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Griechenland Banken


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Piraeus Bank SA 8,762 € +1,29%
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Alpha Bank SA 4,40 € +0,43%
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1ALPHA:

Griechenland Banken

54
29.01.15 07:08
Große Verluste durch die Politik für Anleger in Griechenland Banken bedeuten: Informationen der einen Bank können Schlüsse ergeben für die anderen Banken.

Hier sollen deshalb Infos - Meldungen - Strategien und Meinungen zusammengefaßt
besprochen werden, die die umsatzstarken griechischen Banken betreffen.

www.piraeusbank.gr/en/idiwtes
www.alpha.gr/page/default.asp?id=4&la=2
www.nbg.gr/en


29.Ja.2014: "...No one should nurture any illusions..."
www.ekathimerini.com/4dcgi/...icles_wsite3_1_28/01/2015_546580


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Dividendius:

Könnte aber zu Überhitzung führen !

4
06.08.25 01:55
Ich tu mir schwer einzuschätzen, wie groß der Einfluss ANDERER Titel am Börsenzettel, den Banken zuträglich sein könnte, aber natürlich ist das auch ein stimulierender Effekt, da möchte ich Dir, slim_nesbit, nicht widersprechen. Dennoch: für mich sind die Haupttreiber für die massiven Kursanstiege der Banken, fast schon erschreckend viele gute Nachrichten:

Zuerst die sehr guten Zahlen bei allen Banken. Allerdings: bei allen war zu sehen, dass die EZB Zinssenkungen deutliche Spuren hinterließen, die halt nur durch mehr Effizienz, ansteigende Kreditvergaben und vor allem Provisionen und Gebühren gewinnmaximierend wettgemacht wurden. Da sollte man aber doch auch daran denken, WER das eigentlich zahlt. Vielleicht hilft auch ein Blick in die eigene "Freude", was man der eigenen Bank so an Spesen zahlt - und für welche Leistung. Dann kann man ermessen, wie es der giechischen Bevölkerung geht, die im Durchschnitt weniger verdient als Arbeitende in der EU. Hier keimen die ersten großen Proteste gegen die Banken, samt Maßnahmen der Regierung oder Forderungen der Opposition. Gerät das aus dem Gleichgewicht (etwa mit Solidaritätsleistungen etc...) gerät der Gewinnoptimismus bald in's Wanken. Und die Zinsen der EZB werden in den kommenden Quartalen NICHT steigen. Ich finde die jüngsten Zahlen der Banken also sehr gut - aber nicht ausschließlich positiv - und somit hinsichtlich extremer Kursanstiege, wie im letzten Halbjahr, eher nicht förderlich.

Aber die Zahlen sind's ja auch nicht alleine, was die Stimmung so sonnig macht. Gleich nach den guten H1 Ergebnissen, kommen die Mitteilungen, zu den sehr guten Ergebnissen der Banken beim aktuellen europaweiten Stresstest. BRAVO.

Dazu kommen durchaus ansprechende Prognosen zumindest für die nächsten zwei Jahre aus den Chefetagen der Banken Griechenlands - und das gleich untermauert mit der Ankündigung, dass NBG, EB und AB (bei Piräus weiß ich es nicht, würd mich aber nicht wundern) nun bereits im bevorstehenden 4. Quartal schon Zwischendividenden angekündigt werden. Wundersm ist nur, dass gleich alle drei Banken quasi zur selben Zeit auf diese doch nicht so alltägliche Idee kommen. Und dann auch noch mit einer Ausschüttung nahezu zur selben Zeit. Stirnrunzelnauslösend - oder ?

Der guten Nachrichten folgen auch noch die Absichtserklärungen, hohe Dividenenanteile an den Gewinnen auszuschütten. Die NBG plant immerhin 60 % des Gewinns auszuschütten. Einziger Wehmutstropfen, dass alle Banken weiterhin Rückkaufphantasien haben und sich eher bedeckt halten, wieviel da vom Gewinn für die Aktionäre nicht unbedingt signifikant gewinnbringend versickert. Und wer dann davon etwas hat.....

Dazu kommen die "allgemeinen" guten News, dass auch in Griechenland das Lohnniveau steigt, wenngleich das im Europavergleich immer noch vergleichsweise niedrig ist und die Arbeitszeit im selben Vergleich fast an der Spitze ist. Die Inflation ist weiterhin überschaubar, und die Wirtschaft soll auch heuer und im kommenden Jahr stärker wachsen, als im EU Vergleich. Was will man mehr ?

Das Trumpgeschehen hofft man mit dem (aus meiner Sicht für Europa schlechten) "Deal" zwischen van der Leyen und Trump wenigstens kalkulieren zu können - und Griechenland war unter den absurden Zolldrohungen ohnedies nicht so stark betroffen wie viele ander - aber jenen, die in Griechenland betroffen sind, hilft das wenig.

Also: ein Biotop, in dem die Kurse nur steigen "können".

Aber ich finde, die Sache überhitzt momentan. Ein Kolbenreiber könnte die Folge sein. Die Zahlen der Banken sind natürlich gut, aber die Kurse nehmen nun schon das Jahr 2027 (oder 2028) vorweg. Das ist dann schon recht optimistisch. Wäre also nicht ungünstig, wenn hier wieder etwas Ruhe einkehrt, damit man sich Korrekturen erspart, die dann zu unberechenbaren emotionalen Verkaufsentscheidungen führen.... Die meisten Kursziele sind von den Banken schon erreicht bzw. überschritten. Jetzt erst noch einzusteigen, wird langsam riskant....

..... es sei denn, man hat einen Veranlagungshorizont von 5 - 10 Jahren, dann rechnet sich ein Einstieg auch heute, denn die Banken Griechenlands stehen relativ gut da und das Umfeld verspricht eine weitere Verbesserung. Aber da ist in der Zwischenzeit auch schon SEHR viel in den Kuren eingepreist - und das könnte / sollte nachdenklich machen ....
Antworten
slim_nesbit:

NBG Chart

 
06.08.25 12:48
@Dividendius ich kann Dich aktuell nicht bewerten, daher auf diesem Weg der Eintrag ins Fleißkärtchen und ein ++ für den guten Beitrag.

Die Überbewertung hatte ich fest eingepreist, bzw. es ist ein Vorauseilen, das ist ja griechische Nationalfolklore und prompt wurden die Kursziele aktualisiert.
Das relativiert den laufenden Upmove.
Die Nbg bleibt laut meiner eigenen Analyse ein guter 10%er, auch bei dem derzeit schon wieder etwas zu gut bewerteten Kurs.
Da unterscheiden sich die Banktitel gar nicht so sehr von anderen Branchen griechisch stämmiger Unterenehmen.
(Verkleinert auf 33%) vergrößern
Griechenland Banken 1490711
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fws:

Wertpapierhandel direkt in Griechenland:

 
06.08.25 22:52
Wen haltet ihr dafür aktuell als die beste und günstigste Bank bzw. Handelsplattform?

In Athen werden sehr viel mehr Stücke der "Griechen" gehandelt, der Spread ist geringer und die Kurse deshalb für Anleger fast immer besser als an deutschen Börsen oder im Direkthandel von z.B. L&S, etc.. Dies kann man z.B. bei w:o verfolgen, denn dort werden auch die Kurse der Börse Athen mit angezeigt. Warum eigentlich nicht auch bei Ariva?

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Dividendius:

@ slim_nesbit - NBG Chart

 
06.08.25 23:05
danke für die Blumen !

Wenn ich Dich recht verstehe, würdest Du der NBG noch einen Anstieg um weitere 10 % zutrauen ? Dann wären wir schon bei rund 14,30 Euro. Bei der momentanen Euphorie halte ich das sogar ebenfalls für möglich, spätestens, wenn im Herbst ersten belastbare Zahlen zum Sommertourismus 2025 herauskommen. Ich halte das nur für nicht mehr ganz gesund. Alles was so lange so steil ansteigt, wird auch mal wieder zurückgeholt, wenn Anleger Kasse machen. Das kann leicht in Panik ausfallen.

Also: Abseits der Charttechnik, hältst du Kurse um die € 14,30 (derzeit) noch für angemessen  - wäre eine MK über 13 Mrd. -  und wie hoch schätzt Du das Rückschlagsrisiko ein, wenn die € 14.00 tatsächlich erreicht oder durchbrochen werden ?

Antworten
fws:

192 - @slim_: Hättest du deine netten Charts ...

 
07.08.25 00:24
...  vielleicht auch mal hin und wieder für die Alpha Bank und Eurobank?

Alpha halte ich momentan übrigens von den vier Banken am günstigsten bewertet und am interessantesten, denn für ein KBV von mindestens 1, was NBG und Euro schon etwas weiter überschritten haben, müßte der Kurs nach den Q2-Zahlen bereits jetzt bei circa 4,10 Euro stehen, falls ich mich nicht verrechnet habe. Zuletzt hatte ich für Alpha einen KBV-Wert von 0,82 gesehen.

Ein KBV von 1 wäre angesichts ziemlich guter 2024er und 2025er Q1 und Q2-Zahlen m.E. auch für die Alpha Bank mehr als gerechtfertigt. Und auch in Anbetracht des guten Ergebnisses aller griech. Banken beim aktuellen EBA-Stresstest im Vergleich mit anderen europäischen Banken. Hatte gerade bei  bankingnews.gr gelesen, daß die NBG im extremsten Stressszenario als beste griechische Bank dabei kürzlich europaweit sogar insgesamt unter den Top 5 aller geprüften Banken für das Jahr 2027 war.

Für die Alpha gibt es außerdem m.E. verstärkt die Übernahmephantasie durch UNICREDIT, nachdem dies in D. mit der CB doch auf ziemlichen politischen Widerstand stößt und sie in Italien diesbezüglich bereits aufgeben mußte. In GR freut sich Politik und Management dagegen immer noch über den Einstieg von UNICREDIT bei der Alpha Bank. Und die Alpha-Aktionäre stimmt dies sicher ebenfalls ganz positiv.

Div. und slim, danke für die Charts und eure Analysen. Sind immer interessant zu lesen, wenn ich hier reinschaue!

Antworten
slim_nesbit:

Piräus und Alpha

 
07.08.25 12:00
Ich habe mein Research der anderen Bank nur bis 2020 gemacht und dann eingestellt. Ich kann zwar eine Chart-Analyse machen, aber ich halte von einem Chart ohne zu wissen, was im Detail bei dem jeweiligen Unternehmen passiert, nicht viel.
Der Kursverlauf der Piräus ist zu über 95% mit dem der NBG kongruent. Das zeigt, wie an der ATX mit der Gießkanne investiert wird.

Wegen des 10%ers: Ich meine damit eine durchschnittliche Performance von durchschnittlich 10% auf einen Anlagezeitraum von 3 – 5 Jahren.
Mehr als drei Jahre darf man ja nicht mehr prognostizieren. Die Kurse von Aegean und Mytil sind ebenfalls so tüchtig gerannt, aber operativ bleiben sie nicht stehen und das werden die systemimmanenten Banken auch nicht tun (können). Die griechischen Politik hat einen Weg eingeschlagen, der an einigen Teilen der Bevölkerung Nachteile auslöst aber in Gänze keine gangbaren Alternativen zulässt.
Mitsotakis wird weiterhin einfordern, dass die Finanzinstitute, den Wachstumskurs der Wirtschaft mittragen.  
An den Universitäten und Businessschools, an denen er studiert hat, werden nicht wirklich alternative Theorien zu einer Transformation und Entwicklung einer Gesellschaft über eine prosperierende  Wirtschaft gelehrt. Er hat seinen Master in BWL/ internationale Wirtschaftsbeziehungen Schwerpunkt Europäische Wirt. gemacht, ich zeitgleich in financial consulting (heißt jetzt M. Sc. in finance). Die Bücher für den volkswirtschaftlichen Teil waren in den 90ern dieselben, auch wenn ich nicht Havard war.  
Antworten
Dividendius:

@ fws - Bankenvergleich

 
07.08.25 12:18
hallo fws. nur kurz (muss zum Zahnarzt :o((). Im Prinzip hast Du schon Recht, AB ist aktuell im Vergleich unter den Banken Griechenlands am günstigsten bewertet. Ich hab ja meinen "privaten" Zusatzvergleich, denn natürlich würde es schon genügen, einfach die einzelnen MK nebeneinander zu legen. Aber ich finde es immer interessant, welchen Kurs hätte ein Titel (z.B. AB) wenn dieser die selbe Stückzahl an Aktien hätte, wie z.B. die NGB.

In dem Augenblick wo ich tippe, steht der Kurs in Athen so:

NBG 13,16 / AB 3,529 / EB 3,372. Hätten AB und EB die selben Stückzahlen wie die NBG, dann wäre (aufgrund der momentanen Marktkapitalisierung) der Kurs folgendermaßen:

NBG 13,15,  / AB 8,983 / EB 13,590. Man sieht also, die EB ist (seit Jahren !!) etwas besser bewertet als die NBG und AB hat immer noch einigen Aufholbedarf, und in den letzten 6 Monaten wird das auch deutlich genutzt, Kurs stieg noch kräftiger, als beim Mitbewerb !!

Ich habe alle drei Bankenin meinem Depot.  AB war vor Jahren - nach NBG - mein zweiter Favorit. Wo ich gegenüber den beiden anderen Banken bei der AB aber noch Entwicklungsbedarf sehe ist nicht nur die weitere Reduktion der NPLs aus Krisenzeiten, sondern noch bessere Ergebnisse ! Wenn ich jetzt nur rasch die EPS bei Marketscreener abrufe (und da muss man vorsichtig sein, wird nicht immer aktualisiert !!!!), dann hat die AB ein EPS von € 0,26 (Ergebnis 2024) und die EB ein EPS von € 0,39 - NBG hatte 2024 ein EPS von € 1,26

Schaut man sich das noch genauer - und dennoch nur mal "grob" - an, dann muss man sagen, die EB schneidet deutlich besser ab, als Alpha. Aber nicht nur wegen der direkten Zahlen (0,39 EB vs 0,26 AB) sondern vor allem aufgrund des Umstandes, dass die Eurobank ihren Gewinn auf fast 60 % mehr Aktien aufteilen muss (3,67 Mrd. Stk.) als die Alpha Bank (2,32 Mrd Stk.) und dennoch ein deutlich höheres EPS heimfährt. Die NBG steht da sowieso deutlich besser da, weil sie als einzige der  systemrelevanten Banken in der Krise auf den letzten Reverse Split verzichtet hat, was mir die Bank damals sehr sympathisch gemacht hat. Nun hat sie also "nur" rund 911 Mio Stk. Aktien, was immer noch sehr üppig ist, für eine international gesehen eher kleine Bank  (wobei die Stückzahlen auf den div. Homepages bei allen Banken anders angegeben sind, als in den diversen Analyseforen).

Ganz genauso sieht es bei der Dividende aus. AB müsste erheblich höher liegen als EB, weil auch der Gewinnanteil auf weniger Aktien verteilt werden muss als bei der EB - und im Ergebnis war's aber umgekehrt.

Hier MUSS die AB nachholen, dann wird der Titel weiter attraktiv sein. Derzeit ist der Anreiz "nur" der, dass sie günstiger bewertet ist, als die anderen drei großen Banken Griechenlands. Genügt ja offenbar momentan für die Kursaufholung. Aber danach wird einfach noch mehr Anstrengung nötig sein. Ganz besonders für jene großen Investorenhäuser und z.B. Pensionfonds, die eher an Rendite interessiert sind, als an Kursspekulationen. Da ist die AB momentan einfach (noch ?) nicht gut genug.

Was Du auch noch angesprochen hast, ist das Engagement der UniCredit. Das soll ja noch weiter vertieft werden. Könnte bis zur Übernahme führen. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob das eher für die Italiener vorteilhaft ist, oder für die Griechen .... Im ersten Moment vermutlich für Griechenland. Aber wenn damit auch mehr Kapital hinter der Bank steht, wird auch mehr vom Gewinn nach Italien wandern. Bin da vorerst noch unentschieden und sehe es lieber, wenn die griechischen Banken kleinere Institute im Ausland übernehmen ....
Antworten
slim_nesbit:

Was falsch läuft

 
13.08.25 12:41
Griechenland will weiterhin Investoren aus dem europäischen Ausland anlocken. Was ja richtig ist. Geworben wird mit Steuervorteilen und niedrigen Lohnkosten.

Die Löhne sind aber immer noch unter dem Niveau wie kurz vor der Finanzkrise!
Und wenn man sich ansieht, wer wieviel in Griechenland investiert, so kommt das Geld vor allen anderen aus Zypern (Deutschland müsste an 5. oder 6. Stelle stehen ??) .
Wir erinnern uns an die Verschmelzung oder besser das Aufsaugen der Piräus, der Alpha und Helenic von zypriotischen Banken…

Wer jetzt als ausländischer Investor in Gr ein Unternehmen gründet und mehr als 500t€ bspw. in Immobilien investiert soll nur 100t€  Steuer auf die nächsten 15 Jahre zahlen, angeblich gilt auch für die Mieterträge und Gewinne.
Hier mal ein Bsp. was dabei rauskommt:
money-tourism.gr/de/...-in-hotel-und-feriendorf-in-rethymnon/

Nachdem die arabisch stämmigen über den Einfallsweg Zypern mit einem Projekt an eben jener Stelle zuvor in 2004 und 2014 gescheitert sind, versuchen es nun die Russen über Zypern. Goldene Pässe und money laundering Ahoi.
Auf der einen Seite will die griechische die Geldwäsche bekämpfen, die Löhne und Renten anheben, im Ergebnis läuft aber die Prostitution genauso weiter wie immer, und von den Löhnen kann man kaum die Stromrechnung bezahlen.

Antworten
slim_nesbit:

weitere npl abgestoßen

 
06.10.25 10:52
die  NBG stößt weitere npl über 100 Mio € ab, das wird kapitalerhöhend und ratingverbessernd wirken.
Antworten
Dividendius:

NPL Abstoßung

 
13.10.25 12:49
Für die Bilanz ist es sicherlich gut, wenn man die NPLs für 100 Mio verkaufen kann. In der Zeit der Krisenüberwindung war es noch besser. Persönlich bin ich da nicht so ganz begeistert davon - damals nicht und heute noch weniger:

Die NBG hat jetzt schon ziemlich viel Geld zur Verfügung. Schön, dann kommen nun halt 100 Mio noch dazu - aber wofür ? Um die Aktionäre zu bedienen ?? Das würde dann für jeden rund 0,11 euro ausmachen. "Einmalig nett", aber dann ist das Geld weg.

Ich bin sehr dafür, dass Dividenden ausgeschüttet werden, aber mit dem Teil des Gewinns, der nicht ausgeschüttet wird, sollte man investieren. Da sind AB und EB aktiver. Die NBG versucht sich aktuell in der Versicherungsbranche, die man vorher unglücklicherweise zugunsten von Piraeus aufgegeben hat. Für mich ist der Verkauf der NPLs langsam ebenfalls eher unglücklich, weil ich (hoffentlich nicht naiver Weise) davon ausgehe, dass niemand NPLs kauft, die in Summe gesehen nichts abwerfen. Man betrachte die ausgegliederten Bad Banks der griechischen Banken wie "Phoenix" und "Galaxy Cosmos" Cairo Mezz. Die werfen tatsächlich doch etwas ab und haben seitdem zwar nicht die rasante Kurssteigerung erfahren, wie die großen Mütter, aber dennoch stehen alle um mehr als 100 % höher und zahlen auch Erträge in Form von Kapitalrückzahlungen.

Bei der Konstellation wäre es mir eigentlich lieber, die NBG behielte diese NPLs - zumal diese offenbar nicht ganz so "non performing" sind. Wäre was anderes, wenn man (so wie nach der Krise) unbedingt Geld benötigen würde, was aktuell bei der NBG eigentlich nicht mehr der Fall ist !

Antworten
slim_nesbit:

was soll sie denn machen ?

 
13.10.25 14:27
NPL - heißt , Zahlungserinnerung durch, Mahnstufe durch, gerichtliches Mahnverfahren durch, weitere Zwangsbeitreibungen scheinen nicht sinnvoll.  
Die Verwerter von NPLs gehen häufig andere Wege. Natürlich bricht ein Eigentümerwechsel Mietverträge nicht, aber die Resteverwertung können solche Gesellschaften mit anderen Strategien fahren als Banken. Sofern Stand der Immobilien oder des Geschäftes nicht mit einer Lederjacke und einem Stück Lindenholz korrigiert wird, muss man die Rolle, des Projektentwicklers, des Bauherren, des Bauträgers, des Verwalters selbst übernehmen oder vergeben. Das passt nicht zur NBG.

Antworten
Dividendius:

NPL Verwertung

 
13.10.25 20:34
naja, Deine Frage: "was soll sie denn machen" würde ich beantworten mit: "über die Jahre verwerten".

Cosa Nostra Methoden sind nicht so gut für's Image, da gebe ich dir Recht, lieber slim_nesbit. Die Frage ist, ob das die einzige Option ist. Wie in meinem letzten Beitrag schon geschrieben, hat man am Ende der Krise ja interessante Vehikel gefunden wie "Phoenix", "Galaxy Cosmos", "Cairo mezz", und dort einiges von dem geparkt, was für die eigenen Bilanzen nicht mehr so blumig war. Wenn ich mich recht erinnere, dann waren da alle systemrelevanten Banken beteiigt. Dort wird - wenn auch langsam - so doch immer noch positiv gewirtschaftet und Erträge hereingebracht. Und vor allem: Die sind ebenfalls börsennotiert, können also auch nicht unbedingt wie die Paten von Sizilien vorgehen.

Am Ende muss man schauen, was man heute verwerten kann und wie. Kreditnehmer, die vor 3 Jahren zahlungsunfähig waren, müssen das heute nicht unbedingt ebenfalls noch sein. Besicherte Grundstücke, die vor 5 Jahren eher wertlos waren, können heute durchaus im Wert gestiegen sein (und gegebenfalls den Wert einer abräumbereiten Bauruine überflügeln. Ist halt eine Frage der einzelnen KONKRETEN NPL.

Wenn jemand (oder ein Konsortium - oder eine "Familie") bereit ist, für NPLs 100 Mio auf den Tisch des Hauses zu legen, dann wird da noch was zu holen sein. ODER - wenn wir im Bild der "ehrenwerten Gesellschaft" bleiben - die Zahlung dient anderen Zwecken. Das anzunehmen, dafür haben wir keine Veranlassung.

Summasummarum: ich bleibe dabei, das wäre nicht notwendig gewesen. Leider erfährt man nicht, wie hoch der Gegenwert der NPLs zu den erhaltenen 100 Mio ist, was man also damit ursprünglich kreditiert und wie besichert hatte. Wenn das jemand um 100 Mio kauft, dann wird es sich nicht um reine Luft handeln - schätze ich mal so vor mich hin ....
Antworten
Dividendius:

Eurobank - Vorabdividende

 
31.10.25 20:48
Die Eurobank hat die Zahlen für das Q3 vorgelegt. Nicht schlecht !! EPS für die ersten 9 Monate beträgt 0,28, die Eigenkapitalrendite 16,2 %

Auch wenn es etwas "verhalten" ist, wird die EB am 12.11.2025 eine Vorabdividende auszahlen. Und zwar in Höhe von

€ 0,04681.

Stichtag, an dem die Aktien gehalten werden müssen ist der 6.11.2025

Für das gesamte Jahr wird eine Ausschüttung von 50 - 60 % des Gewinns prognostiziert. (Wobei ich da aber aktuell insoferne "vorsichtig" bin, als die Banken Griechenlands ja leider auch einen Teil des Gewinns für den Aktienckkauf verwenden und nicht immer ganz klar ist, wieviel dann noch tatsächlich BAR ausgeschüttet wird.

Wenn wir mal grob vorsichtig und etwas michlchmädchenhaft rechnen: EPS (für 9 Monate) 0,28: 9 Mo x12 Mo = EPS 2025: 0,373 Tja, und dann ist's halt die frage, was von den 50 - 60 % davon dann auch wirklich bar ausgeschüttet werden wird. Da haben wir noch etwas Spielraum für Ratespiele. Sollte die Barausschüttung bei 45 % liegen, sind das immerhin € 0,168 Wir steuern also auf eine Dividendenrentide von mindestens  5% (gemessen amheutigen Kurs).

Mal schauen, was am Ende tatsächlich herauskommt, denneinerseits ist Q3 eigentlich das schwächere Quartal und das Q4 sollte das EPS noch ein wenig stützen - und andererseits ist nun eben die große Frage, wie viel man für die (aus meiner Sicht) leidigen Aktienrückkäufe beiseitelegen wird.

Bravo
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Dividendius:

NBG - jüngste Zahlen - Kursentwicklung - Tourismus

 
07.11.25 14:53
Aktuell sind deutliche Kursrückgänge bei den Banken Griechenlands und speziell auch bei der NBG zu beobachten. Angeblich waren viele Marktteilnehmer und die "stimulierenden" Analysten von den letzten Zahlen enttäuscht. Insbesonders die Kosten aus dem laufenden Betrieb sollen höher ausgefallen sein, als prognostiziert und somit das Ergebnis belasten. Dazu kommt, dass die Erwartungen ja auch sehr hoch waren und die Banken Griechenlands insgesamt doch eher hoch bewertet sind. OBWOHL - und das sollte man schon auch sehen - die Ergebnisse im Vergleich zu den EU Banken ansprechend wenn nicht sogar in Teilbereichen besser sind.

Ich persönlich kann diese Besorgnisse nicht nachvollziehen - aber da ich speziell an den Dividenden interessiert bin, ist der aktuelle Kursverlauf für mich nicht so wichtig, sondern das wirtschaftliche Ergebnis. Das ist aus meiner Sicht recht gut !!

In den ersten 9 Monaten 2025 berichtet die NBG immerhin einen Nettogewinn von rund 1 Mrd., eine Eigenkapitalrendite von 15,6 % und beim Kreditvolumen eine Steigerung von 12 % Selbstverständlich ist es spürbar, dass die Zinsen in Europa gefallen sind. Das wurde durch ein höheres Kreditvolumen aber auch durch Erträge aus Provisionen etc. gut aufgefangen. Das sind für mich keine "schlechten" Ergebnisse.

Die Bank plant eine Vorabdividende von 200 Mio, die am 14.11. ausgeschüttet wird. Geht man von 910,13 Mio ausgegebenen Aktien aus (ich bin mir nicht ganz sicher, wie die im Rückkaufprogramm entwickelte nun korrekte Aktienzahl ist) müsste das eine VORABdividende um die € 0,2197 ausmachen.

Noch spannender ist die Ansage, dass man für das Gesamtjahr eine Ausschüttung des Gewinns im Ausmaß von 60 % plant. Schade ist, dass man leider dann doch auch wieder vage bleibt, indem man nicht von einer BAR-ausschüttung redert und wir nun wohl doch einige Monate darauf warten müssen, zu erfahren, was die Aktionäre am Ende tatsächlich erhalten. Denn - wie ich schon oft geschrieben habe - vom zu erwartenden vortgesetzten Rückkaufprogramm haben wir wenig, mich interessiert, was auf meinem Konto landet - und da hören wir naturgemäß nichts. Und das - KÖNNTE - dann auch ein Grund sein, warum aktuell die Kurse fallen, denn die Dividende ist in der Zwischenzeit bei den Banken in Griechenland durchaus ein Thema !!

Wenn ich nun aber mal wieder meine Milchmädchenrechnung probiere, dann rechne ich für mich persönlich mal aus:

1 Mrd. Nettogewinn in 9 Monaten macht in 12 Monaten: 1 Mrd. : 9 Monate  x 12 = EPS € 1,46

Dividende bei "nur" 50 %  Barausschüttung = € 0,73 (incl. Vorabdividende)

Rendite beim heitigen Kurs von momentan: € 12,475 in Athen = 5,85 %

Die Rendite ist für eine Bank nun zwar kein Grund um große Feuerwerke in den Himmel zu jagen, aber ein Grund zum Weinen ist das auch nicht. Und sollte es tatsächlich zu einer Barausschüttung von € 0,73 an Dividende kommen (incl. Vorabdividende natürlich), dann hängts halt davon ab, wann man in die Aktie eingestiegen ist. Für viele, die in den Zeiten der Krise zugekauft haben, schaut da die Welt schon "etwas" anders aus. Mein Mischkurs ist derzeit € 1,9. Da liegt die Rendite bei einer Gesamtdividende von 0,73 (wenn die ausgeschüttet werden sollte) dann schon bei 38,4 % - da hab ich kein Problem mehr mit der Kursentwicklung. Leider verschlechtert sich das mit jedem Zukauf, aber komfortabel ist's dennoch - und so wie mir, wirds wohl vielen länger Dabeiseienden gehen. Immerhin habe ich ja auch an die 10 Jahre meines Lebens an Wartezeit "investiert"......

Noch ein kurzes Wort zum Tourismus:

Die NBG hat vor kurzem einen interessanten Bericht herausgegeben, wonach der Tourismus in Griechenland von einem Rekord zum anderen eilt, aber die Infrastruktur schon lange nicht mehr mithält. Auch zum Leidwesen für die ansässige Bevölkerung. Sowohl Häfen als auch Abwasser und Mülldeponien auf vielen Inseln verkraften das nicht mehr. Man plädiert also dazu, nicht mehr die Touristenzahl zu steigern, sondern (noch) mehr Gewinn mit vielleicht gleichbleibender Touristenzahl zu erwirtschften (= Preiserhöhungen). Davon haben dann auch die daran partizipierenden Betriebe mehr, was den Banken sicher nicht "schadet", wenn mehr für den Konsum oder betriebliche Investitionen herein kommt.

Vor allem aber sieht man eine dringende Investitionsnotwendigkeit, ganz besonders im Infrastrukturbereich, bis hin zur Abfallentsorgung. Invetitionsnotwendigkeiten = Kreditbedarf - künftige Gewinne bei den Banken !!!

Also alles im "grünen Bereich" finde ich und bin zufrieden.
Antworten
bembelboy:

Einstellung der Notierung - Fusion geplant

 
03.12.25 18:00
unsere ausländische Lagerstelle hat uns kurzfristig mitgeteilt, dass die Notierung der o.g. Aktie an der Börse Athen (Athex
Trading System) zum 19.12.2025 eingestellt wird.
Letzter Handelstag:
voraussichtlich 16.12.2025
Eine Fusion der Gesellschaft ist geplant. Die genauen Daten hierfür liegen uns zurzeit noch nicht vor.

Die EUROBANK ERGASIAS plant auch eine Fusion ab 09.12.2025.

Weiß jemand genaueres?
Antworten
Dividendius:

@ bembelboyEurobank - Fusion

 
07.12.25 00:10
Gegen Ende der großen Kriese in Griechenland haben die Banken verschiedene Modelle umgesetzt, um die hohe Zahl an non performing loans (NPL) aus den Bilanzen zu kriegen. 2020 hat die Eurobank u.a. die "Eurobank Anonymi Etairea" abgespaltet. Die (positiven) Auswirkungen auf die Bilanzen sind zweifelsohne gegeben. Abgesehen davon hab ich das damals schon für nicht gerade nobelpreisverdächtig vorteilhaft gesehen. In diesen Bereich gehört auch der Verkauf von NPLs - natürlich zu einem verlgeichsweise kleinen Preis um wenigstens "vergleichsweise etwas Geld" zu bekommen und neue Investoren mit den frischen positiven Bilanzen anzuziehen. Es geht natürlich aber nicht nur um neue Investoren, sondern vor allem um die Zeichnung von Anleihen und die darauf entfallenden Zinssätze etc...

Nun soll es wieder zu einer Fusion der Eurobank Ergasias Holding mit der abgespalteten Eurobank Anonymi Etairea  kommen. Danach wird die Eurobank wie bisher an der Börse gehandelt und auch die von allen gehaltenen Stückzahlen an Aktien ändern sich nicht.

Nachfolgend kannst du den den Bericht / Beschluss / Bekanntmachung des Vorstandes lesen und einen Link zum DeepL Übersetzer (so Du den nicht ohnedies hast) schick ich Dir auch gleich mit:

www.bankingnews.gr/trapezika-nea/articles/...fi-tou-hive-down

www.deepl.com/de/translator

beste Grüße, Dividendius

Antworten
bembelboy:

Hive Down

 
08.12.25 12:30
Vielen Dank für den link, Dividendius. Hab mich mit dem Thema Banken in Griechenland noch nicht bis ins Detail auseinander gesetzt. Durch mein Investment hab ich auch Titel von SUNRISEMEZZ und PHOENIX VEGA ins Depot bekommen, die jährliche Kapitalrückzahlungen leisten. Warum auch immer.
Vorweihnachtliche Grüße, Bembelboy
Antworten
Ralfus:

@bembelboy -Piraeus

 
22.12.25 17:47
Du hattest zum beszen Zeitpunkt die Piraeus gehalten ( Schmunzel - und Dir ganz heimlich zu zwinkere...)
Wurdest dann mit Phoenix und Sunrisemezz  ordentlich entlohnt.
Die Phoenix kannst Du normalerweise gut verkaufen und wie eine Dividende behandeln.
Die Sunrisemezz ist schwieriger zu Geld zu machen - ich weiss ja auch nicht, wo Du Dein Depot hast.
Ruf einfach mal Deinen Brpker-Service an oder wende Dich direkt an mich
Ich war jung und brauchte das Geld
short term index tracking high frequenz trader
Antworten
Dividendius:

@Ralfus

 
23.12.25 18:19
Dein Schlusssatz im Posting an bembelboy interessiert mich ... "Ruf Deinen Broker-Service an oder wende dich direkt an mich". Wenn's etwas Privates ist, dann gehts mich natürlich nichts an. Wenn Du mit der Branche verbunden bist, dann hätt ich eine Frage an Dich:

Kennst Du in Österreich eine Bank oder empfehlenswerten Broker, wo - steuereinfach ! - direkt an der Börse Athen gehandelt werden kann ? I Besten Dank für einen Tipp, zumindest bei den Banken bin ich bisher leider nicht fündig geworden.
Antworten
slim_nesbit:

die nächste Chartmarke der ETE

 
08.01.26 16:48
liegt bei 19,36 €. Weiteres lässt sich aus der technischen Analyse nicht sagen.
Ganz schön heftig und sehr übersichtlich.
Antworten
Dividendius:

Alpha Bank macht den Anfang:

 
23.01.26 03:17
Veröffentlicht wurde, dass es für die Dividende der Alpha Bank für 2025 (die "restliche" Dividende) folgende Termine wichtig sind:

Stichtag: 1.7.2026  Auszahlung:  ab 08.07.2925

VIEL interessanter ist die Mitteilung, dass man wieder eine Vorabdividende für 2026 plant:

Vorausdividende für 2026: Stichtag: 30.11.2026  Auszahlung:  ab 4.12.2026

Damit ist die Alpha Bank (jedenfalls soweit ich weiß) die erste Bank, die ankündigt die neue Strategie, im Dezember bereits für das noch laufende Jahr eine Vorabdividende zu bezahlen, fortsetzen möchte. Ich halte das für ein sehr gutes "Kundenbindungsprogramm". Ich hab ja schon mehrmals gepostet, dass ich es sowieso ideal fände, wenn - wie in den USA eigentlich üblich - die Dividende geviertelt würde und jedes Quarteil ein Teil davon bezahlt wird. Das hält die Investoren bei der Stange, die Kurse hoch (wenn es keine sonstigen Gründe für Verkäufe gäbe) und dem Geldbörserl schadet's nicht.

Mal schauen, vielleicht (wahrscheinlich !) machen's die anderen großen Banken dann auch so....

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slim_nesbit:

ETE NBG

 
28.01.26 15:21
update der Kursziellinien für die NBG, ich habe die alten zum Vergleich dringelassen. Das hohe PT kommt von der UBS und die hat die Metriken für das PE-Ratio niedriger als bei den übrigen europäischen Banken angesetzt.
Ich ändere meine Prognose von vor zwei Jahren und glaube, dass die Wachstumstory Griechenlands sich nicht verlangsamt. ich denke, wir kriegen eine Sektorenverschiebung. Griechenland wird in 2028 den gesamten Galliumbedarf der EU decken.
Nur mal zum Verständnis, was das bedeutet:  China kontrolliert über 97% des weltweiten Galliumarktes. Ich denke, dass über die europäischen Förderfinanzierungen in Spezialbranchen hinein auch das Interesse in Investitionen in das Land  kommen und der Aufschwung sich in 2026 noch nicht verlangsamen wird.
(Verkleinert auf 51%) vergrößern
Griechenland Banken 1508781
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Dividendius:

Bankenkurse und bevorstehende Upgrades

 
29.01.26 00:11
Deine Post, verehrter slim_nesbit, wirft einen interessanten Aspekt auf. Könnte Hintergrund einer - ZUSÄTZLICHEN - Dynamik sein. Aktuell führe ich die fast schon athemberaubende Steigerung der Kurse der Banken Griechenlands aber auf andere Umstände zurück:

- zunächst machen sie sehr gute Geschäfte und versprechen beachtliche Dividendenausschüttungen (da ist ja schon vom Erreichen von 60 - 70 % der Gewinne (ich rechne das immer einfach vom EPS aus) in den kommenden drei Jahren die Rede). Nicht alle in Griechenland sind darüber begeistert, fließt der Großteil ja in's Ausland. Zumal Griechenland seine Staatsanteile massiv abgegeben hat. Jetzt helfen nur noch von der Regierung den Banken "nahegelegte freiwillige" Subventionen / Förderungen / Sponsorings der Banken in beachtlichen Höhen z.B. ins Bildungssystem (was ich aber eh gut finde !!!). Aber im Ausland das sitzen eben die großen Investmenthäuser und Pensionsfonds etc..., die einzig und alleine im Stande sind, Börsenkurse signifikant zu bewegen.

- Dazu kommt, dass die griechischen Banken in der Zwischenzeit ihre Bilanzen wunderbar darstellen können.

- Dämpfend zum vorigen Punkt: Wenig beachtet wird aktuell, dass es nun aber auch Gerichtsverfahren gibt, welche die "Ausgliederung" der NPLs vor einigen Jahren hinterfragen. Da waren wohl nicht alle Gläubiger der Banken einverstanden, dass ihre Kredite "verkauft" oder sonstwie ausgegliedert wurden, an jemanden, mit dem sie keinen Kreditvertrag abgeschlossen hatten, die nun aber liquidieren. Da könnte noch eine Gewitterfront kommen.

- Postiv aus Investorensicht ist, dass die Banken Griechenlands immer noch mit einem Abschlag von etwa 15 % gegenüber den europäischen Banken gehandelt werden, womit weiteres Aufholpotential vorhanden ist. Die griechische Wirtschaft wächst immer noch schneller als der EU Schnitt, was ja kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wo das Land herkommt, und die Einkommen der Bevölkerung steigen.

- Die NGB hat vor nicht langer Zeit darauf hingewiesen, dass der Tourismus als eine der besonders treibenden Kräfte der Wirtschaft auch gewaltige Investitionen brauchen wird (z.B. in moderne Infrastruktur) auf allen betroffenen Inseln. Umso mehr, wenn man nicht die Zahlen der Ankünfte weiter steigern möchte (da wehren sich ja schon einige Bewohner der Inseln), sondern das Preisniveau nach oben heben. Dann müssen auch entsprechende Straßen, Strom- und Wasserleitungen und vielleicht auch neue Betten und Klimaanlagen her. Möglicherweise auch Brandschutzeinrichtungen. Darin verbirgt sich ein beachtliches zukünftiges Kreditvolumen für die Banken und Wachstumschancen, die deutlich höher sind, als in anderen bereits touristisch modern erschlossenen Ländern !!

- Besonders aktiv sind derzeit aber einige Investmenthäuser. Es wird schon übereinstimmend davon ausgegangen, dass am 31. März die Weichen gestellt werden, dass Griechenland (und damit die Banken) den Status des "Entwickelten Marktes" noch 2026 erhalten wird. Und die Börse ist künftigen Ereignissen ja immer voraus. Das hat nun Sonnen- und Schattenseiten ......

....... JPMorgan weist darauf hin, dass ein solcher Wechsel auch bedeutet, dass aus den im Bereich der Schwellenländer weithin leuchtenden Banken Griechenlands (und wohl auch anderer Titel), wo die Nationalbank of Greece führend ist, dann, wenn sie im Entwickelten Markt aufgenommen sind, nur noch kleine, wenig hervorstechende Player sein werden. Die NBG so um die 50. Position im EU Bankenvergleich. Und wenn nur 4 oder 5 Aktien aus Griechenland am Zettel des MSCI World stehen, dann ist das nicht ausschließlich positiv für die Unternehmen und Aktiengesellschaften des ganzen Landes. Griechenland wird dann nicht unter den Schwellenländern ganz oben stehen, sondern eher die Größe und Bedeutung von Portugal oder Österreich haben, mit 5 bzw. 4 Titeln im MSCI World. Ganz interessant dazu der nachstehende Link:

www.bankingnews.gr/analyseis-ektheseis/...-will-punish-greece

........ Morgan Stanley sieht diese Situation ebenfalls. Allerdings wird dort darauf verwiesen, dass historisch gesehen zwar der Abfluss an Geld von jenen Investorengruppen und- Häusern, die in den Schwellenländern investiert sein wollen, auch Griechenland treffen wird und zwar mit berechneten - 2,36 Mrd. Zugleich schätzt Morgans Stanley aber auch den Zufluss von Investoren, die dann auch Griechenland in ihr Portfolio aufnehmen wollen, höher sein wird - der Zufluss wird mit + € 3,241 Mrd. berechnet. Macht also runde € 880 Mio auf der Habenseite aus. Davon ausgehend, dass es in Griechenland nur 4 oder 5 Unternehmen sein werden, die es ins oberste Segment des MSCI World schaffen, werden das vor allem die vier systemrelevanten Banken mit ihren aktuellen Potentialen sein. Womit ein Großteil der € 880 Mio eben dort aufgeteilt wird. Die Morgan Stanley Leute haben die Millionen für jede Bank geschätzt und geben der NBG den größten Antaeil und der EB das größte Entwicklungspotential.

Tja, und ich denke, das spricht sich halt jetzt schon herum und treibt die Kurse an, wie man täglich sieht. Würde man von der heutigen Situation ausgehen, dann wären meiner Ansicht nach die Kurse der Banken Griechenlands schon sehr überhitzt. Aber wer will angesichts solcher Hoffnungen, wie oben beschrieben, da verkaufen ??    Ich auch nicht !
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Dividendius:

Bankenkursziel & Dividendenrenditen - Piraeus Secu

 
31.01.26 01:53
Muss ja nicht so positiv eintreffen (wer kann in geopolitischen Zeiten wie heute schon so weit in die Zukunft blicken). Aber wer ein freudiges Wochenende erleben will und in griechische Banken investiert ist - der möge nachstehenden link studieren. Wer sich nicht so viel übersetzen lassen möchte - oder gar im Original lesen kann, aber nicht möchte - möge einfach zum Ende des verlinkten Berichtes springen und die Tabelle ansehen, die Piraeus Securities erstellt hat.

Da gibt es einerseits 2026er (!) Kursziele - die ich persönlich für SEHR, SEHR sportlich erachte - und andererseits auch Schätzungen für Dividendenrenditen. Zweitere haben den "Haken", dass man jedenfalls bedenken muss, dass mit recht großer Wahrscheinlichkeit leider bei den Banken weitere Aktienrückkaufprogramme beschlossen werden, was ja nun nicht jedem gefällt (mir z.B. gefällt das gar nicht !!), womit man nun nicht davon träumen sollte, dass wirklich alles auch ausgeschüttet wird, was Piraeus in die Liste schreibt.

www.bankingnews.gr/...nees-apotimiseis-me-vasi-tis-ektimiseis

Ich hab da mal so eine Hochrechnung angestellt - davon ausgehend, dass die recht optimistische Sicht von Piraeus Securities eintreffen könnte:

         Kursziel      Dividenen Rendite              mögl. Gesamtdividende (nicht Ausschüttung !)
           2026        2025E  2026E  2027E                  2025E          2026E          2027E
AB         5,5           1,6        2,5         5,3 %                  0,088            0,138           0,292  €    
EB         5,2           3,6        4,9         5,3 %                  0,187            0,255           0,276  €
NBG   17,7           4,1        5,2        5,8 %                   0,726            0,920           1,027  €

Nun könnte man sich zweierlei denken:

a) Piraeus sollte sich am eigenen Markt auskennen und daher eine vernünftige Prognose erstellen können
b) Piraeus ist am selben Markt tätig und daher daran interessiert, die Dinge sehr freundlich zu sehen.

Aber auch wenn man sich nun besser nicht gleich für 2027 jetzt schon ein neues Elektroauto besseren Zuschnitts bestellen, oder den eigenen Weinkeller vorzeitig leertrinken sollte - es ist doch ganz nett, das mal mit den eigenen Beständen am Depot abzugleichen; speziel dann, wenn man schon länger an Bord ist und auch etwa 15 jahre der Traurigkeit miterlebt hat ....

Was könnte die Prognosen von Piraeus stützen ?

Nun, die Rückkehr Griechenlands und der Banken in den MSCI der entwickelten Länder, was ja heuer im Sommer passieren soll und woran kaum noch jemand zweifelt.

Dazu noch ein schöner heute nachzulesender Artikel von Goldmann Sachs. Die Goldmänner identifizieren, wer ihrer Meinung nach von der Hochstufung profitieren wird und wer nicht. Und wieviele Millionen voraussichtlich (nach Ansicht Goldmann Sachs) vor allem den Banken zugutekommen werden. Die sind da durchaus in der Nähe von Morgan Stanley, worüber ich gestern geschrieben habe.

www.bankingnews.gr/analyseis-ektheseis/...and-losers-revealed

Schönes Wochenende allen, die bis hierher gelesen haben :o)
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Dividendius:

nochmals die links

 
31.01.26 01:56
FAlls es nicht geklapppt hat, hier nochmals die beiden links:

www.bankingnews.gr/...nees-apotimiseis-me-vasi-tis-ektimiseis

www.bankingnews.gr/analyseis-ektheseis/...and-losers-revealed
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