Die Kursdrückerei von YC un Co. geht weiter bis zum Stichtag X, wann immer der genau auch sein wird, voraussichtlich aber in der Zeit bis zum 21.12.2010. Die Kursdrücker geben sich noch nicht mal mehr die Mühe ihr Vorhaben zu vertuschen. Sobald kursteigernde Kaufgebote im XETRA erscheinen werden diese nach kurze Zeit bedient und dies jeden Tag ein oder zwei Cent tiefer. Auffälliger gehts kaum noch und Niemanden interessierts.
Was wird hier gespielt? Das Spiel lässt sich m.E. in 3 Akte unterteilen:
1. YC & Co. kaufen günstig Kredite von Conergy auf.
2. YC & Co. möchten diese Kredite im Rahmen eines Debt-Equity-Swap in Eigenkapital umwandeln, wobei in diesem Zusammenhang die anderen Banken auf einen Teil Ihrer Kredite verzichten sollen. Dieser Punkt bringt plötzlich auch die Führung von Conergy, Ammer etc., ins Spiel, weil genau dieser Debt-Equity-Swap wahrscheinlich die eleganteste Lösung für Conergy ist die Insolvenz abzuwenden und gleichzeitig den hohen Schuldenberg zu reduzieren.
Voraussetzung für einen DES ist u.a. eine drohende Insolvenz, was mit dem entsprechenden Gutachten und der Fristsetzung bis 21.12.2010 erreicht wurde. Zudem ist es für YC & Co. wichtig, dass an dem o.g. Stichtag X der Conergy-Kurs möglichst niedrig ist, um zum einen möglichst viele Aktien in einem DES zu erhalten und zum anderen Druck auf die weiteren beteiligten Banken auszuüben. Da aber nun auch die Conergy-Führung Interesse an einem DES hat, wird m.E. auch von Conergy-Führung der Kursdrückerei nicht entgegen gewirkt. Ergebnis ist eine sehr schlechte Informationspolitik von Conergy. Entweder kommen gar keine Nachrichten oder die Nachrichten werden zeitlich so platziert, dass es nicht zu einer Aufwärtsbewegung des Aktienkurses kommt. Z.B. News werden nach Börsenschluss rausgegeben und sind bis zum nächsten Börsenstart wieder relativiert. Oder auch z.B. am 11.11.2010 wurden die eigentlich guten Q3 Zahlen fast gleichzeitig mit dem unheildrohenden Gutachten veröffentlicht. Hätte man das Gutachten nur einen Tag oder sogar nur 1 Stunde später veröffentlicht, wäre wahrscheinlich der Kurs angestiegen und die Kursdrücker hätten wieder mühsam den Kurs zurück nach unten drücken müssen. Im Übrigen darf der Kurs in der jetzigen Phase auch nicht mehr zu schnell sinken, damit möglichst der Tiefpunkt am besagten Stichtag erreicht wird, um keinen verfrühten Rebound oder nachhaltigen Kursanstieg zu provozieren.
3. Es kommt zu einer Einigung zwischen YC & Co. und den beteiligten Banken, sei es im Rahmen eines DES oder durch Verbesserung der Kreditkonditionen. Nach der Einigung hat Niemand mehr Interesse an niedriegen Conergy-Kursen und der Kurs bewegt sich nach Beendigung der Kursdrückerei wieder nach oben. Im Übrigen ist m.E. eine Insolvenz auszuschließen, da dies für YC & Co. und für die beteilgten Banken nur Nachteile zur Folge hätte. YC & Co und die beteiligten Banken versuchen in diesen Verhandlungen lediglich das Beste für sich selbst zu erzwingen. Das Ergebnis dieser Verhandlungen bleibt abzuwarten.
The Show will go on ...