Billigkrankenkasse" würden nicht mehr behandelt!


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powar:

Billigkrankenkasse" würden nicht mehr behandelt!

 
27.12.03 23:41
Sie sind in der falschen Kasse." Mit dieser Begründung lehnen Hamburger Ärzte Mitglieder einer Betriebskrankenkasse als Patienten ab oder behandeln sie schlechter. Folge einer umstrittenen Kampagne der Kassenärztlichen Vereinigung.



AP
Chipkarten: Run auf Billigkassen
Hamburg - Von einem Hamburger Hautarzt wird einem Patienten während der Behandlung nahe gelegt, die Kasse zu wechseln, denn er sei zurzeit bei der "schlechtesten Krankenkasse Deutschlands" versichert. Als eine Mutter beim Augenarzt um einen Termin für ihren Sohn bittet, ist das Gespräch mit der Praxishelferin schnell beendet. Denn die Familie ist bei einer Betriebskrankenkasse (BKK) versichert. Mitglieder dieser "Billigkasse" würden nicht mehr behandelt, heißt es. "Ich kann Ihnen keinen Termin geben."
Etwas mehr Glück hat eine Dame, die von einem Orthopäden behandelt werden möchte und mitteilt, BKK-Mitglied zu sein. Aber sie solle 30 Euro zahlen, sonst bekomme sie keinen Termin, heißt es von der Arzthelferin. Aber dafür müsse man "kaum warten, und die Behandlung sei sehr gut". Ein anderer Orthopäde verunsichert einen Patienten mit der Aussage: "An ihnen verdiene ich in diesen zwanzig Minuten ganze drei Euro - als Akademiker könnte ich wohl etwas anderes erwarten." Für diese Fälle hat die Hamburger Verbraucherzentrale eidesstattliche Erklärungen der Patienten.

In der Hansestadt werden Mitglieder von "Billigkassen" wie zum Beispiel der Betriebskrankenkasse Mobil Oil seit einiger Zeit in den Praxen immer wieder gegängelt oder vertröstet. Ursache ist die Kampagne "Billig wird teuer" der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), die eine neue Verteilungsregelung der ärztlichen Honorare beschlossen hat und in den Arztpraxen Faltblätter auslegt, auf denen behauptet wird, "dass niedrige Kassenbeiträge die Gesundheit gefährden" können. Denn "wer weniger Beiträge zahlt und trotzdem die gleiche Leistung erhält, lässt sich auf Kosten anderer versorgen."

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522130 O:

ist das wirklich so? o. T.

 
28.12.03 00:38
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scheint so

 
28.12.03 00:55
als würde jeder der sparen will ein schmarotzer sein . und die werden jetzt von unseren poltikern zielgerecht lokalisiert und erledigt :)

mfg

poste
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Depothalbierer:

Pech gehabt, würde ich sagen.

 
28.12.03 14:28
Bestimmte Leistungen kosten nun mal einen gewissen Preis.
Das ist in der freien Marktwirtschaft  so üblich.

Wenn also ein Arzt eine Leistung erbracht hat, die von einigen Kassen nicht vollständig bezahlt wird, sucht er sich in Zukunft Kassenpatienten, deren Kassen besser bezahlen, bevorzugt aus.
Ganz einfaches Prinzip.

Eine KFZ-Werkstatt arbeitet auch nur bei 30-50 Euro Stundenlohn, oder noch mehr.
Möchte ich gern mal sehen, wenn da einer kommt und nur 80 % der Reparaturrechnung bezahlen möchte.
Da wär aber Leben in der Bude!
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flamingoe:

Barmer will keine Sozialhilfeempfänger

 
29.12.03 11:40

Quelle: Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/politik/...de/archiv/29.12.2003/910204.asp

 

Barmer streitet über Umgang mit Sozialhilfeempfängern

Berliner Landesgeschäftsführung bietet Beratung nur noch in Zwickau an / Kassenchef Fiedler nennt das Vorgehen peinlich

Berlin. In der Barmer Ersatzkasse wird offenbar weiterhin versucht, Sozialhilfeempfänger vom Beitritt abzuhalten. Dem Tagesspiegel liegt ein Schreiben einer Berliner Geschäftsstelle der Krankenkasse vor, in dem ein Sozialhilfeempfänger aus Berlin darauf hingewiesen wird, dass eine persönliche Betreuung für ihn nur in Zwickau möglich sei. „Ausdrücklich weisen wir Sie darauf hin, dass im konkreten Einzelfall keine Beratung oder Betreuung in Berlin erfolgt“, schrieb der Barmer-Sachbearbeiter. „Diese wird ausschließlich durch unsere Geschäftsstelle in Zwickau durchgeführt. Eine persönliche Beratung erfordert demnach eine Anreise dorthin.“ Sollte ihm „dieses Serviceangebot nicht zusagen“, so könne der Adressat seine Kassenwahl bis zum 16. Januar zu überdenken. Dem Brief ist ein frankierter Rückumschlag mit einem Antragsformular für eine neue Kasse und eine Adressenliste anderer Krankenversicherungen beigelegt.

Barmer-Chef Eckart Fiedler nannte dieses Schreiben im Gespräch mit dem Tagesspiegel „peinlich“ und „unsinnig“. Er versicherte: „Uns ist jedes neue Mitglied willkommen. Auch die Sozialhilfeempfänger werden in den Geschäftsstellen vor Ort persönlich betreut wie alle anderen Versicherten auch.“ In Zwickau werde nur die zuständige Abrechnungsabteilung konzentriert. Er werde die Berliner Regionalleitung anweisen, dies entsprechend zu korrigieren.

Die Landesgeschäftsführerin für Berlin und Brandenburg, Heike Murner, sagte, sie kenne zwar den Brief nicht, teile aber den Inhalt: „Die Betreuung der Sozialhilfeempfänger findet nur in Zwickau statt.“ Die sächsische Stadt liegt rund 300 Kilometer von Berlin entfernt und ist in etwa vier Stunden mit dem Zug zu erreichen. Weil die Telefonverbindung dort ständig überlastet sei, empfehle man den Hilfeempfängern die persönliche Anreise. Murner wies auf die hohen Kosten hin, die den Kassen durch Sozialhilfeempfänger entstünden: „Wir verhandeln mit den Sozialämtern noch immer über eine angemessene Entschädigung für den Verwaltungsaufwand.“ Die vom Gesetzgeber vorgesehenen Zahlungen würden nicht einmal die Verwaltungskosten eines normalen Versicherten abdecken, geschweige denn den wesentlich höheren Aufwand für einen Sozialhilfeempfänger. „Wir reißen uns nicht um Mitglieder, die so hohe zusätzliche Kosten verursachen“, sagte Murner.

Bisher nicht krankenversicherte Sozialhilfeempfänger müssen sich zum 1. Januar 2004 eine gesetzliche Kasse suchen, die sie im Auftrag der Sozialämter betreut. Allein in Berlin sind davon 52 000 Personen betroffen. Manche Krankenkassen fürchten nun, dass diese Klientel ihren Haushalt zusätzlich belastet. Auch die Marketingabteilung der Barmer-Zentrale in Wuppertal hatte diese Befürchtung. Sie wies im Oktober alle Regionalgeschäftsführer an, „den Bestand der Sozialhilfeempfänger/Asylbewerber so gering wie möglich zu halten“. Diese Interessenten sollten im Beratungsgespräch „unauffällig überzeugt“ werden, „die Barmer nicht als neue Kasse zu wählen“.Ingo Bach




 

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godot:

Ärzte haben eine

 
29.12.03 12:07
gesetzliche Behandlungspflicht.
Bei Zuwiderhandlungen kann ihnen die Zulassung entzogen werden.
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007Bond:

Tipp:

 
29.12.03 12:20
Da würde ich allen Sozialhilfeempfängern dringend raten, sich bei der Barmer zu versichern *g
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Dope4you:

Geiz ist GEIL

 
29.12.03 13:36
Warum sollte dieser von und Deutschen so gerne verwendete Satz nun nicht mehr stimmen?
Wir wollen bei den Beiträgen sparen, und gleichzeitig eine luxus Behandlung haben!!
Ich kann die ganzen Freunde und Bekannten nicht mehr hören die mir jeden Monat aufs neue erzählen das sie jetzt 3,50 Euro sparen weil sie bei der Glückshavener Schokoweihnachtsmann Betriebskrankenkasse  sind. Die nächste Niederlassung ist zwar in Timbukktu aber es sind ganze 3,50 im Monat die man sich spart.

Ich bin jetzt seit 18 Jahren bei der selben Kasse, ich hatte noch nie Probleme bei einer Behandlung, ich krieg jeden Pfurz bezahlt und für die kleinen Nebensächlichkeiten hab ich eine Zusatzversicherung. Durch diese Zusatzversicherung bekomme ich die Behandlung die ich will. Kostet womöglich ein paar Euro mehr wie eine BBK, ist mir in dem Fall aber WURST.

Gut das KOSTET etwas-aber wenn ich gute Behandlung will ist es mir das WERT.

Für das Geld krieg ich auch eine gute Gegenleistung. Ich weiß das ist nicht Geiz ist Geil sondern "Weil ich es mir Wert bin".

Spart euch doch zu TODE, ich will endlich wieder Qualität und keinen Geiz ist Geil Rammsch.


   
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Depothalbierer:

Nochmal Pech gahabt, godot.

 
29.12.03 14:14
Ärzte müssen Notfallpatienten behandeln, aber sie können und werden in Zukunft teure Behandlungen, die nicht richtig bezahlt werden, ablehnen.

Viele haben inzwischen so volle Terminpläne, daß sie das sogar ohne besondere Ausreden können!
Den Satz: " Sie müssen nicht zu mir kommen, es gibt noch soo viele andere Ärzte, wo sie hinkönnen. "
werden noch einige GKV-Patienten hören.
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bogard:

Was ist Gesundheit wert?

 
29.12.03 14:20
Bei den heutigen Beitragssätzen entspricht das Aufkommen der Beiträge eines Durschschnittsverdieners ohne Zuzahlungen im Laufe seines Arbeitslebens in etwa dem Wert eines Eigenheims. Der Sinn einer Versicherung besteht aber doch eigentlich darin ein Risiko abzudecken und das mit möglichst geringem Beitrag. Sprich bei der Gesundheit die Risiken, die ein persönliches wirtschafliches Risiko darstellen. Solange wie in #8 beschrieben jedoch "jeder Furz" bezahlt wird, kommen ebend solche Summen zusammen und werden weiter steigen. Zwar nicht primär im Beitragssatz, sondern vielmehr in der Eigenbeteiligung. Kein Mensch würde alles was er besitzt gegen jede mögliche Form von Schaden in voller Höhe versichern. Es wäre wirtschaftlich auch garnicht machbar und dem Betrug Tür und Tore geöffnen. Bei der Gesundheit leisten wir uns diesen Luxus.
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chartgranate:

das ist der Anfang.

 
29.12.03 14:39
Diese Thematik wird sich in den nächsten 1-2 Jahren noch dramatisch verschärfen.Das ist in Einzelfällen sicherlich tragisch,aber im grossen und ganzen teile ich sehr Dope4You´s Meinung aus Posting 8.Dafür echt einen grünen im Geiste von mir!
Es gibt sicher soziale Härtefälle,bei denen jeder Euro zählt..aber dieses Sparen an einer völlig falschen Stelle,nämlich der eigenen Gesundheit und die der Familie,und dann aber die selben Leistungsstandards wie bei den anderen fordern ist schwachsinnig und passt einfach nicht zusammen.
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bogard:

Oder mal so

 
29.12.03 15:00
Da ist der Arbeitnehmer der ein paar Tage frei braucht, also holt er sich nen Gelben. Da ist der Arzt der ein medizinisches Gerät kauft, damit es sich rechnet wird es eingesetzt. Ob nötig oder nicht.
Da ist der Patient der Schnupfen hat. In der Apotheke gibts ein Mittel dagegen  für 3,50. Erst mal zum Arzt 30.-, Rezeptgebühr 5.-
Da ist die Pharma Inustrie die praktisch jeden Preis für ihr Produkt verlangen kann. Der Arzt bekommt die eine oder andere Aufmerksamkeit um diese Medikament zu verordnen. Die Wirksamkeit des Präparates wird nur beschränkt kontrolliert.
Da ist ein Gesundheitssystem das all dies und noch mehr zulässt.
Die Angst vor Krankheit macht wirtschaftlich blind. Ein Medikament dagegen wird wohl nicht entwickelt werden.
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tom68:

"Arme Ärzte..."

 
29.12.03 15:02
Ich habe mal eine Statistik gesehen, nach der es in Hamburg fast 40 Prozent mehr Kassenärzte pro 100 000 Einwohner als im Bundesdurchschnitt gibt. Da scheint doch etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein....
Für mich ist ein Arzt im gewissen Sinne auch ein Unternehmer, welcher angemessen(?) bezahlt werden muß, aber es kann nicht Aufgabe der Krankenversicherungen, Krankenversicherten und Arbeitgeber sein, jedem Arzt Einkommen und Existenz uneingeschränkt zu sichern.
Irgendwann kann ich das "Wehklagen" der Ärzte nicht mehr hören, erst recht in Zeiten, wo flächendeckend gespart werden muß. Man kann nur das ausgeben, was an anderer Stelle eingenommen wird. Überbordende Bürokratie und Statusdenken sind in diesen Zeiten fehl am Platze. Ein "hoch" auf die Kassenärztliche Vereinigung als reiner Lobbyverband...
Ich bin seit 2 Jahren privat versichert und habe zwei von drei bis dato erhaltenen Arztrechnungen wegen teilweise falsch abgerechneter Behandlungskosten reklamiert, mit Erfolg übrigens....
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