Wenn es darum gehen würde, dass derjenige, der am meisten geleistet hat, auch das meiste Geld "verdient", dann hätte ich ja nix dagegen, doch so ist es nunmal nicht.
Andernfalls gäbe es keine Dumpinglöhne in Vollzeitjobs, denn Leistung wird eben nicht mehr bezahlt.
Naja und die Post macht es diese Woche vor, sie lagert die Arbeit aus um statt der 12,80€ eben nur noch 9,90€ zahlen zu müssen. Ich glaube nicht, dass an dieser Sparaktion irgendeine Führungsetage mitmachen wird, im Gegenteil, wenn die dann 1mrd.€ auf Kosten der Facharbeiter eingespart haben, geben die sich wieder mal ne schöne Boni ;-)
Dieses "Wir sind eine Leistungsgesellschaft!" Gequatsche geht mir daher langsam auf die Ketten, denn die Realität zeigt, dass wir keine Leistungsgesellschaft haben und auch noch nie hatten.
Weiterhin muss doch jedem klar sein, je mehr Reiche es in unserem Lande gibt, desto weniger Geld für den Rest der Bevölkerung übrig bleiben kann. Geld wächst nunmal nicht auf Bäumen und die Geldmenge ist begrenzt.
U.a. haben die Reichen im letzten Jahr wiedermal kräftige Zuwächse in ihren Vermögen und Gehältern bekommen, der kleine Facharbeiter hingegen musste wegen der Kurzarbeit mit Kürzungen und Lohnstagnation zufrieden sein.
Wo siehst du hier eine Leistungsgesellschaft?
Das Problem ist, dass wegen dieser Entwicklungen die Steuern zwangsläufig steigen müssen, denn die Leute, die nunmal zunehmend zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden, können nunmal nicht viel beitragen, so dass die Hauptlast immer mehr auf die wenigen Reichen verteilt werden muss.
Alternativ können wir ja so wie Griechenland in die Pleite gehen, was früher oder später so kommen wird, wenn niemand der Reichen bereit ist, dem Staat zu helfen.
Die Arbeitslosen jedenfalls haben diese Krise sowie die Schuldenprobleme nicht verursacht, dies waren einzig und allein diejenigen die ihre Millionen an Boni sich hart erarbeitet haben LOL.
Die Millionäre, die sich ihr Geld hart erarbeitet haben, gab es vielleicht mal in der Nachkriegszeit, doch heute sind solche "ehrlichen" Millionäre rar geworden.
Wenn man die Krise lösen will, dann muss man die privaten Vermögen einmal richtig anzapfen und anschließend das System derartig reformieren, dass man keine neuen Schulden mehr machen kann, d.h. für die Kosten stets alle Steuerzahler aufkommen.
Aber die Wähler und Bürger sind eben nicht intelligent genug, als dass sie die wahren Probleme erkennen oder gar angehen würden. So wie einst die Inka, Maya oder Aztheken werden vermutlich auch wir einmal mehr an unserer fehlenden Intelligenz und ungezügelten irrsinnigen Geldgier scheitern, uns vermutlich eines Tages gegenseitig an die Gurgel gehen. Uns geht es eben zu gut, als dass wir uns soetwas leisten können.
Aber vielleicht fliegt ja mal ein dicker Asteroid auf die Erde und macht der ganzen Dummheit ein Ende. Ich jedenfalls würde darum nicht unbedingt trauern und darüber lachen, wenn plötzlich die Reichen um ihr Leben und Vermögen Angst bekommen und dann binnen kürzester Zeit plötzlich Geld für Nasa-Programme bereitgestellt werden würden. Am Ende aber dann doch der Asteroid gewinnt und den Reichen Säcken aufm Kopp fällt und dann auch die fette Villa und der dicke Benz keinen Wert mehr hat.
Das Kind muss eben erst in den Brunnen gefallen sein, bevor man mal bereit ist, etwas zu opfern um ein System reformieren zu können.