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Der USA Bären-Thread


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wawidu:

Horrorszenario

10
14.10.08 21:22
Ich habe mich wohl geirrt: Vierte Wellen innerhalb der c-Wellen stehen aktuell noch nicht an! Die EW-Zählung des SPX-Stundencharts zeigt etwas ganz Anderes.
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Der USA Bären-Thread 192694
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permanent:

Politik: Im Schatten des Bären

3
14.10.08 21:27

Im Schatten des Bären 

14.10.2008, 20:52 Uhr von Michael Brackmann, Marietta Kurm-Engels und Jens Münchrath

Nach dem fulminanten Befreiungsschlag zu Wochenbeginn kannten die wichtigsten Börsen auch am Dienstag zunächst nur eine Richtung: aufwärts. Von der erhofften Wende in der Finanzkrise sind die Märkte jedoch noch weit entfernt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach letztlich aus, was viele dachten: „Die Lage ist unverändert ernst.“ Artikel

 

Bank of New York Mellon Tapped by Treasury as Main Custodian of Bank Bailout Program (Click Here for Story)

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C_Profit:

Retail shakeout: 'Worst is yet to come'

8
14.10.08 21:30
die Situation der Retailer ist ja schon mehrfach nicht nur beleuchtet, sondern eben hier durchleuchtet worden.

dazu noch der Folgende Artikel.

Worauf weniger (anscheinend) geachtet wurde, sind die gegen scheinbar alle Finanzwirren gefeiten Internet Händler.
Amazon baut schon stellen ab, Ebay hat in Berlin 100 Leute entlassen...

Wenn nicht auch dort heftige Umsatz - und Gewinneinbrüche zu vermelden sind, würde mich das sehr überraschen.




NEW YORK (CNNMoney.com) -- The credit market freeze has added to an incredibly tough sales year for U.S. retailers, and analysts warn that these challenges are just the beginning of what could be a brutal 2009 for merchants.
Credit is the lifeblood of retailers

Claire Gruppo, co-founder and managing director of independent investment firm Gruppo, Levey and Co.,
thinks retailers are heading for a dismal fourth quarter, especially if Christmas sales shrink.

The November-to-December holiday gift-buying months can account for as much as 50% of merchants' annual profits and sales.

If holiday sales are indeed weaker, Gruppo fears that many retailers will find their banks even less willing to lend. "Lenders will remain very skittish and either reduce their credit lines to merchants or pull the existing line of credit altogether," Gruppo said.

Who's in danger?

"[Retail] sectors that are heavily dependent on discretionary spending will be hit the hardest," said Kopacz.

Although she declined to name specific firms due to confidentiality agreements, she said the jewelry, household appliances, furniture and restaurant sector could see trouble.

money.cnn.com/2008/10/13/news/economy/retail_shakeout/index.htm
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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wawidu:

@CP - # 31528

3
14.10.08 21:40
Schau hier!
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Der USA Bären-Thread 192701
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oasis2:

#31501: ... 13. Rettungsplan...

7
14.10.08 21:47
Interessant, dass alle in Schwarz antreten;-)
mE ist der dieswöchige Rettungsplan der letzte, der an der Börse mit Euphorie gefeiert wurde. Sollte dieser scheitern oder auch nur nicht genügen, wird
1) die staatliche Solvenz arg strapaziert und
2) das Vertrauen in "unsere Herrn/Damen Politikers" entscheidend erschüttert.
3) wird es dann nur noch zu einem "dead cat bounce" kommen, ähnlich wie bei der vierten oder fünften Leitzinssenkung in USA, da gings mitunter bereits nach 1 Stunde wieder abwärts.

Good night
oasis
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C_Profit:

Danke wawidu

5
14.10.08 21:56

die " Wette gegen den US-Konsumenten" kann man getrost erweitern ...

On a macro level, a flood of retail bankruptcies next year will push up unemployment and that not good for the overall economy, Gruppo said.  "It's going to be very ugly in 2009," she said.

Mich beruhigt in keiner Weise, wenn die Rede davon ist, die Auswirkungen der Krise bekämpfen zu wollen. Das ist genau wie immer, an Symptomen rumdoktern und zielsicher an den Ursachen vorbei...

You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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Kicky:

Dow nachbörslich plus 236 Punkte

4
14.10.08 22:34
und Intel schlägt Erwartungen,Outlook düster
money.cnn.com/news/newsfeeds/articles/...fe165b9c2551468db.htm
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Kicky:

die politischen Sünden der Vergangenheit u.die TSI

6
14.10.08 22:47
www.nachdenkseiten.de/?p=3127
www.weissgarnix.de/?p=620

das ist ein absolutes Muss es zu lesen,da kann einem richtig übel werden,wenn man sieht wie uns die Politiker gutgläubig und den Argumenten der Bankenlobby folgend den ganzen Schlamassel eingebrockt haben,genau die Politiker,die jetzt vollmundig meinen,sie retten das Finanzsystem in unser aller Interesse indem sie dem Steuerzahler unzählige Milliarden Schulden aufbürden,von denen man noch nicht mal weiss,ob das überhaupt hilft....(navigator hat es leider verkürzt erwähnt)

Zitat:Der SPD-Politiker Peer Steinbrück brillierte in der Rolle des kundigen und durchsetzungsstarken Krisenmanagers.LOL das werden wir erst mal abwarten
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Kicky:

Die Hütte brennt lichterloh

3
14.10.08 22:57
www.mmnews.de/index.php/200810141300/.../Die-Hutte-brennt.html
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wawidu:

Die "reale" Wirtschaft

7
14.10.08 23:37
dürfte für eine Zeit lang von den Financials nicht mehr korrekt abgebildet werden. Es gilt daher, das Augenmerk vor allem auf folgende Indizes zu richten, die die reale Verfassung der US-Wirtschaft bzw. die Erwartungen des Marktes reflektieren:

$NDX - $SPI - $RLX - $TRAN - $UTIL sowie u.a. die $DJUS.. Subindizes

AP - EC - RH - HR - HV - MT - TK - AF - CP - IM - ST - CL - LG - RU - TT - CA - CE - CR - DS - IQ - OE - RD - NS und last not least WC (ist tatsächlich für´s Klo!)

Eine lange Reihe von "Karten" im  zusammenfallenden "Kartenhaus"!

Besonderes Augenmerk sollte man auch dem $DJR, dem $DJCB und den ETFs XLY und LQD zukommen lassen.

Das ist USA "i.A.", nein, nicht "im Auftrag", sondern "im A....".
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Der USA Bären-Thread 192724
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TurboLuke:

@Wawidu:

5
14.10.08 23:46
könntest Du uns kurz erläutern wann eine Kerze schwarz von Stockcharts dargestellt wird?

bzgl. der Entwicklung der Bonds ist auch der langfristige Blick lohnend. Das Diamantenmuster war schon sehr aufschlussreich, hier ein etwas einfacheres:
Der USA Bären-Thread 192728
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wawidu:

Das hat was!

6
15.10.08 00:04
Dieser ETF basiert auf einem Korb von USD Corporate Bonds ausschließlich mit Ratings zwischen AAA und A ("investment grade")!
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Der USA Bären-Thread 192730
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wawidu:

@Turbo - schwarze Kerzen (1)

 
15.10.08 00:16
Zunächst der Tageschart von ABK mit zwei schwarzen Kerzen in Folge und in einem weiteren Posting der 10-Minuten-Chart. Versuche mal selbst abzuleiten, warum stockcharts.com die Tageskerzen schwarz darstellt!
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Der USA Bären-Thread 192734
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wawidu:

@Turbo - schwarze Kerzen (2)

 
15.10.08 00:18
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Der USA Bären-Thread 192735
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Ischariot MD:

Margin Call für Steuerzahler

4
15.10.08 00:47
von MMnews, ziemlich viel Doom-Zeugs dort zu finden, dieser (sehr lange) Artikel von A. Männicke enthält aber interessante Aspekte der Standortbestimmung.
Ich versuche gerade, nachdem der Montag von ziemlichem Entsetzen gezeichnet war (news +  Kurs-Reflexe darauf), mir darüber klar zu werden, was dieser Tag für die nähere Zukunft bedeutet ... bin trotzdem noch völlig ratlos ... Viel Nebel, wenig Positives. Deshalb hier für's Nachdenk-Archiv:
__________________________________________________
www.mmnews.de/index.php/200810141294/...erzahler.html#comments

Margin Call für Steuerzahler        
Von Andreas Männicke    
Dienstag, 14. Oktober 2008  

Jetzt gehts ans Eingemachte! Es geht um die Kernfragen des Systems. Es geht auch um Lerneffekte bei Politikern, Bankern, Aufsichtsgremien und last not least Anlegern.

Nach dem letzten G7 Gipfel kam klar zum Ausdruck, dass  es nun eine Verstaatlichungswelle wahrscheinlich nach dem  britischen Modell weltweit geben wird, damit der Kredit- und Geldkreislauf wieder in Gang kommt. Die Schwellenländer China, Brasilien und Indien wollen mithelfen, dass sich die Finanzkrise nicht ausweitet. Dies soll dann nur eine Übergangslösung sein, damit die Bankwirtschaft, die im Moment kein Geld hat bzw. kein Geld ausgeben will, wieder eigenständig in Gang kommt.

Die DAX reagierte am Montag mit einem Kursfeuerwerk von 518 Indexpunkten bzw. 11,4% auf 5062 Indexpunkte. Dies war der höchste Kursanstieg in der 20-jährigen DAX-Geschichte. Ob dies nun auch wieder ein Strohfeuer war, muss abgewartet werden.  Die Moskauer Börse war am 13. Oktober aber anfangs nach Eröffnung immer noch unter dem Niveau wie vor der Schließung der Börse am 9. /10. Oktober. Im ADR-Handel stieg Gazprom aber um über 20%, Surgutneftegas um über 20%% und Lukoil um 15% bei Handelseröffnung am Montag.

Auch die Wall Street explodierte am Montag  um  11,08% auf 9336 Indexpunkte. Nachdem Japaner (und ausnahmsweise nicht der Staat!) sich mit 22% an Morgan Stanley beteiligten, schoss der Kurs um 90% in die Höhe. Dies war der größte Tagesanstieg des Dow Jones Industrial Index an der Wall Street in der Nachkriegszeit. Entscheidend wird es zur Stabilisierung sein, dass die Kurse in dieser Woche nicht wieder brutal einbrechen und auch diese Rettungsaktion der G7-Länder verpufft. Wenn es aber Anschlussorder gibt, gibt es auch hohe Reboundchancen bis Jahresende. Vielleicht haben wir am 9. Oktober „schon“ die Tiefstkurse für dieses Jahr gesehen.

Es bleibt abzuwarten, ob dies wie in den Vortagen nach bestimmten „Feuerwehraktionen“ des Staates nur ein Strohfeuer ist. Der Anleger sollte aber jetzt einmal in sich gehen und selbst mögliche Szenarien entwickeln. Leider hat der Anleger (und auch der hilflose Bankberater) oft keine Schublade für ein „worst case“ Szenario parat. Ich kann nur immer wieder sagen: vermeiden Sie Kursverluste von über 50% in Ihren Depot, denn die sind schwer aufzuholen. Ich habe rechtzeitig darauf hingewiesen, in Cash zu gehen. Wie geht es jetzt aber weiter und was ist im Detail geplant?

Es soll nach den Plänen der EU in Paris weiter Liquidität und Kapital zur Verfügung gestellt werden und es sollen Bilanzierungserleichterungen geben. Die USA und der IWF wollen jetzt auch zusammen mit der EU und den Schwellenländern an einem Strang ziehen. Es handelt sich also zum ersten Mal ein Krisenpaket in der Nachkriegsgeschichte, wo die ganze Welt mit im Boot ist. Im Einzelfall soll der Staat auch Aktionär werden. Bis zu 470 Mrd. sollen für Staatsgarantien bzw. Bürgschaften alleine in Deutschland bis Ende 2009 zur Verfügung gestellt werden.

Ich kann nur hoffen, dass der Fonds nicht in dem Ausmaß in Anspruch genommen wird, denn dann gibt es eine Pleitewelle bei Gemeinden, Kommunen und Städten; selbst die Kreditwürdigkeit des Staates sinkt dann enorm. Denken Sie daran: nichts ist im realen Stresstest unmöglich, auch nicht ein Staatsbankrott! Ich hoffe aber, dass es nicht dazu kommt und dieser Fonds nur eine weitere psychologische Beruhigungspille ist, denn wie das Ganze im Ernstfall  finanzierbar sein soll, bleibt mir ein Rätsel.

(....... ARIVA will leider keine so langen Texte ...)

Jetzt ist die Analyse der Passivseite wichtiger als die Analyse der Aktivseite und Ertragspotentiale im Wettbewerb. Jetzt können die Unternehmen, die Cash haben, auf „Schnäppchenjagd“ gehen. Es wird auch zu vielen Übernahmen in 2009 kommen. Es gibt aber noch weitere Punkte, die für die Zukunftsgestaltung Beachtung verdienen. Nach wie vor sollte auch das unkalkulierbare und intransparente Treiben der Hedgefonds hinterfragt werden, die jetzt Aktien fast wahllos auf den Markt schießen müssen, um das überleben zu sichern.

Was wir jetzt verfolgen ist auch Ausdruck einer tiefgreifenden und weitreichenden Globalisierungskrise; denn wenn die freien Marktkräfte unreguliert die Geldkreisläufe auf der ganzen Welt beeinflussen, dann sind nationale Regierungen hilflos diesen globalen Prozessen ausgeliefert. Prozesse die außer Kontrolle geraten, sind immer gefährlich. Ähnliche Probleme könnte es auch im Falle eines Cyber-Krise geben. Weltweite Vernetzung birgt enorme Chancen in sich; wenn diese aber einseitig wohlmöglich kriminell ausgenutzt werden, kann es auch dort zu einer“ Systemkrise  im Web“ kommen mit nicht kalkulierbaren Risiken für die Realwirtschaft. Ähnlich ist dies heutzutage in der globalen Welt der Finanzwirtschaft. Es gab und gibt noch immer keine Transparenz über das Volumen der Kreditderivate und Credit Defaults Swaps und es gibt (noch) keine Kontrolle über  die globalen Prozessen in der Finanzwirtschaft.

Immerhin gibt es jetzt zum erstem Mal koordinierte und abgestimmte Aktionen der G7 Länder und der EU, die alle nur dazu führen sollen, dass der internationale (nicht nur nationale) Geldkreislauf wieder funktioniert und das vor allem ein Bankenrun vermieden wird. Kommt es  aber zu einem Bankenrun, kann auch der Staat nicht helfen, weil die Bilanzsummen der Banken größer sind als das BSP eines Landes.

Die osteuropäischen Länder haben es hier sogar besser, da kaum Subprimekredite  in den Büchern sind und zudem die Bedeutung des Finanzsektors in Relation zum BSP oder das Kreditvolumen pro Kopf nicht  so hoch ist. Dennoch können auch osteuropäischen Banken jetzt Pleite gehen  und wohlmöglich unter staatliche Obhut kommen, wenn sie sich zu stark international refinanziert haben und die Refinanzierung jetzt nicht mehr oder viel zu teuer möglich ist.

Das Beispiel Island zeigt sehr eindrucksvoll, dass im worst case  dann auch Staaten sehr schnell Pleite gehen können, wobei das Beispiel bisher nur bedingt aussagekräftig ist, da Island nut 360.000 Einwohner hat und dort die Banken die Wirtschaft dominieren. Zudem wurde das Wachstum im Bankensektor überwiegend nicht über Einlagen, sondern über ausländische Anleihen finanziert. Früher oder später werden sich aber auch Staaten wie USA und Deutschland die Frage stellen müssen, ob die aufgebaute Billionen-Verschuldung (=Forderungen bei Notenbanken, Pensionskassen, Banken, Versicherungen und Privatanlegern) wieder korrigiert bzw. zurückgeführt werden kann. Meine These ist schon lange: es kann früher oder später auch zu einem Staatsbankrott in Deutschland oder USA kommen.

Die Auflösung kommt dann über eine Währungsreform oder Hyper-Inflation. Auch dies ist ein Prozess, der schon in Gang ist, aber wohl erst in einigen Jahren den Problemlösern der Welt gelöst werden muss, was allerdings nicht ohne arabische Länder, China, Japan, Indien und Russland denkbar ist.

Ich hoffe, dass dann nicht solche Panikreaktionen wie jetzt notwendig sind, sondern das die Problemlösung „sanft“ und strategisch vorbereitet wird. Ich vermisse aber bei allen Regierungen (Finanzministerien) die Vorbereitung von extremen Maßnahmen einer zu hohen Staatsverschuldung oder gibt es dafür schon geheime Ausschüsse, die darüber kreativ nachdenken. Auch hier werden jetzt Fehler gemacht, da ich nicht den Eindruck habe, dass man für den „worst case“ eine oder besser mehrere Schubladen noch nicht parat hat.

In der Schweiz kommt  im Moment der Vermögensabbau schon einer Kernschmelze gleich. In der Schweiz sollen angeblich ein Drittel der Vermögen der Welt versammelt sein, wobei die Dunkelziffer groß ist. Wurden die Kunden der Schweiz aber gut beraten? Haben auch die Schweizer Banken geeignet Frühwarnsysteme für den „worst case“? Viele Vermögensverwalter sind jetzt zn 50% in Cash. Wem aber gelang es, Vermögenssubstanz  zu erhalten oder gar zu mehren außer einigen wenigen Hedgefonds (bitte bei mir melden)?

Seit letztem Jahr sind alleine im Aktienbereich Wertverluste von  über 20 Billionen USD weltweit entstanden, wobei 7% beim Dow Jones alleine einen Wert von über 1 Billion USD haben. Das Kernproblem ist nun ein Misstrauen in der Finanzwirtschaft; wenn das Misstrauen auf die Realwirtschaft überschwappen sollte, kommt es zu weniger Konsum, weniger Investitionen und dazu Massenarbeitslosigkeit, höheren Haushaltsbilanzdefiziten und Bankenpleiten, die dann durch den Staat, also uns absorbiert werden. Dann werden eine Reihe von Gemeinden, Kommunen und Städten faktisch Pleite geben. Das reiche Kalifornien ist jetzt schon Pleite, weil ihm 7 Mrd. im Haushalt fehlen.

Im Moment gibt es eine Flucht ist Staatsanleihen (Bundesschatzbriefe fast ausverkauft) und in Gold als letzten Rettungsanker, wobei für mich Gold keinen ausreichenden Schutz für Verluste im Aktienbereich bieten werden. Anleihen werden aber bei anhaltend hoher Inflation auch real (inflationsbereinigt) keinen Schutz dauerhaft bieten können. Ich bin schon sehr verwundert wie hilflos jetzt Politiker, Wirtschaftswissenschaftler auch Nobelpreisträger, Bankberater, Analysten und Anleger sind und wohl auch bleiben werden, wenn es zu einem wirklichen Stresstest  nicht nur bei Banken, sondern auch der Staatsfinanzen kommt. Lieber also dafür jetzt schon sorgen, dass kein Feuer ausbricht, bevor die großen Feuerlöscher nur den Brand löschen, aber ein Chaos hinterlassen.

Warum macht man sich als Politiker nicht jetzt schon Gedanken wie man die Zukunftsprobleme wirklich lösen wird. Die Staatsschulden der Amerikaner befinden sich jetzt in diversen Büchern der US-Pensionskassen, der ausländischen Pensionskassen, der Nationalbanken (Transparenz der Anlagepolitik der Notenbanken), der Araber, Chinesen und Russen (oft Einzelpersonen bzw. deren Finanz-Holddings). Auch hier ist es natürlich die Frage, wie lange vertraut man den USA noch zu, ihre Schulden weltweit bezahlen zu können.

Die Amerikaner müssen jetzt einen enormen Sparvorgang in Gang setzen, um mittelfristig nicht die Vertrauenswürdigkeit in die Währung zu verlieren. Dies bedeutet aber auch Konsumverzicht in dies in den USA, was in den USA mit einer Rezession verbunden sein wird. Den nächsten Stresstest in der Realwirtschaft muss  die USA schon sehr bald, wahrscheinlich schon in 2 Monaten die US-Automobindustrie bestehen. Die Betriebsstilllegung bei Opel war nur der Anfang eines schwierigen Anpassungsprozesses in einer Finanzwelt, wo das Geld ausgeht. Die Börse ist oft das beste Frühwarnsystem für die Realwirtschaft.

Passen Sie also genau auf, was in den nächsten Wochen mit GM passieren wird. Wird GM mit Chrysler mergen? Dann treffen sich zwei Blinde mit Krückstock, die beide  im Nebel der Konjunkturausblicke und des Verbraucherverhaltens rumstochern, aber sich gegenseitig stützen wollen.  Wenn aber GM Chapter 11 anmelden muss, wird für die USA eine weitere Welt untergehen und Träume von „think big“ werden zu Alpträumen (auch an den Weltbörsen!).

Dabei wäre auch das ein ganz natürlicher Auslesprozess einer falschen Produktpolitik (zu wenig Hybrid und umweltfreundlich) und einer zu hohen Verschuldung. GM hat schon vor 1 Monat die Kreditlinie mit 4,5 Mrd. USD voll ausgeschöpft. Jetzt kann nichts mehr helfen außer der Staat, der dann auch wieder für Managementfehler gerade stehen muss. Was für Banken gilt, müssen die USA demnächst auch  auf große multinationale Konzerne ausweiteten, da sonst die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit zu groß ist. Das Motto heißt auch hier: too big to fail.

Was passiert aber, wenn GM trotz aller Rettungsbemühengen des Staates doch Pleite gehen sollte? Das würde sofort eine weitere Tsunamiwelle an den Weltbörsen trotz aller Rettungsversuche auslösen. Dieses Thema wurde schon am letzten Donnerstag an der Wall Street gespielt, die zuvor auch ein paar Mal das Thema Lehman Brothers mit Gerüchten um eine mögliche Pleite durchspielte.

George Soros wollte auch nicht an Pleite glauben und wurde bestraft. Aber keiner wollte im Grunde so recht an eine Pleite eines Prime Brokers glauben. Auch hier heißt es für Politiker und Anleger: Last Margin Call bedeutet last wake up call für alle  Anleger. Viele begreifen immer noch nicht, welche Prozesse jetzt gerade ablaufen, obwohl sie klar erkennbar sind.  Selbst Bill gates rechnet für das nächste Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 9% in den USA!

Aus  einer wahrscheinlichen Rezession  in 2009 darf hernach aber keine Depression oder eine japanische Krankheit in der Welt werden. Noch ist der Dollar die Weltreservenwährung mit dem Ausspruch „In God we trust“. Auch hier müssen in Zukunft der Yuan und Rubel als Weltreservenwährung mehr Beachtung finden. Insofern gebe ich Medwedew/Putin ganz recht.

Dass es zu keiner Depression kommt, können (nur) die Emerging Markets (auch in Eigenregie und nicht unter der Regie des IWF) etwas beitragen. Die Führungsrolle der USA wird abgelöst. Auch das ist wie ein Paradigmawechsel. Die Welt verändert sich im Moment dramatisch. Verändern Sie sich auch und passen sich den Prozessen an. Oder noch besser: Nutzen Sie die Prozesse als Chance aus.

Der EZB-Chef sagte ebenfalls anbetungsvoll „You can count on us“ und macht eindringliche Appelle, das die Banken jetzt wieder sich gegenseitig trauen sollen und nicht das Geld, dass sie sich bei der EZB ausleihen nur wieder bei de EZB anlegen. Nun, „you can count on us“, war auch die Werbung von Nothern Rock und wer diesem Werbespruch vertraut hatte, war (fast) sein Geld los. Ähnlich denken jetzt wieder Bankmanager, wo keiner dem anderen traut. Ich will es kaum aussprechen oder denken: aber können wir wirklich den Staat vertrauen?

Und was passiert, wenn wir dem Staat nicht mehr trauen können? Es kommt dann eine Währungsreform als „ultima ratio“. Aber wie weit sind wir von diesem letzen Schritt entfernt? Wenn alle jetzt mitmachen und die Banken und Wirtschaft, vo allem die Konsumente (also Sie!) wieder Vertrauen bekommen,  noch sehr weit. Wenn nicht gibt es ein „1929“-Szenario schneller als uns lieb ist.

Bankmanager und Anleger brauchen jetzt einen Psychiater. Also ab auf die Coach! Wenn keiner mitmacht oder es weitere Pleiten mit systemischen Risiken wie bei GM gibt, dann aber kann es schon sehr bald wieder zu einem Crash und Staatsbankrott kommen. Denken Sie mal darüber nach, denn jetzt können sich sehr schnell Verschuldungs-Prozesse entladen, die schon lange in Gange sind.

Ohne dass es zu einer Systemkrise gekommen war, waren schon eine Reihe von Staaten zuvor Pleite gegangen wie ua. Russland,  Mexiko, Argentinien. Nur kann der Staat seinen faktischen Bankrott so lange hinausschieben, bis es genug Personen/Institutionen gibt, die ihm noch Geld geben. Aufgepasst: Amerika wäre ohne Kapital aus China, Japan und Saudi-Arabien längst Pleite, denn diese neuen Kapitalgeber finanzieren das US-Haushaltbilanzdefizit im großen Stil.

Sie sind also mit im Boot und können sich einen Staatsbankrott wegen des Counterpart risk nicht erlauben. Jetzt wurde die US-Verschuldungsgrenze auf 11 Billionen erhöht. Und das obwohl die Sparquote minimal ist. Die große Illusion der amerikanischen Altersversorgung war und ist, dass Immobilien und Aktien immer weiter steigen. In den USA ist die Altersversorgung sehr stark auf diesen beiden Beinen Aktien und Immobilien aufgestellt.

Nun brechen beide Säulen zum ersten Mal brutal ein. Im Jahr 2001 drohte nach den 11. September auch eine Kernschmelze des US-Finanzsystems: Sie wurde verhindert durch eine historisch einmalige Geldausweitung durch Greespan. Dadurch stiegen sowohl Aktien als auch Immobilien wieder. Dadurch bildete sich eine Reihe von „Bubbles“ im Immobilien- und Rohstoffsektor, die nun massiv korrigiert werden. Zudem gab es eine Exponentialkurve bei Krediten - vor allem Konsumentenkredite und Immobilienkredite. Der Systemkollaps wurde dadurch erst einmal nach hinten verschoben.

Jetzt aber wurden die Immobilien nicht nur zu 60%, sondern sogar zu 120% besichert und die Kreditpakete in die ganze Welt verkauft. Dieser Bubble löst sich jetzt auf, ebenso wie der Immobilienbubble in den USA, Großbritannien und Spanien.  Alleine diese Prozesse führten schon zum Beinahe-System-Kollaps. Eine Teilverstaatlichung ist auch nur eine kosmetische Behandlung des Verschuldungsproblems, um oberflächlich wieder Vertrauen ins System zu bringen.

Ich sage aber schon lange: das System hat inhärente Systemschwächen, die (immer wieder) zu einem Systemkollaps führen können, was durch die Globalisierung eine neue Dimension bekommen hat. Was global lange Zeit fehlte, war eine Ethikdiskussion in den Vorstandsetagen und bei Aufsichtsräten, war das Problem der ineffizienten Kontrolle (Frühwarnsysteme) durch bisherige Kontrollgremien wie Bafin/SEC, Notenbanken, Regierungen, Aufsichtsräten (Risk-Management),  Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Rating-Agenturen.

Die gegenwärtigen Diskussionen führen hoffentlich auch zu Lerneffekten bei der Systemverbesserung. Den Turbo- Kapitalismus der alten Form wird und darf es nicht mehr geben, einen totalitären Staatskapitalismus ist aber das Gleiche in Grün (dann würden nur Funktionäre davon profitieren). Das Thema ist sehr komplex.

Wie in der Natur gibt es aber immer wieder in der Evolution komplexe Systeme, die durch Rückkopplung sich  anpassen oder verschwinden und neue Systeme die eine gute Überlebenschance haben. Ich sage; das alte System hat keine Chance dauerhaft zu überleben. Kommt nach der Konsolidierung in Zukunft das Dinosauriersterben erst in der Finanzwirtschaft und dann in der Industrie?  Was passiert tatsächlich mit ihrer Altersversorgung in 10 Jahren?


Was wir schon lange brauchen ist eine globale Diskussion an Universitäten und von Führungspersonen in der Wirtschaft und Politik, um global bessere, sprich stabilere Systeme zu schaffen, die bestmögliche Entfaltungsmöglichkeiten aber auch ein neues Anreizsystem schaffen. Viele Top-Manager sind vor allen in der Finanzwirtschaft  immer noch in deren Anreiz-Beitrags-Systemen fehlgeleitet und fehlgesteuert, da es nur von kurzfristigen Renditegesichtspunkten geleitet ist.

Wenn ein Top-Manager (Vorstand) ein Unternehmen in die Pleite führt, hat er zuvor durch Boni so viel Geld verdient, das es ihm egal sein kann, ob das Unternehmen Pleite geht. Diese Boni müssten zurückverlangt werden können aber dazu kann nur der Aufsichtsrat oder die Hauptversammlung der Aktionäre in Zukunft sorgen. Auch in Russland sind Fehlleitungen des staatskapitalistischen Systems ganz deutlich erkennbar ebenso wie in China.

Die großen Reichtümer werden in der Schweiz und auf Steueroasen gebunkert und nicht ausreichend in den russischen Wirtschaftskreislauf reinvestiert. Dafür werden die Traumvillen in Südfrankreich immer prunkvoller. Auch dies ist erkennbar der falsche Weg und wird sich dann rächen, wenn die Rohstoffeinnahmen deutlich geringer werden. Auch hier dürften die USA die falschen Vorbilder sein. Wenn der Staat kein Geld mehr hat, muss er es sich  mit dem Rücken zur Wand irgendwie beschaffen. Dies wird ein Top-Thema für alle Regierungen auf der Welt werden, wo jetzt die Finanzmittel immer knapper werden.

Was wird also politisch passieren: in einer Rezession haben meistens Linkskräfte wieder Oberwasser, in einer Depression werden aber auch rechte und linke Randgruppen (wie 1929) großen Zulauf bekommen. In einer Depression erhöht sich übrigens auch die Wahrscheinlichkeit eines Weltkrieges bzw. Stellvertreterkriegen.

Es ist also sehr wichtig, dass die Wirtschaft im nächsten Jahr wieder Fahrt aufnimmt. Bisher deutet sich nur eine Rezession  bei den meisten G7-Ländern an. In einer Rezession kommen die Verschuldungsprobleme wegen Steuerausfällen  wieder so richtig zum Vorschein, da es dann überall an Kapital fehlt. Es wird also in 2009 zu weiteren Konjunkturprogrammen kommen müssen, was die Haushaltsbilanzdefizite nur weiter erhöht.

Die Haushaltsbilanzdefizite erhöhen sich in dieser Phase also, was Thema Nr.1 in 2009 neben „Verteilungsdiskussionen“ sein wird. Und dennoch ist der Bedarf an Zukunftsinvestitionen (also Bildung, Familie) enorm. Politiker erhöhen aber gerade  in der Zeit die Rüstungsausgaben. So werden die Militärausgaben in USA und Russland  sowie China weiter aufgestockt. In anderen Bereichen wird es aber massiv an Geld fehlen-  auch an Transferzahlungen und Sozialleistungen. Dies wird  zu Unmut bei der Bevölkerung führen und wiederum zu einem Zulauf von politischen Randgruppen.

Auch für Russland wird das ein wichtiges Thema werden, wenn die Wirtschaft durch den Rohstoffreichtum nicht mehr so wächst wie zuvor. Das Investmentklima hat such schon dramatisch verschlechtert. In Russland werden diejenigen Beamten gejagt und verfolgt werden, die sich ungerechtfertigt durch Korruption bereichert haben.

Nach groben Schätzungen gibt es alleine im Beamtensektor über 100.000 Millionäre mit Traumvillen  in Südfrankreich und Spanien. Bei den Oligarchien wird untersucht werden, ob die Steuern vernünftig abgeführt werden. Der unglaubliche Reichtum in Russland kommt nicht von ungefähr. Medwedew scheint schon jetzt Ernst zu machen mit seiner Korruptionsbekämpfung. Viele Gouverneure und deren Beamten könnten ausgetauscht werden und neu eingesetzt werden. Ich erwarte diese „Säuberungswelle“ im nächsten Jahr. Auch bei einigen Oligarchen, die Reichtümer ohne Wissen des Kremls im Ausland anhäuften, könnte es an den Kragen gehen. Deswegen flieht schon jetzt russisches Kapital ins Ausland. Aber wohin und wie wird es angelegt?

Die Schweiz hat schon die USA auf der Watch-list. Datenklau scheint in Mode zu kommen und ein neues Eldorado für Wirtschaftskriminalität werden. Auch die Daten in der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg werden in den nächsten Jahren nicht sicher sein und hier geht es um Billionen! Wenn der Staat mit dem Rücken zur Wand dringend Geld braucht, wird er sehr erfinderisch und die jeweiligen Geheimdienste auch! In Russland sind die „paradiesischen Zeiten“ jetzt vorbei.

Ohne Modernisierungspartnerschaft, Innovationen (eigenen Patenten) und Förderung der eigenen Kreativität wird Russland den Reichtum schnell wieder verlieren. Die neuen Technologiezentren sind gute Ansätze für den Anfang. Eine Oligarchenjagd wäre aber schädlich für den Aktienmarkt. Schon beim „Mechelfall“ glaubte der Markt an einen zweiten Yukos-Fall. Ich hoffe, dass auch hier eine Politik mit Augemaß betreiben wird. Gerade Russland muss dafür sorgen, dass verloren gegangen Vertrauen wieder gewonnen wird.

Anders ist die Modernisierungsoffensive und anders sind die Infrastrukturinvestitionen nicht zu finanzieren. Auch Russland hat die Chancen für einen Neustart, bei dem Europa und Asien als strategischen Partner mit ins Boot kommen. Auch wenn es politisch zu großen Spannungen kommen kann, werden weiter die Investoren aus Großbritannien, Kanada und USA zumindest im Öl/Gassektor ein großes Interesse haben, mit Russland ins Geschäft zu kommen.

Die Begrenzung des Kapitals für Ausländer auf 25% bei strategisch relevanten Breichen halte ich nach wie vor für einen Fehler, der revidiert werden muss, sonst wird der Kapitalfluss sich schnell umdrehen. Wie lange Russland die großen sozialen Unterschiede geduldig aushält, bleibt abzuwarten. Wenn die Politiker in Russland und China nicht lernfähig sind, wird es eine soziale Revolution geben. Das wird aber noch eine ganz Zeit dauern.

Die Risikoprämien waren im letzten Jahr viel zu niedrig, jetzt im Stresstest aber viel zu hoch, auch hier brauchen wir ein neues Maß in  der Risikoeinschätzung und bessere Möglichkeiten, die globalen Risiken besser einschätzen zu können. Wann gehen wir endlich dazu über Manager nach langfristige Kriterien zu honorieren, nach nachhaltigen Gewinnen, nach Erhöhung von Marktanteilen, nach der Schaffung von Arbeitsplätzen, nach Ehrlichkeit zu Geschäftspartnern und Anlegern.

Auch Aktionäre und Aufsichtsräte sollten im Kern andere Anzeiz-Systeme zur Entlohnung entwickeln als das bisher der Fall war. Was in den Vorstandsetagen bei Lehman Brothers und AIG passiert war, ist sicherlich kein Einzelfall. Gute Leistungen und kreative Ideen sollten belohnt werden; langfristiger Erfolg selbstverständlich auch. Ich wäre zum Beispiel dafür, dass die Boni von Managern nur dann ausgezahlt werden, wenn dieser Mehreinahmen in das eigene Unternehmen wieder reinvestiert werden.  

Wenn die Führungsenstcheidung nicht nachhaltig für das Unternehmen sich positiv auswirken, sollten Boni auch (zum Teil) im Nachhinein wieder zurückgeführt werden können. Dies erhöht dann automatisch die Bereitschaft der Manager, Risiken richtig einzuschätzen und im Unternehmen ein vernünftiges Risikomanagement zu etablieren. Wenn wir nicht im nächsten Jahr mit den Rücken zur Wand zu grundlegend Änderungen im System kommen, könnte es zu spät zum Einlenken werden.

Das deutsche Modell die Krisenbewältigung wird uns jetzt vorgestellt werden und die Börse wird dementsprechend reagieren (heute sehr positiv). Im US-Wahlkampf sind Wirtschaft und Finanzthemen jetzt Thema Nummer 1. Auf die jeweiligen Antworten der Politiker und der nächsten Hiobsbotschaften wird die Börse ihrerseits antworten und die Börse ist immer sehr ehrlich, wenn auch manchmal wie jetzt übertrieben ehrlich, was sie von den neuen Vorschlägen hält.

Ich rechne zunächst mit einer fortgesetzten Kursstabilisierung, wobei jetzt vor allem die Berichtssaison darüber Aufschluss geben wird, wie die Finanzrisiken bisher in der Realwirtschaft angekommen sind und auch wie hoch die Bankwirtschaft den Abschreibungsbedarf noch sieht. Sicherlich wird es auch Bilanzierungshilfen geben, damit nicht tatsächlich die Staatslast zu groß wird.

Es kann gut sein dass sich die Kurse wieder  bis Jahresende oder bis Frühjahr 2009 kräftig erholen. Dies kann aber nur dann geschehen, wenn bis dahin nicht große US-Automobilkonzernen oder Kalifornien Pleite geht. Ich glaube aber, dies wird US-Finanzminister Paulson nicht zulassen (dürfen), so das Geld fließen wird, solange es noch da ist. Damit werden die Probleme ins nächste Jahr verschoben und Obama darf sich dann darum kümmern.

Auch wird es spannend, wie sich die Inflationsraten jetzt entwickeln werden. Ich rechne durchaus mit steigenden Kursen und sinkenden Inflationsraten (wegen der gefallen Rohstoffpreisen) kurzfristig, was aber kein neuer Trend ist, sondern nur ein Bärmarktrallye. Wenn die Rettungspakete nicht wirken sollten nicht und auch die Realwirtschaft in eine Krise kommt, sind wir nicht weit von einem Staatsbankrott (und einem 1929) entfernt!

Dann kann es also zu einem Margin Call beim Steuerzahler, also bei Ihnen kommen. Sind Sie sich dessen eigentlich bewusst? Und  dies hat nichts mit Panikmache zu tun! Ich glaube aber noch nicht so schnell an einen Margin Call für die Steuerzahler und daher glaube ich sogar an die Möglichkeit einer Jahresendrallye, wenn die Berichtssaison jetzt in den Folgetagen keine neuen Hiobsbotschaften bringt.
Antworten
Ischariot MD:

Münchau - auch für's Nachdenkarchiv

10
15.10.08 00:58
einige Aspekte daraus hatte Kicky heute tagsüber bereits als englische Version des eurointelligence-Dienstes in der FT gepostet. Die dortigen Aussagen zu den dt. Banken sind jedenfalls expliziter als im folgenden deutschen ftd-Artikel.


FTD: Banken gerettet, Staat pleite

von Wolfgang Münchau

Mit dem europäischen Rettungspaket haben wir ein privates Kreditproblem womöglich in ein weltweites Solvenzproblem transformiert - wenn schließlich der globale Bondmarkt einbricht.

Das mit heißer Nadel gestrickte Rettungspaket der Bundesregierung und anderer europäischer Regierungen hat zwar am Montag die Märkte begeistert, das Problem aber nicht gelöst. Eine Garantie des gesamten Finanzmarkts, wie wir sie jetzt ausgesprochen haben, kann genau so ein Problem darstellen wie die Totalverweigerung zuvor. Europas Regierungen haben hier im Digitalmodus von null auf eins umgeschaltet. Wir fahren jetzt nicht mehr mit Vollgas auf eine Wand zu, sondern auf einen Abgrund. Unser Optimierungsproblem besteht darin, den Finanzsektor zu stabilisieren, ohne dabei den öffentlichen Sektor zu destabilisieren.

Den neuesten Zahlen der Bundesbank zufolge gibt es in Deutschland 2003 Banken, mit Aktiva von knapp 8000 Mrd. Euro. Das ist etwas mehr als das Dreifache des jährlichen Bruttoinlandsprodukts des Staates. Nicht all diese Aktiva sind schlecht, aber viele sind möglicherweise zu optimistisch bewertet. Ob ein Paket im Gesamtvolumen von 500 Mrd. Euro ausreicht oder nicht, weiß auch die Bundesregierung nicht. Dazu kommt noch, dass wir jetzt vor einem sehr starken globalen Abschwung stehen und dass wir trotz der Weigerung der Kanzlerin und ihres Finanzministers um ein großes Konjunkturpaket wahrscheinlich nicht herumkommen werden, ohne in einer Depression zu versinken.

Wenn wir jetzt das gesamte Bankwesen garantieren und danach womöglich noch die Versicherungen und die so mächtig überschätzte Autoindustrie mit staatlichen Hilfen abfedern wollen, dann wird die Luft für ein Konjunkturpaket dünn. Das Problem ist nicht einmal der europäische Stabilitätspakt - hier werden diesmal alle nur denkbaren Ausnahmen zugelassen. Das Problem liegt in der langfristigen Solvenz unseres Staates.

Banken ohne Wert

Die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten 500 Mrd. Euro entsprechen ungefähr 20 Prozent unseres Bruttoinlandprodukts. Das heißt, zumindest zeitweilig könnte die Schuldenquote von derzeit 63 Prozent auf rund 83 Prozent hochschnellen. Natürlich würde man später die teilverstaatlichten Banken wieder privatisieren, doch da wir uns jetzt einem ganz anderen Zeitalter für das globale Finanzsystem nähern, ist überhaupt nicht klar, ob wir uns da nicht etwas schönrechnen. Die meisten unserer 2003 Banken sind kaum etwas wert. Und selbst die wenigen soliden Banken werden weniger Gewinne einfahren und weniger Dividenden ausschütten als früher. Dass der Staat ein günstiges Geschäft machen wird, ist unwahrscheinlich. Ich würde hier jede sogenannten Investition als eine Ausgabe betrachten.

Eine weitere interessante Zahl: Die EU-Kommission schätzt, dass es in der Europäischen Union nur 44 systemisch wichtige Banken gibt. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich von diesen 44 Banken die meisten in Deutschland befinden, eher sind es vier oder fünf. Der britische Premier Gordon Brown hat schließlich auch nicht das gesamte britische Finanzsystem gerettet, sondern zunächst eine kleine Auswahl von acht Kandidaten getroffen, die der Staat zu rekapitalisieren bereit ist. So eine Auswahl hätten wir auch treffen müssen -
die Zahl wäre größer als null, aber viel kleiner als 2003.

Als am Sonntagabend das Paket verabschiedet wurde, war ich zunächst verwirrt. Ich hatte erwartet, dass es eine explizite Garantie für den Geldmarkt geben würde, schließlich ist der in der vergangenen Woche vollkommen implodiert. Die Geldmarktsätze, an denen viele Hypotheken- und Unternehmenskredite hängen, sind viel zu hoch. Der Grund, warum es jetzt keine explizite Geldmarktversicherung gibt, wie viele Ökonomen sie zuvor gefordert haben liegt darin, dass man den gesamten Bankensektor total versichert. Sie ist also implizit da.

Ich hatte mir in meiner Naivität einfach nicht vorstellen können, dass die Regierungen so wahnsinnig sind, den gesamten Finanzmarkt zu garantieren. Ich hätte gedacht, die Versicherung würde sich auf Transaktionen im Geldmarkt beschränken, weil das viel billiger ist.

Eine derartige Versicherung hätte man auf europäischer Ebene ansiedeln oder ein sehr ausgeklügeltes System gegenseitiger Versicherungen wählen müssen. Aus der Tatsache, dass man mit einer Totalgarantie das gesamte Problem angeht, schließe ich, dass entweder die Solvenzsituation deutscher und anderer europäischer Banken weitaus schlimmer ist, als selbst ich mir das vorgestellt habe, oder dass die Mitgliedsstaaten der Euro-Zone auf Biegen und Brechen eine europäische Lösung vermeiden wollten. Letzteres würde bedeuten, dass Politiker aus reinem Machtinteresse die Lösung des Problems behindern.


Politische Machtinteressen zu hohem Preis


Die Belgier hatten recht auf dem Europagipfel: Die nationalen Rettungspläne werden nicht funktionieren. Anstatt alle zusammen etwas über 1800 Mrd. Euro auszugeben, wie die Financial Times akribisch nachgerechnet hat, wäre ein gesamteuropäisches Rettungspaket gleichzeitig billiger und effektiver. Selbst die USA, die schließlich noch ein größeres Problem haben als wir, geben weniger als die Hälfte aus. Das ist ein sehr hoher Preis für die Bewahrung politischer Machtinteressen.

Unsere Regierenden haben Angst, dass sie die Kontrolle über das Bankensystem verlieren, durch das sie eine Menge Macht ausüben. Für die Bewahrung dieser Interessen sind sie bereit, ein Vabanquespiel mit der staatlichen Solvenz und der Zukunft der gesamten Währungsunion zu wagen.

Die Gefahr würde akut, wenn der globale Bondmarkt crasht, womit ich fest rechne. Der Auslöser dafür wird ein von der US-Notenbank tolerierter Anstieg der US-Inflation nach Ende der Rezession sein. Selbst wenn wir Europäer da nicht mitmachen, würde der globale Bondmarkt von allein einbrechen. In diesem Fall würden wir teure Rettungsaktionen wie die von dieser Woche anders beurteilen. Dann hätten wir mit großem Erfolg ein privates Kreditproblem in ein globales Solvenzproblem transformiert. Wir wären dann an diesem Wochenende an einer Katastrophe vorbeigeschlittert, indem wir uns einer anderen Katastrophe genähert haben.

Wolfgang Münchau ist FTD- und FT-Kolumnist. Er leitet den Informationsdienst Eurointelligence.com
(c) FTD
www.ftd.de/meinung/leitartikel/...tet-Staat-pleite/426196.html
Antworten
chinalover:

Daimler stutzt Lkw-Geschäft in den USA

6
15.10.08 04:06
Mittwoch, 15. Oktober 2008 02:58  

Der Autokonzern Daimler streicht wegen der schwachen Lage der amerikanischen Wirtschaft sein Lastwagen-Geschäft in Nordamerika radikal zusammen.
- 3500 Arbeitsplätze in den USA und Kanada und damit jede sechste Stelle in der Region fallen weg. Die Marke Sterling Trucks wird eingestellt, jeweils ein Werk in Kanada und im US-Bundesstaat Oregon geschlossen und die Produktion nach Mexiko verlagert.

Der Konzern stelle sich rechtzeitig auf Verschiebungen am Markt ein, sagte Andreas Renschler, Chef von Daimlers Lkw-Sparte. Daimler hatte im ersten Halbjahr 77 000 Lastwagen der schwersten Klasse 8 in Nordamerika verkauft, 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

In der Region wird die gesamte Branche laut Daimler in diesem Jahr voraussichtlich weniger als 300 000 mittelschwere und schwere Lastwagen absetzen - und damit fast fünfzig Prozent weniger als noch vor einem Jahr erwartet. Gleichzeitig seien die langfristigen Absatzprognosen um 20 Prozent verringert worden, sagte Renschler. Dazu hätten vor allem die schwächere amerikanische Konjunktur, kletternde Rohstoffpreise und steigende Betriebskosten für Lastwagen beigetragen.

Die Neuausrichtung soll den Konzern 600 Mio. Dollar (437 Mio. Euro) kosten, die etwa als Abfindungszahlungen an Beschäftigte und Händler fließen werden. Ab 2011 erwartet Daimler Einsparungen von jährlich 900 Mio. Dollar.
Daimler will die Produktpaletten der Marken Freightliner und Western Star in die Segmente ausgedehnen, in denen bislang nur Sterling tätig war. Unter der Marke Sterling Trucks hat Daimler bislang mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge vermarktet.

Ein Werk im kanadischen Ort St. Thomas fällt der Streichung der Marke zum Opfer. Der Standort werde geschlossen, sobald der Tarifvertrag mit der kanadischen Autogewerkschaft CAW im März 2009 ausläuft, meldete der Konzern. Das Werk in Portland (Oregon) soll bis Juni 2010 geschlossen werden, wenn ein Tarifvertrag dort ausläuft.

Der Entschluss dürfte auch Folgen für den laufenden Wahlkampf in den USA haben. Parallel zur Präsidentschaftswahl werden am 4. November auch Abgeordnete und Senatoren für den Kongress neu gewählt. In Oregon tritt der Demokrat Jeff Merkley gegen den amtierenden republikanischen Senator Gordon Smith an. Seine Wahlkampagne stützt Merkley darauf, verhindern zu wollen, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Daimler plant, die bislang in Oregon gefertigten Modelle der Marken Freightliner und Western Trucks in einem im Februar 2009 in Betrieb gehenden Werk in Mexiko sowie Fertigungsstätten in North- und South Carolina zu produzieren.

Die Marke Sterling Trucks habe seit dem Kauf 1998 nie wirklich die Erwartungen des Konzerns erfüllt, sagte ein Daimler-Sprecher. Bereits vor 27 Jahren hatte der Stuttgarter Konzern Freightliner gekauft und die Nordamerika-Zentrale für das Lkw-Geschäft nach Portland verlagert. Daimler fertigt unter der Marke Thomas auch Schulbusse in den Vereinigten Staaten.

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Bronco:

500 Mrd. € in Scheinen - ein stattlicher Haufen

12
15.10.08 06:31
Papier, aber fürchterlich schnell verschürt - ähnlich schnell wie das Strohfeuer, das dadurch die letzten zwei Tage entfacht wurde. Nun lassen wir im Bundesrat noch ein bischen Knatsch aufkommen und dann ...

Wollen wir mal nicht so schwarz sehen: Selbstverständlich wird alles gut, das Rettungspaket kommt, die Banken jubeln und raffen so schnell als möglich nach der Kohle, der Staat braucht Flüssiges und will schnell mal 500 Mrd. an Schuldverschreibungen im Markt platzieren ...  - Sch...., das war´s auch nicht.

Bis jetzt bestaune ich das unerschütterliche Vertrauen all der Menschen, die jetzt wieder bereit sind, sich auf Banken zu verlassen, die sich gegenseitig trotz all der "Garantien" der Staaten noch keine fünf cent anvertrauen wollen. Nun gut, es gehörte ja auch schon ein unerschütterliches Vertrauen dazu, die derzeit handelnden Politiker zu wählen und das hat immerhin (zwar nur eine Minderheit der Wahlberechtigten, aber wenigstens) eine Mehrheit derer getan, die zur Wahl gegangen sind. Für die letzten zwei Tage hat´s noch gehalten ...

Ich bleibe bei meiner Aussage in Posting 31366: Es bedarf grundsätzlicher Überlegungen! - oder um FJS zu zitieren:
"Die Pferde saufen nimmer, weil s´der Brühe nimmer trau´n !"

Good Trades

Bronco
Antworten
louisaner:

Die aktuelle Geldmenge

7
15.10.08 08:18
www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=8648

und die vom letzten Quartal
www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7793

die Zahlen stimmen natürlich nicht mehr, da ja nun täglich neues Klopapier gedruckt wird.
Was macht Ihr eigentlich mit eurer ganzen Short-Kohle, wenn es nichts mehr Wert ist?

Hier noch der Witz des Tages: Finanzkrise wirkt sich nicht auf Einzelhandel aus de.news.yahoo.com/1/20081015/...ich-nicht-auf-ein-f8250da.html

und News vom nächsten Staatsbankrott: IWF will Finanzpolitik der Ukraine überprüfen
de.news.yahoo.com/1/20081014/...tik-der-ukraine-b-f8250da.html

den Link von der verdreifachung des US-Defizites habe ich gerade nicht zur Hand, aber die Spatzen pfeifen es ja sowieso von den Dächern.
diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
Antworten
xpfuture:

US-Budgetdefizit verdreifacht durch Finanzkrise

7
15.10.08 09:10
Rekorddefizit im Bundeshaushalt

Das US-Budgetdefizit verdreifachte sich als Folge der Finanzkrise.Die USA befinden sich in einer Rezession. Wie die Präsidentin der US-Notenbank Federal Reserve von San Francisco, Janet Yellen, am Dienstag in Palo Alto im US-Staat Kalifornien sagte, sei die Wirtschaft im dritten und vierten Quartal schwächer als erwartet und werde wahrscheinlich gar nicht wachsen.
"Tatsächlich, die US-Wirtschaft scheint in einer Rezession zu sein", sagte sie. Yellen sagte ferner, der Rückgang der Rohstoffpreise, einschließlich des Öls, habe zu einer Stabilisierung der Preise geführt.
Defizit verdreifacht
Das US-Haushaltsdefizit hat sich infolge der Immobilien- und Finanzkrise im angelaufenen Steuerjahr beinahe verdreifacht und damit einen neuen Rekordstand erreicht.
Wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte, klaffte im amerikanischen Etat zum Ende des Fiskaljahres 2007/2008 (30. September) ein Loch von 455 Milliarden US-Dollar (335 Mrd. Euro). Im Steuerjahr davor waren es 162 Milliarden Dollar.
Die Regierung in Washington hatte noch im Juli ein um 65 Milliarden Dollar geringeres Budgetdefizit vorhergesagt.
Für 2009 weitere Zunahme erwartet
US-Finanzminister Henry Paulson führte die Entwicklung auf das langsamere Wirtschaftswachstum und die angespannten Finanzmärkte zurück. "Wir werden die gegenwärtigen Herausforderungen unserer Nation bewältigen", so Paulson.
Angesichts der jetzt neu hinzugekommenen Belastungen aufgrund der Finanzkrise und der staatlichen Rettungsmaßnahmen für die Banken erwarten Fachleute jedoch, dass die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen im neuen Budgetjahr auf 700 Milliarden Dollar steigen könnte.
Wirtschaftspolitik Bushs in der Kritik
Die Demokratische Partei führte die zunehmende Verschuldung auf die Wirtschaftspolitik der Republikaner zurück. Sie wiesen darauf hin, dass der Staatshaushalt beim Regierungsantritt von Präsident George W. Bush im Jahr 2001 noch einen Überschuss aufwies.
Als Gründe für die defizitäre Entwicklung nannten sie neben den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie dem Wiederaufbau nach dem Hurrikan "Katrina" auch die Steuersenkungen der Regierung Bush in den Jahren 2001 und 2003. Quelle: www.orf.at

xpfuture
Der USA Bären-Thread 4831242
Antworten
obgicou:

Gewollter oder ungewollter Zynismus?

40
15.10.08 09:13

was passiert, wenn man 2 Themen (Bankenrettung und kalif. Brände) gleichberechtigt auf die Frontpage bringen will:

250 Billion up in Smoke?
(Verkleinert auf 46%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 192770
Antworten
Pichel:

Rohstoffwerte brechen ein - Rezessionsängste belas

6
15.10.08 09:33

DJ: MARKT/Rohstoffwerte brechen ein - Rezessionsängste belasten
Der Rohstoffsektor gerät am Mittwoch zur Eröffnung unter starken Abgabedruck.
Händler verweisen auf die steigenden Rezessionsängste der Anleger, die sich
auch in dem weiter nachgebenden Ölpreis widerspiegele. Nachdem nach den
Rettungspaketen der Regierungen nun zumindest die Chance bestehe, dass die
Finanzkrise unter Kontrolle sei, richte sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf
die realwirtschaftlichen Auswirkungen.

 Und hier verstärkten sich die Hinweise auf eine deutliche
Wachstumsabschwächung im kommenden Jahr. So hat Posco vor einem Rückgang der
Nachfrage im vierten Quartal gewarnt. Rio Tinto hat Verzögerungen bei geplanten
Verkäufen von Vermögensteilen infolge der Finanzkrise angekündigt. Zugleich hat
der Minenbetreiber auf ein nachlassendes Wachstum in China verwiesen. In den
kommenden Tagen und Wochen dürften sich die Zahl negativer Nachrichten aus der
Realwirtschaft weiter erhöhen, heißt es im Handel.

 Anglo American verlieren 5,8% auf 1.563 p, BHP Billiton 4,9% auf 1.024 p, Rio
Tinto 4,5% auf 2.698 p, Royal Dutch Shell 2% auf 1.466 p, BP 1,4% auf 441 p,
Arcelor Mittal 6,7% auf 23,75 EUR, Saint Gobain 3,4% auf 31,20 EUR oder
ThyssenKrupp 5,5% auf 17,79 EUR.

  DJG/mpt/gos

 (END) Dow Jones Newswires

 October 15, 2008 03:31 ET (07:31 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2008
"Worüber die Trader in den Foren im Internet meist diskutieren ist zwecklos. In der Regel sind Methoden, die Schweigen umgibt, häufig Gold." (Emilio Tomasini)

Gruß Pichel
Antworten
Anti Lemming:

Wären die Rohstoffpreise gestiegen

3
15.10.08 10:57

hätten "Händler" das mit "den gestiegenen Inflationserwartungen infolge der umfangreichen US-Staatsbeihilfen" begründet.

Kluge Sprüche "zum Trend" lassen sich fast beliebig klopfen..

Ich hatte der Rezessions-Variante schon länger den Vorzug gegeben.

Antworten
Kicky:

Banken horten das Geld und legen es bei EZB an

12
15.10.08 11:39
....die Lage am Euro-Geldmarkt bleibt generell weiterhin angespannt. ....Wie die EZB mitteilte, haben die Banken bei ihr in der Nacht von Montag auf Dienstag insgesamt den Rekordbetrag von 182,8 Milliarden Euro an überschüssigem Geld zum Zinssatz von 3,25 Prozent angelegt. Am vergangenen Wochenende, also noch vor den Beschlüssen zum Aktionsplan, hatte sich diese Einlage auf 154,7 Milliarden Euro belaufen. Die Banken legen das Geld bei der EZB an, weil sie davor zurückscheuen, es anderen Banken zu leihen. Die Zunahme dieser Einlagen illustriert, dass das Misstrauen weiter fortbesteht.

Die Banken horten aus Unsicherheit weiterhin Liquidität

Weder in Deutschland noch in den anderen Euro-Ländern seien die Beschlüsse gesetzlich fixiert, begründete ein Geldhändler die andauernde Unsicherheit. Völlig unklar sei zudem, wie die geplanten staatlichen Garantien für Bankkredite im Detail ausgestaltet würden. Abgesehen davon könnten viele Banken einfach nicht absehen, wie viel Liquidität Kunden bei ihnen in der Zukunft abziehen würden. Deshalb horteten alle Institute Liquidität, auch wenn dies ihnen Zinskosten verursache. Eine deutliche Entspannung am Geldmarkt sei frühestens in der kommenden Woche zu erwarten, wenn die Details der Garantien klar seien, insbesondere auch die der Garantien für längerlaufende Bankverbindlichkeiten.

Wie stark die Institute Liquidität horten, machte das turnusmäßige wöchentliche Refinanzierungsgeschäft deutlich: Nach Angaben der EZB waren zu Wochenbeginn durch frühere außerordentliche Geschäfte bereits 47 Milliarden Euro mehr im Markt, als die Kreditwirtschaft rein rechnerisch zur Erfüllung der Mindestreservepflicht sowie des Bedarfs der Wirtschaft an Bargeld benötigt. So betrachtet hätte die EZB das auslaufende Geschäft im Volumen von 40,5 Milliarden Euro gar nicht ersetzen müssen. Tatsächlich aber hat sie weitere 310,4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, die am heutigen Mittwoch gutgeschrieben werden.

Die EZB hatte zuvor mitgeteilt, bei diesem Geschäft nicht mehr einen von ihr vorab festgelegten Betrag an Liquidität an diejenigen Banken zu vergeben, die bei dieser Versteigerung den höchsten Zins geboten haben, sondern vielmehr die gesamte Nachfrage der Banken nach Liquidität zum Leitzinssatz von 3,75 Prozent zu befriedigen. Zudem stellte die EZB den Banken im Rahmen ihrer Abmachung mit der amerikanischen Notenbank Fed 98,5 Milliarden Dollar für einen Tag zu einem Zins von durchschnittlich 2,33 Prozent bereit; zuletzt hatte dieser Zins noch 4,85 Prozent betragen. Von diesem Mittwoch an wird die EZB Dollar in unbegrenzter Höhe bereitstellen; zuletzt hatte der Höchstbetrag dieser Faszilität 100 Milliarden Euro betragen.

Am Euro-Geldmarkt schwankte der Zinssatz für Tagesgeld am Dienstag um den Leitzins von 3,75 Prozent - das von der EZB angestrebte Niveau. Der Zins für Euribor-Dreimonatsgeld wurde im Interbankenhandel mit 5,225 Prozent genannt, nach 5,31 Prozent am Montag und 5,38 Prozent am Freitag. Umsätze habe es im Interbankenhandel aber praktisch keine gegeben. Der Rückgang der Euribor-Zinsen, der nun begonnen habe, sei gleichwohl von großer Bedeutung. Denn viele Kredite an Unternehmen sowie zahlreiche Hypothekenkredite machten sich an den Euribor-Zinssätzen fest. Insofern bedeute der Zinsrückgang für die reale Wirtschaft eine Kostenentlastung.

Geldhändler gaben der Geldpolitik der EZB weiterhin überwiegend gute Noten. So habe die EZB mit ihren Beschlüssen in der vergangenen Woche dazu beigetragen, die Volatilität und damit die Unsicherheit am Markt für Tagesgeld zu verringern. Zu diesen Beschlüssen zählte, den Zinssatz für die marginale Kreditfaszilität von 4,75 auf 4,25 Prozent zu verringern sowie den Zinssatz für die Einlagenfaszilität von 2,75 auf 3,25 Prozent zu erhöhen.

Dadurch hat sich der Abstand zwischen diesen beiden Zinssätzen, die in der Praxis den Höchst- und den Tiefstzins für Tagesgeld markieren, von zuvor 2 Prozentpunkten auf einen Prozentpunkt verringert.Als Folge können Banken nun Geld, das sie zum Leitzins von 3,75 Prozent bei der EZB aufgenommen haben, bei ihr zu 3,25 Prozent wieder anlegen. Die Kosten des Geldhortens haben sich dadurch von zuvor 100 auf nun 50 Basispunkte verringert. Dies soll dazu beitragen, die Liquiditätsplanung zu erleichtern und die Unsicherheit zu dämpfen.www.faz.net/s/...75034~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_finanzen
Antworten
Kicky:

Calculated Risk verfolgt etwaige Besserung

2
15.10.08 11:46
calculatedrisk.blogspot.com/2008/10/...gns-of-credit-thaw.html
Data is only available weekly for some of the indicators of credit stress (see Credit Crisis: Watching for Signs of Progress), but the 3-month treasury and TED spread showed only small improvements.
calculatedrisk.blogspot.com/2008/10/...ching-for-signs-of.html    mit Charts!
The yield on 3 month treasuries rose slightly to 0.235%. I'm looking for less daily volatility and for the yield to move up closer to the Fed funds rate, or above 1.25%.

The TED spread declined to 4.30 from 4.64 on Friday. This is still far above the highs reached during the previous waves of the credit crisis. I'm looking for the TED spread to decline below 2.0 (0.5 is normal).
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