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BP Group

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B.Helios :

BP Group

39
15.10.08 12:18
#1
BP im Überblick
Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche der BP Group sind Exploration und Produktion von Rohöl und Erdgas, Verarbeitung und Vertrieb, Lieferung und Transport sowie Herstellung und Vertrieb von Mineralölprodukten. Zudem investiert BP im neuen Geschäftsbereich BP Alternative Energy in erneuerbare Energieformen.
Die Organisationsform der BP Group spiegelt die Vielfalt ihrer Tätigkeit wider.

Das Unternehmen ist in zwei Hauptgeschäftsbereiche untergliedert: Exploration & Produktion und Verarbeitung & Vertrieb. Zudem engagiert sich das Unternehmen im neu gegründeten Geschäftsbereich BP Alternative Energy um erneuerbare und CO2-ärmere Energien.

BP arbeitet in vier Regionen – Europa, Nord- und Südamerika, Australasien, Afrika – und über 100 Ländern. Die Aktivitäten in den Regionen werden von einer Reihe von Schlüsselfunktionen innerhalb der BP unterstützt.
Zahlen, Daten, Fakten
Umsatzerlöse1 $284 Mrd. (Jahr 2007)
Ergebnis zu Wiederbeschaffungskosten2 $17,3 Mrd. (Jahr 2007)
Anzahl der Mitarbeiter 97.600 (Stand: 12/2007)
Anzahl der Aktionäre mehr als 1,2 Mio. (Stand: 12/2007)
Reserven 17,8 Mrd. Barrel Öl- und Gas-Äquivalent
Tankstellen 24 100
Exloration Aktiv in 29 Ländern
Raffinerien 17

www.deutschebp.de
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scapaflow1887 :

Deswegen ja

 
08.04.15 11:56
Mr-Market preist ein ;-)
jacomelo :

stück für stück bald knabbern wir an der 7

 
08.04.15 12:24
uljanow :

nothin

 
08.04.15 18:04
Nichts kann man nicht sagen,ich denke mal das grosse Fressen beginnt,eines ist aber Schade,gerade die Shell wurde immer mal wieder als Uebernehmer von BP gehandelt.  
OGfox :

nur noch ein Schritt

 
11.04.15 15:12
zum neuen Jahres hoch :)

Ich wünsche euch allen ein schönes Restwochenende

überlegt mal wo die Aktie steht wenn Öl sich auf 70 oder stabilisieren sollte
Timo1990 :

70

 
11.04.15 16:33
Würde mich nicht wundern, wenn der Sprung auf 70 eingepreist wäre. Das KGV wäre wohl auch bei 70 nicht gerade günstig. Q4 hatte einen Ölpreis von 77$, also sogar 10 % mehr und der Gewinn des Quartals lag bei 2,2 Mrd. $. Nur mal grob überschlagen wäre das in einem Jahr bei gleichbleibender Performance 8,8 Mrd. $. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit 126 Mrd. $.  Das wäre ein KGV von 14,3. Ok, aber nicht extrem günstig für einen Ölkonzern. Sollte BP also bis 70 $ noch steigen, dann wäre das KGV deutlich höher. 1. weil 77$ mehr ist als 70$ und damit der Gewinn bei 70$ tendenziell niedriger wäre als in Q4 und zweitens weil dann ja der Zähler im KGV höher wäre als derzeit, weil die Marktkapitalisierung höher wäre, wenn BP steigt.

Anmerkungen:
Downstream könnte noch stärker werden. Die Crackspreads deuten das an. Die Kosten der Förderung könnten wegen den niedrigen Ölpreisen sinken. Beides könnte die Argumente oben teilweise ausgleichen.

Meine Meinung: viel mehr Potential sehe ich derzeit nicht. Der Kurs enthält bereits Hoffnungen auf einen höheren Ölpreis. Dieser ist nötig, um die derzeitige Marktkapitalisierung zu rechtfertigen. Wobei ich die 2 Anmerkungen wegen Downstream und Kostenersparnis nicht wirklich quantifizieren kann. Warten wir mal Q1 ab, aber derzeit bin ich nicht so optimistisch, was die Kurschancen angeht.
Rudi70 :

@ uljanow

 
13.04.15 16:40
Ich glaube auch, dass BP ein Übernahmekandidat sein wird, wenn das große Fressen beginnt. Aber erst, wenn der Schadensersatz-Prozess in den USA abgeschlossen sein wird. Vorher wird wahrscheinlich niemand die Katze im Sack kaufen...

Aber bis dahin "kassiere" ich ganz gemütlich meine attraktiven Quartalsdividenden :-)
bobby21 :

@Rudi

 
13.04.15 18:09
Als ob BP mal eben so gekauft werden kann. Viel zu teuer meiner Meinung nach, heißt, BP macht gutes Geschäft und ist dadurch kein Kandidat, da einfach zu groß.  
Timo1990 :

@bobby21

 
13.04.15 18:45
Sehe ich auch so. Mit Aufschlag ist man da schnell bei 160 Mrd. $. Ich denke Aufkaufkandidaten wären eher mittelgroße Förderer aus den USA, wie z. B. EOG, Whiting, Apache und Co.  
OGfox :

Chancen

 
14.04.15 09:16
wie seht ihr denn die Chancen, dass Bp zukauft?

Ich weiß das BP ein paar der eigenen Projekte gestoppt hat, aber Projekte von fremden Unternehmen könnten ja lukrativer sein (auf lange Zeit gesehen)
Bankster90 :

Gewinn oder Dividende?

 
16.04.15 08:28
Hallo,

bin mir ziemlich unschlüssig was ich tun soll. Bin bei BP zu 4,75 eingestiegen,das entspricht ca. 35% Kursgewinn auf 3 -4 Monate. Soll ich den Gewinn realisieren oder die ca. 5% Dividende genießen?

Nehme ich den Gewinn mit, steht wieder freies Kapital zur Verfügung und ich wüsste momentan nichts wo ich investieren könnte....

Wie geht ihr vor?
Danke
uljanow :

bobby

 
16.04.15 09:17
Sogar Apple kann das bei den ihren Cashberg von 130Milliarden Dollar. Exxon auf alle Faelle aber BP steigt schön.
OGfox :

@bankster

 
16.04.15 12:14
verkauf doch nur die hälfte deiner Aktien dann hast du Kapital frei bekommst aber trotzdem für die Wartezeit bist du eine neues Investment gefunden hast Dividende

Musst natürlich abwegen ob du genug Aktien hast damit es sich lohnt
uljanow :

BP

 
20.04.15 09:33
Das Ding hat wohl den Turbo geschaltet.lol
Rudi70 :

Artikel im heutigen "Handelsblatt"

 
20.04.15 17:43
Im "Handelsblatt" von heute (20.04.) wird auf zwei Seiten über das Unglück im Golf von Mexiko und die Auswirkungen auf bp berichtet. Ein wirklich lesenswerter Artikel. Es geht auch kurz um das Thema "Übernahmekandidat"...

Frank72 :

BP und Total wollen sich nicht drängen lassen

 
21.04.15 09:29
19:00 16.04.15




64 Milliarden Euro bietet der Ölkonzern Royal Dutch Shell für den Gas-Spezialisten BG Group. Eine Mega-Übernahme, die die Mitbewerber jedoch nüchtern registrieren. Stattdessen planen Total und BP andere Wachstumswege.

Die beiden Öl-Giganten Total und BP sehen sich nicht unter Druck, nach der geplanten Mega-Übernahme von BG durch Shell nun selbst große Zukäufe stemmen zu müssen. Shells 64 Milliarden Euro schwere Offerte für den britischen Gasproduzenten sei zwar sinnvoll, es gebe in Zeiten sinkender Ölpreise aber auch andere Wege zum Wachstum, sagte Total-Chef Patrick Pouyanne am Donnerstag in Paris auf einer Branchenkonferenz.

So gebe es bei Total ein umfassendes Investitionsprogramm. Der französische Konzern wachse auch ohne Zukäufe. Sollte sich hingegen eine gute Kauf-Gelegenheit ergeben, könne Total aber zugreifen.

BP-Verwaltungsratschef Carl-Henri Svanberg sagte auf der Aktionärsversammlung in London, der britische Konzern sei gut aufgestellt. Es sei zwar nicht auszuschließen, dass sich auch BP nach Zukäufen umsehe. Eine Großübernahme oder eine Fusion seien aber nichts, was nun zwingend kommen müsse.

Shell hatte vor rund eine Woche erklärt, den Gasproduzenten BG kaufen zu wollen. Es wäre die größte Übernahme in der Energiebranche seit mehr als zehn Jahren. Der britisch-niederländische Konzern will damit zum Weltmarktführer von Flüssiggas aufsteigen und den Rückstand zum weltgrößten Ölkonzern ExxonMobil verringern.

Die Ölproduzenten stehen unter Druck, denn seit dem Sommer haben sich die Rohölpreise halbiert. Das liegt unter anderem an den hohen Fördermengen, für die es angesichts der schwächelnden Weltwirtschaft nicht genügend Abnehmer gibt.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.

Quelle: Handelsblatt
Frank72 :

Britische Regierung will Versuch einer Übernahme

 
27.04.15 08:10
von BP verhindern

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung will laut einem Pressebericht jedwede Übernahme des heimischen Öl-Konzerns BP (BP Aktie) verhindern. Die Regierung wolle BP als britischen Industriechampion behalten, schreibt die "Financial Times" (FT/Montagausgabe) unter Berufung auf Regierungsbeamte. BP wollte sich auf Anfrage nicht zu einer Kontaktaufnahme durch die Regierung äußern. Rein formal seien die Möglichkeiten eine Übernahme zu vereiteln zwar gering, doch die Regierung dürfte ihr Veto so klar machen, dass erst gar kein Übernahmeversuch gestartet werden dürfte, schreibt das Blatt.

Der Absturz der Ölpreise hat die Energiekonzerne weltweit fest im Griff. Sie sparen und suchen auch durch Übernahmen Entlastung. Zudem machen BP die Spätfolgen der Ölkatastrophe aus dem Jahr 2010 weiterhin zu schaffen. Ausgelöst wurde die Katastrophe damals durch eine Explosion auf der Bohrplattform "Deepwater Horizon". BP hatte daraufhin mehr als 42 Milliarden Dollar für Schadenersatz, Strafen und Reinigungskosten zurückgestellt. Im Januar hatte dann ein US-Gericht entschieden, dass BP maximal 13,7 Milliarden Strafe zahlen muss. Wie viel es am Ende wird, steht noch nicht fest./jha/mne/stb

Quelle: dpa-AFX
http://www.dpa-afx.de/
Rudi70 :

@Frank72

 
27.04.15 10:06
Ich betrachte bp weiterhin als Übernahmekandidat, zumal die Bezahlung ja auch in bar + Aktien erfolgen könnte... Vielleicht will die britische Regierung nur den Preis hochtreiben :-)

Ansonsten gilt das alte Sprichwort: Kein Rauch ohne Feuer!
Armer Studen. :

Auch hier

 
27.04.15 14:51
uljanow :

rudi70

 
27.04.15 16:44
Wenn der Preis stimmt.lol Habe seit 2011 fleißig gesammelt u.ein ganz schönes Häufchen gesammelt.
DerAktinärMit. :

Dividende Q1 15

 
28.04.15 10:33
Heute wurden mal wieder die von 0,1$ bestätigt. Das tut gut. Schön auch das die Zahlen für Q1 besser sind als für Q4. Kurssprünge sind immer nett, aber das beste ist die Dividende.

Glaub ihr Bob Dudley hebt die Dividende in diesem Jahr noch einmal an?


OGfox :

Divi.

 
28.04.15 13:55
Ich rechne mit einer Divi.-Erhöhung erst im nächsten Jahr falls der Ölpreis wieder über 70 Dollar festgesetzt hat.

Nicht das wir hier noch gierig werden.
Frank72 :

Unterhauswahl

 
06.05.15 11:46
Briten im Blick: Unterhauswahl: Britisches Brodeln 06.05.2015 | Nachricht | finanzen.net
Die Briten wählen am morgigen 7. Mai ein neues Parlament. An den Finanzmärkten gibt man sich zwar bisher betont gelassen. Der Urnengang könnte aber für Unsicherheit und Verwerfungen sorgen. 06.05.2015
Britisches Brodeln
Frank72 :

Shell erhält US-Genehmigung

 
12.05.15 07:33
für umstrittenes Arktis-Förderprojekt
JAM_JOYCE :

Bericht im Handelsblatt, Stütze - raffeneriegeschä

 
20.05.15 18:07
Raffinerien werden zum Rettungsanker
Autor: Regine Palm•Hans-Peter Siebenhaar•
Datum: 20.05.2015 17:20 Uhr•

Der niedrige Ölpreis rückt für die großen Konzerne das Raffineriegeschäft wieder in den Blickpunkt. Nicht nur BP Europa freut sich über starke Margen dort. Trotzdem hat die Entwicklung für die Multis eine Schattenseite.
Das lange vernachlässigte Downstream-Geschäft wird für die Ölkonzerne wieder attraktiver.

Düsseldorf/Wien. Über viele Jahre galt der Ausbau der Öl- und Gasförderung als die allein glücklich machende Strategie für die Ölkonzerne. Das hat sich durch den Preisverfall der Rohölpreise seit Sommer vergangenen Jahres grundlegend geändert. Das Raffinerie- und Tankstellengeschäft – in der Branche Downstream genannt – ist für viele Konzerne zum Rettungsanker geworden.

„Im Gegensatz zum Upstream-Bereich, also der Öl- und Gasförderung, sind die Auswirkungen des Ölpreissturzes für den Downstreambereich im operativen Geschäft eher positiv", unterstreicht Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender von BP Europa, mit Blick auf die Halbierung der Rohölpreise im zweiten Halbjahr 2014. Der Preisrückgang schlage sich in niedrigeren Einkaufspreisen für das Öl nieder, das auch die europäische Tochter des britischen Ölkonzerns BP am Weltmarkt für ihre Anlagen kaufen muss. Die Raffinerien hätten im Vergleich zum Vorjahr daher einen höheren Ergebnisbeitrag geliefert; die Margen erreichten dank einer gestiegenen Nachfrage im vierten Quartal sogar ein Fünfjahreshoch.

Gleichwohl gebe es eine Schattenseite des Preisrückgangs: Den Wert der hohen Lagerbestände von Rohöl und Mineralölprodukten in den Raffinerien musste BP Europa zum Jahresende auf Basis der tiefen Preise bewerten, also deutlich nach unten anpassen. Das habe sich negativ auf das Gesamtergebnis ausgewirkt. Ein weiterer negativer Sondereffekt seien höhere Rückstellungen für Pensionen wegen der anhaltend niedrigen Zinsen. Die BP Europa SE weist daher für 2014 einen Fehlbetrag von 864 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hat das Unternehmen noch einen Jahresüberschuss von 67 Millionen Euro erwirtschaftet.

In das laufende Jahr ist BP Europa aber positiv gestartet. Der Absatz liege etwas über dem des Vorjahres. „Mit dem deutlich niedrigeren Kraftstoffpreis wird erst einmal mehr gefahren“, sagte Schmidt. Dazu kommen auch hier Sonderfaktoren wie der aktuelle Bahnstreik. Es sind eben mehr Busse und Lastkraftwagen auf der Straße. Zurzeit kostet der Liter Benzin zwischen 1,40 und 1,50 Euro. Zu Jahresbeginn musste dafür weniger als 1,30 Euro bezahlt werden.

Anderen Ölunternehmen hat das Raffineriegeschäft ebenfalls kräftig geholfen. Beim ungarischen Ölkonzern MOL sorgten die verbesserten Gewinnmargen für das beste Ergebnis in der Konzerngeschichte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdreifachte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 270 Millionen Dollar. Konzernchef Zsolt Hernádi jubelte: „Das beste Downstream-Ergebnis in einem ersten Quartal überhaupt beleuchtet, dass wir gut positioniert sind, um von günstigeren Markbedingungen zu profitieren.“ Das Ergebnis des größten ungarischen Konzerns ist umso überraschender, als üblicherweise im ersten Quartal die Nachfrage traditionell eher schwach ist.

Auch beim österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV ist das Downstream-Geschäft zum Stabilitätsanker geworden. Österreichs größtes Unternehmen betreibt drei Ölraffinerien und 4.100 Tankstellen in elf Ländern. „Das Geschäft hat sich erholt. Das ist branchentypisch“, sagt ein OMV-Sprecher. „Die hohen Margen verbunden mit dem Niedergang des Ölpreises werden nicht bleiben“, schränkt er ein. Noch 2014 hatte die OMV ihren 45-prozentigen Anteil der Ingolstädter Bayernoil verkauft.

Indirekt hat der scheidende OMV-Chef Gerhard Roiss Fehler bei der Öl- und Gasförderung zugegeben. Gegenüber „Forbes Austria“ kündigte der Vorstandschef an, sich aus kleineren Märkten zurückziehen zu wollen. Roiss wird Ende Juni den Chefsessel an Wintershall-Chef Rainer Seele abgeben. „Parallel zum Ausbau der großen Förderungen wie eben Norwegen oder Rumänien wird es zu einer Konsolidierung kommen, also zum Rückzug aus kleinen Märkten, die weniger als 20.000 Fass produzieren“, sagte Roiss, der bei OMV in Unfrieden ausscheidet. Die Österreicher bereiten sich seit Ende des vergangenen Jahres auf einen Preis von 50 Dollar pro Fass Öl vor. Insider erwarten, dass die OMV ihre Einschätzung in den nächsten Wochen nicht grundlegend ändert.

Mittlerweile sind die meisten der internationalen Ölkonzerne heilfroh um ihr Raffineriegeschäft. Auch bei der britischen Muttergesellschaft BP hatte das Downstream-Geschäft den Gewinnrückgang zwar nicht verhindert, aber doch gebremst. So hat BP im ersten Quartal mit 2,58 Milliarden Dollar zwar rund ein Fünftel weniger verdient als im Vorjahr, das war aber mehr als erwartet. Auch die Konkurrenz hat besser abgeschnitten als erwartet.

Der britische Konzern Royal Dutch Shell verbuchte zum Jahresauftakt nur ein ganz leichtes Minus und schnitt mit einem Gewinn von 3,2 Milliarden Dollar ebenfalls besser ab als erwartet. Auch federte das Raffineriegeschäft die Verluste ab. „Unsere Ergebnisse spiegeln die Stärke unseres integrierten Geschäfts vor dem Hintergrund niedrigerer Ölpreise wider“, unterstrich Shell-Chef Ben van Beurden.

Wie lange sich die Konzerne über die hohen Raffineriemargen freuen können, ist indes fraglich. BP-Europa-Chef Schmidt wertet die letztjährige Entwicklung nur als ein Strohfeuer. „Es ist keine Trendwende“, warnt er. „Aufgrund der bestehenden Überkapazitäten in Europa werden sich die Margen fast zwangsläufig wieder nach unten entwickeln.“ Zudem stünden die europäischen Raffinerien in einem harten Wettbewerb mit kapazitätstarken und hochmodernen Anlagen in anderen Regionen der Welt, insbesondere in Asien und im Mittleren Osten. Auch in den USA hätten die Raffinerien aufgrund der starken Schiefergas- und Schieferölförderung eine Renaissance erlebt. Selbst für die Stilllegung vorgesehene Anlagen an der Ostküste produzierten weiter. Wegen der niedrigen Rohstoff- und Energiekosten dort seien sie bei hohen Margen voll ausgelastet.

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Gerade die stark wachsende Produktion in den USA hatte die Ölpreise Mitte vergangenen Jahres zeitweise auf weniger als 50 Dollar je Barrel (159 Liter) fallen lassen. Zuletzt kostete Öl wieder rund 63,50 Dollar. „Der kräftige Rückgang der Bohraktivität in den USA war ein wesentlicher Grund für die Preiserholung in den letzten drei Monaten“, resümierten vor kurzem die Rohstoffexperten der Commerzbank. Doch das kann sich auch schnell wieder ändern. Eine Reihe amerikanischer Ölproduzenten hat bereits angekündigt, bei höheren Preisen ihre Ölbohrungen wieder auszuweiten.

Das wäre für den Markt angesichts der Überkapazitäten fatal. Wegen ihrer steigenden Schieferölproduktion mit Hilfe des Fracking-Verfahrens sind die Amerikaner am Weltmarkt als Nachfrager quasi ausgefallen. Dies spiegelt sich in einem kräftigen Anstieg der US-Lagerbestände wider. Zuletzt lagen sie mit über 490 Millionen Barrel (je 159 Liter) so hoch wie nie zuvor. Mit Spannung wird daher erwartet, die das Ölkartell Opec bei seinem Treffen in Wien auf die Preissituation reagiert. Zuletzt hatte das Opec-Schwergewicht Saudi-Arabien dafür gesorgt, dass der Ölhahn weit aufgedreht bleibt und somit dem Raffineriegeschäft unerwarteten Rückenwind verschafft.




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