US-Wirtschaft wächst wieder
Nach einem vollen Jahr in der Rezession expandiert die größte Volkswirtschaft der Welt wieder. Im dritten Quartal legte das amerikanische Bruttoinlandsprodukt mit einer unerwartet hohen Dynamik zu.
Laut der ersten Schätzung des US-Handelsministeriums wuchs das BIP im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent. Volkswirte waren im Schnitt von einem annualisierten Wachstum von 3,2 Prozent ausgegangen.
In den vergangenen vier Quartalen war das US-Wachstum negativ gewesen, zuletzt mit minus 0,7 Prozent im zweiten Quartal. Die Wachstumsrate, wohlgemerkt die erste von drei Schätzungen, ist die höchste seit zwei Jahren. An den folgenden Terminen im November und Dezember könnte die Schätzung durchaus noch einmal nach unten korrigiert werden.
Nach Veröffentlichung der Daten um 13:30 Uhr schossen die Aktienkurse in Europa nach oben; der Dax drehte innerhalb weniger Minuten deutlich ins Plus, während die Rentenmärkte unter Druck gerieten.
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Die wichtigsten Konjunkturindikatoren
Konsum und Wohnungsbau stützen
Beobachter betonten, dass das Wirtschaftswachstum auch von einem Anziehen des privaten Konsums unterstützt wurde. Dieser stieg um annualisiert 3,4 Prozent nach minus 0,9 Prozent. Erstmals seit dreieinhalb Jahren lieferte auch der Wohnungsbau einen positiven Wachstumsbeitrag.
"Das Szenario weiteren Wachstums in den kommenden Quartalen steht unseres Erachtens somit nicht zur Disposition", kommentierte Ralf Umlauf von der Helaba. "Weiterhin liegen die Frühindikatoren im expansiven Bereich, und fiskalische Impulse sowie ein Lageraufbau dürften das Wachstum tragen."
Entscheidend sei weiterhin ein stabiler Konsum, meinte der Helaba-Experte. Der BIP-Zuwachs werde in den kommenden Quartalen wohl hinter dem aktuellen Wert zurückbleiben. Ähnlich äußerte sich Bernd Weidensteiner von der Commerzbank: "Ein rapides Wachstum ist für die kommenden Quartale nicht zu erwarten". Die strukturellen Probleme in den USA seien noch erheblich.
la