So schlimm wird es wohl nicht werden.
Begründung?
Wall Street schließt sehr fest - Positive Prognosen helfen
New York (vwd) - Sehr fest sind die Aktienkurse am Montag an Wall Street
aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index stieg um 1,8 Prozent bzw 177,56
Punkte auf 10.145,71. Der S&P-500-Index kletterte um 1,8 Prozent bzw 19,59
Zähler auf 1.109,43. Der Nasdaq-Composite-Index gewann 2,6 Prozent bzw 45,34
Stellen auf 1.769,88. Umgesetzt wurden 1,33 (Vortag: 1,39) Mrd Aktien. Den
1.927 Kursgewinnern standen 1.179 -verlierer gegenüber, 241 Titel notierten
unverändert. Eine Reihe positiver Unternehmensnachrichten aus allen Branchen
hätte zu den deutlichen Aufschlägen und dem positiven Wochenauftakt geführt,
erklärte ein Beobachter.
In der letzten Stunde der Sitzung hatte der DJIA zeitweise um mehr als
200 Punkte zugelegt und damit die Handelsbeschränkungen der "Downtick-Rule"
ausgelöst. Zum positiven Verlauf trugen auch die US-Daten über den Verkauf
bestehender Häuser für Januar 2002 bei, wie ein Händler berichtete. Die
Verkaufzahlen sind gegenüber dem Vormonat um 16,2 Prozent auf annualisiert
6,04 Mio Einheiten gestiegen. Diese Zahl übertraf damit deutlich die
Prognosen der Analysten, die von 5,20 Mio Einheiten ausgegangen waren. Nach
Darstellung eines Marktteilnehmers sei jede auch noch so kleine positive
Nachricht vom Markt dankbar aufgenommen worden.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die erzielten Gewinne nun nachhaltig seien,
könnte von weiteren positiven Nachrichten verstärkt werden, sagte ein
Beobachter. Er verwies auf die schlechten Meldungen der vergangenen Wochen
und hier besonders auf das möglicherweise fragwürdige Kredit- und
Bilanzierungsgebaren einiger Unternehmen, die auf den Märkten lasteten.
Erhöhte und bestätigte Gewinnprognosen sorgten im Sitzungsverlauf für
deutliche Aufschläge. So verteuerten sich Eastman Kodak um 3,9 Prozent auf
31,57 USD. Das Unternehmen hat die Gewinnprognosen für das erste Quartal und
das Geschäftsjahr 2002 bekräftigt.
General Motors (GM) verzeichneten ebenso deutliche Aufschläge und gingen
mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 55,48 USD aus dem Handel. Das Unternehmen
hat die Gewinnprognosen für das erste Quartal und das Geschäftsjahr 2002
angehoben. Als Grund führt GM die Absatzzahlen in den USA an, die besser als
erwartet ausgefallen sind, weshalb zugleich auch die Prognose für die
Nordamerika-Produktion um 20.000 auf insgesamt 1,34 Mio Einheiten für das
erste Quartal 2002 erhöht wurde. Im Sog von GM erhöhten sich auch andere
Automobiltitel. So verteuerten sich DaimlerChrysler um 4,9 Prozent auf 39,73
USD, und Ford stiegen um 4,5 Prozent auf 15,23 USD.
Caterpillar gewannen 6,4 Prozent auf 56,06 USD auf Grund von positiven
Analystenaussagen. Der Maschinenhersteller habe sich auf schneller wachsende
Produktlinien mit höheren Margen konzentriert, hieß es zur Begründung. Auch
die Technologietitel legten zu. Intel kletterten um exakt fünf Prozent auf
31,02 USD. Als Grund für die Aufschläge vermuteten Händler die Einführung
von schnelleren Xenon-Chips, die in kleinen und mittleren Servern verwendet
werden.
Auf der Verliererseite standen dagegen Williams Cos. Die Titel sanken um
neun Prozent auf 14,84 USD, weil die frühere Tochter Williams Communications
mitgeteilt hatte, möglicherweise Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen
zu müssen. Die ehemalige Muttergesellschaft ist demnach verpflichtet, für
die Verbindlichkeiten von Williams Communications einzutreten. Williams
Communications gaben 57 Prozent auf 0,22 USD ab.
vwd/DJ/25.2.2002/ps/ros
25.02.2002 - 23:45 Uhr