|
NEUER DÄMPFER FÜR OPEL
Rückschlag für GM: Führende Gläubiger haben erhebliche Zweifel am Sanierungsplan des siechen US-Autobauers angemeldet. Damit schwinden auch die Hoffnungen auf eine Rettung der deutschen Tochter Opel.
Berlin/ New York - Die Hoffnungen des deutschen Autobauers Opel auf staatliche Unterstützung haben erneut einen Dämpfer erhalten. Führende Gläubiger des krisengeschüttelten amerikanischen Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) haben massive Zweifel an dessen Sanierungsplänen geäußert. GM setze zu sehr auf eine rasche Erholung des Automarktes, warnten die Gläubiger in einem am Montag bekannt gewordenen Brief an US-Finanzminister Timothy Geithner und die Auto-Kommission (Task Force) der Regierung.
Weiter unetr
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,615010,00.html
Gut, dass es heute einen Plan gibt 
Aktuell wird ja mit Hunderten von Milliarden, ja Billionen, nur so um sich geworfen. Der Hintergrund für diese ungeheuerlichen, geradezu verzweifelt wirkenden bereits getroffenen Maßnahmen und Pläne, dürfte in der gigantischen Derivateblase, d.h. von kaum gedeckten Wechseln, zu sehen sein. Das Mittel des von BIS und IMF für 2008 in unterschiedlicher Höhe ermittelten Nennwertes (= Garantiesumme der Emittenten) aller global emittierten Derivate liegt bei etwa geradezu unfassbaren
600 Billionen USD
Dieser Betrag stellt ungefähr das Dreizehnfache des geschätzten globalen BIP für 2008 dar. Etwa 90 % aller Derivate sind von
BANK OF AMERICA - CITIGROUP - GOLDMAN SACHS - J.P.MORGAN - MORGAN STANLEY
emittiert worden - UND DIESE BANKEN EMITTIEREN MUNTER WEITER!
Übrigens gehören diese zu den Gründungsmitgliedern von MARKIT, dem alleinigen Marketmaker für strukturierte Finanzprodukte.
Eine "Verschwörung, um den Untergang der Welt herbeizuführen"? Ich denke: NEIN. Aber sicherlich eine enorme Interessenverflechtung zur "Profitmaximierung". Diese Verflechtung dürfte nach meinen bisherigen Erkenntnissen, die ich aus einer Vielzahl von gegoogelten Informationen und anderen Quellen gewonnen habe, stark auf persönlichen "Connections" zwischen Hochfinanz und Politik basieren, die ihren Hintergrund u.a. in den von mir bereits angesprochenen "Bruderschaften" der Elitehochschulen und daraus entstandenen elitären Zirkeln mit ehemaligen Absolventen dieser Hochschulen, die nunmehr in allen Bereichen des öffentlichen Lebens in führenden Positionen tätig sind, haben. Parteizugehörigkeit spielt weder in ersteren noch in letzteren eine Rolle. Die Devise bei all diesen Zirkeln lautet: "AMERICA FIRST". Demokraten und Republikaner spielen quasi "JANUSKOPF", d.h. sie tauschen von Zeit zu Zeit lediglich die Kehrseiten der gleichen Medaille. Wer beherrscht wohl die USA wirklich?
AL, @ 40448.
[„Wird der Täuschungs-Charakter dieser "Maßnahmen" irgendwann hinreichend publik (inkl. indirekter Indizien wie Desinteresse an Auktionen für US-Staatsanleihen seitens privater Investoren und starkem Kursverlust des Dollars), könnten wir dieses Jahr noch eine für die Bullen äußerst unangenehme Überraschung erleben.“]
N. Roubini’s Vorhersage der Immobilienblase wurde in 2004 nur belächelt, nicht ernst genommen ( Moderator O-Ton (verlegen):” Now let’s take a drink after this…”) “Hinreichend publik” wurde der Ernst der Lage erst Ende 2007; bis dahin kannte der Markt nur eine Richtung: die nach oben.
[„Mein Bauch (unzuverlässig!) sagt mir: Irgendwann am WE kommt in USA "überraschend" die Wahrheit ans Licht (Pleite von GS o.ä.), und wer über das WE irgendwas long gehalten hat, egal ob Aktien oder Anleihen, macht am Montagmorgen ein verdammt dummes Gesicht.“]
Pleite von GS ? Wie kommst Du darauf ? Es wird keine Pleite einer systemrelevanten Bank mehr geben; falls eine solche droht, wird sie aufgefangen; siehe Freddy, Fannie, AIG etc., koste es was es wolle.
[„Jetzt long in Aktien zu gehen ist gleichbedeutend mit der Akzeptanz, die Rettungsmaßnahmen für "bare Münze" zu nehmen.{ Richtig} Hier wird jedoch mit fiktivem Geld gespielt { Richtig}, das womöglich bei einem Käuferstreik bezüglich US-Bonds niemals reinkommt.“]
So wie es aussieht, werden die Chinesen nicht streiken (siehe mein Post.40436. „Devisenreserven-Management“) und andere Export-Größen auch nicht, die auf hohen Dollarreserven sitzen.
Deine Analysen in Ehren, AL; aber Du und Roubini und Mish und die anderen Bären bewegen den Markt nicht; das PPT und die „blöde Masse“ bewegen den Markt. Erst wenn Eure ( richtigen) Analysen in deren Köpfen angekommen sind, dann bewegt sich der Markt (nach unten); aber bis dahin können auch Jahre vergehen ( siehe oben Roubini)
passt nicht so recht zum gestrigen 7 % Anstieg im DOW, der allerdings hauptsächlich auf Short-Covering zurückging...
Prognose der WTO
Welthandel bricht ein wie nie zuvor
von Ulrike Heike Müller und Martin Kaelble (Berlin)
Der globale Handel wird in diesem Jahr nach Einschätzung der Welthandelsorganisation WTO so stark einbrechen wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Genfer Ökonomen erwarten, dass der Warenaustausch im laufenden Jahr neun Prozent unter dem Wert des Vorjahrs liegen wird.
(Weiterführende Links im Original)
Die WTO-Prognose unterstreicht, wie rasant die Wirtschaftskrise immer größere Ausmaße annimmt. Laut der WTO verlangsamte sich der Welthandel schon in der zweiten Jahreshälfte 2008 drastisch. Für das Gesamtjahr wurde aber noch ein Wachstum von zwei Prozent erzielt - nach sechs Prozent im Jahr 2007.
Im vergangenen Jahr wuchs der Wert von Exportwaren weltweit noch um 15 Prozent auf 15.800 Mrd. $, der Wert exportierter Dienstleistungen um elf Prozent auf 3700 Mrd. $. Deutschland war mit Güterexporten von 1470 Mrd. $ erneut Exportweltmeister - knapp vor China mit 1430 Mrd. $.
Das Exportvolumen wird der WTO zufolge in diesem Jahr in den Industrieländern um zehn Prozent abnehmen. In vom Handel abhängigen Entwicklungsländern betrage der Rückgang zwei bis drei Prozent so die WTO.
Bewahrheitet sich diese Prognose, hinterlässt die aktuelle Weltwirtschaftskrise noch tiefere Spuren als der zweite Ölschock: 1982 war der Welthandel um 6,2 Prozent geschrumpft - der bislang höchste Rückgang seit Beginn der Datensammlung 1948. Gleichzeitig geht der Internationale Währungsfonds davon aus, die weltweite Wirtschaftsleistung werde in diesem Jahr um 0,5 bis 1,0 Prozent sinken: Das wäre ebenfalls Nachkriegsrekord.
....
Noch pessimistischer als die Genfer Ökonomen sind die Forscher vom Essener RWI-Institut. Sie rechnen in ihrer am Montag veröffentlichten Prognose damit, dass der Welthandel in diesem Jahr um zwölf Prozent einknicken wird - nach einem Wachstum von zwei Prozent im Jahr 2008. Offizielle Daten liegen für das Vorjahr noch nicht vor; einige Länder haben sie noch nicht gemeldet.
Die Ursache sieht RWI-Ökonom Torsten Schmidt vor allem in der wegbrechenden Produktion in den Industrieländern: "Sie schrumpft durch die Bank weg zweistellig." Gleichzeitig betonten die Forscher die Gefahr, dass sich manche Länder gegenüber ihren Handelspartnern abschotten könnten, um die Krise vermeintlich besser zu meistern. "Der Welthandel könnte dann weiter sinken, und dies würde die Wirtschaftskrise weiter verschärfen", schreiben sie. Weltweit diskutieren Politiker und Ökonomen, wie Protektionismus verhindert werden kann.
Schlechte Nachrichten gab es am Montag auch für die deutsche Wirtschaft. Die Ökonomen der Commerzbank revidierten ihre Vorhersage für die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr auf sechs bis sieben Prozent nach unten - zuvor waren sie von minus drei bis vier Prozent ausgegangen.
Die Daten zu Neuaufträgen und Produktion für Januar seien mit einer Dramatik eingebrochen, die ohne Beispiel in der Nachkriegsgeschichte sei, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Im Januar erhielten die Firmen gut 35 Prozent weniger Bestellungen als im Vorjahresmonat, sie stellten fast ein Fünftel weniger her als im Vergleichszeitraum.
Die deutschen Konjunkturprognosen sinken erdrutschartig immer tiefer und nähern sich inzwischen den Raten während der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren: 1931 und 1932 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt nach historisch vergleichbaren Daten um 7,6 beziehungsweise 7,5 Prozent.
Die Volkswirte vom gewerkschaftsnahen IMK-Institut sagen voraus, dass die Wirtschaft um fünf Prozent schrumpft. "Die deutsche Wirtschaft ist von der Abwärtsspirale besonders stark betroffen, vor allem weil sie sich im vergangenen Jahrzehnt ausgeprägt auf den Export konzentriert hat", schreiben sie in ihrer neuen Prognose. "Nur" mit minus 4,3 Prozent rechnen hingegen die RWI-Forscher.
....
www.ftd.de/politik/international/...-wie-nie-zuvor/491207.html
Aus der FTD vom 24.03.2009
|
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.818 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | Lavati | 20.03.26 11:49 | |
| 469 | 156.460 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 08.03.26 14:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |