Vermutlich um die Position bei der geplanten KE günstiger zurück zu zeichnen.
Ganz einfach: Verkaufe die Stücke mit 1,92 Euro abwärts - z.B. bis zu 1,22 € bis zum BZR-Handel.
Stückzahl 3 Mio wegen mir.
Durchschnittlicher Ausstiegskurs ca. 1,57 Euro (für 3 Mio Aktien).
Am Tag des Bezugsrechtehandels werden kurz vor Auktion (12 Uhr Kassa) noch die letzten Aktien geschmissen,
aber ab dann werden die BZRs (rechnerisch ja nur noch im Verhältnis der KE zu 1,08 Euro mal Stückzahl zu Altstückzahl x aktuellen Kurs) nur noch zu diesen Kursen bewertet und auch in etwa zu dem Kurs gehandelt
und von Semper in dieser Zeit gekauft (während der Tage des BZR-Handels - ca. ein bis max. zwei Wochen),
um dann die 3 Mio neuen Stücke zu 1,08 Euro (vermutlicher/spekulierter Preis der KE - Semper weiß sicherlich mehr) bei der KE zu beziehen,
also zurück kaufen zu können.
Werden die BZRs unter 0,49 Euro gehandelt, was bei einem Kurs von 1,22 bis 1,35 Euro (von mir geschätzt - vermutlicher Plan von Semper) sehr wahrscheinlich ist,
macht man Profit bzw. man bekommt die Position billiger zurück.
Außerdem braucht man kein frisches Geld in Praktiker zu stopfen und kann so die benötige KE für Praktiker trotzdem stemmen und garantieren (neben Vedder).
3 Fliegen mit einer Klappe!
* eventuell kleiner Profit
* Erlös aus dem Verkauf wird als neues Geld direkt in Praktiker gesteckt
(neues Geld aufbringen daher nicht nötig, KE wird trotzdem entsprechend garantiert)
* Summe der Aktien wird nach der KE nicht erhöht, das Risiko des Investments bleibt auf die ursprüngliche Anlagesumme begrenzt
Einziges Risiko für Semper dabei ist, dass nicht genügend BZRs auf dem Markt kommen, weil die jetzigen Altaktionäre überwiegend zeichnen, also die BZRs ausüben, statt zu verkaufen (Kassa 12 Uhr).
Dann wäre Semper untergewichtet, hätte vermutlich über den Verkauf der Altbestände am Markt sogar Verluste realisiert (siehe den Einstieg von de Krassny in 2011 bis Anfang 2012) und müsste dann die fehlenden Stücke, die nicht über BZRs zurück bezogen werden konnten,
am Markt kaufen (Börse), um somit am ursprünglichen Investment wieder partizipieren zu können.
Semper spekuliert auch als Kreditgeber von Praktiker darauf, dass nicht genügend Altaktionäre die jungen Aktien zeichnen werrden (daher auch die Geschichte mit Vedder, der die KE garantieren will, sprich Praktiker war sich nicht sicher, inwieweit der Freefloat-Aktionär zeichnet)
und man daher die Position zurückbekommt. Wohlgemerkt ohne selbst frisches Kapital in die Praktiker-Aktie zu stecken und damit den Anteil am Unternehmen (und Risiko) zu erhöhen.
Ist fast wie bei einem PP, wo Leerverkäufer die Aktien über(!) den PP-Preis leerverkaufen (an der Börse), um dann das PP zu zeichnen und die Gesamtstückzahl der leerverkauften Position zum PP-Preis einzudecken.
P.S.: PP = Private Placement, näher am aktuellen Kurs, Ausschluss von Bezugsrechten der Altaktionäre, keine BZRs.
P.P.S. Ich rechne in den nächsten zwei Wochen mit einer Info zur KE.