Die Jahreswachstumsrate der Buchkredite in der Eurozone enttäuschte im Mai erneut mit der Schrumpfung
um 2,0 % (April: -1,8 % gg. Vj.). Das Wachstum der Geldmenge M3 konnte aber leicht auf 1,0 %
zulegen (April: 0,7 %). Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (März bis Mai) lag der Rückgang der
Buchkredite ebenfalls bei 2,0% und die Geldmenge M3 wuchs um 0,9%. Im Zeitraum Januar bis März
2014 bzw. November 2013 bis Januar 2014 lagen die entsprechenden Dreimonatsdurchschnitte bei der
Kreditvergabe an den privaten Sektor noch bei -2,2 % bzw. -2,3% (Geldmenge M3: jeweils +1,2 %). Insofern
hat die Aussage aus dem Juni-Monatsbericht der EZB („In den letzten Monaten war zwar eine Stabilisierung
des Kontraktionstempos zu verzeichnen, bislang gibt es aber noch keine eindeutigen Anzeichen
einer Trendwende.“) weiterhin Bestand.
Obwohl in Deutschland der HVPI im Juni überraschend auf 1,0 % in der Jahresrate anzog (Mai: 0,9 %),
verharrte der HVPI der Eurozone im Juni gemäß der Schnellschätzung bei 0,5 %, wobei die Nahrungsmittelpreise
um 0,2 % rückläufig waren (Dienstleistungen + 1,3 %; Industriegüter ohne Energie erneut
nur 0,0 %).
Quelle: HSBC