Da es scheinbar nichts Wichtigeres gibt, werde ich das jetzt beantworten. Ich werde das genau EINMAL tun, da ich es auf w:o schon unzählige Male getan habe, und es dennoch immer wieder kommt. Es scheint erheblich interessanter zu sein, über "Pfandbrief" zu diskutieren, als über Wamu.
Ich ersuche, dieses Posting aufzuheben, und jedesmal wenn es in den Fingern juckt, die Motivationsfrage zu stellen, wieder anzusehen, denn ich habe keine Lust es erneut zu beantworten. Ferner entschuldige ich mich bei allen ernsthaften Diskutanten für dieses Offtopic Posting.
Ich beschäftige mich seit mehr als 10 Jahren mit Insolvenzaktien, also mit den Phänomenen, die sich beim Handel von Anteilspapieren bereits insolventer Unternehmen an der Börse ergeben. Wer meine Historie verifizieren will, möge das gerne bei wallstreet-online tun. Ich finde dabei weniger die Fälle selbst interessant, als das Verhalten derjenigen, die diese Aktien kaufen. Ich halte das für eine Schule der Börsenpsychologie. Da diese Aktien eine finite Lebensdauer haben, erlebt man alles wie im Zeitraffer mit. Als Student (lang ist's her!) wurde ich auf die efficient market hypothesis konditioniert. Diese Hypothese besagt im wesentlichen, dass die Kurse von Wertpapieren stets ihren tatsächlichen Wert widerspiegeln. Ich war da immer skeptisch und finde, dass diese Hypothese am besten anhand von Insolvenzaktien widerlegt wird.
Obwohl ich also Insolvenzaktien in den Boards schon lange beobachte, und oft auch selbst kommentiere, habe ich mich sehr gesträubt, das bei Washington Mutual zu tun. Mir war bekannt, dass dieser komplizierte Fall Zeit brauchen würde, und ich hatte keine Lust, mich da zu produzieren, weil es in solchen Fällen völlig klar ist, dass ich nicht mehr aufhöre wenn ich mal damit begonnen habe, und ich so oft provoziert und beleidigt würde, dass ich mehr und mehr posten würde. Ich kenne mich diesbezüglich.
Trotzdem habe ich im Frühjahr begonnen, diese "Mutter aller Insolvenzzocks" auf wallstreet-online zu kommentieren, weil ich buchstäblich unzählige Boardmails bekam, mit Aufforderungen "doch mal was zu Wamu zu sagen". Der Rest ist Geschichte, die Leute, die wollten dass ich was dazu sage waren nachher darüber nicht so glücklich, und möchten nun am liebsten, dass ich wieder verschwinde. Das wird aber nicht der Fall sein, zumindest auf wallstreet-online werde ich diese Sache bis zum Ende kommentieren.
Auf Ariva wird das möglicherweise nicht der Fall sein, weil das Posten auf zwei Boards schlicht zu zeitaufwändig ist. Hier habe ich angefangen, weil plusquamperfekt scheinbar großen Wert darauf legt, und er sich in einer anderen Sache korrekt verhalten hat, als ich ihn diesbezüglich kritisierte.
Was mein eigenes finanzielles Engagement betrifft, ich halte eine Spielgeldposition in WAMPQ, aber verlasst Euch bitte darauf, dass das nicht meine Postingmotivation ist. ICH EMPFEHLE DIESES PAPIER AUCH AUSDRÜCKLICH NICHT. Commons habe ich nie besessen, und übrigens auch nie geshortet. Ich würde sie vielleicht shorten wenn es ginge, aber es ist nirgendst eine Leihe in diesem Papier aufzutreiben.
Ich hoffe, dass damit diese leidige Frage nun auch auf Ariva beantwortet ist. Abschließen darf ich noch bemerken: selbst wenn all dies Lüge wäre, und ich ein bezahlter Agent von JPM, ein Shorter, ein Was-Weiss-ich wäre, würde das nichts an der Situation von Wamu ändern. Es würde auch nichts daran ändern, dass bestimmte Tatsachen verifizierbar richtig sind. Ich fordere JEDERMANN auf, mir nicht einfach zu GLAUBEN, sondern meine Aussagen selbst zu verifizieren. Ist eine solche Verifikation unmöglich (z.B. aufgrund mangelhafter Erfahrung im amerikanischen Insolvenzrecht, oder gar mangelhafter Englischkenntnisse), so ist dies ein Zeichen dafür, dass man vielleicht in der falschen Aktie ist.