Der Halbjahresbericht war schon "eine Klasse für sich". Wer weiß, dass StarDSL nichts als ein kleiner Tooway-Händler mit engen Margen ist, der die Kapazitäten und die Hardware vorfinanzieren muss, der wundert sich über das Tamtam, das hier gemacht wird. Auf der HV, auf der übrigens unter TOP2 14,39% der stimmberechtigten Aktionäre gegen eine Entlastung des Vorstands Hill stimmten (bei angeblich 11% im freefloat), hat man doch tatsächlich beschlossen, dass die AG nun auch noch mit eigenen Aktien handeln darf, inklusive Put-Optionen, also auch auf fallende Kurse setzen können. Wer das nicht glaubt, kann das auf der Homepage der AG unter www.stardsl.ag durchlesen.
Ebenfalls kurios sind die Modalitäten der angekündigten Kapitalerhöhung. Die Zahlen des Halbjahresberichts mit Rekordverschuldung und einem Ergebnis von über einer halben Million minus waren geeignet, um jeden Investor in die Flucht zu schlagen. Und dennoch präsentiert man wenige Tage später einen Investor, der angeblich bereit ist, eine Million Aktien zu zeichnen. Das ist schon wunderlich, wird aber noch lustiger weil dieser Investor bereit ist ca. 25% über dem Börsenpreis zu zahlen während dies normalerweise immer mit einem Abschlag zum Börsenpreis geschieht weil eine Verwässerung der Aktien statt findet. Bei StarDSL dagegen zahlt man angeblich einen ganzen Euro pro Aktie, den nominellen Mindestpreis bei Kapitalerhöhungen in Deutschland. Man setzt der Geschichte noch eine Krone auf, indem man den Namen dieses Investors verschweigt.
Mir kommt das Ganze so vor, als würden meine Kinder mich fragen, ob sie ihren Krämerladen an die Börse bringen können.