Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-))


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Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-))

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12.01.02 12:49
Aktienanalyse
Ein guter Börsianer soll nicht alles wissen, er muß alles verstehen!
Haben Sie als Anleger erst einmal den Entschluß gefasst, eine Anlage in Aktien zu tätigen, stellt sich zwangsläufig die Frage:


In welchen von den vielen Werten möchte ich investieren?

Um hier die richtige Entscheidung treffen zu können, sind eigene Kenntnisse über die Aktienanalyse unverzichtbar.

Dieser Artikel erklärt, worauf man bei der Aktienanalyse achten sollte.
Dennoch ist zu empfehlen, beim erstmaligen Aktienkauf ergänzend den Rat kompetenter Anlageberater bei Ariva :-) und oder Ihrer Hausbank zu nutzen, da diese über eine größere Erfahrung verfügen und Börsendaten oftmals besser deuten können.

Während der Schwerpunkt der Fundamentalanalyse darin liegt, aus den angebotenen Aktien den richtigen Wert herauszusuchen, hilft die Chartanalyse, beim Kauf den richtigen Zeitpunkt (das "Timing") zu finden.





Fundamentalanalyse


Was ist die Fundamentalanalyse?
Diese Form der Aktienanalyse befasst sich mit der Unternehmung, die der Aktie zugrunde liegt.
Fundamentale Daten werden nach wie vor als wichtiger Bewertungsmaßstab für Aktiengesellschaften angesehen, da man aus aktuell verfügbaren Informationen Prognosen über die zukünftige Entwicklung ableiten kann.


Man unterscheidet in der Regel zwischen den internen und externen Daten eines Unternehmens.


  • Interne Daten liefern direkte Informationen aus dem Unternehmen, wie beispielsweise Bilanzen mit ihren Kennzahlen, Auftragseingänge oder die Vermögensstruktur. (betriebswirtschaftliche Daten)



  • Externe Daten geben dagegen Aufschluß über die erwartete konjunkturelle und branchenspezifische Entwicklung oder über allgemeine Zins- und Gewinnerwartungen, also Informationen, die nicht aus dem einzelnen Unternehmen resultieren, sondern die allgemeine Marktlage widerspiegeln. (volkswirtschaftliche Daten)






Chartanalyse


Was ist die Chartanalyse?
Die Chartanalyse betrachtet ausschließlich die Aktie und deren Kursverlauf losgelöst vom Unternehmen. Ihr Vorteil liegt darin, daß sie auch für einen Neueinsteiger relativ leicht zu erlernen ist. Ein Chart stellt den Kursverlauf der Vergangenheit über einen bestimmten Zeitraum hinweg bildlich dar. Dabei gibt die senkrechte Achse Auskunft über die Kurshöhe, während die horizontale Achse den Zeitverlauf beschreibt.


Das Ziel der Chartanalyse ist es, Prognosen über zukünftige Kursverläufe anhand von Erfahrungswerten der Vergangenheit anzustellen.

Nun werden Sie sicher zurecht fragen: "Ist denn der Kursverlauf einer jeden Aktie nicht unterschiedlich?"

Die Antwort lautet: Ja! Aber dennoch gibt es bestimmte Grundmuster, die bei jeder Aktie in bestimmten Situationen immer wieder auftauchen! Mit Hilfe dieser Grundmuster versuchen Anleger die Entwicklung eines Kurses in der Zukunft zu erkennen.
Man geht davon aus, daß der aktuelle Kurs das Ergebnis aller bekannten und noch nicht bekannten Informationen ist. Eine unbegründete Kursbewegung könnte dann Anhaltspunkte über Aktionen von Insidern liefern, die aufgrund ihres Wissensvorsprungs gehandelt haben.

Die Chartanalyse findet nicht nur Anwendung bei der Bewertung einer einzelnen Aktie, sondern dient auch der Bewertung ganzer Märkte. So kann man beispielsweise auch den Kursverlauf des DAX über einen bestimmten Zeitverlauf analysieren, um Aufschluss über den allgemeinen Trend am deutschen Aktienmarkt zu erhalten.





ACHTUNG!!


Die Chartanalyse hat etwas Verführerisches an sich, und ihr Aussagewert wird nur zu leicht überschätzt! Denken Sie daran, daß Aussagen, die aus einem Chart resultieren, immer nur einen gewissen Wahrscheinlichkeitsgrad haben und niemals als sicher anzusehen sind! Natürlich ist die Interpretation von Charts viel einfacher und weniger zeitraubend als das Vorgehen bei der fundamentalen Analyse. Trotzdem sollten Sie die Chartanalyse nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur fundamentalen Betrachtungsweise heranziehen.





Die 5 goldenen Chartregeln


  1. Kaufen Sie eine Aktie niemals nur aufgrund ihres Charts! Auch wenn Sie nur kurz "traden" wollen, machen Sie sich bitte ein fundamentales Bild Ihres Wertes. Lassen Sie sich nicht blenden von extrem hohen Kursverlusten, in der Hoffnung, daß der Wert in der gleichen Höhe wieder steigen wird.



  2. Aktuellen Chartformationen sollte immer mehr Beachtung geschenkt werden, als denen vergangener Jahre.



  3. Charts von Unternehmen, die noch nicht lange an der Börse notiert sind, haben weniger Aussagekraft als Charts von alteingesessenen Unternehmen.



  4. Haben Sie eine Aktie ausgewählt, deren Chart Ihr Interesse weckt, beobachten Sie diesen Wert noch eine Weile bevor Sie Ihn kaufen, um ein besseres Gefühl für den richtigen Einstieg zu bekommen.



  5. Jeder noch so sicher wirkende Chart bürgt unkalkulierbare Risiken! Setzen Sie deshalb niemals Ihr gesamtes Kapital ein, erst recht nicht, wenn Sie noch wenig Erfahrungen gemacht haben.






Arten von Charts


Wir werden uns mit den Linien- und Balkencharts befassen, da diese in der Praxis am häufigsten vorkommen.



Liniencharts:

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Die einfachste Form eines Charts ist der Linienchart! Hierbei werden z.B. die täglichen Schlußkurse eines Wertpapiers in ein Koordinatensystem eingetragen und mit einer Linie verbunden.










Balkencharts:

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Weil Liniencharts zu sehr ins Detail gehen und damit den Überblick erschweren, faßt man vor allem Kursbewegungen kürzerer Zeitdauer in Balkencharts zusammen. Dadurch kann man beispielsweise die wöchentliche Kursbewegung einer Aktie mit einem senkrechten Strich darstellen.
Er beginnt oben beim wöchentlichen Höchstkurs und endet unten beim wöchentlichen Tiefstkurs.
Der Schlußkurs der Woche läßt sich mit einem kurzen Querstrich festhalten.
Neben Wochenbalken sind auch Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresbalken gebräuchlich.






Trends





Aufwärtstrend

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Von einem Aufwärtstrend erwartet man, daß er sich fortsetzt. Eine Fortsetzung wird zumindest als wahrscheinlicher angesehen als eine Richtungsänderung.
Eine aufwärts gerichtete Trendlinie (Uptrend Line) entsteht, wenn man die unteren Punkte einer Aufwärtsbewegung miteinander verbindet.
Die Wellenlinie läßt sich damit erklären, daß viele Anleger ihre Aktien zumindest über ihrem Kaufkurs, wenn möglich aber über dem bisherigen Höchstkurs verkaufen möchten. Von den Käufern dagegen warten viele auf eine Möglichkeit, den Titel unter dem bisherigen Höchstkurs zu kaufen.








Abwärtstrend

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Von einem Abwärtstrend erwartet man, daß er sich fortsetzt. Eine Fortsetzung wird zumindest als wahrscheinlicher angesehen als eine Richtungsänderung
Eine abwärts gerichtete Trendlinie (Downtrend Line) entsteht, wenn man die oberen Punkte einer Abwärtsbewegung miteinander verbindet.
Die Wellenlinie läßt sich damit erklären, daß viele Anleger darauf warten, daß sie die Aktien unter dem bisherigen Tiefstkurs kaufen können. Die Besitzer dagegen möchten ihre Aktien möglichst weit über dem Tiefstkurs verkaufen.








Seitwärtstrend

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Von einem Seitwärtstrend erwartet man, daß er sich fortsetzt. Eine Fortsetzung wird zumindest als wahrscheinlicher angesehen als eine Richtungsänderung.
Eine seitwärts gerichtete Trendlinie (Sideways Trendline) entsteht, wenn man die unteren Punkte einer Seitwärtsbewegung miteinander verbindet.











Trendkanal und Trendwende





Trendkanäle

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Es gibt Kursbewegungen, die sich innerhalb zweier gleichgerichteter Geraden abspielen. Diese Kursbilder nennt man je nach Richtung Aufwärts-, Abwärts- oder Seitwärtskanäle.
Je länger sich der Kurs im Kanal bewegt, desto wahrscheinlicher ist eine Fortsetzung. Trendkanäle ermöglichen Tradinggewinne. Man kauft die Aktien am Boden des Trendkanals und verkauft sie an der Decke des Trendkanals.








Trendwende

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Jeder Trend nimmt einmal ein Ende. Wenn eine aufwärts oder seitwärts gerichtete Trendlinie nach unten um drei Prozent oder mehr durchbrochen wird, bedeutet dies ein Gefahrensignal. besonders wenn dabei das Handelsvolumen dieser Aktie stark ansteigt, muß man sich auf eine Trendwende gefasst machen.
Nach einem klaren Durchbruch braucht aber der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen noch nicht verpasst zu sein. Sehr oft steigt nämlich der Kurs bis zur früheren Trendlinie. Diese Reaktion bezeichnet man auch als "Pull- Back- Effekt".








Widerstand und Unterstützung


Es gibt Linien oder Niveaus, bei denen eine Kursbewegung nicht mehr weiter kommt und schließlich die Richtung ändert.
Eine Unterstützungslinie (Support Level) fängt eine fallende Kursbewegung auf. Eine Wiederstandslinie (Resistance Level) verhindert eine steigende Kursbewegung am Weitersteigen.



Widerstand:

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Wenn sich der Kurs der Widerstandslinie nähert, sind besonders viele Anleger bereit, ihre Aktien zu verkaufen.
Sie möchten nicht unter der in letzter Zeit erzielten Höchstkursen, die mit der Widerstandslinie identisch ist, verkaufen und glauben aber auch nicht daran, daß diese Höchstkurse bald übertroffen werden.
Die möglichen Käufer möchten aber nicht gerade die bisherigen Höchstkurse bezahlen und sind deshalb zurückhaltend. Folglich überwiegt der Verkaufsdruck, und der Kurs sinkt z..B bis zur nächsten Unterstützungslinie.








Unterstützung:

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Wenn sich der Kurs der Unterstützungslinie nähert, sind besonders viele Anleger bereit, ihre Aktie zu kaufen. Sie möchten nicht unter den in letzter Zeit notierten Tiefstkursen, die mit der Wiederstandslinie identisch sind, kaufen und glauben nicht daran, daß die bisherigen Tiefstkurse bald unterbrochen werden.
Folglich überwiegt der Kaufdruck, und der Kurs steigt z.B. wieder bis zu nächsten Widerstandslinie.








Unterstützung wird Widerstand:

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Hat ein Kurs die Unterstützungslinie durchbrochen, so kann dies zur neuen Widerstandslinie werden.
Wenn sich der Kurs der Linie nähert, sind immer weniger Anleger bereit, zu den neuen Höchstkursen zu kaufen. Zudem möchte eine steigende Anzahl Anleger, die in der Nähe oder unter der Linie gekauft hat, keinesfalls wesentlich unter den neuen Höchstkursen verkaufen.
Wegen der abnehmenden Kaufneigung und dem zunehmenden Verkaufsdruck fällt der Kurs wieder.








Widerstand wird Unterstützung:

Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Hat ein Kurs die Widerstandslinie durchbrochen, so kann diese zur neuen Unterstützungslinie werden. Die zunehmende Anzahl der Anleger, die in der Nähe und über der Linie gekauft hat, ist nicht bereit, ihre Titel zu tieferen Kursen abzugeben.
Jedesmal, wenn sich der Kurs der Linie nähert, nimmt der Verkaufsdruck ab. Zudem kommen noch vermehrt Käufer, die zu den neuen Tiefstkursen kaufen möchten. Folglich steigt der Kurs wieder.






Kaufen Sie , wenn der Kurs auf die Unterstützungslinie zurückgefallen ist.
Verkaufen Sie, wenn der Kurs die Widerstandslinie erreicht hat.

Wird die Unterstützungslinie durchbrochen, bedeutet dies ein Verkaufsignal.
Wird die Widerstandslinie durchbrochen, bedeutet dies ein Kaufsignal.





Gleitender Durchschnitt/ 200-Tage-Trend


Der gleitende Durchschnitt oder auch 200- Tage- Trend genannt, wird sowohl für Indizes als auch für einzelne Aktienwerte benutzt. Die gleitende Durchschnittskurve gibt erstens den längerfristigen Trend an.
Zweitens können aus ihrem Verlauf im Vergleich zu den absoluten Kursen Trendprognosen abgeleitet werden.
Neben den 200 Tagen sind auch andere Zeitspannen wie z.B. 100 Tage gebräuchlich.

Zur Berechnung des Durchschnitts zählt man die Schlußkurse der letzten 200 Tage zusammen und teilt die Summe anschließend durch 200.
Um den Durchschnitt für den folgenden zu erhalten, zählt man den ersten Kurs von der Summe weg und addiert dafür den Kurs des neuen Tages.
Die daraus neu entstandene Summe, teilen Sie wiederum durch 200.
Sie ermitteln den gleitenden Durchschnitt, indem Sie die einzelnen Ergebnisse mit einer Linie verbinden.





Kaufsignale


Hier finden Sie Anzeichen die zum Kauf einer Aktie deuten, da steigende
Kurse erwartet werden.



Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Eine sinkende Durchschnittskurve verflacht sich oder steigt wieder an.
Der Aktienkurs durchbricht die Durchschnittskurve von unten nach oben.









Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Der Aktienkurs fällt unter die steigende
Durchschnittskurve. Die Durchschnittskurve steigt weiter.










Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Der Aktienkurs bewegt sich von oben auf die
Durchschnittskurve zu, ohne sie zu durchbrechen und anschliessend steigt sie wieder an.











Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Der Aktienkurs fällt sehr rasch und tief unter einen sinkende Durchschnittskurve. Anschließend ist eine kurzfristige Reaktion Richtung Durchschnittskurve zu erwarten.










Verkaufsignale


Hier finden Sie Anzeichen die zum Verkauf einer Aktie deuten, da sinkende Kurse erwartet werden.






Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Eine steigende Durchschnittskurve verflacht sich oder sinkt. Der Aktienkurs durchbricht die Durchschnittskurve von oben nach unten. Sinkende Kurse sind wahrscheinlich.










Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Der Aktienkurs steigt oberhalb der sinkenden
Durchschnittskurve. Die Durchschnittskurve fällt weiter.










Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991Der Aktienkurs bewegt sich von unten auf die
Durchschnittskurve ohne sie zu durchbrechen und sinkt anschließend wieder.











Börsenschule






Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 536991
Antworten
Happy End:

Up´n push!

 
12.01.02 18:00
Antworten
MOTORMAN:

Fleissiger Arbeiter! o.T.

 
12.01.02 18:02
Antworten
Arbeiter:

Schönen Sonntag :-) o.T.

 
13.01.02 12:28
Antworten
juliusamadeus:

vergleicht das mal mit Prognosen für die Märkte

 
14.01.02 13:23
in den nächsten Tagen, bes. auch von Sieger&Co
Chart-technisch sieht es wirklich nicht bes. gut aus.
Das ist nun mal das blöde, dass zu viele sich charttechnisch zu sehr orientieren.

Gruß julius
Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 538610
Antworten
Brummer:

Danke für den interessanten Lesestoff

 
14.01.02 13:25
Gruß Brummer
Antworten
Twinson_99:

Ergänzend hierzu der Text meiner Homepage

 
14.01.02 13:29
(Werbefrei)

de.geocities.com/your_investor/technische.htm

mfg

Twinson
Antworten
Pichel:

ANLAGESTRATEGIE: Grundlagen AUSSTIEGSSTOP

 
14.01.02 14:22

__________________________________________________


 1. Grundsaetzliche Probleme beim Ausstiegsstop
 2. individuelle Justierung des Ausstiegsstops
 3. Problematik bei Verwendung enger Stops
 4. Problematik bei Verwendung weiter Stops
 5. Die richtige Festlegung von Stopmarken
 6. Der Stop muss immer eingehalten werden


1. Grundsaetzliche Probleme bei Ausstiegsstop

 Die grundsaetzliche Problematik, die sich bei der Verwendung von
 Stops ergibt, ist, dass diese immer wieder entweder zu weit vom
 aktuellen Kursniveau entfernt oder zu nahe am aktuellen Kursni-
 veau plaziert werden. In seiner Eigenschaft als Verlustbegren-
 zungsstop gelingt es dem Anleger zwar stets, mit dessen Einsatz
 die absoluten Verlustrisiken zu begrenzen, eine "falsche" Justie-
 rung des Stops bedingt jedoch oftmals, dass Verluste in Positio-
 nen hingenommen werden muessen, die etwas spaeter haeufig wieder
 Gewinn erwirtschaftet haetten:

2. individuelle Justierung des Ausstiegsstops

 Ziehen sie den Stop also zu eng an das aktuelle Kursniveau heran,
 gehen sie das Risiko ein, aufgrund von voellig natuerlichen
 Marktschwankungen einen Trade schliessen zu muessen, der sich et-
 was spaeter als gewinnbringend erwiesen haette. Plazieren sie
 den Ausstiegsstop hingegen zu weit vom aktuellen Kursniveau ent-
 fernt, muessen sie auch oftmals substanzielle Verluste hinnehmen.
 Das Verhaeltnis, wann sich die negativen Effekte weiter Stops den
 positiven Effekten enger Stops angleichen - oder umgekehrt - oder

 eine Ueberkompensation erzielt wird, kann auf mathematischem Wege
 nur ungenuegend eroertert werden. Der Trader sollte bei Bemessung
 der Entfernung der Ausstiegsstops bezueglich des aktuellen Kurs-
 niveaus also immer seine individuelle Anlagestrategie (Methode),
 seinen Anlagehorizont (Anlagezeitraum) und seine Risikobereit-
 schaft zugrundelegen.

3. Problematik bei engen Stops

 Wer mit engen Stops operiert, muss haeufig einen Wiedereinstieg
 (Re-entry) taetigen, da er ansonsten Gefahr laeuft, von natuerli-
 chen Marktschwankungen aus einem Trade katapultiert zu werden,
 der sich unter Akzeptanz einer groesseren Volatilitaet etwas
 spaeter eventuell als gewinnbringend erwiesen haette. Um Trends
 nicht zu verpassen, muss bei engen Stops also oefters ein Wieder-
 einstieg vollzogen werden, was die Anzahl der Trades und damit
 auch die Gebuehren erhoeht. Auf der einen Seite erhoeht sich bei
 Verwendung enger Stops also die Anzahl der Trades, die Gebuehren
 steigen entsprechend - auf der anderen Seite kann bei Verwendung
 enger Stops auch von einem wesentlich geringeren Durchschnitts-
 verlust je Trade profitiert werden. Sie sehen also, die Stop-
 Strategie muss Ihrem Anlageverhalten angepasst werden, was mitun-
 ter viel Recherche und Statistik erfordert, zumindest wenn es um
 die Feinjustierung ihres Risikomanagements geht. Erfahrungsge-
 maess ist es diese individuelle Feinjustierung ihres Risikomana-
 gements, welche ueber Gewinn und Verlust und damit ueber den Er-
 folg ihrer Handelstaetigkeit entscheidet.

4. Problematik bei Verwendung weiter Stops

 Wer hingegen mit weitlaeufiger ausgelegten Stops operiert, spart
 Transaktionskosten aufgrund der geringeren Trade-Anzahl. Bei Ver-
 wendung weiterer Stops wird im allgemeinen die Trefferquote stei-
 gen, dafuer muss jedoch ein groesserer Durchschnittsverlust je
 Fehltrade hingenommen werden, wodurch sich wiederum das Portfo-
 lio-Risiko massgeblich erhoeht.

5. Die richtige Festlegung von Stopmarken

 Vor dem unter Menuepunkt 2-4 aufgefuehrten Hintergrund wird er-
 sichtlich, dass es sich bei der Stoptechnik um eine hoechst indi-
 viduelle Angelegenheit handelt. Den "korrekten, richtigen oder
 idealen" Stop gibt es also im Stopmanagement ebenso wenig, wie es
 bei der Handelsstrategie den heiligen Gral gibt. Zur Festlegung
 von Stops gibt es keine allgemeingueltigen Handelsregeln. Hierzu
 gibt es hoechstens einige Prinzipien, die es zu beachten gilt.
 Falls Sie also keine groesseren Verluste verkraften oder Ihnen 5%
 Verlust schlaflose Naechte bereiten, sollten Sie mit engeren
 Stops operieren. Dann muss Ihre Handelsstrategie jedoch auch
 kurzfristiger ausgerichtet sein und Sie muessen in Kauf nehmen,
 eine hoehere Anzahl von Trades sowie die damit einhergehenden Ge-
 buehren (Opportunitaetskosten) zu akzeptieren. Trader, die sich
 dementgegen staerker von einer Anhaeufung von Fehltrades belastet
 zeigen, sollten eher mit weiteren Stops operieren.

6. Der Stop muss immer eingehalten werden/Disziplin

 Der Sinn und Zweck des Stops entspricht dem einer Notbremse. So
 liegt die Hauptaufgabe des Stops darin, einzelne Tradingverluste
 zu begrenzen, um weiter im Geschaeft zu bleiben und auch am
 naechsten Handelstag oder in der folgenden Handelswoche noch ge-
 nuegend Handelskapital zur Verfuegung zu haben, um von gewinn-
 bringenden Anlegechancen profitieren zu koennen. Die "Notbremse
 Stop" laesst der Kursentwicklung genuegend Spielraum, so dass
 sich ein an sich gewinnbringender Trade nicht aufgrund natuerli-
 cher, kurzweiliger Marktschwankungen ausgestoppt sieht.

 Einer der groessten Fehler, die Trader begehen, ist die Nichtein-
 haltung oder die Vergroesserung des Spielraums des Stops. Es darf
 niemals davon ausgegangen werden, dass sich ein Engagement noch
 zum Positiven entwickelt. Daher muss der maximal akzeptierte Ver-
 lust bereits vor Einnahme einer Position festgelegt werden. Die-
 ser Verlustbegrenzungsstop muss dann auch bedingungslos eingehal-
 ten werden.

 Anleger, die ihre mentalen Stops im Verlustfall nicht einhalten,
 oder bereits eingegebene Stop-Orders ausweiten oder aufheben (He-
 rabsetzung des Stops bei Longengagements oder Heraufsetzung des
 Stops bei Shortengagements) haben den elementaren und ueber Ge-
 winn und Verlust entscheidenden Sinn und Zweck der Stoptechnik
 nicht begriffen. Jeder ernsthafte Trader und Anleger weiss, wovon
 an dieser Stelle die Rede ist. So geht es hierbei vornehmlich um
 Disziplin, die den Unterschied zwischen Gewinner und Verlierer im
 Wertpapiergeschaeft definiert.

Antworten
vega2000:

1x Grün für Pichel fehlt !

 
14.01.02 14:35
Aktienanalyse ( Lektüre zum Wochenende ) :-)) 538726mapage.noos.fr/mouss/Vega2000.JPG" style="max-width:560px" >
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