Für den als Börsenbullen bekannten Formula Capital-Fondsmanager James Altucher stellen die Argumente der Skeptiker weiter nichts als leere Aussagen dar. So wenden die Bären unter anderem die schwache Erholung der Volkswirtschaften in den USA, Japan und Westeuropa ein. Zudem befinde sich China in einer massiven Blase. Die jüngste Rally am Aktienmarkt basiere einzig auf der Erwartung einer weiteren quantitativen Geldlockerung durch die Federal Reserve, wodurch am Ende die Vernichtung des Dollars und des amerikanischen Lebensstandards droht. Zudem würden Aktien auf Basis des bereinigten Preis-Gewinn-Verhältnisses als teuer gelten und in keiner Weise ähnlich günstige Niveaus wie zur Zeit des Tiefpunkts zwischen 2008 und 2009 aufweisen. Darüber hinaus befinde sich der Anleihemarkt in einer massiven Blase. Die Ansicht, wonach Aktien im Vergleich zu Anleihen als billig zu bezeichnen sind gleiche einem dummen Spiel.
Zu diesen Argumenten erklärte Altucher gegenüber Tech Ticker, dass die Gehirne der Menschen auf die Haltung von Ausschau nach Gefahren gesteuert sind. Dabei mangle es am Wunsch von den Vorteilen einer bärischen Stimmung zu profitieren. Zudem gebe es reichlich Interesse an der Streuung von weiteren negativen Nachrichten. Mittlerweile habe in sich den Schlagzeilen der Zeitungen für die Sorge um Griechenland durch das Geschehen zu den Zwangsvollstreckungen ein Ersatz gefunden. Mit Griechenland sei nichts passiert und mittlerweile spricht niemand mehr über dieses Land. Das gleiche werde mit dem Thema Zwangsvollstreckungen passieren. In drei Monaten dürfte es sich um ein totes Thema handeln. Altucher versucht zudem die Argumente der Bären mit der Behauptung zu widerlegen, dass Aktien als billig anzusehen sind und sich die Wirtschaft an der Schwelle eines positiven Turnarounds befindet. Der Fondsmanager streicht weiters hervor, dass er im Rahmen eines Anfang Juli mit dem als Skeptiker bekannten New Yorker Universitätsprofessor Nouriel Robuini geführten Streitgesprächs auf der richtigen Seite gelegen ist.