Zunächst war der Erfolg immens. Die ersten 100.000 Nano mussten 2009 verlost werden. Die Nachfrage überstieg die Zahl der verfügbaren Autos um ein Vielfaches. Als Forster im Februar das Ruder beim Autohersteller übernahm, verkaufte Tata um die 8000 Nano im Monat. Dann folgte der tiefe Sturz. Nur noch 509 der Miniwagen gingen im November an die Kunden, gab das Unternehmen jetzt zu. Sehr wenig in einem Markt wie Indien, das 1,2 Milliarden Einwohner hat.
Grund für den Rückgang ist eine Kette von Unglücken, in die der Nano verwickelt ist. Sechs der Autos sind in den vergangenen Monaten in Flammen aufgegangen. Warum, erläuterte der wie bei seinem alten Arbeitgeber in die Defensive geratene Forster unlängst in einer Schweizer Autozeitschrift. Seine Leute hätten alle Feuerfälle geprüft. Mit erstaunlichem Ergebnis: Tata treffe keine Schuld an den Bränden.
So habe eine im Fahren "aufgesammelte" und später in Brand geratene Zeitung dafür gesorgt, dass ein Nano nur 90 Minuten nach seiner Auslieferung in Flammen aufgegangen sei. Einige Fahrer hätten sich nicht um die Warnlampe gekümmert, obwohl sie kein Kühlwasser mehr hatten. Der Nano-Motor sei robust, werde aber sehr heiß, sagte Forster. "Wenn dann irgendwann Öl austritt und auf den Auspuff tropft, dann brennt's halt." Andere Fahrer ließen nach dem Basteln ölige Lappen auf dem Katalysator liegen. Dann habe jemand riesige Lautsprecher eingebaut und irgendwo ein Kabel angeknipst. Da habe es peng gemacht - Kurzschluss.
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