Handelsblatt-Joffe belügt die Deutschen

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Libuda: Handelsblatt-Joffe belügt die Deutschen
4
28.06.12 23:44
#1
und fügt ihnen großen Schaden zu, denn er behauptet heute dreist und ohne Begründung, dass es gut gewesen sei, dass Deutschland gegen die impliziten Regeln der Währungsunion verstoßen habe und mit seinen Lohnsteigerungen unter der Regel "Zielinflationsrate von knapp unter 2% plus Produktivitätssteiegerung" geblieben sei. Derartige Behauptungen von Wirtschaftsredakteuren betrachte ich als kriminell, denn sie sind ähnlich schlimm wie die Nummer, die Griechenland nach der anderen Seite aufgezogen hat.

Über die Eurosünder mit dem Balken im Auge liest man in deutschen Zeitung mit Ausnahme der FTD fast nichts.

Deutschland ist der größte Währungsunionsünder in Sachen Wettbewerbsfähigkeit, wenn man davon ausgeht, dass 1999 ein Status Quo in Sachen Wettbewerbsfähigkeit geherrscht habe.

In der folgende Tabelle (Quelle: Eurostat) werden die Steigerungen der Lohnstückkosten wiedergegeben. Implizit ist in einer Währungsunion die Prämisse enthalten, dass sich Lohnsteigerungen (in %) auf längere Sicht aus der Addition von Produktivitätssteigerungen und Zielinflationsrate der Notenbank ergeben. Die Lohnstückkosten würden dann in dem Maß ansteigen, wie die Zielinflationsrate ansteigt - in den 11 Jahren von 1999 hätten das dann 1,02 hoch 11 minus 1 sein müssen = 1,243 = 24.3%.

Und hier die Tabelle der Steigerungen der Lohnstückkosten in % von 1999 bis 2010:

Deutschland + 4,8%

Österreich + 14,8%

Euroraum (Durchschnitt) + 21,0%

Finnland + 22,5%

Belgien + 23,1%

Frankreich  + 24,5%

Niederlande + 27,2%

Malta + 28,5%

Portugal + 30,9%

Italien + 32,1%

Irland + 32,9%

Spanien + 33,0%

Luxemburg 34,9%

Zypern + 35,3%

Griechenland + 37,2%

Slowakei +45,1%

Slowenien + 63,4%

Estland + 69,8%
Libuda: Dabei hat das Gustav Horn, dem ich durchaus
 
28.06.12 23:56
#2
nicht immer zustimme, dem Joffe vor etwas mehr als einem Monat im Handelsblatt doch gut erkärt:

http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/...int/6639166.html

Und selbst FDP-Minister sind schon auf den Trichter gekommen - nur Joffe und die IG Metall nicht.
Libuda: FAZ-Hanno-Mussler ist ein ähnlich schlimmer Finger
 
29.06.12 21:28
#3
denn er vermischt im FAZ-Leitartikel meines Erachtens absichtlich (denn so blöd kann man als FAZ-Leitartikel zu einem Spezialthema gar nicht sein) die beiden Formen der Absicherung von Spareinlagen, die gesetzliche und die zusätzlich existierende institutsbezogene, um Vorurteile zu schüren - ein journalistisches Halunkenstück in seltem erlebten Ausmaß.

Bei der momentanen Diskussion geht es nur um eine Zusammenlegung der gesetzlichen Siocherung, aber es ist von Mussler frech und dreist zu behaupten, dass die ausländischen Institute jetzt Zugriff zu den angeblich voll gefüllten Töpfen aus der institutsbezogenen hätten.  Angeblich deshalb, da die Füllung geheim gehalten wird - im, Topf des privaten Bankgewerbes sollen gerade einmal 4 Milliarden drin sein.

Natürlich kann man über eine Zusammenlegung der gesetztlichen Sicherung diskutieren, aber nicht auf der Basis von Musslers journalistischen Halunkenstückchens.
Libuda: Nochmals Horn im Text in #2
 
30.06.12 00:13
#4
"Geradezu sensationell klingt in manchen Ohren die Aussage der Bundesbank, es sei hinnehmbar, wenn die Inflationsrate in Deutschland zeitweilig über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent liege. Dies bedeutet nichts anderes, als dass auch die Lohnsteigerungen entsprechend höher ausfallen können. Auch die EU-Kommission stimmt ein. Woher kommt dieser markante Sinneswandel?"
Libuda: Wer selber mit in der Grube sitzt, ist auch ein
 
30.06.12 10:16
#5
Schwein. Horn beschreibt das im Text in #2 so:

"Die jetzigen Krisenländer wie Griechenland, Spanien und Portugal überschritten - wie oft zu Recht beklagt - das EZB-Inflationsziel deutlich. Das verminderte ihre Wettbewerbsfähigkeit immer mehr und führte zu erheblichen Leistungsbilanzdefiziten. Mit anderen Worten, ihre Verschuldung im Euro-Raum - privat und öffentlich - nahm ständig zu. In einer Zeit, in der die Finanzkrise die Unsicherheit ohnehin massiv erhöht hatte, führte dies zu einem teilweise massiven Verlust des Vertrauens in die Bonität der Schuldner. Die Schuldenspirale nahm ihren Lauf.

Exportüberschüsse finanzieren die Verschuldung anderer

Die besonders in Deutschland gern negierte zweite Seite der Hypothek sind über Jahre hinweg zu niedrige Preissteigerungen bei uns. Auch sie verletzen die Stabilität des Euro-Raums, denn sie verschärfen die Schuldenspiralen und nähren eine Wohlstandsillusion."
Libuda: Studenten lernen im ersten Semester
 
30.06.12 23:11
#6
eines Wirtschaftsstudiums, dass aufgrund der unumstößlichen Saldenmechanik ein Land mit einem Leistungsbilanzüberschusse Kapital exportieren muss. Und daher ist auch zutreffend was Horn in #2 so beschreibt: "Illusion, weil die durch Exportüberschüsse erzielten Erlöse, die in Deutschland häufig als Ausdruck wirtschaftlicher Stärke missverstanden werden, nicht der eigenen Bevölkerung in Gestalt höherer Gehälter zugutekamen, sondern wieder im Ausland angelegt wurden. Sie finanzierten also die Verschuldung der anderen. Läuft die Verschuldung aus dem Ruder, ist das Vermögen verloren - und alle Anstrengungen waren umsonst."

Sollten wir also unser Geld nicht wiederbekommen, das wir dem Ausland geliehen haben, damit sie unsere Waren kaufen (statt bei höheren Löhne den Bundesbürgern mehr Käufe von Gütern und Dienstleistungen zu ermöglichen statt griechischen Steuerhinterziehern und Betrüger mit der 125-jährigen Oma diesen Konsum zu ermöglichen), sollte auch einmal eine Protestaktion von der IG Metall-Hauptverwaltung in Frankfurt stattfinden, denn die haben im Schulterschluss mit den Arbeitgeberverbänden den Deutschen und Europa die Scheisse entscheidend miteingebrockt - wobei ich hier die Arbeitgeberverbände außen vorlassen will, denn die können schlecht mehr anbieten als die IG Metall fordert. Dass die IG Metall sogar von FDP-Politiker und -Minsitern aufgefordert werden muss, höhere Löhne einzufordern, spricht hier eigentlich Bände.
Libuda: Wenn man das gelernt hat,
 
01.07.12 10:41
#7
ist zumindest in Euroland so lange Ruhe, bis man das wieder vergessen hat - aber so 15 bis 20 Jahre dürfte man, nachdem sich die momentanen Turbulenzen gelegt haben, Ruhe haben.

"Denn mit allseitigen Lohnsteigerungen, die sich am Inflationsziel und dem Produktivitätszuwachs orientieren, können sich innerhalb des Euro-Währungsgebiets keine außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte herausbilden. Diese Balance gilt es in Zukunft zu wahren."

Aber nicht nur das, es sind die entstandenen Ungleichgewichte zurückzuführen, wobei man überwiegend auf gutem Weg ist, wenn nicht gerade wie in Italien ein seniler Blödkopf wie der Berlusconi, der die Notwendigkeit einer Anpassung bestreitet, noch einen gewisssen Einfluss hat.
Libuda: Richtig ist allerdings auch, dass sich Konvergenz
 
01.07.12 15:38
#8
nicht so automatisch ergibt, wie wir das alle angenommen haben. Es gilt hier zu fragen, warum die Mechanismen, die das Auseinanderentwickeln hätten bemerken müssen, so schrecklich versagt haben.

Welche Mechanismen werden jetzt einige fragen? Ganz einfach - die Kapitalmarktzinsen, die Ansicht der Marktradikalen alles wieder ins Lot bringen (und natürlich die Ratingagenturen, die uns die Transparenz auf diesem Markt schaffen sollten). Aber wir haben hier wie bei den US-Hypotheken ein klägliches Versagen erlebt - unglaublich ist zum Beispiel, dass die Ratingagenturen nicht reagierten, als ein Staat in Südeuropa mit nur 11 Milllionen Einwohnern die Zahl seiner Staatsbediensteten nach dem Eintritt in die Währungsunion um schier unglaubliche 900.000 erhöhte (mit dem wechselende griechische Regierungen ihren Anhängern Staatsjobs für Nichtstuer verschafften und hofften, dass die das malochende Lieschen Müller mit seinen Steuern mitbezahlen werde). Oder hängt das vielleicht damit zusammen, dass eine US-Bank mit dem Namen Goldman Sachs die griechische Regierungen beim Bescheissen beriet und in den Gebühren auch gleich über die bekannten Kanäle zu den Ratingsagenturen Schweigen mitgekauft werden kann. Leider gibt es dazu keine Aufzeichnungen des Emailverkehrs wie beim Konkurrenten Morgan Stanley und seinem Notheis, der aufzeigte wie man mit Muppets von der Sorte "Mappus" umspringt.
Libuda: Ich scheue mich auch, den europäischen
 
01.07.12 17:23
#9
und Politikern in Deutschland die Schuld zu geben und zu sagen, ihr habt nicht aufgepasst. Denn insbesondere in Deutschland gab es Schwachköpfe in der Gestalt von "Fachleuten", die gebetsmühlenhaft herumposaunten, dass die Kapitalmärkte alles richtig richten würden - und was soll ein Politiker dagegen schon anstinken. Zumindest der Merkel und dem Schäubele muss man zugestehen, dass sie den Finanzterroristen und ihrer neoklassischen Professorenmafia nicht völlig trauten. Schließlich war die Merkel schon vor der Krise die weltweit einzige Regierungschefin, die gegen die schädliche Herumzockerei der Finanzterroristen zu Felde zog (vermutlich liest sie schon seit 10 Jahren bei Libuda mit, wo man das alles schon sehr viel früher lesen konnte).
Libuda: Damit aus #8 keine falschen Schlüsse gezogen
 
01.07.12 20:15
#10
werden, wie das die Marktradikalen und die sie sponsernden Finanzterroristen gerne tuen: Über seine Verhältnisse gelebt hat eigentlich nur der griechische Staat und das vor allem nach dem Eintritt in die Währungsunion, die massive Ausdehnung der Staatsbediensteten fand erst danach statt. Die Schulden der anderen Staaten entstanden durch die Wahnsinnszockereien der Finanzterroristen - denn der Staat musste die Finanzterroristen mit Steuergeldern retten, was noch problemloseverkraftbar gewesen wäre, und, was oft übersehen wird und noch viel gravierender für die Verschuldung war, depressive Spiralen nach unten, die durch die von den Finanzterroristen durch ihre Zockereien verursachte Unsicherheiten entstanden, durch deficit spending begrenzen.
Libuda: Und dass die Lage in Europa sehr viel besser ist
 
01.07.12 23:14
#11
als die Stimmung, zeigen die folgenden Daten:

http://www.ftd.de/politik/europa/...werbsfaehigkeit-ein/70053136.html

Die nach dem Inkrafttreten der Währungsunion nicht eintretende Konvergenz - weil die viel gelobten Marktkräfte in Form ansteigender Kapitalmarktzinsen und versagender Ratingagenturen völlig floppten (denn sie signalisierten über viele Jahre hinweg nicht die immensen Divergenzen der Lohnstückkosten und im Falle von Griechenland zusätzlich eine nie dagewesene Aufblähung des Staatsapparates) - findet nun seit einiger Zeit statt.

Und es besteht durchaus Hoffnung, dass der Weg zur Wahrheit durch die eigenen Irrtümer führt, ganz egal, welchen Unsinn der Sinn uns dazu auch immer erzählt.
Libuda: Dass die Bankenrettung auch ein gigantisches
 
01.07.12 23:35
#12
Geschäft sein kann, haben uns die USA vorgemacht - es sei man hat einen derartigen unfähigen Finanzminister wie den Steinbrück, der die Lieschen Müller und uns andere Steuerzahler um Milliarden gebracht hat, weil sein Opa oder Onkel die Deutsche Bank mitbegründet hat.

In diesem Statement der Grünen zur Bankrettung kann ich eigentlich keinen Fehler erkennen:

http://www.gruene-bundestag.de/presse/...muss-konsequenzen-haben.html

Warum sich die Grünen deshalb nicht dafür eingesetzt haben, dass der Rettungschirm den Banken nicht nur Kredite gibt, sondern Anteile an ihnen erwirbt (zu betriebswirtschaftlichen Preisen und nicht zu politischen Mondpreisen) ist, kann ich nicht nachvollziehen. Denn mit der damit einhergehenden Verwässerung werden auch die Aktionäre bestraft, während der Rettungschirm nach den amerikanischen Erfahrungen dicke Gewinne machen wird - insbesondere wenn man #11 liest.
Libuda: Der Dieb Sinn ruft: Haltet den Dieb
 
02.07.12 11:16
#13

Kriminell ist, was einer Deutschlands größter Diebe, der Sinn, heute von sich gibt:

Ifo-Präsident: Deutschlands Finanzstabilität gefährdet 02.07.2012, 08:26 Uhr Hans-Werner Sinn übt harsche Kritik an den Brüsseler Beschlüssen zur Euro-Rettung (Quelle: Reuters) Mit scharfen Worten hat der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, die Brüsseler Beschlüsse zur Euro-Rettung kritisiert. Deutschland werde dadurch immer stärker in die Krise hineingezogen, sagte der Ökonom dem "Handelsblatt". Die Bundesrepublik stehe nun für die Rückzahlung der Schulden der südeuropäischen Banken ein. Das Ausland habe ein "Kesseltreiben" auf Deutschland veranstaltet, um das zu erreichen. Sinn: Weg ist frei "das deutsche Vermögen zu verbrauchen"

Gestohlen wurden den Deutschen der Wohlstand nämlich schon die seit Jahren von schlimmen, unwissenschaftlichen, pressegeilen Ideologen wie dem Sinn, die im Schulterschluss mit der IG Metall die Deutschen um Einkommen und Vermögen brachten, als sie ihnen Lohnsteigerungen, die sich aus der Addition von Produktivitätssteigerungen und Zielinflationsraten der EZB (unter, aber nahe 2%) ergaben, verhinderten - das ist der Skandal und auch eine wesentliche Ursache für die Eurokrise.

Libuda: Wieviel denn Deutschen von den Dieben um Sinn
 
02.07.12 13:18
#14

im Schulterschluss mit der IG Metall geklaut wurden, kann man aus den nachstehenden Ausführungen im Ausgangsposting entnehmen, und zwar die Größe, um die die Lohnstückkosten durch die Zielrate der Inflation ansteigen müssen = 24,3% in den 11 Jahren von 1999 bis 2010 minus der Differenz des tatsächlichen Anstiegs von 4,8% = 19,5% seines Einkommens wurden also den Deutschen vorenthalten und gleichzeitig die Problem in der Währungsunion verursacht.

In der folgende Tabelle (Quelle: Eurostat) werden die Steigerungen der Lohnstückkosten wiedergegeben. Implizit ist in einer Währungsunion die Prämisse enthalten, dass sich Lohnsteigerungen (in %) auf längere Sicht aus der Addition von Produktivitätssteigerungen und Zielinflationsrate der Notenbank ergeben. Die Lohnstückkosten würden dann in dem Maß ansteigen, wie die Zielinflationsrate ansteigt - in den 11 Jahren von 1999 hätten das dann 1,02 hoch 11 minus 1 sein müssen = 1,243 = 24.3%.

Und hier die Tabelle der Steigerungen der Lohnstückkosten in % von 1999 bis 2010:

Deutschland + 4,8%

Österreich + 14,8%

Euroraum (Durchschnitt) + 21,0%

Finnland + 22,5%

Belgien + 23,1%

Frankreich + 24,5%

Niederlande + 27,2%

Malta + 28,5%

Portugal + 30,9%

Italien + 32,1%

Irland + 32,9%

Spanien + 33,0%

Luxemburg 34,9%

Zypern + 35,3%

Griechenland + 37,2%

Slowakei +45,1%

Slowenien + 63,4%


Estland + 69,8%

Libuda: Kapitalmarkstümper Clements Fuest
 
02.07.12 18:58
#15
schreibt heute im Handelsblatt: "Investoren werden bei sinkenden Renditen ihre Anleihen massenhaft an den ESM verkaufen und sein Kapital wird schnell verbraucht sein."

Dazu kann man nur sagen: "Schreiben ist Blech, aber Schweigen Gold." Denn es gibt keine Interventionspflicht des Rettungsschirms und warum soll er ausgerechnet bei sinkenden Renditen kaufen, eher doch umgekehrt - vielmehr wird er bei steigenden Kursen (= sinkende Renditen) seine Bestände zurückführen, um noch mehr Cash für andere Situationen zu haben.

Lieber Clemens, Bankazubis lernen diese Zusammenhänge meines Wissen am Ende des ersten bzw. zu  Beginn ihres zweiten Lehrjahres. Meines Erachtens solltest Du da noch einmal die Schulbank drücken, um Dich mit den meines Erachtens doch eigentlich einfachen Zusammenhängen vertraut zu machen. Aber offensichtlich sind einige Makroknechte-Überflieger in diesen "Niedrungen" nie gewesen und quatschen nur unendlich blöööööööööd von Dingen herum, von denen sie nichts verstehen.
Libuda: Derartige Sprüche wie in 15
 
02.07.12 22:10
#16

"Investoren werden bei sinkenden Renditen ihre Anleihen massenhaft an den ESM verkaufen und sein Kapital wird schnell verbraucht sein."

die grottenfalsch sind, entlarven den angeblich ernsthaften "'Wissenschaftler" Fuest als Scharlatan, der irgendetwas plappert, um eine Ideologie zu rechtfertigen. Oder vielleicht wurde er von jemanden dafür bezahlt, obwohl ich mir da außer dem Olaf Henkel niemand vorstellen kann.

Libuda: Die Amis haben uns vorgemacht, wie man mit einem
 
02.07.12 22:26
#17
Rettungsfonds klotzig Geld verdient, das sollte auch in Europa möglich sein. Dazu müsste aber der Rettungsfonds die Möglichkeit bekommen, nicht nur Kredite zu geben (das auch zu  vernünftig hohen Zinsen), sondern sich am Eigenkapital zu beteiligen.

Und auch die Schweden haben damit vor Jahren gute Erfahrungen gemacht und die Briten neben den Amis in der Krise auch. Im Gegensatz zu der vom Stümper Steinbrück in die Wege geleiteten deutschen Bankenrettung haben zumindest in der letzten Krise alle diese Rettungsfonds für die Staatskasse gutes Geld gemacht.

Und das hat dann auch einen wichtigen Lerneffektf für die Aktionäre dieser Banken: Durch Verwässerung verlieren sie weitgehend Ihr Geld. Wichtig ist daher nicht darüber zu diskutieren, ob der Rettungsschirm aufkaufen darf, sondern darüber zu diskutieren, dass er so aufkaufen kann, dass für die Altaktionäre kaum noch etwas oder wenig übrig bleibt. Und auch den bisherigen Gläubigern sollte die Pistole auf die Brust gesetzt werden, z.B. dass sie einer teilweisen Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital zustimmen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich der Wert der vom Rettungsfonds übernommenen spanischen oder griechischen Bankaktien in drei Jahren verzehnfacht hat.
Libuda: Makroökonomische Anpassung auf gutem Weg
 
02.07.12 23:39
#19
wie man dem Text in #11 entnehmen kann:

"Die Lohnstückkosten in den Euro-Randländern sinken teils rapide - ein großer Lichtblick für den gesamten Kontinent", sagte Bart van Ark, Chefökonom von The Conference Board und Mitautor der Studie. Weil gleichzeitig die Kosten pro Stück in der deutschen Industrie und anderen Nordländern kräftig stiegen, schreite die makroökonomische Anpassung innerhalb der Euro-Zone voran."

Und da sagt nicht ein populistisches Leichtgewicht wie Sinn, sondern der weltweite Papst in Sachen Produktivität, Innovation und Lohnstückkostenentwicklung, der meines Wissens vor seiner Tätigkeit beim Conference Board nicht bei Ifo arbeitet, sondern an der auf diesem Gebiet rennomiertesten Universität in Europa, der Universität Groningen.
Libuda: Auch da widersprechen die Fachleute dem Laien Sinn
 
03.07.12 11:09
#20
"Damit widersprechen diese Volkswirte vehement jenen vor allem in Deutschland vertretenen Skeptikern, die ausschließen, dass die kriselnden Euro-Südländer innerhalb des Währungsraums wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen können - und Griechenland deshalb den Austritt aus dem Währungsraum empfehlen."

Das Problem sehe ich auch nicht hier bei der möglichen Konvergenz, sondern eher beim Moral Hazard. In den Verträgen mit Griechenland fehlen mir ganz schlicht und einfach die sehr langfristig angelegten Nachbesserungsklauseln, dass die Griechen z.B. in den Jahren 2020 und 2030 so viel wie möglich von ihren zunächst erlassenen Schulden zurückbezahlen. Und vor allem fehlt mir eine Klausel, die die Grielchen verdonnert, mit der Schweiz ein Steuerabkommen wie Deutschland abzuschließen, was von schweizer Seite kein Problem wäre, aber auch die momentane griechische Regierung nicht will, weil dann den Regierungsmitgliedern und ihren Clans 30% bis 40% vom hinterzogenen Vermögen fehlen. Auch wenn dann dieser verlogene dicke Fettsack wieder seine ungezogenen und frechen Sprüche von der verletzten Ehre abzieht, die derartige Halsabschneider gar nicht haben.
Libuda: 'Die Anpassung ist sehr viel weiter als
 
03.07.12 15:48
#21
das Chaoten und publictygeile Laufsprecher wie der Sinn volksverdummend in die Runde schreien, wie man den Ausführungen im Text in #11 entnehmen kann:

"Seit Anfang 2010 machen auch die kleinen Südländer Griechenland und Portugal messbare Fortschritte. "In Griechenland sind die Lohnstückkosten 2010 und 2011 um mehr als fünf Prozent gesunken - das ist enorm", so van Ark. Das sei vor allem gesunkenen Löhnen zu verdanken. Damit steigerte die hellenische Wirtschaft ihre Konkurrenzfähigkeit in den vergangenen beiden Jahren wie kaum eine andere im Währungsraum.   Walzrollen Produktion bei ThyssenKrupp: Lohnstückkosten in Deutschland steigen Noch höher ist das Aufholtempo der Peripherie gegenüber dem Kern des Kontinents in der für die Exportwirtschaft wichtigen Industrie. Der Studie zufolge sanken die Lohnstückkosten in Irlands verarbeitendem Gewerbe seit 2008 um 41,5 Prozent. Damit kostet dort eine produzierte Ware heute nur noch etwa die Hälfte dessen, was vor der Finanzkrise bezahlt wurde. Auch Spaniens Industrie erzielte ein knapp zweistelliges Minus.
Im Gegenzug haben die als wettbewerbsstark geltenden Nordländer des Währungsraums seit 2008 teils massiv eingebüßt. Nirgends legten die Lohnstückkosten stärker zu als in der deutschen Industrie - nämlich um 14 Prozent."
Libuda: Und das schreibt der weltweit rennomierteste
 
03.07.12 22:19
#22
Produktivitäts- und Wachstumsexperte der verlogenen ideolgischen Sinn-Henkel-Handelsblatt-Bande ins Stammbuch:

"Mit den Produktivitätsgewinnen im Süden und den Verlusten im Norden dürfte die in Europa notwendige makroökonomische Anpassung langfristig gelingen, glaubt van Ark. Entsprechend warnt er vor einem Ausstieg Athens aus dem Währungsraum: "Darunter würde mittelfristig sowohl die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands als auch der verbliebenen Länder in der Euro-Zone leiden." Zwar könnte Hellas bei einem Ausscheiden über die Abwertung der neuen Währung kurzfristig konkurrenzfähiger werden und die Wirtschaft stimulieren. Langfristig dürften jedoch die Nachteile überwiegen - auch weil Reformen erstmal nicht helfen würden.

Für die restlichen Euro-Länder sei ein Griechen-Austritt van Ark zufolge voraussichtlich mit einer massiven Rezession und kräftig steigender Arbeitslosigkeit verbunden. Verständigten sich die Regierungschefs der Euro-Zone in den kommenden Wochen indes auf eine Fiskalunion, dürfte davon die Wettbewerbsfähigkeit aller Staaten im Währungsraum in den kommenden Jahren profitieren, glauben die Experten."
Libuda: So etwas blendet der Sinn aus, denn was nicht
 
04.07.12 11:30
#23
zur Ideologie passt, gibt es nicht.
Libuda: Der Anhang zu meinem letzten Posting fehlte
 
04.07.12 11:34
#24
Libuda: Untergangsstimmung – positives Marktsignal
 
04.07.12 12:01
#25
Je extremer die Darstellung der gegenwärtigen „Krisensituation“ in den Medien ausfällt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein markanter Wendepunkt in der Marktentwicklung erreicht ist oder in Kürze erreicht wird. So titelte das Handelsblatt am 03. September 2011: „Das Titanic-Szenario“ und simulierte dabei den Zerfall der Euro-Zone mit sämtlichen katastrophalen Auswirkungen – nur eine Woche später markierte der deutsche Aktienindex DAX sein Jahrestief von 4.965 Punkten – und stieg anschließend bis zum März 2012 um 45 % an!


http://www.ariva.de/news/kolumnen/...r-Fisher-Buy-on-bad-news-4163012

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