Die Regierung des kriselnden Slowenien hat neue Sparmaßnahmen angekündigt. Geplant seien weitere Kürzungen im öffentlichen Dienst und eine teilweise Erhöhung der Mehrwertsteuer, sagte der slowenische Finanzminister Janez Sustersic heute. Die sehe der von der Regierung in Ljubljana beschlossene Haushaltsentwurf für 2013 und 2014 vor.
Ziel der Maßnahmen sei es, die Neuverschuldung im kommenden Jahr auf weniger als 3,0 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) zu senken und auch die entsprechenden Vorgaben des EU-Stabilitätspaktes für die kommenden Jahre einzuhalten.
Juncker: „Lage ist ernst“
Slowenien ist ebenso wie Griechenland und Zypern durch marode Banken in die Krise geraten: Die großen Ratingagenturen stuften die Kreditwürdigkeit wegen der Finanzlöcher im Bankensektor herab, wodurch sich die Regierung in Ljubljana nur noch zu höheren Zinsen Geld leihen kann.
Im Staatshaushalt fehlt bis Jahresende eine halbe Milliarde Euro. „Die Lage in Slowenien ist ernst, und Slowenien hat keine Zeit zu verlieren“, hatte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker kürzlich rasche Reformen angemahnt.