www.investorverlag.devon Henrik Voigt
Es scheint so, als müssten Sie sich an heftige Intradaywenden gewöhnen, ohne dass diese jedoch eine besondere Aussagekraft für die nächsten Handelstage hätten. Meine Empfehlung, die Positionsgrößen und damit das Risiko zu verkleinern, dürfte also nicht so verkehrt gewesen sein.
Die Intradaywende von vorgestern wurde ja gestern nach zwischenzeitlichen starken Kursgewinnen am Abend deutlich unterboten, was ein negatives Zeichen ist. Der amerikanische Aktienmarkt zog dafür gestern im späten Handel noch deutlich an, was wiederum für positive Vorgaben am heutigen Handelstag sorgt. Schauen wir mal, wie lange das anhält.
Wie schon bei den Wirtschaftsdaten ist auch beim Kursgeschehen für jeden etwas dabei. Wir erleben wilde Bocksprünge. Der Markt scheint etwas nervös zu sein. Offenbar haben viele Anleger die Angst, etwas nach oben oder unten zu verpassen. Faktisch laufen wir aber seit Wochen seitwärts (eigentlich seit Monaten). Ob sich daran so schnell etwas ändert?
Der MACD-Indikator bleibt bei seinem Kaufsignal, der Stochastik hat auf „Verkaufen" gedreht. Für jeden etwas eben. Die Erholung vom Februartief ist volatil, verläuft aber bisher ohne Dynamik nach oben. Einige Kollegen wollen eine beginnende inverse SKS-Formation als Basis für einen weiteren Anstieg erkennen. Reden wir noch einmal darüber, wenn sie fertig sein sollte.
Ich gehe eher von einem ebenfalls noch unfertigen, bärischen Konsolidierungsmuster aus, welches noch einige Wochen zur Ausbildung und mindestens einen weiteren Anstieg benötigt. Nach unten scheinen die Kurse vorläufig durch die 200-Tage-Linie und die graue Unterstützungslinie im Bereich um 5450 Punkte gut abgesichert zu sein. Geht es allerdings da drunter, dann dürften wir einen tiefen und heftigen Kurssturz sehen.
In meinem Börsendienst DAX-Profits liegen wir deshalb auf der Lauer. Heute stehen wieder wichtige Konjunkturdaten an, u.a. um 14:30 Uhr das US-BIP. Schnallen Sie sich besser an.