(ARD / Tagesschau 08. Aug. 2012 / 20.07 Uhr)
Nordrhein-Westfalen hat wieder zugeschlagen - und diesmal soll es ein richtig "dickes Ding" sein: Auf einer Steuer-CD mit mehreren tausen Schwarzgeldkonten, die Fahnder aus Wuppertal aufgekauft haben, finden sich Daten der UBS. Damit hat der Steuerstreit mit der Schweiz auch die Großbank USB erwischt.
Das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen hat es wieder getan: Das Land hat zwei weitere Steuer-CDs aus der Schweiz angekauft. Während beim letzten Kauf die vergleichsweise unbekannte Bank Coutts betroffen war, ist diesmal eine der größten Bank der Welt an der Reihe: die UBS. Eine der beiden neuen CDs besteht aus Daten von UBS-Kunden. Auf der anderen CD befinden sich Informationen einer kleineren Schweizer Bank.
Die Schweizer Großbank ist global der zweitgrößte Vermögensverwalter. Die UBS verwaltet weltweit Kundengelder von 1550 Mrd. Dollar - nur die Bank of America kommt auf eine höhere Summe. Seit Mai dieses Jahres ist der ehemalige Bundesbankchef Axel Weber dort Verwaltungsratspräsident. Mit dem erneuten Alleingang versucht die rot-grüne Landesregierung das umstrittene Steuerabkommen mit der Schweiz endgültig zu kippen.
Laut Insiderinformationen hat die in spektakulären Fällen erprobte Steuerfahndung Wuppertal die Daten der UBS erworben. Von einem "ganz dicken Ding" ist die Rede. Zudem haben die Fahnder des Finanzamtes Aachen bei einer weiteren Schweizer Bank zugeschlagen. Neben Kontenverbindungen gehe es bei der UBS auch um Stiftungen, die deutsche Kunden zur Steuerhinterziehung nutzten, sagte ein Informant aus dem Umfeld des Finanzministeriums in Düsseldorf der FTD. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Bochum, die bereits den ehemaligen Postchef Klaus Zumwinkel wegen seiner liechtensteinischen Stiftungen angeklagt hatte, soll die Ermittlungen leiten. "Große Namen" seien auf der CD verzeichnet. Und: Mit den Daten über Steuersünder haben die Fahnder zudem Schulungsmaterial der UBS gekauft, mit dem der Bank Beihilfe zur Steuerhinterziehung nachgewiesen werden soll. In einer Präsentation soll Mitarbeitern erklärt werden, wie sie deutschen Kunden eine "steueroptimierte" Anlage bei der UBS schmackhaft machen sollen.
Weiter nachzulesen unter:
www.ftd.de/finanzen/...-steuer-cd-nrw-schlaegt-wieder-zu-und-€
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Super, weiter so, damit werden jetzt nicht nur weitere Steuersünder ertappt,
sonderrn auch die Bankhäuser, welche diese Schlechtigkeiten auch noch tatkräftig unterstützen. Mit diesen Schwarzgeldern, für welche sie keine Zinsen bezahlen,
werden in der Folge dann Kredite mit immens hohen Zinsen vergeben.
Wie viele Länder weltweit wären gerade in diesen Zeiten dringenst auf die Steuergelder aus diesen Schwarzgeldern angewiesen und könnten damit ihre Staatsverschuldungen
damit wenigstens etwas geringer halten ?
Ergo daraus: Wer muß diese Fehlbeträge dann immer ausbaden,
sprich wird zum Ausgleich dann herangezogen, der kleine Mann ?
Gruß
SW.