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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Gold

Strategie Hebel
Steigender Gold-Kurs 5,00 10,00 20,01
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Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB3PU67 , DE000NB4DNN3 , DE000NB4SC16 , DE000NB4Y9X6 , DE000NB4WEF8 , DE000NB35BR4 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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S&P 500 6.922,11 +0,01% Perf. seit Threadbeginn:   +374,45%
 
swizzy:

bringen die jedes mal das gleiche statement?

3
12.08.09 20:31

aus dem FOMC Statement:

 

Information received since the Federal Open Market Committee met in June suggests that economic activity is leveling out. Conditions in financial markets have improved further in recent weeks. Household spending has continued to show signs of stabilizing but remains constrained by ongoing job losses, sluggish income growth, lower housing wealth, and tight credit. Businesses are still cutting back on fixed investment and staffing but are making progress in bringing inventory stocks into better alignment with sales. Although economic activity is likely to remain weak for a time, the Committee continues to anticipate that policy actions to stabilize financial markets and institutions, fiscal and monetary stimulus, and market forces will contribute to a gradual resumption of sustainable economic growth in a context of price stability.

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wo sehen die jungs wachstum? soweit ich die daten richtig im kopf habe, sind die persönlichen einkommen mal wieder um 2,1% gefallen letzten monat im vergleich zum vorjahresmonat. von tight credit kann auch keine rede sein. allein die citibank hat mit den tarp mitteln 5 milliarden mehr an kreditvolumina ausgeteilt als im vorjahr (hoffentlich an solvente schuldner)

Sagt der Zentralbanker zum Medienfürsten, du hälst sie dumm, ich mach sie arm.
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AngelaF.:

Wenn ich das Schreiben

11
12.08.09 20:40
des Herrn Gehrt lese, sieht es für mich so aus als ob seine Nerven ziemlich blank liegen, zumindest aber daß er von der momentanen Situation/momentanen Anlegerverhalten stark angenervt ist (ist auch verständlich).

Seine Performance hat seit Anfang Juli doch sehr gelitten. Von +330% runter auf knapp unter 250% (seit Beginn Mitte 2005). Das ist der stärkste Einbruch für ihn seit Beginn.

Seine in diesem Schreiben durchschimmernde Frustration werte ich mal als gutes Zeichen für die Bären. Die vergangenen Wochen waren eben nicht die Zeit der Realisten. Das wird aber noch.
Antworten
wawidu:

swizzy - # 47626

11
12.08.09 22:38
In den letzten Monaten habe ich mal die "Drücker-Kolonnen" der Citi-Bank für Kreditkarten in diversen großen Einkaufszentren unserer Region beobachtet und mich zwei Mal auf ein Gespräch als "Interessent" eingelassen, wobei ich mich bewusst dumm stellte. Ich muss sagen, diese Leute verstehen es zu verkaufen. Wenn dies in den USA genau so läuft, dann Gnade Gott allen, die auf solche aggressive Mätzchen reinfallen!
Antworten
wawidu:

Interessante Charts (1)

5
12.08.09 22:41
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 252272
Antworten
wawidu:

Interessante Charts (2)

6
12.08.09 22:43
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 252274
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wawidu:

Europäische Realität

4
12.08.09 22:49
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/08/...umpft-um-170.html
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wawidu:

Krasse Divergenz zwischen Realität und Hoffnung 1

4
12.08.09 23:07
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 252291
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wawidu:

Krasse Divergenz zwischen Realität und Hoffnung 2

8
12.08.09 23:13
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 252292
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wawidu:

Bill Bonner, 12.08.09

11
12.08.09 23:29
Wirtschaftswissenschaftler führen den Weg in die Krise an
von Bill Bonner

Liebe Leserin, lieber Leser,

Goldman erhält eine verschleierte Finanzspritze... die Wall Street verwendet das Geld aus den Rettungen für die Zahlungen der Boni... es gibt Geld für neue Autos... GM wird verstaatlicht... quantitative Lockerung... Geithner belügt die Chinesen.

Wahnsinnige Vorstellungen! Korruption! Was kommt als nächstes?


Doch am atemberaubendsten ist eine Szene, die niemandem aufzufallen scheint...


Das liegt vielleicht daran, dass ich den Kopf in den Wolken habe... und so weit über der Oberfläche des täglichen Lebens schwebe, dass ich nach unten sehen kann und erkenne, was vor sich geht.


... oder vielleicht liegt es auch daran, dass man ein Genießer der Absurditäten sein muss, um sie schätzen zu können...


... seltsam... bizarr... fast surreal... und selbst wenn man es vor den eigenen Augen sieht, dann will man es nicht glauben...


Zuerst haben sich die Wähler selbst ruiniert... jetzt ist die Regierung an der Reihe!


Amerikas Bundesregierung gräbt ihr eigenes Grab


Die amerikanische Bundesregierung gräbt sich ihr eigenes Grab... sie treibt sich selbst mit offenen Augen in den Ruin. Und sie steht damit nicht allein da.


Blickt man knapp 100 Jahre zurück, sieht man, dass damals etwas ähnliches passiert ist. Europa ist in den Krieg gezogen. Niemand wusste warum. Niemand wusste, was man damit gewinnen wollte. Aber egal ob Deutscher, Franzose oder Engländer... man blieb vier Jahre lang dabei - bis jede große Regierung Europas ruiniert war. Die meisten davon sind vollständig zusammengebrochen. Und sie alle haben Pleite gemacht. Deutschland und Russland hatten zusätzlich einerseits noch die Belastungen durch die Reparaturen, und andererseits den Bolschewismus und den Bürgerkrieg und sie haben ihren Anstand verloren. Beide Länder haben schon bald darauf angefangen, das eigene Volk abzuschlachten.


Im Ersten Weltkrieg waren es die Generäle, die den Weg in die Krise anführten. Heute sind es die Wirtschaftwissenschaftler.


Einige der Beobachter denken, dass die Wirtschaft sich bereits erholt. Andere denken, es sei noch nicht so weit. Wenn sie sich nicht erholt, dann liegt es daran, weil sie nicht genug Stimuli erhält - so sagen sie. Wenn sie sich erholt, dann liegt es daran, dass die Stimuli wirken.


Weniger Entlassungen erwartet, nachdem die Rezession nachlässt", heißt eine Schlagzeile von einem Nachrichtensender.


Der Dow ist Ende der vergangenen Woche leicht gefallen... aber er ist immer noch im Bärenmarkt-Modus. Mit ein wenig Glück könnte er noch auf 10.500 Zähler klettern.


(Der Dow darf natürlich tun und lassen was er will... ich stelle nur Vermutungen an, basierend auf der Erfahrung mit anderen großen Crashs/Krisenepisoden in der Geschichte.)


Öl wird für knapp unter 72 Dollar gehandelt. Gold liegt bei 960 Dollar.


Rettungsgelder für Boni-Zahlungen

Bei Goldman ist alles beim Alten" heißt es in einem Nachrichtenbeitag. Und das soll heißen, dass die Banker dort hohe Boni erhalten. Die obersten acht Banken in den Vereinigten Staaten haben mehr als 170 Milliarden Dollar Rettungsgeld im vergangenen Jahr erhalten. Sie haben davon ungefähr 20% als Boni verteilt.


Aber jetzt sind die Presse und die Politiker hinter ihnen her. Es sieht so aus, als müsse man bei den Boni-Zahlungen etwas lockerlassen.. zumindest bis die Sache nicht mehr so heiß ist.


Die Nachrichten sind uneinheitlich. Die Bestellungen bei deutschen Fabriken sind gestiegen... aber die Bank of England sagt, die Rezession fiele schlimmer aus als erwartet und sie wolle weiterhin Anleihen kaufen.


Die Amerikaner züchten wieder Hühner in den Hinterhöfen... selbst in Gegenden wie Brooklyn. Aber aus den jüngsten Schlagzeilen erfahre ich, dass die Anträge auf Arbeitslosenhilfe unterhalb der Erwartungen liegen.


Der Immobilienmarkt stabilisiert sich angeblich... aber die neue Welle der Zahlungsunfähigkeit, der Neueinstufungen und der Zwangsvollstreckungen kommt. Der Hälfte der amerikanischen Hypotheken wird bis 2011 das Wasser bis zum Hals stehen, sagt ein Bericht auf Reuters. Und die Deutsche Bank warnt, dass Baukredite auch anfingen faul zu werden.


Aber die große Geschichte? Konjunkturprogramme.


Der International Herald Tribune schrieb am vergangenen Montag:


Es werden noch mehr Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft benötigt, um eine starke Erholung in Gang zu setzen", lautet die Schlagzeile. Der International Herald Tribune zufolge funktionieren die Konjunkturprogramme. Und sie würden sogar noch besser funktionieren, wenn es mehr davon gäbe.


Als sie erst einmal auf dem Weg waren, haben die Generäle im Ersten Weltkrieg die gleiche Logik verwendet. Wenn sie gewannen, dann lag es daran, dass sie so viele Ressourcen in die Kampagne gesteckt hatten. Wenn sich das Schicksal wendete, dann riefen sie nach mehr Männern... mehr Waffen... mehr Munition.


Es ist natürlich schwer, den Krieg nicht gewinnen zu wollen, wenn er einmal angefangen hat. Hundert Jahre später scheint es offensichtlich, dass die Gegner die ganze Sache hätten abblasen sollen. Sie hätten sich selbst viel Elend damit ersparen können.


Aber so funktioniert die Geschichte nicht. Es mag absurd sein, aber die Geschichte macht nur selten halbe Sachen. Einmal zur Tat geschritten, kämpfen die Soldaten um zu gewinnen... selbst wenn es sie das eigene Leben kosten sollte.


Und jetzt befinden sich die Zentralbanken, die Finanzministerien und die Gesetzesgeber in einem Krieg. Gedrängt von den Wirtschaftsstrategen haben sie allem dem Krieg erklärt, was sie am Kapitalismus für unheilig halten - der Deflation, dem Bärenmarkt und dem Abwärtstrend eines Geschäftszyklus. John Maynard Keynes, ein viel zitierter Stratege aus der Krisenära, sagt ihnen, dass das ein Kampf sei, den sie gewinnen können. Und sie glauben es ihm.


Das sind natürlich die gleichen Leute, die im Jahr 2006 keine Veranlassung zur Sorge erkennen konnten. Die gleichen Leute, die keine Ahnung hatten, was damals los war - und sie haben eine Erfolgsgeschichte, mit der sie es beweisen können!


Kann man eine von Schulden gesättigte Wirtschaft wirklich retten, indem man noch mehr Schulden darüber gießt? Wir kennen die Antwort, oder nicht? Wenn man Geld leiht, dann nimmt man etwas aus der Zukunft und bringt es in die Gegenwart. Das ist an sich keine schlechte Sache... wenn man es tut, um das Output der Zukunft zu erhöhen.


In diesem Falle ist man in der Lage, den Kredit durch die zukünftigen Einnahmen zu tilgen. Aber wenn man aus der Zukunft leiht, nur um zu konsumieren, dann wartet die Zukunft auf einen... wie Shylock, der auf sein Pfund Fleisch wartet.


Die Zukunft hat die amerikanischen Verbraucher im Jahr 2007 eingeholt. Aber die Regierung hat nichts gelernt... und schon bald wird es eine Tonne Fleisch sein, die die Zukunft verlangt.
--------------------------------------------------
Den Aussagen dieses Blogs messe ich persönlich einen hohen Grad an Wahrscheinlichkeit zu!
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Anti Lemming:

Fed Statement (komplett)

2
13.08.09 08:10

blau = positiv

rot = negativ (das Fortsetzen von QE und Fed-Aufkäufen sehe ich als negativ)

Im Vorfeld war wohl mit einem "hawkish"-eren Statement gerechnet worden. Die Fed will die Zinsen aber noch für längere Zeit zwischen 0 und 0,25 % lassen. Es steht zu befürchten, dass der "Exit" zu spät kommt. Die alte Blasenpolitik wird erfolgreich fortgesetzt.

 

Aug 12, 2009, 2:23 p.m. EST
Text of FOMC statement
By MarketWatch

WASHINGTON (MarketWatch) -- Following is the text released by the Federal Reserve about the Federal Open Market Committee's meeting on Tuesday and Wednesday:

Information received since the Federal Open Market Committee met in June suggests that economic activity is leveling out. Conditions in financial markets have improved further in recent weeks. Household spending has continued to show signs of stabilizing but remains constrained by ongoing job losses, sluggish income growth, lower housing wealth, and tight credit. Businesses are still cutting back on fixed investment and staffing but are making progress in bringing inventory stocks into better alignment with sales (? Lagerbestände nahmen weiter ab...). Although economic activity is likely to remain weak for a time, the Committee continues to anticipate that policy actions to stabilize financial markets and institutions, fiscal and monetary stimulus, and market forces will contribute to a gradual resumption of sustainable economic growth in a context of price stability.

The prices of energy and other commodities have risen of late. However, substantial resource slack is likely to dampen cost pressures, and the Committee expects that inflation will remain subdued for some time.

In these circumstances, the Federal Reserve will employ all available tools to promote economic recovery and to preserve price stability. The Committee will maintain the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and continues to anticipate that economic conditions are likely to warrant exceptionally low levels of the federal funds rate for an extended period. As previously announced, to provide support to mortgage lending and housing markets and to improve overall conditions in private credit markets, the Federal Reserve will purchase a total of up to $1.25 trillion of agency mortgage-backed securities and up to $200 billion of agency debt by the end of the year. In addition, the Federal Reserve is in the process of buying $300 billion of Treasury securities. To promote a smooth transition in markets as these purchases of Treasury securities are completed, the Committee has decided to gradually slow the pace of these transactions and anticipates that the full amount will be purchased by the end of October. The Committee will continue to evaluate the timing and overall amounts of its purchases of securities in light of the evolving economic outlook and conditions in financial markets. The Federal Reserve is monitoring the size and composition of its balance sheet and will make adjustments to its credit and liquidity programs as warranted.

Voting for the FOMC monetary policy action were: Ben S. Bernanke, Chairman; William C. Dudley, Vice Chairman; Elizabeth A. Duke; Charles L. Evans; Donald L. Kohn; Jeffrey M. Lacker; Dennis P. Lockhart; Daniel K. Tarullo; Kevin M. Warsh; and Janet L. Yellen

www.marketwatch.com/story/text-of-fomc-statement-2009-08-12

Antworten
Anti Lemming:

Asymmetrische Interventionen - Mutter aller Blasen

7
13.08.09 08:30

Robert Marcin, street.com
Asymmetrical Intervention
8/12/2009 2:45 PM EDT


As a free-market capitalist, it's hard to watch investors, Bill Gross included, bully the Fed into keeping the intervention going to support securities prices. But that's the world we live in.

Assets drop, Fed intervenes, assets recover, Fed does nothing.

Greenspan first, now Bernanke. Asymmetrical intervention. It's what caused the debt/risk bubble in the first place. The Fed is giving banks/brokers/investors a license to speculate with leverage. That's what caused the crisis in the first place.

"The Fed can't do anything to rile the financial markets" is the refrain. Decent recovery, world-record junk rally. Employment lagging indicator. No matter. Can't remove QE till we get back to 15,000 on Dow, 6% junk, and home prices up double digits.

This "stupid Fed tricks" mentality created the mother of all leverage problems. It got us the bubble, it will cause the meltdown in the dollar and T-bonds.

Antworten
Anti Lemming:

Nach Benj. Graham sollte der SP-500 bei 563 stehen

6
13.08.09 08:43

Investing
Calibrating the Scales
By Tim Melvin
Street.com Contributor
8/12/2009 2:00 PM EDT


The market action the last few days just confirms my view that it is time to be cautious, not aggressive. There is far too much than can go wrong and cause stock prices to visit the neighborhood of the March lows.

The statement from the Congressional Oversight Panel on toxic assets still in the banking system was particularly chilling. According to the panel no one knows even now how much of the toxic stuff is out there and exactly what -- if any -- value these assets have. They expressed real concerns about commercial real estate at smaller banks and suggested a stress test for these institutions.

I keep hearing talk of the recession and credit crisis being over. I just do not see it. Others tell me that the market is discounting a recovery. If the stock market is so smart, what was it discounting in the summer of 2007 when it traded at 1400 on the S&P 500?

Rather than chase green shoots and hopeful illusions, I want to focus on what I know to be the facts at this time: Unemployment is still rising, real estate is still falling and there are serious problems left in the financial system. Given what I see going on with retail sales and the consumer, this market is overpriced.

Keep in mind I am looking at a long time horizon. In the last few months the liquidity rally has taken prices farther than I though possible. That does not bother me. I have seen it before and I am sure I will see it again. In the short to intermediate term, people like Doug Kass and Helene Meisler are far better than I ever will be. I see the pool of truly cheap stocks getting smaller every day and that makes me cautious and reluctant to aggressively commit capital.

I am often asked what I mean when I say the market is overvalued. While the market may be a popularity contest on the short run, in the long run it is a weighing machine. As prices swing back and forth, they are loosely connected to the earnings power and asset value of the corporations that make up the market.

To determine roughly what that value is, I use a formula developed by Benjamin Graham. He determined that the value of a company in terms of PE ratio was 8.5 added to two times the growth rate. He then adjusted for interest rates by dividing 4.4 by the rate on long-term A-rated corporate bonds. I have used this formula for years as a quick and dirty way to evaluate markets and individual stocks and it has worked well for me.

When I apply this to the market, the question becomes what growth rate to use. Corporate earnings should grow pretty much in line with the economy over the long term so that is the rate I use. Right now the consensus is for 2% to 3% growth for the foreseeable future. I am going to be aggressive and use 3%. This gives us a multiple of 14.5, which becomes 13.1 after the interest rate.

To find any earnings I have to use operating earnings not as reported because after write downs and charges, the number is minuscule. If I apply this to the trailing four quarters of earnings of $43 listed on Standard & Poor's Web site I get market price of 563.3. Even if I go out and use what I think is an aggressively optimistic estimate of $54.28 for 2009, I get a fair value of 711 for the market (= SP-500, A.L.). Only by going out to 2010 earnings can I get anything close to current market prices.

I know in advance that I am going to get a lot of email that says I am being too pessimistic. I want to be -- it forces me to wait for those ties that the market is truly underpriced and bargains abound. I may miss a few bubbles and run-ups along the way, but since I have a very long time line, I can afford to. I only need prices to reach my levels every few years to do very well.

The nice thing about the stock market is that it is manic depressive and I always get a chance to be aggressive. This approach also keeps me out of dangerous markets where the risk outweighs the reward. I will miss liquidity markets and manias and wait for the type of long-term opportunity that was created in times like 2002-03 and earlier this year. We will see it again and sooner than the bulls expect.

I am not 100% in cash and I only have a few shorts. I do own some stocks. I have net cash stocks like Adaptec (ADPT) and Silicon Graphics (SGI) that I am not going to sell. I am collecting real dividends on stocks like Prospect Energy (PSEC) and see no need to sell. I own enough stock that if the market goes up I will be okay. Most important, if the market falls sharply I am not going to get hurt and suffer a permanent los of capital.

By the way, the last time I wrote about viewing the market this way and predicted a six handle on the stock market, I got a lot of email telling me I was too pessimistic. I was not, as less than a year later the market traded there. Graham's method worked then and I think it will be proven true this time as well.

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Anti Lemming:

Dt. Mittelstands-Pleitewelle im 3. und 4. Quartal?

2
13.08.09 08:58

Handelsblatt,  13.08.2009, 07:00 Uhr

SPD-Experte sieht Pleitewelle kommen

von Daniel Delhaes

Der im Wahlkampfteam von Frank-Walter Steinmeier für den Mittelstand zuständige Harald Christ warnt vor zunehmenden Insolvenzen im zweiten Halbjahr. „Wenn die Situation sich nicht ändert, kann im dritten und vierten Quartal eine Pleitewelle auf uns zurollen, wie wir sie lange nicht gesehen haben“, sagte Christ mit dem Handelsblatt. Grund dafür sei die Kreditklemme.

www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...lle-kommen;2444146

Antworten
fkuebler:

AL #47635: Nicht alles klar?

2
13.08.09 09:44

"but are making progress in bringing inventory stocks into better alignment with sales (? Lagerbestände nahmen weiter ab...)."

Wieso dein Fragezeichen? Klassische Bruchrechnung, lieber AL: um bei abnehmenden Sales für Alignment zu sorgen, muss man halt die Lagerbestände senken... ;-)

Antworten
Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#47640

Anti Lemming:

fkuebler - Lagerbestände

3
13.08.09 10:04
Kann man so oder so lesen. Es war ja lange vom Lagerwiederaufstockungs-Zyklus die Rede, dergestalt, dass - da nun angeblich Alles wieder anzieht - die in der Krise geleerten Läger wieder aufgefüllt werden müssen. Die Fed hat das im Statement so vieldeutig so formuliert, dass auch die positive Interpretation möglich wäre.

Fakt bleibt, dass die Lagerbestände weiter zurückgehen (erste news unten). Das Verhältnis Lagerhaltung/Umsatz läuft auf hohem Niveau seitwärts (1,26 gegenüber 1,28 im Mai, zweite News unten und Chart ganz unten) -  d.h. die Umsätze fallen in ähnlichem Maße, wie die Lagerhaltung reduziert wird.



11. August 2009, 16:00 (MEZ)

Veröffentlichung der US-amerikanischen Zahlen zum Umsatz und zur Lagerhaltung im Großhandel ("Wholesale Sales & Inventories") für Juni 2009

Die US-amerikanischen Lagerbestände im Großhandel sind um 1,7 % gefallen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich 0,9 % nach zuvor -1,2 %. Damit wurde der Vormonatswert von veröffentlichten -0,8 % nach unten revidiert.

derivatecheck.de



US-Lagerbestände im Großhandel sinken zehnten Monat in Folge
11.08. 16:35

Washington (BoerseGo.de) – Das US-Handelsministerium meldet für den Monat Juni einen Rückgang der US-Lagerbestände von 1,7 Prozent, Volkswirte sind von einem Abbau von 0,9 Prozent ausgegangen. Damit fallen die Lagerbestände im US-Großhandel den zehnten Monat in Folge. Positiv ist, dass die Umsätze  im Juni um 0,4 Prozent gestiegen sind und damit den zweiten Monat in Folge einen Zuwachs verzeichnen.

Das Verhältnis Lagerhaltung zum Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt im Juni bei 1,26 Zähler nach 1,28 Punkten im Mai. Der Quotient besagt, wie viele Monate es dauert, bis bei der aktuellen monatlichen Umsatzrate der Lagerbestand verkauft ist. Volkswirte führen den Abbau der Lagerbestände auf das rezessive Konjunkturumfeld zurück, dass viel Fabriken infolge der nachlassenden Nachfrage zur Drosselung der Produktion zwang. Durch die Verringerung der Lagerbestände werden die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme von Neuanstellungen und Produktion geschaffen. Der Mai-Wert von einem Rückgang von 1,2 Prozent wurde auf einen Rückgang von 0,8 Prozent revidiert.

www.boerse-go.de/nachricht/...lge-Dow-Jones,a1861097,b117.html



www.census.gov/briefrm/esbr/www/esbr024.html
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 252350
Antworten
Maxgreeen:

#47640 - Beispiel

4
13.08.09 10:04
Wer privat 50.000 Euro Schulden angehäuft hat und dann sagt: "Mir könnte es besser gehen wenn mir die Bank einen Kredit von 20.000 Euro gibt". Da mag zwar stimmen, aber das hilft kurzzeitig, erhöht jedoch die Schulden und es wird nicht besser.

So sehe ich es auch bei vielen Firmen und auch bei Staaten.
Antworten
Anti Lemming:

fkuebler - "Kreditklemme"

5
13.08.09 10:13
Mein Posting sollte die Gefahr der Mittelstands-Pleitewelle beleuchten, die Gründe sind sekundär. Dass die Banken nichts mehr verleihen wollen (wogegen die SPD-Mensch zu Felde ziehen will - ganz im "Obama"-Stil) liegt an deren gestiegener Risikoaversion, die wiederum, wie Du zu Recht anmerkst, fundamental und kaufmännisch begründet ist. Die Mittelständler sind unter Wasser, und die Banken retten sie nicht, weil sie nicht noch mehr Geld verlieren wollen. Die Pleitewelle kommt daher so oder so.

Obama-Stil wäre: Die EZB druckt Geld, das die Banken dann - auf Politiker-Geheiß - den Mittelständlern zur Verfügung stellen.
Antworten
fkuebler:

AL #47641: Lagerbestände

2
13.08.09 10:15

"Das Verhältnis Lagerhaltung/Umsatz läuft auf hohem Niveau seitwärts (1,26 gegenüber 1,28 im Mai, zweite News unten und Chart ganz unten) -  d.h. die Umsätze fallen in ähnlichem Maße, wie die Lagerhaltung reduziert wird."

Sag' ich ja, klassische Bruchrechnung... ;-)

Aber im Ernst: für mich war das weitergehende Sinken der Lagerbestände unerwartet, denn so viel Pessimismus (über künftige Sales) hätte ich von Industrie und Handel eher nicht erwartet. Es kann natürlich aber auch sein, dass die Brüder das nicht machen, weil sie Sales sinken sehen, sondern als Teil der Kosten-Ausknautsch-Strategie, in der die Amis so superfit sind (so dass der FTD-Jubelperser Mohammed Fricke ja schon das spektakuläre Comeback der US-Industrie ausruft). Auch bei niedrigen Zinsen sind Lagerkosten keine Null-Position in der GuV. Und Risikokapital, das halt immer noch nicht unendlich ist, reduzieren sie auch.

Antworten
Stöffen:

Double Dip

6
13.08.09 10:18

 

Double Dip
von Jochen Steffens
 
Double Dip ist wider Erwarten kein Soßen-Mix für Nachos. Mit Double-Dip wird in der Lebensmittelindustrie ein Brausepulver in den Geschmacksrichtungen Kirsche und Orange, sowie einem "Swizzelstick" zum Schlecken bezeichnet. Es gibt diesen Begriff aber auch bei der Verzinkung, frei nach dem Motto: Doppelt eingetaucht hält besser. So viel unnützes Wissen, Google sei Dank.
 
Double Dip in der Wirtschaftswissenschaft
 
Einen weniger positiven Effekt bezeichnet dieser Begriff in der Wirtschaftswissenschaft. Dazu ein Zitat aus dem Wirtschaftslexikon von boerse-online.de:
 
„Als Double Dip bezeichnen Ökonomen ein immer wieder zu beobachtendes Konjunkturphänomen: Eine rezessive Wirtschaft zeigt plötzlich wieder Wachstumsraten. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer erwartet, dass die Konjunkturwende geschafft sei, doch nur kurze Zeit später fällt die Wirtschaft wieder in die Rezession zurück. Deshalb auch Double (doppeltes) Dip (eintauchen). Zu beobachten war ein Double Dip beispielsweise in den US-Rezessionsjahren 1969/70.“
 
Ähnlichkeiten vorhanden
 
Der erste Teil kommt einem bekannt vor: Nach einer ersten Rezession kommt es wieder zu einer Erholung. Typisch für diese Double Dips ist, dass diese Erholung unerwartet früh auftaucht. Gerade Anleger fallen auf diese Erholungstendenzen herein und hoffen, dass das Schlimmste hinter ihnen liegt. Aufgrund verschiedener Effekte kommt es jedoch zu einem zweiten Abtauchen in eine Rezession.
 
Einer der Gründe ist beispielsweise die Arbeitslosigkeit. Gerade in den USA wirkt sich ein Mangel an Konsumbereitschaft erheblich aus. Natürlich ist auch der Rückgang der Kreditgeschäfte dafür verantwortlich, dass einfach weniger Geld zur Verfügung steht.
 
Warum blieb der Double Dip nach 2003 aus?
 
Ich erinnere mich noch sehr gut, wie in den Jahren 2003 und 2004 dieses Phänomen des doppelten Eintauchens in eine Rezession in aller Munde war. Überall konnte man davon lesen. Doch dieser Double Dip blieb aus. Warum?
 
Es lag unter anderem daran, dass die Amerikaner den Immobilienmarkt als einen wunderbaren Ort für ihre Spekulationen entdeckten. Die Folge war ein ungeheurer Immobilienboom. Es gab daraufhin direkt zwei Punkte, die der US-Wirtschaft damals geholfen haben, wieder auf die Beine zu kommen.
 
Da die Immobilienpreise in die Höhe schossen, erlebte auch die Baubranche einen unglaublichen Boom. Immer mehr Häuser wurden gebaut und eingerichtet. An diesem Prozess verdienen eine Vielzahl von Unternehmen und Handwerkern. Kein Wunder also, dass die Baumärkte, Baustoff- und Baumaschinenunternehmen, Tapeten-, Farb-, Möbel- und Küchenhersteller, Klimaanlagenfirmen etc, etc. alle fleißig mitverdienten. Sie können sich vorstellen, wie sehr dieser Boom, der durch das Platzen der DotCom-Blase angeschlagenen US-Wirtschaft wieder auf die Beine geholfen hat.
 
Eine exzessive Kreditvergabe tat ihr Übriges
 
Doch das ist nur ein Punkt. Immobilien werden gemeinhin gerne als Deckung für weitere Kredite akzeptiert. Und so führte der Immobilienboom zunächst zu einer Zunahme der vorhandenen Immobilien und deren Wert. Damit verbunden kam es zu einer exzessiven Ausweitung der Immobilienkredite, die zum Teil in neue Immobilienprojekte aber auch in den Konsum gesteckt wurden. Kredite bedeuten Liquidität, und diese ist natürlich das Feuer im Ofen der Konjunktur.
 
Je mehr Kredite die US-Bürger aufgenommen haben, desto mehr Geld stand der US-Wirtschaft zur Verfügung. Auch das war ein Grund, warum sich diese wieder erholte. Doch es fehlte nachhaltiges Wirtschaftswachstum: Als alle Häuser gebaut und die Immobilienpreise ins Absurde gestiegen waren, versagte dieser Stimulus (unter anderem auch, weil die Fed die Zinsen drastisch anhob).
 
Die aktuelle Situation
 
Die aktuelle Situation ist leider etwas anders: Einen Immobilienboom, wie wir ihn in den Jahren 2002 bis 2006 gesehen haben, werden wir jetzt nicht noch einmal erleben. Gibt es aber einen anderen Bereich, der jetzt diese Rolle der Bauwirtschaft übernehmen kann? Man kann es nicht hundertprozentig ausschließen. Vielleicht die Emerging Markets und damit auch der Aktienmarkt. Eine andere Möglichkeit sehe ich zurzeit noch nicht. In den Jahren 2003 und 2004 war hingegen schon bekannt, dass der Immobilienboom die US-Wirtschaft unterstützt.
 
Aber auch bei den Emerging-Markets und dem Aktienmarkt sehe ich wenig Chance, dass über den monetären Stimulus hinaus, die Kreditvergabe der Banken noch einmal derart exzessiv ausfallen wird, wie es in den Boomjahren der Fall gewesen ist. Also auch diese Form der Liquidität steht dem Markt nicht zur Verfügung.
 
Man kann also mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die US-Wirtschaft sich dieses Mal nicht wie in den Jahren 2003-2007 entwickeln wird.
 
Die Aktienmarkt-Inflation ist keine Alternative zum Immobilienboom
 
Doch untersuchen wir die Aktienmarkt-Inflation genauer. Es besteht, wie schon mehrfach beschrieben, die Möglichkeit, dass die Liquidität, die von der Fed bereitgestellt wird, dieses Mal nicht in den Immobilienmarkt, sondern in den Aktienmarkt fließt. Man muss hier tatsächlich von einer Inflation reden. Gehen wir nämlich davon aus, dass die US-Wirtschaft sich eben nicht derart nachhaltig erholt, wie in den Jahren des Immobilienbooms, dann würden die Aktien liquiditätsgetrieben zwar ansteigen, ohne jedoch damit einen Anstieg des jeweiligen Unternehmenswertes widerzuspiegeln.

Einfacher ausgedrückt: Die US-Wirtschaft dümpelt vor sich hin, aber der Wert des Aktienmarkts steigt, ohne dass diesem Preisanstieg eine fundamentale Wertsteigerung zugrunde liegt. Damit hat man eine größere Summe (Preis der Aktien) mit der man den gleichen Wert (Unternehmen) bezahlen muss, das ist Inflation pur.
 
Im Gegensatz zum Immobilienboom vermute ich, dass die Banken nicht bereit sein werden, auf Aktienvermögen entsprechend hohe Kredite zu vergeben. Aktien sind auch aus Sicht der Bänker weniger sicher, als Immobilien – gerade nach den beiden großen Crashs.
 
Das bedeutet, selbst wenn es zu einer Aktien-Inflation kommt, werden wir diesen wichtigen Aspekt, der in der Phase des Immobilienbooms die US-Wirtschaft zusätzlich anfeuerte, dieses Mal nicht in dem Ausmaß erleben.
 
Eine Rally ohne Fundament
 
Und damit wird eine Inflation an den Aktienmärkten zu einer ausgehölten Rally ohne Fundament. Und immer wenn an den Märkten das Fundament fehlt, muss man mit einem Einbruch rechnen. Dieser wird umso stärker ausfallen, je länger die Märkte diese Fakten ignorieren!
 
Und wahrscheinlich wird dieser Double Dip einen solchen Einbruch auslösen.
 
Das Timing

So logisch diese Gedankengänge auch sind, es bleibt ein nicht zu unterschätzendes Problem: Nämlich die Frage des Zeitpunktes! Wie lange wird die Liquidität die Märkte und auch die US-Wirtschaft noch stützen können? Wie lange können die Märkte eine nur langsam wachsende Wirtschaft outperformen? Wie weit kann eine Aktienrally auch wieder Einfluss auf die US-Wirtschaft nehmen und ein inflationäres Wachstum erzeugen? Und damit die letzte aller Fragen: Wann wird die Fed eingreifen und die Zinsen erhöhen, eben um eine Aktien-Inflation zu verhindern.
 
Und diese letzte Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Aber vielleicht erfahren wir heute im Statement der Fed schon ein kleines bisschen mehr. Wobei ich befürchte, dass es aus Sicht der Fed noch zu früh ist, jetzt schon solche Schritte anzukündigen, oder sogar zu beschließen. Trotzdem müssen wir bei jeder Zinssitzung der US-Notenbank damit rechnen.
 
Viele Grüße
 

Jochen Steffens

 

Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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fkuebler:

AL #47643: Dein Posting wollte ich ganz bestimmt..

 
13.08.09 10:19

... nicht anpinkeln, ich hatte einfach nur Lust, mal etwas vom Leder zu ziehen ;-))

"Obama-Stil wäre: Die EZB druckt Geld, das die Banken dann - auf Politiker-Geheiß - den Mittelständlern zur Verfügung stellen"

Die Schüler-Meister in der Strategie sind ja mittlerweile die Chinesen. Auch in PPT-artiger Propaganda und in Babbel-Blasebalgen ;-)

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permanent:

Deutsche Wirtschaft wächst wieder

4
13.08.09 10:20

Deutsche Wirtschaft wächst wieder  Der USA Bären-Thread 6304517

13.08.2009, 08:24 Uhr

Die schwerste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik ist zu Ende. Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal überraschend um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr. Vor allem der Konsum der Verbraucher leistete dazu einen wichtigen Beitrag. Darum fürchten Volkswirte nun vor allem eines. Artikel

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fkuebler:

Stöffen #47645: Warum der Dabbeldipp unvermeidbar

7
13.08.09 10:37

ist, dafür gibt es neben den in deinem guten Artikel genannten ...

"Die aktuelle Situation ist leider etwas anders: Einen Immobilienboom, wie wir ihn in den Jahren 2002 bis 2006 gesehen haben, werden wir jetzt nicht noch einmal erleben. Gibt es aber einen anderen Bereich, der jetzt diese Rolle der Bauwirtschaft übernehmen kann? Man kann es nicht hundertprozentig ausschließen. Vielleicht die Emerging Markets und damit auch der Aktienmarkt. Eine andere Möglichkeit sehe ich zurzeit noch nicht. In den Jahren 2003 und 2004 war hingegen schon bekannt, dass der Immobilienboom die US-Wirtschaft unterstützt."

... noch ein ganz schlichtes Argument:

Der spekulative Immobilienboom hat unmittelbar korreliert mit dem Aufpumpen der Immobilien-Asset-Blase auch eine volkswirtschaftliche Anheiz-Funktion gehabt, denn wenn ich spekulativ ein Haus kaufe, dann wird eben (in erster Näherung) auch eins gebaut, d.h. eine GDP-erhöhende Leistung erzeugt.

Das jetzige Aufpumpen der Aktien-Asset-Blase hat diesen Effekt aber nicht: wenn ich spekulativ Aktien kaufe, dann wird dafür eben nicht eine Firma gebaut (wieder in erster Näherung).

Dieses Mal ist der Effekt mehr oder weniger auf den Wealth-Effekt beschränkt: die Leute fühlen sich durch das Ansteigen ihres Aktienvermögens komfortabler und sind deshalb eher bereit, wieder etwas auszugeben, aber dieser Effekt ist aus zwei Gründen wesentlich schwächer:

1. wissen die Leute aus Erfahrung, wie transient der Wealth-Effekt durch einen Aktien-Boom sein kann,

2. ist die Bilanz der Consumer derart beschissen, dass sie erstmal lieber nur ihre Bilanz verbessern und das virtuelle Zusatzvermögen lieber nur bunkern. So sind ja auch die Bush-schen Tax-Cheques 2008 versickert.

Antworten
Stöffen:

Sehe es ähnlich

4
13.08.09 10:45
"Cheap money, easy credit and unrestrained borrowing brought on an economic crisis that cannot be cured by monetary and fiscal policies that promote more cheap money, easy credit and unrestrained borrowing".

Solange die Fehler der Vergangenheit nicht behoben werden, solange die alten Strukturen beibehalten werden, solange gibt es mMn auch keine Aussicht auf wirklich nachhaltige Besserung.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - # 47647

6
13.08.09 10:50

Der Aufschwung steht allerdings auf wackeligen Füßen, denn er war vom Konsum getragen. In Zukunft wird der Konsum - auch in Deutschland - wegen  zunehmender Arbeitslosigkeit abnehmen. Entlassungen erwarten ja auch die im HB genannten Experten. Bislang hat es in der Realwirtschaft in D. keine allzu große Einkommeneinbußen gegeben.  Man kann sogar sagen, dass die meisten Leute (sofern sie nicht arbeitslos geworden sind oder Lehman-Zertis hatten) von der Finanzkrise bislang kaum was mitbekommen haben.

Die Lage in D. ähnelt insofern der in USA. Der Konsument als Stütze der Wirtschaft ist hüben wie drüben gefährdet. Staatliche Konjunkturstützungsmaßnahmen wie die Abwrackprämie (für mich ein wichtiger Grund für die jüngste Erholung) helfen nur temporär und sind vom Umfang her begrenzt. Die Pakete wurden in der Hoffnung veranlasst, dass zwischenzeitlich die "Selbstheilungskräfte der Wirtschaft" greifen. Es bleibt jedoch bei der horrenden US-Überschuldung (privat und fiskal), die nun durch übermäßige Staatsverschuldung sogar eine neue Dimension erreicht hat. Vor allem bleibt es bei den  globalen Ungleichgewichten, die nicht haltbar sind - egal wieviel Geld die Amis drucken.

Die Chinesen und die Deutschen werden an ihre alten Exporterfolge nicht anknüpfen können. Das "Geschäfts-Modell Export" hat im Zeitalter des "Big Unwind" abgewirtschaftet. Auch die "Kehrseite" funktioniert nicht mehr - die Konsumorgien in USA. Auch dort ist "deleveraging" angesagt.  Langfristig wird sich der Abbau dieser globalen Ungleichgewichte positiv auswirken, da dann organisches Wachstum die bisherige Blasenwirtschaft ersetzt. Der Weg dorthin dürfte jedoch durch ein entbehrungsreiches Tal der Tränen führen - inklusive neuer Tiefstände in den globalen Aktienindizes.

Der Nikkei-Chart ab 1990 gibt die Marschrichtung vor. Er zeigte nach dem Einbruch vom Höchststand (40.000 in 1990) auch zahlreiche technische Erholungen in den 1990-ern. Dennoch steht er heute - 19 Jahre später  bei 10.400, also fast 75 % tiefer.

 


 

Aus Deinem HB-Artikel:

Zum Wachstum trugen der private Verbrauch, die staatlichen Konsumausgaben sowie die Bauinvestitionen bei. Auch der Außenhandel stärkte das Wachstum, obwohl wegen der Flaute in der Weltwirtschaft die Nachfrage nach deutschen Exportgütern sank. Da die Importe aber stärker zurückgingen als die Exporte, gab es einen positiven Beitrag des Außenhandels....

"Das Risiko für Deutschland bleibt ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit", warnt Dreger jedoch. Sollte im Herbst Kurzarbeit verstärkt in Entlassungen umgewandelt werden, werde das die Löhne und den Konsum dämpfen....

Für den Arbeitsmarkt rechnet Rees ebenfalls mit einigen negativen Nachrichten. "Wir brauchen einen Airbag für den Arbeitsmarkt, das Kurzarbeitergeld wird nicht reichen", empfiehlt der Volkswirt. "Um die Jahreswende werden die Unternehmen gezwungen sein, deutlich Beschäftigung abzubauen."

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