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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Gold

Strategie Hebel
Steigender Gold-Kurs 5,00 10,02 15,02
Fallender Gold-Kurs 5,00 10,01 15,01
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH9KQJ2 , DE000VJ49D53 , DE000VJ59YU6 , DE000VJ4E5V8 , DE000VJ4A4U7 , DE000VJ4H9M6 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Stöffen:

Schon klar, Kübel

 
25.09.09 21:15
die Signatur kommt der Realität schon sehr nahe ;-))

Es ist doch stets das gleiche Spiel und da gilt es doch eigentlich den Hebel anzusetzen:

Wo Kredit und Geld äußerst einfach zu haben sind, da werden auch die unsinnigsten und miserabelsten Geschäfte finanziert, und das bei fortschreitender Dauer mit stark steigender Tendenz. Bis eben die Bubble-Delusion finally wieder gecrusht wird.

Bedenklich stimmen allerdings die in den letzten Jahrzehnten ständig größer werdenden Dimensionen.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Manipulierte die Fed die Aktien-Märkte?

12
25.09.09 22:10
Interessante Fragestellung vom republikanischen Kongress-Abgeordneten Alan Grayson, sehr nachdrücklich vorgetragen.

"Have The Federal Reserve Or Prime Brokers Ever Tried To Manipulate The Stock Market?"

This is Rep. Alan Grayson asking Federal Reserve General Counsel Scott Alvarez about the Fed's independence.

Die Reaktion und Antwort gibt’s hier

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Stöffen:

Marc Faber very bearish short-term

8
25.09.09 22:49
Aktuell Faber bei Bloomie: Börsen dürften ihr Top in diesem Jahr gesehen haben, 20%iger Drop möglich, Dollar-Rebound aus überverkaufter Position damit einhergehend. Gold-Korrektur bis 920$/Unze wahrscheinlich, asiatische Titel bei Rücksetzern akkumulieren.

Marc Faber Says Stocks Have Likely Peaked for 2009
By Patrick Rial and Paul Gordon

Sept. 25 (Bloomberg) -- Stocks may have already peaked for this year and might drop 20 percent amid renewed deflation fears, said Marc Faber, the publisher of the Gloom, Boom & Doom report.

The dollar is likely to rebound from an “oversold” position, which will be negative for equities, Faber said in an interview with Bloomberg Television on the sidelines of CLSA Ltd.’s annual investor conference in Hong Kong.

“I wouldn’t be surprised if we’d seen the peak of the market for this year because the economic news isn’t going to improve very much,” Faber, 63, said. “The correction in the market has been overdue for quite some time.”

The investor predicted on March 9 in a Bloomberg interview that equities would rally because of government stimulus measures. The Standard & Poor’s 500 Index dropped to a 12-year low that day and has since climbed 55 percent. The MSCI World Index rallied 63 percent in that time.

The S&P reached a high for 2009 of 1,071.66 on Sept. 22, and has since slipped 2 percent amid concerns the rally had outpaced prospects for a recovery in earnings and economic growth. France, Germany and Japan are among economies that have emerged from recession.

The Bank of Japan upgraded its assessment of the economy on Sept. 17 though said it remained concerned about the strength of the recovery. Federal Reserve Chairman Ben S. Bernanke said on Sept. 15 that the U.S. recession is “very likely” over, while warning that growth may not be strong enough to quickly reduce unemployment.

Credit Crisis

In a presentation to investors at the CLSA forum after the interview, Faber reiterated his bearish outlook for Western economies because fiscal and monetary stimulus efforts have only delayed a coming crisis instead of averting it.

The global credit crunch, worsened by the collapse of Lehman Brothers Holdings Inc. a year ago, has caused more than $1.6 trillion of writedowns and losses at the world’s biggest financial institutions. The MSCI World Index slumped by a record 43 percent in 2008.

“You cannot postpone the hour of truth forever,” said the Swiss national, who now lives in Thailand. “The next stage is for total breakdown of the financial system and for an economic and financial crisis that will bankrupt governments.”

The investor predicted in the interview with Bloomberg that gold “should correct” in tandem with equities. Gold futures rose above $1,000 an ounce for the first time in seven months on Sept. 11.

‘False Breakout’

“We probably had a false breakout on the upside,” he said. “I wouldn’t be surprised to see a little bit more of a correction down to maybe $920 per ounce.”

Faber had recommended investors buy gold since the start of an eight-year rally and maintained that he isn’t going to sell his holdings of the metal despite his prediction for prices to fall.

Faber expects the dollar to rally as concerns about deflation prompt risk-averse investors to repatriate funds back to the U.S. The Dollar Index has slumped 8.4 percent in the past six months amid speculation investors are using borrowed dollars to fund asset purchases in other countries.

The dollar is ultimately a “doomed currency,” as is the British pound, he said, because high debt levels in both countries will lead to inflation as central banks monetize debt. Asian countries, which have low levels of leverage, should continue to grow in spite of any economic decline in the U.S. and the U.K., he said.

U.K. consumer debt as a proportion of the country’s gross domestic product exceeded 100 percent at the end of the second quarter, while the U.S. was more than 90 percent, according to CLSA data. China, India, Indonesia and the Philippines had less than 20 percent.

“On any setback in Asian shares, you should gradually accumulate,” he said.

www.bloomberg.com/apps/...pid=newsarchive&sid=auxNst31pP24
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fkuebler:

Töffel #49602: FED-Counsel Interview

3
25.09.09 23:12
Wirklich starker Tobak...

Man könnte glauben, dass es sich um einen Hollywood-Film handelt. Der Abgeordnete wäre klar erkennbar der Gute, ein aufrechter Marshall oder sowas, aber der Counsel wäre bestenfalls ein kommunistischer Drogenkurier oder ähnlich, den sie gerade geschnappt haben und jetzt verhören... ;-)
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fkuebler:

Töffel #49603: Faber? Der Mann ist einfach nur...

 
25.09.09 23:19
... ein dummer Schwätzer, der gerne öffentlich "auf die Kacke haut" und dadurch Aufmerksamkeit erregt. Leben tut er sicher von den Gebühren, die er den armen Schweinen abknöpft, die Geld von ihm verwalten lassen.

Dass er ein Schwätzer ist, ändert sich auch nicht dadurch, dass er gelegentlich und sehr punktuell mal etwas Richtiges sagt. Als Manchmal-Zyniker möchte ich fast sagen: aus Versehen ;-)
Antworten
Stöffen:

Hinweis zu # 49602

3
25.09.09 23:29
Ischariot MD machte mich gerade darauf aufmerksam, dass der "Rep. Alan Grayson" für die Demokraten im House of Reps sitzt. Bin also auf die Bildunterschrift "Rep" hereingefallen, sorry und Dank an Ischariot für die Klarstellung.
en.wikipedia.org/wiki/Alan_Grayson
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Stöffen:

Wieso ist Faber ein Schwätzer?

 
25.09.09 23:38
Nur weil er prognostisch auch mal danebengreift? Nun, ich denke, das passiert auch jedem Thread-Teilnehmer hier ebenfalls, allerdings ist sein Grund-Tenor, den ich über geraume Zeit verfolge, in vielen Teilen recht annehmbar. Und wieso ist Faber als Geldverwalter 'ne schwache Nummer, der seine Schäfchen zudem kräftig mit Gebühren schröpfen möchte. Hast du für deine Behauptung haltbare Belege?
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fkuebler:

"Wirklich toller Tag heute!" reloaded

2
25.09.09 23:44

Mir kam die Sache gestern schon irgendwie verdächtig vor: Wirklich toller Tag heute!... ;-)

Als sich das heute wiederholt hat, bin ich dann doch noch drauf gekommen:

Der Liebe Gott will einfach meine Charakterfestigkeit testen: er inszeniert solche Traumtage, damit ich gierig werde und zyklisch meine Shorts aufstocke... Und sobald ich das gemacht habe, zieht er sofort gnadenlos den Dax über 6'500 (und entsprechend das Drumherum) und ich bin platt...

Aber nachdem ich das begriffen habe, falle ich darauf nicht mehr rein... ;-)

(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 262407
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AngelaF.:

3 Gedanken

6
25.09.09 23:52
@fkuebler: "Eine positive Meldung gab es von der deutschen Wirtschaft. Die Verbraucherstimmung hat sich zuletzt weiter aufgehellt. So kletterte der GfK-Konsumklimaindex unerwartet deutlich von revidiert 3,8 Punkten im Vormonat auf 4,3 Punkte. Volkswirte hatten im Mittel nur mit einem Anstieg auf 3,9 Punkte gerechnet."

Das einzige Wort das ich in diesem Absatz nicht nachvollziehen kann ist das "unerwartet".      
Siehe auch:

http://www.ariva.de/...tzdem_gefeiert_t283343?pnr=6548351#jump6548351

Durch das Wort unerwartet bekommt so eine Nachricht sozusagen den "Turbo" verpaßt.

@A.L.: Wenn zum Winter Massenentlassungen kommen, weil die Kurzarbeit ausläuft (womit Einige immer noch rechnen), dürfte es auch hier zu Lande vorbei sein mit der bisherigen "Gemütlichkeit".

Massenentlassungen müssen nicht zu Massenarbeitslosigkeit führen (jedenfalls nicht in der Statistik)
Jüngstes Beispiel: Habe heute im Radio gehört daß es bei Quelle 3100 Entlassungen gibt. Alle 3100 werden in einer Auffanggesellschaft übernommen, d.h. 3100 Leute ohne Arbeit aber kein einziger Arbeitsloser.
Bei größeren Entlassungen - durch Insolvenzen die demnächst erfolgen - wird das ähnlich ablaufen.

@Stöffen/Video aus 49602

Alan Grayson wieder mal in Top-Form. Da hat die Tussi von vor ein paar Wochen ja noch die Weichspülbehandlung bekommen.
Also bei der Demontage (anders kann ich solch eine Befragung gar nicht bezeichnen) von Scott Alvarez wäre ich gerne mal nebendran gesessen um mal kurz die Luft um Scott Alvarez zu schnüffeln. Den Angstschweiß kann man ja fast schon beim Betrachten des Videos riechen.
Schätze wer das "Vergnügen" hat unter diesen Umständen ein Gespräch mit Alan Grayson zu führen, wird das mit Sicherheit lange Zeit unter die Rubrik "Gespräche auf die ich gern verzichtet hätte" einordnen.
Antworten
fkuebler:

Töffel #49607: Fühle dich bitte nicht angepinkelt,

3
25.09.09 23:52

...wenn ich zu dem Mann das sage, was ich dazu denke. Dass er prognostisch mal danebengreift, würde ich ganz sicher niemandem verübeln. So etwas ist unvermeidbar.

Aber ich hatte seinen Brief eine Zeitlang abonniert, und für mich ist er einfach sehr schwach. In der Schweizer Bankenszene (zumindest bei für mich respektablen Leuten) hat er auch nicht gerade einen guten Ruf...

Um auch mal 'was zu seiner Ehrenrettung zu sagen: die meisten Geldverwalter leben von den Gebühren, und nicht von den Gewinnen... ;-)))

Antworten
Stöffen:

Ich fühle mich nicht angepinkelt

 
25.09.09 23:55
aber ich denke, wenn man Behauptungen aufstellt, sollte man diese belegen können. Nicht mehr, nicht weniger.
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fkuebler:

AngelaFerkel #49609: Das Zitat ist nicht von mir..

 
25.09.09 23:56

"@fkuebler: 'Eine positive Meldung gab es von der deutschen Wirtschaft. Die Verbraucherstimmung hat sich zuletzt weiter aufgehellt. So kletterte der GfK-Konsumklimaindex unerwartet deutlich von revidiert 3,8 Punkten im Vormonat auf 4,3 Punkte. Volkswirte hatten im Mittel nur mit einem Anstieg auf 3,9 Punkte gerechnet.'"

... und deshalb kann ich auch nichts zu "unerwartet" kommentieren.

Antworten
Katjuscha:

Bißchen selbstverliebt ist Alan Grayson aber schon

 
26.09.09 00:00
"Das Mitbringen von Dosen, ...Tieren, Nazis, ...pyrotechnischen Erzeugnissen ist untersagt."
Antworten
fkuebler:

Töffel #49611: Dass der Mann schwach ist, ...

 
26.09.09 00:00

... das belegt er freundlicherweise selber, nämlich durch seine ganzen Veröffentlichungen ;-)

Dass er keine Gewinne macht, weiss ich nur vom Hörensagen. Klingt aber äusserst plausibel, wenn man sich die Veröffentlichungen anguckt ;-))

Antworten
Stöffen:

Ja, vage Vermutungen

 
26.09.09 00:06
persönliche Ressentiments, ErSieEs hat erzählt, usw., ich kenne diese Art von Cocktails und mag sie nicht.
Aber diese Diskussion um Faber ufert mir hier an dieser Stelle zu weit aus, er hat aktuell eine Prognose abgegeben, hat sie begründet und gut ist. Nuff said!
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fkuebler:

Töffel #49615: Wir sind doch hier im Forum nicht,

3
26.09.09 00:26

... um die Wahrheit aufzudecken, sondern um Spass zu haben... ;-)

Und den wollte ich dir mit meiner launigen Bemerkung zu Faber nicht verderben... Ganz bestimmt nicht...

Und in diesem Sinne: Gute Nacht ;-)

Antworten
daiphong:

Die Fed will sicher zwischen Deflation und Dollar-

3
26.09.09 00:35
crash hindurchpendeln und den langfristigen Abwertungsprozess entsprechend anpassen und verstetigen wollen. Seitens der Dollarsenkung wurden mMn die Möglichkeiten und Fed-Grenzen noch nicht getestet, die düften derzeit über 1,6 für den € liegen. Die Fed scheint es den US-Financels zu überlassen, diesmal rechtzeitig ihre Liquidität und ihre großen Gewinne zu sichern, ihre Grenzen zu erkennen.
Kurzfristig bleibe ich beim Modell einer Oktober-Korrektur von vielleicht 10% im Dax und gegen 6000 im Dezember, bevor neue Dollartiefstände und Arbeitslosenhöchstände Anfang 2010 die Kurse überall massiv einbrechen lassen. An einen deflationären Crash glaube ich nicht, dazu müsste schon der Kongress Obamas Programm stoppen, an eine Erholung der USA für lange Zeit auch nicht.
Antworten
Anti Lemming:

zu Fabers "Wankel"-Mut

11
26.09.09 08:50

Ich finde im Prinzip Jeden potenziell interessant, der sich nicht der "veröffentlichten" (1) Wall-Street-Meinung anschließt und es wagt, mit eigenen Gedanken dagegenzuhalten. Was mich an Fabers aktuell wieder bärischer Grundeinstellung wundert ist, dass er vor zwei Wochen noch eine Art Weihnachtsrallye ausgerufen hat.

Am 11. Sept. "tönte" Faber noch:    

Für Börsenguru Marc Faber spricht derzeit einiges für Aktien: «Wenn der Dollar schwach ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Aktienpreise beträchtlich steigen könnten», sagt der Vermögensverwalter. «Ein schwacher Dollar ist gut für Vermögenswerte». Laut Faber seien Investoren «besser aufgehoben in Aktien als in Obligationen oder cash»

www.blick.ch/news/wirtschaft/...n-betraechtlich-steigen-128335

Es sieht  daher ganz so aus, als würde Faber sein Prognose-Fähnchen in den Chart-Wind hängen. Das ist mMn ein  analytisches Armutszeugnis, denn die Begründung seiner neuerdings wieder bärischen Einstellung ist fundamental (# 49603), er spricht da von Deflations-Tendenzen:

"Stocks may have already peaked for this year and might drop 20 percent amid renewed deflation fears, said Marc Faber"

Nachdem Faber vor zwei Wochen noch den Absturz des Dollars ausgerufen hatte (und damit sein Gold hochredete), spricht er nun wieder von möglicher Dollar-Stärke, weil Anleger aus Rohstoffen/Assets aller Art fliehen und den Dollar-Carry-Trade rückabwickeln (Letzteres scheint mir mit Blick auf die nächsten Monate weitaus plausibler).

Bezüglich dieser Inkonsistenz kann ich FKüblers Kritik zustimmen. Dennoch ist Faber, wie Stöffen anmerkt, wegen seines meist antizyklischen Mutes tendenziell zumindest lesenswert. Dass er als Schweizer, der fernab von Wall Street in Thailand lebt, nicht mit dem Konsens singen muss, kommt ihm dabei zugute.

 


 

Anmerkung (1): Ich schreibe "veröffentlicht", weil das, was z. B. Goldman via Analysten an Empfehlungen raushaut, oft konträr zur eigenen Positionierung ist. So hat GS einigen seiner großen Kunden Schrott per Empfehlung angedient (u. a. CDOs), auf den GS zu der Zeit bereits short war oder kurz darauf short ging. Ein solches Geschäftsgebahren ist in höchstem Maße unlauter - und wirft ein Schlaglicht auf die brüchige moralische Integrität ("Verdorbenheit") von Wall Street.

Statt unlauter könnte man auch härter betrügerisch/kriminell schreiben. Das ist mMn eine Stufe unter Madoff: Die Kundengelder werden zwar nicht verhurt, aber GS mindert sie durch Shortverkäufe in denselben Assets, die der "Geldkrake" seinen Kunden scheinheilig andient.

Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - # 49597 Aktien bei Inflation/Deflation

7
26.09.09 09:27
In Deiner Analyse aus CrossingWallStreet steht:

Below -5%..............................-9.6%
Between 0% and -5%.............20.9%


Daraus könnte man ketzerisch schließen, dass Aktien bei einer Deflation von -4,9 % um gut 20 % steigen, während sie bei einer geringfügig höheren Deflation von -5,1 % um knapp 10 % fallen.

D.h. 0,2 % Änderung in der Deflationstendenz bringt Aktien um 30 % runter ;-)

Die Tabelle weist hier offensichtlich einige Lücken auf. Für eine treffende Prognose auf Basis der Deflationszahlen müsste sie deutlich feiner aufgelöst sein.

Korrekt sind sicherlich die Angaben für die Extremwerte: Wenn die Inflation über 10 % liegt, sieht es für Aktien schlecht aus. Wenn die Deflation über -5 % liegt (BIP-"Wachstum" unter -5 %), sieht es für Aktien rabenschwarz aus.

Ich wage hinzuzufügen, dass es auch bei Deflation zwischen -1 und -5 % schlecht bzw. zunehmend sehr schlecht für Aktien aussieht. Die "Demarkations-Linie" würde ich daher eher bei -1 % setzen als bei -5 % - wobei ich für möglich halte, dass wir 2010, entgegen der Wall-Street-Erwartung, Negativwachstum unter -1 % sehen könnten, weil der US-Konsument als treibende Kraft des erhofften Aufschwungs ausfällt (d.h.: der aktuell kreditstimulierte Aufschwung geht wegen genereller Überschuldung nicht in einen nachhaltigen selbsttragenden Aufschwung über).

Von der Tendenz her richtig ist die Einschätzung, dass Deflation noch verheerender auf die Kurse durchschlägt als Inflation. Daher wohl auch das Fed-Gepumpe, bei dem das Risiko mittel- bis langfristig eher auf inflationärem Kollaps liegt als auf deflationärem.

Zutreffend ist auch, dass gemäßigte Inflation zwischen 0 und 5 % das Ideal-Szenario für Aktien ist. Wobei man ergänzen sollte, dass 5 % Inflation bei hoher Arbeitslosigkeit (Stagflation) auch wieder Gift ist. Die Grenzen zum 1970er Szenario, in dem hohe Inflation mit hoher Arbeitslosigkeit einherging, sind daher fließend. Der inflationäre Kollaps, auf den USA langfristig zusteuern könnte, dürfte eher Stagflations-Charakter haben. Oder rechnet etwa jemand mit blühenden Industrielandschaften, wenn der Dollar zusammenbricht?
Antworten
gogol:

nur eine Hypothese oder doch nicht ??

 
26.09.09 10:35
1. es bleibt am Sonntag bei Schwarz/ Rot
2. die wichtigsten Ministerien werden / können nicht neu besetzt werden
3. Steinbrück kann seine Börsensteuer einführen
4. darauf folgt das alles Invest teurer wird da diese Gelder umgelegt werden
5. es wird zu einem Umsatzeinbruch an deutschen Börsen führen
6. London wird frohlocken weil es weiterhin Finanzplatz 1 bleibt
7. und was machen die Deutschen Banken / Versicherungen mit Zweigstellen im Ausland ????
-----------------------sicherlich eine verstärkte Heimattreue an den Tag legen --------------
denn eine Kapitalerhöhung wie jetzt z.B. in Japan wird dann doppelt teuer an Gebühren
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
Antworten
Stöffen:

Zu # 49619, schon richtig

4
26.09.09 10:38
eine feinere Justierung wäre sicherlich hilfreich, so bleibt es letztendlich bei der Erkenntnis, dass jeweils eine extreme Inflation bzw. Deflation schlecht für die Aktienmärkte ist.
Wobei momentan noch unklar ist, ob die aktuelle Situation in eine massive Geldentwertung mündet oder in eine heftige Deflation, die Gelehrten sind sich da noch uneins.

Daher wird ein Anleger seine "Strategische Asset Allocation" der spezifischen Situation anpassen.

Die siebziger Jahre z.B. waren geprägt durch vergleichsweise hohe Inflationsraten, das ist den Börsen nicht sonderlich gut bekommen, wie man hier an dem beigefügten historischen Chart ersehen kann. Interessant ist aber auch, dass in den letzten 50 Jahren überhaupt kein stärkerer deflationärer Effekt zu verzeichnen war.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 262430
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

The Road to Weimar

4
26.09.09 10:51
Ergänzend dazu hier noch die Entwicklung des Aktienmarktes während einer Hyperinflation, welche bei NowandFutures recht akribisch dargestellt ist.

1. German mark worthless (4+ Trillion marks per dollar)
2. Bank interest rate over 900%
3. German stock market at 26,890,000 at the peak
4. The value of the Daimler company was about $980 million and a car cost $3 million - the whole company was     only worth 327 of its cars.

www.nowandfutures.com/us_weimar.html
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daiphong:

Stöffen, deutlicher alles inflationsbereinigt

2
26.09.09 10:57
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 262434
Antworten
Stöffen:

Sorry, falsche Graphik in # 49621

4
26.09.09 11:13
Hier der aktuelle Chart von Doug Short
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 262440
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AngelaF.:

Moin, zu 49419

8
26.09.09 11:25
"Oder rechnet etwa jemand mit blühenden Industrielandschaften, wenn der Dollar zusammenbricht?"

Naja, blühende Industrielandschaften wird Amerika erst wieder - in großen Maßen - sehen wenn sie es schaffen sollten das Bildungsniveau zu steigern, und somit wieder die Leute in großen Mengen hervorzubringen die es nun mal für eine innovative Industrie benötigt.

Firmen wie z.B. Aixtron, Roth&Rau, Centrotherm und wie sie alle heißen kommen ja nicht aus dem Nichts, sondern da steckt eine jahrzehntelange Bildungskultur und -verbesserung dahinter. Zudem braucht es da (habe ich schon mal vor Längerem gepostet) eine Firmenvernetzung unter den beteiligten Firmen die auch nicht von heute auf morgen wächst. Schönes Beispiel für die Stärke der deutschen Industrie sind die Windräder von General Electric. Außenhülle Amerika, Innenleben Deutschland.

M.M. nach ist der Zug was die Industrie betrifft aber für Amerika abgefahren. Falls der Dollar weiter schwächeln sollte wird sich schon Industrie ansiedeln. Das sind dann aber ausländische Firmen die nur nach Amerika gehen um mit den Amerikanern das zu machen was die Amerikaner in den letzten hundert Jahren mit den Ausländern gemacht haben. Billiger als am Firmenstandort produzieren lassen um die Gewinne zu steigern. Auch wird es für Firmen (Daimler erwägt momentan die C-Klasse in Amerika bauen zu lassen) zumindest teilweise notwendig - wollen sie in Amerika bei schwachen Dollar noch etwas verkaufen - in Amerika zu produzieren, da die Produkte made in Germany/Europe für die Amerikaner nicht mehr bezahlbar sein werden.

www.ftd.de/unternehmen/industrie/...sverlagerung/50014267.html

Jetzt noch ein Gedanke (unter anderen!), warum ich Amerika auf den absteigenden Ast sehe (es ist Wochenende und weniger los im Thread, darum erlaube ich mir mal etwas abzuschweifen). Er ist zugegebener Maßen weit hergeholt, beruht auf einem Sprichwort dem ich hohen Stellenwert einräume. Es lautet:

"Du bist was du ißt."

Eine Nation/Gesellschaft ist/wird stark wenn deren Mitglieder 2 Dinge mitbringen. Konstruktive Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Leistungsfähigkeit im körperlichen wie auch geistigen Sinne. Auf beides hat die Ernährung wesentlichen Einfluß. Und wenn ich mir die Eßgewohnheiten vieler Amerikaner, und die Macht der Konzerne die daran verdienen so betrachte, haben die Amerikaner da keine guten Bedingungen. Von den explodierenden Kosten im Gesundheitswesen durch das (oft massive) Übergewicht vieler Amerikaner will ich hier gar nicht groß reden.

Wer jetzt über diesen Gedanken den Kopf schüttelt, dem rate ich mal zu McDonald zu gehen, sich richtig satt zu essen und dann aufs Fahrrad zu steigen und mal paar Stunden zu fahren.
Dann bei Gelegenheit die Fahrradtour zu wiederholen, mit einem vorher gegessenen Müsli, bzw. einem Essen bei dem der Nährgehalt ähnlich positiv ist.

Daß der Gedanke nicht ganz abwegig ist, beweist die Tatsache daß die römischen Legionäre (denen man einen gewissen Erfolg ja nun wirklich nicht abstreiten kann) darauf bestanden haben täglich ihre Ration Weizenbrei zu bekommen. Der Untergang des römischen Reiches soll ja "laut unbestätigten Berichten" nur darauf beruhen daß den römischen Legionären vor den entscheidenden Schlachten von den versklavten Köchen heimlich gemahlenes Hackfleisch und fein zerkleinerte,vorher in Fett gebratene Kartoffelstückchen ins Essen geschmuggelt worden ist.

Wünsche ein schönes Wochenende
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