Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 1213  1214  1216  1217  ...

Der USA Bären-Thread

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf Siemens AG

Strategie Hebel
Steigender Siemens AG-Kurs 4,99 10,03 15,53
Fallender Siemens AG-Kurs 5,01 10,47 15,40
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK2H0A0 , DE000VY1SN29 , DE000VY1QLY5 , DE000VH6YVN1 , DE000VJ54Z67 , DE000VJ5ZZM1 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Thema
abonnieren
Beiträge: 156.474
Zugriffe: 26.791.525 / Heute: 3.148
S&P 500 7.134,87 -0,02% Perf. seit Threadbeginn:   +389,03%
 
Malko07:

#30345: A.L., es besteht diesbezüglich keine

 
05.10.08 20:34
Gefahr und keine Notwendigkeit, Unsere Probleme sind andere und verlangen andere Lösungen. Das haben sogar die G4-Schnarchnasen kapiert. Und die potentiellen großen Halter in Europa von US-Schrottpapieren haben in den USA Niederlassungen und können die Papiere direkt an der Quelle abliefern, soweit sie sich trauen.

Ich bin allerdings überzeugt, dass die Probleme zwischenzeitlich auch in den USA nicht mehr so einseitig sind, dass dieser Rettungsfonds viele retten könnte. Viele Banken werden über den Jordan gehen und besitzen überhaupt keine passenden Schrottpapierchen. Eventuell bleibt der Rettungsfonds sogar auf seinem Geld sitzen.
Antworten
Malko07:

Ariva ist heute wieder langsam

3
05.10.08 20:42
und gefräßig.

Kleiner Nachtrag: Die SEC hat die Bilanzierungsregeln aufgeweicht und die Fed akzeptiert den Schrott. Weshalb sollte eine Bank den wirklich bösen Schrott dann dem Rettungsfonds verkaufen? Der bekäme dann ja einen "Marktpreis". Manchmal ist zuviel Aktionismus ungesund und man verliert den Überblick.
Antworten
wawidu:

Ich als "Steuerbürger"

10
05.10.08 20:48
(Diese Titulierung hat uns unser Finanzamt in den letzten Jahren stets mit seinen Anschreiben "Sehr geehrter ..." zukommen lassen) lese das Ganze so: Ich garantiere - wie alle anderen Steuerzahler - für die Sicherheit meiner/unserer Spareinlagen.  
Antworten
Anti Lemming:

Malko - die TARP-Tricks der Banken

12
05.10.08 20:51
Bei der geplanten "reversed auction" der Verkäufe in den TARP-Bailout-Topf werden die Banken, wie ich vor einigen Tagen schon mal beschrieb, künstlich hohe Angebote für den Schrott reinstellen, den andere Banken kaum unterbieten werden. Sobald die Fed das erste Schrottpaket zu den Phantasiepreisen gekauft hat, ebben die Verkäufe ab. Grund: Die Banken sind froh , dass die Fed mit ihrem Kauf nun eine vermeintlich "marktkonforme" Bewertung vorgelegt hat. Statt zu verkaufen, lassen sie den dadurch künstlich aufgewerteten Schrott erstmal im Leichenkeller, korrigieren ihren Abschreibungsbedarf zur Abwechslungnach unten, weisen wegen niedrigerer Risikovorsorge plötzlich wunderlich vermehrte EK-Quoten auf und freuen sich über steigende Aktienkurse, die ihnen neue KEs ermöglichen.

Freilich alles nur, um Zeit zu schinden. Denn Schrott fängt auch vergoldet irgendwann an durchzurosten.
Antworten
permanent:

Santa's still coming to town

3
05.10.08 20:53
Recession or not, Santa's still coming to town

Tue Sep 30, 2008 9:58am EDT

By Nick Carey

CHICAGO (Reuters) - Drop Santa at your peril. America's retailers face the prospect of a grim festive season as a toxic cocktail of high gas and food prices, the worst housing crisis since the Great Depression and financial turmoil on Wall Street look set to hurt holiday sales.

http://www.reuters.com/articlePrint?articleId=USTRE48T4L820080930http://www.reuters.com/articlePrint?articleId=USTRE48T4L820080930

Antworten
musicus1:

aktuell, starke bewegung

6
05.10.08 20:56
in euro -yen 143........ebenfalls ero-usd 1.36880 und usd-yen wir auch verkauft 104.4...morgen sehen wir warscheinlich 1.35 euronen zum usd........
Antworten
skunk.works:

HRE etc viel Glück

8
05.10.08 21:14

...ein bisschen Panik sei schon angebracht/  unser Analyst für die D Seite hat seinen Kram zusammengabracht und informiert:

Unabhängig vom Mittelstansgedeutel, von den Beruhigungsreden der Kzlerin beim Gipfel wird über Umwege festgestellt, dass die Hypo Real noch mehr Schulden hat als offiziel festgestellt (dies wird langsam durch die "DB" freundlicherweise offenbart..),

Nichts Neues mehr ..inzwsichen sind ja mehrere Mrd euros kein Akt mehr...  war es nicht die Hypo, die in den 70'gern aggressiv den D Hans mit seltsamen LV/Appartementkäufen reihenweise über den Tisch gezogen hat (gedeckt durch d. BGH und die D Bregierung...trau schau wem..) und die jetzt nach der Grossrettung  vielleicht doch nicht gerettet wird (""obschon dann das gesamte D Finanzsystem in Schieflage kommt"").

Es kann nur in Schieflage kommen was nie korrekt funktioniert hat: Hätte (wäre ich schon Millionär..) 'man' sich an die korrekten Spelregeln gehalten, wäre es nicht auf dme Rücken, der D Sparer & Mittelschicht schon immer einfach gewesen viel Geld 'abzuzocken' , dann wären wir in D vielleicht da wo andere "zweitrangige" Länder (IT, Fr, etc) heute sind:  sie haben kein Problem mit der Finanzkrise - da sie kein Bankensystem haben, dass nach aussen hin stabil nach Innen genauso marode, wiederlich und korrupt ist wie andere.

(In welchem anderen Land wird ein Ex-Bundeskanzler die Nummer 2 eines russischen Gaskonzerns, nachdem die BRD x-Knebelverträge mit demselben Konzern eingegangen ist ???).

Wenn heute die Spareinlagen etc garantiert werden beruht das rein auf Vermutungen:

Niemand ist sich der tatsächlichen Schieflage bewusst, denn sonst würden im so "propren" Deutschland Zahlen genannt, dies ist aber nicht der Fall... Wenn gesprochen wird, dass sich die Sparkassen, etc untereinander absichern würden könnte das funktionieren, wenn wir von einer , bzw zwei Geschäftsstellen reden...nicht aber wenn mehrere Pleite gehen bzw wenn bei mehreren "Geld abgehoben" wird...  wer zuletzt kommt, den fressen besaglich die Hunde.....  und wer braucht in einem Sozialstaat wie Deutschland schon seine Spareinlagen ????

viel Glück

PS Wir haben eine Notrunde einberufen (heisst: bleiben ab jetzt wach bis Japan eröffnet, etc) und schauen dann HK & Shanghai entgegen viel Glück im EU-Land (shorties -Land auf !)

Antworten
Sitting Bull:

Bin gespannt,

12
05.10.08 21:18
wie diese Tabelle vom 30.09. am 30.10.08 aussieht (oder wer noch in dieser Tabelle enthalten sein wird):
Der USA Bären-Thread 4795300img.wallstreet-online.de/news/091/71/65" style="max-width:560px" >
Antworten
metropolis:

Sentix vom WE: Crash voraus

 
05.10.08 21:19
http://www.ariva.de/...Analyse_vom_WE_t348181?pnr=4795297#jump4795297

(Gleich auch etwas Werbung für meinen Thread ;-)
Antworten
Contrade 121:

CortalConsors in Gefahr?

2
05.10.08 22:01

Bankenneuordnung in Folge der Finanzkrise

BNP Paribas verhandelt über Einstieg bei Fortis

die französische Bank BNPDer USA Bären-Thread 4795484bc2.handelsblatt.com/images/icon/loading.gif" style="max-width:560px" align="center" vspace="80" border="0" alt="" /> Paribas steht einem Radiobericht zufolge vor einem Einstieg beim Finanzkonzern FortisDer USA Bären-Thread 4795484bc2.handelsblatt.com/images/icon/loading.gif" style="max-width:560px" align="center" vspace="80" border="0" alt="" /> in Belgien und Luxemburg.

HB BRÜSSEL. BNPDer USA Bären-Thread 4795484bc2.handelsblatt.com/images/icon/loading.gif" style="max-width:560px" align="center" vspace="80" border="0" alt="" /> verhandele mit der belgischen und der luxemburgischen Regierung über die Übernahme von 80 Prozent an der angeschlagenen Finanzgruppe in beiden Ländern, berichtete am Sonntag der belgische Radiosender RTBF. Beide Länder würden demnach mit 20 Prozent an FortisDer USA Bären-Thread 4795484bc2.handelsblatt.com/images/icon/loading.gif" style="max-width:560px" align="center" vspace="80" border="0" alt="" /> beteiligt bleiben. Dem Bericht zufolge gab es zunächst aber noch keine endgültigen Ergebnisse. BNPDer USA Bären-Thread 4795484bc2.handelsblatt.com/images/icon/loading.gif" style="max-width:560px" align="center" vspace="80" border="0" alt="" /> Paribas äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Antworten
Malko07:

metro, die Prognosen von Sentix werden immer

4
05.10.08 22:45
witziger. Es gibt keine Prognosen für Crash. Ein Crash kommt und ist da  und Feierabend. Ein erwarteter Crash kommt nie. Wieso sollte er? Der Bankenrun ist abgewendet. Es geht alles seinen geordneten Gang, wahrscheinlich nach Süden, natürlich mit Unterbrechungen.

#30354: Weshalb sollten die Banken Interesse an einem Marktpreis für ein Produkt haben, das keinen hat. Sie dürfen ja ziemlich frei bewerten, was besseres gibt es kurzfristig nicht. Wichtiger ist doch, dass sie "richtiges" Geld bekommen. Es gibt aber nur wenige Verrückte die bereit sind ihnen Geld zu geben. Da wirkt die Bewertungsfreiheit absolut kontraproduktiv.
Antworten
wawidu:

Die z.Z. sichersten Banken

8
05.10.08 23:25
dürften die Schweizer Kantonalbanken, insbesondere die von Basel, Zürich und Genf (Die schwimmen in Geld, das ihnen insbesondere deutsche und französische Kunden in den letzten Jahrzehnten anvertraut haben), die PAX-Bank (Da haftet die katholische Kirche, sprich, der Vatikan, und letztendlich der Himmel), die Apotheker- und Ärzte-Bank (Wenn´s den Apothekern mal schlecht geht, können wir einpacken!) und die Letzebuerger Spuurkaas (deutsch: Luxemburger Sparkasse/ Da haben selbst die großherzogliche Familie und Juncker Konten, wie ich aus informierten Kreisen erfahren habe. Was meinst du dazu, Casaubon?) sein.
Antworten
wawidu:

@AL - # 30340

4
05.10.08 23:50
Die Sache mit dem Doppeltop beim SPX ist eine Frage des Betrachtungswinkels. Unstreitig stand die Entwicklung u.a. dieses Index zwischen 1995 und 2000 auf "starken Füßen", da der USD-Index in diesem Zeitraum relativ stark war (bis Anfang 2002!). Im Anhang zeige ich den SPX in Korrelation zum USD-Index. Was wir hier sehen, ist nichts Schönes! Das Top dieses Ratiocharts ist übrigens auch eine "lupenreine" S-K-S.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 190482
Antworten
wawidu:

Nett!?

6
06.10.08 00:33
Eins, Zwei oder Drei? Regelwerk für US Bilanzakrobaten

In Vorbereitung der Auktionen von Problemkrediten und Schrottanleihen sowie der Bilanzierung im dritten Quartal, geben das amerikanische Fantasia Accounting Standards Board (FASB) und die US Börsenaufsicht SEC Interpretationshilfen bei der Bewertung von Bilanzposten, die im Zuge der Finanzkrise – vorübergehend – im Wert eingebüßt haben.

Es wäre natürlich zu blöd gewesen, wenn man die Regel 157 – „bewerte Dein Anlagevermögen wenn möglich zu Marktpreisen“ – jetzt einfach wieder einkassiert hätte. Das wäre selbst den dümmsten Beobachtern der Wall Street aufgefallen und hätte nach Bilanzmanipulation gerochen. Nein, man muss nur den Interpretationsspielraum der Regeln etwas erweitern, das ist viel eleganter.

F: Wann soll zu Marktpreisen (z.B. market-to-Paulson) bilanziert werden?
A: Wenn Euch die Auktionsresultate preislich nicht ins Konzept passen, könnt Ihr die Auktionen als Notverkäufe deklarieren und weiterhin Preise in den Bilanzen veranschlagen, die Eurer Phantasie entspringen. Es obliegt Eurem Gusto.

"Are transactions that are determined to be disorderly representative of fair value? When is a distressed (disorderly) sale indicative of fair value?

The results of disorderly transactions are not determinative when measuring fair value. The concept of a fair value measurement assumes an orderly transaction between market participants. An orderly transaction is one that involves market participants that are willing to transact and allows for adequate exposure to the market. Distressed or forced liquidation sales are not orderly transactions, and thus the fact that a transaction is distressed or forced should be considered when weighing the available evidence. Determining whether a particular transaction is forced or disorderly requires judgement."

F: Können Preise von Notverkäufen dennoch zur Bewertung herangezogen werden, falls wir uns davon einen Vorteil versprechen?
A: Selbstverständlich, wenn Ihr Euch einen Vorteil damit verschaffen könnt, ist es erlaubt. Ihr habt freie Hand.

"Can transactions in an inactive market affect fair value measurements?

Yes. A quoted market price in an active market for the identical asset is most representative of fair value and thus is required to be used (generally without adjustment). Transactions in inactive markets may be inputs when measuring fair value, but would likely not be determinative. If they are orderly, transactions should be considered in management’s estimate of fair value. However, if prices in an inactive market do not reflect current prices for the same or similar assets, adjustments may be necessary to arrive at fair value.

A significant increase in the spread between the amount sellers are “asking” and the price that buyers are “bidding,” or the presence of a relatively small number of “bidding” parties, are indicators that should be considered in determining whether a market is inactive. The determination of whether a market is active or not requires judgment."

www.sec.gov/news/press/2008/2008-234.htm

(aus Markt-Daten.de)

Alles klar?

Antworten
CarpeDies:

Milliardenpoker

3
06.10.08 06:50
Krisengipfel einigt sich auf neues Rettungspaket für Hypo Real Estate

Stundenlang wurde gestritten, gepokert, verhandelt. Dann endlich das erlösende Ergebnis: Bund, Banken und Finanzaufsicht haben sich auf ein milliardenschweres Finanzierungspaket für die angeschlagene Hypo Real Estate verständigt - gerade noch rechtzeitig vor dem Börsenstart in Fernost.

Berlin - Es war ein Wettlauf gegen die Zeit - und gegen ein Finanzdesaster mit unabsehbaren Folgen. Am späten Abend haben sich die Spitzen von Finanzministerium, Bundesbank, Finanzaufsicht und der Geschäftsbanken auf ein umfassendes Rettungspaket für den siechen Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) geeinigt.

Nach Angaben des Finanzministeriums gewährt der Finanzsektor der HRE einen weiteren besicherten Liquiditätskredit von 15 Milliarden Euro. Das Geld kommt zu den 35 Milliarden Euro hinzu, die das vergangene Woche ausgehandelte erste Rettungspaket für die HRE vorsah. "Mit dieser gemeinschaftlich gefundenen Lösung wird das Institut stabilisiert und damit der Finanzplatz Deutschland in schwierigen Zeiten gestärkt", teilte das Finanzministerium mit.

Der vom Bund zur Verfügung gestellte Bürgschaftsrahmen von bis zu 35 Milliarden Euro werde unverändert bleibe. Bis zu einer Gesamthöhe von 14 Milliarden Euro trage der Finanzsektor 60 Prozent und der Bund 40 Prozent der möglichen finanziellen Belastungen, sollte die Garantie in Anspruch genommen werden.

Ministeriumssprecher Torsten Albig betonte, die Vereinbarung bringe für die Steuerzahler keine zusätzlichen Lasten. Der Chef der Finanzmarktaufsicht BaFin, Jochen Sanio, sprach von einem "guten Ergebnis". Ein HRE-Sprecher sagte in einer ersten Stellungnahme: "Wir begrüßen, dass es nach ersten Meldungen eine Einigung gegeben hat und prüfen jetzt die Einzelheiten."

Die Lösung weckte umgehend Begehrlichkeiten. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) forderte die Bundesregierung zu einer Lösung für die gesamte Bankenbranche auf. "Wir halten es für wichtig, dass wir von Einzelfalllösungen wegkommen. Diese führen dazu, dass für die Retter die Wellen höher werden", sagte DSGV-Sprecher Christian Achilles der "Welt".

Achilles betonte: "Das könnte man vermeiden, wenn man einen Risikoschirm für die gesamte Bankenbranche aufspannt." Die Sparkassen und Landesbanken seien bei ihrem Bürgschaftsrahmen von 1,6 Milliarden Euro geblieben, wie es in der Nacht zu Freitag vereinbart war.

Top-Banker, Bundesbank und Finanzministerium hatten seit dem Morgen über ein neues Rettungspaket für den maroden Münchner Immobilienfinanzierer verhandelt. Bis zur Eröffnung der asiatischen Börsen am Montag sollte unbedingt eine Einigung gefunden werde. Wären die Gespräche gescheitert, wäre ein Zusammenbruch der Münchner Bank wahrscheinlich gewesen - mit unabsehbaren Folgen für andere deutsche Banken.

Unionsfraktionschef Volker Kauder und CSU-Chef Erwin Huber hatten am Abend nach Beratungen der Koalitionsspitzen bereits die Marschrichtung vorgegeben. Die Bundesbürgschaft zur Rettung von HRE werde nicht über den bereits zugesagten Betrag von mehr als 26 Milliarden Euro hinaus erhöht, erklärten sie. Ähnlich äußert sich auch SPD-Fraktionschef Peter Struck. Die beiden Unionspolitiker deuteten zugleich an, dass sich durch eine Neubewertung bestimmter Papiere durch die Europäische Zentralbank (EZB) die Liquidität der angeschlagenen Bank verbessern könnte.

Am Samstag war das am vergangenen Wochenende ausgehandelte Hilfspaket für die Hypo Real Estate überraschend geplatzt, weil die Banken ihre Zusagen zurückgezogen hatten. Finanzkreisen zufolge war ein kurzfristiger zusätzlicher Finanzierungsbedarf bei der Münchener Bank aufgetaucht. Bis Ende 2009 liege der Bedarf insgesamt bei 60 Milliarden, das seien 20 bis 25 Milliarden mehr als bislang gedacht.

Die Regierung erfuhr offenbar erst durch Berichte von Nachrichtenagenturen, dass das HRE-Rettungspaket geplatzt war. Steinbrück kritisierte das scharf. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit vielen anderen ziemlich entsetzt bin, dass das Management dieser Bankengruppe in den letzten Tagen ein weiteres Liquiditätsloch in ungeahnter Milliardenhöhe offengelegt hat", sagte er.

Auch Merkel forderte, Manager zur Rechenschaft zu ziehen, die ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. "Wir sagen, dass diejenigen, die unverantwortliche Geschäfte gemacht haben, zur Verantwortung gezogen werden", formulierte die Kanzlerin. "Dafür wird die Bundesregierung sorgen." Das sei sie den Steuerzahlern schuldig, von denen letztlich staatliche Hilfen bezahlt werden müssten.

Inzwischen mehren sich die Forderungen nach personellen Konsequenzen. Politiker von Union und Grünen den HRE-Vorstandsvorsitzenden Georg Funke zum schnellen Rücktritt auf. Der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt (CDU), sagte der "Bild"-Zeitung: "Wer 35 Milliarden Euro sagt und dann sind es 50 Milliarden Euro - der ist kein kompetenter Gesprächspartner mehr. Es ist an der Zeit, die Konsequenzen zu ziehen."

Auch Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn verlangt einen Wechsel an der Bankspitze. "Die HRE hat offenbar nicht alle Fakten zum tatsächlichen Ausmaß der Krise auf den Tisch gelegt. Das Vertrauen in Vorstandschef Funke ist zerstört", sagte Kuhn der Zeitung. "Wenn der Bund Garantien für HRE gibt, muss er im Gegenzug Anteile übernehmen und die Abwicklung der Bank auch personell kontrollieren können."

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires steht offenbar auch die Zukunft des HRE-Aufsichtsratsvorsitzenden Kurt Viermetz auf der Agenda. "Das wird Thema der nächsten Tage", sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig.

"Wir haben noch nie in einen so tiefen Abgrund geschaut"

Ungeachtet dessen sei sich die Regierung aber ihrer Verantwortung bewusst, einen Beitrag zur Stabilisierung der HRE zu leisten, "weil sonst der Schaden nicht nur für die Bundesrepublik Deutschland, sondern erkennbar für viele mit uns vernetzte Finanzdienstleister in Europa unabsehbar groß wäre".

Auch Steinbrück hatte die Verantwortung der Banken betont. Es gehe um eine "institutsspezifische Lösung" - also nicht um den von den Banken geforderten großen Wurf. Ein europäisches Hilfspaket für die Branche war auch am Widerstand Deutschlands gescheitert. Am Samstag hatten sich die wichtigsten europäischen Staatschefs darauf verständigt, dass jedes Land seine Probleme selbst lösen müsse. Den Banken ist das nicht genug. So seien die dramatischen Probleme nicht zu lösen, hieß es in Bankenkreisen. "Wir haben noch nie in einen so tiefen Abgrund geschaut", sagte ein Banker.

Die Existenzkrise der Münchner Bank Hypo Real Estate hatte die Bundesregierung am Nachmittag erstmals zu einer Garantie für alle privaten Spareinlagen in Deutschland veranlasst. Die angekündigte Komplettgarantie für private Sparer deckt laut Regierung eine Summe von mindestens 568 Milliarden Euro ab. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" könnte die Summe sogar mehr als 1000 Milliarden Euro betragen. Es geht um alle Spargeldeinlagen, Termineinlagen und das Geld auf privaten Girokonten.
Antworten
CarpeDies:

Porsche zeichnet düsteres Szenario

4
06.10.08 06:51
Porsche zeichnet düsteres Szenario
von Kristina Spiller (Paris)

Der Sportwagenbauer Porsche hat die Hoffnung auf eine baldige Besserung für die Autobranche im US-Geschäft kräftig gedämpft. "Anders als unsere Wettbewerber sehe ich den Dollar-Kurs mittelfristig weiter sinken", warnte Porsche-Finanzchef Holger Härter im FTD-Gespräch auf der Pariser Autoshow.

Ein noch schwächerer Dollar-Kurs erhöht die Belastung der europäischen Hersteller immens. Sinkt der Wert des Dollar zum Euro, können die Konzerne selbst bei gleich bleibendem US-Umsatz in ihren Büchern nur einen geringeren Erlös verbuchen - denn sie müssen den Umsatz in Euro umrechnen. Schon jetzt leiden viele europäische Autobauer, die wie etwa BMW hohe Absatzanteile im US-Markt haben, unter der schwachen Währung. Das verschärft den Druck, den der einbrechende US-Autoabsatz und die Kreditkrise ausgelöst haben.

Porsche macht mehr als 30 Prozent seines Umsatzes in den USA. Doch Finanzchef Holger Härter sieht Porsche gut gegen einen sinkenden Dollar-Kurs gewappnet. "Wir haben die Umsätze, die wir in US-Dollar fakturieren, fast vollständig gegen dieses mögliche Szenario abgesichert, und das bis 2013", sagte er. So haben die Stuttgarter sich vorab Währungsoptionen gesichert. Sie erlauben es Porsche nun, die in Dollar eingenommenen Umsätze statt in der jetzigen Kursrelation in einer günstigeren in Euro zu tauschen. "Der durchschnittliche Dollar-Kurs, zu dem wir abrechnen können, liegt deutlich unter 1,40 $", sagte Härter. So gleiche der Hersteller die Dollar-Schwäche aus.

Die Absicherung tut not. Denn Umsatzsprünge, die eine Dollar-Schwäche ausgleichen könnten, sind nicht so bald zu erwarten. Im September brach der US-Absatz der Branche um 27 Prozent ein. Gegenmittel fehlen. "Ich glaube, die Zeiten für zusätzliche Rabatte sind vorbei. Alles ist ausgereizt", sagte Chrysler-Vertriebsmanager Thomas Hausch.

Zudem schwappen die Probleme in den USA auf Westeuropa über. "In Westeuropa haben wir momentan ein schwieriges Marktumfeld", sagte Härter. Daimler-Chef Dieter Zetsche betonte: "Offensichtlich ist die Finanzkrise in der Realwelt und auf den Automärkten angekommen." Dabei tappen die Manager bei Prognosen im Dunkeln. "Im Moment haben wir alle die nächste Woche im Blick, über die wir bereits nur wenig wissen", sagte Zetsche. Sein Vertriebschef Klaus Maier sagte der FTD: "Jeder Plan, den ich an einem Tag mache, ist am nächsten obsolet. In dieser Geschwindigkeit und mit diesen Ausschlägen habe ich Marktänderungen in dieser Branche noch nicht erlebt. Keiner hätte vorhergesagt, wie schnell die europäischen Märkte abtauchen."

Toyota-Finanzchef Mitsuo Kinoshita sagte: "Die Marktänderungen sind drastisch. Es ist ein starker psychologischer Effekt vorhanden. Wie und wie schnell wir die Angst der Kunden auflösen können, ist unklar."

Während einige Hersteller die Talsohle 2009 erhoffen, sehen andere die Krise noch bis 2010 reichen. Renault-Chef Carlos Ghosn sagte: "Einzig sicher ist: Diese Krise wurde unterschätzt."

Um sich für die Zukunft zu wappnen, suchen die Hersteller nach neuen, spritsparenden Antrieben. "Wir haben die Investitionsaufwendungen für unsere Produkte deutlich gesteigert", sagte etwa Porsche-Manager Härter. "So haben wir im vergangenen Jahr einen zweistelligen Prozentanteil vom Umsatz in die Entwicklung investiert." Auch dieses Jahr werde sich der Anteil in dieser Größenordnung bewegen, sagte der Finanzchef. In den Jahren zuvor lag er bei sechs bis acht Prozent.  
Antworten
skunk.works:

der EU Land 7 Uhr schmunzler

3
06.10.08 07:06

Greetings   "wie geplant" und trotz Rettungspaket in D (HRE), Fortis in F, etc glaubt man in Asien heute nicht so ganz an alles..:

bei der Presserevue fielen 2 Sachen in EU Land auf:

1. es ist VIEL schlimmer als man dachte - in einer (D)Asien Seite wird beschreiben: ""...Zwar wurde in den USA in letzter Minute das 7000 Mrd. US Dollar schwere Finanzrettungspaket verabschiedet, aber es kann nicht über die Rezessionsängste hinwegtäuschen. Die Konjunktur der US wirtschaft verliert weiter an Schwung....""  also doch viel mehr als erwartet !!! 7000 Mrd. $

2. unbemerkt in der Krise: in D hat sich die grosse Koalition darauf geinigt die Bw "zur Unerstützung" im Inneren eingesetzt zu werden..und dabei geht es Nicht nur um Bekämpfung von Terroristenflugzeugen....;-) was hat die Regierung denn noch so vor bei Euch ??????????????   viel Glück in EU-Land

Antworten
ecki:

Schmunzel halt. Bundeswehreinsatz

2
06.10.08 07:12
im inneren ist doch ziemlich eng umgrenzt. Die Optionen kommen hoffentlich nicht zum tragen....

Große Koalition: Bundeswehr soll Terroranschläge abwehren
© ZEIT online, Tagesspiegel | 05.10.2008 22:51

Im Falle eines Terroranschlags und in weiteren besonderen Gefahrensituationen, soll nun die Bundeswehr zur Abwehr herbei gezogen werden können. Nach der Einigung der großen Koalition muss jetzt das Grundgesetz geändert werden.

Meistgelesen
Kino: Wir wundern uns. Immer. Yeah! »
Palin vs. Biden: Hockey-Mutter gegen Fahrensmann »
Die große Koalition hat sich auf  einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren zur Abwehr von Terrorangriffen geeinigt. Das teilten die Fraktionschefs von CDU/CSU und SPD, Volker Kauder und Peter Struck, nach Beratungen des gemeinsamen Koalitionsausschusses am Sonntagabend in Berlin mit. Beide machten allerdings deutlich, dass dies nur für eng umgrenzte Notsituationen gelten solle, in denen polizeiliche Mittel nicht ausreichen. Um in solchen Fällen Bundeswehreinsätze möglich zu machen, soll das Grundgesetz entsprechend geändert werden.
 
"Wir haben jetzt einen Weg gefunden, dass der Einsatz der Bundeswehr in ganz bestimmten, begrenzten Fällen auch gestaltet werden kann", sagte dazu Kauder. Struck verwies auf "Nothilfe-Situationen", in denen beispielsweise ein Einsatz der Marine erforderlich sei, weil die Mittel der Wasserschutzpolizei nicht ausreichten. Hintergrund sind auch mögliche Einsätze der Luftwaffe gegen ein mit Terroristen besetztes Flugzeug. Frühere, weitergehende Pläne der Koalition, solche Einsätze auch beispielsweise gegen gekaperte Passagiermaschinen als letztes Mittel zuzulassen, waren am Widerstand des Bundesverfassungsgerichts gescheitert. (yr/AFP)
Antworten
permanent:

Nikkei fällt auf Vierjahrestief

3
06.10.08 07:31

06.10.2008 , 07:05 Uhr 

Marktbericht Tokio

Nikkei fällt auf Vierjahrestief

 

Anhaltende Sorgen über die Folgen der Finanzkrise auf die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten haben die Tokioter Börse am Montag in den Keller gedrückt. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte beendete den Vormittagshandel auf einem Vierjahrestief.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/...lt-auf-vierjahrestief;2055980

Antworten
CarpeDies:

Die HRE und das 900-Milliarden-Risiko

4
06.10.08 07:33
Ich Frage mich schön langsam, ob das eine wirklich Option ist, oder eher Panik-Auswüchsen gleichkommt...

Von Kai Lange

Die Rettung der Hypo Real wird noch teurer als vermutet. Doch es gab für die Krisenmanager keine Alternative: Experten befürchten einen Zusammenbruch des deutschen Pfandbriefmarktes, der rund 900 Milliarden Euro schwer ist und der zur Refinanzierung von Banken und Versicherungen dient.

Hamburg - 35 Milliarden Euro sind nicht genug. Jetzt sollen mindestens 50 Milliarden Euro her. Und der Steuerzahler soll für einen großen Teil der Summe bürgen. Warum eigentlich?

Im Fall des Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate gibt es gute Gründe, dass sich Regierung und Finanzaufsicht in einer Kraftakt am Sonntagabend auf ein neues Rettungspaket verständigt haben. Von einer Pleite der HRE wären nicht nur die Kunden und Mitarbeiter der Bank, sondern die gesamte Finanzbranche betroffen.

Die Hypo Real Estate ist einer der wichtigsten Spieler am deutschen Pfandbriefmarkt, der mit einem Volumen von geschätzten 900 Milliarden Euro der größte der Welt ist. Pfandbriefe gelten als besonders sichere Anlagen, zahlreiche Versicherungen sind in diesem Markt engagiert. Und ausgerechnet dieser Markt droht trockenzufallen, wenn die HRE von der Bildfläche verschwinden sollte.

Die Hypo Real Estate hat Pfandbriefe im Wert von knapp 100 Milliarden Euro herausgegeben. Gemeinsam mit ihrer irischen Tochter Depfa sind es sogar rund 140 Millliarden, das sind etwa 15 Prozent des gesamten Marktes.

Wackelt der Pfandbriefmarkt, kippen weitere Banken

Den Ausfall eines so wichtigen Anbieters werde der Markt nicht verkraften, so die Befürchtung. Die ohnehin bereits stark schwankenden Preise für Pfandbriefe könnten extrem unter Druck geraten, da weder eine Bank noch ein anderer Investor derzeit bereit sei, diese Papiere in die Bücher zu nehmen.

Dabei sind Pfandbriefe ironischerweise eine Form der Anleihe, die mit besonderen Sicherheiten unterlegt ist und deshalb als eine sicherheitsorientierte Anlageform gilt. Für öffentliche Pfandbriefe bürgt zum Beispiel der Staat. Hypotheken-Pfandbriefe, wie sie die HRE in großer Zahl herausgegeben hat, sind mit Immobilien abgesichert. Noch nie gab es einen Ausfall dieser Anlageform: Wer die Geduld hat, einen Pfandbrief trotz zwischenzeitlicher Schwankungen der Bewertung bis zum Ende der Laufzeit zu behalten, hat bislang immer sein Geld wiedergesehen.

Der Markt für deutsche Immobilien, die meist als Sicherheiten für die HRE-Hypothekenpfandbriefe dienen, ist außerdem mit dem US-Immobilienmarkt derzeit nicht vergleichbar. Da es am deutschen Immobilienmarkt keine Preisblase und auch kein Subprime-Problem wie in den USA gab, sind die Preise hierzulande auch nicht derart ins Rutschen gekommen wie in Übersee. Das Problem ist allerdings: Bislang ist noch nie ein Herausgeber von Pfandbriefen pleite gegangen, ein Kollaps der HRE wäre ein Präzedenzfall.

Ein Pfandbrief kann also mit hervorragenden Sicherheiten unterlegt sein - wenn der Interessent dem Verkäufer des Pfandbriefes nicht mehr traut, wird er das Papier nicht kaufen.

Kettenreaktion befürchtet - HRE zu tief verwoben

Die Politik will verhindern, dass durch eine Pleite der HRE der gesamte deutsche Pfandbriefmarkt unter den Marktteilnehmern als unsicher eingestuft wird und niemand mehr Pfandbriefe aufnehmen will. Fällt dieser Markt trocken, hätte dies verheerende Folgen für die Banken: Zahlreiche Kreditinstitute nutzen Pfandbriefe, um sich zu refinanzieren, da diese Form der Anleihe noch als vergleichsweise günstige Möglichkeit der Refinanzierung gilt.

Auf diese Weise könnte eine HRE-Pleite die befürchtete Kettenreaktion auslösen. Fällt der 900-Milliarden-Markt trocken, werden in Kürze weitere Kreditinstitute massive Schwierigkeiten bekommen, sich mit frischem Geld zu versorgen.

Ein ähnlicher Dominoeffekt drohte bereits in den USA. US-Regierung und Notenbank entschlossen sich zur Rettung und Verstaatlichung des Versicherungsriesen AIG, da dieser über den Markt für "Credit Default Swaps" zu tief in die Absicherungsgeschäfte weiterer Kreditinstitute verstrickt war. Der Schaden für das gesamte Finanzsystem sei im Fall einer AIG-Pleite zu groß gewesen, so das Argument.

Auch im Fall der Hypo Real Estate befürchten Experten ein solches systemisches Risiko, da ein HRE-Kollaps Schockwellen über ein existentiell wichtiges Marktsegment der Finanzbranche senden könnte.

Keine Finanzspritzen, sondern Bürgschaften

Die Hypo Real Estate ist zudem einer der großen Finanzierer von staatlichen Haushalten, Kommunen, Ländern und von gewerblichen Immobilien. Eine Pleite würde auch Versorgungswerke, Berufsgenossenschaften sowie deutsche Länder und Kommunen, die teilweise hohe Beträge bei der HRE angelegt hatten, in Mitleidenschaft ziehen, hatten die Präsidenten der Bundesbank und der Finanzaufsicht BaFin, Axel Weber und Jochen Sanio, kürzlich gewarnt.

Politiker versuchen unterdessen, angesichts der täglich steigenden Milliardensummen die aufgeschreckten Sparer und Steuerzahler zu beruhigen. Bei den zur Diskussion stehenden Milliardenzusagen handelt es sich nicht um direkte Finanzspritzen, sondern um Staatsgarantien.

Das bedeutet, dass der Bund als Bürge auftritt, um einem angeschlagenen Institut wie der HRE neue kurzfristige Kredite zu ermöglichen. Erst wenn diese Kredite ausfallen sollten, ist das Geld verloren. Kann das Institut jedoch wie erhofft seine Kredite bedienen, muss dem Steuerzahler kein Schaden entstehen.
Antworten
permanent:

Rohstoffbranche spürt Kreditklemme

4
06.10.08 07:34
Rohstoffe - Wie geht es weiter? (Teil I)

Nach unserer letzten Kolumne über die amerikanische Immobilienkrise und das geplante Rettungspaket der US-Regierung, haben wir sehr viele Zuschriften von Lesern erhalten, wie es mit den Rohstoffen und vor allem den Rohstoffaktien in der Zukunft weiter gehen wird. Bevor wir hierauf näher eingehen werden und unsere Vermutungen darlegen, wollen wir Sie kurz über den aktuellen Stand des Rettungspakets für die Finanzmärkte informieren.

Genauso wie wir, waren sehr viele Händler davon überzeugt, dass der Rettungsplan das amerikanische Repräsentantenhaus am Montag erlassen wird. Es kam jedoch anders, da einige Politiker gegen den Antrag gestimmt hatten, weswegen dieser vorerst abgelehnt wurde. Dies hatte an den Börsen den größten Kurssturz seit dem Crash im Jahr 1987 ausgelöst und dadurch die Politiker noch einmal zum Nachdenken gezwungen.

Mittlerweile wurde ein neuer Vorschlag, der nur geringe Veränderungen enthält wie beispielsweise Steuererleichterungen für Filmstudios in Hollywood in beiden Kammern des Kongress (Repräsentantenhaus und Senat) verabschiedet. Die Märkte haben dadurch wieder neue Hoffnung gefasst und konnten erst einmal zulegen. Fraglich bleibt jedoch, ob sich diese Stimmung nun halten kann und endlich ein Boden an den Märkten gefunden wird.


Die zentrale Frage ist jedoch, welche Auswirkungen dies auf die Rohstoffe. und vor allem Rohstoffaktien im speziellen haben wird. Hierfür müssen wir einen Schritt weiter gehen als bis zum Notfallplan der amerikanischen Regierung und einen Blick auf den Geldmarkt werfen. Dieser Markt beinhaltet Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten. Hierbei tritt ganz besonders der LIBOR (London Interbank Offered Rate) in den Vordergrund, da dieser dem Zinssatz entspricht zu dem sich die Banken in London Gelder für drei Monate leihen. Dieser ist am Freitag auf 5,33 Prozent explodiert und zeigt, dass sich die Banken gegenseitig nicht mehr trauen und extreme Zinsen verlangen.

Für Rohstofffirmen und andere Betriebe ist dies sehr negativ, da der LIBOR oftmals als Komponente bei größeren Krediten und auch Swaps (Tauschgeschäften) verwendet wird. Von vielen Unternehmen ist zu hören, dass es sehr schwer ist an Geld zu kommen und wenn überhaupt ein Kreditgeber gefunden wird, verlangt dieser horrende Zinsen. Wir gehen deswegen davon aus, dass viele Projekte gerade im Rohstoffbereich die in der Regel auf Kreditfinanzierungen basieren abgesagt werden müssen. Dies betrifft sowohl viele Bergbauunternehmen als auch massiv die Agrarbranche. Auf die genauen Auswirkungen werden wir in der nächsten Ausgabe näher eingehen.


© Marc Nitzsche
Chefredakteur Rohstoff-Trader

Im gleichen Zusammenhang Posting 47

http://www.ariva.de/...supply_tighter_t347815?pnr=4795918#jump4795918

Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Rohstoffbrief Teil 2

7
06.10.08 08:35
Ich liefere schon mal die "Fortsetzung" (Teil 2) von Nitschkes Rohstoff-Trader-Brief, etwas salopp formuliert:



Liebe Abonnenten,

ich muss Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass der Rohstoffmarkt - schon lange als spätzyklisch bekannt - mit dem Platzen der allgemeinen Assetblase und dem Austrocknen des kurzfristigen Geldmarkts im Gefolge der Weltfinanzkrise nun endgültig abkacken wird. Die Gehirnwäsche der großen (Rohstoff-)Fonds, die Anlegern in der Aktien-Baisse seit letztem Sommer eine scheinbar lukrative Anlage-Alternative versprachen, zieht angesichts der Depressiv-Charts bei fast allen Rohstoffen inkl. Öl leider nicht mehr.

Ich kann und will Ihnen daher nicht verhehlen: Der Rohstoff-Karren steckt unwideruflich und tief im Dreck.

Es gut mir sehr leid, liebe Interessenten, dass ich mit dem Erscheinen dieser Ausgabe die Publikation meines Rohstoff-Newsletters leider einstellen muss. Den großen Fonds, die mich bislang großzügig unterstützten, ist durch Massenkündigungen leider das große Geld abhanden gekommen, mit dem sie auch mich - solange alles noch boomte - alimentierten.

Ich möchte mich daher an dieser Stelle noch einmal ergeben bei den großen Fonds für die bereitgestellten Mittel bedanken, ohne die mein Rohstoff-Newsletter in dieser Form gar nicht denbar gewesen wäre.

Etwaige Verluste aufgrund von gezielter Desinformation bitte ich zu entschuldigen.

Ich werde mich in voraussichlich zehn Jahren, wenn der nächste Konjunktur-Zyklus in einer Rohstoff-Hausse ausläuft, wieder bei Ihnen melden - und vertraue auf die bei den meisten Kleinanlegern recht verlässliche Vergesslichkeit.

Bis dann.

Herzlichst

Ihr Dr. rer. blas. Nieske
Antworten
Anti Lemming:

Eilmeldung von Steinbrück

2
06.10.08 08:47
Steinbrück spannt den Schirm jetzt so weit auf, dass niemand mehr im Regen stehen wird !

Der USA Bären-Thread 190519
Antworten
Malko07:

HRX und Abschirmungen

10
06.10.08 09:00
Was vor Wochen noch funktionierte, Liquiditätsspritzen und Bürgschaften, funktioniert nicht mehr. Was heute in HRX reingesteckt wird, ist verbranntes Geld bevor es angekommen ist. Auch in den USA hat man viel verbrannt bevor man die Hypothekenfinanzierer in den "sicheren" Hafen brachte.

Wer wird noch Anleihen oder Pfandbriefe von HRX/DEPFA kaufen? Nur sehr wenige. Dabei müssten sie eigentlich Anleihen emittieren um die Finanzierung auf längerfristigere Füßen zu stellen. Das wird aber nicht funktionieren. Also verbrennen wir weiter Milliarden bis dann endlich der Bundestag in einer Nacht- und Nebelaktion die rechtlichen Voraussetzungen für eine entschädigungslose Verstaatlichung von Finanzinstituten in Schwierigkeiten beschließt.

Die große Weitsicht bewies unsere Kanzlerin ja mit der Kritik von Irland in Paris. Jetzt angedachte irreale Schirme werden das Vertrauen auch nicht erhöhen. Die Aktionen sollten glaubwürdig bleiben. Verstehe jeden, der weiter seine Konten räumt.
Antworten
Anti Lemming:

Commerzbank -21 %

7
06.10.08 09:05
Geht ja ab heute wie in Amerika.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 1213  1214  1216  1217  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf Siemens AG

Strategie Hebel
Steigender Siemens AG-Kurs 4,99 10,03 15,53
Fallender Siemens AG-Kurs 5,01 10,47 15,40
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK2H0A0 , DE000VY1SN29 , DE000VY1QLY5 , DE000VH6YVN1 , DE000VJ54Z67 , DE000VJ5ZZM1 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
469 156.473 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 28.04.26 16:15
29 3.834 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 28.04.26 16:03
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--