Guten Abend,
ich beurteile die Lage nicht ganz so optimistisch, wie viele andere. Ich bleibe bei meinen Short-OS bzw. habe heute den Anstieg eher noch genutzt, um zum besseren Preis aufzustocken.
Ich mache das, aus folgenden Gründen:
Das IWF in Form von Frau Lagarde redet sich Wochen dumm und dämlich, dass Banken ihr Kapital aufstocken müssen, um kommende Abschreibungen besser verkraften zu können. Anfangs wurde sie dafür arg gescholten. Mittlerweile darf sie es nicht nur laut sagen, sondern erntet Nicken dafür.
EZB-Chef Trichet verkündet am Wochenende, die Lage sei aktuell noch prekärer als 2008 beim Lehman-Fall. Auch das ist insofern bemerkenswert, als dass es seinem Anliegen, Stabilität zu schaffe diametral gegenüber steht.
Asmussen merkt an, er könne nicht mit Sicherheit sagen, ob überhaupt eine nächste Tranche an Griechenland gezahlt werden könne.
Und Schäuble deutet an, dass man den großen Rettungsschirm gern schon etwas früher aufspannen möge.
Für mich ist ein Strategie-Wechsel, der sich vom Modus "Beruhigen" auf "Einstimmen".
Gleichzeitig haben alle die Mantras im Ohr, Griechenland dürfe um Gottes willen nicht pleite gehen, da niemand die Folgen und ein Übergreifen auf andere Länder abschätzen könne.
Ich bin gewiß nicht ohne Zweifel, aber die Lage sieht mir nicht nach Entspannung aus und die Märkte würden gewiss nicht "Juhu, der Aufschwung ist da!" rufen, wenn Griechenland wirklich das Handtuch wirft.
Liebe Grüße.