Guten Tag,
da erwähnt man mal im Forum, dass man derzeit wenig Zeit zum Schreiben hat, schon kehrt der "verlorene Sohn" faster heim und erzählt den Leuten wieder "einen vom Pferd". Ich will das ganze Thema nicht über Gebühr breit treten, möchte aber dennoch einige Dinge klarstellen, da fasters Beitrag auf viel Resonanz gestoßen ist, wobei man sich ernsthaft fragen muss, ob denn auch alle seine Ausführungen gelesen und sich vor allem den Link angeschaut haben, auf den sich das Posting bezieht.
Faster schreibt:
...st.st. hat von mir einen nachweis verlangt, dass wmi in oregon einen steuerausgleich durchführt.
ich habe darauf den link zur jpm klage gebracht, wo klar steht, wmi hat in oregon steuern bezahlt und einen steuerausgleich beantragt...
Nun ja, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass faster hier eine Klage VON JPM (die er für gewöhnlich in die "Gauner-Ecke" rückt) als BEWEIS anführt, was einige Leute stutzig machen sollte, ist die Aussage schlichtweg FALSCH. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass faster hier zwar - völlig aus dem Zusammenhang gerissen - einen Anhang der Klage anführt, jedoch nicht die Passage erwähnt, auf die sich der Anhang bezieht. Dazu muss man sich die Seiten 17-24 des fasterschen JPM-Docs anschauen (leider kann man daraus nichts kopieren): www.kccllc.net/documents/0812229/0812229100208000000000028.pdf
In dem Doc sagen die JPM-Anwälte u.a. Folgendes:
"...The beneficial interest in all or a portion of the U.S. federal and state income tax refunds received by WMI as agent for the WaMu Group belongs to JP Morgan Chase, as successor in interest to WMB (and its subsidiaries)..." (Seite 21)
Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Faster behauptet, WMI hätte Steuern (u.a.) in Oregon gezahlt und führt als "Beweis" eine Klage von JPM GEGEN WMI an, in der JPM aber natürlich GENAU DAS GEGENTEIL behauptet, weil Ihnen ansonsten ja überhaupt keine Steuerrückvergütungen zugestanden hätten, weil sie ja WMB und NICHT WMI "gekauft" hatten...!
Gleichzeitig geht der liebe faster über meine Argumentation hinweg, die sich nicht auf eine JPM-Klage, sondern auf eine OPINION VON WALRATH stützt, woraufhin diese den Oregon-Claim ABGELEHNT hat! Für alle Interessierten hier die Quelle: www.deb.uscourts.gov/sites/default/files/opinions/...tc-f12-19-12.pdf
Gegen diese ABLEHNUNG hätte das Oregon Department of Revenue bis zum 16. Januar 2013 eine OBJECTION einreichen können, nachdem man sich diese Frist zwecks Prüfung hätte VERLÄNGERN lassen. Schlussendlich wurde KEINE OBJECTION eingereicht, da man offenbar Walraths Argumentation gefolgt ist. Nun ja, vielleicht hätte das Oregon Department of Revenue lieber den guten alten faster als Rechtsbeistand verpflichten sollen... ;-)
So, damit beende ich für mich dieses Thema, wer jetzt noch an fasters Märchen gaubt, dem ist m.E. nicht mehr zu helfen.
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