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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Fragwürdiges Wirtschaftswunder

16
29.07.09 09:41

Boom in China

Fragwürdiges Wirtschaftswunder

Von Marcel Grzanna

Chinas Wirtschaft wächst überraschend stark. Doch die Zahlen trügen. Denn um die Konjunktur dauerhaft zu stützen, müssten die Chinesen mehr konsumieren.

Es ist wie verhext mit dem chinesischen Binnenmarkt. Wie sollen heimische Produkte den Weg zum Kunden finden, wenn die pragmatischen Chinesen den Gesetzen des Marktes einfach nicht gehorchen wollen? Da zieht sich nach Jahrzehnten wieder einmal eine Sonnenfinsternis quer durch das Land, und anstatt sich die dringend empfohlenen Schutzbrillen aus heimischer Produktion für gut einen Euro zuzulegen, schleppen die Chinesen zum Jahrhundertereignis viel lieber alles aus dem eigenen Haushalt an, was irgendwie dazu geeignet ist, der Sonne die Stirn zu bieten.

Auf einem Hügel am Caizi-See in der Provinz Anhui stehen Hunderte Einheimische und beobachten den Himmel, als der Mond damit beginnt, die Sonne zu verdecken. Ein Pärchen hält sich einen Motorradhelm über die Köpfe und blickt gemeinsam durch den schwarzen Sonnenschutz. Andere beobachten das Phänomen durch verdunkelte Glasplatten, halten sich Fotonegative vor die Augen oder das Röntgenbild einer überstandenen Knochenfraktur. Die wenigsten aber tragen eine eigens gefertigte "Sonnenfinsternis-Brille".

Chinas Industrie wird die Einnahmeverluste am Tag der Finsternis sicherlich verschmerzen können. Viel problematischer ist der Hintergrund des Einfallsreichtums in Sachen Sparsamkeit. Die meisten Chinesen drehen den Yuan mehrmals um, ehe sie ihn in Konsumgüter investieren. Die Sonnenfinsternis ist nur ein Beispiel, das zeigt, wie schwierig es ist, den Konsum in China anzukurbeln.

Die Binnennachfrage macht in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt gerade einmal 36 Prozent von Chinas Wirtschaftsleistung aus. In den USA sind es 70 Prozent. Chinesen legen ihr Geld lieber auf die hohe Kante - viel lieber noch als die Deutschen. Ende Mai betrug die Spareinlage des bevölkerungsreichsten Landes der Erde 25 Billionen oder auch 25.000 Milliarden Euro. Auf Sparkonten aber nutzt der Wirtschaft das Vermögen herzlich wenig. Um langfristig die Konjunktur auf Trab zu halten, muss es der Regierung gelingen, ihren Bürgern Teile dieser gewaltigen Summe aus der Tasche zu ziehen. Da sind sich die Analysten weitgehend einig.

Schleppboot der sinkenden Weltwirtschaft

Zwar trug die Binnennachfrage im zweiten Quartal in China immerhin 3,8 Prozentpunkte zur Wachstumsrate bei. Doch der Konsum wurde von der Regierung massiv gefördert. Käufer von Kleinwagen erhielten satte Steuervorteile und der Kauf von großen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken, aber auch von Fernsehgeräten wurde vom Staat subventioniert. Ein Selbstläufer ist der Konsum deswegen noch lange nicht. Wichtig wäre es deshalb, das immer noch schwache Sozialsystem zu einem verlässlichen Rückhalt der Menschen auszubauen. Doch das kann noch Jahre dauern.

Folglich ist die zentrale Frage, wie nachhaltig das Wachstum der chinesischen Wirtschaft überhaupt sein kann, die sich seit vergangener Woche als Schleppboot der sinkenden Weltwirtschaft geriert.

7,9 Prozent Zuwachs bilanzierte das Nationale Statistikamt kürzlich. Das entspricht 14,9 Prozent im direkten Quartalsvergleich. Das 420-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket zeigte Wirkung. Ein solches Plus hatte kein Experte erwartet. Öffentliche Investitionen in die landesweite Infrastruktur machten das Minus im Exportsektor wett.

     

   

"Je stärker die kurzfristige Erholung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Absturzes", warnt Jun Ma, Chef-Analyst der Deutschen Bank in Hongkong. Größte Gefahren seien hohe Inflationsraten und Spekulationsblasen an der Börse oder auf dem Immobilienmarkt. Denn noch immer fließen Rekordmengen an frischem Geld auf den Markt, weil die Regierung die Kreditvergabe fördert.

Abhängig von Nachfrage aus dem Westen

Allein im ersten Halbjahr verliehen Chinas Banken rund acht Billionen Euro. Das ist dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum, eine Summe, die ihresgleichen sucht. "Irgendwann muss China die Geldschraube festerziehen. Wir erwarten in den kommenden Wochen eine entsprechende Ankündigung der Regierung", sagt Analyst Ma.

Ob das Wachstum weiterhin derart kräftig sein wird, wenn China zwangsläufig weniger Geld in den Markt pumpt, hängt auch davon ab, ob sich der Exportsektor fangen kann. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Talsohle durchschritten ist. Doch China wird unmittelbar darunter leiden, wenn die Krise die Arbeitslosenzahlen in Europa oder den USA im kommenden Jahr möglicherweise weiter in die Höhe treibt. Denn viel zu abhängig ist der Exportsektor von der Nachfrage im Westen. Die sogenannte Werkbank der Welt rund um das Perlflussdelta in der südchinesischen Provinz Kanton werkelt deshalb mit aller Macht an einem Strukturwandel hin zum Binnenmarkt, wo ebenjener Kunde auf sie wartet, der durch Röntgenbilder die Sonnenfinsternis beobachtet.

Doch man gibt sich zuversichtlich im Reich der Mitte. Schon Premierminister Wen Jiabo hatte im Frühjahr davon gesprochen, dass es vor allem der Optimismus sei, mit dem man Krisen bekämpfen müsse. Manche Experten glauben deshalb, dass die 7,9 Prozent Wirtschaftswachstum eher das Ergebnis optimistischer Stimmungsmache sind, als Zahlen, die der Wirklichkeit entsprechen. Zumindest fragen sich Fachleute, weshalb die Industrie angezogen hat, der Energiesektor im zweiten Quartal jedoch hinterherhinkt. Er hätte ebenfalls zulegen müssen, glauben sie.

           

(SZ vom 29.07.2009/tob) www.sueddeutsche.de/wirtschaft/696/482160/text/

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Bärentatze:

Schotten - Schwaben - Chinesen

10
29.07.09 10:20
ist das die Steigerungen der Sparsamkeit?

Es ist schon ein Kreuz mit der Binnenkonjunktur, wenn die Bevölkerung aus Sparsamkeit zum Konsumieren getragen werden müssen. Aber wieso?

Ich vermute es sind einfach Mentalitäten - nicht jeder findet die "Wegwerfgesellschaft" oder "Konsumgesellchaft" aus verschiedenen Gründen gut - und/oder Ängste wie Hartz IV, verarmte Millardäre, Armut und Hunger.

Weiterhin kann auch eine Sättigung (des Westens) das Konsumieren wetlweit verlangsamen. Die Bedürfnisse der Menschen sind auch nicht bei jeden gleich. Den neusten technischen Trend folgen einige, aber nicht so wie es gerne die Produzenten es gerne hätten.

Den Mensche die Ängste zu nehmen ist eine schwierige Aufgabe. Denn Angst ist auch ein Kontrollinstrument. Und das ist in der Welt noch weit verbreitet. Vielleicht gerade nicht in Deutschland, aber Angst kann sich auch wie die Schweinegrippe verbreiten.
Gruß Bärentatze

Zitat André Kostolany
"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
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Pichel:

Schiffsfonds werden zum Albtraum

14
29.07.09 10:49
www.faz.net/s/...99AD126A2CFC8F5F4E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
"Wer gegen den Strom schwimmt, sollte das möglichst in der Nähe des Ufers tun."
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fkuebler:

#47095: WielandSchmidt, du hast mich in der Tat...

6
29.07.09 10:50
... nicht verstanden ;-)

Aber dem kann abgeholfen werden: Wenn durch Bevölkerungswachstum die Anzahl der Beschäftigungssuchenden um 1% wächst, und die Produktivität um 1.5%, dann muss - alle anderen Parameter konstant gehalten - das GDP um 2.5% (ganz genau 2.515% :-) wachsen, damit die Beschäftigungsrate bzw. Arbeitslosenquote konstant bleibt.
Antworten
fkuebler:

#47094: Danke, AL, ich habe in der Tat gut ...

8
29.07.09 11:01
... geschlafen. Nachts machen die vermaledeiten Heckenschützen, die mich armen short-gedrückten Bären um die Ecke zu bringen versuchen, nämlich in der Regel mal eine Pause ;-)

Aber da bin ich ja erleichtert, dass du nicht hinter dem Quatsch stehst, mit dem der Mish den armen Bernanke anpinkelt ;-))

Mal ganz im Ernst: manchmal ist unser Problem hier im Bärenthread, der ja sicher einer der qualifiziertesten Threads überhaupt ist, dass ein übertrieben polemischer Negativismus die Sachqualität drastisch herunterzieht. Artverwandt wie wenn man in der Politik Beifall aus der falschen Ecke kriegt...

Aber es ist in der Tat korrekt, dass Bevölkerungswachstum und Produktivität einer innovativen Volkswirtschaft einen ganz schönen Druck auf das GDP-Wachstum ausübt, damit die Menschen genug Jobs haben.

Da geht es uns so schön langsam aussterbenden Schrumpfgermanen ja besser: wir brauchen keine Wachstumsraten, um den wenigen und immer weniger werdenden Arbeitswilligen, die sich voller Starrsinn der Frühstverrentung verweigern, in Gottes Namen noch einen Job zu verschaffen ;-))
Antworten
Palaimon:

@Pichel

8
29.07.09 11:09
Musst Du auch noch den Finger in die Wunde legen? Hatte gerade so gut verdrängt, dass ich für die Lisa Schulte und Maximilian Schulte reduzierte Charterraten akzeptieren musste und für den gesamten Fonds über Jahre keine Ausschüttung erhalte.

Jetzt kommst Du mit der Emilia und der Aussicht, erhaltene Auszahlungen zurückzuzahlen. Träneneimer, bitte !
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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Kicky:

Hohe Weichkosten,hohe Verluste bei Verkauf

12
29.07.09 11:31
Bei Schiffsbeteiligungen wird fast ein Viertel des Anlegergeldes für Vertrieb, Marketing oder Fondskonzeption ausgegeben. Das "Jahrbuch Geschlossene Fonds" des Berliner Analysehauses Scope bescheinigt ihnen damit besonders hohe Belastungen.
Auf durchschnittlich 22,1 Prozent beziffert Scope bei diesem Fondstyps den Anteil der Weichkosten am Anlegerkapital inklusive Agio. Damit waren die 2008 in Deutschland vertriebenen Schiffsfonds der teuerste Beteiligungstyp, geht aus dem "Jahrbuch Geschlossene Fonds" des Berliner Analysehauses hervor.

Unter Weichkosten fällt alles, was nicht in direktem Zusammenhang mit dem Investitionsobjekt steht, das die Rendite erwirtschaften soll. Scope zählt dazu im Wesentlichen Dienstleistungsvergütungen, etwa für die Eigen- und Fremdkapitalbeschaffung, die Fondsverwaltung und die Übernahme von Garantien. Erwerbskosten oder Fremdkapitalkosten fallen nach der Definition des Analysehauses nicht darunter.

Bei Immobilienfonds machten die Weichkosten im Schnitt 18,3 Prozent bei inländischen und 15,6 Prozent bei ausländischen Objekten aus. Energiefonds fielen mit einem hohen Durchschnittswert von 21,7 Prozent auf. In allen untersuchten Fondskategorien lagen die Angebote mit den höchsten Weichkosten bei einem guten Viertel der Anlegergelder mit Agio. Den Spitzenreiter stellte ein Schiffsfonds mit 32,8 Prozent Weichkosten.

aberman kann sie ja auch verkaufen -die Fonsdanteile mit bis zu 66% Verlust
...Bei Schiffsfonds waren es im April 2009 laut Deutscher Zweitmarkt 66,7 Prozent.....
www.capital.de/finanzen/fonds/100023591.html
...Wer verkaufen will, stellt bei der Gelegenheit manchmal leider fest, dass alles noch schlimmer ist als gedacht. Die Fondstreuhänder verschleppen es gern, die Eigentümer über die wahre Lage der Dinge zu unterrichten. "Es gibt Fälle", sagt Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG in Hamburg, "in denen erfahren die Anteilseigner erst von uns, dass ihr Containerschiff nicht nur weniger einnimmt, sondern gar nichts, weil es ohne Auftrag im Hafen liegt." Wer vom wahren Ausmaß des Desasters erst beim Verkauf erfährt, kann seine Preisvorstellungen gleich vergessen...
Alteigentümer, die sich von Fondsanteilen trennen wollen, dürfen zurzeit nicht allzu viel erwarten. Zu viele Fondseigentümer müssen inzwischen verkaufen, weil sie nicht mehr flüssig sind und Geld brauchen...
Wurde etwa ein Anteil am Containerschiff "Hansa India" 2008 für 145 Prozent des Nominalkapitals gehandelt, waren es zuletzt nur 70 Prozent.......
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Pichel:

The national debt of the United States

5
29.07.09 11:36
oddhammer.com/tutorials/debt_clock/US_debt_clock_small.swf
"Wer gegen den Strom schwimmt, sollte das möglichst in der Nähe des Ufers tun."
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Pichel:

Die Nachricht scheint mir wichtig zu sein.

16
29.07.09 11:42
Geschichten aus dem Werkzeugkasten (Frank Meyer)



In dieser Woche werden in den USA neue Anleihen in Höhe von 250 Milliarden Dollar verkauft. Die Summen werden immer größer…

Die USA sind eine „moderne Verschuldungsökonomie“, sagte ein Volkswirt einer großen Bank. Unsere täglichen Schuldscheine nimm uns heute (ab) und vergib uns unsere Schuld, denn wir werden sie nie begleichen können. Und führe uns stets in Versuchung (Geld ausgeben), vor allem die Verbraucher… So steht es in den ersten Sätzen unserer modernen Wirtschaftsbibeln.

Die USA brauchen eine tägliche Zufuhr von etwa drei Milliarden Dollar aus aller Welt, um die Zahlungsbilanz aufrecht halten zu können, so dass der Dollar nicht absäuft. „Sie kaufen Rohstoffe, Waren, Porsches und liefern dafür Lehman-Zertifikate“, scherzte neulich ein Börsianer. Muss man sich Sorgen machen? Nicht doch! Es gibt ja die Notenbank und ihre weltweiten Kollegen. Die passen da schon auf. Notfalls kauft man die vom Staat ausgegebenen Papiere auf, wenn sie niemand haben will, nennt es quantitative Easing, streicht es seriös an und hofft, damit durchzukommen.

Im Land der unbegrenzten Shoppingmöglichkeiten werden alte Schulden durch neue ersetzt und ausgeweitet. Deshalb erleben wir in dieser Woche eine Springflut von neuen Anleihen. Am Montag wurden 63 Mrd. USD kurzfristige Schulden aufgenommen, am Dienstag begab man ein – und zweijährige Anleihen für 69 Mrd. USD. Heute folgen 5-jährige Papiere mit 39 Mrd. USD und am Donnerstag 7-jährige Notes in der Höhe von 28 Mrd. USD.

Einen Moment des Durchschnaufens bitte…!

"Eine ganze Reihe Faktoren waren negativ", sagt ein Händler. So sei die Rendite der Anleihen vor der Auktion angestiegen. Dies zeige, dass ein Renditeaufschlag zum Verkauf nötig gewesen sei. Zudem habe sich das Interesse von Ausländern nahezu halbiert. Auch fiel die Bid-Cover-Ratio auf 2,75 und damit weit unter die 3,19 der letzten Auktion. Dies seien keine guten Vorzeichen für die Auktion fünfjähriger Bonds am Mittwochabend und der siebenjähriger Papiere am Donnerstag, heißt es.

Doch was passiert hier? Die Aktienmärkte fielen am Dienstag. Um das Geld zu lenken, bedarf es noch zwei Dinge aus dem Werkzeugkasten. Erstens soll das Geld aus den Aktienmärkten in Anleihen fließen. Dazu gibt man dem Aktienmarkt einen kurzen Schubs geben, was die temporär Nachfrage nach Anleihen erhöht. Zweitens versperrt man den Weg in Edelmetalle, was auch ganz zufällig passierte. Nur, wer hat diese Anleihen nun gekauft? Wir wissen es nicht, haben aber so eine Vermutung. Trotz fallender Verbraucherstimmung, stieg der Dollar am Nachmittag wie durch Zauberhand. Sind die großen Notenbanken dem US-Anleihemarkt zu Hilfe geeilt?

Als der Spuk vorüber war, stieg der Dow Jones wieder an. Der Dollar blieb stark und die Edelmetalle schwach. Heute geht es in eine neue Runde der Versteigerung.
"Wer gegen den Strom schwimmt, sollte das möglichst in der Nähe des Ufers tun."
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Eidgenosse:

@Kuebler

9
29.07.09 13:09
Nachträglich noch alles gute zum 90. Geburtstag. :-)

Ich hab im Moment auch etwas den Eindruck das es hier etwas "negativ Festgefahren" ist. Bin aber trotzdem gerne hier und lese auch mit Interesse die Postings der Teilnehmer.
Dieser Thread hebt sich angenehm ab von "hey ich glaub es geht rauf" Threads.
Seine Entscheidungen muss nach wie vor jeder für sich fällen.
Der USA Bären-Thread 249081
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swizzy:

durable goods orders

4
29.07.09 14:40
down 2,5%. aber excluding transportation goods sind sie 1,1% gestiegen. letzten monat noch 1,8% hoch. da war gerade luftfahrtmesse und airbus hat kräftig bestellungen gesammelt. da wurde aber kein wort darüber verloren, dass der anstieg ausschlielich auf flugzeugbestellungen beruht. mal wieder ein schönes beuspiel dafür, dass man sich nachrichten immer so hinbiegen kann, wie man sie gerne hätte. wenn man konsequent ist, dann muss man solche ereignisse, die auf einmaleffekten beruhen, eigentlich aus der statistik rausrechnen, bzw. angeben, dass ein anstieg bzw. rückgang auf solche einmaligen veranstaltungen zurückzuführen ist.
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fkuebler:

#47110: Danke, Eidgenosse, für die nachträglichen

9
29.07.09 15:16
Glückwünsche zu meinem Geburtstag vom Freitag...

Es war eigentlich sehr schön, alle waren sehr nett zu mir, und besonders nett fand ich die neue Maus, die mich jeden Tag im Rollstuhl schiebt... 4 Räder statt damals 2... Tja, man müsste nochmal 50 Jahre zurückbeamen können... ;-)

Aber während heute die niedliche Maus schiebt, fand ich damals die Anstiege immer ganz furchtbar, einfach nur notwendig, damit's danach endlich mit Karacho abwärts gehen kann... Schon damals war ich innerlich ein tief überzeugter Bär...

Und die Anstiege wollten und wollten auch damals einfach nicht mehr aufhören... Das hat sich irgendwie überhaupt nicht geändert in den letzten 70 Jahren... Aber irgendwann ist's vorbei, und dann...
Antworten
Anti Lemming:

Die US-Regierungsstatistiker erhielten heute

10
29.07.09 15:54
intern die Weisung, dass Goldman-Sachs - nach Erhöhung des SP-500 Kursziels auf 1060 - nun short auf den Index ist. Die Statistiker gaben daher wunschgemäß eine Horrorzahl für die Durable Good Orders von -2,5 % heraus (erwartet: -0,5 %). Gleichzeitig wurde die vorherige Zahl aus der Steigflugphase (+1,8 %) rückwirkend nach unten (+1,3 %) revidiert.

Das bringt Dreierlei:

1. Im Anstieg gaben die vermeintlich gute alte Zahl (+1,8 %) den Kursen noch Flügel (zielgruppengerichtete Euphorie-Verstärkung).

2. Im jetzt (mMn) beginnenden Abstieg zeigt die runterrevidierte alte Zahl (+1,3 %) allen Käufern, dass sie Vollidioten waren (illusionsvernichtende Spätaufklärung).

3. Die neue Horrorzahl von -2,5 % erhält durch die Abwärts-Revision der vorherigen noch mehr Glaubwürdigkeit (Beseitigung des "Zahlenausreißer"-Verdachts)

P.S. Kann natürlich auch sein, dass das Alles ganz andere Gründe hat und die Zahlen tatsächlich irgendwelchen realistischen Gegebenheiten entsprechen ;-)



Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter ("Durable Goods Orders") für Juni 2009

Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Juni um 2,5 % gefallen. Erwartet wurde hingegen ein Minus im Bereich von 0,5 %. Im Vormonat waren die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern noch um 1,3 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 1,8 % revidiert.
Antworten
Maxgreeen:

EX der schlechten Komponenten ist der Index

9
29.07.09 16:02
gestiegen.

Ihr wisst ja, ex Erstanträge fällt die Arbeitslosenquote. Das ist doch fantastisch.
Antworten
Anti Lemming:

Ex-Verluste

5
29.07.09 16:04
gibt es überhaupt nur noch Gewinne, allerdings weniger als erwartet.
Antworten
Kicky:

die NYSE ist voller Löcher

5
29.07.09 16:28
und über ein Jahr lang konnte jeder bei denen ins System,weil der Server nicht gesichert war.Was man da alles rausholen konnte ,war sicher nicht von Schaden für Goldman und Konsorten...
www.zerohedge.com/article/...ure-data-exposed-unsecured-server

...The data was removed after Wired.com disclosed the situation to the NYSE. It included several directories of files containing logs, server names, IP addresses, lists of hardware, lists of software versions running on the network, and configuration and patch histories (including which patches have not yet been installed). It was all available on a publicly accessible, unprotected FTP server maintained by EMC, a company that sells storage systems and managed services to the NYSE and other companies.
The information could allow an intruder to map theNYSE’s network architecture and determine what vulnerabilities exist in the system.


For example, one of the documents posted on the server was an Excel spreadsheet, called a “heat report,” which consisted of a long list of low-level and high-level warnings, some of them indicating where patches had not yet been installed, such as the one below:
WARNING : Solaris 5.9 kernel patch fix 122300 is not installed.....
....a note posted amid the files by an EMC employee named Dan Sferas read, “This directory contains all relevant data to the NYSE account.” The note was dated April 2, 2008.
Antworten
Eidgenosse:

Das CS-Kader macht Kasse

14
29.07.09 16:37
CS-Topkader verkaufen eigene Aktien für über 20 Mio. Fr.

Kurz nach Bekanntgabe des Milliardengewinns der Credit Suisse im zweiten Quartal haben fünf Spitzenmanager der Grossbank Kasse gemacht. Sie haben am vergangenen Montag 406 000 eigene CS-Aktien verkauft und dafür 20,6 Mio. Fr. erhalten.

www.bluewin.ch/de/index.php/24,167139/..._Mio._Fr./de/homepage
Antworten
Kicky:

Anhang

 
29.07.09 16:38
(Verkleinert auf 54%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 249116
Antworten
Kicky:

S&P Ratio ist jetzt bei 723

9
29.07.09 16:48
www.safehaven.com/article-14045.htm
The historic rule of thumb is that the S&P500 is correctly valued with a price/earnings or PE ratio of 14, the market normally hits the area of 7 at true bear market bottoms, and 21 at bull market tops.

There are 2 types of PE ratio that S&P produce the first ratio is called the OPERATING Earnings. This is basically the PE ratio calculated with all the bad news stripped out, it is the make believe PE ratio that has very little to do with reality and only has any validity in the fantasy land of CNBC and Wall Street analysts. The other ratio are as REPORTED or real earnings, the giveaway is in the name as these are the earnings that are actually reported to the SEC via the 10Q form each quarter.

These reported earnings are the only reality, as another giveaway is that during every boom these 2 ratios fantasy and reality actually close up they become very close in value, and during every bust we get huge divergences. For example during the last bust the highest Reported PE ratio recorded was 46 which was also the highest PE ratio ever recorded in history! At this same time, the operating PE was 29.

Today with 53% of companies' results reported for the 2nd quarter 2009 the Operating PE is surprise, surprise "only" at 22.87. So according to CNBC and Wall Street the S&P 500 is fairly valued so please ignore reality, live in denial and BUY!!! Unfortunately the reality shown by the as reported PE is a truly mind blowing 723. I repeat 723, the previous all time high was 46.

Despite this incredible PE ratio the S&P500 has been rising in value and rising strongly, this can only mean a few things.

1. S&P 500 market participants are really very stupid, by buying an S&P500 share via a proxy instrument such as the SPY it will take them 723 years to get there money back. As the price you pay will be 723 times the earnings actually generated. Why is Warren Buffet a renowned value investor, recommending that the ordinary person now buys stocks when at this point they have such a ridiculous historical valuation?

2. S&P500 market participants prefer to use the fantasy all overheads striped out operating earnings PE ratio, and simply ignore reality as it is far easier to live in denial.

3 The remaining S&P 500 constituents who have not reported yet are going to produce truly knockout earnings, so that the final as reported S&P500 PE ratio will once again make sense and be back in line at about 14.

4 The market is a forward looking mechanism and is forecasting the mother of all inflations. This would mean that the PE ratio would close back towards more historic norms. ........

.5 The S&P 500 is due an imminent crash in the region of 98% which would be necessary so that it is back in line with the historic PE ratio of 14.

6 The Government, Fed, and Wall Street are printing money and buying S&P500 futures contracts to keep the market at this level and PE ratio be damned.

Looking at the 6 scenarios above, Number 1 applies if you are an extremely long term investor with a time window for your investment of 723 years. As regards number 2 the talking heads AKA Wall Street propaganda machine constantly hammer the "better than expected" fantasy operating earnings, I guess the terminally naïve amongst us will trade the S&P500 LONG based on this "advice".

Number 3 is simply not going to happen about as likely as Wall Street coming clean and actually telling the truth for once.

Which leads us to the far more likely scenarios of 4,5 and 6. Personally I feel we are due a blizzard of inflation to inflate away all the debts to more manageable levels as the western worlds consumers, corporate,s and Governments are all tapped out, and we still have the complete financial debacle of the boomers retirement to face. A detective always looks for a motive behind any crime. The Government has plenty of motives to try and inflate the debt problem away.

so I feel probably starting this autumn after the low volume holiday period we have further declines in the S&P 500 as per scenario 5, not 98% but a large decline from present levels and very probably the eventual destination is new lows.

At opportune times they will intervene to "support" the market, so much for the principle of the free market. First rule to recognize regarding the supposed free markets = THERE ARE NO FREE MARKETS ANYMORE, simply degrees of manipulation. It is also extremely difficult to tell if JP MorganChase and Goldman Sachs are actually public companies anymore or simply extensions of the United States Federal Government, the relationships seem beyond cosy........  der letzte Satz gefällt mir besonders
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wawidu:

Werden "flash" orders bald geächtet?

6
29.07.09 17:00
Nasdaq backs ban on "flash" trading: Schumer
Tue Jul 28, 2009 3:05pm EDT
By Rachelle Younglai and Jonathan Spicer

WASHINGTON/NEW YORK (Reuters) - The Nasdaq Stock Market supports a ban on so-called "flashes," order types that it and other stock-trading venues send to a select group of traders fractions of a second before revealing them publicly, Senator Charles Schumer said on Tuesday.

The New York Democrat, who has urged the U.S. Securities and Exchange Commission to clamp down on the practice, said parent company Nasdaq OMX (NDAQ.O: Quote, Profile, Research, Stock Buzz) is willing to submit to a potential ban by the agency after it "reluctantly" started offering flashes early last month.

Schumer said in a statement he discussed the controversial issue -- which has implications for fair prices and the way orders circulate through increasingly electronic markets -- in a personal call with Nasdaq CEO Robert Greifeld.

A Nasdaq spokeswoman said the exchange had no comment beyond a letter Greifeld sent to the SEC on Monday, in which he called for the elimination of "any order types or market structure policies that do not contribute to public price formation and market transparency."

Greifeld's letter listed "flash orders, internalized orders, enhanced liquidity providers, Block Talk orders, and dark pools," as order types that do not support price formation.

Nasdaq and rival BATS Exchange started on June 3 "flashing" buy and sell orders to exchange members, including big banks and hedge funds -- closely mirroring a service offered by alternative venue Direct Edge, which long offered the service to a smaller group of market participants, and was growing its market share at the exchanges' expense.

The SEC has not proposed a rule to ban the flashes, optional services that alert computer-trading programs to the intentions of investors. Flashes are also available in some anonymous trading venues known as dark pools.

The agency is examining the flash orders to ensure best execution. It is also examining what regulatory actions may be needed to respond to the potential investor protection concerns raised by the dark pools.

It is not known whether the SEC will propose a ban on such trades.

"We cannot allow our marketplaces to enter a race to the bottom that caters to certain traders at the expense of other investors," Schumer said in the statement.

Direct Edge has defended flashes as a way for investors to tap into liquidity that they otherwise would not have access to, and as the natural progression of competition among venues in increasingly electronic markets.

BATS said July 7 it supported a review of flashes, raising the possibility that they create a "two-tiered market."

NYSE Euronext (NYX.N: Quote, Profile, Research, Stock Buzz), which runs the New York Stock Exchange and handles the most U.S. equity volume, does not offer flashes and has criticized the practice.
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Kicky:

die Inflation wird kommen

7
29.07.09 17:04
meint www.caseyresearch.com/crpmkt/...id=144&ppref=SHV144ED0709B

und sagt was man tun könnte:davon ausgehen,dass die Zinsen steigen werden

etwas reisserisch und fragwürdig in den Empfehlungen,aber interessant
....For one, the Federal Reserve is creating money out of thin air - with nothing more than a keystroke. Fed Chairman Ben Bernanke admitted this in a 60 Minutes interview on March 15, 2009:

   “to lend to a bank, we simply use the computer to mark up the size of the account that they have with the Fed. It's much more akin to printing money than it is to borrowing."

Now, that might not be a complete revelation, until you realize exactly how much he’s creating - and what it will do to the dollar.

In just the past six months, Bernanke added over $1 trillion to the Fed balance sheet - and he’s recently promised to add over a trillion more.With all this “new money” created by the Fed, it means that existing money will lose its value: which is the very definition of inflation.
Simply put: inflation is the only likely outcome, and higher interest rates will surely follow.........
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 249126
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Malko07:

Klar, es wird 2010 einen Einbruch geben

21
29.07.09 18:17

DIW-Chef Zimmermann

"Klar, es wird 2010 einen Einbruch geben"

Interview: T. Dorfer

Wirtschaftsforscher Klaus Zimmermann über die Folgen der Rezession, die Verlässlichkeit von Prognosen und warum er dem Ifo-Index misstraut.

Im Dezember 2008 sorgte Klaus Zimmermann, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), für einen Eklat in seiner Zunft. In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung geißelte er den Wettlauf der negativen Konjunkturprognosen als schädlich. Am heutigen Mittwoch hat das DIW seine Vorhersage für die Wirtschaftsentwicklung 2009 und 2010 veröffentlicht - und sich damit in die Gruppe der Pessimisten eingereiht. Zimmermann, 56, steht seit 2000 dem DIW vor und ist darüber hinaus auch noch Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Im Gespräch mit sueddeutsche.de erläutert der studierte Volkswirt seine Konjunkturprognose und die daraus resultierenden Folgen für den Arbeitsmarkt.

sueddeutsche.de: Herr Zimmermann, noch im Dezember haben Sie die negativen Konjunkturprognosen Ihrer Kollegen für 2009 als schädlich kritisiert. Ihr Institut mischt jedoch weiter bei den Vorhersagen mit. Woher der Stimmungswandel?

Klaus Zimmermann: Moment, ich habe Prognosen nie generell als schädlich bezeichnet. Wir hatten Ende 2008 jedoch eine höchst unsichere Situation. Wenn Forscher ihre Vorhersagen dann wöchentlich nach unten korrigieren, entsteht Panik - und die führt zu einer Verschärfung der Krise.

sueddeutsche.de: Was ist jetzt anders als im Dezember 2008?

Zimmermann: Nach dem drastischen Konjunktureinbruch im ersten Quartal des Jahres hat sich die Lage stabilisiert.

sueddeutsche.de: Und prompt veröffentlicht das DIW eine wahre Horrorzahl: Um 6,4 Prozent soll die deutsche Wirtschaft demnach in diesem Jahr schrumpfen. Die Regierung rechnet mit sechs Prozent. Wieso setzen Sie sich jetzt mit an die Spitze der Pessimisten?

Zimmermann: Der drastische Einbruch ist vor allem auf das erste Quartal zurückzuführen. Ein Jahr zuvor war die Wirtschaft noch enorm stark gewachsen. Von diesem guten Ergebnis ging es dann abwärts. In den nächsten beiden Quartalen müsste die Konjunktur um mehrere Prozentpunkte anziehen, wenn sich das Ergebnis signifikant verbessern sollte. Das ist schon rein rechnerisch nicht möglich.

sueddeutsche.de: Fast täglich werden in diesen Tagen Zahlen veröffentlicht, die ganz positiv ausfallen. Der Ifo-Index ist vier Mal in Folge gestiegen, der Dax springt von Jahreshoch zu Jahreshoch - und selbst die Auftragslage der Industrie hat sich verbessert. Deutet das nicht auf eine rasche Erholung hin?

Zimmermann: Nein, denn diese Indikatoren geben nur Stimmungen wieder. Nicht mehr und nicht weniger. Jetzt geht es aber nicht um die Erwartungen einzelner Unternehmen, sondern um die Realität. Indikatoren wie dem Ifo-Index oder den Auftragseingängen der Industrie kann man nicht immer trauen. Sie haben einen sehr langen Vorlauf. Wer glaubt, wir würden aufgrund dieser Indikatoren ein deutlich geringeres Konjunktur-Minus erreichen, der irrt.

sueddeutsche.de: Die Deutschen finden die Lage offenbar nicht so bedrohlich. Der Konsum wächst.

Zimmermann: Das haben wir vor allem drei Faktoren zu verdanken. Erstens halten die Unternehmen ihre Beschäftigten über die Kurzarbeit weitgehend zusammen. Zweitens haben die Deutschen durch die Konjunkturmaßnahmen der Regierung mehr Geld in der Tasche. Und drittens liegt die Inflationsrate bei null. So wird der Konsum massiv gestützt.

sueddeutsche.de: Die Frage ist nur, wie lange noch. Experten prophezeien einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Zimmermann: Im Moment merken wir davon noch nichts. Die Regierung hat die Regelungen zum Kurzarbeitergeld ausgeweitet, was eine sehr effiziente Maßnahme war. Dazu kommt: Viele Unternehmen schrecken vor Entlassungen zurück. Denn sie fürchten, beim nächsten Aufschwung ohne ihre Fachkräfte dazustehen.

sueddeutsche.de: Wie lange halten die Firmen das noch durch?

Zimmermann: Klar ist, dass es einen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt geben wird. Es gibt ja auch strukturelle Probleme, die noch nicht gelöst sind - etwa in der Autoindustrie. Dies wird auch Deutschland noch treffen. Die befürchtete Massenarbeitslosigkeit wird es jedoch nicht geben.

sueddeutsche.de: Wie hoch wird die Zahl der Arbeitslosen am Ende des Jahres sein?

Zimmermann: In diesem Jahr rechnen wir im Jahresdurchschnitt mit 3,7 Millionen Arbeitslosen. Und für 2010 sagen wir einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf durchschnittlich 4,8 Millionen voraus.

sueddeutsche.de: Warum wird der Höhepunkt erst 2010 erreicht?

Zimmermann: Wenn Arbeitsplätze entstehen sollen, ist dazu ein Wachstum von mehr als einem Prozent erforderlich. Deutschland wird im kommenden Jahr jedoch deutlich darunter liegen. Wir rechnen für 2010 mit einer leichten Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent. Daher wird die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr noch einmal deutlich steigen.

sueddeutsche.de: Dann steht Deutschland also im kommenden Jahr wieder am Punkt von 2005?

Zimmermann: So dramatisch ist es nicht. Anfang 2005, als die Zahl der Arbeitslosen bei über fünf Millionen lag, waren vor allem Geringqualifizierte, Ältere und Ausländer betroffen. Heute trifft es eher die qualifizierten Fachkräfte. Wenn die Wirtschaft irgendwann wieder anzieht, sind sie gefragt.

sueddeutsche.de: Was muss passieren, damit die deutsche Wirtschaft wieder deutlich wächst und neue Jobs entstehen?

Zimmermann: Die Weltwirtschaft muss sich erholen, vor allem die osteuropäischen Länder. Doch Deutschland wird nicht sofort davon profitieren. Auch der letzte Aufschwung hat sich auf die Bundesrepublik erst am Schluss ausgewirkt. Deutschland war nie Wachstumslokomotive.

sueddeutsche.de: Derzeit ist bei fast allen Vertretern Ihrer Zunft ein Ritual zu bemerken: Positive Indikatoren werden nur mit viel mahnenden Worten versehen. Was haben Sie eigentlich gegen Optimismus?

Zimmermann: Gar nichts, er muss nur begründet sein. Wir Konjunkturforscher haben eine große Verantwortung. Damit dürfen wir nicht spielen.

sueddeutsche.de: In Deutschland gibt es viele Menschen, die Ihrer Zunft falsche Prognosen vorhalten. Mitunter machen die Wirtschaftsforscher dies auch gegenseitig. Mal ehrlich: Vertrauen Sie Ihren Vorhersagen voll und ganz?

Zimmermann: Das nicht. Aber die Größenordnung wird stimmen. Es gibt immer eine gewisse Irrtumswahrscheinlichkeit, die in dieser extremen Krise auch ein wenig höher sein kann. Wir sagen, die Wirtschaft bricht dieses Jahr um 6,4 Prozent ein. Vielleicht sind es am Ende 5,8 oder 6,7 Prozent. Aber mehr ist nicht drin.

           

(sueddeutsche.de/hgn/lala/jja) www.sueddeutsche.de/wirtschaft/791/482255/text/

 

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Market on Sugar High

8
29.07.09 19:02
Market on 'Sugar High,' While Economy Still Asleep: El-Erian
MOHAMED EL-ERIAN, PIMCO, ECONOMY, STOCK MARKET, SUGAR HIGH
CNBC.com
| 29 Jul 2009 | 09:37 AM ET

The stock market spent July on a "sugar high," rising to levels not justified by an economy that is still limping along, Pimco's Mohamed El-Erian told CNBC.

 

Despite proclamations from some that the recession is over, El-Erian, co-chief executive officer of the largest bond fund manager in the world, said much more needs to happen before the economy registers real growth.

"The July part of the rally is a bit of a sugar high," he said in a live interview. "We need final demand. We need a feeling that deleveraging in the private sector has run its course, that people feel confident now to engage in consumption, investment.

"It's not happening yet on the national level, it's not yet happening at the global level."

 

The Dow industrials have gained about 7.7 percent in July as the market has surged on second-quarter earnings that have come in significantly above expectations.

But El-Erian stuck with predictions from various Pimco executives recently that the economy would be mired in gross domestic product growth of about 1 to 2 percent for the foreseeable future.

"We're not going to go back to where we've come from," he said.

While the banking sector has taken much of the focus during the current recession, El-Erian said it's now about the real economy, particularly wages and unemployment. Those two areas must recover, and that will take a while, he added.

 

"It's a multi-year process and it's not going to happen overnight," he said of growth in future years. "The economy is floating higher on public debt. There's a limit as to how much you can do that.

"For the balloon to stay up in the air you really need the private sector to kick in and you need the public sector to start dealing with its debt issues, and we're not seeing that yet."

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musicus1:

perma ich habe zucker geshortet und heute nochmal

9
29.07.09 19:10
aufgestockt........
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permanent:

Die letzte Etappe der California Reise 2009

21
29.07.09 19:20

ist abgeschlossen. Wir (meine Frau und unsere beiden Kinder)  waren mit einigen Freunden zunaechst in Mammoth Mountain (Sierra Nevada) und anschliessend im Yosemite National Park zum Wandern.

Die Baeren an den Boersen haben in dieser Zeit weiter leiden muessen. Diese Etappe der Reise habe ich nun zum dritten Mal im Sommerurlaub unternommen. Zum ersten Mal habe ich nun einen echten Schwarzbaeren in der freien Natur (Mammoth Mountain) gesehen. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Ob dies ein gutes Zeichen fuer die Boersenbaeren ist muss sich in den kommenden Wochen zeigen.

Auf den Wanderungen (und am Abend bei einem Bier) habe ich viele gute Gespraeche gefhuert. Die Mittelklasse ist in grosser Sorgen um ihren Wohlstand. Viele unserer Freunde sind mit ihrer Hypothek unter Wasser. Die groesste Sorge der Menschen hier scheint jedoch die Erosion des Bildungswesens. Am Sonntag werde ich Richtung Deutschland fliegen (ich freue mich auf die Heimat), danach werde ich gerne mehr berichten.

Nun noch kurz zu meinem Amazon Short:
Diesen habe ich bei 88,40 (einen Tag zu frueh) ins Depot genommen. SL lag bei 95 (wurde nicht erreicht). Nun liege ich leicht im positiven Bereich. Mein SL bleibt bestehen.

Gruss

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