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Der USA Bären-Thread


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Börsenfreak89:

Frohe Ostern wünsch ich euch!

10
12.04.09 21:09
(Verkleinert auf 87%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 226915
Ich liebe Dich, mein Heimatland.
Uns ist die halbe Welt bekannt.
Doch gibt´s nur e i n Daheim.

--> www.vorkriegsgeschichte.de/ <--
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wawidu:

Ein dickes Osterei

7
13.04.09 00:21
- "16 $ Neuverschuldung um 1 $ armseliges Wachstum zu generieren" - Dies war 2008. Die Marke von 20 $ könnte aktuell schon überschritten sein.

wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/04/...t-explodiert.html
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Anti Lemming:

Credit Default Swaps: Angst wie nach Lehman-Pleite

7
13.04.09 09:13

FTD

Credit Default Swaps
Angst vor Emittentenpleite bleibt
von Karsten Röbisch

Kreditversicherungen auf Niveau wie nach der Lehman-Pleite: Trotz massiver staatlicher Stützungen für den angeschlagenen Finanzsektor ist die Angst vor einer erneuten Bankenpleite kaum gesunken.

(Links ausgelassen)

.... Dies zeigen die Versicherungsprämien für den Ausfall von Bankanleihen, die die Ratingagentur Scope in ihrer Studie zum Zertifikatemarkt im ersten Quartal für alle Emittenten analysiert hat. Nach einem zwischenzeitlichen Absinken der Risikoprämien auf unter 150 Basispunkte liegen die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) im Durchschnitt aller Emittenten wieder deutlich oberhalb der 200-Punkte-Marke - und damit auf dem Niveau kurz nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im vergangenen September.

Das bedeutet, dass ein Gläubiger im Schnitt 200.000 Euro bezahlen muss, um einen Kredit von 10 Mio. Euro an einen der Emittenten abzusichern.

Das Insolvenzrisiko ist für Zertifikatekäufer von großer Bedeutung. Denn bei den Produkten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen; geht der Emittent pleite, ist die Rückzahlung des Kapitals gefährdet. Die Entwicklung der CDS geben einen Hinweis darauf, wie hoch der Markt das Pleiterisiko einer Bank einschätzt. Die aktuelle Entwicklung offenbart nach Ansicht von Sasa Perovic, Zertifikateexperte bei Scope, allerdings auch eine Schwäche der CDS. Der Markt neige zu Übertreibungen. Denn für das erneute Aufkeimen der Furcht einer Bankenpleite gebe es keine konkreten Hinweise.

Insgesamt hat sich der Derivatemarkt im ersten Quartal schwach entwickelt. Mit 29.000 Zertifikaten wurden deutlich weniger aufgelegt als im Vorjahreszeitraum, als es 42.000 Neuemissionen gab. Dies spricht für eine weiterhin große Zurückhaltung der Anleger. Viele von ihnen mussten im ersten Quartal zudem hohe Kursverluste hinnehmen.

Der Börseneinbruch bis März hat dazu geführt, dass bei zahlreichen Produkten die Risikopuffer gerissen wurden mit der Folge, dass die Bonusrenditen verfielen. Über alle Produktkategorien hinweg lag die sogenannte Knock-in-Quote bei 62,4 Prozent. Damit hat bei fast zwei Dritteln der Produkte der Risikopuffer nicht ausgereicht. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im dritten Quartal 2008 lag der Wert bei 11,8 Prozent. Wann die entsprechenden Zertifikate aufgelegt wurden, geht aus der Studie jedoch nicht hervor.

Über alle Produktgruppen hinweg erzielten Anleger im ersten Quartal eine Überrendite im Vergleich zum Basiswert von 6,3 Prozent. Dafür sorgten vor allem Reverse-Strukturen, deren Kurse bei fallenden Basiswerten steigen.

www.ftd.de/boersen_maerkte/derivate/...eite-bleibt/498356.html

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splint:

#41552

4
13.04.09 09:26
Aus dem Querschuss-Artikel:

Ungehemmt werden jetzt nicht nur in den USA neue Staatsschulden aufgetürmt um die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise abzumildern.

Weiter unten im Text steht dann richtiger:

Das Festhalten am Finanzsystem mit all seinen Verwerfungen und der Versuch einer weiter ungehemmten Kreditausweitung, diesmal durch den Staat, löst kein Problem, wahrscheinlich führt es nur zu einem Zeitgewinn und die Fallhöhe wird noch etwas weiter oben justiert.
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DeadFred:

Es wird besser

8
13.04.09 09:40
hi,
und ja, in der Bärenherde mag meine Meinung zur Zeit nicht ganz passgenau erscheinen.  Mir geht es nicht um Meinung sondern um die Betrachtung der wesentlichen Indikatoren für die Krise.
Folgende Anzeichen weisen auf eine Abflachung der Fallgeschwindigkeit der Märkte hin:
Kupfer: die Preise steigen wieder und zwar seit Monaten
ÖL: dasselebe Bild, die Preise steigen
Transportindex: Normalisiert sich auf niedrigem Niveau
Vdax und Gold: sinken, Angst und Nervosität nehmen ab
Lebensmittel: Die Lebensmittelindikatoren sind nicht wie befürchtet in die Höhe geschnellt sondern bleiben stabil
Zusammenfassend: Die Produktion beginnt wieder anzulaufen. Wenn auch auf niedrigem Niveau.

Ich werde auf diese Entwicklung noch nicht wetten. Das wäre aus meiner Sicht fahrlässig,
regards

Fred
Antworten
splint:

Steinbrück legt Konzept für Bad Banks vor

4
13.04.09 09:43
www.n-tv.de/1136325.html

(...)

Würden alle faulen Papiere in einer einzigen Bad Bank letztlich vom Steuerzahler übernommen, würde das den Bund mit mehr als 200 Milliarden Euro belasten, sagte Steinbrück. "Das kann ich doch niemandem vermitteln."

Nach seinen Plänen soll nun zwischen toxischen und nur im Moment illiquiden Papieren unterschieden werden. "Für die toxischen Wertpapiere müssen die jeweiligen Banken und ihre Aktionäre eine Höchstmaß an Verantwortung übernehmen", sagte der Finanzminister. Bei illiquiden Papieren "könnte eventuell der Staat behilflich sein". Denn es sei damit zu rechnen, dass die Anleihen von Staaten und Unternehmen eines Tages wieder liquide sein dürften und damit der Wert nicht für immer verloren sei.

(...)

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, räumte zwar ein, dass solche Bad Banks bei der praktischen Bewältigung des Problems hilfreich sein könnten. Dem "Traunsteiner Tagblatt" sagte er aber zugleich, dies zu tun, widerspräche jeder kaufmännischen Regel. Letztlich sei eine Bad Bank die "geistreichste Form der Verschleierung wirtschaftlicher Fakten". Auch Ramsauer meinte jedoch ähnlich wie Steinbrück, es sei nicht auszuschließen, dass die ausgelagerten Papiere auf längere Sicht wieder werthaltig würden.

Eine Lösung dieser Probleme angeschlagener Banken sei ohne eine Belastung der Steuerzahler leider nicht denkbar, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Meister (CDU) der "Berliner Zeitung". "Wenn wir aber nichts tun, wird sich das auf die Finanzierungsmöglichkeiten der Realwirtschaft auswirken." Die Steuerzahler könnten kein Interesse daran haben, dass sich die Lage in diesem Bereich verschlechtere.

Meister zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit Planungen des Finanzministeriums zur Einrichtung von Bad Banks. "Ich freue mich, dass endlich Bewegung in die Sache kommt", sagte er. Auch SPD- Fraktionsvize Ludwig Stiegler sprach sich in der "Passauer Neuen Presse" für eine Bad-Bank-Regelung aus. "Wir müssen die Banken von den illiquiden Papieren befreien, damit sie wieder kreditvergabefähig werden. Wenn die Amerikaner und Briten ihre Banken windeln, müssen auch wir unseren Banken neue Windeln verpassen", sagte der SPD-Politiker.

Der "Spiegel" berichtet, zur Absicherung der faulen Wertpapieren werde der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) 200 Mrd. Euro aus seinem Bürgschaftsprogramm bereitstellen. In den Bilanzen der Banken lagern faule Wertpapiere im Volumen von mehreren hundert Mrd. Euro. Das führt unter anderem dazu, dass die Institute weiter kein Vertrauen zueinander haben und das Kreditgeschäft auch unter den Banken nicht wieder den nötigen Schwung bekommt.
Antworten
gogol:

ABER ??

2
13.04.09 09:45
.........Abflachung der Fallgeschwindigkeit der Märkte .......... bedeutet auch bei dir, es geht weiter Berg ab und im Endeffekt ist es egal ob ich beim Sturz aus dem 30 Stock gleich Tod bin oder erst beim aufschlagen
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
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splint:

Die Fallgeschwindigkeit wird jetzt sogar negativ

4
13.04.09 09:47
damit der darauf folgende Fall möglichst dramatisch wird. USA nimmt sozusagen Anlauf.
Antworten
Anti Lemming:

Anfang vom Ende, oder nicht mal Ende vom Anfang?

6
13.04.09 10:09

Robert Reich, Autor des Buches "Supercapitalism", schreibt in seinem Blog, warum die Fed-Flutungen mit billigem Geld keine Rettung bringen. Sein wichtigstes Gegenargument: USA produziert zu wenig (außer Schulden).

 


 

 

Robert Reich Blog
Friday, April 10, 2009
Why We're Not at the Beginning of the End, and Probably Not Even At the End of the Beginning

Are we at the beginning of the end? Mortgage interests are now so low (the average rate on 30-year fixed mortgages was 4.87 percent Thursday, slightly higher than the 4.78 percent last week, but still the lowest level since 1971) that President Obama has begun urging Americans to refinance their homes so they can save money and start spending again. Presidential aide Larry Summers says the country is likely to see positive economic signs in the next few months. Wells Fargo Bank rallied stocks and surprised analysts Thursday when it predicted a strong $3 billion first-quarter profit, citing surging mortgage originations. And executives at the nation's biggest three banks -- JPMorgan Chase, Bank of America, and Citigroup -- say their operations were (at least by some measures) profitable in the first two months of this year, mainly because a resurgent debt market and equity trading lifted earnings in the investment banking divisions.

But we're not at the beginning of the end. I'm not even sure we're at the end of the beginning. All of these pieces of upbeat news are connected by one fact: the flood of money the Fed has been releasing into the economy. Of course mortage rates are declining, mortgage orginations are surging, and people and companies are borrowing more. So much money is sloshing around the economy that its price is bound to drop. And cheap money is bound to induce some borrowing. The real question is whether this means an economic turnaround. The answer is it doesn't.

Cheap money, you may remember, got us into this mess. Six years ago, the Fed (Alan Greenspan et al) lowered interest rates to 1 percent. Adjusted for inflation, this made money essentially free to large lenders. The large lenders did exactly what they could be expected to do with free money -- get as much of it as possible and then lent it out to anyone who could stand up straight (and many who couldn't). With no regulators looking over their shoulders, they got away with the financial equivalent of murder.

The only economic fundamental that's changed since then is that so many people got so badly burned that the trust necessary for consumers, investors, and businesses to repeat what they did then has vanished. Yes, banks will lend to highly trustworthy borrowers, and the low-hanging fruit of highly trustworthy borrowers is the first they'll pick. But there's not much of this kind of fruit to go around. And yes, some consumers will refinance and use the extra money they extract from their homes to spend again. But most will use the extra money to pay off debt and start saving again, as they did years ago. Most consumers continue to worry about their jobs, and for good reason.

Some of the big banks will claim to be profitable, but don't bank on it. Neither they nor anyone else knows what their assets are really worth. Besides, the big banks are sitting on over $500 billion over taxpayer equity and loans. Who knows how they're calculating profits? Most importantly, there's still a yawning gap between the economy's productive capacity and what it's now producing, and absolutely nothing will turn the economy around until that gap begins to close.

I spent the better part of an hour yesterday evening debating Larry Kudlow on his CNBC program, along with Arthur Laffer and two other financial analysts, all of whom were sure that the stock market had hit bottom and was now poised for a major recovery. I admire cockeyed ("schielend" - A.L.) optimism, and I understand why Wall Street and its spokespeople want to see a return of the bull market. Hell, everyone with a stock portfolio wants to see it grow again. But wishing for something is different from getting it. And cockeyed optimism can wreak enormous damage on an economy. Haven't we already learned this?

http://robertreich.blogspot.com/2009/04/why-were-not-at-beginning-of-end-and.html

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Jing:

Abflachung der Fallgeschwindigkeit,

4
13.04.09 10:20
nunja, faellst man mit 5m/sec. und das Fallen reduciert sich auf 3m/sec. hat man
das Gefuehl zu steigen. Kennen wir aus der Fliegerei.
Der steigende Kupferpreis scheint mir aus Kaeufen aus China zu resultieren.
Irgendwas muesen sie mit Ihren Milliarden machen, den eigenen Aufschwung
im Focus.
In den anderen Punkten gebe ich Dir schon Recht, DeadFred. Die Abflachung
koennte natuerlich auch auf der Baerenmarktrally zurueck zu fuehren sein.
Da wurde einfach quer-beet gekauft. Nahezu alle Klein- u. Midcaps haben 100%
zugelegt, USA. Fuer die Kursgewinne gibts bei vielen keinen Grund. Gerade die
Kleinen und Mittleren sind von dem gefrohrenen Kreditmarket am meisten von
der Pleite bedroht.
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Anti Lemming:

Simbabwe-Dollar wird abgeschafft

4
13.04.09 10:31
Die Hyper-Inflation hat der Weichwährung Simbabwes nun den Todesstoß versetzt - wie hier zu Lande der Mark in 1923.

www.ftd.de/politik/international/...e-W%E4hrung-ab/499438.html

"Der Dollar wird abgeschafft" ist eine Überschrift, die man im Hinterkopf behalten sollte. Auch für USA könnte dies einen fernen Tages den "Notausstieg" darstellen. Wann, weiß niemand - aber die Weichen zur forcierten weiteren Dollar-Entwertung werden derzeit gestellt. Und wenn die Amis was wollen, dann kriegen sie das mittelfristig auch hin. Sind halt die Weltmacht ;-)
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permanent:

Kreditangebote übersteigen die Nachfrage

7
13.04.09 10:36
Kreditversorgung
Kreditangebote übersteigen die Nachfrage
von Thomas Duhnkrack
Die Möglichkeiten der Kreditversorgung mittelständischer Unternehmen sind intakt. Die oft zitierte und plausibel klingende These einer Kreditklemme entbehrt für mittelständische Unternehmen jeder Grundlage. Realität ist, dass Mittelständler sich in Krisenzeiten mit Investitionen in die Firma zurückhalten.
www.handelsblatt.com/unternehmen/...igen-die-nachfrage;2206626
Antworten
musicus1:

permanent, stimmt und ergänzend.....

4
13.04.09 10:48
die unternehmen, die verschuldet sind , bekommen keines oder nur eingeschränkt, mit einem hohen zins....was sagt uns das ???????????
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Eiertanz des Mittelstands

9
13.04.09 11:04
Aus dem von Dir genannten Artikel: "Ein Unternehmer kann daher sicher sein, dass ausreichend potenzielle Kreditgeber zur Finanzierung seiner Investition zur Verfügung stehen, sofern die Bonität des Unternehmens und die Wirtschaftlichkeit einer Investition stimmt. Realität ist allerdings auch, dass die Unternehmen im Zuge der Finanzmarktkrise eine Verschlechterung ihrer Finanzierungs- Bedingungen registrieren. Häufig müssen mehr Sicherheiten gestellt werden, oder Kredite werden nur zu höheren Konditionen bereitgestellt."

Für Mittelständler gilt im Prinzip das Gleiche wie für die Großen: Je dringender sie auf Kapital angewiesen sind, desto schwieriger ist es für sie, es zu bekommen (siehe etwa: TUI).

"Die Kunst" ist, ein Abgleiten in dieses tödliche Kreditbedarfs-Loch (verbunden mit Bonitätsabstufungen, die die Kreditneuaufnahme bzw. den Roll-over auslaufender Kredite erschweren und verteuern) beizeiten zu verhindern. Das geht zurzeit nur, wenn Investitionen zurückgestellt werden, was allerdings mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit gefährden kann. Das Ganze wird damit zum Eiertanz zwischen Minimierung der Fremdkapitalquote (um in Krisenzeiten solvent zu bleiben) und Minimierung überlebenswichtiger Investitionen (mit der Gefahr, später bei einem Anziehen der Wirtschaft mit einer veralteten Produktpalette aufzulaufen).

"Einfach" ist das Alles nicht.
Antworten
Anti Lemming:

Inflation oder Deflation? Steinbrück vs. "Weise"

6
13.04.09 11:54

Disput zwischen Steinbrück, der mittelfristig mit Inflation infolge der Geldflutungen rechnet - ebenso wie DIW-Präsident Zimmermann - , und dem Wirtschaftsweisen Bofinger, der mit anhaltender Deflation rechnet (unten: Auszüge).

Ich finde Bofingers Gegenargumente - aufgehängt an Japan - nicht sehr überzeugend. Denn in Japan war die Immobilien/Finanzkrise ab 1990 ein lokales Phänomen in einer halbwegs intakten Weltwirtschaft. Heute ist die ganze Welt von der (US-)Krise und ihren Derivate-Ablegern betroffen. Wird wie jetzt allerorten massenhaft Geld gedruckt, so gibt es keine "Ventile im Ausland" mehr, wie sie für Japan damals bestanden (Yen-Carrytrades, die deflationär wirkten - japanische Staatsverschuldung "floss ins Ausland"  - und die japanische Export-Wirtschaft ankurbelten, weil sie den Außenwert des Yen drückten).

 

 



Aus dem Handelsblatt:

 

...Er habe die Sorge, "dass wir weltweit mit den enormen schuldenfinanzierten Gegenmaßnahmen die nächste Krise auf den Weg bringen", sagte Steinbrück. "Es wird so viel Geld in den Markt gepumpt, dass die Gefahr einer Überlastung der Kapitalmärkte und einer weltweiten Inflation im Wiederaufschwung drohen könnte."...

 

...Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann, geht noch weiter als Steinbrück. Für ihn ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass es zu einer weltweiten Inflation kommt. allerdings gibt Zimmermann den Staaten und also auch der Bundesregierung für diese Entwicklung eine Mitverantwortung. Dem Staat sei es trotz aller Interventionen nicht gelungen, die Krise im Finanzsektor zu stoppen... Nach Zimmermanns Einschätzung kommt es "mit großer Wahrscheinlichkeit" zu einer Inflation, die Frage sei nur wann und wie stark. Die Situation sei Derzeit jedenfalls aus verschiedenen Gründen "brandgefährlich" ... Zur Explosion kommt es ... dann, wenn die enorme derzeitige und sich abzeichnende Geldschöpfung nachfragewirksam wird"...

 

...Der Wirtschaftsweise Bofinger sieht hingegen anders als Steinbrück nicht die Gefahr, dass schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme in eine Inflation münden könnten. Im Gegenteil: "Das Beispiel Japans zeigt zudem, dass eine sehr hohe Staatsverschuldung nicht zwingend zu Inflation führen muss", sagte er und fügte erläuternd hinzu: "Der japanische Staat hat relativ zum Bruttoinlandsprodukt eine mehr als doppelt so hohe Staatsverschuldung als Deutschland, gleichwohl leidet es seit Jahren an der Deflation.".... Dagegen schloss Bofinger für die USA eine inflationäre Entwicklung mittelfristig nicht aus. "Da die amerikanische Wirtschaft eine Netto-Gläubiger-Position einnimmt, läge eine solche Entwicklung im gesamtwirtschaftlichen Interesse des Landes" [siehe dazu # 41561 - A.L.], sagte der Wirtschaftsweise. Doch auch in den USA würde aus seiner Sicht die Inflation nicht über Werte von fünf Prozent hinausgehen.

 

www.handelsblatt.com/politik/...derspricht-steinbrueck;2235462

Antworten
pfeifenlümmel:

5 Milliarden

18
13.04.09 11:54
Verschrottungsprämie, einfach Wahnsinn. Koreanische und  japanische Autos werden in Massen gekauft, der Deutsche Steuerzahler wird ein globaler Zahler. Auch GM  profitiert, werden doch bei Opel 60% Autos mehr verkauft. Weshalb sollte denn auch der Deutsche Steuerzahler nicht dafür sorgen, dass eine Übernahme von Opel für ihn obendrein noch teurer wird. Man fragt sich nur noch, mit welchem Recht hier diese einseitige Bevorzugung von Altautobesitzern durchgezogen wird. Wäre es nicht sinnvoller, den Besitzern von alten Heizugsanlagen oder alten Gefrierschränken Zuschüsse zu zahlen? Millionen Altbauten hätten in Deutschland eine Grundsanierung bezüglich Wärmedämmung dringend nötig. Wäre auch hier nicht das Geld viel besser angelegt? Die Zinssätze der KFW sind nicht mehr großartig unterschiedlich gegenüber den Zinsen der Banken und bieten nur noch einen geringen Anreiz zu Renovierungen. CO2 Ersparnis und Energiekostenersparnis würden sich bei deratigen Maßnahmen viel günstiger auswirken als der Ersatz alter und dazu noch weitgehend ausländischer Autos.
Die Verschrottungsprämie ist ein Skandal!
Antworten
Eidgenosse:

Vorher hat auch niemand reklamiert

2
13.04.09 12:18
als die Amis für Milliarden teure Deutsche Sportwagen gekauft haben. Jetzt ists natürlich ein Skandal. Aber ähnliches hört man auch in der Schweiz. Die Wirtschaft dreht und jetzt wird gejammert was das Zeug hält.
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splint:

Die Abwrackprämie ist eben ein staatliches

8
13.04.09 12:22
Pimp My Ride. Im Wahljahr kommen die coolen Politiker und motzen dein Auto auf.
Antworten
Kicky:

Wohnimmobilien trotz Krise gefragt

6
13.04.09 12:34
In der Wirtschafts- und Finanzkrise suchen die Bundesbürger verzweifelt nach wertbeständigen Anlageformen. Wohnimmobilien in den Großstädten zeigen sich bisher nicht nur resistent gegen die schlechten Nachrichten, die Preise steigen teilweise sogar weiter.

Am Hamburger Wohnungsmarkt ist von Zurückhaltung nichts zu spüren. Die Stadt an Elbe und Alster lockt immer mehr Neubürger aus dem In- und Ausland und der Bau von Gebäuden kommt dem Zuzug kaum hinterher. Jedes Jahr fehlen mehrere tausend Wohneinheiten. Das macht den Immobilienmarkt in der Hansestadt zu den wertstabilsten in ganz Deutschland.

Beispielsweise haben exklusive Immobilien 2008 in der Hansestadt bis zu 20 Prozent an Wert zugenommen, ermittelte das Immobilienunternehmen Dahler & Company. Und die Perspektiven sind laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Björn Dahler auch und gerade angesichts der Wirtschaftkrise und einer drohenden Inflation ausgezeichnet. Ähnliche Entwicklungen gibt es auf den Immobilienmärkten anderer Großstädte, seien es München, Berlin oder Frankfurt. Das bestätigen auch die derzeit laufenden Recherchen zum großen Immobilienkompass von Capital. Diese zeigen, dass in diesem Jahr die 2008er-Preise (diese finden Nutzer im Internet unter www.capital.de/immobilien-kompass) in der Regel nicht nur gehalten werden, sondern in vielen Vierteln, sogar noch steigen. ....

ttp://www.ftd.de/boersen_maerkte/immobilien/...tz-Krise-gefragt/498299.html

nachdem meine Überlegung auch in die Richtung geht ,hier noch ein interessanter Link
www.zv-information.de/php/start.php
Antworten
C_Profit:

Moin, es gibt auch eine staatliche Förderung

2
13.04.09 13:11

für Fahrräder in höhe von 10 Millionen.

Kommunen sollen dafür Leifahrräder anschaffen.

Die Hälfte landet wahrscheinlich bei der Bahn...

Die Relation an sich ist eine Frechheit, damit wird auch die "Umweltprämie" demaskiert.

Es steht halt nur Umwelt drauf...

Voltaire: „Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.“
Antworten
C_Profit:

10 Millionen Euro für den öffentlichen Fahrradverl

 
13.04.09 13:15

Tiefensee: Mit Fahrrad, Bus und Bahn schnell und umweltfreundlich in der Stadt unterwegs

Bundesminister Wolfgang Tiefensee: "Kein Stau, keine lästige Parkplatzsuche, weniger Lärm, weniger CO2 und mehr körperliche Fitness. Das sind die Vorteile für jeden, der auf kurzen Strecken das Auto stehen lässt und auf Fahrrad, Bus und Bahn umsteigt. Doch was, wenn man an der Haltestelle aussteigt und das Büro, der Sportplatz oder das Kino noch kilometerweit entfernt sind. Was, wenn Touristen kein eigenes Fahrrad zur Hand haben? Öffentliche Leihfahrräder sind hier die Lösung."

Ziel ist es, die beiden umweltfreundlichsten Verkehrsmittel - das Fahrrad und den ÖPNV - besser miteinander zu verknüpfen. Der Radverkehr soll gestärkt und der motorisierte Individualverkehr reduziert werden.

"Dabei unterstützen wir die Städte und Gemeinden. Sie sollen Konzepte dafür entwickeln, wie ein öffentliches Fahrradverleihsystem im Verbund mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aussehen könnte. Ich rufe alle Kommunen auf, sich an dem neuen Modellversuch zu beteiligen", so Wolfgang Tiefensee.

Voltaire: „Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.“
Antworten
Anti Lemming:

Ver.di fordert 100 Milliarden-Paket

7
13.04.09 13:31
Die Gewerkschafter um Bsirske wollen offenbar "forcierte" Inflation, weil sich nur damit (nominell) überhöhte Lohnsteigerungen durchsetzen lassen.

Pimp my Gehalt.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,618751,00.html
Antworten
wawidu:

Orwell "1984"

12
13.04.09 14:33
Die von etlichen Großbanken angekündigten massiven Gewinne in Q1 erinnern mich an zwei Eckpunkte der in "1984" beschriebenen Ideologie: "Krieg ist Frieden" und "Neusprech". In Analogie dazu formuliere ich:
"Schulden sind Umsätze, mit geliehenem Geld erzielte Gewinne sind reale Gewinne." Wenn denn diese Banken tatsächlich Gewinne in der von Wells Fargo genannten Größenordnung erzielt hätten, brauchten sie ja wohl keine weiteren Kapitalspritzen mehr!? Bzgl. Administration, Volksvertretern und Fed sehe ich folgende Analogie: "Verschuldung und Fiat Money sind Zukunftsinvestitionen." So wie die herrschende Clique in Orwells Roman eine Strategie der Volksverdummung verfolgt, wird diese schon seit Jahren von den Herrschenden in den USA und anderen Ländern praktiziert. Ich erinnere nur an die diversen statistischen Tricks. "Schönen" und "Schön reden" sind mittlerweile schon in vielen Bereichen der Gesellschaft fast selbstverständlich. Und das Volk glaubt gerne Floskeln wie "Alles wird gut" oder "Yes, we can". Es ist schließlich ja schon seit langem ideologisch geprägt: "Kredit ist Reichtum - Konsum ist Grundrecht (oder gar - laut Nancy Pelosi - patriotische Pflicht!)".
Antworten
Anti Lemming:

"Scheibchen-Bankrott" bei GM

12
13.04.09 15:02
Jeden Tag geht GM "ein kleines bisschen bankrotter". Heute kursieren Geschichten, GM soll in einen guten und in einen schlechten Teil aufgespalten werden. Der gute Teil soll bereits zwei Wochen nach dem für den 1. Juni vorgesehenen Konkurs wieder "auferstehen". Der schlechte Teil mit 70 Mrd. Minus wird dann wohl länger pleite bleiben.

Eigentlich war das dann ja gar keine richtiger Bankrott. O.k., die Bondhalter haben einen Großteil ihres Geldes verloren, die Mitarbeiter ihre Betriebsrenten und die Aktionäre eigentlich Alles. Aber die Firma "ist nicht pleite, so wie ich Pleiten definiere", würde Clinton sagen - und sich mit wissendem Lächeln den Hosenschlitz zuknöpfen.

Und die neuen SUVs von GM, die Anfang Juli vorgestellt werden, sollen nur noch 18 Liter auf 100 km verbrauchen statt vorher 25.

Geht doch!
Antworten
Anti Lemming:

Details zum "kontrollierten" Bankrott von GM

3
13.04.09 15:10

GM preparing for possible bankruptcy: report
By MarketWatch
Last update: 8:36 a.m. EDT April 13, 2009

NEW YORK (MarketWatch) -- The U.S. Treasury is directing General Motors Corp. to lay the groundwork for a bankruptcy filing by a June 1 deadline, despite GM's public contention that it could still reorganize outside court, the New York Times reported Sunday, citing unnamed people with knowledge of the plans.

Members of President Obama's automotive task force are holding ongoing meetings and conference calls with GM officials and their advisers in Detroit and Washington, the report said, with the goal to prepare for a fast "surgical" bankruptcy.

The preparations are aimed at assuring a GM bankruptcy filing is ready if the company is unable to reach agreement with bondholders to exchange roughly $28 billion in debt into equity in GM and to get needed concessions from the United Automobile Workers union, the report said.

However, key members of an ad hoc committee representing the auto maker's bondholders are gearing up for a fight against the bankruptcy plan, The Wall Street Journal reported Monday, citing people familiar with the strategy.

One plan under consideration would create a new company that would buy the "good" assets of GM almost immediately after the carmaker files for bankruptcy, the New York Times reported. Less desirable assets, including unwanted brands, factories and health-care obligations, would be left in the old company, which could be liquidated over several years, it said.

Treasury officials are examining one potential outcome, in which the "good GM" enters and exits bankruptcy protection in as little as two weeks, using $5 billion to $7 billion in federal financing, the report said, citing comments last week from a person who had been briefed on the prospect.

The rest of GM may require as much as $70 billion in government financing, and possibly more to resolve the automaker's health-care obligations and the liquidation of the factories, it said.

Marketwatch

 

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