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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.941,02 -0,33% Perf. seit Threadbeginn:   +375,74%
 
Anti Lemming:

Ein paar klärende Worte zu meinem Standpunkt

13
12.07.09 18:10

Ich bin weiterhin mittelfristig bärisch, versuche mir aber jenseits der Charttechnik - die ja scheinbar ein "Alles klar!" signalisiert (was obendrein Alle sehen...) - Gedanken darüber zu machen, wie der "Weg nach unten" wohl ablaufen könnte. Wenn es jetzt schon, bei der ersten größeren Korrektur seit März, gleich wieder schnurstracks runter ginge, wäre dies  evtl. "zu einfach". Der Unterschied zu 1930 sind ja die beispiellosen Geldflutungen, die die Zockerbanken mit Munition versorgen.  Diese zig Milliarden dürften die Banken bei Schwäche zum Hochkaufen der Indizes einsetzen, da sie hohe Börsenkurse für ihr Geschäftsmodell benötigen. Auch US-Konsumenten fühlen sich dann sicherer. Ob die Fundamentals dies hergeben, ignorieren die Zockerbanken  einfach - wie schon seit März.

So muss es nicht kommen, aber diesem Szenario räumt Doug Kass immerhin eine Wahrscheinlichkeit von 35 % ein. Bei den SPX-Gewinnen im 2. Quartal liegt die Latte höher als im ersten. Ob "besser als erwartet" diesmal erneut reicht, um den SPX höher zu bringen, wage ich zu bezweifeln. Als Plus kommt den (US-)Bullen allerdings ein im Vergleich zum 1. Quartal deutlich schwächerer Dollar zugute, der für Scheingewinne bei US-Exportern sorgt. Zudem dürften die Stimulationspakete mehr Wirkung zeigen, was die Erholungs-Illusion fördert (z. b. wenn die Firmen ihre Lager wieder aufzustocken beginnen).

Laut Kass wäre die größte Pein für alle Beteiligten eine monatelange Seitwärtsbewegung über den Sommer, die die Vola wegsinken lässt - was Put- wie Call-Käufern gleichermaßen zusetzt. Ein "letzte Hurra" bis 1050 im SPX könnte dann die letzten Bären platt machen, was dann endgültig den Weg nach unten öffnet. Das nächste Tief könnte freilich auch erst  2010 kommen, wer weiß das schon im Voraus...

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musicus1:

AL Frustation #265 das ist das denkbar

6
12.07.09 18:22
schlechteste mittel..........für die börse, meine ich...... wenn wir doch eines gelernt haben an der börse, dann ist es flexibilität, heisst für mich zumindest , mit dem markt gehen, deshalb bleiben meine shorts langfrist 12/10 und 12/11 im depot, parallel dazu bin ich in den währungen drin, halte seit einfang des jahres nzd und aud cash, dann zusätzlich habe ich die banken geshortet, solange wir die alten  tiefs  nicht gesehen haben, und  die überlegung sp  bei 1000 zu shorten , na ja , nur frage, warum haste nicht durchgehalten, und ab 95o nächste posi nachshorten, ich habe bei 930 geshortet kurzfrist und habe diese shorts letzte wo geschmissen...... ich bin nicht unzufrieden in diesem jahr........
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Anti Lemming:

Musicus

14
12.07.09 18:29
Mein Frust betrifft nicht die Börse, sondern die Tatsache, dass Politiker und Wall Street so tun, als wäre "nichts geschehen". Es ist ein politisches Unwohlsein mit dieser Realitätsleugnung auf allen Ebenen. Hier wurde die Chance für eine wichtige Weichenstellung verpasst. Schon allein deshalb hoffe ich auf weitere Tiefs. Ohne blanke Not wird es in USA und anderswo kein Umdenken geben.
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pfeifenlümmel:

Betrifft den Betreff

10
12.07.09 18:42
Die Minizinsen, die die Banken im Moment zahlen, verführen natürlich zum Zocken im Aktienmarkt. Die Zinsen können aber kaum noch nach unten gesenkt werden; insofern wird die Zinspolitik den Aktienmarkt nicht noch stärker stützen können. Die Erholung des Aktienmarktes kann deshalb nur aus eigenen Kräften kommen, einer besseren Gewinnsituation der Unternehmen. Diese allerdings wäre ohne eine Konjunkturerholung nicht denkbar ( Sparen beim Arbeitnehmer geht nicht mehr, der ist bereits ausgelutscht ) ; eine folgende Zinserhöhung würde drohen und damit auch wieder ein Dämpfer für die Aktienkurse.

Beim Zocken sind die Banken in einer komfortablen Situation; durch die Vielzahl ihrer Kunden und deren Aufträge verfügen sie über eine riesige Stichprobe, die insbesondere dann von hoher Aussagekraft ist, wenn die Aufträge der Kunden mit Limits versehen werden. Langfristige Aussagen über den Verlauf der Kurse sind damit aber nicht möglich ( dann besser den Bärenthread lesen, grins ).
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fischerei:

Nicht nur hier wird im Nebel gestochert,

3
12.07.09 18:48
auch F. William Engdahl geht einer ähnlichen Frage nach: Steht der amerikanische Aktienmarkt erneut vor einem Crash?
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musicus1:

fischrei, habe mal was zum kopp verlag

6
12.07.09 19:03
geschrieben..... diese  quelle sollten wir hier im bärenthread nicht mehr nennen.....
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AngelaF.:

A.L./46278

11
12.07.09 19:33
Da geht es mir ähnlich. Obwohl ich von der Krise - insbesondere von dem Hin und Her seit letzten Herbst - sehr zufriedenstellend profitieren konnte, muß ich aufpassen daß ich nicht langsam einen dicken Hals bekomme über das was die Wallstreet mit ihrer angehängten PR-Abteilung in Washington so treibt.

Aber man darf einfach nicht erwarten daß in USA die große Einsicht kommen wird. Die müssen einfach mit allen zur verfügenden Mitteln Geld generieren. Denn im Geldverdienen (z. B. durch Arbeit im produktiven Sinne) haben sie sich von zu vielen Nationen abhängen lassen. Die Elite die sie zweifellos immer noch haben mal außen vor gelassen.

Ich stelle mir das Ganze wie bei zwei Schiffbrüchigen vor. Die Wallstreet/US Regierung ist der Stärkere, derjenige der noch schwimmen kann, und an sie angeklammert hat sich der Schwächere (der US Verbraucher).

Um nicht unterzugehen unternimmt natürlich der Stärkere alles was möglich ist. Das reicht von Aufputschpillen (Steuerschecks) für den Schwächeren bis zur selbst gebastelten Schwimmweste (Änderung der Bilanzregeln) für sich selbst.

Und ich bin mir sicher: bevor die beiden untergehen wird noch so manche "Innovation" aus dem Ärmel geschüttelt, die die Kurse nach oben treiben werden.

Es fragt sich nur wann das passieren wird. Ich denke nicht eher als es richtig brenzlig/nötig wird. Solange sich der Markt halbwegs hält wird man sicherlich nicht unnötig die Pfeile verschießen die man noch im Köcher hat, bzw. noch schnitzen kann.

Darum halte ich mich zum Großteil an die Stimmungen. Wenn Stimmung gut: raus aus Aktien und rein in Shorts, wenn Stimmung schlecht: das Ganze umgekehrt. Zwischendurch ab und zu nachrichtengetriebene Kurzfristengagements (Solar Millennium).

Wenn der große Absturz kommen sollte, wird man das m.M. nach daran erkennen daß es wieder ähnlich große Tagesverluste geben wird wie im letzten Herbst. Solange diese Tagesverluste ausbleiben, gehe ich von einer sägezahnartigen Abwärtsbewegung aus.

Für eine starke Aufwärtsbewegung bräuchte es phänomenale Quartalszahlen, bzw. eine ähnliche Nachricht wie es die Bilanzierungsregeländerung der US-Banken war.

Das erstere wird es nicht geben können, das letztere wird es (vorerst) nicht geben müssen.

Bildlich gesprochen habe ich nach der Halbierung meiner Shorts noch einen Maurerhammer in der Hand. Sollte es wieder Richtung 950 gehen wird die verkaufte Hälfte wieder investiert und der Maurerhammer zum schweren Maurerhammer. Sollten die von Dir erwähnten 1050 angelaufen werden, bin ich so frei und werde den Vorschlaghammer auspacken.
Antworten
Contrade 121:

Die Manipulation der Staatsregierungen

18
12.07.09 19:34
und natürlich Banker ist immer mehr ersichtlich und den meisten mit ein bisschen Sachkenntnis in Ökonomie mittlerweile klar. Die Ausmaße der Manipulation sind es aber nicht - sie sind einfach unglaublich!

Diese Erkenntnis nutzt wenig und ist sogar gefährlich wenn man daraus Rückschlüsse auf die eigene Geldanlage treffen möchte. Denn, gerade diese Manipulation ist nicht vorhersehbar. Engdahl schreibt von Pleitewellen der Unternehmen und Konsumenten und ceteris paribus Kreditausfällen bei Kreditinstituten. Aber wer sagt uns, dass die Bilanzierungsrichtlinien für Forderungen nicht aufgeweicht werden und Wertberichtigungen nicht durchgeführt werden müssen? Wer sagt uns, dass die Banken eigene Aktien nicht verdreifachen und mit anschließenden Kapitalerhöhungen  nicht ausreichend Eigenkapital sammeln? Klar, jetz wird der eine oder andere die Frage nach dem Geld - also wo soll es herkommen, stellen. Die Antwort ist einfach: Geld gibt es derzeit ausreichend!!! Schaut' Euch die Geldmengenentwicklung und führt Euch bewußt vor Augen, dass das Geld eine fiktive Größe ist und zu guter letzt beliebig vermehrbar.

Ja, ich glaube auf eine wirtschaftliche Stabilisierung auf aktuellem Niveau.
Nein, ich glaube nicht dass es eine nachhaltige und fundamentale Erholung ist - es sind nur weitere Luftbalons, Luftschlösser - diesmal größer und aufgeblähter als je zuvor.
 

Das böse Erwachen aber wird kommen, spätestens dann, wenn die Arbeitslosenzahlen in USA, auch nach allen möglichen Künsten der Statistik dennoch über 10% bzw. real über 15-20% steigen und die Leute endlich merken, dass sie verarscht wurden und auf die Straße zu Demonstrationen gehen. Die Bevölkerung verarmt, das sind Fakten. Wieviele US Amerikaner haben keine Krankenversicherung? Wieviele müssen einen zweiten Job annehmen um die monatlichen Rechnungen zu zahlen? Hey, dort sterben Städte aus und Obama kommt mit Geschichten über GM-Rettung in 40 Tagen! Das ist Hollywood, Science Fiction.


PS. In Europa sieht es nicht besser aus. Ich denke, ein Europa-Bären-Thread ist aber nicht unbedingt notwendig;-))  


Fraglich ist, was der Aktienmarkt daraus macht. Die Nutznießer des steigenden Aktiemarktes sind gerade die Manipulateure, Banken, Fonds, Versicherung und sonstige Spezialisten die mit Geld fremder Leute Anlageentscheidungen treffen. Das ist die Mehrzahl der Marktteilnehmer und deshalb halte ich ein Zocken auf fallende Kurse für brandgefährlich. Dies, sofern einem sein Geld lieb und notwendig ist.
Antworten
Maxgreeen:

nochmal zu Thema Manipulation

14
12.07.09 19:43
Ein ehemaliger Chefhändler von Goldman Sachs hat angeblich ein Geheim-Programm gestohlen, mit dem man die Märkte manipulieren kann. Staatsanwalt: Sicherheitsrisiko für die amerikanischen Finanzmärkte.  www.mmnews.de/index.php/200907113291/...e-Protection-Team.html


PS: Aha, die Bösen sind die anderen. Bisher lief alles ordnungsgemäß am amerikanischen Aktienmarkt. Jetzt wo ein Programm bei GS gestohlen wurde ist es möglich das kriminelle Elemente den Markt beeinflussen. Jetzt hat man wieder eine Ausrede falls der US-Markt einbricht, es waren die Bösen die das Programm geklaut haben. GS ( die Guten)  hat das Programm entwickelt um dem Markt zu helfen, die Diebe ( die Bösen ) wollen die Märkte schädigen.
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pfeifenlümmel:

Spuren im Sand

10
12.07.09 20:03
Wer glaubt noch wem?
Kennzeichnend für die heutige Zeit ist eine Vertrauenskrise, die im Hypothekencrash ihre finazielle Ausuferung erfahren hat. Tripple A für fast wertlose Derivate, Nadelstreifenaffen mit hohen Boni-Erwartungen klebten dran wie an einem banalen Fliegenfänger.  

Wieder ein Gipfel über CO2. Die erhöhte Sonnenaktivität, die auch zu höheren Temperaturen auf anderen ( unbewohnten ) Planeten führt, auf denen keiner ein Feuerchen macht oder kar einen Furz losläßt, wird nicht erwähnt.

Spuren im Sand auf dem Mond, die eigentlich nicht da sein dürften. Weshalb sind die Russen immer noch so blöde, nicht selbst mal ein paar Astro- oder Kosmonauten auf den Mond zu schicken, um Fußspuren zu hinterlassen? Aber wenn die immer nur Wodka trinken...
Antworten
Reinyboy:

Maxgreen

8
12.07.09 20:22
PS: Aha, die Bösen sind die anderen. Bisher lief alles ordnungsgemäß am amerikanischen Aktienmarkt. Jetzt wo ein Programm bei GS gestohlen wurde ist es möglich das kriminelle Elemente den Markt beeinflussen. Jetzt hat man wieder eine Ausrede falls der US-Markt einbricht, es waren die Bösen die das Programm geklaut haben. GS ( die Guten)  hat das Programm entwickelt um dem Markt zu helfen, die Diebe ( die Bösen ) wollen die Märkte schädigen

That´s america, heheheheheee,.................gut und böse, schwarz und weiß,.....dazwischen gibt es nichts, ......
Je genauer du planst, umso härter trifft dich der Zufall
Antworten
Keno77:

@AL Standpunkt

13
12.07.09 20:26
Es ist doch klar, wohin die Reise geht. Die Ampeln stehen auf „rot“ und es wird weiter nach Süden gehen.

Das einzige woran sich die Charttechniker derzeit noch klammern ist der Umstand, dass der S&P die 200 Tage – Linie wohl noch nicht signifikant durchbrochen hat.  Aktuell 879; müsste noch unter die 869 fallen.

Die Grundrichtung der Märkte wird aber nicht durch Charttechnik bestimmt, sondern durch die fundamentalen Gegebenheiten und die sind in knapper Form:  

1) der wirtschaftliche Aufschwung für 2009 / 2010 ist nich keine ausgemachte Sache

2) Derzeit spricht einiges dafür, dass die Erholung länger auf sich warten lässt

3) Die Serie weiterer Negativindikationen ist noch nicht abgebrochen (vgl. US – Arbeitsmarktbericht und  Verbrauchervertrauen Michigan Juni).

Insbesondere letztere Momente  werden die Märkte immer wieder schubweise nach unten drücken.

Der Weg nach Süden (Linie eines herab fallenden Kometen  oder Zick – Zack) ist doch egal, es sei denn man hat nicht ausreichend Zeit.

Und dass die von Dir angesprochenen Banken die Indizes hochkaufen werden, halte ich für unwahrscheinlich. Das mag früher mal gewesen sein. Aktuell ist für solche Spielereien die EK- Ausstattung vieler Banken nicht ausreichend. Viele Banken verfügen noch über einen hohen  Bestand an Risikopapieren mit massiver Durchschlagskraft auf das Eigenkapital.

Ich bin seit DAX 4.900 wieder „massiv short“ gegangen. DAX 4.200 / 4.000 dürften wir nach meiner Einschätzung wieder sehen. Es dürfte auch ziemlich zügig nach unten gehen.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

AL

14
12.07.09 20:33
ad Geldflutungen durch die ZB:
Ich würde nicht davon ausgehen, dass bis auf einige wenige (sehr gesunde) Banken die von den ZB geborgten Gelder (Jahrestender mit 400 Mrd und co.) fürs Zocken verwendet werden können. Die Banken borgen sich diese Summen primär zur Sicherung ihrer Liquidität und geben einen Großteil via Einlagenfazilität wieder zurück an die ZB - es sollte hier nicht vergessen werden, dass sehr viele Banken noch immer ums Überleben kämpfen. Streng genommen sogar ein schweres Verlustgeschäft - nimm um 1% und zurück um 0,25% O/N.
Anders forumliert: Glaubst du tatsächlich, dass kurz vorm Kollabieren stehende Banken ihre letzten Anleihen bei der EZB hinterlegen, sich Tender holen und dann das immense Risiko eingehen, Aktien zu kaufen, ev. Verluste zu erleiden um dann in einem Jahr nicht mal mehr die Tender ordentlich zurückzahlen können?
Nach wie vor ist Liquidität alles und die wird teuer bezahlt - dorthin fließt das ZB-Geld, man hat das ja auch am deftigen Verfall der kurzen Zinsen nach dem Jahrestender erkennen können.
Wie gesagt, stimmt sicher nicht für alle, bereits vorher gesunde Banken freuen sich sicher über das billige Extrageld, doch die breite Masse der Banken braucht das als täglich Brot zum Überleben.
Antworten
Contrade 121:

@keno77

4
12.07.09 20:46
Sag' mir dann doch bitte wer den großen Aktienmarktrutsch auslösen soll? Wer sind die Verkäufer? Gerade wegen fehlender Verkäufer kommt der Markt nicht massiver unter Druck. Die Banken, Staaten und Presse basteln die aktuelle Nachrichtenlage gemäß dem "better than expected" Vorgehen und versuchen zumindest psychologisch die Wirtschaftslage aufzubessern. Dass es wirkt, zeigt das Beispiel zu Guttenberg mit seinen Aussagen in Spiegel: Alles vorbei, keine Rezession mehr.
Antworten
Stöffen:

Der Spiegelfechter

22
12.07.09 21:08
macht mit seinem diesmal bei Telepolis veröffentlichten Artikel "Die Mutter aller Blasen" mMn 'nen Schuh draus. Wir sehen hier momentan doch eine äußerst fruchtbare Symbiose zwischen Banken und Staat. Warum?

Die Staaten sind verschuldet bis zur Oberkante Unterlippe (eben auch wegen der Bailouts). Für diese Schulden muss das Geld dafür ja zwangsläufig gegenfinanziert werden, aber wer – außer den Banken – sollte im großen Stil die nun auf den Markt geworfenen Staatsanleihen kaufen?  

Wenn eine Bank also die Möglichkeit hat, sich zu Discountzinsen bei der Notenbank mit Kapital einzudecken, so wird sie ihre Kredite nicht der freien Wirtschaft geben, wenn sichere Staatsanleihen mehr Rendite versprechen.

"Wenn Banken Staatsanleihen kaufen, so setzen sie dafür nur einen Bruchteil ihres eigenen Kapitals ein. Die hohe Bonität von Staatsanleihen erlaubt es ihnen, einen hohen Fremdkapitalhebel anzulegen. Konkret heißt dies, dass eine Bank sich bei einem 10:1 Hebel zehn Teile Fremdkapital entweder von der Notenbank oder auf dem Geldmarkt leiht und diese mit einem Teil Eigenkapital unterfüttert, um sich dann für die gesamte Summe Staatsanleihen zu kaufen. Ist die Differenz zwischen den Zinsen für das Fremdkapital und den Zinsen aus den Staatsanleihen groß, ist das ein sehr lukratives Geschäft.

Die Laufzeit von Staatsanleihen ist allerdings wesentlich länger als die Laufzeit der Kontrakte für das geliehene Fremdkapital. Erhöht die Notenbank nun den Leitzins, verteuert sich das Fremdkapital und die Staatsanleihen werden weniger profitabel. Übersteigt der Leitzins die nominale Verzinsung der Staatsanleihen, so wird aus dem lukrativen Geschäft ein Verlustbringer. Da die Banken keine passende Anschlussfinanzierung finden, müssen sie verkaufen. Übersteigt das Angebot die Nachfrage, sinkt der Wert für Staatsanleihen in den Keller, was wiederum andere Banken zwingt, ihre Papiere auf den Markt zu werfen.

Ein solcher Fire-Sale wäre katastrophal für den Staat, dessen Kreditkosten dann ins Unbezahlbare steigen, und auch für das Bankensystem. Sollte die Mutter aller Blasen platzen, wäre dies das Ende des Wirtschaftssystems, wie wir es kennen. Dies zu verhindern liegt allerdings in der Macht der Notenbanken – nur dass sie dann die Leitzinsen nicht mehr anheben dürfen. Wenn die Billionen in der Realwirtschaft ankommen und die Inflation anheizen, müssen die Zentralbanken dann hilflos zuschauen."

Längerer Artikel, komplett einsehbar hier

www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30704/1.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
minetopx:

Mein Posting 46252

5
12.07.09 21:26
hat hier ja eine tolle Reaktion ausgelöst.

Tuboluke: Bitte lese nur den Text und denke dabei nicht zu viel.
Frustrationsgefühle, suche nach einem Sündenbock oder Klagen über Verluste
kann ich nirgends entdecken.

Mein Hinweis auf eine Schaukelstrategie sagt eigentlich alles aus.
Alleine am letzten Freitag konnte man wechselseitig mit Puts und Calls
sehr gut verdienen.

Wer Anfang des Jahres mit Puts Geld verloren hat, wird sein Anlageverhalten
schon längst umgestellt haben und jetzt wieder ordentlich im Gewinn liegen.

Wenn wegen einer Spekulation Reis für viele Menschen unbezahlbar wird,
ist das nicht OK. Da sollte man sich einmal Gedanken darüber machen.
Oder: Wenn jemand beim Roulette die Zahlenfolge selber bestimmen kann,
ist das für die Mitspieler auch nicht erheiternd (aber hier würde komischerweise
ein Sheriff sofort eingreifen).

Bei der Grundversorgung mit Energie und Nahrung sollte man meiner Meinung nach
der Spekulation Grenzen setzten.

Dass an der Börse getrickst wird, weiß wohl jeder.
Spannend wird es erst, wenn man selber einen Weg findet, wie man den Trickser
schlagen kann. Da hat wohl jeder seine eigene Strategie.

Allen eine erfolgreiche neue Woche.
(Dieses Posting gibt meine derzeitige Meinung wieder)
Antworten
Contrade 121:

Unternehmensergebnisse Stahlbranche

8
12.07.09 22:31

Nach den jüngsten Aussagen des Wirtschaftsministeriums haben wir im 2. Hj. eine "better than expected" Konjunktur. Die Unternehmen scheinen davon aber nicht viel zu sehen - v.a. nicht die Stahlbranche:

 

ThyssenKrupp vor Milliardenverlust

von Kirsten Bialdiga (Düsseldorf)

 

Die Rezession treibt den Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp tief in die roten Zahlen. Nach FTD-Informationen geht der Vorstand für das gesamte Geschäftsjahr nach internen Schätzungen zurzeit von einem Vorsteuerverlust von über 1,5 Mrd. Euro aus.

www.ftd.de/unternehmen/industrie/...liardenverlust/539224.html

Antworten
Maxgreeen:

#46292 wir bekommen eine NSMBTE Konjunktur

12
12.07.09 22:44
"not so much better then expected"
Antworten
Anti Lemming:

Contrade - Bilanzaufweichungen

13
13.07.09 00:53
Ich teile Deine Bedenken. Am besorgniserregendsten finde ich (wie Du) die Gefahr, dass nach der FASB-Aufweichung für die Banken nun auch die anderen US-Firmen nach butterweichen neuen Accounting Standards bilanzieren dürfen. Dies könnte zur Folge haben, dass plötzlich alle US-Firmen "sensationell" gute Zahlen präsentieren (vergleichbar den plötzlichen Milliardengewinne der Banken im Januar), weil Verluste nicht mehr wie gehabt verrechnet werden müssen.

Ich finde es nach wie vor ein Unding, dass die US-Bankaktien trotz der "unlauteren" Aufweichung der Bilanzregeln nachhaltig gestiegen sind und sich auch noch auf dem überhöhten Kursniveau halten konnten. Das heißt doch, dass die künstlich hochgepushten Zahlen von allen nun als "real" akzeptiert werden.

Wenn das Beispiel der Banken Schule macht und auf andere Firmen übertragen wird, kann der SPX auch wieder das alte ATH knacken. Man muss sich nur fragen: Was nützen einem Aktien, deren Rekord-Ergebnisse nur durch Bilanzfälschungen und "kreative Buchführung" generiert wurden?

Antwort: Nichts.

Das ist nicht anders, als würde Frau Merkel handschriftlich eine "100" auf 10-Euro-Scheine malen und sagen, der Wertgewinn sei real und sie stehe dafür gerade.

Der Moral Hazard hat in USA bereits eine Stufe erreicht, die an kriminelles Madoff-Verhalten grenzt. Mafiosi bilanzieren sich mit billigen Tricks aus dem Dreck in die Sonne. Das macht USA aus meiner Sicht  inzwischen fast "uninvestierbar" - auch für Shorts. Wenn die Bilanzsicherheit fällt, droht letztlich auch die Rechtssicherheit flöten zu gehen.

Wer wie Keno basierend auf herkömmlicher Charttechnik nun den finalen Niedergang in USA erwartet, könnte eine unangenehme Überraschung erleben. Die Amis werden noch reihenweise tote Kaninchen aus dem Hut ziehen, am Ende sogar tote Bären.

Die Gefahr "militanter Unverschämtheit" wächst von Tag zu Tag. Je übler die Fundamentals, desto dreister die Gesundbeterei. Die Amis kommen mir inzwischen wie angeschlagene Hazadeure vor, die nichts mehr zu verlieren haben und dummdreist mit schwachem Blatt "bluffen". Am meisten haben dabei mMn die Bären zu verlieren. Wer Recht hat, hat in einem Unrechtsstaat automatisch Unrecht.
Antworten
Keno77:

Standortbestimmung

11
13.07.09 01:02
Nachfolgend das für 2009 erwartete KGV, das Hoch- und Tief – KGV für die Zeit 2000 – 2009 jeweils für den DAX und den Dow

DAX:     23,1 (2009e);  33,5 (H), 9,.2 (T)
Dow     25,6 (2009e),  28,3(H), 8,6 (T).

Die Leitbörsen sind unverändert die US – Börsen. Der Focus liegt also dort. Insbesondere beim Dow ist festzustellen, dass sich das KGV nahe dem Spitzenwert bewegt.

Nun kann sich das KGV aber auch durch steigende Unternehmensgewinne wieder verringern. Man kann sich nun leicht ausrechnen, wieviel das „better than expeted“ ausmachen müsste, damit das 2009e - Dow – KGV wieder in einen mittleren Bereich von sagen wir 17 – 18 zurückfallen würde, und somit wieder „Luft“ nach oben bestünde. Die Ergebnisse müssten im Schnitt um + 50% über den Erwartungen liegen!! (KGV wäre dann bei 17).

Ein  Urteil über die Realitätsnähe einer solchen Annahme vermag sich jeder selbst bilden.
Antworten
Kostolanya:

Brett vor´m Kopp...

12
13.07.09 01:59
Erstaunen und völliges Unverständnis bzw. Unwissen darüber, was die Verhältnismäßigkeit, die Berechtigung bzw. den Sinn oder auch Unsinn von Staatsanleihen, Staatsbürgschaften, Staatsgarantien zu Gunsten der Banken betrifft (mögen sie auch "systemrelevant" sein...)

Seit Tagen zerbreche ich mir darüber den Kopf und kriege diese gesamten (für mich zumindest) konfusen, teils bizarren Zusammenhänge nicht logisch auf die Reihe. Habe da entweder an irgendeiner Stelle im Hirn Aussetzer, oder vielleicht auch Scheuklappen oder einfach nur ein "Brett vor´m Kopp" ;-)

Da mir für viele Zusammenhänge noch einfach ein grundlegendes ökonomisches und wirtschaftliches Wissen fehlt, wußte ich gar nicht so recht, wie ich überhaupt in dieses Thema mit meinen Fragen einsteigen sollte, weil ich es irgendwie gar nicht "greifen" kann.

So schrieb ich heute tagsüber immer mal wieder ein paar Gedanken, Stichpunkte und Fragen zu diesem Thema auf, um mich da gedanklich ein bisschen zu ordnen und zu strukturieren.

Gerade eben erst kam ich dazu, den Thread zu lesen. Mit großem Interesse und auch großer Freude las ich das Posting von Stöffen ("Der Spiegelfechter"), der einen Link zu "heise" ermöglichte.

Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, war mir schon einiges verständlicher und klarer.

Hier ein Auszug:

"Es mutet schon seltsam an – die Banken verzocken sich, der Staat muss sie auf Kosten der Steuerzahler retten und mit den Schulden, die der Staat für diese Rettung aufnehmen muss, machen die Banken prächtige Gewinne; fast überflüssig zu erwähnen, dass diese Gewinne nicht zur Minderung der Schulden eingesetzt werden, die den Steuerzahler auf Generationen hinweg belasten werden. Der Staat wiederum kann den Banken auch nicht verbieten, auf diese Art und Weise Gewinne zu machen, denn wer – außer den Banken – sollte seine Staatsanleihen kaufen? Paradoxerweise führt allerdings genau dies dazu, dass die Notenbanken ihr wichtigstes geldpolitisches Instrument verlieren."

Genau da verstehe ich etwas ganz und gar nicht. Die Banken, die sich verzockt haben und faktisch quasi "pleite" waren (sind? ;-) sind nun angewiesen darauf, dass der Staat - also WIR - also alle Steuerzahler heute (und auch die nächsten Generationen morgen und überübermorgen) sie "rettet". Mit direkten Geldzuschüssen, Bürgschaften, Garantien etc.

Da der Staat bereits vor der Finanzkrise erheblich verschuldet war, ist klar, dass er diese vorgenannten Rettungsmaßnahmen nicht aus der Portokasse oder dem Sparschweinchen entnehmen konnte und kann.

Also musste und muss der Staat - also "WIR" - ob wir wollen oder auch nicht - sich erneut und weiter verschulden, um die maroden Zockerbanken zu retten.

DOCH BEI WEM? Wer kauft denn Staatsanleihen in der benötigten Höhe? Jaaa, der eine oder andere Kleinanleger kauft natürlich nach wie vor die eine oder andere Staatsanleihe für ein paar Euro fuffzig. Das ist wohl eher unerheblich.

Aber, wie in dem Auszug aus dem "Heise-Artikel" (von Stöffen eingstellt) beschrieben: "...denn wer, außer den Banken, sollte seine Staatsanleihen kaufen?"

Und da hört mein Verständnis, meine Logik irgendwie auf. WOVON bitte schön, kaufen denn die Zombie-Pleite-Banken die Staatsanleihen? Sie waren und sind doch größtenteils faktisch pleite!? Hatten doch anscheinend fast keinen Cent mehr...

Haben wir als Staat also dann bei den entsprechenden Banken uns für "teuer Zins" Geld/Schulden aufgenommen (wohl bemerkt, wohl reines virtuelles Buchgeld, da echtes Geld ja längst nicht mehr vorhanden war...) , um  diese Banken vor der endgültigen, offiziellen Pleite zu bewahren und zahlen jetzt also schön sehr viel Geld dafür, dass wir diese Banken nicht nur zum Nulltarif sondern sogar für minus X % Zinsen zu Gunsten jener Banken gerettet haben?

Mit unserem eigenen Geld, unseren Sparguthaben und den zusätzlich aufgenommenen Schulden - mit all diesem Geld, welches WIR, der Staat, die Steuerzahler - dann also der Bank als Rettung zur Verfügung gestellt haben, retten wir also die Banken, die uns als Dankeschön dann im Gegenzug billig Staatsanleihen abkaufen? WOVON denn bitte schön? Eben noch fast pleite - jetzt Finanzspritzen vom Staat erhalten -  Ergebnis: Die maroden, insolventen Zombie-Banken "LEIHEN" uns also nach meinem Verständnis unser eigenes Geld. Allerdings zu horrenden Konditionen.

Wie krank ist das denn? Oder bin ich einfach nur völlig blöd und habe dieses Brett vor´m Kopp? Was genau verstehe ich hier nicht?

Ich versuche ja, mir solche komplizierten, komplexen und für mich persönlich fast unauflösbaren Problematiken im "Kleinen" vorzustellen.

Folgendes habe ich mir nun vorgestellt:

Ich habe bei einer kleinen fiktiven Dorfbank XY meinen fiktiven Lottogewinn von 1 Million Euro auf dem flexiblen Tagesgeldkonto zu etwa 2% Zinsen geparkt.

Das Dorf ist wirklich extrem klein, gerade mal 50 Einwohner, nur die eine XY-Bank - und mein fiktiver Lottogewinn von 1 Million Euro  ist schon sehr viel Holz für das Dorf und die Bank.

Nun ist Krise, die Dorf-Bank hat, obwohl sie so klitzeklein ist, auch am großen Rad mit gedreht, und ist nun schwer in den Miesen bzw. kurz vor dem Kollaps.

Da die Bank nicht systemrelevant ist und somit auch nicht vom Staat - also von uns allen - unterstützt werden würde, kommt sie nun direkt auf den einzigen Lottogewinner im Dorf zu und macht diesem folgendes fiktives Angebot:

Lieber Lotto-Millionär, leider ist unsere kleine Dorfbank XY faktisch zahlungsunfähig - also insolvent oder auch pleite, da wir Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 3 Millionen Euro zu leisten haben.

Wir können Ihnen deshalb leider nicht mehr ihre Million auszahlen. Die Zinsen von 2% sind ihnen allerdings noch für einen Monat gesichert.

Jedoch sehen wir eine grandiose Anlage-Möglichkeit, weiteren Schaden von Ihnen abzuwenden: Nehmen Sie doch einfach einen Kredit in Höhe von 5 Millionen Euro auf zu Vorzugszinsen von 12 % p.a. (Sie verstehen- der Hebel- Sie haben ja nur 1 Mill. als Sicherheit).

Sie haben leider kaum eine Wahl. Wenn Sie unser Angebot ausschlagen, ist ihre 1 Million eh futsch - weil wir quasi pleite sind. Nehmen Sie unser Angebot an, haben Sie ja eigentlich nicht 5 Millionen, sondern nur 4 Millionen aufgenommen (1 Mill. hatten sie ja schon  - haha-) - Sie hätten das gute Gefühl "Ihre Dorfbank gerettet zu haben" - alle Einlagen in Höhe von etwa 3 Millionen und außerdem würden Sie uns unsere Boni in Höhe von 2 Mio. sichern - überdies hinaus hätten Sie extreme Steuervorteile - (vorausgesetzt, sie gewinnen die nächsten 5 Jahre jedes Jahr erneut 1 Mill. im Lotto - haha) - Na, jedenfalls - die Quintessenz aus diesem Dorf-Berater-Gespräch:

"Wenn Sie nicht bereit sind, sich für unsere Dorfbank XY massiv zu verschulden, guter Mann, dann gehen wir pleite - und Sie auch - ha ha..."

Dann fragt der frisch gekürte Lottomillionär: "Und wenn ich einfach die Bank wechsele? Zu irgendeiner internationalen Großbank mein Geld hin transferiere?

Ha, ha, ha - unabhängig davon, dass die alle fast genau so pleite sind wie unsere kleine Dorfbank, ist es jetzt eh zu spät für Dich, einziger Lottomillionär im Dorf: Wir haben gerade Insolvenz angemeldet. Deine Million ist jetzt futsch - ha,ha,ha - aber mein Bonus und meine Pension sind absolut sicher - ha, ha,ha...Doofer Dorfmillionär...

Hmmh, wie gesagt, ich habe da irgendwie ein schweres Brett vor´m Kopp. Irgendwas verstehe ich in dem ganzen Spielchen zwischen Staat und Banken - Bankenrettung, Staatsgarantien- Staatsanleihen, die von maroden Banken gekauft werden - nicht.

Bin mir aber sicher, dass es viele von Euch leicht erklären können und hoffe, dass einer von Euch Lust dazu hat, mir das ein wenig aufzuschlüsseln.

Danke, schöne gute Nacht und alles Gute
Kosto
Antworten
Stöffen:

Nein, Ponzi-System würde ich

15
13.07.09 07:36
die Zusammenarbeit zwischen Staat und Banken nicht unbedingt nennen wollen, obwohl es schon "Gschmäckle" hat. Die Banken werden von den Notenbanken mit Geldern fast zum Nulltatarif versorgt und diese kaufen damit die Staatsanleihen, aufgrund der Bonität von Staatsanleihen ja sogar stark gehebelt. Die Banken werden durch das lukrative Geschäft aufgepäppelt (da Zinsen aus Fremdkapital z.Z. wesentlich niedriger als Zinsen aus Staatsanleihen) und der Staat hat seine Schulden gegenfinanziert. Doch wer zahlt die Zeche?

Hier ist es so, dass die risiegen Schuldenberge erstmal in die Zukunft verlagert werden und die Steuerzahler auf Generationen hinweg belasten.

Der Staat hat im Gegensatz zu Madoff stets die Macht, seine Bürger mit Steuern zu belegen. Und sollte es z.B. irgendwann nach der Bundestagswahl heißen: So liebe Mitbürger-/innen, wir müssen leider zur Zukunftssicherung der Republik die Mehrwertsteuer auf 25% erhöhen, dann wird niemand von uns die Chance haben, dem zu entgehen. No way out!

Alle Macht geht vom Volke. Aus.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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musicus1:

ich finde es sehr spannend, die unterscheidlichen

4
13.07.09 08:17
argumente, gespannt bin ich nun doch wie ein flitzebogen..........wenn ich   diese abwäge, so denke ich doch, dass sich die bullen ihre performance nicht kaputtmachen wollen und jetzt aussteigen.....einsteigen???? bei 4000  4200.. dax .. sp 500  720 und drunter wohl die ersten,  habe meine shorts aufgestockt und den hier auch DBX1AH..danke an alle poster hier  und  an AL, der diesen thrad erst möglich gemacht hat ..good luck at all...
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Malko07:

Wenn man darauf spekuliert,

16
13.07.09 09:37
dass es noch einen gehörigen Schub nach unten geben wird ist sa Wichtigste: Geduld! Es hilft nichts sich gute Gedanken zu machen und sich gleichzeitig unter einen Investitionsdruck zu setzen. Da hilft es auch nicht anderen böse zu sein weil sie ihren Job machen (Propaganda bezüglich dem Ende der Krise). Summa Summarum haben wir bei den Aktienkursen immer noch eine einmalige Fallgeschwindigkeit.

Die Wirtschaft legt gerade eine Pause ein. Ob das ein Boden sein wird oder nur ein Zwischenabsatz zu einem weiteren Absturz? Wer weiß?  Solle es einen deutlichen zweiten Schub nach unten geben, landen wir voll in einer dicken Depression. Spätestens dann werden Fragen nach Shorts oder Longs nebensächlich. Dann ist nur noch eine Frage wichtig: Wie ist man aufgestellt um möglichst unbeschadet durch die Krise zu kommen? Versprechen von Merkel und Konsorten werden dann nicht mehr gelten.  Hoffen wir nicht, dass es soweit kommen wird.

Damit die Aktien sich weiter auf Südkurs begeben braucht es keinen weiteren wirtschaftlichen Absturz. Die Erkenntnis über das Fehlen einer baldigen wirtschaftlichen Erholung reicht aus. Weil ich nicht mit einer baldigen Erholung rechne, spekuliere ich auf einen erneuten Absturz der Kurse. Ob jetzt oder nächstes Jahr ist mir vollkommen egal.  Das Programmtrading sehe ich nicht als Hindernis. Es wird den Absturz, wenn er gestartet ist, nur beschleunigen und vergrößern. Dass man in der Finanzbranche lieber steigende als fallende Kurse sieht ist unbestritten. Trotzdem will man im Falle eines Falles wegen diesem Wunsch nicht untergehen. Man wird die Dinger schmeißen so schnell als möglich. Während der Berichtsaison werde nicht ohne Notebook wegfahren. Spielchen mit Short-ETF's könnten sich ergeben.
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Maxgreeen:

frage zu den US-Futures

2
13.07.09 09:53
Wenn wie jede Woche am Sonntag um 0:00 die US-Futures sich verändern frage ich mich wo man diese zu dieser Zeit handeln kann?
Wo könnte ich am Montag früh um z.b. 0:05 Uhr US-Futures kaufen oder verkaufen? Wer handelt um diese Zeit ? Alle Asiatischen Börsen sind noch geschlossen
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