Anzeige
Meldung des Tages: Mega‑Fund bestätigt: Titan‑Rallye beginnt!
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 871  872  874  875  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.447
Zugriffe: 26.371.526 / Heute: 122
S&P 500 6.858,52 -0,61% Perf. seit Threadbeginn:   +370,09%
 
fischerei:

Trendwende?

8
07.05.08 09:23
Quelle: Kapitalschutzakte Heute 7.00 Uhr

von Bill Bonner

Am vergangenen Donnerstag kletterte der Dow um gewaltige 189 Punkte und Gold fiel um gewaltige 14 Dollar.

Den Lesern wird auffallen, dass diese Trends das Gegenteil von dem sind, was meiner Meinung nach passieren sollte. Während eines ganzen Jahrzehnts habe ich Gold gekauft und Aktien verkauft. Ich werde auch noch während der letzten Jahre des Jahrzehnts in dieser Position bleiben – es sei denn, ich verliere mein gesamtes Geld oder es fällt mir noch ein überzeugender Grund ein, das zu ändern.

Bislang ist weder das eine noch das andere passiert. Der Goldpreis hat sich mehr als verdreifacht, Aktien haben sich meist gar nicht bewegt. Und es ist nichts passiert, was mich glauben ließe, dass die Grundlagen heute andere sind, als im Jahr 2000.

Die Schuldenblase hat nur einen Teil ihrer Luft verloren. Die Amerikaner leben immer noch über ihre Verhältnisse. Und die Leute, die die Verantwortung für die amerikanische Zentralbank und die zentrale Regierung tragen, sind immer noch Dummköpfe.

Was hat man also von solchen Trendwenden wie denjenigen vom vergangenen Donnerstag zu halten? Vielleicht haben die Zentralbank unter Bernanke und die Regierung unter Bush die Schlacht gewonnen, vielleicht ist es ihnen wirklich gelungen, die Wirtschaft auch weiterhin wachsen zu lassen. Vielleicht wird der Dollar jetzt wieder stärker. Vielleicht wird Gold auch weiterhin seinen Todesmarsch fortsetzen, wieder unter den Wert, den Gold am Anfang dieses Jahrzehnts hatte – auf unter 300 Dollar.

Vielleicht bin auch ich der Dummkopf.

Ja, und dann denken Sie auch an das „Rückzahlungsprogramm“ der Regierung. In der vergangenen Woche fing sie an, Geld an Leute auszuzahlen, die es nie verdient haben. Es soll die Verbraucher – die sowieso schon zu viel Geld ausgeben – dazu ermuntern, noch mehr auszugeben. Vielleicht funktioniert es ja doch.

Und die jüngsten Zinssenkungen der Zentralbank – auf 2%... vielleicht wird auch das funktionieren. Und vielleicht können die erleuchteten Vertreter der Öffentlichkeit auch die Welt verbessern. Wenn die Leute Fehler gemacht haben – so wie sie es unvermeidlich immer tun – können die Regierungsvertreter irgendwie dafür sorgen, dass diese Fehler verschwinden.

Sie können Gesetze erlassen und in der Politik jonglieren… und Abrakadabra, schon müssen wir nicht mehr unter einer Korrektur leiden… diese ist vergessen und stattdessen gibt es eine noch viel größere und bessere Sache.

Und deswegen frage ich mich, was im alten Rom und im modernen Japan schief gelaufen ist. Die Römer haben jeden Trick versucht – von Preiskontrollen bis zur Inflation und zum Verschenken von Brot (ähnlich dem Steuer-Rückzahlungsprogramm). Und trotzdem ist die Wirtschaft aus dem Ruder gelaufen.

Seit der Zeit, die Gibbon für die glücklichste und reichste in der Geschichte der Menschheit hält – während des Zeitalters der Antoninen – ist das Imperium immer weiter abgerutscht… und irgendwann in das Mittelalter zerfallen, das fast 1000 Jahre andauerte. Natürlich hatten die Römer kein modernes Bankenwesen. Anders die Japaner.

Ihre Zentralbanker haben die gleichen Bücher gelesen wie unsere. Sie glauben an die gleichen Theorien und haben die gleichen Zangen und Schlüssel am Werkzeuggürtel. Wie kommt es, dass sie nicht heilen konnten, worunter Japan litt? Ich weiß es nicht.

Aber am Donnerstag sah es so aus, als hätten die amerikanischen Behörden die Sache in der Hand. Die amerikanische Wirtschaft wächst immer noch, wenn auch nur wenig. Die Aktien von General Motors sind gestiegen und Citigroup musste feststellen, dass man sogar noch mehr Geld anziehen konnte, als sie selbst erwartet hätten.

Gold setzte derweil seine Korrektur fort.

“Was ein weiser Mensch am Anfang tut, dass tut ein Idiot am Ende”, sagt Warren Buffett. Kein Zweifel, die reichen Leute haben Gold für unter 300 Dollar gekauft.

Aber waren sie Dummköpfe, als sie auch noch für über 900 Dollar kauften? Ich gehe nicht davon aus.

Soweit ich sagen kann, sind wir noch nicht am Ende… wir sind immer noch am Anfang eines monumentalen Trends. Die Kreditblase hat im vergangenen Jahr ein großes Leck geschlagen. Die Banken gerieten ins Wackeln.

Die Kredite brachen ein. Die Hedgefonds machten Pleite. Und die Zentralbank brach in Panik aus. Bernanke und Konsorten drückten 200 Milliarden Dollar zusätzlichen Geldes und weiterer Kredite in den Markt… und sie haben die Zinssätze sieben Mal gesenkt.

Es war klar, dass die Behörden kein Interesse daran hatten, den Wert des Dollars zu schützen, sie versuchten verzweifelt, eine ernsthafte Korrektur zu verhindern. Natürlich ist Gold nach oben geklettert. Und dann wurden die Märkte ruhiger.

Es sah so aus, als würde das Team von Bernanke und Bush gewinnen. Martin Feldstein, der Vorsitzende des National Bureau of Economic Research und ein enger Freund von Ben Bernanke, sagte im Fernsehen, dass 2% vermutlich das Ende der Zinssenkungen durch die Zentralbank bedeuten würde. Da keine weiteren Zinssenkungen in Sicht sind… und die Wirtschaft so wirkt, als habe sie die Krise überlebt… denken die Spekulanten jetzt, dass es an der Zeit sei, etwas Gold los zu werden… und auch etwas Silber.

Doch was hat sich verändert? Öl liegt immer noch bei über 100 Dollar, die chinesische Wirtschaft boomt immer noch – und der Produktionssektor soll in Rekordgeschwindigkeit expandieren. Die Nachfrage der Schwellenmärkte ist so hoch, dass sie die Preise für die Schlüsselrohstoffe hoch halten – auch dann noch, wenn die Nachfrage aus den USA nachlässt.

In Amerika stellen die Leute auf kleinere Autos um… aber in anderen Ländern kaufen sie so viele Autos, dass der Benzinverbrauch immer noch steigt. Und das bringt Amerikaner in eine noch tiefere Patsche. Ein Konjunkturrückgang der amerikanischen Wirtschaft brachte normalerweise Erleichterung.

Die Amerikaner verdienten weniger… aber auch die Preise fielen. Als beispielsweise Paul Volcker die Zinssätze in den frühen Achtzigern hoch setzte, führte das zu einer großen Rezession. Aber es brachte auch gute Nachrichten – die höheren Zinssätze belohnten die Sparer.

Höhere Zinssätze haben den Dollar für das Geld wieder interessant gemacht; die grünen Scheinchen sind gestiegen, und das senkte die Preise. Heute haben die Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten den höchsten Wert in vier Jahren erreicht… aber die Preise steigen immer noch.

Ach, liebe Leser, was haben unsere Genies da wirklich zusammengeschustert? Amerikanische Erträge und Anlagewerte fallen… während die Verbraucherpreise steigen – Und die Führung gratuliert sich selbst, weil man die Wirtschaft vor einer Korrektur bewahrt habe.

Eine Korrektur ist genau das, was die Wirtschaft meiner bescheidenen Meinung nach am meisten braucht… und die Wirtschaft wird ihre Korrektur bekommen.
Antworten
Fundamental:

Rückgang im Auftragseingang !

7
07.05.08 13:05
07.05.2008 13:01

Deutscher Auftragseingang verringert sich im März erneut
DJ Deutscher Auftragseingang verringert sich im März erneut

BERLIN (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im März wider Erwarten erneut zurückgegangen. Die Bestellungen sanken preis- und saisonbereinigt um 0,6% zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Mittwoch in Berlin auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Damit verringerten sich die Bestellungen zum vierten Mal in Folge. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten demgegenüber nach drei Monaten mit rückläufiger Entwicklung für März wieder einen leichten Auftragsanstieg von 0,2% prognostiziert.

Die Bestellungen aus dem Ausland verringerten sich saisonbereinigt im März um 0,4%, im Februar hatte der Rückgang bei 1,1% gelegen. Allerdings ging die Nachfrage aus der Eurozone im März deutlich um 3,5% im Vergleich zum Vormonat zurück. Die Inlandsnachfrage verringerte sich im März um 0,9%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Aufträge um 5,0% zurück.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) beurteilt die Auftragslage der Unternehmen insgesamt zwar weiter als zufrieden stellend. Für die Industrieproduktion sei allerdings eine etwas schwächere Dynamik absehbar.

Die Bestellungen in der Industrie seien in den vergangenen Monaten spürbar zurückgegangen. Vor allem die Abnahme der Orders aus dem Ausland im ersten Quartal des laufenden Jahres sei hierfür "maßgeblich" gewesen. Auch von der Nachfrage im Inland seien keine positiven Impulse ausgegangen. Das BMWi verweist allerdings darauf, dass die Bestelltätigkeit im vierten Quartal 2007 ausgesprochen stark gewesen sei.

Im März war nach BMWi-Angaben wieder ein "merklich überdurchschnittlicher Umfang an Großaufträgen zu verzeichnen". Während die Hersteller von Konsumgütern im März einen deutlichen Rückgang von 2,7% und die Produzenten von Investitionsgütern ein Minus von 2,3% hinnehmen mussten, konnten die Hersteller von Vorleistungsgütern ihren Auftragseingang um 2,4% steigern.

Für den Februar nahm das BMWi eine geringfügige Abwärtskorrektur auf minus 0,6% von vorläufig minus 0,5% zum Vormonat vor. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Auftragseingang für Februar auf plus 8,9% von vorläufigen plus 9,0% korrigiert. Die Bestellungen aus dem Ausland verringerten sich im Februar - wie vorläufig auch gemeldet - um 1,1%, während die Inlandsnachfrage stagnierte.

Im gesamten ersten Quartal 2008 lagen die Bestellungen um 1,3% unter dem auftragsstarken vierten Quartal 2007. "Der Nachfragerückgang ist weiterhin vor allem auf die Abschwächung der Bestelltätigkeit aus dem Ausland zurückzuführen", heißt es im BMWi.

Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber Dezember/Januar ging die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen um 1,3% zurück. In dieser Betrachtung sanken die Inlandsorders um 0,9% und die Auslandsorders um 1,6%. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone mit einem Minus von 2,6% weiter "deutlich stärker" ab als die Auftragseingänge aus der Nicht-Eurozone mit einem Minus von 0,7%.

Innerhalb der industriellen Hauptgruppen ging das Ordervolumen im Zweimonatsvergleich bei den Herstellern von Investitionsgütern um 2,2% und bei den Konsumgüterproduzenten um 2,4% zurück. Die Hersteller von Vorleistungsgütern konnten in der Zweimonatsbetrachtung dagegen einen leichten Anstieg der Bestellungen um 0,6% verbuchen.

Ihren Vorjahresstand überschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Februar/März um 1,6%. "Der Vorjahresabstand hat sich damit deutlich verringert", teilte das BMWi mit. Die Auslandsaufträge lagen um 2,7% und die Inlandsaufträge um 0,4% über dem Vorjahresniveau.

  Webseite: www.bmwi.de

  -Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
  beate.preuschoff@dowjones.com
  DJG/bep/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 07, 2008 06:00 ET (10:00 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones&Company, Inc.

Es ist noch nie jemand damit reich geworden, sich seine Investments schön zu reden
Antworten
CarpeDies:

Luxushaus-Markt in London bricht ein

8
07.05.08 14:03
From Times Online
May 7, 2008
Savills reports London housing activity down 40 per cent
James Rossiter, Property and Professional Services Correspondent

Sales of multi-million pound London homes have fallen by 40 per cent over the past three months and the drought in housing activity looks set to continue as Nationwide reported today consumer confidence at a four year low.

Savills, one of the country's largest property agents, said today that its volume of business selling flats and houses worth between £1 million and £5 million in prime central London suffered "a sharp fall in transaction volumes" over the first quarter.

Jeremy Helsby, the chief executive of Savills, said: "There is a lack of sellers and buyers lack confidence — it is all about sentiment. There is jobs uncertainty in the City. At the moment we are actually seeing volumes down 30 per cent to 40 per cent down — the trend has got worse over the last two months."

Mr Helsby added that he was "definitely looking" at trimming his workforce of part-time residential homes sales force within the new homes division. Job losses would probably total "a few dozen maximum", Mr Helsby said, out of a total residential sales team of over 500 permanent staff.

Residential property transactions contributed to about 20 per cent of Savills's group profits last year and within residential new homes business accounted for 6 per cent of profits

Asked if Savills was looking at culling any full time residential agents, Mr Helsby said: "It is too early days. It would be dangerous to have a knee jerk reaction. On the residential side there are a lot of part-time staff. There is trimming that can be done before making them [full-timers] redundant."

The decline in volumes co-incided with a 1.5 per cent decline in average house prices recorded by Savills prime central London between January and March and followed a 2 per cent decline in the final quarter of 2007.

Mr Helsby said however that in the commercial property market prices of London City offices — by far the largest market for UK commercial property — were close to bottoming out after 10 months of sharp price falls.

"But there is still further pain to be seen for secondary stock in the regions especially secondary retail property," Mr Helsby added. "Prices could fall 5 per cent to 10 per cent — it is difficult to see. In the second half of this year we expect to see some forced sellers [in the regions]. Some of those groups which are highly leveraged must be coming under pressure."

The outlook for the housing market was darkened today as Nationwide said that its monthly measure of consumer confidence in April fell to its lowest level since the survey began in May 2004.

Nationwide's index fell by seven points to 70, a fall of 22 per cent from April last year.

Delivering a stark message to the Bank of England ahead of tomorrow's decision on interest rates, the Nationwide survey showed that less than one in five consumers believe the economy is in good shape.

Almost half of all consumers surveyed believe the economy will worsen further in six months time, twice as many people showing pessimism than a year ago.

That pessimism has spread to fears about job prospects and house prices generally which consumers expect will fall by 1.7 per cent between May and the end of October.

Finonnuala Earley, Nationwide's chief economist, said: "The cut in interest rates in April did little to lift consumer spirits. Food and fuel prices remain high and, with house prices no longer rising, it is unlikely that consumer confidence will pick up very quickly. We may have to accept that confidence levels could well worsen before they get better. This is especially true as inflationary pressures mean the MPC [Monetary Policy Committee] will probably prefer to cut rates at a more gradual pace than many would prefer."

The Bank's base rate was cut last month to 5 per cent, the third quarter point cut in rates since winter.
Antworten
CarpeDies:

Luxushaus-Markt in London bricht ein

4
07.05.08 14:05
From Times Online
May 7, 2008
Savills reports London housing activity down 40 per cent
James Rossiter, Property and Professional Services Correspondent

Sales of multi-million pound London homes have fallen by 40 per cent over the past three months and the drought in housing activity looks set to continue as Nationwide reported today consumer confidence at a four year low.

Savills, one of the country's largest property agents, said today that its volume of business selling flats and houses worth between £1 million and £5 million in prime central London suffered "a sharp fall in transaction volumes" over the first quarter.

Jeremy Helsby, the chief executive of Savills, said: "There is a lack of sellers and buyers lack confidence — it is all about sentiment. There is jobs uncertainty in the City. At the moment we are actually seeing volumes down 30 per cent to 40 per cent down — the trend has got worse over the last two months."

Mr Helsby added that he was "definitely looking" at trimming his workforce of part-time residential homes sales force within the new homes division. Job losses would probably total "a few dozen maximum", Mr Helsby said, out of a total residential sales team of over 500 permanent staff.

Residential property transactions contributed to about 20 per cent of Savills's group profits last year and within residential new homes business accounted for 6 per cent of profits

Asked if Savills was looking at culling any full time residential agents, Mr Helsby said: "It is too early days. It would be dangerous to have a knee jerk reaction. On the residential side there are a lot of part-time staff. There is trimming that can be done before making them [full-timers] redundant."

The decline in volumes co-incided with a 1.5 per cent decline in average house prices recorded by Savills prime central London between January and March and followed a 2 per cent decline in the final quarter of 2007.

Mr Helsby said however that in the commercial property market prices of London City offices — by far the largest market for UK commercial property — were close to bottoming out after 10 months of sharp price falls.

"But there is still further pain to be seen for secondary stock in the regions especially secondary retail property," Mr Helsby added. "Prices could fall 5 per cent to 10 per cent — it is difficult to see. In the second half of this year we expect to see some forced sellers [in the regions]. Some of those groups which are highly leveraged must be coming under pressure."

The outlook for the housing market was darkened today as Nationwide said that its monthly measure of consumer confidence in April fell to its lowest level since the survey began in May 2004.

Nationwide's index fell by seven points to 70, a fall of 22 per cent from April last year.

Delivering a stark message to the Bank of England ahead of tomorrow's decision on interest rates, the Nationwide survey showed that less than one in five consumers believe the economy is in good shape.

Almost half of all consumers surveyed believe the economy will worsen further in six months time, twice as many people showing pessimism than a year ago.

That pessimism has spread to fears about job prospects and house prices generally which consumers expect will fall by 1.7 per cent between May and the end of October.

Finonnuala Earley, Nationwide's chief economist, said: "The cut in interest rates in April did little to lift consumer spirits. Food and fuel prices remain high and, with house prices no longer rising, it is unlikely that consumer confidence will pick up very quickly. We may have to accept that confidence levels could well worsen before they get better. This is especially true as inflationary pressures mean the MPC [Monetary Policy Committee] will probably prefer to cut rates at a more gradual pace than many would prefer."

The Bank's base rate was cut last month to 5 per cent, the third quarter point cut in rates since winter.
Antworten
Katjuscha:

#21801, was ist der Bonner für ne Labertasche!

7
07.05.08 15:16
Wie kann man nur so viel labern, ohne zum Punkt zu kommen?

Gefrustet, der Mann?
"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.
Antworten
permanent:

Pending Home Sales Drop to Fresh Low in March

5
07.05.08 16:41
Pending Home Sales Drop to Fresh Low in March
HOME SALES REAL ESTATE MORTGAGE
By APThe Associated Press
| 07 May 2008 | 10:07 AM ET

An industry group said Wednesday that pending U.S. home sales dropped to a new low in March, signaling the housing slump has yet to bottom out even as the spring sell season gets under way.

The National Association of Realtors' seasonally adjusted index of pending sales for existing homes fell to 83.0 from a downwardly revised February reading of 83.8, the index's previous low. The index stood at 103.9 in March 2007.

Wall Street economists polled by Thomson/IFR had predicted the index would slip to a reading of 83.8.

A reading of 100 is equal to the average level of sales activity in 2001, when the index started.

Falling home prices and a tight credit environment have pummeled the housing market and sent potential buyers to the sidelines to wait out the slump. So far, there's been no evidence that the traditionally strong spring selling season is jump-starting any sales activity.


However, the trade group predicts existing home sales activity and the economy will pick up in the second half of the year as larger home loans backed by the Federal Housing Administration become more widely available. The FHA recently raised the mortgage limits for loans it guarantees.

"Things are beginning to improve, but the availability of affordable mortgages is uneven around the country and sometimes within metropolitan areas," said NAR chief economist Lawrence Yun.

NAR expects the median price of an existing home to decline 2.4 percent this year to $213,700.
Antworten
Ischariot MD:

Noch jemand, der Joe & Konsorten nicht glaubt

9
07.05.08 17:25

ftd - Das Kapital

Das Ende des Anfangs

Die Anleger lassen sich selbst von geballtem Schrecken aus dem Finanzsektor nicht mehr aus der Ruhe bringen, weil sie glauben, die Krise sei inzwischen zu einem guten Teil abgearbeitet. Dabei stehen wir vermutlich gerade einmal am Ende ihres Anfangs.

Das Schlimmste soll also vorbei sein in Sachen Finanzkrise? Na, wenn man diese inzwischen gängige These so interpretiert, dass ein einzelner Tag wohl kaum mehr Schreckensnachrichten produzieren kann als der Dienstag, dann ist da wohl was Wahres dran.

Ein Auszug: UBS schmeißt nach Riesenverlust 5 500 Mitarbeiter raus, Fannie Mae braucht wegen tiefroter Zahlen neues Kapital von 6 Mrd. $, Countrywide stoppt die Häuserbeleihung in Las Vegas, Legg Mason gerät in die Miesen, der Gewinn von Swiss Re und Hypo Real Estate bricht ein, die US-Firmenbankrotte steigen um 49 Prozent. Dazu passt, dass Ben Bernanke die Banken tags zuvor wegen ausufernder Zwangsversteigerungen panisch zu Forderungsverzichten aufgerufen hat.

Die Hauptnachricht kam ohnehin am Montag. Laut der vierteljährlichen Bankenumfrage der Fed hat der Nettoanteil der in- und ausländischen Institute, die die Kreditvergabe gestrafft haben, "erheblich" zugenommen. Bei den US-Banken hat sich dieser Anteil "für fast alle Kreditkategorien nahe oder über historischen Höchstständen" bewegt. Die Institute begründeten dies mit der Konjunktur, aber auch mit Sorgen um ihr Eigenkapital. Gleichzeitig hat die Nachfrage nach Krediten von Firmen und Verbrauchern weiter nachgelassen.

Diese Beobachtungen sind quasi gleichzusetzen mit der Aussage, dass die US-Rezession gerade erst begonnen hat. Denn da die nichtfinanziellen Firmen sowie die Verbraucher zusammen eine Finanzierungslücke - Bruttoinvestitionen minus Bruttoersparnis - von vier Prozent des Nationaleinkommens aufweisen, ist ohne Kredit nun mal nichts los. Das gilt zumal dann, wenn Beschäftigung, Reallöhne, Gewinne und Firmeninvestitionen ohnedies bereits fallen. Und der Abschwung wird auch kaum dadurch aufgehalten werden können, dass der Staat ein Fiskalpaketchen von etwas mehr als einem Prozent des BIP geschnürt hat.

Dass der Finanzsektor im Zuge der US-Ramschhypothekenkrise inzwischen Wertberichtigungen von mehr als 300 Mrd. $ vorgenommen hat, ist daher erst der Anfang. Und dass die US-Firmen und Verbraucher ihre Schulden über die vergangenen zehn Jahre um 13.604 Mrd. $ - respektive von 122 auf 170 Prozent des BIP - ausgeweitet haben, ist dabei nicht mal das einzige Problem, das noch weit heftigere Abschreibungen zur Folge haben könnte. Denn selbst im Euro-Raum stehen Firmen und Verbraucher mittlerweile ja mit 143 Prozent des BIP in der Kreide - bei gefährlich ungleicher Verteilung der Schulden. Von Großbritannien, Australien und selbst China (dem wegen des Kapazitätsausbaus bei gleichzeitigem Exportnachfrageschwund eine Pleitewelle droht und das überdies seine eigene Immobilienblase hat) gar nicht zu sprechen. Dazu noch die Eskapaden innerhalb des Finanzsektors bedacht, kann man da nur hoffen, dass das Schlimmste bereits angefangen hat.

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...nde%20Anfangs/352344.html

Antworten
Ischariot MD:

betrifft zwar nicht die USA direkt,

3
07.05.08 17:38
ist aber ein weiteres Steinchen im Konjunktur-Mosaik abseits von ifo. Wenn auch Paulson, Ackermann u.a. das Ende der Finanzkrise sehen - nun gut: Euro-Stärke, Rekord-Ölpreis und Kredit-Restriktion fordern langsam aber sicher Tribut, auch hierzulande.

ots.CorporateNews: Frühjahrsergebnisse des Deutschen Mittelstands-Barometers

Stimmung im Mittelstand kühlt ab - Arbeitsplatzentwicklung dennoch positiv    

Marburg (ots) - Die Ergebnisse der Frühjahrsbefragung des Deutschen Mittelstands-Barometers (DMB), einem Kooperationsprojekt der Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft der Philipps-Universität Marburg, der BDO Deutsche Warentreuhand AG und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), weisen auf eine gedämpfte Stimmung im Mittelstand hin. Laut Umfrage läuft der deutsche Konjunkturmotor in diesem Jahr zwar auf gutem Niveau weiter - die Spitzenwerte von 2007 werden jedoch voraussichtlich nicht erreicht.
  Die über 140 befragten Mittelstandsexperten schätzen die Geschäftslage mittelständischer Unternehmer längst nicht mehr so gut ein wie noch im Vorjahr und sehen eine Schwächung des Geschäftsklimas voraus. Auch die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt werden verhaltener bewertet: Fast 90 Prozent der Befragten erwarten zwar, dass die Arbeitsplatzentwicklung in den nächsten zwölf Monaten tendenziell positiv verlaufen wird. Rund 55 Prozent rechnen damit, dass Arbeitsplätze im Mittelstand gehalten werden können. Allerdings gehen im Vergleich zur Herbstbefragung 2007 weitaus weniger Experten von einem weiteren Arbeitsplatzaufbau aus. In der Summe wird der Mittelstand jedoch in diesem Jahr trotz möglicher Schwächung des Konjunkturklimas mehr Arbeitsplätze aufbauen als abbauen, so das Fazit der Expertenbefragung (...)
weiter unter:
www.finanzen.net/nachricht/...rgebnisse_des_Deutschen___720744
Antworten
omega512:

Das Öl ist erst der Anfang (Indium)

12
07.05.08 18:26
... wie auch bei Ischariots von soeben: betrifft nicht nur US-Bären ...

... wäre vielleicht besser hier aufgehoben: 506620
http://www.ariva.de/Aixtron_geht_seinen_Weg_t305493?secu=16

Ich probier's trotzdem in diesem erlauchten Thread:

Quelle: http://www.pnp.de/nachrichten/...essort=pol&Ausgabe=a&RessLang=&BNR=0

Kommentar von heute

--------------------------
Das Öl ist erst der Anfang
--------------------------

Von Sebastian Mense

Kennt jemand das Schwermetall Indium? Indium ist silberweiß, sehr weich, wird für die Herstellung von Flachbildschirmen und beschreibbaren CDs benötigt und geht in den nächsten fünf bis fünfzehn Jahren aus. Damit ist das Metall derzeit Favorit auf den Titel des ersten Rohstoffs, der auf dieser Erde vollständig erschöpft sein wird. Ganz so weit ist es mit dem Erdöl noch nicht, aber die Lektion, welche das Schwinden der Rohstoffe lehrt - Platin, Uran, Gallium sind ein paar weitere Kandidaten - ist immer dieselbe: So wie bisher geht es nicht weiter.

Jetzt ist es nicht so, dass irgendwann schlagartig das Licht ausgeht. Was knapp wird, wird teuer, was sehr knapp wird, wird sauteuer. Wir merken es an der Zapfsäule und in ein paar Jahren vielleicht daran, dass auch Elektronikartikel wieder mehr kosten statt jedes Jahr weniger. Das ist schmerzhaft, aber die Welt wird trotzdem nicht untergehen.

Als im Herbst 1973 zu Beginn der ersten Ölkrise der Preis für das Barrel Rohöl von drei auf fünf Dollar hochschnellte, wurden Fahrverbote verhängt und die düstersten Vorhersagen über die Zukunft der Wirtschaft laut. Die Wirtschaft hat sich inzwischen notgedrungen auf einen Ölpreis von 120 Dollar eingerichtet und läuft trotzdem ganz gut. Wenn der Preis in ein paar Jahren, wie befürchtet, bei 200 Dollar liegt, werden die Industriestaaten auch das verschmerzen. Falls sie die Lektion lernen und die richtigen Schlüsse ziehen. Die heißen: sparen, wiederverwenden, technische Alternativen entwickeln.
Antworten
Malko07:

Abwärtsspirale intakt

12
07.05.08 18:40

Häusermarkt

Amerika steckt weiter in der Abwärtsspirale

Der USA Bären-Thread 4270335

Kein Käufer fürs billige Traumschloss

07. Mai 2008 Am Mittwochmorgen sah es nicht zuletzt noch dank beruhigender Töne aus dem deutschen Bankensektor so aus, als ob die Finanzmärkte mittlerweile mit der Krise wenigstens leben könnten. Am Mittwochnachmittag wird nun das deutlich, was besonnene Stimmen stets angemahnt hatten - die Krise ist eben nicht einfach vorbei.

Was wohl vielen Anlegern Hoffnung gemacht hatte, waren vermeintliche Stabilisierungszeichen vom Häusermarkt (Amerikanischer Häusermarkt: Stabilisierung oder kurze Erholungspause?), dem Infektionsherd der Krise. Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den Vereinigten Staaten war im Februar zum ersten Mal seit sieben Monaten entgegen der Erwartungen wieder gestiegen und so wurde frohlockt, dass der Einbruch der Hauspreise endlich wieder für Käufe sorge. Insofern wurden auch die weiter fallenden Preise eher als positiv empfunden.

Besserer Trend nicht bestätigt

Doch die neuesten Zahlen taten den Optimisten nicht den Gefallen, den Trend zu bestätigen. Hofften die Anleger am Vortag noch, die nach Daten des Immobilienbewerters Zillow im ersten Quartal um 7,7 Prozent gefallenen Preise hätten weitere Käufer angelockt, so sehen sie sich am Mittwoch getäuscht.

Trotz Preisen, die so niedrig wie seit fast drei Jahren nicht mehr und des größten Preisrückgangs in zwölf Jahren fiel der Index ausstehender Hausverkäufe nach Aussage der National Association of Realtors (NAR) im März gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent und liegt damit um 20,1 Prozent unter dem Niveau vom März 2007.

Volkswirte hatten zwar einen höheren Rückgang erwartet, doch der entscheidende Punkt ist, dass die sinkenden Preise weiterhin keine höhere Nachfrage induzieren. Das Vertrackte an der Situation ist, dass es just der Rückgang der Hauspreise ist, der Neukäufer abschreckt. Denn sie müssen befürchten, dass ihre Hypothek bald den Wert ihres Hauses wieder übersteigt.

Angebotsflut und Finanzierungsnachteile

Da in den Vereinigten Staaten Immobilien zu einem deutlich höheren Anteil als in Deutschland mit Krediten finanziert werden, geht dies rasch. Bei annähernd 52 Prozent der Hausbesitzer, die auf dem Höhepunkt des Immobilienbooms im Jahr 2006 gekauft haben, sei dies bereits der Fall, schätzt Zillow.

Gleichzeitig treibt die Rekordzahl an Zwangsversteigerungen die Zahl der Häuser auf dem Markt nach oben, was die Preise weiter drückt. Volkswirte der Investmentbank Lehman Brothers schätzten in einer jüngeren Studie, dass der Anteil der aus Zwangsversteigerungen stammenden verkauften Eigenheime bis Ende 2009 auf 30 Prozent steigen wird.

NAR-Chefökonom Lawrence Yun sieht das Problem dagegen vor allem auf der Finanzierungsseite. Die Verfügbarkeit von bezahlbaren Hypotheken sei im Lande ungleich verteilt. Zu einer spürbaren Besserung der Hausverkäufe werde es wohl erst im zweiten Halbjahr kommen. Zudem nahm der Verband die Prognose der verkauften Eigenheime für 2009 auf 5,72 Millionen zurück.

Auf hohen Beständen sitzen geblieben

Was derzeit auf dem Häusermarkt der Vereinigten Staaten abläuft, ist eine schmerzhafte Deflationsspirale. Der preis- und mengenmäßig aufgeblähte Markt lässt Luft ab. Bauunternehmen wie der größten amerikanischen Häuserbauer D.R. Horton sitzen auf riesigen Beständen an Grundstücken und Häusern. Im ersten Quartal verkaufte D.R. Horton mit rund 6.700 Häusern ein Drittel weniger als vor einem Jahr - zudem musste der Konzern im Schnitt die Preise um acht Prozent senken. Die Zahl neuer Aufträge ging um fast 25 Prozent zurück.

Und weil auf dem Häusermarkt nichts zu holen ist, suchen sich die Anleger andere Investitionsmöglichkeiten, während die Banken die Kreditbedingungen für Objekte erheblich verschärfen, die eine solch ungünstige Preisentwicklung aufweisen.

Hinzu kommt, dass diese aufgrund der Schuldensituation der Verbraucher Erhebungen der Notenbank zufolge allgemein die Konditionen für Darlehen deutlich verschärft haben. Per Saldo stiegen bei 70 Prozent der erfassten Banken die Zinsen für Kredite im ersten Quartal stärker als die eigenen Finanzierungskosten.

Kreditgeschäft wie vor 25 Jahren

Damit schöpfen die Banken zumindest einen Teil der Zinssenkungen ab, was wachstumshemmend wirkt. Auch das fördert die Erholung des Immobilienmarktes nicht eben gerade.

Bei Krediten für private Bauherren stieg der Überhang der Banken, die bei Darlehensnehmern der höchsten Bonität die Bedingungen verschlechterten auf rund 60 Prozent, nach 53 Prozent in der Januar-Befragung. Rund ein Viertel der amerikanischen Banken gab an, das Geschäft mit den erstklassigen Hypotheken sei zurückgegangen, und bei netto 30 Prozent war das Geschäft mit nicht-traditionellen Krediten flauer.

„Was eine akzeptable Kredit-Historie und die Anzahlung angeht, sind wir im Kreditgeschäft wieder in den 1980er Jahren angelangt“, sagte David Kittle, designierter Vorsitzender des Hypothekenbanken-Verbandes Mortgage Bankers Association.

Die angeschlagene amerikanische Volkswirtschaft hält sich derzeit mühsam aufrecht und weil die Anleger darauf hoffen, dass das Ende der Krise näher rückt, so halten sich die Aktienmärkte aufrecht. Die rechten Voraussetzungen für ein gutes Aktien Jahr sind dies aber nicht.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

www.faz.net

 

 

Antworten
Ischariot MD:

na ja ...

4
07.05.08 22:31
Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Verbraucherkrediten ("Consumer Credit") für März 2008:

Die US-amerikanischen Verbraucherkredite haben sich im März um 15,3 Mrd. US-Dollar ausgeweitet. Erwartet wurde ein Anstieg um 6,0 bis 6,3 Mrd. US-Dollar. Zuvor war ein Anstieg um rund 6,5 Mrd. US-Dollar zu verzeichnen gewesen. Damit wurde der Vormonatswert von 5,2 Mrd. US-Dollar nach oben revidiert.
www.derivatecheck.de/termine/...&site=DC&terminkat=0&TID=62769
Antworten
Anti Lemming:

Bullenfalle?

10
07.05.08 22:34
Ich hatte vor einigen Tagen den Bereich um 1430 im SP-500 als Kursziel für einen möglichen Shorteinstieg genannt. Heute ging es bis knapp 1420, dann wegen des teuren Öls und schwacher Banken wieder steil nach unten mit Schluss bei 1393. Rev Shark sieht eine Bullenfalle, die sich bereits gestern andeutete, als der Markt den recht widrigen Fundamentals mit einem Anstieg trotzte. Sprüche wie "die Krise ist beendet" klangen ja auch reichlich naiv, wie man u. a. am Hohn hier im Thread ablesen konnte.



Caught by a Bull Trap

By Rev Shark
Street.com Contributor
5/7/2008 3:57 PM EDT

This morning I talked about how the strength yesterday felt very illogical given the fundamental news. That didn't stop buyers from anxiously bidding up a number of sectors, but ultimately it ended up being a classic bull trap. The selling picked up sharply this afternoon, and the recent dip-buyers, who have been so resolute, completely disappeared.

The selling was broad-based with breadth better than 2-to-1 negative. The oils did a good job of battling back up but ended up fading in the broader market selloff. There were no pockets of strength to be found today, as all the recent speculative favorites reversed fairly hard.

But is this just a pause in the "worst is over" rally, or is it the beginning of a more severe downtrend? We are still holding on to technical support, but just barely, and there don't seem to be a lot of good reasons to rush in here and start buying, since it no longer looks like things are going to run away without us.

I'm giving the benefit of the doubt to the bears here and am looking for some more downside in the near term. Regardless, I suspect that May is going to be a very bumpy month for the market, and I'll be staying with very-short-term time frames.
Der USA Bären-Thread 162736
Antworten
Contrade 121:

Verschuldung der privaten Haushalte gestiegen...

5
08.05.08 10:17
das Einzige was mich hierbei wundert ist, warum das ein "surprise" sein soll. Surprise, surprise, we got a new loan and two additonal mortgages ;-))

Surprise jump in consumer borrowing
Fed report shows Americans' personal debt increased by $15.3 billion in March.

NEW YORK (CNNMoney.com) -- Americans' personal debt took a huge leap in March, according to a report from the Federal Reserve released Wednesday.

The total debt held by individuals rose $15.3 billion from the prior month, to $2.6 trillion. Analysts polled by Briefing.com had expected personal debt to rise by only $6 billion.

The category of debt that includes credit cards, referred to as "revolving credit," rose by $6.3 billion, while the category that includes fixed-payment loans, such as student and car loans, jumped $9 billion.

The government report excludes mortgages and home equity loans.

The rise in consumer borrowing could be a good sign for the economy in the short-term, since people are still spending money, said Sean Maher, associate economist with Moody's Economy.com, but it could cause problems further down the line.

"We really haven't seen a pullback yet," said Maher, but if consumers continue to rack up debt, "it could make it harder to sustain spending."

Since the end of 2007, "revolving credit" had been grown significantly faster than fixed-rate debt, a sign that Americans have been relying more on their credit cards.

According to Gail Cunningham, spokeswoman for the National Foundation for Credit Counseling, Americans have had to go into debt to maintain their existing lifestyles.

Last week, the Commerce Department said that personal spending rose higher than expected in March due to the rising costs of necessities such as food and fuel - even as personal income growth across the country slowed.

However, with the latest government report, personal deficit spending appears to have shifted.

"It could be that the consumer has tapped out his existing line of credit, so he may be turning to loan companies and taking out what he thinks is a short-term loan," said Cunningham.
Antworten
Majorero:

spanischer Immo-Report

5
08.05.08 11:07
Wen es interessiert.....
Ich hab mal wieder ein paar Infos an der Front gesammelt und in meinen Spanskithread getippt:

http://www.ariva.de/Immo_Report_t315545?pnr=4271498#jump4271498
Antworten
metropolis:

Al #21812.

9
08.05.08 19:31
Bullenfalle? Nein, eher Bärenfalle gestern. Sentix könnte recht bekommen mit ihrer Vermutung, dass erst ein Antäuscher nach unten kommt und dann der Ausbruch nach oben mit finalem Shortsqueeze. Zumindest dürften die gestrigen Shortys langsam nervös werden. Ob ihr Volumen für einen Sqeeze genügt muss sich noch rausstellen.

Ich bleibe jedenfalls Sideline.
Antworten
omega512:

Sinn: Das nächste Jahr könnte ungemütlich werden.

7
08.05.08 20:16
AL möge mir verzeihen - das Interview mit HaWe Sinn vom ifo-Institut bezieht sich weniger auf die "US-Bären-Konjunktur" als vielmehr auf die vor unserer Haustür ... Ich glaube: dennoch keine Themaverfehlung im Thread hier; zumal Sinn brauchbare Vorschläge für unsere Koalitionspolitiker liefert. (Aber die werden derart Brauchbares eher ignorieren und zugunsten ihrer Lobbyarbeit opfern ...)
-----------------------
Passauer Neue Presse - vom 08.05.2008

„Das nächste Jahr könnte ungemütlich werden“
 
Vollbeschäftigung hält der Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, für möglich. (Foto: dpa)

Hans-Werner Sinn, der Präsident des ifo-Instituts, warnt im PNP-Interview vor einem Einbruch der Konjunktur ....

. . .

 Welche Risiken sehen Sie derzeit für unsere Konjunktur?
Sinn: Das Problem liegt im außenwirtschaftlichen Bereich. Die Exporte kommen wegen des hohen Euro-Kurses allmählich unter Druck. Die Lohnsteigerungen schwächen das Wachstum auch bei den Investitionsgütern ab. Die weltwirtschaftliche Konjunktur bricht bereits ein. Das nächste Jahr könnte deshalb auch für uns ungemütlich werden. Allerdings zieht der Konsum in diesem Jahr erst einmal an. Wie immer ist er in der Endphase der Konjunktur eine temporäre Stütze, die den Abschwung hinauszögert.

. . .

 Welche weiteren Arbeitsmarktreformen sind nötig?

Sinn: Es zeigt sich, dass die Reformen der Regierung Gerhard Schröders ein fulminanter Erfolg sind. Hartz IV hat den impliziten Mindestlohn im deutschen Sozialsystem deutlich gesenkt, weil jetzt weniger fürs Wegbleiben und mehr fürs Mitmachen gezahlt wird. Die Senkung des Mindestlohns hat allein in Westdeutschland 1,1 Millionen Stellen mehr geschaffen, als durch den Konjunkturaufschwung erklärt werden können.

 Die Große Koalition streitet über Mindestlöhne in weiteren Branchen. Was spricht dagegen?
Sinn: Gesetzliche Mindestlöhne wären verheerend. Damit würde das Rad der Geschichte zurückgedreht, der Erfolg von Hartz IV wieder zunichte gemacht.

 Ist Vollbeschäftigung in Deutschland möglich?
Sinn: Natürlich. Eine Marktwirtschaft kann grundsätzlich für jeden einen Job bereitstellen, bei gering Qualifizierten freilich nicht zu einem Lohn, von dem sie auch leben können. Deswegen braucht man Lohnzuschüsse, wie sie durch das Hartz-IV-System eingeführt wurden. Ich würde die Zuschüsse noch erhöhen. Heute darf man 100 Euro hinzuverdienen, ab dem 101. Euro nimmt der Staat einem 80 Cent für jeden zusätzlich verdienten Euro weg. Es sollte mehr Hinzuverdienst zugelassen werden. Bis zu 500 Euro Eigenverdienst sollte kein Euro abgezogen werden, und von jedem weiteren Euro sollte man ein Drittel bis zur Hälfte behalten dürfen.

--------------------------------------------------
Gespräch: Rasmus Buchsteiner.
Quelle: www.pnp.de/nachrichten/...essort=pol&Ausgabe=a&RessLang=&BNR=0
Antworten
Kicky:

Global free market for food and energy faces

6
08.05.08 20:49
biggest threat in decades By Ambrose Evans-Pritchard, International Business Editor
Last Updated:  BST 08/05/2008
www.telegraph.co.uk/money/...=/money/2008/05/08/bcnfood108.xml
The global free market for food and energy is facing its biggest threat in decades as a host of countries push through draconian measures to hold down prices, raising fears of a new "resource nationalism" that could endanger world food security.India shocked the markets yesterday by suspending trading in futures contracts for a range of farm products in a bid to clamp down on alleged speculators and curb inflation, now running at 7.6pc.

The country's Forward Markets Commission said contracts for soybean oil, chana (chickpeas), potatoes, and rubber had been banned for four months, even though a report by the Indian parliament last month concluded that soaring food costs had almost nothing to do with the futures contracts. Traders in Mumbai slammed the ban as an act of brazen political populism.The move has been seen as a concession to India's Communist MPs - key allies of premier Manmohan Singh - who want a full-fledged ban on futures trading in sugar, cooking oil, and grains.

As food and fuel riots spread across the world, a string of governments have resorted to steps that menace the free flow of food and key commodities.
Argentina has banned beef exports, while Egypt and India have stopped shipments of rice.Kazakhstan has prohibited wheat exports. Russia has slapped a 40pc export duty on shipments, and Pakistan a 35pc duty.
China, Cambodia, Malaysia, Philipines, Sri Lanka, and Vietnam have all imposed export controls or forms of rationing to ease the crisis.


UN Secretary-General Ban Ki-moon has warned that this lurch towards national controls is becoming a threat to the open global system we all take for granted. "If not handled properly, this crisis could result in a cascade of others and affect political security around the world," he said.

A new report by UBS says the scramble for scarce raw materials is turning ever more political, with ominous implications for ill-endowed societies that rely on imports.

...UBS said political intervention in the African Copper Belt, Kazakhstan, and Mongolia was already taking its toll on copper output, while oil companies are being shut out of key markets such as Russia - with damaging effect on oil production........
Antworten
Kicky:

Martin Feldstein kritisiert FED

6
08.05.08 21:00
Martin Feldstein, who as a Chairman of the Council of Economic Advisers under Reagan and an advocate of Social Security reform, has been a surprisingly open critic of the Fed's and Bush Administration's responses to our current economic woes. Feldstein has been regularly writing op eds opposed to some of the viewpoints and actions of those in the driver's seat. For instance, last month he wrote in the Wall Street Journal against further rate cuts, arguing they'd do little to stimulate growth but would be effective fuel for inflation. Feldstein, who now chairs the National Bureau of Economic Research, has said that the economy started into recession around the start of the year and expects it to last longer than the normal slowdown, a view which no doubt endears him to the officialdom in DC.

Today, in a comment in the Financial Times, "Misleading Growth Statistics Give False Comfort" www.ft.com/cms/s/0/4ae9ee60-1c36-11dd-8bfc-000077b07658.html  (and a pointed contrast to Edward Lazear's whopper, that the 'data are clear" that the US is still in growth mode), Feldstein goes through the stats in more granular detail to demonstrate that the downturn is in progress (and gives a useful side lesson in how certain figures are derived).
He also urges more aggressive action and suggests an elegant-sounding solution: let borrowers refinance out of their mortgages into lower-interest, secured, but full recourse loans. The problem with this idea is that in most states, only purchase money mortgages are non-recourse. Refis (and half the subprimes were cash-out refis) are recourse loans. They are de facto non recourse because the costs of going after deadbeats are high (or higher) than recoveries, so pursing them isn't a very attractive economic proposition. Making new loans full recourse thus is an illusory improvement.
www.nakedcapitalism.com/2008/05/...n-calls-downturn-takes.html
Antworten
Kicky:

Vallejo City Council in Kalifornien bankrott

7
08.05.08 21:08
The Vallejo City Council in California voted to declare bankruptcy Tuesday night after months of last-ditch wrangling failed to rescue the city from financial catastrophe.

The North Bay city of 117,000 now heads into largely uncharted territory, as no California city of this size has ever opted for this route.

"This has been a long frustrating process for everyone," said City Manager Joseph Tanner. "There are no winners here tonight."The move allows the city to freeze its debts while maintaining city services. Police, fire and other unions and many in the audience were outraged at the move, accusing the council of poor leadership.

The city suffers from mismanagement and has less debt than it claims, said a union spokesman, Ken Shoemaker, a representative of the electrical union.

Vallejo faces a $16 million shortfall and no money in its reserve account for the fiscal year beginning July 1. In March, the city shaved several million dollars from its payroll, museums, public works, senior centers, libraries and other services to avoid bankruptcy, but needed to make further cuts to meet increased expenses in the next fiscal year. (Peanuts?).....Vallejo became the second California city to declare bankruptcy, but the first to do so because of long-term economic woes.
...If the regional and national economies suffer another down year, numerous Bay Area cities - especially those highly dependent on the housing market for property- and transfer-tax revenues - are likely to be investigating bankruptcy options.
www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/...H10HUK6.DTL&tsp=1
Antworten
Anti Lemming:

Rev Sharks Tages-Fazit

5
08.05.08 22:27
No Trust in the Upside
By Rev Shark
Street.com Contributor
5/8/2008 4:17 PM EDT

The good news is that the market bounced a bit after some ugly selling Wednesday. The bad news is that it was pretty feeble, and doesn't look like it will last for long. Although we finished in the green, volume was light, breadth was just about flat and we ended up closing in the middle of the day's range.

Given the recent run we have enjoyed off the March lows, I suspect there is still a contingent of folks who are buying the "worst is over" argument, and they are giving us some underlying support. We haven't had enough weakness yet to scare this group away, but I'm looking for them to lose confidence gradually as upside momentum continues to cool.

I didn't do much today, as I don't trust the upside to last, but I don't want to be too aggressive on shorts until we have a few more cracks. I still am looking for this market to roll over and produce more downside, and nothing that happened today has changed my mind.
Antworten
Contrade 121:

Always look at the bright side of life...

4
08.05.08 23:06

Tja, so krank kann die Presse sein. Im Grunde genommen sagen die nichts anderes als: "Vernichten wir doch unsere jetzigen Gebrauchsgüter, damit wir endlich neue kaufen können." Wahnsinn, und das in einer der renommiertesten Redaktionen der Welt.

 

Why $120 oil is good Speculators are often blamed for artificially inflating crude prices, but some experts say high prices are needed to cut demand and develop new resources. NEW YORK (CNNMoney.com) --

With $120 oil not seeming to follow the fundamental law of supply and demand many are wondering if the market is broken. The Federal Reserve has been cutting interest rates, saving Wall Street but sinking the dollar and driving up food and fuel prices. Investors, also called "speculators" by some, have been pouring money into commodities of all sorts, artificially driving prices higher in an attempt to squeak out healthy profits in the face of falling stock values. (Hm, wo die Spekulanten bloß das billige Geld her haben ;-))

But to many, all the financial voodoo is merely a distraction. The fundamental reality of oil - and the thing that makes it so attractive to investors in the first place - is that we are using ever more and finding ever less. High prices are necessary if we are to reduce demand, find new oil, and develop alternative technologies. "The market is starting to send a signal: You got to get your alternative in line," said Robert Kaufmann, director of Boston University's Center for Energy and Environmental Studies. "Societies that ignore this kind of signal do so at their own peril." Kaufmann isn't promoting the so-called "peak oil" theory - he doesn't think the world is quickly running out of oil. The problem, he says, is new discoveries of crude in non-OPEC areas like the United States, the North Sea, and Russia have not kept pace with the oil being removed from those places. OPEC, which holds two thirds of the world's crude oil reserves, has seen no drop in global demand despite $120 oil and has little incentive to increase output. It's this supply problem that prompted analysts at Goldman Sachs to reaffirm their prediction of a so-called "super spike" in oil prices - which could usher in $200-a-barrel crude in the next 6 to 24 months. "We believe the current energy crisis may be coming to a head, as a lack of adequate supply growth is becoming apparent," Goldman analysts wrote in a research note Tuesday. That's the supply side of the equation. The demand side is a familiar story - developing regions like China, India and the Middle East are using more and more oil. It's not that this wasn't known last year - when oil was half as expensive as it is now - it's just that the world is moving closer to that tipping point where demand will exceed supply. 'It's a finite resource," said Brian Hicks, co-manager of the Global Resources Fund at U.S. Global Investors, a San Antonio-based mutual fund. "The rest of the world wants to live like we do, and there aren't enough resources to keep everyone happy." It's become popular to blame speculators - which would include mutual funds, pension funds, some banks, and anyone else who doesn't ultimately take delivery of a barrel of oil - for the run up in price. Congressman have recently spoken of an "orgy of speculation" in the commodities markets, and have held hearings into the matter. But most analysts say investors are simply looking at these underlying supply and demand trends and buying oil because they see it going up on its own accord. After all, they can't really be influencing the price of crude, the argument goes, as they generally don't take delivery of the oil and must sell whatever contracts they have at the end of each month. Ultimately, they don't take any oil off the market. "Nobody at Goldman Sachs wants to see a fuel truck pull up and say "Ok, here's your 60,000 gallons of gasoline,'" said Michael Cosgrove, president of the commodities brokerage Amerex Brokers, which handles transactions for both banks and end users of oil like refineries. "Ultimately, it's the consumer." Which is one reason why $120 oil is necessary - to limit demand in a supply-constrained world. "I think the market is working," said Joseph Stanislaw, an independent energy adviser at the consulting firm Deloitte & Touche. "It forces us to make decisions as individual consumers that will change our behavior. It needs to be done." Government regulators at the Commodity Futures Trading Commission have also said their studies have produced no evidence that oil speculators are significantly driving up the price of crude. The argument that speculators aren't unduly influencing oil prices is by no means universally accepted. "I think the market is totally insane," said Fadel Gheit, a senior energy analyst at the investment firm Oppenheimer. "Somebody is playing a game, and we're all paying for it." Gheit said demand has fallen in developed countries, and there is plenty of energy supply - mostly in the form of natural gas - available right here in the United States, if only the oil companies had access to it. Some analysts and politicians have called for increasing the nations oil production by drilling in areas that are currently off limits - like the Arctic National Wildlife Refuge, sections of the Rocky Mountains and off the east and west coasts. "If we opened access to gas in this country, we wouldn't need oil in five years," he said. Both sides in this debate make concessions. The "market-is-working" types agree that the discovery of oil as an investment class is probably driving up prices somewhat - perhaps by as much as $30 a barrel - although they maintain the long-term price trend would be little changed absent these speculators. And Gheit agrees that higher prices do provide much-needed incentive to limit demand. "I've long said maybe the best thing that could happen to this country is to have $6 gasoline," he said.

Antworten
Ischariot MD:

Hoppla

6
08.05.08 23:30
AIG meldet Rekordverlust, kündigt Kapitalerhöhung an

New York (aktiencheck.de AG) - Der weltgrößte Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass er im ersten Quartal 2008 den bisher größten Quartalsverlust erwirtschaftet hat, was auf eine hohe Sonderbelastung im Zusammenhang mit der Kreditmarktkrise zurückzuführen ist. In der Folge kündigte AIG eine Kapitalerhöhung um 7,5 Mrd. Dollar durch die Ausgabe neuer Aktien an.

Daneben wurde auch eine Personalentscheidung publik. So wird Steven J. Bensinger, derzeit Executive Vice President und Chief Financial Officer, neuer Vice Chairman für den Bereich Financial Services. Ein Nachfolger als CFO wird derzeit gesucht.

Der Nettoverlust belief sich auf 7,81 Mrd. Dollar bzw. 3,09 Dollar je Aktie, nach einem Gewinn von 4,13 Mrd. Dollar bzw. 1,58 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Verlust lag bei 1,41 Dollar pro Aktie.

Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 76 Cents ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 1,67 Dollar in Aussicht.

Die Aktie von AIG beendete den Handel heute an der NYSE bei 44,15 Dollar (-2,06 Prozent) und gewann nachbörslich 0,64 Prozent auf 44,43 Dollar. (08.05.2008/ac/n/a)
Antworten
obgicou:

also

10
09.05.08 08:13

wird AIG heute mit -15% eröffnen, um den Markt mit einem Schlußkurs von +25% nach einem Bilderbuch-Revearsal (alles ist jetzt ja eingepreist) ins Wochenendplus zu führen
Antworten
Anti Lemming:

Genau, Obgicou

4
09.05.08 08:17
Denn es sind ja Gewinne und keine Verluste, wenn man nur die Vorzeichen ändert. Aus einem Minus ein Plus zu machen ist sogar ohne Radieren möglich. Lehman hat vorgemacht, wie so was geht.
Antworten
malsomalso:

Contrade, dem Thema ...

10
09.05.08 08:42

widmet sich Ronald Gehrts neuer Marktkommentar. Sehr lesenswert, m.E.

Das Futures-Spiel und der Super-Spike
 

 

Verehrte Leserinnen und Leser,


bereits gestern wollte ich eine Kolumne zum Thema Rohöl schreiben. Gut, dass mich eine kaputte Festplatte zwang, bis heute zu warten, denn ich hätte einen köstlichen Aufhänger verpasst. Gestern haben die volksnahen Menschenfreunde der US-Investmentbank Goldman Sachs mal wieder zum andächtig zu ihnen aufsehenden Volk gesprochen. Sie wissen, das waren die, die ihre eigenen Subprime-Schieflagen auffingen, indem sie in diesem Bereich Shortpositionen aufbauten, also quasi erfolgreich auf den Absturz ihren eigenen Machwerke spekulierten. Das alleine ist vertrauenserweckend, wie es sich für eine Bank gehört, nicht wahr? Ungefähr so, als würde man jemandem einen Satz Reifen verkaufen und ihm danach erwartungsvoll mit dem Abschleppwagen hinterherfahren.

Der Super-Spike

Eben diese Bank tat gestern kund, dass sie nun einen „Super-Spike“ im Ölpreis erwarte, der sich binnen der kommenden 18 Monate ereignen könnte. Kursziel (weil’s so schön rund ist): 200 Dollar das Fässchen. Nun kann man sich lächelnd daran erinnern, dass solche Prognosen immer und überall dort auftauchen, wo sich eine Fahnenstange gebildet hat. Was steil steigt, wird noch steiler weiter steigen, was steil abstürzt, kommt übermorgen bei Null an. Genau den selben Kram haben wir bei VW oder der Deutschen Börse-Aktie, beim HangSeng, bei Gold, dem Euro/Dollar-Kurs etc. gesehen. Da die Begründungen das übliche blabla waren, könnte man diese Geschichte eigentlich einfach abhaken. Aber:

Da sind zwei Aspekte, die man genauer bedenken sollte. Nicht das Kursziel und der Zeitraum. Ich halte das zwar für sehr, sehr unwahrscheinlich. Aber wer die Börse verstanden hat weiß, dass nicht niemals wirklich ausgeschlossen werden kann, denn wir kennen die Verhältnisse und Rahmenbedingungen nicht, die in einem halben oder einem Jahr herrschen werden. Goldman Sachs übrigens auch nicht, weshalb solche Weissagungen ja auch Unsinn sind. Nein, Punkt 1 ist eine Ergänzung zu dieser „Prognose“:

 

Der USA Bären-Thread 4276163


Sie wollen doch nur Ihr Bestes!

„Speculators should be applauded“, hieß es da. Sprich, man sollte den Spekulanten, die die Kurse immer weiter nach oben treiben, eigentlich dankbar sein, so Goldman Sachs. Weil, jaja, weil sie so nämlich das Bewusstsein der Konsumenten hinsichtlich des Wertes begrenzter Energieressourcen schärfen und so dazu beitragen, dass die Menschen endlich sparsamer mit dem Öl umgehen. Da ich ein gehorsames Kind bin, habe ich sofort die geliebten Futures-Zocker in Chicago in mein Nachtgebet eingeschlossen. Vielleicht nicht so, wie die Goldman Sachs-Menschen sich das vorstellen ... aber diese Details zu meinem Nachgebet niederzuschreiben wäre womöglich strafbar.

Aber wir lernen: SO ist das also! Die Ölpreis-Explosion hilft uns Durchschnitts-Trotteln also, endlich mal vernünftig zu werden. Die Spekulanten sind demnach Wohltäter. Wer hätte das gedacht? Da werden die 95% der Weltbevölkerung, die nicht im Land mit dem größten Energieverbrauch pro Kopf, sprich den USA, leben, froh sein. Die Länder, die sich Umweltschutz und neue, moderne Industrie nicht leisten können; die Leute, welche die Energiepreise trotz ohnehin extremer Sparsamkeit immer mehr in die Bedrouille bringen, also der überwältigende „Rest“ dieser Welt, werden diese weisen Worte mit Wonne hören. Meine Lebensgefährtin sagte auf diese durchdachte Erkenntnis hin: „Diese Typen sollten mal ein Jahr versuchen, mit meinem Gehalt zu leben“. Natürlich habe ich sofort energisch für diese armen Schlucker bei Goldman Partei ergriffen. Woher sollen diese bedauernswerten Würstchen mit ihren erbärmlichen paar Millionen Bucks Gehalt (kann man solche Peanuts eigentlich schon Gehalt nennen?) denn wissen, was sich unterhalb ihrer Gehaltsklasse abspielt? Nein, wir sollten diese armen Menschen, die mit einem goldenen Löffel im Hintern leben müssen, ehrlich bedauern und ihnen auf der anderen Seite Lob zollen, wie sehr sie sich dennoch um unser aller Wohl bemühen.

Die Wohltäter machen die Kurse

Nur: Genau diese Klientel, diese massive Mehrheit von 0,01% (oder weniger) der Bevölkerung dieser Welt ist es, die die Kurse in den letzten Tagen „macht“. Nicht unmittelbares Angebot und Nachfrage, nicht der Dollar, nicht irgendwelche Lieferengpässe oder Sprüche des US-Präsidenten. Diese schon groteske Aussage passt dazu, wie sich diese Leute rechtfertigen, während eine ganze Welt langsam aber sicher in das Lager derer wechselt, die die Futures-Zocker am nächsten Laternenmast aufhängen möchte. Laut CNBC gestern ist selbst unter den Investoren die Wut und Ablehnung überwältigend. Und dass es die Zocker vor allem der Hedge Funds sind, die nun die Kurse völlig dominieren, kann jeder leicht erkennen, der das Kursverhalten der Rohölpreise ein paar Wochen beobachtet hat UND weiß, wie sich die Kurse normalerweise bewegen.

Und damit kommen wir zum zweiten interessanten Punkt: Goldman Sachs ist der größte Hedge Fund-Betreiber weltweit, zumindest laut Stand 2007. Und Hedge Funds sind es, die für die extremen Kursausschläge der vergangenen Wochen stehen. Und dann kommt Goldman Sachs mit einer solchen, irgendwie komischen „Studie“ daher. Ei, warum denn wohl ...? Das hat meiner Ansicht nach sehr triftige Gründe. Sie werden es gleich sehen.
 
Der USA Bären-Thread 4276163


Ich will Ihnen heute noch mal erklären, wie das Futures-Spiel funktioniert, das hier gespielt wird. Es ist genau das selbe Spielchen wie im letzten Herbst im Dax (Stichwort Société
Générale) und im Februar/März im Gold. Gold und Dax bewegen sich momentan wieder völlig frei und normal, jetzt ist der Ölpreis das „Spielfeld“. Und leider ist es für die, die spielen, wirklich nichts anderes wie „Playstation, denn der Milliarden-Einsatz ist ja nicht das Geld der Spieler selbst, sondern das Geld der Investoren, die überdies – Hedge Funds sind ja meist eine „Black Box“ – in aller Regel nicht einmal wissen, was mit ihrem Kapital angestellt wird.

Das Futures-Spiel: Die Spielutensilien

Man nehme ein wenig Geld. Es muss nicht viel sein, sagen wir mal 50 Milliarden, so wie bei der Société Générale. Also das, was Sie und ich halt so an Klimpergeld in der Hosentasche herumtragen. Aber für den Ölmarkt reichen eigentlich auch fünf Mlliarden.

Nun setze man ein paar Leute an die Computer. Da die Spielregeln herzlich simpel sind, kann man auch einen Trupp College-Abgänger dahinter klemmen und von einem 25jährigen Senior-Trader mit 150 Jahren Börsenerfahrung beaufsichtigen lassen. Geht schon. Vor allem: Je weniger die, die wirken, wissen, was sie BEwirken, desto besser. Und nun geht es los:

Das Futures-Spiel: Vor Spielbeginn

Man prüfe, wie hoch üblicherweise die Tages-Umsätze in den Öl-Futures liegen und prüfe darüber hinaus, wann normalerweise eher umsatzschwache Zeiten sind. Dann beginnt man, „behutsam“ Long-Positionen einzukaufen, nach der guten alten „Berserker-Methode“. Das heißt, man walzt einfach alles platt, was an Verkaufsorders im Markt liegt. Beispiel:

Nehmen wir an, das US-Öl Light Sweet Crude läge momentan bei 120 Dollar. Der Umsatz war gestern an der NYMEX 350.000 Kontrakte, die Margin für Clearing-Mitglieder liegt bei 6.500 Dollar, wobei ein Kontrakt 1.000 Barrel umfasst. Das heißt, der Tagesumsatz war bei ca. 2,3 Milliarden Dollar, bezogen auf die Margins (das Geld, das man wirklich bezahlt und das bei der Terminbörse als Sicherheitsleistung hinterlegt wird). Dabei entsprechen im Future ein Cent Kursveränderung 10 Dollar. Was heißt, die Margin deckt 6,50 Dollar Kursveränderung ab, bei diesem Kurs 120 Dollar also etwas mehr als 5%.

Da kann man also, bei diesen Schwankungen, schnell mal ins Schwitzen kommen, denn wenn ein größerer Teil der Margin am Handelsende eines Tages aufgezehrt wäre, müsste man nachschießen. Und wer mal so eben 50.000 Kontrakte Long ist, der sollte Reserven haben. Dass in den letzten Monaten so viele Anleihe-Hedge Funds im Zuge der Kreditkrise pleite gingen lag daran, dass die eben keine ausreichenden Reserven hielten. Haben die Spieler im Ölmarkt nun die nötigen Reserven? Weiß man nicht ... und das muss man im Hinterkopf behalten.

Dabei zählt aber nicht, wo jeder einzelne Kontrakt gekauft wurde, sondern die Gesamtposition, d.h. der Durchschnitt. Wenn man also Long ist und die Kurse steigen immer weiter, bleibt alles völlig problemlos. Kritisch wird es, wenn man in stagnierende Kurse weiter kauft. Denn dann nähert sich das Margin-Call-Niveau, d.h. dort, wo man nachschießen muss. Und wenn die Kurse kippen, erst recht, aber dazu gleich mehr.

Das Futures-Spiel: Die ersten Spielzüge

Zunächst mal das Procedere, um die Kurse dorthin zu schieben, wo man es gerne hätte. Man schnappt sich einen nach Möglichkeit etwas umsatzarmen Zeitpunkt. Sagen wir, Öl steht bei genau 120. Auf 50 Cent nach oben liegen gestaffelt 2.000 Kontrakte zum Verkauf. Normalerweise gehen die Kurse da nicht drüber, weil die Umsätze pro Stunde in einer ruhigen Phase bei vielleicht 5.000 Kontrakten liegen und diese Sell-Orders natürlich immer erneuert werden. Doch jetzt komme ich, der große Käse der Futuresmärkte. Ich kaufe einfach locker alle 2.000 Sell-Orders binnen Sekunden auf (Berserker-Methode), so schnell, dass andere gar nicht dazu kommen, noch mit neuen Sell-Orders gegenzuhalten. Jetzt, bei 120,50 angekommen, sichere ich mein erreichtes Kursniveau, indem ich einfach bei 120,50 1.000 Kontrakte als Buy-Order hinsetze und jeweils einen Cent tiefer bis 119,95 immer noch mal 1.000. Das wär’s erst mal.

Denn damit der Ölpreis nun wieder unter 199,95 fallen könnte, muss irgend jemand meine 6.000 Kontrakte, die ich da zum Kauf hingesetzt habe, erst mal wegkaufen. Erst dann wäre der Weg frei. Selbst wenn jemand sich durch diese 6.000 Kontrakte kämpfen würde ... ich hab ja ein paar Milliarden in der Hinterhand. Wer das meiste Geld in den Ring wirft bestimmt, wo es langgeht. C’est la bourse.

Nach einer guten Tasse Kaffe entschließt sich der Hedge Funds, dass ein Kurs von 120,50 ganz nett ist, 121 wären aber noch netter. Also: Das selbe Spielchen noch mal. Alle über aktuellem Kurs liegenden Sell-Orders wegkaufen und den Sperrriegel auf 120,95 bis 121 legen und fertig. Nun könnten Sie einwenden: Wenn da aber doch ein noch größerer Fisch dagegen hält, kommt man schnell in Not. Nun, nur, wenn einem langsam das Geld ausgeht, und das muss nicht so schnell passieren. Denn diese 6.000 Kontrakte, der Sperrriegel, werden selten wirklich bedient, weil da noch die Parasiten sind.

Das Futures-Spiel: Die Nebenspieler

Die Parasiten sind kleinere Akteure, die diesen Riegel natürlich auch sehen. Sie traden kleine Portionen, die sie über den Sperrriegel legen, also 10 Kontrakte Buy-Order z.B. bei 121,01 und 121,02. Da sie direkt darunter ein „Kissen“ aus riesigen Kauforders haben, gehen sie wenig Risiko ein, da mitzuschwimmen. Je steiler die Kurse steigen, desto mehr Parasiten werden angelockt und bilden somit für den großen Fisch ein Polster über seinem eigenen Sperrriegel.

Hinzu kommen die, die beim Brechstangen-Kaufen der Hedge Funds die Gegenseite einnahmen, da ja jeder neue Long-Position zugleich eine neue Short-Position bedeutet. Wenn diese in die dauernd weiter steigenden Kurse eindecken, unterstützen sie den Prozess der steigenden Kurse ebenfalls. Und:

Eine Gefahr, dass der Riegel gebrochen wird bestünde ja nur, wenn jemand massiv Short gehen will. Diejenigen, die nur aus Long-Positionen aussteigen und so von dem hohen Kursniveau profitieren wollen, wären schön blöd, das mit der Brechstange zu tun. Nein, die freuen sich über die guten Gewinne, die der große Fisch ihren bestehenden Long-Positionen beschert und bedienen in kleinen Stückchen die Parasiten, um nur langsam Positionen abzubauen und dem großen Fisch nicht bei seinem Spielchen des Kurse-Treibens zu irritieren. Und da die massiv und immer weiter steigenden Umsätze unterstreichen (neben diesem Kursverhalten, das durch seine Methode die Urheber klar aufzeigt), dass die Hedge Funds den Markt momentan dominieren und die fast alle nach dem Momentum traden (solange es weiter steigt, wird immer weiter Long gegangen) ist nicht zu erwarten, dass da ein großer Fisch aus seinem stumpfen Vorgehen ausschert und massiv Short gehen will.

Könnten die Kurse also auf ewig weiter steigen? Nein, und das lässt mich jetzt schon fröhlich grinsen. Denn die Kurseinbrüche beim Dax im Januar und beim Gold im März zeigen den Haken auf, den das Spielchen hat.

Der Haken an der Sache

Je schneller und höher die Kurse steigen, desto mehr „normale“ Akteure steigen aus ihren Long-Positionen aus oder gehen sogar Short. Der Druck wird also höher. Vergessen wir nicht, dass der „faire“ Marktpreis unter normalen Umständen von den meisten Öl-Experten im Bereich 70-90 Dollar gesehen wird.

Die Spieler werden also immer öfter „bedient“, d.h. ihre Sperrriegel-Kauforders werden auch wirklich durch Gegenpositionen bedient. Ihre Positionen wachsen und wachsen. Die offenen, ausstehenden Kontrakte in den Öl-Futures haben momentan ein erstaunlich hohes Niveau erreicht und wachsen täglich schneller. Je riesiger die Positionen der Hedge-Funds aber werden, desto mehr stellt sich das Problem: Wie soll man aus Buchgewinnen echte machen, sprich wie in aller Welt kommt man aus diesen Positionen wieder raus? Denn diese gewaltige Größe war es, die den Spielern bei Dax und Gold das Genick brach, als plötzlich mehr Verkaufsdruck aufkam als zuvor.

Dazu muss man eines sehen: Um aus einer Long-Position im Future herauszukommen, muss man das Gegenteil tun. Man geht also Short und stellt sich dadurch dann neutral. Aber: Dazu bedarf es eines Gegenparts, d.h. es muss auch wirklich jemand diese Shortposition ermöglichen, indem dieser Gegenpart zum aktuellen Kurs LONG gehen will.

Dauerpositionen bringen langsame Verluste

Nicht besonders hilfreich ist, einfach in den Positionen drin zu bleiben um beim auslaufen eines Future-Kontraktes in die nächste Laufzeit zu rollen. Denn die jeweils nächsten Liefermonate liegen im Kurs immer niedriger. Der Liefertermin Juni 2009 notiert sechs Dollar unter dem Kurs des aktuellen Futures! Da man sehen muss, dass die Futures-Spieler ja nicht von einem Kurs von 120 Dollar ausgehen können und müssen sondern von dem, was sie de facto bezahlt haben (die Margin von 6,50 Dollar pro Barrel), ist das fatal.

Also MUSS man irgendwann die Positionen wieder verkleinern, indem man Short geht. Das heißt, die großen Fische und ihre Sperrriegel sind auf einmal auf schwindelerregend hohem Kursniveau weg und gesellen sich zu denen, die Short gehen. Da ihre eigenen Fallnetze fehlen (wären sie noch da, würden sie mit sich selber handeln) und das jeder Marktteilnehmer in den Orderbüchern SEHEN kann; da die Kurse zuvor massiv gestiegen sind und so zum Verkauf einladen ... wer wäre da bereit, solche Mengen Long zu gehen und den Spielern so aus den Positionen zu helfen, wenn jeder erfahrene Trader weiß, dass die nun unter Druck stehen?

Die durch das Futures-Spiel aufgebauten, überdimensionalen Long-Positionen bedeuten riesige, überdimensionale Short-Orders, um sie zu neutralisieren. Das erzeugt immensen Druck, sodass jeder clevere Trader aus der Gruppe der „Normalen“ sich hütet, hier mitten in eine solche Aktion Long zu gehen. Und je weniger Long-Positionen auf aktuellem Level aufbauen wollen, desto weniger Positionen können die Spieler des Futures-Spiel abbauen.

Schiere Größe wird zum Fallstrick

Das erzeugt Druck. Und dazu kommt der nächste Haken: Wenn dieser Druck dazu führt, dass das Momentum negativ wird, heißt das laut Spielplan Short gehen. Das heißt, die Hedge Funds, die bereits aus ihren Long-Positionen raus sind, drehen auf Short. Dann will erst recht keiner Long gehen und das Tempo der Abwärtsbewegung beschleunigt sich erneut.

Das ist letzte Woche passiert, als die Rohölpreise plötzlich binnen zwei, drei Tagen um fast zehn Dollar fielen. Und dieser Absturz hätte sich fortgesetzt, wenn nicht die großen Spieler, bei denen bereits die Margin brannte, am 1. Mai noch mehr Geld in den Ring geworfen hätten. Da wurde der Ölpreis wieder über den 20 Tage-Durchschnitt gehievt und dadurch zugleich ein Verkaufssignal des Momentums verhindert. Zugleich wurde durch das Aufholen der Verluste dieses Tages zahllose Margin-Calls, d.h. Nachschusspflichten, verhindert, denn für die Berechnung zählt das Handelsende.

 
Der USA Bären-Thread 4276163



Fahnenstangen brechen. Immer.

Einmal sind sie also noch davon gekommen. Aber durch diese Rettungsaktion sind die Positionen ja NOCH größer geworden. Und man musste die alten Hochs knacken – einerseits, um wieder mehr Luft zum nächsten Margin-Call zu bekommen, andererseits, um neue Käufer anzulocken, die dadurch auf diesem Level Long gehen wollen und so helfen, dass die Spieler irgendwie ihre Positionen wenigstens reduzieren, wenn schon nicht loswerden können.

Sieht man diese „Studie“ von Goldman Sachs, dem größten Hedge Fund-Betreiber, in diesem Licht, passt sie gut ins Bild. Das Kursziel von 200 Dollar klingt verlockend und die Aussage der positiv erzieherischen Wirkung von Hausse-Spekulanten auf uns alle klingt, als wolle man sich nicht nur selbst Absolution erteilen, sondern denen, die solche Spekulationen ablehnen, sanft einflüstern, es sei doch gar nichts dabei ... kauft, ihr tut sogar Gutes ... und helft den Hedge Funds, aus ihren Positionen zu kommen, damit ein anderer Long ist, wenn die Chose kippt!

Jeden Morgen steht ein neuer Idiot auf, sagt man. Aber SO blöd sind nicht viele. Und ich wette darauf, es sind in jedem Fall zu wenige, um den nächsten Kursrutsch wegen überladenen Hedge-Fund-Portfolios zu verhindern!


Herzliche Grüße
 
Ihr
Ronald Gehrt

Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 871  872  874  875  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.795 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 02.01.26 11:22
469 156.446 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 01.01.26 14:00
  55 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax ARIVA.DE 19.10.25 10:00
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--