Das ist halt die Frage was denn tatsächlich hinter dieser sehr unerwartetem teuren Auflösung der MEMC-Waferverträge steckt. Fakt ist, dass Conergy ja seit fast seit einem Jahr gar keine Wafer für ihre Frankfurter Produktion braucht, da man ja keine Zellen mehr selbst herstellt.
Also was hat Conergy mit den MEMC-Wafer seit knapp einem Jahr gemacht, die sie von MEMC abnehmen musste ? Höchst wahrscheinlich wurden die MEMC-Wafer an den chinesischen Zelllieferanten von Conergy weiter gereicht. Nach meinem Wissensstand war bis jetzt JA Solar der Zelllieferant von Conergy für die Frankfurter Produktion. Zu einem hat JA Solar selbst Conergy als ihren Kunden genannt in einer Präsentation in diesem Frühjahr und zum anderen gibt es ein Joint Venture zwischen JA Solar und MEMC bei einer 250 MW großen Zellproduktion in China.
Soweit mal die Einleitung, da ja offensichtlich selbst der "Conergy-Profi" Ananas nicht auf dieses Thema eingeht. Jedoch ist aber die Kombination Conergy/MEMC/JA Solar verdammt wichtig um verstehen zu können warum wohl dieser Vertrag jetzt gekündigt worden ist.
Wie wir ja hoffentlich fast alle wissen hat die EU-Kommission vor zwei Wochen ein Anti-Dumpingverfahren gegen die chinesische Solarimporte aufgenommen entlang der kompletten solaren Wertschöpfungskette (Wafer, Zellen und das Endprodukt aus beiden die Module).
Da bei einem solchen Anti-Dumpingverfahren auch rückwirkend Zölle erhoben werden können ist es für ein Unternehmen wie Conergy derzeit eine hochriskantes, unkalkulierbares Unterfangen aus China noch Zellen zu beziehen. Gilt bis Anfang November, denn zu diesem Zeitpunkt muss die EU-Kommission ihr erstes Statement dazu abgeben. Genau unter dem Gesichtspunkt der Gefahr von rückwirkende Zöllen auf chinesische Zellen sollte man diese unerwartete Kündigung inkl. der Abstandszahlungen der MEMC-Waferverträge auch beleuchten/betrachten/verstehen. Conergy wird sich wohl zwangsläufig einen neuen Zelllierferanten gesucht haben außerhalb Chinas (Taiwan, Malaysia, ... ?) und es ist kompliziert und teuer einfach einen anderen Wafertype in Zellen zu veredeln in einer Massenproduktion. Damit hatte Conergy keine Möglichkeiten mehr die MEMC-Wafer an ihren neuen Zellleferanten weiter reichen zu können. Ob das der Grund ist, ich weiß es natürlich auch nicht, aber der scheint mir mehr als logisch zu sein.
Generell erschwert dieses schwebende Anti-Dumpingverfahren allen reinen Modulbauer wie Conergy, Centrosolar, Solarwatt oder Heckert ihr Geschäft aufgrund der drohende rückwirkende Zöllen. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Zellpreise nicht chinesischer Zellen steigen werden, da es außerhalb Chinas nur rd. 16 GW an Zellfertigungskapazitäten gibt (ohne Dünnschicht) und in 2011 wurden in Europa 19 GW an Solar verbaut (Angebot und Nachfrage !!). Außerdem sind die Zellpreise z.B. der Taiwanesen um etwa 10% (0,05 $/W) teurer wie die chinesischen Zellen.
Wir haben derzeit eine ganz verdrackte Situation und die Nutznießer dieser fast unkalkulierbarer Situation sind z.B. Solarworld, Q-Cells, Bosch, die norwegische REC oder Sunpower, die allesamt eine eigene große Zellproduktion haben und großteils ihre Wafer außerhalb Chinas beziehen.
Also was hat Conergy mit den MEMC-Wafer seit knapp einem Jahr gemacht, die sie von MEMC abnehmen musste ? Höchst wahrscheinlich wurden die MEMC-Wafer an den chinesischen Zelllieferanten von Conergy weiter gereicht. Nach meinem Wissensstand war bis jetzt JA Solar der Zelllieferant von Conergy für die Frankfurter Produktion. Zu einem hat JA Solar selbst Conergy als ihren Kunden genannt in einer Präsentation in diesem Frühjahr und zum anderen gibt es ein Joint Venture zwischen JA Solar und MEMC bei einer 250 MW großen Zellproduktion in China.
Soweit mal die Einleitung, da ja offensichtlich selbst der "Conergy-Profi" Ananas nicht auf dieses Thema eingeht. Jedoch ist aber die Kombination Conergy/MEMC/JA Solar verdammt wichtig um verstehen zu können warum wohl dieser Vertrag jetzt gekündigt worden ist.
Wie wir ja hoffentlich fast alle wissen hat die EU-Kommission vor zwei Wochen ein Anti-Dumpingverfahren gegen die chinesische Solarimporte aufgenommen entlang der kompletten solaren Wertschöpfungskette (Wafer, Zellen und das Endprodukt aus beiden die Module).
Da bei einem solchen Anti-Dumpingverfahren auch rückwirkend Zölle erhoben werden können ist es für ein Unternehmen wie Conergy derzeit eine hochriskantes, unkalkulierbares Unterfangen aus China noch Zellen zu beziehen. Gilt bis Anfang November, denn zu diesem Zeitpunkt muss die EU-Kommission ihr erstes Statement dazu abgeben. Genau unter dem Gesichtspunkt der Gefahr von rückwirkende Zöllen auf chinesische Zellen sollte man diese unerwartete Kündigung inkl. der Abstandszahlungen der MEMC-Waferverträge auch beleuchten/betrachten/verstehen. Conergy wird sich wohl zwangsläufig einen neuen Zelllierferanten gesucht haben außerhalb Chinas (Taiwan, Malaysia, ... ?) und es ist kompliziert und teuer einfach einen anderen Wafertype in Zellen zu veredeln in einer Massenproduktion. Damit hatte Conergy keine Möglichkeiten mehr die MEMC-Wafer an ihren neuen Zellleferanten weiter reichen zu können. Ob das der Grund ist, ich weiß es natürlich auch nicht, aber der scheint mir mehr als logisch zu sein.
Generell erschwert dieses schwebende Anti-Dumpingverfahren allen reinen Modulbauer wie Conergy, Centrosolar, Solarwatt oder Heckert ihr Geschäft aufgrund der drohende rückwirkende Zöllen. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Zellpreise nicht chinesischer Zellen steigen werden, da es außerhalb Chinas nur rd. 16 GW an Zellfertigungskapazitäten gibt (ohne Dünnschicht) und in 2011 wurden in Europa 19 GW an Solar verbaut (Angebot und Nachfrage !!). Außerdem sind die Zellpreise z.B. der Taiwanesen um etwa 10% (0,05 $/W) teurer wie die chinesischen Zellen.
Wir haben derzeit eine ganz verdrackte Situation und die Nutznießer dieser fast unkalkulierbarer Situation sind z.B. Solarworld, Q-Cells, Bosch, die norwegische REC oder Sunpower, die allesamt eine eigene große Zellproduktion haben und großteils ihre Wafer außerhalb Chinas beziehen.