"...........Warum die FDC nun behauptet der Kaufpreis ist noch nicht abgeshlossen und kann/wird nachverhandelt werden. Daher auch wohl die Reaktion von JPM wohl vom Kauf der Wamu zurückzutreten........."
Hallo Leventino,
1. hat JPM niemals auch nur ein Sterbenswörtchen davon gesagt, vom Kaufvertrag zurücktreten zu wollen. belege bitte diesen Unsinn !
JPM hat vorsorglich Forderungengen gegen die FDIC angemeldet aus eventuellen gegen JPM gerichteten Forderungen, die nicht mitgekauft wurden und die man gegen die FDIC gemäß deren Kaufverträgen geltend machen kann.
2. Zum Thema Wirksamkeit des Kaufvertrages lies mal folgendes:
http://www.ariva.de/...WKN_893906_News_t364286?page=3787#jumppos94686"........Wenn Du einfach mal in das P & A Agreement schaust, spar Dir die Mühe, den Text zu lesen, sondern schau einfach mal auf die Seiten 37 und 38 der Pdf-Datei.
Da wirst Du erstaunt einige Unterschriften sehen (die scheinbar nicht von der Putzfrau stammen).
Doch selbst wenn (!) es diese Unterschriften nicht (!) gäbe, muß man wohl davon ausgehen, daß auch in den Staaten analog zu Europäischem Vertragsrecht Grundsätze in der Art von "culpa in contrahendo" und der "Verletzung von Treu und Glauben" gelten.
Du kannst nicht einem Kaufinteressenten
- etwas anbieten,
- es ihm verkaufen,
- den Kaufpreis entgegennehmen und
- tatenlos zusehen, wie der Käufer den Kaufgegenstand über einen Zeitraum von sage und schreibe 2 Jahren in seine wirtschaftlichen Strukturen assimiliert und ihn dabei dramatisch und nahezu irreversibel an seine Bedürfnisse anpaßt
und dann nachher ankommen und eine wesentliche (!) Veränderung des Kaufvertrages verlangen.
Ich halte von der US-Justiz bekanntermaßen sehr wenig (Faster ist da regelmäßig optimistischer eingestellt), aber daß ein Verkäufer so etwas tun darf, traue ich nicht mal dem US-Justiz-System zu.
Einfach mal drüber nachdenken, insbesondere, was die Nachbesserungs- und Vertragsänderungphantasien angeht.
Vor einem Jahr hätte das möglicherweise noch etwas anders ausgesehen, aber heute ?......."
und Folgendes:
http://www.ariva.de/...KN_893906_News_t364286?page=3793#jumppos94845:"............Roihesse stellte zu Debatte, daß der Vertrag schon allein deshalb unwirksam sei, weil er nicht unterzeichnet sei.
Dies ist aber so nicht richtig. Zumindest die Käufer haben ihn gezeichnet.
Wenn ich aber als Vertragsanbieter (und dies ist nun mal der verkäufer !) den Erwerber zeichnen lasse und dann weiterhin die die von mir aufgezählten Dinge (Assimilation der Assets usw.) widerspruchslos zulasse, dann bin ich als Veräußerer m. E. im Bereich von Culpa in contrahendo bzw. einem Verstoß gegen Treu und Glauben.
Umsomehr (!) gelten solche Maßstäbe unter Vollkaufleuten (wie Du selbst richtig festgestellt hast), denn selbst wenn dieser Vertrag nicht unterzeichnet wäre, müßten sich beide Parteien aus der über lange Zeiträume erfolgten Vertragserfüllung (!!) und Verwertung des Kaufgegenstandes Vertragswirksamkeit zurechnen lassen.
Und genau dies wollte ich mit meinem Post zum Ausdruck bringen. und genau dies ist auch eine der Ursachen dafür, daß ich am P & A unter den momentanen Bedingungen nichts mehr wackeln sehe.
Natürlich ist es gut möglich, daß all diese vertragsrechtlichen Grundsätze in den Staaten völlig anders (!) sind, aber man muß die Frage stellen dürfen, warum dies so sein sollte.
Das Rechtsverständnis in den Staaten dürfte schon allein historisch deutlich am Europäischen Rechtsverständnis angelehnt sein.
Aber egal, das von Roihesse angeschnittene Thema scheint mir im Moment auch noch nicht dermaßen wichtig, denn ohne wirklich dramatische Feststellungen Hochbergs wird das P & A wohl kaum ernsthaft zur Debatte stehen........"
@ Orleon: sei mir nicht böse, aber Deine "Gefühle" sind hier für das Verfahren und auch für Dein Invest nicht maßgeblich. Hier zählen nur Fakten.
Die Gefühle würde ich an Deiner Stelle in Deine Kinder und Deine Frau investieren.
Gute Nacht
VanDelft