Auch im nächsten Jahr dürften das Wachstum der Weltwirtschaft schwach und die Zinsen niedrig bleiben. Auf was Anleger achten müssen, erklärt Alexander S. Friedman, Global Chief Investment Officer der UBS Wealth Management, in einem Gastkommentar.
Mittwoch, 19.12.2012
Auszüge:
Die Hauptrolle im Jahr 2012 spielten die Notenbanken, die ihr instrumentelles Repertoire erneut voll ausschöpften und mit einer Reihe unkonventioneller Maßnahmen die Finanzkrise entschärften und das Wachstum stützten.
Die längerfristigen Folgen dieser Aktionen der Notenbanken sind zwar ungewiss. Doch die kurzfristigen Folgen sind klar – eine massive Kontraktion der Renditen der „sichersten“ Anlagen. Im laufenden Jahr sanken die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den niedrigsten Stand seit Bestehen der Aufzeichnungen im Jahr 1790.
Wie sieht die Welt 2013 aus?
Unser Basisszenario für 2013 geht davon aus, dass sich die Weltwirtschaft weiter leicht erholen wird, wenngleich das Wachstum unter dem Trend bleiben wird und 2013 bei drei Prozent liegen dürfte, gegenüber 2,5 Prozent in diesem Jahr.
Die Euro-Zone – von der Rezession zur Stagnation
In der Euro-Zone dürfte die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Schuldenkrise, der staatlichen Sparpolitik und den weitreichenden Entschuldungsmaßnahmen anhalten. Deshalb wird das Wachstum 2013 voraussichtlich nur knapp positiv ausfallen, eine Rezession sollte aber vermieden werden können. Deutschland wird auch in Zukunft der stärkste Konjunkturmotor in der Region bleiben. Das Wachstum dürfte allerdings aufgrund des schwachen externen Umfelds knapp unter ein Prozent liegen. Den Großteil der positiven Entwicklung im gesamten Euroraum wird jedoch wahrscheinlich eine der schwächsten Wirtschaften des Jahres 2012 beisteuern, nämlich Italien, da das Land die härtesten Sparmaßnahmen hinter sich haben dürfte.
Die deutschen Wählerinnen und Wähler lehnen direkte Transferzahlungen ab. Folglich rechnen wir nicht mit weitreichenden neuen Maßnahmen, um die Schuldenkrise vor den Wahlen in Deutschland im September 2013 entschlossen anzugehen. Mit anderen Worten: Die Politiker dürften noch etwas länger für eine Strategie des „Durchwurstelns“ sein
In den Schwellenländern dürfte das Wachstum 2013 insgesamt stärker ausfallen. Das Wachstum Brasiliens sollte sich auf rund drei bis vier Prozent mehr als verdoppeln, während Indien 2013 einen Wachstumsschub von 5,5 in diesem auf 6,5 Prozent im nächsten Jahr erleben wird. Russland dürfte sein aktuelles Wachstum von nahezu 3,5 Prozent im nächsten Jahr wiederholen können. Die Inflation wird voraussichtlich gering bleiben, da die Energie- und Nahrungsmittelpreise unseres Erachtens weniger Druck auf die Inflation ausüben werden. Diese Konjunkturfaktoren sowie die attraktiven Bewertungen werden die Schwellenmarktaktien auch 2013 stützen.
Positionierung für 2013.................weiterlesen:
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Mühsame Jagd nach Rendite: 2013 wird ein schwieriges Jahr für Geldanleger - weiter lesen auf FOCUS Online:
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