Die einleuchtenden Argumente:
- In Brasilien spricht man portugiesisch - wie in Portugal, das bereits EU-Land ist.
- Brasilien, mit seiner jugendlichen Bevölkerung wird sich darum reißen, eines Tages unsere Renten und Pensionäre zu bezahlen - es schließt die demografische Lücke
- multi-kulti ist nicht tot, sondern fängt mit dem Brasilien-Beitritt erst richtig an. Die EU braucht ethnische Vielfalt. Muslemanen haben wir bereits genug. Teutonen auch. Jetzt muß endlich mal was erfrischendes her.
- reicht die EU von den Anden bis zum Ararat, von Lappland bis nach Iguazu, nimmt man die EU weltpolitisch endlich ernst
- der Brasilienbeitritt hätte irgendeine Signalwirkung auf andere lateinamerikaische Länder
- wir dürfen Lateinamerika nicht einfach die Tür vor der Nase zuschlagen
- wir schulden Brasilien viel: Das ganze Inka- und Atzthekengold nämlich
- der Beitritt Brasiliens kostet so gut wie nichts, nur so 10 Milliarden im Jahr, wahrscheinlich nicht einmal das.
- ohne den Kautschuk-Boom in den 20igern hätte es die heutige Autoindustrie nie gegeben. Dafür sollten wir Dankbarkeit zeigen
- wenn wir die Brasilianer nicht aufnehmen, lassen sie uns nicht mehr bei ihrem Karneval zuschauen, weil sie dann so gekränkt sind.
Nun ein paar Stimmen aus Wirtschaft und Politik über einen Brasilien-Beitritt:
„Von einem EU-Beitritt Brasiliens kann die Wirtschaft profitieren, weil Brasilien ein Wachstumsmarkt mit großem strategischen Potenzial ist" , so der Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Arend Oetker. Wie bei den anderen Beitrittsländern würde die Perspektive eines EU-Beitritts der Wirtschaft Impulse geben
Eine Aufnahme Brasiliens würde nach Ansicht von Roschetta Doloresch (größte deutsche Sambaunternehmerin) die Integration von brasilienstämmigen Einwanderern in Deutschland fördern. „Gibt die EU Brasilien die Beitrittschance, werden sie sich gleichwertig fühlen und das Bedürfnis haben, dazuzugehören" , so die SPD-Politikerin
„Der europäische Kurs Brasiliens ist von strategischer Bedeutung für uns" , sagt der konservative portugiesische Regierungschef Pedro Domingo. „Ein Brasilien mit europäischer Perspektive könnte möglicherweise ein glaubwürdigerer Gesprächspartner beim Schutz des Amazonas-Regenwaldes sein.
zugleich bieten sich ungeahnte Exportchancen für den deutschen Mittelstand

Deutschland werde wirtschaftlich von einer EU-Mitgliedschaft Brasiliens profitieren, so der Vorsitzende der Brasilianischen Gemeinde in Deutschland, Gonzo Gonzalesch. Zudem stellten kulturelle Unterschiede eine Bereicherung dar.
„Deutschland werde den Beginn von Beitrittsverhandlungen mit Brasilien unterstützen" , sagt Regierungssprecher Bela Anda (m.). „Die Bundesregierung ist überzeugt, dass sich Brasilien im Laufe des Reformprozesses plattentektonisch noch stärker annähern kann“
Befürworter sehen den Beitritt Brasiliens in die Europäische Union als Chance für ein Modell der Vereinbarkeit von Demokratie und Menschenrechten mit einer postkolonialen, korrupten, katholischen Gesellschaft
Brasilien ist eine Brücke über den Atlantik nach Lateinamerika. Man darf Brasilien nicht die Tür vor der Nase zuschlagen, nach all der kolonialen Schuld, die wir auf uns geladen haben.

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Zeitpunkt: 14.06.12 13:11
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