• 14:30 US Verbraucherpreise Juni (konsens: -0,1, letzer -0,2%, kernrate: konsen: 0,1, letzter: 0,1)
• 14:30 - CA Frühindikatoren Juni
• 14:30 - US Realeinkommen Juni
• 15:00 - US Internationale Kapitalströme Mai
• 15:55 - ! US Verbraucherstimmung Uni Michigan Juli (konsens: 74,0, letzter 76,0)
• 17:30 - DE Verfall Aktien-Optionen (Eurex)
"Die US-Notenbank hat ihre Inflationsprognose für die kommenden Monate nach unten genommen und erwartet auch perspektivisch kein Überschießen der Jahresrate bei den Konsumentenpreisen über die implizite Zielmarke von 2 %. Vielmehr machen sich einige Fed-Mitglieder verstärkt Gedanken über die Gefahren einer Deflation. Eine solche Erfahrung macht Japan seit einigen Jahren mit der Konsequenz, dass der Exportsektor eine immer stärkere Bedeutung für die Volkswirtschaft bekommen hat, da vom Konsum kaum Wachstumsimpulse kommen. Bisher bewegt sich die Teuerung in den USA mit Ausnahme eines kurzen Zeitfensters von Dezember 2008 bis Oktober 2009 im positiven Bereich. Die im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete rezessive Phase hat ihre Wirkung aber nicht verfehlt. So sorgt die enttäuschende Entwicklung am US-Arbeitsmarkt - in den Jahren 2008 und 2009 wurden insgesamt mehr als 8,3 Mio. Stellen abgebaut - für einen niedrigen Lohndruck und zusammen mit der Verschuldungssituation der privaten Haushalte für eine zurückhaltende Konsumnachfrage der Verbraucher. Stellenweise erneut rückläufige Preise am Immobilienmarkt verstärken die disinflationären Tendenzen. Im Juni dürften die Konsumentenpreise vor dem Hintergrund sinkender Energiekosten im Monatsvergleich leicht zurückgegangen sein. Dies würde eine Jahresrate von 1,1 % implizieren (Mai: 2,0 %). In den kommenden Monaten rechnen wir weiter mit einem geringen Preisdruck, der temporär sogar wieder negative Jahresraten mit sich bringen könnte. Darauf deuten u. a. die jüngsten Vorlaufindikatoren, die sich zwar sowohl im Industrieals auch Konsumsektor im expansiven Bereich befinden, von einem Signal für ein dynamisches Wachstum allerdings weit entfernt liegen. In diese Kategorie fällt auch das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan. Mit weiterhin 76,0 Punkten würde die Stimmungsumfrage auch im Juli nur eine moderate Zunahme des Konsums anzeigen. Damit fehlt den USA zukünftig wohl ein wichtiger Wachstumsträger."
[HSBC Trinkaus]