischster Sense seit sept/08!

Neue Bärenhorden warten sehnsüchtig darauf abgeschlachtet zu werden.
Es geht wie vermutet weiter den Berg hinuff bis die Luft für Bullen und Bären zu dünn zum Atmen wird.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 276047
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sparki:

Und täglich grüßt das Murmeltier.....

3
18.11.09 06:35

Moin,

defacto haben die USA nach den privaten Hypotheken jetzt auch die Kreditvergabe für Apartmentblocks/Vermietungsobjekte quasi verstaatlicht....... Immerhin sind Fraudie & Phony nur mit schlappen 300 Mrd an Bord...... Banana Republik Watch continues..... ;-)

One troubling sign: one-quarter of the $180 billion of apartment-building loans on Fannie’s books were originated near the top of the market in 2007 and those loans account for nearly half of all its commercial-loan delinquencies.

The losses from Fannie’s and Freddie’s $300 billion in apartment-building loans will be a fraction of their losses on single-family homes, where the two firms back $5 trillion of loans. But the bigger impact could be on the market for apartment buildings. The firms were responsible for 84% of all multifamily lending last year, up from 34% of the market in 2006, according to the Federal Housing Finance Agency.

 

Der USA Bären-Thread 276059
Scarcity. That Is The Answer To The Question “Why Gold?” End Of Story !
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permanent:

US-Immobilienmarkt ist noch nicht aus der Krise

4
18.11.09 07:26

Der Chefvolkswirt von Goldman Sachs, Jan Hatzius, sieht im weiter schwachen Wachstum der US-Wirtschaft ein Risiko für die Finanzmärkte. Im Handelsblatt-Interview verrät er außerdem, warum er Aktien derzeit für langfristig günstig bewertet hält und der hohe Goldpreis für ihn kein Krisenindikator ist.

http://www.handelsblatt.com/politik/...ch-nicht-aus-der-krise;2485646

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permanent:

Rally's Low Volume Prompts Question: Whither Buyer

2
18.11.09 09:36
Rally's Low Volume Prompts Question: Whither Buyers?
WALL STREET, DOW 10,000, DOW 10K, DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE, FEDERAL RESERVE, GEITHNER, BARACK OBAMA, TRADERS, GOLD, COMMODITIES, DOLLAR, CURRENCY, ENERGY, TREASURYS, TREASURIES, MARKETS, STOCKS, NASDAQ, DOW, S&P, EMPLOYMENT, MERGERS AND ACQUISITIONS, BERNANKE, FEDERAL RESERVE, JOBLESS, UNEMPLOYMENT
Posted By: Patti Domm | Executive Editor
CNBC.com
| 17 Nov 2009 | 10:03 PM ET

November is just half way over and already the markets are worrying about December.

 

The theory, among stock traders and others, is that some investors have had such a good year that they are ready to shut the books and sit it out until 2010, creating a liquidity vacuum.

"There's somewhat of a debate...There is a concern about liquidity drying up in a meaningful way in December, but that is yet to be seen," said Morgan Stanley chief U.S. credit strategist Greg Peters. "There's a concern from bankers and syndicate folks that if you want to bring a deal you have to bring it soon."

For that reason, there's been a flood of corporate debt issuance this week, totalling $17 billion in investment grade in just two days. More deals are expected through the end of the week. Also on tap for markets Wednesday are the consumer price index, as well as housing starts and building permits, all at 8:30 a.m.

Tuesday's markets were fairly quiet. The so-called "risk trade" was out of whack, as the dollar rose, commodities rose, bonds rose and stocks rose slightly. Typically, the dollar trades countertrend to the risk assets, like stocks and commodities.

Whither Buyers?

The low volume nature of the nearly 8-month old market rally has been an ongoing concern, but now the absence of institutional players could be an issue.

Jack Ablin, CIO of Harris Private Bank, said he watches the action in the last half hour of trading for clues about the market, and he is getting concerned. "It used to be we lose ground in the morning and rally back in the afternoon. Now it seems we're losing steam in the last half hour. That's the time usually reserved for institutions," he said.

"It looks like a lot of the thrust form the biggest players is beginning to wane. The good news is because values are full, we're not stretched, it's not a bubble. I think there's enough support around the edges. That's why if we had anything, it would be a 10 percent correction at most, and an opporutnity for those on the sidelines to get back in,"  he said.

 

Morgan Stanley's Peters said there's a feeling that some funds could just sit out for a while. "My sense is liquidity will be choked down, but what I think you'll actually see is an up move. I think it could lend itself to a down trade or an up trade, but I think the tendency this time around will be an up trade, which is why you're seeing on the equities side, people start to traffic in the large caps and also a lot of options trades as well. It tells you liquidity is a concern, and they're also worried about a powerful move to the upside," he said.

Ablin said if there is a correction, it would most likely be early in the year. One of his favorite indicators is flashing a warning -- the Smart Money index, which subtracts the S&P 's move in the first half hour of trading from its movement in the last half hour of trading. The first half hour is mostly influenced by order flow from retail investors, while the last half hour is when institutions are active.

He said the index bottomed in October, 2008, and it is now beginning to weaken.

"I don't think we're in a bubble, but I would start to get a little more squeamish if this market goes up a lot.. We may have to wait until after year end. (for a correction) We actually could sees a little pop of upsurge at year end as some of these mutual fund mangers throw in the towel and square in positions for year end," he said.

"Maybe they do a flurry of buying and window dress the end of the year. That could provide a tail wind..that's my sense. It's sort of the 2010 let down affect," he said.

Credit Uncrunching?

There wasn't a lot of hoopla about it, but there was an ice-breaking deal this week that is in fact very important to credit markets.

 

CNBC's Steve Liesman Tuesday reported that the first commercial mortgage-backed securities deal in more than a year was completed, largely with private money. The $400 million Developers Diversified deal was underwritten by Goldman Sachs and Citigroup, and traders say it may help start a revival in CMBS.

The deal was the first of its type under the Fed's TALF program. The Fed-eligible portion of the deal totaled $323 million in triple-A rated 5-year notes. Of that, the Fed reported late Tuesday that it financed only $72 million, or about 25 percent, as private investors stepped up to take down the majority of the deal

"The $400 million dollar deal was the first one in a very long time, and it was dramatically oversubscribed," said Greg Peters, credit strategist at Morgan Stanley. "It looked rich to us relative to some stuff in the secondary market. So we think it will help boost secondaries."

Liesman said Industry sources said private investors, such as insurance companies, were attracted to how carefully the deal was structured for lenders. Liesman later said there's a debate in the market as to the extent to which the deal is an anomaly or whether it in fact creates a benchmark for how these type of deals can get funded.

 

The stocks of regional banks, which are highly vulnerable to the commercial real estate market, were higher for a second day Tuesday. The KBW regional bank ETF was up 1.8 percent.

In another corner of the credit market, corporate issuers have been finding ready buyers for their debt. Last week, the total investment grade issuance was $23 billion and the total for all of October was $51 billion. The record month this year was May when $90 billion in investment grade debt was issued.

"There's an almost rush for the gates mentality. If you want to get it done this year, and lock it in..now is the time to do it when people have the focus, balance sheet to get it done," said George Goncalves, Treasury strategist at Cantor Fitzgerald.

Goncalves said a real test for markets will come next year when lower quality commercial mortgages and leveraged loans are rolled over. "The good stuff is clearing now. the question is what happens mid next year," he said, adding it could mean higher rates.

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permanent:

US Haushaltsdefizit

3
18.11.09 09:38

Das Defizit stieg seit dem Beginn der Finanzkrise mit beispielloser Geschwindigkeit an. Die Zehn-Billionen-Dollar-Marke wurde im September 2008 überschritten. Nach den geltenden Regelungen ist ein Ansteigen des Haushaltsdefizits über 12,104 Bio. Dollar nicht zulässig.

Der US-Kongress müsste die Regelungen umgehend ändern, wenn der gegenwärtige Trend anhält. Die Regierung von Präsident Barack Obama könne nicht ständig "Geld ausgeben, das sie nicht hat", monierte der republikanische Oppositionsführer im Senat, Mitch McConnell.

http://www.cash.ch/news/topnews/...zwoelf_billionen_dollar-845844-771

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wawidu:

Von "recovery" keine Spur! (3)

6
18.11.09 10:13
Ein weiteres zuverlässiges Indiz für beendete Rezessionen ist der Netto-Wiederaufbau von Lagerbeständen. Gestern hat das US Handelsministerium die diesbezüglichen Daten für September veröffentlicht. Seit Mitte 2008 sinken die Lagerbestände permanent, liegen jedoch immer noch um rd. 100 Mrd. über dem Stand von 2000. Große Konsum-Rezession! Davon gab es bislang erst eine einzige andere: 1930 bis 1934.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 276083
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Kicky:

Pleite-Strudel bedroht gesunde Firmen

5
18.11.09 10:20
Dem Mittelstand droht immer noch große Gefahr durch die Wirtschaftskrise: Der Kreditversicherer Euler Hermes prognostiziert eine Pleitewelle, die auch gesunde Firmen mitreißen könnte.
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/371/494704/text/
Deutschlands größter Kreditversicherer Euler Hermes schlägt Alarm, denn er erwartet bei den Firmenpleiten im nächsten Jahr noch keine Entspannung. Die Zahl der Insolvenzen werde vielmehr um neun Prozent auf 36.900 steigen, teilte das Unternehmen mit.
Allerdings dürfte es eine Verbesserung bei den Forderungsausfällen geben. Diese würden sich vermutlich nur noch auf 45 Milliarden Euro belaufen - fast ein Viertel weniger als 2009, aber immer noch das Doppelte von 2008.

In diesem Jahr wird die Zahl der Unternehmensinsolvenzen den Angaben zufolge um über 15 Prozent auf 33.800 klettern. Die Summe der gerichtlich angemeldeten Forderungen gegen Firmen wachse um 162 Prozent auf 58 Milliarden Euro.

Gefahr für gesunde Unternehmen
Damit werde der bisherige Negativrekord von knapp 52 Milliarden Euro aus dem Jahr 2002 deutlich übertroffen. "Der Ausfall von Forderungen gepaart mit einem Rückgang des Auftragsvolumens trifft vor allem mittelständische Unternehmen mit voller Wucht und kann selbst gesunde Unternehmen in einen gefährlichen Insolvenzstrudel reißen", sagte Gerd-Uwe Baden, Chef der deutschen Euler-Hermes-Tochter. Der Kreditversicherer gehört mehrheitlich der Allianz.

Besonders hart getroffen sind in Deutschland neben der Industrie der Automobilbau, die Eisen- und Stahlbranche sowie der Maschinenbau. Weniger stark in Mitleidenschaft gezogen sind die Elektrobranche und der Handel. Das Baugewerbe schneidet am besten ab.

Zu einer ähnlichen Beurteilung der Wirtschaftsaktivitäten am Bau kam das Bundeswirtschaftsministerium........
Antworten
Kicky:

Ackermanns Hängematte

5
18.11.09 10:25
www.sueddeutsche.de/finanzen/412/494745/text/
....Was macht dieser Mensch nur falsch, dass er dauernd missverstanden wird? Wohl niemand würde bestreiten, dass Josef Ackermann ein fähiger Manager ist, der die Deutsche Bank bisher umsichtig durch die Finanzkrise manövriert hat. Er engagiert sich gesellschaftlich, kulturell - und doch:...
Immer wieder, so scheint es, reißt der Mann mit dem Hintern ein, was er mit eigener Hände Arbeit aufgebaut hat....
Und auch diesmal werden Ackermanns Helfer wieder darauf verweisen, dass ihr Chef zu den wenigen Top-Bankern der Welt gehöre, die in der Finanzkrise frühzeitig Fehler eingeräumt und Verbesserungsvorschläge gemacht hätten. Beides ist richtig - und dennoch dürften die Reaktionen auf seine jüngste Idee wieder einmal verheerend ausfallen. Ein echter Ackermann eben.

Diesmal ist der Vorschlag allerdings auch in der Sache ohne Wenn und Aber falsch, denn die alles entscheidende Frage für die Politik lautet derzeit: Wie kann verhindert werden, dass Regierungen jemals wieder in eine Situation kommen, in der ihnen zur Abwehr einer ökonomischen und damit letztlich gesellschaftlichen Katastrophe nichts anderes übrig bleibt, als eine miserabel geführte Bank mit Steuergeldern zu retten? Die erste von zwei möglichen Antworten ist die Zerschlagung von Instituten, die schlichtweg zu groß sind.

...Die bessere Möglichkeit ist dennoch eine Kombination aus schärferen Eigenkapitalregeln, welche die Systemrelevanz der Bank widerspiegeln und die Risikobereitschaft dämpfen, sowie einem EU-weiten Notfallfonds, der angezapft wird, wenn allen Vorkehrungen zum Trotz ein Institut in Schieflage gerät. In den Fonds einzahlen müssten alle Institute, da nur so die nötige dreistellige Milliardensumme zusammenkäme.

Steuergelder hingegen dürften nicht fließen, da das Versicherungsprinzip pervertiert und in eine Art staatlichen Bestandsschutz für marode Banken verkehrt würde. Tatsächlich will Ackermann gar keinen Vollkaskoschutz. Er will eine Hängematte - falls er nicht wieder missverstanden wurde.
Antworten
nopanic:

was ist mit nikkei los

6
18.11.09 10:31
der chart wirkt langeschlagen.in asien scheint sich langsam was aufzubauen,vielleicht registrieren sie dass die milliarden finanzspritzen doch nicht beim verbraucher ankommen und ihre industrie das nicht mehr kompensieren kann.die abwrackprämien sind ausgelaufen,alles nur verschoben aber nicht behoben.die niedrige umsätze zeigen allerdings dass momentan nicht die ominösen hausfrauen und anschlusskäufer auftauchen.wenn der nikkei nicht mehr mitzieht,dann scheinen auch die japaner  immer weniger an die amerikanischen nachfrage ihrer wirtschaftsgüter zu glauben.hollywood scheint langsam einzugehen.sentimentmäßig sehe ich eine gewisse erschöpfung bei dax und dow.
Antworten
Kicky:

Immobilienfonds in der Krise

3
18.11.09 10:36
www.handelsblatt.com/finanzen/...den-fonds-geschlossen;2485539
Die Kapitalanlagegesellschaft Aberdeen setzt die Anteilsscheinrücknahme des offenen Immobilienfonds Degi International zum zweiten Mal innerhalb gut eines Jahres aus. Damit ist eingetreten, wovor die Fondsbranche zittert. seitdem ab Ende Oktober 2008 nacheinander zwölf Immobilienfonds schlossen und rund 40 Prozent der gut 80 Mrd. Euro Anlegergelder blockiert waren. Denn die Branche fürchtet, in eine neue Krise zu fallen, falls ein Fonds seine Wiedereröffnung nicht durchhält.

Der Degi International hatte am 30. Januar als einer der ersten im Vorjahr geschlossenen Fonds wieder Anteile gegen Geld getauscht. Der zweite Degi-Fonds, der Degi Europa, nimmt nach wie vor keine Anteile zurück. Damit sind nun 3,7 Mrd. Euro Anlegergelder in Degi-Fonds blockiert.

Der Vertriebspartner Commerzbank soll Aberdeen hängengelassen haben
Der Degi ist letztendlich das Fehlen eines starken Vertriebspartners zum Verhängnis geworden. Bis April 2008 war die Degi eine Tochter der zum Allfinanzkonzern Allianz gehörenden Dresdner Bank. Als die Dresdner dann 2008 auch noch an die Commerzbank verkauft wurde, war abzusehen, dass sich der neue Commerzbank-Konzern auf den Vertrieb der offenen Immobilienfonds der Commerz Real konzentrieren würde, was an den Mittelzuflüssen für diese Gesellschaft (siehe Grafik) ablesbar ist.

Aus der Branche ist zu hören, dass die Commerzbank nicht nur kaum Degi-Fonds vermittelt, sondern Kunden ermuntert, aus Degi-Fonds auszusteigen und zu Commerzbank-Produkten zu wechseln. Bei Aberdeen ist das Problem erkannt: "Wir sind auf der Suche nach einem neuen großen Vertriebspartner", sagte ein Aberdeen-Sprecher dazu.

Offiziell nennt Aberdeen "eine neue Diskussion über mögliche Verlustrisiken bei offenen Immobilienfonds" im Juni als Grund für die erneute Aussetzung. Im Juni wertete der Morgan Stanley P2 Value, der noch immer keine Anteile zurücknimmt, seine Immobilien um 10,4 Prozent ab, so dass die Anleger auf Einjahresbasis einen Verlust von rund 14 Prozent erlitten.
"Dies führte in der ganzen Branche zu einem sprunghaften Anstieg der Mittelrückflüsse", teilte Aberdeen mit und nennt für den eigenen Degi International in der Zeit von Juni bis September 250 Mio. Rückzahlungen an die Anleger.
...

Die erneute Aussetzung des Degi-Fonds trifft insbesondere den Weltfonds von TMW Pramerica Property Investment. Bis zur erneuten Schließung des Degi-Fonds war TMW-Pramerica-Geschäftsführer Sebastian H. Lohmer "sicher", den Fonds noch bis Jahresende öffnen zu können....

Doch nicht nur bei Aberdeen ist der Vertrieb die Schwachstelle. Alle Anbieter der fünf zurzeit geschlossenen Fonds, Aberdeen, Pramerica, Morgan Stanley und Kanam mit ihrem Kanam-Grundinvest, verfügen nicht über die Vertriebsmacht von Filialbanken.

Das ist bei Union Investment und Deka Immobilien anders. Sie gehören zu den Genossenschaftsbanken beziehungsweise zu den Sparkassen. Hinter den Grundbesitz-Fonds steht die Deutsche Bank, für den Hausinvest Europa, den größten Einzelfonds in Deutschland, trommelt der Commerzbank-Vertrieb. Hinter dem SEB Immoinvest steht die schwedische Bank SEB.

Anteilsrücknahme: Rapide Mittelabflüsse, die einen Fonds in Liquiditätsnot bringen, sind ein solcher außergewöhnlicher Umstand. Die Dauer der ersten Aussetzung beträgt bei den meisten offenen Immobilienfonds drei Monate. Gelingt es nicht, bis zum Ablauf dieser Frist genügend liquide Mittel einzusammeln, kann der Fonds zunächst bis zu einem Jahr eingefroren werden.
Antworten
Maxgreeen:

die Fed im Karneval

8
18.11.09 10:52
Nach Ansicht von Fed-Chef Bernanke sind die Verluste des US-Dollar seit dem Frühjahr 2009 nicht so erheblich wie häufig dargestellt. Er verwies am Montagabend darauf, dass der Greenback zur Hochzeit der Finanzkrise zum Ende 2008 und zum Jahreswechsel aufgewertet habe, weil er Investoren als "sicherer Hafen" galt. Nun habe sich die Lage gebessert und der Dollar verliere wieder.
Bernankes Notenbankkollege Richard Fisher, Präsident der Fed in Dallas, äußerte sich etwas kritischer, sieht aber ebenfalls noch keine Gefahren: "Es stellt sich die Frage, ob die lockere Geldpolitik die mögliche Folge hat, dass das Risiko von Vermögensblasen zunimmt", sagte Fisher am Montagabend. "Bisher haben wir das nicht beobachtet. Sollte es sich abzeichnen, werden wir die notwendigen Schritte in die Wege leiten."

PS: Man freut sich das der Dollar abwertet.

Jeder hat ein System, reich zu werden, das nicht funktioniert.
Antworten
Dreiklang:

Verwässerung des Geldwertes auch ohne Inflation

11
18.11.09 10:57
Das Aufblasen der Geldmenge führt momentan nicht zu Inflation, weil die Geldumlaufgeschwindigkeit "im Keller" ist.

(Preis/Gut)*Gütermenge = Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit (UG)

Dennoch ist das einmal geschöpfte Geld in der Welt. Die Frage, ob die USA  "Geld ausgeben, welches sie nicht haben", ist mit Verweis auf die Geschichte irrelevant. Wie haben denn die USA ihr Handelsdefizit finanziert?

Durch Ausweitung der Verschuldung. Jetzt kommt das direkte Gelddrucken hinzu (ob dies auch schon im "Boom" der Fall war, lässt sich ohne weiteres nicht feststellen)

Das gedruckte Geld reduziert den Wert des bereits geschöpften Geldes. Es wird nur in der momentanen Kontraktion des Geldumlaufes nicht bemerkt.

Kehrt sich der Trend um (UG steigt) ist Inflation zwangsläufige Folge. Der aktuelle Anstieg des Goldpreises ist vorweggenommene Inflation.

Aufgrund der enorm gestiegenen Geldmenge wird bei  Inflation der Zins nur verhalten steigen können. Das wird die Flucht in Anlagen begünstigen, da Zinspapiere keine attraktive Kapitalanlage  (mehr) sein werden.

QE ist durchaus eine diebische Verhaltensform, es merkt nur keiner.
Antworten
Anti Lemming:

Alter Schwede - # 52653

12
18.11.09 11:04
Dass es "zu viele Bären" gibt, wie Dein Schaubild zeigt (Bärenquote: 56 %), wird von bullischen Börsenbriefschreibern als kontraindikatorisches Signal dafür gesehen, dass "die Rallye noch längst nicht zuende ist". Oft folgen dann noch Sätze, die mit "Erst wenn der letzte Bär..." beginnen.

Eigentlich sollte es doch kein Wunder sein, dass Leute nach einer fast ausschließlich von billigem Geld, dem Dollar-Carrytrade und substanzlosem Medien-Hype getriebenen 66%-Rallye ab dem März-Tief (1110/667 im SPX), die ohne nennenswerte fundamentale Verbesserungen (z. B. nach wie vor niedrige Kapazitätsauslastung der Industrie - trotz Stimulationspaketen) ablief, skeptisch BLEIBEN - zumal die Kursanstiege mit sich ausdünnendem Volumen einhergehen.

Die hohe Bärenzahl dann auch noch als Kontraindikator für weitere Anstiege zu werten ist mMn typische "Goldman-Sachs"-Unverfrorenheit. Das passt wie die Faust aufs Auge zur GS-Philosophie, die von hauseigenen Automaten hochgekauften Kurse würden ja "beweisen", dass die Krise nun beendet sei.

Ich erlaube mir, dem meinerseits ein kontraindikatorisches bärisches Signal entgegenzustellen. In US-Medien und bei Street.com/Realmoney gibt es kaum noch Leute, die von einer "notwendigen Korrektur" sprechen. Cramer ruleZ. Überall geht es fast nur noch darum, was man "jetzt noch billig" kaufen könne für die angeblich bevorstehende Mega-Hausse, unterlegt von steigenden Charts.

Ebenfalls reichlich bärisch ist, dass Leute wie Rev Shark, dessen Analysen ich sonst sehr schätze, nun behaupten, dass "ohnehin niemand mehr die Fundamentals interessiert ist". Das schrieb er gestern in Erwiderung auf die - fundamental orientierte - bärische Warnung von Meredith Whitney:

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2104#jumppos52606

Hatten wir dasselbe nicht auch im März 2000 gehört - und im Herbst 2007?

Wann immer behauptet wird, dass "niemand mehr an Fundamentals interessiert ist" oder dass "herkömmliche Bewertungsmaßstäbe wie KGV nun nicht mehr gelten", skaten die Bullen auf äußerst dünnem Eis.
Antworten
Contrade 121:

Beobachtungen...

6
18.11.09 11:44
positive Chartsignale, billig Aktienkaufen, nächste Mega-Hausse etc.

Es ist schon bemerkenswert zu was der Finanzmarkt verkommt. Nicht nur die exorbitanten Über-Volumina (der Finanzmarkt schafft  mehr hundertfach an Finanzmitteln, als das was gebraucht wird) der Finanzmärkte, auch das Umschwenken der Unternehmen auf totale Shareholder-Value stellen die Fragen nach einer Sinnhaftigkeit derartiger Finanzmärkte.
Bsp. Gefällig? In den letzten Tagen vermeldete ThyssenKrupp, wie toll die Umstrukturierung voranschreite und dass weitere Maßnahmen folgen sollen. U.a. sollen bis zu 50.000 Mitarbeiter entlassen werden. Kursreaktion? +4%! Was nutzt mir der Aktienkursanstieg, wenn ich weitere 50.000 Arbeitslose bekomme?

Der Aufschwung wird allerseits - v.a. medienwirksam - herbeigeredet. Die Aktienkurse sollen steigen, die Kapitalmaßnahmen bringen mehr Geld in die Unternehmenskasse ein, die wirtschaftliche Wertschöpfung aber bleibt auf der Strecke. So vermeldete die Kreditversicherungsgesellschaft (H)Euler Hermes, wie es um die wirtschftliche Situation tatsächlich bestellt ist. Die Forderungsausfälle sind 170% im Vorjahresvergleich gestiegen. Unternehmensinsolvenzen ebenfalls mit Rekordanstieg.

siehe: www.ftd.de/unternehmen/...steigen-auf-rekordzahl/50038556.html
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Anti Lemming:

Die Fed und der Dollar

5
18.11.09 11:45
Es ist schon grob zynisch von der Fed, die Dollarschwäche als Folge der "Wirtschaftsstärke Amerikas" darzustellen (# 52663)

Noch zynischer ist, wenn man mit einem Long-Dollar-Trade antizyklisch auf den Zusammenbruch dieser Lüge spekuliert ;-)

Am oberzynischsten ist, wenn man damit auf die Nase fällt.
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jungchen:

muuaahahaha

4
18.11.09 11:54
Friedens-Nobelpreis naechstes Jahr geht an Goldman sachs

www.marketwatch.com/story/...-small-businesses-help-2009-11-18
Ich brauche einen Balkon - damit ich zum Volk sprechen kann.
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Anti Lemming:

Contrade - Beobachtungen

3
18.11.09 11:57
Gerade in USA, wo ja fast jeder Renter Aktionär ist (über die IRA-Konten, ein Art Riestervertrag), wirkt es "zweischneidig", wenn die Medien lauthals jeden Anstiege im Ölpreis bejubeln.

Das "Volk der Aktionäre" - so die Message - soll sich sich freuen, dass Ölaktien steigen und die anderen Indexaktien mit hochziehen. Wir sitzen ja alle im selben Boot und werden nun alle gemeinsam reich. Dass die Renter gleichzeitig mehr Geld für überteuertes Benzin und Heizöl berappen müssen, ist Künstlerpech. Ebenso, dass die gestiegenen Heiz- und Beninkosten womöglich sogar den Wertzuwachs des Depots übersteigen....

Ebenso sollen sich die Aktionäre freuen, dass Thyssen nun 50.000 Leute entlässt und so bei der "Restrukturierung vorankommt". In D. ist die Aktionärs-"Kultur" zum Glück noch nicht so weit fortgeschritten, dass nicht dennoch einige Betroffene auf die Straße gehen und ihren Unmut über die Massenentlassungen in Demos kundtun.
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daiphong:

#52640 fk, dass Dollar und Treasuries

4
18.11.09 12:01
von einer Yuan-Aufwertung profitieren würden, sehe ich eher nicht. Sie leben doch beide vom niedrigen Yuan und dem dadurch möglichen globalen Dollarrecycling. Solange China eine Aufwertung verweigert und Treasuries statt Waren kauft, das gehört im Rahmen ihrer Politik zusammen, können die longbonds halten. Das müssen die Chinesen den Amis immer wieder mühselig erklären.
Die USA und damit der Westen haben mMn gar keine China-Strategie. Und daher auch keine interne und multilaterale Anpassungsstrategie. Also regelts der Markt, und die Ideologie macht die Musik dazu.
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Anti Lemming:

Daiphong und fk

2
18.11.09 12:07
Ich glaub auch, dass der Dollar (und US-Longbonds) schwächer werden würde(n), wenn der Yuan freigegeben wird. Deshalb erfolgt die Freigabe zurzeit auch nur in kleinen Schritten. Die (noch) deutlich expansive China-Wirtschaft liefert mit der Dollar-Yuan-Anbindung ein "inflatorisches Gegengewicht" zur deflationären US-Wirtschaft, was den Dollar (noch) stärkt.

Salopp gesagt wird China über die Yuan-Anbindung zum 51. US-Bundesstaat.
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Anti Lemming:

nopanic - was ist mit dem Nikkei los?

6
18.11.09 12:20
Dem einen sien Uhl is dem annern sien Nachtigall...

Für die japanische Exportwirtschaft ist der starke Anstieg des Yen zum Dollar tödlich. Er geht darauf zurück, dass der Dollar zurzeit den Yuan als Haupt-Carrytradewährung verdrängt.

Die meisten Exporte Japans gehen in die USA. Die Japaner bekommen dafür nun, in Yen gerechnet, 35 % weniger als noch vor 2 Jahren. Das kommt auf die hauseigene Deflation und Überschuldung noch "obendrauf".

Umgekehrt profitieren die Amis davon, dass der Dollar so schwach wird. Der o. g. Zynismus, der Wirtschaftsstärke in USA mit Dollarschwäche zu erklären, hat eine gewisse fundamentale Berechtigung. Allerdings ist auch die gezielte Dollarentwertung zu Lasten von US-Ausländern ein "Moral Harzard" der übelsten Sorte.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 276132
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permanent:

Spanien steckt weiter in der Rezession

3
18.11.09 12:21

Billige Kredite hatten in Spanien bis Mitte 2008 für einen beispiellosen Bauboom und steigende Konsumausgaben gesorgt. Wegen der Finanzkrise versiegte der Kreditstrom. Die Bauausgaben lagen im Sommer um 11,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Konsumausgaben gingen um 5,1 Prozent zurück. „Es wird noch sehr lange dauern, bevor die Wirtschaft das vor der Krise erreichte Niveau wieder erreichen wird“, sagte RBS-Experte Nick Matthews.

http://www.handelsblatt.com/politik/...mt-nicht-aus-rezession;2485858

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Anti Lemming:

Es muss natürlich heißen:

 
18.11.09 12:21
...dass der Dollar zurzeit den Yen als Haupt-Carrtytradewährung verdrängt
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AlterSchwede.:

AL: "zu viele Bären"

6
18.11.09 12:23

"Wann immer behauptet wird, dass "niemand mehr an Fundamentals interessiert ist" oder dass "herkömmliche Bewertungsmaßstäbe wie KGV nun nicht mehr gelten", skaten die Bullen auf äußerst dünnem Eis"

Das ist richtig, nur wenn immer diese Situation eintritt UND es eine deutliche Überzahl an Bären gibt sollte man sich gewiss sein, dass das Hoch noch nicht erreicht ist, sondern noch Potential für ein deutliches Übertreibungshoch besteht.  Einfach aus dem Grund heraus, dass GS noch viele Bären aus den Löchern zocken kann und deren Blut genüsslich saugt.
Also, ich möchte nicht die Hausse ausrufen, aber Bären sollten auf der Hut sein.

AL, das ist ein Argument, was gut kennt & selber oft genug angewendest... sicher hast du im übergeordneten Bild absolut recht, wir sind da 100% einer Meinung, doch ich hoffe du bist in der aktuellen Situation nicht bärisch festgefahren?  
In meiner Erinnerung hatte die Hausse 2000 -also als erste fundamentale Zweifel IN DER BREITEREN ÖFFENTLICHKEIT- auftauchten noch mehr als genug Zeit weitergeführt zu werden.  

Ich sag auch nochmal etwas, was hier schon tausendmal gesagt wurde & was du eh schon lange selber weißt:
Das Problem der Leute, die tendenziell zu einer bärischen Einstellung neigen besteht darin, dass sie oft way-to-much und viel zu früh schon short gehn.
Ich kenne keine Hausse-Situation in der es viele Bären gab & diese prompt recht bekamen. Eine baldige Trendwende unter diesen Vorzeichen habe ich noch nicht erlebt. Wiewohl ich mich gerne eines besseren belehren lassen möchte... ;)

"In US-Medien und bei Street.com/Realmoney gibt es kaum noch Leute, die von einer "notwendigen Korrektur" sprechen."

Das ist ein gutes Zeichen, dafür dass wir long-term richtig liegen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Medien sehr starke Trendverstärker sind und diese "Schieflage" theoretisch noch mehrere Monate anhalten könnte -remember 2001/2007!

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