Letztes Posting für heute zur aktuellen Situation, und nachdem ich mir nochmal meine Gedanken gemacht habe zu diesem "Schachzug".
War wäre denn effektiv passiert wenn der Examiner bei der momentanen Situation zugelassen worden wäre?
Dieser hätte wahrscheinlich 150 Tage Zeit gehabt alles durch zu wühlen um den Fall "aufklären" zu können. Schaut man sich die Klickrate an zum Thema WaMu, kombiniert es mit einer "Nachrichtensperre" des Examiners von 100-150 Tagen, da sicher ebenfalls Schweigepflicht, wären hier leider die Lichter ausgegangen.
Es gibt Leute die nicht mal ein paar Tage zum nächsten Termin abwarten konnten bis jetzt, was wäre dann erst passiert wenn mal ca 100 Tage effektiv nichts mehr an News-flow gekommen wäre?
Der Examiner hätte bestimmt keine Standleitung zum "Aktionär" und selbst der "Ermittlungsstand" wäre über Wochen hinweg nicht einzusehen und WAS er raus bekommen hat vor allem bis dahin jeweils.
Mit anderen Worten, bis auf ein paar Termine mit uninteressanten Claims wäre erst mal ein paar Monate Sendepause gewesen meiner Meinung nach!!!
Wenn das EC schon eine Schweigepflicht hat, hätte der Examinier ganz sicher auch eine verpasst bekommen, und wie hätten wir dann an Infos kommen sollen noch ausser "Gerüchte"?
Wie vorhin schon erwähnt, ich will hier nichts Schön reden, allerdings bin ich zu dem Ergebnis gekommen dass die Sache MIT Examiner wohl eher "eingeschlafen" wäre erst mal samt öffentlichen Interesse.
Dadurch dass jetzt aber das EC reagieren muss, geht der Zombie-Walk erst mal weiter :-) JPM kann mit Schei.... werfen und das EC kann mit gerichtlicher Rückendeckung weiter ermitteln, das Medieninteresse nebst öffentlichen Interesse wird dadurch weiter bei der Stange gehalten, was sehr wichtig ist.
Genau genommen hat die Richterin jetzt 3 Fliegen mit einer Klappe erschlagen:
1. Das Interesse bleibt erhalten weil es weiterhin DER AUFREGER bleibe auf dem Bankensektor
2. Das EC kann selbst in den Toiletten nach Dokumenten suchen, wenn nicht wird sicher ein Anruf bei der Richterin genügen um den Bürotrakt von JPM umzudrehen
3. Wäre jetzt theoretisch wieder Verhandlungsspielraum für ein Settlement ohne dass eine der Parteien das Gesicht verlieren muss...
Punkt 3 ist sehr wichtig, hatte ja schon mal geschrieben dass solche "Konkursrichter" anscheinend grundsätzlich versuchen die "Parteien" zu einer "Einigung" zu führen, siehe auch das Posting damals wo solche Richter interviewed wurden. Ich muss zugeben dass ich das auch nicht mehr so allgegenwärtig im Kopf hatte, aber heute ist es mir wieder eingefallen. Die Richterin hat sich genauso "verhalten" wie es für solche "Fälle" am Wahrscheinlichsten bereits auch in der Vergangenheit war.
Es hört sich vielleicht auch bereits wieder ein wenig "euphorisch" an, aber durch den Examiner wäre z.B. J.D. die Zeit davon gelaufen bezüglich seines gewünschten Amtes :-)
Sozusagen hätte man den Examiner ja nicht so einfach mehr absetzen können, vor September wäre er aber sicher auch nicht fertig geworden mit den ganzen Unterlagen. J.D. wäre dann aber die Zeit davon gelaufen zwecks seines Amtes, falls er es antreten wird natürlich nur, da der "Fall" dann immer noch am Laufen gewesen wäre.
Es wäre auch äusserst unvorteilhaft wenn er bereits im Amt wäre und dann noch ständig vor Gericht "antreten" müsste wegen dem Fall WaMu, oder denkt ihr nicht? Der Held der Wallstreet in der Politik muss vor Gericht erscheinen weil in der Vergangenheit noch Sachen offen sind?
Für meinen Geschmack hört sich dass etwas unwahrscheinlich an, die Richterin führt also weiterhin die Parteien dazu dass sie sich "einigen" sollen vermutlich so wie es auch in diesem Interview stand. Dadurch gibt es keinen Präsdenzfall der nur eine weitere Klagewelle der Banken herbei geführt hätte die ebenfalls ein "seizure" erfahren mussten und trotzdem sollen laut Richterin ja alle Parteien zufrieden gestellt werden wenn ich das immer richtig interpretiert habe.
Zudem wusste JPM über WaMu vorher schon mehr als gut Bescheid, man wusste auch dass die Bank evtl keine ca 20$/share wert sein würde und hat sicher sämtliche "Grauzonen" bei den 8$ mit hinein gerechnet gehabt :-)
Die sind ja auch nicht dumm dort und wissen wo man was "schieben" kann/konnte, immerhin, wenn Killinger "ja" gesagt hätte, wären es auch 8$/Share gewesen, von daher kann ich die Ami's aus den Foren also recht gut verstehen...
Ebenfalls wieder nur meine Meinung zum Thema, und der Lage von Heute.
Leverage