Guten Abend WaMu-Gleichgesinnte,
die Anhörung gestern war ja anscheinend leider wieder einmal nicht der Hit, konnte mir dazu aber heute erst, durch die vielen Beiträge hier, eine Übersicht des gestrigen Verlaufes erlesen. Irgendwie wieder einmal alles sehr ernüchternd, wie Mary anscheinend pro Rosen entschieden hat. Einzigste Gemütsaufhellung war die Genehmigung, dass das EC jetzt 14 Tage Zeit eingeräumt wird, dem Insider-Trading nachgehen zu können.
Aber nur eine 14-tätige Untersuchungszeit des Insider-Tradings nach der Beschlagnahmung???
Hoffman-Motion abgelehnt, war irgendwie wirklich zu erwarten, jetzt kein negatives Ereignis.
Das Verfahren vor das Third-Circuit bringen zu können / dürfen, eine nicht ganz so abwägige Bitte seitens des EC gewesen, dennoch auch hier kein negatives Ereignis gewesen, konnte man eigentlich erwarten, das Mary an diesem Fall festhält und diesen nicht abgibt.
Aber ihre Entscheidung zu der Insider-Trading Untersuchung, gibt mir jetzt so langsam einen faden Beigeschmack an ihrer Entscheidungsfindung. Was hätte jetzt dagegen gesprochen, eine gewisse Zeit vor der Beschlagnahmung zu untersuchen? Gerade wo das Short-Selling am meisten stattfand und als Zeitraum X vor der Beschlagnahmung zu bewerten gewesen wäre, da ein hoher Verkauf zu verzeichnen war?
Was macht die Untersuchung für einen Sinn, dieses Insider-Trading nach der Beschlagnahmung zu untersuchen, wo eh schon alles kaputt geshortet wurde. Es sei denn, das EC untersucht hierbei die Zeit nach der Beschlagnahmung, wo die Aktien hätten gar nicht mehr gehandelt werden dürfen, um auch die SEC jetzt ins Boot zu holen, den die haben ja die WMB Aktien nicht auf die No-Short-Liste gesetzt, obwohl die WMB längst beschlagnahmt wurde, der Handel mit den Aktien aber wohl bis zum 10.10.2008 weiter betrieben wurde (zumindest habe ich das jetzt noch so in der Erinnerung).
Wenn die SEC hierbei jetzt in die Untersuchung vom EC mit einbezogen werden sollte, dann sollten sich doch über die SEC auch Daten finden lassen, um welche Parteien (Hedgefunds) es sich in diesem Fall gehandelt hat, die nach der Beschlagnahmung munter mit dem Shorten weiter gemacht haben, obwohl die SEC ja behauptet, das dies nicht der Fall gewesen wäre. Lässt sich in diesem Punkt durch das EC Beweisen, das ein reger Handel mit den WMB Aktien stattgefunden hat, könnte ich mir vorstellen, dass das
SEC in Erklärungsnot käme und für Susman eine Aufforderung darstellen könnte, die Verantwortlichen jener Zeit vom SEC zu eidesstattlichen Aussagen zu zwingen, die ihre Behauptung unter Eid ablegen müssten, das kein Handel nach der Beschlagnahmung stattgefunden hat.
Hierzu könnte ich mir jetzt folgendes Szenario vorstellen. Wenn Susman beweisen könnte, anhand von Dokumenten, von Zeugen, dass das SEC hierzu gelogen hat und es doch einen Handel nach der Beschlagnahmung gegeben hat, dann wird sich doch keiner der Verantwortlichen zu einer eidesstattlichen Aussage hinreißen lassen, sich dann doch eher auf einen Deal mit Susman einlassen, der vielleicht so aussehen könnte, dass das SEC ohne Konsequenzen davon kommt, wenn sie kooperieren und alle darin vielleicht verwickelten Hedgefunds Preis gibt, die vor und nach der Beschlagnahmung der WMB einen regen Handel mit diesen Aktien betrieben haben.
Alles andere ergibt für mich momentan keinen Sinn, was sonst eine 14-tätige Untersuchungszeit des Insider-Tradings nach der Beschlagnahmung ergeben soll?
Vielleicht ein Strohhalmgedanke, aber wäre dieser wirklich so abwägig, wie ich diesen jetzt gerade dargestellt habe?
Ansonsten möchte ich mich jetzt hier nicht auf irgendwelche Spekulationen einlassen, aber Mary`s Entscheidungen geben der gegnerischen Seite wieder einmal mehr Unterstützung im voran schreiten, um einen weiteren PoR vorzulegen, der zwar releases einräumt, wiederrum aber auch Klassen benachteiligt, die vorher im Geld gewesen wären und jetzt nichts mehr bekommen würden, wenn Mary dem zustimmen würde (so zumindestens habe ich das jetzt verstanden).
Manno man, möchte zwar jetzt nicht hergehen und Mary als korrupt bezeichnen, aber man kann hier langsam den Eindruck bekommen, das ihr Urteilsvermögen irgendwie beeinträchtigt ist, auch wenn sie nur nach Faktenlage urteilen kann, dennoch müsste ihr doch das Treiben von Rosen so langsam geläufig und auch aufgefallen sein, das seine Bemühungen einen PoR auf die Beine zu stellen, der sich im PoR v6 für Mary zwar als "fair" und "resonable" dargestellt hat, sollte sich dies in ihrer weiteren Beurteilung jetzt aber nicht mehr so darstellen, wenn sich in diesem PoR v7 jetzt Klassen darauf einstellen müssen, nichts mehr zu bekommen.
Also hier entzieht sich jetzt erst einmal mein logisches denken, um nachvollziehen zu können, was Mary mit ihren Entscheidungen jetzt für ein Ziel verfolgt. Wenn die Releases also ausbleiben für JPMC und die FDIC, dafür aber Klassen kein Geld mehr bekommen sollen, dann kann ich das jetzt aus Mary`s Sicht nicht mehr nachvollziehen, was das für ihre Beurteilung des neuen PoR v7 bedeuten soll, denn das einzigste was sie dann geschafft hat, ist, das alle Klassen nicht mehr abgefunden werden, obwohl das doch ihr erklärtes Ziel gewesen ist.
Was ist daran noch "fair" und "resonable", vielmehr, was verfolgt Mary hierbei für ein Ziel? Das ist für mich momentan leider nicht mehr durchschaubar, ich habe hier das Gefühl, das Mary die Beherrschbarkeit verloren hat, was sich unter anderem auch auf ihr Verhalten zurückführen lässt, das sie sich schon eigenmächtig als Gutachterin beweisen will, obwohl sie nur über die Einsprüche oder Anträge befinden soll, aber nicht z.B. dazu übergehen darf, ein GSA ohne irgendwelche Beweise zu genehmigen, obwohl nicht eindeutig sicher gestellt werden kann, das sich dieser PoR auf fundierte Fakten beruht, die auch nachweislich angeführt werden können. Hierzu ein Zitat aus der Washington Post:
Sie argumentieren (Mary Walrath), dass die offiziellen Beschlüsse / Schlussfolgerungen auf Diskussionen der Rechtsanwalt-Klienten beruhten, die von den Gegnern / Kontrahenten des Plans abgehalten worden sind und somit nicht anfechtbar wären. Walrath weigerte sich die Zeugenaussagen auszuschließen, sagte aber, dass die von WaMu Managern / Führungskräften geäußerten Meinungen ihre Entscheidung nicht beeinflussen würden.
Sie bemerkte auch, dass Washington Mutual sich zwar bei seinem Plan "auf einem schmalen Grat" bewegt, seinen Plan zu verteidigen diesen freizugeben, ohne aber aufzuzeigen, was verschiedene Rechtsanwälte zu den gesetzlichen Rechtsansprüchen dachten, die möglicherweise einen potenziellen Wert in Milliardenhöhe zur Konkursmasse darstellen, die unter der Regelung im Plan veröffentlicht wurden. In ihrem Appell behaupten / argumentieren die Aktionäre (EC), das in einem beispiellosen Schritt, Walrath in die Rolle des gesetzlichen Experten / Rechtsexperten für Washington Mutual während der Anhörung und nach dem Kreuzverhör eintrat, ohne dafür benannt zu werden.
"Diese Bemühungen / Anstrengung durch das Gericht, um die überzeugenden Lücken in dem Plan der Befürwortern (sic) zu schließen, beraubt dem Fall für die Gegner ihres Rechts, die Beweise zu prüfen, die verwendet worden sind, um den Plan zu unterstützen," schrieben Rechtsanwälte für das Komitee. "... Das Equity Committee (EC) ist außer Stande gewesen, jede gesetzliche Autorität / Befugnisse zu identifizieren, die das Vertrauen der Schuldner unterstützen, dass das Gericht als ein gesetzlicher Experte zugelassen sein würde."
Alles was wir jetzt hier nur hoffen können, ist die Tatsache, dass das EC jetzt etwas hervorbringen muss, um wie jetzt im Fall des Insider-Tradings eine mögliche Wendung herbeizuführen, die es rechtfertigt, dieses Konkursgericht zu verlassen, um an einem höherem Gericht, dem Third-Circuit, weiter verhandelt werden zu können. Alles andere führt meiner Meinung nach nur zu einer unnötigen und zeitintensiven Verlängerung, ohne jedoch ein annehmbares Urteil zu erfahren, keine Fortschritte erkennen lässt, was das Equity ins Geld bringen könnte, aber Unmengen an Geld frisst, was sich die Anwälte ohne mit der Wimper zu zucken immer weiter in die Tasche stecken können, solange Mary hier kein Einhalt gebietet.
Sie muss endlich diesen Fall aus ihrem Konkursgericht abgeben, sonst sehe ich für uns keine rosigen Zeiten, geschweige das der Fall die Behandlung bekommt die er verdient hat, das es sich hier um den größten Bankraub in der Geschichte der USofA handelte und das hier eine Beschlagnahmung der übelsten Art stattgefunden hat und von einer geschlossenen Mafiaorganisation von langer Hand vorbereitet wurde.
In diesem Sinne, ..... Gruss Qash