Guten Morgen meine WaMu-Freunde,
ich habe mir mal den Aurelius Einspruch angesehen und aus diesem Einspruch, mal ein paar sehr makante Äußerungen übersetzt, damit man hier in etwa einschätzen kann, wie wiedersprüchlich sich die Aussagen von Rosen zu den jetzigen Äußerungen von Aurelius Verhalten.
Hier der Link zu dem Doc und Einspruch von Aurelius:
http://www.kccllc.net/documents/0812229/0812229110617000000000008.pdf
Hier die übersetzten Passagen von Aurelius, die ich wie gesagt, schon sehr markant und für mehr als merkwürdig halte, das es sich ziemlich widersprüchlich zu den gemachten Aussagen von Rosen verhält:
“Weeks later, after completing a day-long deposition of Aurelius Managing Director Dan Gropper, the Equity Committee demanded extensive new discovery – broader even than the discovery requests originally presented to, and narrowed by, this Court”.
Einige Wochen später, nach der Vollendung einer den ganzen Tag andauernden Vernehmung von Aurelius Management Direktor Dan Gropper, forderte der Eigenkapitals-Ausschuss (EC) umfassende neue Vernehmungen - die sich weiter erstrecken, als die Vernehmungen ursprünglich von diesem Gericht angesetzt wurden.
”Contrary to the Equity Committee’s false statement that its original motion to compel was “not pursued . . . by agreement of the parties” (Motion to Shorten), Aurelius was a party to no agreement”.
Gegen die falsche Aussage des Eigenkapitals-Ausschusses, dass ihr ursprünglicher Antrag die Vernehmungen nicht weiter zu verfolgen, durch eine Abmachung zwischen den Parteien getroffen wurde (Motion to Shorten = Antrag einkürzen / einschränken), Aurelius keiner dieser Parteien für diese Vereinbarung war".
"The Motion to Compel would multiply the millions of dollars in unfair expense and burden already placed upon Aurelius to date by this groundless shakedown operation and is calculated only to create an excuse to delay confirmation proceedings indefinitely until a ransom is extorted".
Den Antrag zu erzwingen, die Millionen von Dollars im unfairen Kostenaufwand und der Belastungen multiplizierend, die bereits bis heute auf Aurelius durch diese grundlose Durchsuchungsoperation auferlegt wurden, werden nur getätigt, um einen Vorwand zu schaffen, damit die Bestätigungsverhandlungen auf unbestimmte Zeit verzögert werden, bis ein Lösegeld erpresst wurde.
“The Equity Committee’s assertions of wrongdoing are completely baseless – but they are nevertheless serious allegations to level against a highly regarded investment fund manager that values its reputation for scrupulous legal and ethical conduct”.
Die Eigenkapitals-Ausschuss Behauptungen von Fehlverhalten sind völlig unbegründet, aber sie sind dennoch schwere Vorwürfe gegen ein hoch angesehenen Investmentfonds-Manager, der seinen Ruf für sorgfältige rechtliche und ethische Verhalten, als Werte schätzt.
“Aurelius requires, and deserves, a fair opportunity for due process and the ability to explain to the Court why the Equity Committee has demonstrated no wrongdoing and has no reasonable, good faith need for further discovery”.
Aurelius erfordert und verdient, eine faire Chance für ein faires Verfahren und die Fähigkeit, sich an das Gericht, warum die Equity Committee kein Fehlverhalten gezeigt hat, zu erklären und hat keine vernünftigen, guten Glaubens Notwendigkeit für weitere Entdeckung.
“Aurelius prizes its integrity and reputation. It will not allow its reputation to be so sullied, it will never settle to appease such abhorrent tactics, and it has never supported the settlement with the Equity Committee recently under discussion”.
Aurelius Ruf ist seine Integrität und ihr Ansehen. Es wird nicht zugelassen, dass sein Ruf so beschmutzt wird, oder es zulassen, um solche abscheulichen Taktiken abzumachen und es hat noch nie einen Vergleich mit dem Equity Ausschuss in jüngster Zeit in dieser Diskussion unterstützt.
Also wenn man hier nun davon ausgeht, das Rosen am Hearing vom 25.05.2011 folgendes ausgesagt hat,
"dass er schon seit einem Jahr versucht, mit dem EC zu einer Einigung zu kommen. Er hätte alles versucht um das zu erreichen. Nun sei es so weit, denn die SNHs hätten sich eingemischt. Mehr und mehr Parteien wären dazugekommen. Letzte Nacht hat es eine Übereinkunft, ein termsheet gegeben. Das sei der 7th amended plan. Das könne man schon bald filen“
weiter sagte Rosen:
“dass das Settlement auch bedeute, dass das EC sich bereit erkläre, im Falle dass sie irgendwelche Claims verfolgen, daraus kein Nachteil für das Estate entstehen dürfe“.
hiermit nach der Aussage von Rosen, haben also mindestens 2 Hedgefonds aller beteiligten Parteien den Vertragsbestimmungen (Term Sheet) zugestimmt, um eine Einigung für den PoR 7 zu erzielen. Darüber hinaus wurde ja auch bekannt, das die Hedgefonds auf ihre Klagen gegen WMI verzichten wollen, sie $100 Mrd. für die reorganisierte WMMRC für weitere Akquisitionen zur Verfügung stellen, dafür ein Aktienpaket im Wert von 160 Mio. von der reorganisierten WMMRC erhalten und 2 Sitze im BoD von der neuen reorganisierten WMMRC bekommen, dann kann ich dem Aurelius Einspruch nicht ganz folgen.
Denn alle Bemühungen zu dem angestrebten PoR 7, sind doch erst durch die Aurelius Vernehmung ins Rollen gekommen und nun stellt sich Aurelius hier hin und behauptet, niemals in Verhandlungen mit den EC-Anwälten und Rosen gestanden zu haben, was aber nach Aussage von Rosen sich im Hearing vom 25.05.2011 aber ganz anders angehört hat. Also ich denke, das hier ein ziemlicher Konflikt zu dem Term Sheet vorliegt, der ja angeblich von allen Parteien so genehmigt wurde, laut Rosen.
Also für mich ergibt sich jetzt folgendes Szenario daraus:
(i) Es hat hier jetzt jemand von Aurelius oder gar Rosen, definitiv eine Falschaussage zu dem getroffenen Term Sheet gemacht, Fakt.
(ii) Es drängt sich mir der Verdacht auf, da ja die anderen 3 Hedgefonds Vernehmungen abgesagt wurde, aufjedenfall mindestens 2 Hedgefonds dem Term Sheet zugestimmt haben muss, denn wenn es stimmen sollte, das Aurelius dem Term Sheet nicht zugestimmt hat, noch das Aurelius sich an den Verhandlungen zu dem Term Sheet beteiligt haben, sich mindestens 2 Hedgefonds dann aber dafür ausgesprochen haben müssen, sonst wäre das Term Sheet nicht als Grundlage für den neuen PoR 7 angewendet worden, was ja auch zu Zugeständnissen für den PoR 7, seitens der Hedgefonds, eingeräumt wurde.
(iii) Ich vermute hier ganz stark, das die 2 Hedgefonds sich aufjedenfall jetzt durch die erneuten Vernehmungen unter Zugzwang gesetzt sehen, da zum einen ja bewusst auf eine Vernehmung im Mai verzichtet wurde und man lieber dem Term Sheet zugestimmt hat, als sich den Befragungen von Susman & Godfrey, als auch Edgar J. Sargent zu stellen. Welch unangenehme Situation sich jetzt dazu wieder auf tut, sieht man ja an den sehr aggresiven Äußerungen von Aurelius, das sie die weiteren Vernehmungen der anderen 3 Hedgefonds von Mary abgelehnt sehen wollen. Warum wohl wird dies jetzt so vehement gefordert, obwohl es doch klar war, das unsere EC-Anwälte darauf zurück greifen werden, wenn sich die Ausarbeitung zum PoR 7 nicht so gestalten lässt, wie es sich unsere EC-Anwälte aber wünschen.
(iv) Meiner Meinung nach liegt aber hier auch noch mehr potenzial drin, denn Rosen sagte ja auch weiter aus im Hearing, das:
“heiße aber nicht, dass das EC die Untersuchung des Insidertradings nicht durchgeführt haben. Rosen lobt das EC. Sie hätten da eine ganz detaillierte Untersuchung gemacht. Es seien da aber noch einige Dinge ausständig. So fehle noch der Bericht des ECs. Der würde aber kommen. Im modifizierten Plan würde es auch bezüglich dieser Dinge releases geben“.
Was könnte man nun aus der Aussage von Rosen schließen? Es waren bei der Ausarbeitung des PoR 7 aufjedenfall JPMC, die FDIC und der Gläubiger Ausschuss beteiligt und zu dem geschlossenem Term Sheet, zwischen den Hedgefonds und unseren EC-Anwälten, involviert und unterrichtet. Denn Zugeständnisse zu der Art, wie es im PoR 7 vorgesehen war, hätte auch bedeutet, das die anderen eben aufgeführten GSA Parteien, ihren Segen zu dem PoR 7 nur dann gegeben hätten, wenn ihnen dafür eine Releaseerteilung zugesprochen wird.
(v) Jetzt kommt für mich noch ein weiterer sehr interessanter Aspekt dazu, wo ein Anwalt von unserem EC wohl folgende Aussage machte:
“Der EC-Anwalt bestätigt, dass es seit letztem Monat Verhandlungen at arms length gegeben hätte. Er hätte als er heute beim Gericht reinkam, ein neues Termsheet erhalten. Er glaubt, man sei sehr knapp dran, dass das EC das termsheet unterzeichnet. Er kündigt ein "final statement" zu den Insidertradingvorwürfen an. Ausserdem sei es sein Ziel, einen POR in der von Rosen vorgeschlagenen Zeit zu haben. Würde das settlement aber durchfallen, würde man sich seine Rechte vorbehalten.“
Also anhand dieser Aussage, gehe ich jetzt mal davon aus, das die Verhandlungen zu dem PoR 7 gescheitert sind und es aller Wahrscheinlichkeit mit dem PoR 6-2 weiter gehen wird. Fakt ist, das unsere EC-Anwälte sich nun der letzten 3 Hedgefonds bedienen, um ihre Befragungen zu dem Insidertrading Vorwurf und zu den Absprachen in den getroffenen Abmachungen für das GSA fortzuführen. Sie werden hierzu auch schon ganz bestimmt wissen, welcher Hedgefonds sie sich als erstes bedienen müssen (natürlich die, die dem Term Sheet zugestimmt haben), um weiter an ihre Informationen zu kommen, um den illegalen Handel mit Aktien (Insidertrading), als auch die illegalen Absprachen von den GSA Parteien zu dem GSA, nachzuweisen.
Ich glaube hierbei nicht mehr daran, wie ich es ja schon geäußert habe, das es unseren EC-Anwälten um die weitere Ausarbeitung oder Anfechtung um PoR 6-2 geht, sondern viel mehr alles daran setzten genug Beweise zu generieren, um das GSA von Mary Walrath für ungültig erklären zu lassen, der ja somit, wenn es von Mary Walrath zugelassen werden würde, auch das DS und einschließlich den ganzen PoR 6 zum scheitern bringt. Ich denke, dass alle Bemühungen um zu einem Abschluss zu kommen, so in der Form nicht möglich ist und sich auf lange Zeit wie ein roter Faden durch dieses Chapter 11 Verfahren ziehen würde, wenn es nicht gelingt, dass GSA anzufechten und für ungültig zu erklären.
Alles andere was hier von den Banksterparteien aufgeführt wird, ist meiner Meinung nach ein gewolltes und beabsichtigtes Vorhaben, um sich nach wie vor die Taschen damit voll zu stopfen und somit auch weiter das Equity zu schröpfen. Es kann nicht in ihnem Interesse liegen, hier eine Einigung zu erzielen, weil es auch bedeuten würde, dass sie Zugeständnisse und Abtretungen von ergaunertem Vermögen machen müssten, damit dieser Fall endlich geschlossen werden kann. Wir wissen, wie schwer es Mary Walrath hat, ihre Vorstellung auf eine einvernehmliche Einigung aller Parteien, umzusetzen, da auch sie Probleme hat, den ganzen Abläufen so zu folgen, wie sich manche Haarsträubenden darstellen. Hier wird gelogen und falschausgesagt, das sich die Balken biegen, aber von Mary keine Spur eines konsequenten Vorgehens, um diesen Banksterparteien einhalt zu gebieten.
Was sich jetzt auch immer vor Mary Walrath`s Gericht abspielt, ist in meinen Augen eine Farce, wenn sich hier durch unsere EC-Anwälte nun doch Beweise generieren lassen, die genau das beinhalten, was wir unter diesen Verfahren sehen. Es ist eine durch und durch durchtriebene Veranstaltung, die seines gleichen sucht und ständig verändert dieses Schmierentheather sein aufgeführtes Programm, um dem Zuschauer noch mehr Fragen überzuhelfen, als das uns nachvollziehbare Antworten zu gewissen Vergehen und Handlungsweisen von unseren Banksterparteien präsentiert werden. Dieser Fall kann und wird wahrscheinlich nie solch eine Einigung erfahren, womit alle beteiligte Parteien Leben könnten.
Nicht umsonst haben sich jetzt auch die TPS dazu intensiver eingeschaltet, um ihre berechtigten Ansprüche geltend zu machen, die ihnen aber von WMI und JPMC verweigert werden. Wenn man hierzu dann noch bedenkt, das die OTS und die FDIC das ganze auch noch gefördert und letztendlich mitzuverantworten haben, das wir uns überhaupt erst in dieses Chapter 11 Verfahren flüchten mussten, dann kann man hier ebenfalls festmachen, wie der äußere Druck auf das Verfahren ausgeübt wird, um ja nicht die Verfehlungen die durch die Beschlagnahmung und dem Verkauf der WMB an JPMC, der Öffentlichkeit preiszugeben. All das, was ich gerade hierzu aufgeführt habe, spiegelt wahrscheinlich noch nicht einmal den wahren Umfang um die Geschichte von WaMu wieder, wie es sich letztendlich zugetragen hat.
Es ist leider eine traurige Tatsache, das vor diesem Konkursgericht nur Einsprüche und Anträge zu den jetzt zur Verfügung stehenden Vermögen und gemachter Präsidenzfälle dazu, in betracht gezogen werden, um über das eigentliche Verbrechen das an WaMu begangen wurde, zu urteilen. Es wird sehr sehr schwer werden, hier unter diesen Umständen eine vorzeitige Lösung präsentiert zu bekommen, wenn es nicht gelingt, das übel bei der Wurzel zu packen und das lautet für mich ganz eindeutig, dass GSA muss angefechtet und für ungültig erklärt werden, ansonsten werden wir nie die Details zu diesem gemachten Bankraub um WaMu erfahren.
In diesem Sinne, ..... Gruss QASH