Nachrichten, Infos, Szenarios über EUR / GBP

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Orakel-Aktija : Nachrichten, Infos, Szenarios über EUR / GBP
2
17.03.10 11:05
#1
Das ist die Seite Nr.: 1  

Allgemeine Nachrichten, Infos findest Du auf EUR / USD
Tages Szenario für das Währungspaar EUR / GBP

Jeder der was Neues weiß, mitmachen........
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Mehr Wissen : UK + Pfund: Goldilocks
 
02.05.14 17:24
#81
Es ist schon fast langweilig, dass ich hier nur gute Nachrichten zu UK einstelle. Und da lässt sich noch etwas draufsatteln.

Reuters berichtete gestern, dass deren neueste Umfrage unter britischen Ökonomen und Analysten in eine Superstimmung geraten; wenn es z.B. um die Investitionen der britischen Industrie geht. Reuters: 2/3 der 46 befragten Prognostiker gaben an, dass sie mit der Vorhersage der Bank of England übereinstimmen, dass das Investitionswachstum in diesem Jahr zweistellig wird.

Obwohl die Bank von England ursprünglich eine (erste) Leitzinserhöhung von dem Rückgang der Arbeitslosenquote abhängig gemacht hatte, meinten die in der Reuters-Meinungsumfrage speziell befragten Anleihehändler, dass es mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent noch in diesem Jahr zu höheren Leitzinsen komme. Die Wahrscheinlichkeit der Leitzinserhöhung seit 85 Prozent für diese in 2015. Und dies dann wohl auch erst im Herbst 2015.

An eine Zinserhöhung schon jetzt beim nächsten Treffen des BoE Monetary Policy Committee am 8. Mai glaubt von den 61 befragten Ökonomen keiner.
Mehr Wissen : Bank of England: Leitzins unverändert
 
08.05.14 20:00
#82
BoE entscheidet, Leitzins unverändert zu lassen. Dies war allgemein erwartet worden.
Mehr Wissen : HSBC's FX-Chef: Euro wird schwach
 
09.05.14 08:55
#83
David Bloom, Chef bei HSBC für deren Währungshandel, hat nach der gestrigen Sitzung der EZB eine feste Meinung. In einem Interview mit CNBC wurde er deutlich: das Setzen auf einen fallenden Eurokurs dürfte die einzige Möglichkeit („the only place“) im Bereich der Devisen im Jahr 2014 sein, Geld zu verdienen („to make money in the currency market“).

M.E. könnte dies aus Sicht eines in Euro agierenden Anlegers bedeuten, dass das Pfund dann ebenfalls gegenüber EUR noch steigen wird. Oder nicht? Denn der Bank of England und der britischen Industrie gefällt der hohe Pfundkurs schon jetzt nicht mehr so recht...

Das gesamte Interview mit CNBC plus ein begleitender Text gibt es per Internet anzuschauen:
http://www.cnbc.com/id/101654170
Mehr Wissen : EUR-Kurs rückläufig = Vorteile für viele?
 
09.05.14 09:08
#84
Im Devisenforum von CNBC brachte Forumsteilnehmer Oresme die seiner Meinung nach kommenden Vorteile einer aussenwirtschaftlichen Abwertung des EUR auf vier signifikante Punkte:

Oresme:
„Devaluation of the Euro of 10 to 15% would make great sense.
1. It would import inflation and help reach the 2% target
2. It would provide a support to restructured economies
3. It would reduce public debts by 5 to 7%
4. It would bring back the euro to its 1.17 parity with the dollar
The drawbacks would be limited.
It may seem strange, but a technical devaluation is the rigtht thing to do for the ECB "here and now".
Mehr Wissen : EU-Wahlen auch in UK? Ja, tatsächlich...
 
18.05.14 19:11
#85
Die Londoner "Denkfabrik" Civitas resp. deren Soziologie-Analyst Michael Burrage verärgerte vor ein paar Tagen mit seiner Untersuchung 'Where's The Insider Advantage?' die Finanzlobby der Londoner City. Und leitete eine Menge Wasser auf die Mühlen derjenigen, die einen Austritt UK aus der EU wünschen.
Burrage fand in seiner Analyse nämlich keine Vorteil für UK's EU-Mitgliedschaft. Nach seinen Berechnungen bewegen sich die Warenströme und Zahlungen für Dienstleistungen mit anderen EU-Ländern im Vergleich zu anderen Ländern auf dem Niveau, wie es bereits 1973 war. UK-Ausfuhren in Richtung der Nicht-EU-Länder Norwegen, Schweiz oder Island seien dagegen kräftiger gestiegen.
Die gesamte Analyse ist im pdf-Dateiformat einsehbar:
http://www.civitas.org.uk/pdf/insideradvantage.pdf
Mehr Wissen : Pfundstärke weiter trotz Defizit?
 
27.05.14 18:20
#86
In typischer SPIEGEL-Manier beschreibt das manager-magazin die wirtschaftliche Lage im UK; vermischt Rückwärtsbetrachtung auf frühere Hochblüte in der britischen Industrie mit Höhenflug derzeitiger UK-Weltunternehmen und süffisanter Skepsis für UK's Zukunft. Zitiert wird aber auch das Berliner Beratungshaus GTAI, das im UK "Anzeichen einer erfolgreichen Re-Industrialisierung" ausmacht und UK als "einen der interessantesten Märkte (für die deutsche Exportindustrie) hält.

Leider ist die seitens GTAI (aus UK-Sicht) prognostizierte Importstärke tatsächlich eine Schwachstelle der UK-Volkswirtschaft. Im 1. Quartal 2014 allerdings ging der UK-Import noch um 1,1 Prozent zurück. UK-Exporte fielen aber um 1,0 Prozent. Ergebnis: Handelsbilanzdefizit weitete sich aus.

Als "Glück" für ein weiter starkes Pfund könnte sich allerdings die seitens der EUROländer-Industrie erhoffte aussenwirtschaftliche EUR-Schwäche erweisen.
Mehr Wissen : Bundesbank zur UK-Beschäftigungslage
 
28.05.14 20:07
#87
Aus dem Bundesbank Monatsbericht Mai 2014 Seite 21:

..."Bemerkenswert am britischen Arbeitsmarkt ist die anhaltende Stärke des Beschäftigungsaufbaus..."

..."Die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung erreichte Ende 2013 einen historischen Höchststand..."

..."Vor dem Hintergrund dieser Beschäftigungsgewinne ist die Erwerbsbeteiligung in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben und übertraf zuletzt sogar das durchschnittliche Vorkrisenniveau..."

..."Die sogenannte Babyboom-Generation ist jünger...sodass Alterungseffekte erst allmählich an Bedeutung gewinnen dürften..."

..."Insbesondere die erhöhte Partizipation in der Altersgruppe der 35- bis 64-Jährigen hat zuletzt zur Ausweitung der...Erwerbsquote beigetragen."
Mehr Wissen : Cameron ist noch in der Zwickmühle
 
01.06.14 18:38
#88
Er soll auf dem EU-Findungstreffen zur Bestimmung des neuen EU-Kommissionspräsidenten mit einem "Brexit", dem Austritt UK's aus der EU gedroht haben.
Das hat er natürlich nicht getan. Denn er ist sich noch nicht sicher, ob dieses tatsächlich die Mehrheit der Menschen in UK wünscht. Zweitens kann er noch nicht abschätzen, was ein EU-Austritt für den Finanzplatz und damit den großen Großraum London und die BIP-Wertschöpfung und Steuereinnahmen bedeutet.

"Die City" hatte sich bisher stark gegen ein Brexit ausgesprochen. Es beginnt hier aber ein Umdenken. Der Korrespondent der Börsen-Zeitung hatte ein Interview mit dem Chef der Londoner Fondsgesellschaft Jupiter. In diesem Interview (Börsen-Zeitung 31.05.14 Seite 103) sagt dieser zu Brexit:

"...Es wäre natürlich ein echter Schock, aber ein zeitlich begrenzter." "...Die City of London würde all das überleben. Umgekehrt gefragt: Wäre Deutschland noch das Zentrum für Exzellenz im Maschinenbau, wenn das Land die EU verlassen würde? Natürlich (!)."

"Nach London kommen Menschen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, den Niederlanden, Amerika..." "Ich glaube nicht, dass viele nach Frankfurt umsiedeln würden, weil sie London im Falle eines EU-Austritts weniger attraktiv fänden."
Mehr Wissen : China vs UK: wessen Konjunktur zählt
 
10.06.14 19:03
#89
„China“ verklebt bei vielen das Gehirn. Die Konjunktur dieses Entwicklungslandes ist für den deutschen Aussenhandel von Bedeutung. Wesentlicher ist aber die UK-Konjunktur für Deutschland.
2013 Deutschlands Export in Richtung      UK  = 75.642 Mio EUR
2013 Deutschlands Export in Richtung China  = 67.025 Mio EUR

2012 Deutschlands Exporte in Richtung      UK = 73.283 Mio EUR
2012 Deutschlands Exporte in Richtung China = 66.746 Mio EUR

2011 Deutschlands Exporte in Richtung      UK = 65.570 Mio EUR
2011 Deutschlands Exporte in Richtung China = 64.863 Mio EUR

Dies verblüfft, nicht wahr?
Mehr Wissen : UK Konjunktur: hier gehts nach oben
 
10.06.14 19:37
#90
UK wird in deutschen Medien gern und süffisant als looser dargestellt

Läuft die wirtschaftliche Lage in UK gut, dann „relativieren“ deutsche Wirtschaftsmedien dieses reflexartig mit Zeilen wie: Wirtschaft läuft nur gut, weil die notorisch hochverschuldet britischen Konsumenten zugeschlagen hätten. Oder: weil ein Wachstum nur in Dienstleistungen stattfände – und die, natürlich wie könne es aus deutscher Mediensicht anders sein, „im Niedriglohnsektor angesiedelt seinen.

Soeben kommt die Reuters-Meldung, dass die britische Industrieproduktion das stärkste Wachstum seit drei Jahren aufweist und die ökonomische Expansion hier auf der Insel weniger von der Konsumkonjunktur abhängt.

Reuters soeben am 10.06.14:

„British industry enjoyed its strongest annual growth in over three years in April, in a further sign that the country's rapid economic expansion is becoming less reliant on consumer demand.
Industrial output grew 3.0 percent, beating forecasts to record its biggest annual rise since January 2011, and in the three months to April it achieved its fastest pace of growth since June 2010, official data showed on Tuesday“.

Der Gesamtartikel ist über diesen Link zu erreichen:
http://uk.reuters.com/article/2014/06/10/...amp;feedName=uktopnewsmid
Eddi_Arent : Kurswechsel bei der Bank of England?
 
15.06.14 13:14
#91
Nach Aussagen des britischen Notenbankchefs Mark Carney zur Geldpolitik wetten Investoren derweil auf eine baldige Zinserhöhung der Bank von England (BoE). Die Terminkontrakte auf das Pfund Sterling und die Zinsen am britischen Interbanken-Markt deuteten am Freitag auf den kommenden Dezember als Termin. Bislang hatten sie eine Zinserhöhung im ersten Quartal 2015 signalisiert.

Carney hatte betont, eine Zinserhöhung könne schneller kommen als von den Finanzmärkten erwartet. Es gebe bislang wenig Anzeichen für die erwartete Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Halbjahr.

Die britische Währung profitierte ebenfalls von den Zinserhöhungsspekulationen. Sie stieg um 0,3 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Wochen-Hoch von 1,6987 Dollar. Gleichzeitig gab der Euro 0,2 Prozent nach und war mit 0,7986 Pfund so billig wie zuletzt im November 2012. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Zinsen Anfang des Monats gesenkt und will mit milliardenschweren Geldspritzen die Konjunktur der Euro-Zone ankurbeln.

Quelle: n-tv.de , ddi/jwu/rts/DJ
Mehr Wissen : Ja, UK-Leitzinserhöhung kommt...
 
16.06.14 17:15
#92
@Eddi_Arent #91
Ich stimme Ihnen zu, lieber @Eddi_Arent.
Zinserhöhung...
...sie ist kurz vor der Realität. Die BoE wird diese m.E. nur noch sehr wenige Monate vor sich her schieben. Denn die UK-Konjunktur brummt derart, die Arbeitslosenquote ist verlässlich unter der von der BoE selbst gesteckten Reaktionsgrenze gefallen und auch ein (erstes) Mitglied (Martin Weale) aus dem eigenen BoE-MPC-Gremium machen Druck für eine Entscheidung. Praktiker, wie z.B. Richard Woolnough von M&G Investments am 14. Juni 2014 in einem Interview der Börsen-Zeitung (Seite 13), äussern klar, dass es Zeit wird, den UK-Leitzins sanft auf den Weg nach Oben zu lenken: „Die britische Wirtschaft wächst rasch...“ „Es gibt also keinen Grund für Zinsen auf dem jetzigen Notstandsniveau“.

Und was können die obigen Äußerungen, Meinungen etc für den Kurs des Pfundes bedeuten? Mich beschleicht das Gefühl, dass „der Markt“ eine reale Zinserhöhung im derzeitigen Kurs weitgehend beinhaltet. „Weitgehend“ deshalb, weil ich mir noch eine kleinere Euro-Schwäche vorstellen kann. Die dürfte dann dem Pfund vielleicht noch einen allerletzten Schub verleihen.
Eddi_Arent : @Mehr Wissen #92
 
18.06.14 17:55
#93

ja, bin ganz Ihrer Meinung & danke... interessante Info!

Ich werde auch noch ein paar Tage mit dem Kauf warten. Nach den Zahlen der BIP-Eurozone… dann sollte es passen.

hier noch eine Meldung zu den Immobilien (wer Cameron kennt, der weiß, dass er sein Programm durchzieht):

Preisexplosion auf der Insel
Großbritannien fürchtet Immobilienblase


Von Jan Gänger

In Großbritannien scheinen Mieten und Immobilienpreise kein Limit zu kennen. In London werden für Absteigen horrende Preise verlangt - und bezahlt. Die Notenbank wird langsam nervös.

Das nennt man wohl Understatement. "Der Häusermarkt ist ein altes und sehr bekanntes Problem für die britische Wirtschaft", sagt Schatzkanzler George Osborne. "Ich möchte sicherstellen, dass die Bank of England alle Werkzeuge hat, die sie benötigt, um Gefahren auf dem Häusermarkt zu bannen."

Währenddessen schrillen die Alarmglocken. Die Immobilienpreise steigen unaufhaltsam. Im vergangenen Jahr legten sie landesweit im Schnitt um mehr als elf Prozent zu. Neuesten Zahlen zufolge kletterten sie im April auf Jahressicht um knapp zehn Prozent und damit so stark wie seit Juni 2010 nicht mehr. In London stiegen sie um fast 19 Prozent.

Damit wächst die Angst vor einem schuldenfinanzierten Boom und einer Preisblase, die irgendwann platzen wird - mit unabsehbaren Folgen. Böse Erinnerungen werden wach: Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und das Bankenbeben begannen damit, dass in den USA der kreditfinanzierte Häusermarkt plötzlich einbrach. Als der spanische Immobilienboom endete, rutschte das Land in Richtung Pleite.


So weit ist es in Großbritannien nicht. Doch die Notenbank fürchtet, dass sich die Briten zu große Schulden aufladen. Sollten die Hypothekenzinsen ansteigen oder die Preise einbrechen, könnten erst die Kreditnehmer und dann ihre Banken unter die Räder geraten. Das Problem sind nicht die Häuser, sondern die Kredite, die dahinterstehen. Oder wie es Notenbankchef Mark Carney formuliert: "Der Häusermarkt stellt das größte inländische Risiko für die Stabilität der britischen Wirtschaft und des Finanzsystems dar."

Die Wahlen im Blick

Abhilfe sollen schärfere Auflagen bei der Vergabe von Hypothekendarlehen schaffen. Die haben am kräftigen Preisanstieg bisher allerdings nichts geändert. Auch die Bautätigkeit boomt auf der Insel munter weiter. Die Bank of England erwägt, weitere Schritte zu unternehmen, um eine Überhitzung des Immobilienmarktes zu verhindern. So kann sie etwa Grenzen festlegen, wie hoch sie Hauskäufer verschulden dürfen. Mit der Lloyds Banking Group hat ein Geldinstitut bereits erklärt, dass sie Käufern in London Kredite nur noch bis zum Vierfachen des Jahresgehalt gewähren wird, wenn diese mehr als 500.000 Pfund (umgerechnet 624.000 Euro) für den Hauskauf leihen wollen. Im Mai lag der durchschnittliche Häuserpreis bei knapp 185.000 Pfund, in London bei 460.000 Pfund.

Die EU-Kommission drängt die britische Regierung zu einem radikalerem Schritt. Sie empfiehlt, dass das "Help-to-Buy"-Programm reduziert wird. Damit wird Hauskäufern ermöglicht, mit wenig Eigenkapital große Hypotheken aufzunehmen. Premier David Cameron will das Programm aber keinesfalls stutzen. Er bezeichnet es als wichtigen Teil seiner Wirtschaftspolitik. Außerdem wird in Großbritannien nächstes Jahr gewählt. Zerplatzte Immobilienträume kommen Cameron deshalb äußerst ungelegen.

Quelle: n-tv.de

Mehr Wissen : UK: Zinsen, Konjunktur, Immobilienpreise
 
18.06.14 18:14
#94
@Eddi_Arent #93
Ich würde gern im Forum des FTSE 100 weiter über Zinserhöhung, Konjunktur und Immobilienpreise schreiben/diskutieren und rätseln. Einverstanden, dass wir dort dann auch über Preisentwicklung UK-Immopreise informieren?
Mehr Wissen : UK: Protokoll MPC
 
18.06.14 18:15
#95
Das Protokoll der letzten MPC-Sitzung der BoE hat keine Überraschung enthalten. Der Rote Faden des Protokoll sinngemäß = „noch nicht, aber bald“; wenn die Auslastung des Wirtschaftspotential sich weiter verbessert hat.

Richard Woolnough von M & G Investments hatte in seinem Interview mit der Börsen-Zeitung am 14. Juni vorweg schon gemeint, dass „die britische Wirtschaft wächst rasch...“ „Es gibt also keinen Grund für Zinsen auf dem derzeitigen Notstandsniveau“. Und Woolnough weiter: „...derzeit ist die Wirtschaft gesund und stark, möglicherweise sogar gesünder und stärker, als die offizielle Statistik ausweist“.
Mehr Wissen : GBP-Stärke: ein interessanter (neuer?) Aspekt
 
22.06.14 13:03
#96
„Das Pfund Sterling wird im Nahen Osten als sicherer Hafen im Vergleich zum Dollar gesehen“, sagte ... Hans Redeker, globaler Leiter der Währungsstrategie bei Morgan Stanley.

Quelle: Börsen-Zeitung 17.06.14
Mehr Wissen : UK: Leitzins schon bald erhöht
 
23.06.14 16:00
#97
Andrew Sentance, früheres Mitglied im BoE-MPC-Mitglied meint, dass das "unsustainable" Niveau britischer Leitzinsen von jetzt 0,5 Prozent schon bis Ende diesen Jahres angehoben wird.

In einem BBC-Interview nennt er es einen "Fehler", dass die BoE letzten Sommer den Eindruck erweckte, dass die historisch niedrige Zinshöhe über 2015 bis 2016 anhalten könne.

Mehr dazu gibt es bei BBC:
http://www.bbc.com/news/business-27970638
Mehr Wissen : Selten so gelacht.
 
25.06.14 09:29
#98
Dummes Zeug in Internet ist leider oft zu lesen. Aber was der Verfasser auf der Internetseite "gegenfrage" vor ein paar Tagen zum Thema Yuan-Settlement in London schrieb, schlägt jeglichen bisherigen Unfug: das Abkommen zum Yuan-Settlement sei erfolgt, weil die City durch die neuen Handelszonen Russlands im Fernen Osten sowie "durch die immer größere Bedeutung von Frankfurt oder Paris als bedeutende europäische Finanzzentren den Anschluss verpassen könnten". Und weiter schreibt der Verfasser des Unfugs: "Die City of London verliert bislang aufgrund der historischen Verbundenheit zu den USA international immer mehr an Einfluss".
Ha, ha, ha - selten so gelacht, lieber Blogger auf der Internetseite "gegenfrage".

Fundiert ist diese "Richtigstellung", die Stefan Winter vom Verband der Auslandsbanken in Frankfurt am 17. Juni in einem Interview der Börsen-Zeitung gab:

"Im   D e v is e n h a n d e l   konzentriert sich die Liquidität ohnehin auf die drei Zentren   L o n d o n, New York und Singapur.
In Frankfurt handeln zwar noch einige Häuser Devisen, sie sind aber vom Hochfrequenzhandelsgesetz und den damit einhergehenden Bestimmungen für den Devisenhandel kaum betroffen. Von den Auslandsbanken stellen hierzulande ohnehin nur noch wenige Häuser Preise."
Mehr Wissen : Internetblogs und Fakten zum Devisenhandel
 
26.06.14 11:54
#99
"US-Hasser" und "Anglo-Nichtversteher" toben sich per Internetblogs aus. Da werden Verschwörungstheorien (z.B. über das US-Notenbanksystem) verbreitet, dass es mit normalem Verstand fast nicht mehr auszuhalten ist. Fakten zum Devisenhandel werden durchweg nicht zur Kenntnis genommen und in selten Fällen dann so verbogen, dass daraus weiterhin Tiraden auf den US-Dollar abgefeuert werden können.
Die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) nennt klare Zahlen zu genutzten Währungen im internationalen Handel.
Der auch in deutschen Medien immer wieder gern totgesagte US-Dollar hatte lt. BIZ ím
Jahr 1995 einen Anteil von 41,5 % am Welt-Devisenumsatz. Im
Jahr 2013 einen Anteil von 43,5 %.

Für das GBP hat sich der Anteil von im
Jahr 1995 mit 4,5 % auf
Jahr 2013 mit 6,0 % gesteigert.

Detaillierte Zahlen gibt es im Devisenjahresbericht der BIZ:
http://www.bis.org/publ/rpfxf13fxt.pdf
Mehr Wissen : "Ein trauriger Tag für Europa"
 
27.06.14 18:19
UK-Premierminister Cameron hat es nicht geschafft, die EU-Staats- bzw. Regierungschefs davon zu überzeugen, dass die EU-Verbindung reformiert werden muss: Juncker als „Nicht-Reformer“ in Camerons Überzeugung wurde von fast allen EU-Chefs als Kandidat für den EU-Kommissionspräsidenten ernannt. Schweden und die Niederlande, die vorher eher auf Camerons Seite waren, fielen um. Ungarn blieb standhaft und votierte gegen die Nominierung Junckers.
„Ein trauriger Tag für Europa“, sagte Cameron soeben auf einer Pressekonferenz
Mehr Wissen : UK: ECI-Index auf Rekordstand
 
28.06.14 18:49
Die Stimmung in der Wirtschaft der EURO-Zone hat sich im Juni 2014 verschlechtert. Der von der EU-Kommission monatlich berechnete Economic Sentiment Index (ESI) fiel auf den Stand von 102,0 zurück. Deutschlands ECI fiel sogar von 107,8 im Mai auf 106,5. Wesentlich verbessert hat sich der ECI für das "Nicht-EURO-Land" Polen. Hier stieg der ECI um +1,2. Spitzenreiter im ECI-Juni ist das "Nicht-EURO-Land" Großbritannien, dessen ECI +2,2 auf einen Rekordstand von 120,7 stieg.

Daten aller EU-Länder gibt es per:
http://ec.europa.eu/economy_finance/db_indicators/surveys/index_en.htm
Mehr Wissen : Währungskurse prognostizieren unmöglich?
 
10.07.14 15:51
Die Entwicklung der Währungskurse vorherzusagen? Mehr als ein schwieriges Unterfangen.
Martin Hochstein, Senior Strategist bei Allianz Global Investors, hat sich die Mühe gemacht. In einem längeren Aufsatz am 1. Juli in der Börsen-Zeitung erläutert er, dass Prognosen mit „empirischen Beziehungen zwischen Währungsentwicklung und Zinsdifferenzen bestenfalls ambilvalent seien“.

Aber zum Ende seines Artikels kommt er dennoch zu seiner Prognose: „Wiesen z.B. Euro/Pfund ... in jüngster Zeit als auch im längerfristigen Durchschnitt einen hohen Gleichlauf mit den jeweiligen Zinsdifferenzen auf...“ Und Hochstein weiter: „Die relative Entwicklung der Kurzfristrenditen ist ... ein wichtiger, aber kein allgemeingültiger Einfluss an den Devisenmärkten“.

Dennoch ist Hochstein der Überzeugung, dass „...Hiervon [von dem geldpolitischen Normalisierungskurs der BoE] sollte in den kommenden Monaten das Pfund profitieren“. „Euro sollte tendenziell belastet bleiben“.
Mehr Wissen : Pfund tatsächlich weiter steigend?
 
16.07.14 11:48
Es häufen sich die Vorhersagen, dass das Pfund weiter steigen werde. Sehr ausführlich geben Analytiker von Sal. Oppenheim Deutschland in der Börsen-Zeitung vom 15.07.14 (Seite 13) ihre Begründungen, Einschätzungen und letztlich ihre Prognose bekannt: Das Pfund wird weiter steigen. „Solange der Sterling zur Schwäche neigt und dies nicht durch gestiegene Zustimmung der Unabhängigkeitsbestrebungen [Schottlands] begleitet wird, sehen wir darin keinen Grund zur Besorgnis, sondern sogar Pfund-Kaufgelegenheiten.

Vor ein paar Tagen begründete Allianz Global Investors #102 aus welchen Gründen sie eine weiter festes Pfund erwarten (nämlich Zinsdifferenz zwischen Pfund und Euro).

Die Argumente beider Häuser sind korrekt. Aber es drängt sich mir die ur-alte Börsenerfahrung auf: je mehr Prognostiker etwas vorhersagen, desto weniger ist die Wahrscheinlichkeit, dass die kommende Zeit dann das bringt, was vorhergesagt wurde. Vielleicht sind die Begründungen der Prognosen bereits allesamt im Kurs bereits „verarbeitet“?

Noch ein Wort zur erwarteten Leitzinserhöhung der Bank of England. Klar, sie wird den Leitzins in nicht allzu ferner Zeit erhöhen. Aber um wieviel? Für mich ist klar, dass sie auch eine erste Zinserhöhung nur in einem homoöpatischen kleinen Schritt vornehmen wird. Also eine wirklich fühlbare Zinserhöhung für die britischen Gegebenheiten dabei nicht herauskommen wird.
Mehr Wissen : GBP im Hotspot
 
15.09.14 14:04
In ihrer Publication FX Hotspot vom 10.09.2014 beschreibt die Commerzbank in ganz
ausgezeichneter Weise, wie deren Analysten die Auswirkungen einer Separation auf u.a. den Kurs des GBP einschaetzen. Hier deren Konklusion am Ende der m.E. sehr fundierten fuenfseitigen Ausarbeitung:

„Eine Abstimmung zu Gunsten der schottischen Unabhängigkeit haette zweifellos kurzfristig
negative Auswirkungen auf das Pfund.

Der beste Trade zur Realisierung dieser Auswirkungen
waeren Shortpositionen in GBP-USD, da der USD anfaengt, robuster zu handeln, waehrend
der EUR aufgrund moeglicher weiterer expansiver Maßnahmen seitens der EZB weiter an
Boden verlieren duerfte.

Aus idiosynkratischer Sicht werden sich die Auswirkungen eher auf die Leistungsbilanz beziehen als auf die Zinsen. Laengerfristige Renditen befinden sich weiter
auf niedrigen Levels, da die Investoren die Geschwindigkeit einer Normalisierung der Geldpolitik der BoE neu bewerten.

Wir erwarten nicht, dass das Pfund im Falle der schottischen Unabhaengigkeit langfristig auf h a n d e l s g e w i c h t e t e r    Basis mehr als 4% verlieren wird.“
Mehr Wissen : Devisenhaendler haben sich entschieden...
 
18.09.14 22:51
...Schottland bleibt im UK. Pfund daraufhin mit kraeftigem Kursgewinn vs EUR.

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