http://www.ariva.de/news/...-Energiewende-besser-koordinieren-4114512
Altmaier will Energiewende besser koordinieren
19:53 22.05.12
BERLIN (dpa-AFX) - Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will den unkoordinierten Ausbau der erneuerbaren Energien stärker mit dem Ausbau der Stromnetze in Einklang bringen. Es könne nicht sein, dass für viel Geld neue Wind- und Solarparks gefördert würden, die dann aber mangels Netzen abgeregelt werden müssten, sagte Altmaier am Dienstagabend bei einer Windenergiekonferenz der Zeitung "Die Welt" in Berlin. "Das ist volkswirtschaftlich aberwitzig und politisch auf Dauer nicht vertretbar, sagte der 53-Jährige.
Er kündigte in seiner ersten Rede als Minister einen vehementen Einsatz für eine bessere Koordinierung der Energiewende an, auch mit Blick auf die eigenen Energiekonzepte und Ökoenergieausbau-Zieleder Länder. DieWindenergiewerdedasRückgrat der Energiewende sein. Altmaier will sich dafüram Mittwoch auch beim Energiegipfel von Bund und Ländern bei Kanzlerin AngelaMerkel (CDU)einsetzen.
"Meine erste Aufgabewird es sein, Gesprächsblockaden zu durchbrechen", sagte Altmaier. Er werde auf die Wirtschaft zugehen, da hier die Investitionsentscheidungen getroffen werden. "Wir haben ein Interesse daran, den Industriestandort Deutschland zu erhalten." Er verstehe sich aber auch als oberster Lobbyist der Umweltschützer. Der Gegensatz zwischen Ökonomie und Ökologie sei längstüberholt.
"Für mich ist die Energiewende in meinem neuen Amt das zentrale und prioritäre Vorhaben", betonte der am Dienstag von Bundespräsident Joachim Gauck ernannte neue Umweltminister. Man könne so ein Amt nur antreten, wenn man es mit 150 Prozent ausübe.
"Die Energiewendewird möglicherweisedaszentraleProjekt dieserBundesregierung sein." Finanz- und Eurokrise seien Krisen, auf die die Politik reagieren musste, weshalb sie oft als Getriebener erscheine. Bei der Energiewende hingegen könne die Politik hingegen gestalten. Es gehe darum, der Weltzu zeigen,dassDeutschlandmitseinen Ingenieurenund Erfindungsgeist dasschaffe,soAltmaier.
Er äußerte sein Bedauern über die Umstände der Entlassung seines Vorgängers Norbert Röttgen. Wenn es so etwas wie einen positiven Kollateralschaden gebe, dann den, dass in diesen Tagen wieder verstärktüber dieEnergiewende geredet werde, so Altmaier./ir/DP/he
Altmaier will Energiewende besser koordinieren
19:53 22.05.12
BERLIN (dpa-AFX) - Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will den unkoordinierten Ausbau der erneuerbaren Energien stärker mit dem Ausbau der Stromnetze in Einklang bringen. Es könne nicht sein, dass für viel Geld neue Wind- und Solarparks gefördert würden, die dann aber mangels Netzen abgeregelt werden müssten, sagte Altmaier am Dienstagabend bei einer Windenergiekonferenz der Zeitung "Die Welt" in Berlin. "Das ist volkswirtschaftlich aberwitzig und politisch auf Dauer nicht vertretbar, sagte der 53-Jährige.
Er kündigte in seiner ersten Rede als Minister einen vehementen Einsatz für eine bessere Koordinierung der Energiewende an, auch mit Blick auf die eigenen Energiekonzepte und Ökoenergieausbau-Zieleder Länder. DieWindenergiewerdedasRückgrat der Energiewende sein. Altmaier will sich dafüram Mittwoch auch beim Energiegipfel von Bund und Ländern bei Kanzlerin AngelaMerkel (CDU)einsetzen.
"Meine erste Aufgabewird es sein, Gesprächsblockaden zu durchbrechen", sagte Altmaier. Er werde auf die Wirtschaft zugehen, da hier die Investitionsentscheidungen getroffen werden. "Wir haben ein Interesse daran, den Industriestandort Deutschland zu erhalten." Er verstehe sich aber auch als oberster Lobbyist der Umweltschützer. Der Gegensatz zwischen Ökonomie und Ökologie sei längstüberholt.
"Für mich ist die Energiewende in meinem neuen Amt das zentrale und prioritäre Vorhaben", betonte der am Dienstag von Bundespräsident Joachim Gauck ernannte neue Umweltminister. Man könne so ein Amt nur antreten, wenn man es mit 150 Prozent ausübe.
"Die Energiewendewird möglicherweisedaszentraleProjekt dieserBundesregierung sein." Finanz- und Eurokrise seien Krisen, auf die die Politik reagieren musste, weshalb sie oft als Getriebener erscheine. Bei der Energiewende hingegen könne die Politik hingegen gestalten. Es gehe darum, der Weltzu zeigen,dassDeutschlandmitseinen Ingenieurenund Erfindungsgeist dasschaffe,soAltmaier.
Er äußerte sein Bedauern über die Umstände der Entlassung seines Vorgängers Norbert Röttgen. Wenn es so etwas wie einen positiven Kollateralschaden gebe, dann den, dass in diesen Tagen wieder verstärktüber dieEnergiewende geredet werde, so Altmaier./ir/DP/he
