Weiter abwärts geht es am Donnerstagmittag mit dem Euro. Er rutschte weiter ab und zeigt sich nur noch knapp über der 1,30er-Marke. Es ist doch so, dass alle langsam die Geduld verliehren mit Griechenland. Die Aussicht auf womöglich noch monatelange immer neue Akte im Drama um ein zweites Rettungspaket für das Land sorgen für einen Rückzug aus Anlagen in Europa. Technisch gesehen könnte der Verfall für den Euro jetzt noch bis rund 1,28 Dollar gehen.
Auch dass das Protokoll der vorangegangenen Sitzung der US-Notenbank belastet. Es hat gezeigt, dass eine neue Runde quantitativer Lockerung keineswegs eine ausgemachte Sache ist. Das Geschehen im Vergleich zu den Aussagen von Bernanke sind deutlich zurückhaltender. Das bedeutet nicht, dass QE3 ausfalle, aber möglicherweise komme es erst später oder mit weniger Volumen.
Zu Griechenland zeigte sich Juncker am Vorabend nach einer Videokonferenz der Finanzminister zwar zuversichtlich, dass am Montag kommender Woche alle notwendigen Entscheidungen für eine Freigabe der 130 Milliarden Euro schweren zweiten Überlebensration für Athen fallen werden. Dessen ungeachtet scheinen Deutschland, Finnland und die Niederlande aber auf Nummer sicher gehen zu wollen: Angesichts der im April anstehenden Parlamentswahlen in Athen und der Frage, ob sich die neue Regierung an die Sparpläne und Reformgelübde ihrer Vorgängerin halten wird, drohen sie Berichten zufolge damit, die volle Summe erst nach dem Urnengang auszuzahlen. Bis dahin soll ein Überbrückungskredit sicher stellen, dass die Hellenen die am 20. März fälligen 14,5 Milliarden Euro bedienen können.Diese Absicht kann uns aber auch nicht wirklich weiterhelfen.
Für neue Impulse dürfte am Nachmittag der Philly-Fed-Index sorgen. Er misst die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe der Region Philadelphia. Gerechnet wird für Februar mit einem Stand von +10,0 nach +7,3 Punkten im Vormonat. Das Pendant für die Region New York hat freilich bereits positiv überrascht, daher dürfte das Risiko für den Philly-Fed-Index ebenfalls auf der Upside liegen. Wie jeden Donnerstag werden zudem die Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung erwartet. Hier lautet die Erwatung auf ein Plus von 7.000 binnen Wochenfrist.