Was häufig übersehen wird: wenn ein Unternehmen überschuldet ist, haben Aktionäre als Eigenkapitalgeber in dem Sinne kein Eigentum mehr, folglich entsteht ein Totalverlust. Bei SolarWorld wurden immerhin 5 % für die Aktionäre gerettet, weil die Gläubiger sich zum Verzicht auf rund die Hälfte des von Ihnen erbrachten Fremdkapitals bereit erklärten. Ein solcher Schuldenschnitt gelingt gewiss nur dort, wo eine Perspektive auf erfolgreiche Fortführung eines Unternehmens besteht. Gerade die Gläubiger wollten, dass Frank Asbeck als Chef an Bord bleibt.- Mal sehen, ob den hochverschuldeten China-Solaris solch eine Rettung gelingt - die haben die Sanierung ihrer Bilanzen ja noch vor sich. Wer überbewertet und wer unterbewertet ist von den PV-Unternehmen ist für mich klar ... Zur Kapitalerhöhung: hier wurde auf der Hauptversammlung unter TOP 7 mit fast 97%iger Zustimmung der Aktionäre dem Vorstand die Ermächtigung erteilt, in der Zeit bis zum 30. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig das Grundkapital um bis zu insgesamt rund 7,5 Millionen Euro durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Das ist m.E. ein durchaus richtiges, plausibles Finanzierungsinstrument - nicht nur im Hinblick auf die Schuldenrückführung/Refinanzierung ab 2019. Frank Asbeck hat sich - wie auf der Hauptversammlung auf Rückfragen bestätigt wurde -, auf eine langfristiges, 5-jähriges Halten seines Aktienanteils an der SolarWorld verpflichtet - wenn das kein Wort ist! Was soll die dümmliche Polemik gegen den "Sonnenkönig" und "Schloßbesitzer"? Er selbst ist durch den Schuldenschnitt als Hauptaktionär am heftigsten "enteignet" worden. Für die "Enteignung" sollten sich die Aktionäre bei den Chinesen und deren Dumping beklagen. Die haben nicht nur SolarWorld geschädigt, sondern eine ganze Reihe von Solar-Unternehmen in den Ruin getrieben, das seriöse Unternehmen BOSCH hat über 3 Milliarden verloren. Leute, werdet endlich mal wach und seht die Realitäten! Oder werdet ihr gesponsert, um Chinas Weltmacht auf dem künftig boomenden PV-Weltmarkt weiter voran zu treiben?