Anzeige
Meldung des Tages: Silber entdeckt den zweiten Werttreiber dieses Kupferprojekts

Fonds (Zusammenfassung)


Beiträge: 11
Zugriffe: 2.961 / Heute: 1
Happy End:

Fonds (Zusammenfassung)

4
17.11.03 09:49
---> Fonds bei ARIVA

"Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch Aktien, Gold und Grundstücke dazu." Aber warum hat US-Komiker Danny Kaye die Fonds nicht genannt? Reichlich Rendite lässt sich mit vielen Fonds erzielen. Man muss nur den richtigen finden. Hier einige Suchtipps.

Aktienfonds schlagen im langfristigen Vergleich jede andere Form der Geldanlage. Diesen Satz haben die Fondsgesellschaften goldgerändert und wiederholen ihn gebetsmühlenartig. Recht geben ihnen Statistiken, die die Performance von Fonds über viele Jahre abbilden.

Eine deutlich schlechtere, nämlich in vielen Fällen negative, Rendite zeigt sich, wenn man die Performance der meisten Fonds lediglich aus Sicht der der vergangenen drei bis vier Jahre betrachtet. Wenn die Börsen-Indizes weltweit abwärts rauschen, konnten nur sehr wenige der mittlerweile mehr 1000 Aktien-Fonds, die in Deutschland angeboten werden, sich dem Abwärtssog entziehen.

Entscheidend ist also für den Anleger die Frage, ob er jeden Ritt durchs Kurstal mitmachen will und dabei auf die Geschichte der Börse vertrauen möchte: Bisher kehrte nach zwei, fünf oder sieben Jahren Schlechtwetter für Dax, Dow oder Nikkei immer wieder die Sonne auf das Börsenparkett zurück.

Fondsanlage schützt vor Zähneknirschen nicht

Doch wer garantiert, dass diese Zyklen auch in der Zukunft weiter leben? Kein Börsen-Experte weltweit wird verhindern können, dass eine Baisse sich über längere Zeiträume ausdehnt. Die Besitzer von Fondsanteilen knirschen in solchen Fällen Monat für Monat und Jahr für Jahr mit den Zähnen - es gehört eine große Portion Nervenstärke dazu, über lange Zeiträume an einem Investment festzuhalten, dass sich beständig negativ entwickelt.

Der verstorbene Investment-Guru André Kostolany hatte als Rezept für den Kauf von Aktien scherzhaft empfohlen, sich nach dem Erwerb von Wertpapieren für fünf Jahre schlafen zu legen, um dann erheblich reicher wieder aufzuwachen. Das Modell funktionierte in der Vergangenheit häufig. Ob es zukunftstauglich ist, bleibt abzuwarten.

In Baisse-Zeiten können Fondsmanager zwar besondere Qualitäten unter Beweis stellen, indem sie die Verluste in ihrem Portfolio geringer halten als den Verlust des Börsen-Index', aus dessen Aktiengruppe sie ihre Titel wählen. In der Praxis gelingt das jedoch nur bedingt.

Drei Maßnahmen gegen Verluste in Fonds

Maßnahme eins wäre hier, bei trüben Markterwartungen einfach radikal Aktien zu verkaufen und das Geld für bessere Zeiten zu bunkern. Doch erstens hat der Gesetzgeber verfügt, dass jeder Fonds in Deutschland jederzeit mindestens die Hälfte seiner Mittel in Aktien angelegt haben muss, zweitens haben die Fondsgesellschaften sich intern Regeln vorgegeben, die häufig sogar 90 Prozent Aktienquote vorschreiben.

Maßnahme zwei in der Baisse: Umsatteln auf Branchen oder Ländermärkte, die sich gegen den allgemeinen Abwärtstrend stemmen. Doch auch für einen solchen Schritt sind den Fondsmanagern zumeist die Hände gebunden. In der Satzung eines Branchenfonds BioTech ist beispielsweise vorgeschrieben, dass ausschließlich Titel ins Portfolio aufgenommen werden dürfen, deren Unternehmen sich mit Biotechnologie beschäftigen. Ziehen sich Investoren weltweit aus einem "Spezialgebiet" der Börse zurück, sinken die Kurse. Doch der Fonds, der sich BioTech auf die Fahne geschrieben hat, muss investiert bleiben. Auch wenn der Fondsmanager ein noch so ungutes Gefühl dabei haben mag.

Maßnahme drei: In Erwartung fallender Märkte Derivative kaufen, die steigen, wenn die Indizes oder einzelne Aktien fallen. Diese Wettscheine auf Verlierer waren den deutschen Finanzministern jahrzehntelang zu risikobehaftet, um sie für die Portfolien am geregelten deutschen Fondsmarkt zuzulassen.

Das hat sich gerade in den vergangenen Monaten geändert. Zum Jahresbeginn werden die ersten Hedgefonds in Deutschland an den Start gehen, die von steigenden wie von fallenden Märkten profitieren können. Theoretisch jedenfalls. In den USA, wo es Hedgefonds schon seit vielen Jahren gibt, zeigt die Rendite-Statistik über den gesamten Sektor keinen nennenswerten Vorteil für diese spezielle Fondsklasse. Offenbar ist das Abschätzen von Marktbewegungen für Investment-Profis also auch kein leichteres Geschäft als für den Privatanleger.

Wie Fondsanleger ihre Renditchancen ermitteln


Wer sich für einen Aktien-Fonds entscheidet, der sich regional und/oder auf Branchen beschränkt, muss wissen, dass er - unbenommen eines hohen Chancen-Potenzials - ein hohes Risiko eingeht. Der Schutz, den der Fondsmanager durch seine Beobachtung der Märkte bieten kann, ist beschränkt. Außerhalb des im Fondsprospekt festgelegten Anlagehorizonts darf der Fondsmanager nicht zukaufen - auch wenn er dort mehr Kurssteigerungspotenzial erkennen sollte.

Wichtig sind bei der Ermittlung der Rendite-Chancen für den Fondsanleger auch die fixen Kosten, mit denen sich das Fondsmanagement seine Arbeit bezahen lässt: Ein Ausgabeaufschlag fällt beispielsweise immer dann an, wenn ein Anleger Fondsanteile hinzukauft.

Bei einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent für einen Fonds, den der Anleger per Sparplan mit monatlich 100 Euro "füttert", gehen also nur 95 Euro ins Portfolio. Der Fonds müsste also im entsprechenden Monat um mehr als fünf Prozent steigen, damit der eingezahlte Einsatz am 31. noch in voller Höhe vorhanden ist.

Die zweite Konstante, die für den Anleger ebenfalls regelmäßig anfällt, ist die Verwaltungsgebühr, die jährlich ein bis zu drei Prozent betragen kann. Auch diese Investition in das Fondsmanagement soll sich über die gewünschten Erträge am Aktienmarkt überkompensiert werden - was zumal in Baisse-Zeiten aber nur äußerst selten gelingt.

Tipp: Variable Einzahlungsmöglichkeiten vereinbaren

Falls Sie sich zutrauen, selbst auf Börsentrends reagieren zu können - achten Sie auf variable Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten. Im Falle eines Fonds-Sparplans ließe sich beispielsweise mit dem Anbieter individuell vereinbaren, dass man einige Monate mit der Sparrate aussetzt, in anderen Monaten dafür mehr einzahlen kann.

Diese Idee wird der Fondsberater zwar unangemessen finden, weil sie dem sogenannten Cost-Average-Gedanken widerspricht - als Option kann eine solche Kann-Vereinbarung aber sicher nicht schaden. Sie werden dadurch ein Stück weit auch Ihres Glückes eigener Schmied. Und wenn sich herausstellt, dass das "glückliche Händchen" fehlt, kann immer noch auf die Einzahl-Automatik zurückgestellt werden.

Bezahlt machen könnte sich die rechtzeitige Verabredung einer variablen Einzahlmöglichkeit auch dann, wenn man durch unvorhergesehene Ereignisse mal knapp bei Kasse sein sollten.

Verlockend: Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Ausgabeaufschlag und Verwaltungs- (oder Management-)Gebühr fallen nicht nur für Aktienfonds an, sondern auch für solche, die sich auf Rententitel, Anleihen, Kinofilme oder Immobilien spezialisiert haben. Wer einen Fonds ohne Ausgabeaufschlag und mit bescheidener Verwaltungsgebühr "erwischt" (insbesondere Online-Broker bieten hier Aktionen mit häufig verlockenden Konditionen) spart kräftig. Wer die Kosten für Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr über fünf oder zehn Jahre zusammenrechnet und dabei auch Zins- und Zinseszins berücksichtigt, wird staunen, welches Sparpotenzial sich hinter den (auf den ersten Blick geringen Prozentsätzen) eröffnet.

Immer mehr Anleger entscheiden sich nicht nur aus Kostengründen daher für eine Fonds-Variante, die in den USA als "Spiders" und "Diamonds" eine hohe Popularität erreichte. Die "Spinnen" und "Diamanten" sind sogenannte Exchange Traded Fonds (ETFs). Die Leistung des ETF-Anbieters besteht bei diesen Produkten allein darin, das Portfolio exakt so zu bestücken wie den entsprechenden Index. Die Spiders sind Produkte auf den "S&P 500", die Diamonds bilden exakt den Wert des "Dow Jones" ab. Seit knapp vier Jahren werden in Deutschland von verschiedenen Finanzinstituten ebenfalls ETFs angeboten, die sich auf verschiedene Indizes - natürlich auch den Dax - beziehen.

Wissenswert: Die Folgetagregelung, falls Sie verkaufen wollen
Was tun, wenn die Märkte in Panik geraten?

Die ETFs sind nicht nur günstig bei den Nebenkosten sonderun auch äußerst transparent - jede wichtige Bewegung im Dax und damit im eigenen Portfolio wird in vielen Medien kommentiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie mit einem geringen Spread jederzeit ge- und verkauft werden können, so lange die Börse geöffnet ist. Der Spread markiert die Spanne zwischen dem An- und Verkaufspreis des ETFs und liegt in der Regel deutlich unter einem Prozent.

Fondsanteile lassen sich dagegen grundsätzlich nur zu dem Preis veräußern, der am Folgetag gilt. Gebe ich als Fondsanleger eine Verkaufsorder bei einem aktuellen Fondspreis von 100 Euro, ist mir dieser Gegenwert also nicht garantiert. Insbesondere bei SmallCap-Fonds kann der Preis von einem Tag zum anderen um fünf Prozent schwanken, so dass statt der erhofften 100 nur 95 Euro erlöst werden.

Besonders bitter ist diese Regelung für den Anleger, wenn die Börsen in Panik geraten, wie beispielsweise am 11. September 2001 als der Terroranschlag auf die Twin-Towers in Manhatten die Welt erschütterte. Während Anleger, die ihre Aktien kurz nach Bekanntwerden des Ereignisses abstossen konnten, mit zwar zweistelligen aber verschmerzbaren Verlusten davonkamen, hatten Fondsanleger, die ebenso schnell reagierten, das Nachsehen: Ihre Order wurde, den Gesetzen der Branche entsprechend, erst am nächsten Tag ausgeführt - mit deutlich höheren Verlusten.

Aktive Fonds bieten prinzipiell ein Sicherheits-Plus

Unbestreitbar bieten aktiv gemanagte Aktienfonds (auch aktive Fonds genannt) Vorteile - Leistungen, für die der Anleger zu Recht bezahlt. Ein Fonds bietet dadurch, dass er bis zu etwa 150 Aktien oder andere Wertpapiere in einem Depot mischt, ein breites Streuungsrisiko. Außerdem ist ein Team von Anlageexperten täglich darum bemüht, die Wertentwicklung zu steigern.

Das gibt ein Gefühl der Sicherheit: Während der Aktien-Anleger leicht eine negative Meldung zu seinem Wertpapier verpassen kann und damit eine anschließende Abwärtsentwicklung voll erwischt, hat der Fondsanleger die Gewissheit, dass die Aufpasser bei seinem Fonds auf aktuelle Entwicklungen schnell reagieren können.

Allerdings birgt diese erkaufte Sicherheit auch Tücken. Denn auch Fondsmanager müssen Gebühren für jeden Trade entrichten - Kritiker bringen hier gern den Spruch vom "Hin-und-Her macht Taschen leer" an. Zweitens können Verkaufsorder eines Fonds insbesondere bei engen Werten einen Kurs kräftig unter Druck setzen: Während der Privatanleger problemlos zehn Aktien eines kleinen Unternehmens zum aktuellen Kurswert loswerden kann, gestaltet sich diese Aufgabe für den Fondsmanager mit 100.000 Aktien, die er auf den Markt schwemmt, ungleich schwieriger. Seine Order kann einen ganz erheblichen Druck auf den Kurs ausüben.

Trotz aller Nachteile: Für viele hunderttausend Fondsanleger, die sich für ein aktiv gemanagtes Aktien-Portfolio entschieden, ging die Rechnung in den vergangenen Jahren auf: Viele von ihnen verdienten erheblich mehr als mit dem Sparbuch, Gold oder Grundstücken. Wer außerdem steuerliche Aspekte auszunutzen wusste, wie sie beispielsweise Schiffs-, Film- oder Immobilienfonds bieten, konnte zusätzlich profitieren.

In jedem Fall aber lohnt es sich, vor dem Einstieg genau zu prüfen, welchem Produkt man sein Geld anvertraut. Im folgenden sind die wichtigsten Fondsarten aufgelistet:

Am unteren Ende der Risikoskala finden sich Geldmarkt- und Rentenfonds. Die Renditechancen sind vergleichsweise gering, das Verlustrisiko ist aber ebenfalls stark begrenzt.

Hoch riskant sind dagegen Internet- oder Emerging-Markets-Fonds: Das Fondsmanagement ist hier auf spekulative Aktien aus Ländern oder Branchen spezialisiert, deren Kurse von einem auf den anderen Tag drastisch schwanken können. Die Angebote im Einzelnen:

Fonds, die für einen ruhigen Schlaf sorgen


Geldmarkt- und Rentenfonds

Die Manager von Geldmarktfonds wollen den aktuellen Sparbuchzins übertreffen. Dadurch wird schon deutlich: Das Verlustrisiko eines solchen Fonds ist sehr gering. Während die Geldmarkt-Fondsmanager ihre Performance durch Geschäfte am Devisenmarkt erwirtschaften, haben Rentenfonds ein größeres Anlagespektrum. Es umfasst fest und variabel verzinsliche Papiere wie Wandelschuldverschreibungen, öffentliche und Firmen-Anleihen.

Die spekulativsten Renten-Portfolios finden sich in High-Yield-Fonds. Hier wird mit hochverzinslichen Anleihen spekuliert. Das Ausfallrisiko ist durch wirtschaftliche Probleme der Firmen oder Länder, die diese Papiere ausgeben, vergleichsweise hoch.

Garantiefonds
Am Ende einer vorgegebenen Laufzeit (meist drei bis fünf Jahre) wird dem Anleger ein garantierter Mindest-Auszahlungsbetrag zugesichert - meist liegt der Wert bei 90 bis 100 Prozent des eingesetzten Kapitals. Oft gehören Zins und Zinseszins nicht zur Garantie-Summe. Außerdem gilt die Garantie nicht für Anleger, die vor dem Laufzeitende des Fonds verkaufen.

Um die Garantie einhalten zu können, investieren die Fondsgesellschaften zum Großteil in festverzinsliche Papiere und achten stark auf die Absicherung des Portfolios. Damit kommen große Kurssprünge in der Praxis nur selten vor. Auch die Riester-Fonds müssen die genannte Garantie-Regel bieten, damit die staatlichen Fördergelder vom Anleger genutzt werden können

Mischfonds

In diesem Portfolio sind Aktien und Renten gemischt. So kann der Fondsmanager in unruhigen Börsenzeiten auf die sicherere Anleihe-Seite wechseln und bei guten Aussichten verstärkt am Aktienmarkt investieren.

AS-Fonds

Altersvorsorge-Fonds kamen vor fünf Jahren auf den deutschen Markt. Ziel ist die Kapitalbildung für den Ruhestand. Dabei wird das Portfolio in bestimmten Zeitabständen dem Lebensalter des Anlegers angepasst: Während ein 30-Jähriger noch einen relativ hohen Bestand an Aktien in seinem AS-Portfolio hält, dominieren bei einem 50-Jährigen die festverzinslichen Papiere. Diese Umschichtungen sind für den Anleger kostenfrei. AS-Fonds können in Aktien, Immobilien, Renten und (zur Absicherung) in Optionen investieren. Nicht alle AS-Fonds werden im Rahmen der "Riester-Reform" staatlich gefördert.

Fonds, die Sie durch die Decke gehen lassen


Immobilienfonds
Immobilienfonds investieren zu mindestens 50 Prozent in Haus- und Grundbesitz oder Bau-Projekte. Der Anleger profitiert von steigenden Mieten oder gewinnbringenden Verkäufen. Unterschieden werden Offene und Geschlossene Immobilienfonds. Die geschlossene Variante lässt nur eine begrenzte Zahl von Investoren und Anlageobjekten zu. Bei diesem Modell spielen insbesondere für einkommensstarke Anleger Steuerspar-Möglichkeiten eine entscheidende Rolle. Bei den Offenen Immobilienfonds ist dieser Aspekt nicht im Vordergrund. Hier können auch Normalverdiener an Wertentwicklungen auf dem Immobilienmarkt profitieren.

Länder- und Regionenfonds
Der Risikograd eines Länderfonds wird in erster Linie von der Wirtschaftsentwicklung in einem Land bestimmt. International anlegende Fonds kennen gar kein Länder-Risiko. Regionen-Fonds, die beispielsweise in Nordamerika oder Euroland investieren, sind ebenfalls auf der konservativen Seite der Länderfonds zu finden. Hohe Kursschwankungen erwarten dagegen Anleger, die in den Emerging Markets in Osteuropa und Asien anlegen.

Wie spekulativ ein Länderfonds ist, lässt sich aber auch daran erkennen, wie groß die Unternehmen sind, in die er investiert. Small Caps oder Nebenwerte unterliegen den stärksten Kursschwankungen, Mid Caps (wie beispielsweise MDax-Werte) zeigen meist ruhigere Kursverläufe. Zumindest in der Theorie gehören Blue Chips wie die 30 Dax-Aktien zur risikoarmen Gruppe.

Standardwertefonds Hier stellen die Fondsmanager ihr Portfolio mit den Aktien des Dax, des EuroStoxx, des Dow Jones oder anderer Leit-Indizes zusammen. Die Kunst des Fondsmanagers besteht hier darin, durch eine leicht veränderte Gewichtung der Einzelwerte eine bessere Rendite zu erwirtschaften als der Index.

Doch auch die Währungsentwicklung gegenüber dem Euro zum Gaspedal oder zur Performance-Bremse werden. Zur Auswahl stehen dem Anleger daher meist zwei Varianten eines Fonds: Eine notiert in der Landeswährung, eine zweite in Euro. Die Euro-Variante minimiert das Wechselkurs-Risiko.

Themenfonds

Investiert wird in Aktien verschiedener Branchen, die von einem, meist globalen Trend beeinflusst werden. Beispiele sind Luxusgüter- oder Freizeitfonds. Letztere investieren in Reiseunternehmen, Freizeitparks und Sportartikel-Hersteller. Gemeinsam sollen sie von einer Grundthese profitieren. Hier heißt sie: Die Bevölkerung in den Industrienationen wird künftig über immer mehr Freizeit verfügen - und dafür auch mehr Geld ausgeben.

Branchenfonds

Im Fonds-Portfolio werden Aktien bestimmter Branchen gebündelt. Die wichtigsten sind:

- Freizeit / Gastgewerbe / Konsum
- Rohstoffe
- Industrie
- Gold-/Edelmetalle
- Versorger
- Energie
- Finanzwerte
- Nahrungsmittel
- Life Sciences
- Umwelt / Ökologie / Sustainability
- Logistik / Transport / Verkehr
- Technologie/Medien/Telekommunikation (TMT)
- Medien

Viele Branchenfonds legen international an, andere beschränken sich auf Regionen - beispielsweise europäische Umweltaktien. Die Beschränkung auf Regionen erhöht grundsätzlich das Risiko für den Anleger. Denn neben der Branchenentwicklung beeinflusst auch die Wirtschaftsdynamik einer Anlageregion die Performance - verschlechtert sich die Situation, kann der Fondsmanager mit seinem Portfolio nicht in andere Länder "flüchten".

So schoss etwa der Fonds Nordasia.com, der ausschließlich in asiatische Internet-Werte investiert, zum Start im Vorjahr binnen weniger Wochen um 30 Prozent nach oben - anschließend knickte die Performance ebenso drastisch ein. Der Fonds erwirtschaftete zwischenzeitlich ein Minus von fast 90 Prozent, schoss aber phasenweise auch - von dem nunmehr erheblich niedrigeren Niveau - um mehr als 50 Prozent in die Höhe.

Dach- und Hecken-Fonds


Dachfonds (fund of funds)
Fonds, die nicht in Aktien, sondern in verschiedene andere Fonds investieren. Dadurch soll das Investment-Risiko nochmals verringert werden: Theoretisch erzielt ein Dachfonds stabilere Renditen, weil er statt in schwankungsanfälligere Einzelaktien in weniger volatile Fondsanteile investiert.

Im Gegensatz zur Aktie birgt ein Fondsanteil aber grundsätzlich Verwaltungskosten. Dachfonds-Anleger bezahlen also zum einen Ausgabeaufschlag und Managementgebühr für das Dachfondsmanagement und zusätzlich einen Anteil der Gebühren in den so genannten Zielfonds, in den investiert wird. In der Praxis haben die seit 1998 in Deutschland zugelassenen Dachfonds keine stabilere oder bessere Wertentwicklung erreicht als der Durchschnitt der Branchen- oder Länderfonds, in die sie investieren.

Grundsatzentscheidung: Value versus Growth

Aus den USA stammt eine Unterscheidung, die sich auch in Europa durchsetzt. Zwei grundsätzliche Anlagestile werden unterschieden: Der Growth-Investor setzt auf wachstumsstarke Unternehmen, die über einen langen Zeitraum eine stetige Aufwärtsentwicklung gezeigt haben - und deren unaufhaltsamer Erfolg sich nach Einschätzung des Fondsmanagers auch in der Zukunft fortsetzt. Meist prägen hier Blue Chips das Portfolio.

Value-Investoren dagegen sammeln Aktien, die sie aktuell für unterbewertet halten. Sie stammen im Idealfall von substanzstarken Unternehmen, die durch einen einmaligen Vorfall oder eine Abkehr von einem Börsentrend einen ungerechtfertigt starken Kurseinbruch hinnehmen mussten. Wenn die subjektive Einschätzung stimmt, besitzen die Aktien Erholungspotenzial. Steigt der Kurs dann wieder auf das so genannte "faire Bewertungsniveau", wird mit Gewinn verkauft - und der Fondsmanager sucht nach dem nächsten unterbewerteten Titel mit solider Substanz.

Hedgefonds Nach dem Investmentmodernisierungsgesetz gehen Hedgefonds in Deutschland zum Jahresbeginn 2004 an den Start. Investiert wird vor allem in Derivate wie Optionsscheine, Optionen und Futures. Im Gegensatz zu klassischen Fonds darf das Management auf fallende Kurse wetten und kann so auch Gewinne erzielen, wenn es an den Börsen bergab geht. Durch den Einsatz von Derivativen haben die Hedgefonds aber auch eine ungleich höhere Chance-Risiko-Kennziffer -die sogenannte Sharpe-Ratio, entwickelt vom Nobelpreisträger William F. Sharpe.

Die Investmentgesellschaften solten anfangs nur Dach-Hedge-Fonds anbieten dürfen, im Spätherbst beschlossen, auch Investments in einzelne Hedgefonds direkt zuzulassen. Allerdings dürfen diese Fonds nicht öffentlich vertrieben oder beworben werden. Angeboten werden sie im Rahmen eines private Placements. Interessierte müssen also ausdrücklich nach Hedge-Fonds fragen, bevor ihnen ein Angebot gemacht wird.

http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,273661,00.html

Links:

- Fondsgesellschaften

- Alles was man über Hedgefonds wissen muss

- DER ARIVA-FONDS-TIP (von pm und jp)

- Fonds (Zusammenfassung Teil 1)

- Die besten Fonds (Januar 2003)

- www.ariva.de/fonds

- www.fondsweb.de

- www.investmentfonds.de
Antworten
PM:

@Happy

 
17.11.03 10:22
Danke! :-)

bye, Paul.
Antworten
Happy End:

Den gebe ich zurück

 
17.11.03 11:52
für die Aufnahme der Fonds :-)

Gruß
Happy
Antworten
Happy End:

Deutschlands größtes unabhängiges Fondsmagazin

 
17.11.03 15:11
www.derfonds.net  
Antworten
Happy End:

Fondsnavigator

 
17.11.03 18:34
www.fondsnavigator.de  
Antworten
Happy End:

...und zwischendurch ein wenig Werbung:

 
20.11.03 17:58
...aber natürlich nur für Fonds ;-)
Fonds (Zusammenfassung) 1272862  Fonds (Zusammenfassung) 1272862
Antworten
Happy End:

FondsCheck - Alles über Investmentfonds

 
20.11.03 22:46
www.fondscheck.de  
Antworten
Happy End:

Wie Hedge-Fonds funktionieren

 
02.12.03 11:48
Plus 9900 Prozent! Jan Viebig starrt auf den Bildschirm voller blinkender chinesischer Schriftzeichen. Ein Aktienchart zeichnet eine dramatische Geschichte nach: Binnen zwei Jahren explodierte der Kurs von 70 Cent auf 70 Dollar, dann stürzte er ab. „Vollkommen schwachsinnig“ sei die chinesische Internetfirma bewertet gewesen, murmelt Viebig. 1,4 Milliarden Dollar Börsenwert bei einem Quartalsumsatz von gerade mal 17 Millionen Dollar. „Die Aktie war schon bei zehn Dollar zu teuer“, mosert Hansjörg ANZEIGE
 
Pack, der Mann auf dem Stuhl neben ihm. „Und das Gleiche...“ – Viebig drischt auf zwei Tasten ein, und auf dem Nachbarschirm erscheint noch ein China-Chart, diesmal ohne Abbruchkanten – „...wird auch dieser Aktie passieren.“ Viebig und Pack suchen solche Schreckenszenarien, denn an Aktien, vor denen andere flüchten, können sie verdienen.

Im Frühjahr bekamen die beiden von Klaus Kaldemorgen, Geschäftsführer der Deutsche-Bank-Tochter DWS, neue Arbeit zugeteilt: Sie, die bisher Asien-Fonds verwalteten, managen in Zukunft einen HedgeFonds – ein völlig neuer Job bei Deutschlands Fondsgesellschaften. Denn bisher waren diese Fonds mit dem zweifelhaften Ruf in Deutschland nicht einmal zugelassen.

In der Anlagepolitik völlig frei

Im nächsten Jahr dürfen Hedge-Fonds auch an Privatanleger verkauft werden. Noch im Sommer hieß es, erfahrene Private sollten – wenn schon in Hedge-Fonds – dann zu ihrer eigenen Sicherheit nur in Dachfonds einsteigen, in denen mehrere Hedge-Fonds gebündelt werden und das Risiko somit breiter gestreut ist. Nun trauen die Politiker privaten Investoren doch mehr zu. Wohl auch, weil die Branche heftig dafür plädierte. Das Ergebnis: Vermögende Anleger sollen über Privatplatzierungen nun doch auch in einzelne Fonds investieren dürfen.

Die Marketingabteilungen der Banken konstruieren nun unter Hochdruck neue Produkte. Sie wissen, dass Hedge-Fonds sich in den nächsten Jahren zu einem Riesengeschäft entwickeln könnten: So will allein der Branchenriese DWS im ersten Jahr eine Milliarde Euro Kapital einsammeln.

Der große Unterschied zu anderen Fonds: Hedge-Fonds-Manager sind in ihrer Anlagepolitik frei. Das ist das Verlockende an diesem Job, hat aber viele von ihnen in der Vergangenheit in Verruf gebracht. Sie können auf Kredit spekulieren. Vor allem aber dürfen sie Aktien leer verkaufen, also in Erwartung fallender Kurse Papiere verkaufen, die sie nur geliehen haben. „Short gehen“, nennen Börsianer das. Kriegsgewinnler, schimpfen andere. Wer einen herkömmlichen Aktienfonds managt, darf nur „long“ sein, also Papiere kaufen und hoffen, dass ihr Kurs steigt.

„Jeden Tag stoßen wir auf völlig überbewertete Unternehmen wie diese chinesische Internetfirma“, sagt Viebig. Bisher konnten die beiden Fondsmanager mit ihrem Riecher für schlechte Aktien wenig anfangen. Sie kauften sie eben nicht. Fertig. Jetzt aber können, jetzt müssen sie shorten. Und deshalb kleben Viebig und Pack schon wieder vor ihren drei Monitoren. Ständig dranbleiben, „den Newsflow in einer Aktie verfolgen“. Wie das Duo lauert eine ganze Meute von Hedge-Fonds rund um den Erdball bei hunderten von Aktien auf den „Catalyst“, den Auslöser, der eine Story endlich ins Laufen bringt.

Trainieren mit einem Dummy-Portfolio

Noch trainieren die beiden mit einem Dummy-Portfolio: ohne Geld, aber unter realistischen Bedingungen. Alle Prozesse werden durchgespielt und peinlich genau dokumentiert. Demnächst will die DWS auch Seed-Capital in die Fonds stecken – eigenes Risikogeld der Fondsgesellschaft, das über Cayman Islands angelegt werden soll. a Zwei Stockwerke weiter oben entscheidet sich, wie die neuen Fonds von Januar an in den Filialen der Deutschen Bank (Xetra: 514000.DE - Nachrichten - Forum) verkauft werden sollen. Helge Staack feilt an einer Power-Point-Präsentation für die Bankberater. „Vice President Produktmanagement“ steht auf seiner Visitenkarte. Was tut ein Vice President? „Produktmanagement umfasst Beschaffung, Produktion und Absatz – bei Fonds genauso wie in der Industrie“, erklärt der 33-Jährige. Seine Allgemeine Betriebswirtschaftslehre hat er noch drauf.

Die DWS ist in einen neuen Glaspalast im Frankfurter Westen gezogen, mit Sicht auf die Skyline (NYSE: SKY - Nachrichten) des Bankenviertels, aber doch ein gutes Stück weg von den Türmen des Mutterhauses. Gegenüber, auf der anderen Seite der Mainzer Landstraße, schleift ein Bagger die letzten Überreste eines abgerissenen Bürohauses. „Aufbruchstimmung im Westen“ hat der Verkäufer auf ein Schild gepinselt. Das passt. Die Fondsgesellschaften sind froh, nach Jahren der Aktienbaisse ein neues Thema und damit neue Geldquellen entdeckt zu haben.

Infomationen werden in Indianapolis gebündelt

Die Konferenzräume der Fondsmanager heißen nach Rennstrecken, Indianapolis und Hockenheim. Produktmanager wie Staack halten ihre Meetings in Räumen, die nach Tennisarenen benannt sind, Rothenbaum und Roland Garros. Produktmanager müssen im Rennen nicht ganz vorn liegen, sondern lediglich den richtigen Schlag landen.

Dazu beschafft Staack die richtigen Informationen, „zum Beispiel über den rechtlichen Rahmen für Hedge-Fonds-Produkte“. Der steht fest, seit der Bundestag am 7. November das neue Investmentgesetz verabschiedet hat. Zwei Wünsche der Branche haben die Politiker noch erfüllt: Neu ist nicht nur, dass erfahrene Privatanleger jetzt statt Dachfonds auch einzelne Hedge-Fonds ordern dürfen, sondern auch, dass die großen Fondsgesellschaften Dachfonds jetzt auch ausschließlich mit Fonds aus eigener Produktion bestücken können.

Die gibt es im Weltreich der Deutschen Bank längst reichlich: 200 Hedge-FondsProfis arbeiten für die Absolute Return Strategies Group, New York. Ihr European Fund hat in den vergangenen drei Jahren 27 Prozent zugelegt, während sich der Euro Stoxx fast halbierte. Know-how, das Kaldemorgen, Staack und die Fondsmanager einmal die Woche via Conference Call anzapfen.

DWS mit Auszeichnungen dekoriert

Software ist wichtig. Wer Erfolg ha-ben will, muss nicht nur die richtigen Aktien finden, weiß Fondsmanager Pack: „Man muss ein System finden und beherrschen, mit dem sich Risiken kontrollieren lassen.“

„Dass sie die richtigen Aktien entdecken, haben unsere Fondsmanager bewiesen“, glaubt Staack. Tatsächlich ist die DWS unter den deutschen Fondsgesellschaften die mit Abstand am höchsten dekorierte. Überall im DWS-Gebäude, in Konferenzräumen, Büros und selbst in den Pförtnerlogen hängen und stehen Fonds-Awards, die Medien, Berater und Ratingagenturen inflationär verteilen.

Ebenso wichtig wie das Gespür für Aktien ist die Kontrolle der Risiken. Eine Studie der New Yorker Beratungsfirma Capital Markets Company ergab, dass mehr als die Hälfte aller Hedge-Fonds, die Pleite gingen, scheiterten, weil hoch bezahlte Fondsmanager schliefen oder schlampten: lückenhafte Berichte, verkannte Risiken, falsch bewertete Portfoliopositionen.

Pack blättert auf dem Bildschirm eine Excel-Oberfläche auf: etwa 50 Positionen in Aktien, Indizes und Derivaten. Short-Positionen leuchten rot, Long-Positionen grün, Verluste und Gewinne auf einen Blick. Hinter den Werten laufen in über 20 Spalten alle nur denkbaren Daten dazu ein. Kaum ändert sich ein Parameter, aktualisiert die Software sämtliche Daten.

Trockene Zahl mit durchschlagender Wirkung

Nicht Euro oder Dollar sind hier die Hauptwährung, sondern Risiko. „Dafür haben wir ein festes Budget“, sagt Pack. Keine Transaktion läuft ab, ohne dass die Limits gecheckt werden. Ballen sich Probleme in einem Land, einer Branche, einer Aktie? Stimmt das Verhältnis von Long- zu Shortpositionen – oder hat sich der Manager von der Börse mitreißen lassen?

Packs Finger flitzen wieder über die Tasten. Der Rechner signalisiert ihm ein so genanntes Beta von 0,12 gegen den Weltindex MSCI: Bewegt sich der Aktienmarkt um zehn Prozent, folgt der Fonds um 1,2 Prozent. Eine trockene Zahl mit durchschlagender Wirkung: Crasht die Börse um die Hälfte, verliert das Portfolio aber nur sechs Prozent.

Jetzt blinken die Zahlen: Stresstest. Wenn der Ölpreis morgen um zwei Prozent fällt und der Dollar um zwei Punkte steigt, was passiert? Alles klar: Nichts.

LTCM wurde zu groß und änderte Strategie

Kann man Risiken Ausschalten? Die meisten Faktoren, die Fondsmanagern suggerieren, alles im Griff zu haben, stützen sich auf Daten der Vergangenheit. Es kann aber alles auch ganz anders kommen, theoretisch. Doch besser, davon ist Viebig überzeugt, kann man Risiken nicht ausschalten: „Die Gefahr, mit diesem Fonds Geld zu verlieren, ist viel geringer als bei klassischen Aktienfonds.“ Zum Beweis führt Viebig gleich vier Nobelpreisträger ins Feld: Franco Modigliani und Merton Miller, die gezeigt haben, wie man Aktien bewertet, sowie Harry Markowitz und William Sharpe, die lehrten, wie man Risiken managt. „Deren Bewertungsmodelle und Risiko-Tools bringen wir zusammen“, sagt Pack.

Dass zwei weitere Nobelpreisträger, Robert Merton und Myron Scholes, in den Neunzigerjahren den Hedge-Fonds LTCM spektakulär vor die Wand fuhren, stört ihn nicht: „LTCM war anfangs erfolgreich, wurde dann zu groß und änderte deshalb seine Strategie. Das ließe unser System nicht zu.“

Andere wohl schon. Jedes Jahr verschwinden einige hundert der weltweit geschätzt 6000 Hedge-Fonds: Weil sie ihre Systeme nicht im Griff hatten, Trends falsch einschätzten oder mangels Marketing-Power zu klein und somit unwirtschaftlich blieben. Investoren wollen deshalb am liebsten erprobte Fonds. „Voraussetzung für ein erfolgreiches Auftreten am Markt ist ein Track-Record als Nachweis guter Arbeit“, sagte Sönke Papenhausen, Vorstand der Gothaer Asset Management, die seit zehn Jahren in Hedge-Fonds investiert. „Ich wundere mich, wie deutsche Anbieter von heute auf morgen in diesen Markt wollen.“

Versprochene sieben Prozent nicht erreicht

Die DWS-Manager sehen in ihrem Großraumbüro an der Mainzer Landstraße schon jetzt geballte Hedge-Fonds-Kompetenz versammelt, zumindest bei Aktien, Bonds und Devisen. „Wir stehen nur am Fließband: Viele Teile reichen uns andere an“, sagt Viebig und deutet durch den Raum. In der Ecke am Fenster sitzt Kaldemorgen, mit seinem Vermögensbildungsfonds I einer der erfolgreichsten deutschen Portfoliomanager. Vorne rechts ein Russland-Team, davor die Asien-Experten, auf der anderen Seite Technologiefonds-Manager und die Biotech-Gruppe.

In über 100 Fächern sind die Werbebroschüren der DWS-Fonds hinter dem aufgeräumten Schreibtisch von Produktmanager Staack abgelegt. Einige bieten Hinweise, wie die Hedge-Fonds-Palette der DWS aussehen könnte: „Lassen Sie die Märkte Märkte sein“ lockt da der DWS Performance Strategy genervte Anleger. Er soll Erträge unabhängig von der Marktentwicklung erwirtschaften, indem er Aktienpaare gegeneinander ausspielt. Der Fonds wettet also nicht darauf, dass die Aktien von BMW (Xetra: 519000.DE - Nachrichten - Forum) und DaimlerChrysler (Xetra: 710000.DE - Nachrichten - Forum) steigen oder fallen, sondern dass BMW stärker steigt und weniger steil fällt als DaimlerChrysler. Fünf bis sieben Prozent Gewinn soll diese Strategie Anlegern bringen.

Ein zweiter Fonds nutzt Kursveränderungen an den Devisenmärkten, er liegt nach sechs Monaten mit rund 3,4 Prozent Plus im Plan. Weniger gut sieht es beim Vola Strategy aus, der Put- und Calloptionen verkauft und so Optionsprämien vereinnahmt. In knapp einem Jahr legte er nur 2,1 Prozent zu, weit weniger als die versprochenen sieben Prozent.

Hinzu sollen mehrere Long/Short-Aktienfonds kommen, mit unterschiedlichem Chance-Risiko-Verhältnis. Dazu Fonds, die Bewertungsarbitrage zwischen Unternehmensanleihen betreiben und solche, die auf den globalen Devisenmärkten Geld verdienen sollen.

Hedge-Fonds-Typen abseits von Aktien, Bonds und Devisen definiert Frankfurt nicht als eigene Kernkompetenz – sie werden von den Kollegen in New York und wohl auch von Fremdanbietern zugeliefert. Zusammen reicht das für mehrere unterschiedliche Dach-Hedge-Fonds, die von Kaldemorgens Leuten in Frankfurt zusammengebaut werden sollen.

Fremdfonds werden teurer bezahlt

Was Anleger dafür zahlen sollen wird in der Mainzer Landstraße gerade ausgerechnet. Bisher berief sich die DWS auf die in den USA üblichen Sätze: Standardvergütung zwischen 1,5 und 2,0 Prozent des Fondsvermögens plus 20 Prozent Gewinnbeteiligung plus Gebühren für Berater. Dachfonds, die nur aus Deutsche-Bank-Produkten bestehen, dürften billiger als solche mit Fremdfonds ausfallen. Single-Hedge-Fonds sollen weniger kosten als Dachfonds und alle zusammen deutlich weniger als Hedge-Fonds-Zertifikate wie das der Deutschen Bank. Mit ihrem Xavex Hedge-Select sammelte die Bank 2000 rund 1,8 Milliarden Euro ein. Skepsis war angebracht: Die Zertifikate legten nicht, wie optimistisch prognostiziert, jährlich zehn Prozent zu, sondern verloren insgesamt vier Prozent.

"Ich wünsche mir, dass die Deutsche Bank nicht gleich ihren Vertriebsapparat in Bewegung setzt, sodass jeder, der an den Schalter kommt, vom Berater einen Dachfonds aufs Auge gedrückt bekommt“, sagte Andreas Pichler, Chef der Oppenheim Vermögenstreuhand.

Fest steht: DWS-Chef Axel-Günter Benkner will 2004 über eine Milliarde Euro in Hedge-Fonds haben: „Und wir werden dann schon profitabel sein.“ Kritik von Wettbewerbern, die behaupten, das neue Gesetz bevorzuge die großen deutschen Fondsgesellschaften, kommentierte Benkner vor einigen Wochen in Frankfurt süffisant: „Kleine Imbissbuden haben Angst, dass in der Nachbarschaft ein großes Restaurant aufmacht.“ Die Deutsche Bank hat sie nicht: Mit ihren drei Hedge-Fondsähnlichen Produkten hat die DWS innerhalb weniger Monate 420 Millionen Euro eingesammelt.

Benkners Milliardenziel ist deshalb wohl eher zu niedrig angesetzt.

de.biz.yahoo.com/031124/318/3rq02.html
Antworten
Happy End:

Weisenhorn Europa

 
06.12.03 15:15

Fonds-Tipp
für DAB bank Kunden präsentiert von
Weisenhorn & Partner
Name:Weisenhorn EuropaWKN/
ISIN:
553 161 /
LU0117009935
Ausgabeaufschlag
regulär:
4 %Discount DAB bank:50 %
Ausgabeaufschlag
DAB bank:
2 %Anlageschwerpunkt:Aktien Europa

Chart
Fonds (Zusammenfassung) 1295823

Fonds (Zusammenfassung) 1295823Das Beste aus EuropaDie fundamentale Analyse, kombiniert mit einem professionellen Risikomanagement, ist die Grundlage der Arbeit von Weisenhorn & Partner. Die Portfoliomanagerin Elisabeth Weisenhorn greift auf einen seit über 18 Jahren andauernden Erfolg im Asset Management zurück und wurde mehrmals von Standards & Poor’s mit dem Titel ”Portfoliomanager des Jahres” ausgezeichnet.
 
Der Fonds investiert in europäische Aktien und selektiert aussichtsreiche Blue Chips und Nebenwerte sowie wachstums- und wertorientierte Titel aus allen Bereichen der Wirtschaft. Die Auswahl der einzelnen Titel erfolgt nach fundamentaler Analyse der Unternehmen.
 
Dazu zählen persönliche Kontakte zu den Unternehmen sowie der Zugriff auf die Analysen international führender Investmentbanken.
 
Unabhängig von der Entwicklung des Gesamtmarktes (Index) ist es Ziel des Fonds, langfristig überdurchschnittliche Erträge zu erwirtschaften und durch aktives Management die Schwankungen des Marktes auszunutzen.
 
Weisenhorn & Partner eignet sich für Kunden, die eine mittel- bis langfristige stabile Performance suchen und ihr Vermögen aktienorientiert anlegen wollen.
 
Im November konnte der Fonds eine leicht positive Entwicklung von 0,76 % verzeichnen.
 
Kommentar des Fondsmanagers:
Seit Anfang des Jahres per Monatsende November haben wir eine Performance in Höhe von + 64,72 % erzielt. Positiv zur Performance trugen Allianz, Philips sowie auch zyklische Unternehmen aus dem Halbleiterzuliefer-, dem Stahl- und Chemiebereich bei. Der Monat war wiederum geprägt von Wachstumshoffen und -bangen, wobei Letzteres – auch im Zuge eines sich weiter abschwächenden US-Dollars – wieder überhand nahm und zu Kurskorrekturen führte. Die Indikatoren zeigen weiter auf das von uns favorisierte Szenario einer konjunkturellen Erholung. Zudem sind europäische und insbesondere deutsche Aktien nach wie vor unterbewertet. Daher hat sich die Struktur des Fonds mit seinem Schwerpunkt in wachstums- und konjunktursensiblen Bereichen nicht grundsätzlich geändert. Wir sehen weiteres Potenzial an den Aktienmärkten.  Warum Europa? Europa – der zweitgrößte Wirtschaftsraum der Welt  Vielzahl an aussichtsreichen Unternehmen in allen Branchen  Steigende Liquidität und Transparenz an den europäischen Aktienmärkten  Erhöhte Notwendigkeit der privaten Vorsorge zur Absicherung
Antworten
Happy End:

Aktienfonds im Langzeittest (05.12.03)

 
07.12.03 12:50

Fonds (Zusammenfassung) 1296054
Aktien weltweit
RangFondsChartISIN1WertungRendite2Volumen
(Mio. Euro)
1 Jahr5 Jahre
1Acatis Aktien Global (UI)Fonds (Zusammenfassung) 1296054DE0009781740(A)34,2314,9145
2WM Aktien Global (UI)Fonds (Zusammenfassung) 1296054DE0009781898(A)14,6013,9017
3DWS Vermögens-
bildungsfonds I
Fonds (Zusammenfassung) 1296054DE0008476524(A)15,3312,285675
4DWS-Löwen AktienfondsFonds (Zusammenfassung) 1296054DE0009769802(A)30,6611,72122
5DWS (CH)-AktienFonds (Zusammenfassung) 1296054CH0003531974(A)13,0510,43395
6Lingohr Systematic (BB-Invest)Fonds (Zusammenfassung) 1296054DE0009774794(A)14,7310,19168
7DWS IntervestFonds (Zusammenfassung) 1296054DE0008474016(A)15,7310,10485
8Tweedy, Browne-International Value FundFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0076398725(A)15,349,2179
9Malabar InternationalFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0138825681(A)4,859,10194
10Franklin Mutual BeaconFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0070302665(A)-3,239,09616
Morgan-Stanley-Weltindex (MSCI World)6,640,80 
Durchschnitt aller Fonds6,29-1,43 
1 Internationale Wertpapierkodierung; 2 in Prozent pro Jahr per 30.9.2003.
Quelle: Feri Trust

Fonds (Zusammenfassung) 1296054
Aktien USA
RangFondsChartISIN1WertungRendite2Volumen
(Mio. Euro)
1 Jahr5 Jahre
1Merrill Lynch II US Focused ValueFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0063938889(A)14,0421,60618
2Scontinvest-North America LU0045841987(A)3,378,94135
3Vontobel US ValueFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0035765741(A)-1,118,51518
4Legg Mason Value IE0002270589(A)19,608,171070
5Gutzwiller OneFonds (Zusammenfassung) 1296054CH0012453558(B)16,897,8446
6US Value FundFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0037722500(A)4,157,17157
7Threadneedle American Select GrowthFonds (Zusammenfassung) 1296054GB0002769536(A)-2,066,60624
8FT Amerika DynamikFonds (Zusammenfassung) 1296054DE0008478041(B)-8,175,4124
9BB-Amerika (BB-Invest)Fonds (Zusammenfassung) 1296054DE0008479437(A)10,145,2112
10Trinkaus Optima US EquitiesFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0071697527(A)3,644,5119
Morgan-Stanley-US-Index (MSCI USA)5,740,43 
Durchschnitt aller Fonds3,43-1,00 
1 Internationale Wertpapierkodierung; 2 in Prozent pro Jahr per 30.9.2003.
Quelle: Feri Trust

Fonds (Zusammenfassung) 1296054
Aktien Europa
RangFondsChartISIN1WertungRendite2Volumen
(Mio. Euro)
1 Jahr5 Jahre
1Fidelity European GrowthFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0048578792(A)12,9711,719626
2Henderson Horizon-Continental EuropeanFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0011889846(A)8,177,72459
3HSBC GIF-Pan-EuropeanFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0047473722(A)8,185,32800
4Gartmore CSF-Continental EuropeFonds (Zusammenfassung) 1296054GB0001746154(A)9,024,821788
5Merrill Lynch II European ValueFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0072462186(A)10,594,32608
6Raiffeisen-Europa-AktienFonds (Zusammenfassung) 1296054AT0000986377(B)10,264,26441
7Fidelity European AggressiveFonds (Zusammenfassung) 1296054LU0083291335(B)24,343,72248
8Activest EuropaFonds (Zusammenfassung) 1296054DE0009779751(A)16,163,3844
9Threadneedle European Select GrowthFonds (Zusammenfassung) 1296054GB0002771169(A)11,463,201517
10Threadneedle European GrowthFonds (Zusammenfassung) 1296054GB0002771052(A)10,843,14661
Morgan-Stanley-Europaindex (MSCI Europe)8,47-0,68 
Durchschnitt aller Fonds6,08-2,65 
1 Internationale Wertpapierkodierung; 2 in Prozent pro Jahr per 30.9.2003.
Quelle: Feri Trust

Methode

Wie Feri Trust Aktienfonds bewertet

Das Feri-Trust-Fondsrating beruht auf Daten eines Fünf-Jahres-Zeitraums, der Ende September 2003 endete. Die Bewertung basiert auf zwei Faktoren.

Der Renditeindikator:

Fonds (Zusammenfassung) 1296054Fonds (Zusammenfassung) 1296054
© Jörg Ladwig
Fonds (Zusammenfassung) 1296054
Großansicht
Fonds (Zusammenfassung) 1296054
Die Prüfer: Das Analysteam von Feri Trust (v. l. n. r.: Jens Wetter, Min Sun, Peter Ivanfy, Lars Kolbe, Carsten Hermann.) begutachtete fast 2800 Aktienfonds
Fonds (Zusammenfassung) 1296054
Drei Kennzahlengruppen fließen ein.

1. Performance: War der Fonds im Jahresvergleich besser als der Index und die Konkurrenz?

2. Schwankungen: Verlor der Fonds in schlechten Börsenphasen stärker, als er im Boom gewann?

3. Stabilität: Wie oft war der Fonds in einem Dreimonatszeitraum besser als der Index oder die Konkurrenz?

Der Risikoindikator:

Auch hier gibt es drei Gruppen für die Wertung.

1. Timing-Risiko: Wie stark schwankt die Fondsperformance?

2. Verlustrisiko: Wie wahrscheinlich war ein Verlustmonat im Beobachtungszeitraum? Verlor der Fonds mehr als der Index?

3. Managementrisiko: Ging das Management Risiken ein, indem es beim Depotmix von der Zusammensetzung des Index abwich?

In jeder Kennzahlengruppe vergeben die Feri-Experten Punkte. Am Ende steht eine Unterteilung der Fonds in fünf Klassen:
(A) = sehr gut
(B) = gut
(C) = durchschnittlich
(D) = unterdurchschnittlich
(E) = schwach

In die mm-Ranglisten kamen nur (A)- und (B)-Fonds. Sortiert sind die Papiere nach ihrer durchschnittlichen jährlichen Wertentwicklung im Beobachtungszeitraum.
Antworten
Happy End:

Basiswissen Fonds

 
27.10.05 12:18
Die deutsche Investmentbranche ist in den vergangenen 20 Jahren enorm gewachsen. Dies belegen die steigende Anzahl von Publikumsfonds und Spezialfonds, die steigenden Fondsvolumina und die weiter zunehmende Anzahl an Gründungen neuer Gesellschaften. So gab es in Deutschland im Jahr 1980 insgesamt 605 Fonds mit knapp 24 Millionen Euro Anlagevolumina (106 Publikumsfonds und 488 Spezialfonds). Im Jahr 2001 waren es über 7.500 Fonds mit einem Anlagevolumen von über 1 Milliarde Euro (ca. 1.900 Publikumsfonds und 5.600 Spezialfonds)

Rechtsgrundlage für das Geschäft der deutschen Investment-Gesellschaften ist neben dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG) insbesondere das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG). Hierbei handelt es sich um ein in der Praxis bewährtes Anlegerschutzgesetz.

Deutsche Investmentfonds unterliegen einer besonderen staatlichen Aufsicht durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Bonn. Publikumsfonds sind Investmentfonds, deren Anteile der Öffentlichkeit, d.h. einem unbegrenzten Anlegerkreis, angeboten werden. Spezialfonds sind Investmentfonds, deren Anteile ausschließlich einem begrenzten Anlegerkreis angeboten werden, wie beispielsweise Versicherungen, Pensionskassen und anderen Unternehmen. Für Spezialfonds gelten die gleichen Anlagevorschriften und steuerlichen Bestimmungen wie für Publikumsfonds.

Was sind Investmentfonds?

Investmentfonds sind Sondervermögen, die von Fonds-Managern einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG) verwaltet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank verwahrt werden. Die Anlagegesellschaft bündelt in einem Investmentfonds die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikostreuung in verschiedenen Vermögenswerten nach definierten Anlagegrundsätzen gewinnbringend anzulegen.

Wie funktionieren Investmentfonds?

Fonds werden von KAG´s auflegt und von Fonds-Managern verwaltet. Dabei kann man sich einen Fonds wie einen großen Topf vorstellen, in dem eine Anzahl an verschiedenen Wertpapieren liegt, deren Auswahl von einem Fond-Manager getroffen wird. Dieser wird von einem Analystenteam unterstützt, das in regelmäßigen Abständen ausgewählte Unternehmen besucht und detaillierte Auskünfte über die aktuelle Lage und weitere Entwicklung der betreffenden Gesellschaft mit dem Management einholt. Die Berichte der Analysten bilden die Grundlage für die Entscheidung der Fonds-Manager, welche Werte neu in den Fonds aufgenommen werden bzw. welche Werte aus dem Fonds herausgenommen werden.

Dabei kann der Fonds-Manager nicht jeden beliebigen Wert kaufen. Er muss sich vielmehr an die in der Fondssatzung (in den Verkaufsprospekten enthalten) bzw. die im Gesetz vorgegebenen Anlagebeschränkungen halten. Das Kapital, mit dem die einzelnen Wertpapiere des Fonds gekauft werden stammt von einer großen Anzahl von Anlegern. Der Gesamtbetrag eines Fonds wird in den Verkaufsprospekten bzw. Rechenschaftsberichten der KAG´s als Nettovermögen oder Fondsvolumen bezeichnet. Möchte ein Anleger in einen Investmentfonds investieren, so kann er einen Anteil zum aktuellen Ausgabepreis erwerben. Dieser Anteil wird in der Fachsprache als Investmentzertifikat bezeichnet und verbrieft den quotenmäßigen Anteil des Anlegers am Wertpapiersondervermögen.

Bei offenen Investmentfonds ergibt sich der Wert eines solchen Anteils nicht wie bei Aktien durch Angebot und Nachfrage, sondern durch tägliche Berechnung der KAG. Hierbei wird der Nettoinventarwert ermittelt und durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile dividiert. Seine Anteile kann der Anleger jederzeit zum aktuellen Rücknahmepreis verkaufen. Die Preise für Investmentzertifikate werden börsentäglich in den gängigen Wirtschaftszeitungen und bei finanzen.net veröffentlicht, wobei die Preise ohne Gebühren ausgewiesen werden. Bei Aktien wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt; bei Fonds (Investmentzertifikaten) ist nicht das Angebot und die Nachfrage für die Preisbildung entscheidend. Diese ergibt sich vielmehr aufgrund der gewichteten Kurswerte der zugrunde liegenden Wertpapiere oder Immobilien.

Welche Anlageformen gibt es?

Investmentanteilscheine

Diese Wertpapiere können bei allen deutschen Kreditinstituten erworben werden. Der Anleger kann Anteile in beliebiger Anzahl erwerben. Für die Anlagesumme erhält er Anteilscheine, die aus dem Mantel, der eigentlichen Urkunde, und dem Bogen bestehen. Der Bogen enthält Ertragscheine und einen Erneuerungsschein. Gegen Vorlage der aufgerufenen Ertragscheine wird dem Anleger die jährliche Ausschüttung der Erträge ausgezahlt. "Thesaurierende Fonds" schütten die Erträge nicht aus, sondern legen sie bei Zufluß an den Fonds unverzüglich wieder an. In der Regel werden die Anteilscheine in einem Wertpapierdepot bei einem deutschen Kreditinstitut oder bei der jeweiligen Investment-Gesellschaft verwahrt.

Anlagepläne

Der Anleger kann je nach seinen finanziellen Verhältnissen regelmäßig oder unregelmäßig bestimmte Beträge auf ein sogenanntes "Investment-Konto" einzahlen. Durch die Wiederanlage der Erträge zum Anteilwert (ohne den sonst üblichen Ausgabeaufschlag) erzielt der Anleger einen Zinseszinseffekt, da ausgeschüttete Erträge an künftigen Entwicklungen der Anlage teilnehmen und wieder neue Erträge hervorbringen ("Kumulativ-Effekt").

Auszahlpläne

Sind auf einem Investmentkonto größere Beträge durch regelmäßige oder unregelmäßige Einzahlungen angespart, kann der Anleger einen Auszahlplan vereinbaren. Ihm werden dann bestimmte Beträge, die er selbst festlegen kann, regelmäßig ausgezahlt. Bei allen Investmentkonten kann der Anleger börsentäglich uneingeschränkt über seinen Anteilbestand verfügen. Dies gilt unabhängig davon, ob er mit der Gesellschaft Vereinbarungen über Einzahlungs- bzw. Auszahlungsmodalitäten abgesprochen hat.

Welche Kosten fallen beim Kauf von Fonds an?

Beim Kauf von Investmentanteilscheinen zahlt der Anleger einen Ausgabeaufschlag, der je nach Fondstyp im allgemeinen zwischen null und sechs Prozent beträgt. Neben den Ausgabekosten, die insbesondere dazu dienen, die Vertriebskosten abzudecken, erhält die Investment-Gesellschaft jährlich eine Verwaltungsvergütung, die im allgemeinen 0,3 bis 1,5 Prozent des Sondervermögens (je nach Fondstyp) beträgt. Die Depotbank erhält eine Depotbankvergütung in Höhe eines Promille-Satzes des Sondervermögens.

Welche Fondsarten gibt es?

Durch das Dritte Finanzmarktförderungsgesetz, das am 01.04.1998 in Kraft trat, wurde die bestehende Palette der Publikums-Investmentfonds um weitere neue Investmentfondstypen erweitert. Neben Wertpapierfonds, Offenen Immobilienfonds, Geldmarktfonds sowie Beteiligungs-Sondervermögen wurde auch die Auflegung von Investmentfondsanteil-Sondervermögen (Dachfonds), Altersvorsorge-Sondervermögen (AS-Fonds) sowie Gemischter Wertpapier- und Grundstücks-Sondervermögen möglich. Weiterhin wurden die Geschäftsmöglichkeiten für bereits zugelassene Investmentfondstypen erweitert, beispielsweise durch Aktienindexfonds, Aktienfonds mit begrenzter Laufzeit und durch die Verwendung derivativer Finanzinstrumente.

1. Wertpapierfonds (Wertpapier-Sondervermögen):

Wertpapier-Sondervermögen dürfen nur aus Wertpapieren, Aktien, Bezugsrechten, Schuldscheindarlehen, Bankguthaben und Einlagenzertifikaten, unverzinslichen Schatzanweisungen und Schatzwechseln, Anteilen an inländischen und vertriebsberechtigten ausländischen Wertpapier- und Geldmarktfonds sowie derivativen Finanzinstrumenten (beispielsweise Optionsrechte, Finanzterminkontrakte und Swaps) bestehen. Die Wertpapiere müssen grundsätzlich an anerkannten Märkten des In- und Auslandes gehandelt werden bzw. ihr Handel muss an entsprechenden Märkten vorgesehen sein.

Bei Aktienfonds wird die Veranlagung in Aktien, sowie in geringem Umfang in Sicht- und Termineinlagen vorgenommen. Das Risiko ist hoch einzustufen und der Mindestveranlagungszeitraum beträgt mindestens 5 Jahre bei Aktien etablierter Börsen; mindestens 7 Jahre bei Aktien aus Schwellenländern.

Bei Rentenfonds wird die Veranlagung in Anleihen, sowie ein geringer Teil in Sicht- und Termineinlagen vorgenommen. Das Risiko ist niedrig bis mittel einzustufen und der Mindestveranlagungszeitraum beträgt 3 bis 4 Jahre.

Bei Geldmarktfonds wird die Veranlagung in Anleihen, mit Restlaufzeiten bis zu 24 Monaten, in Floater und Geldmarktinstrumente sowie in Sicht- und Termineinlagen vorgenommen. Das Risiko ist niedrig einzustufen und der Mindestveranlagungszeitraum beträgt 0,5 bis 2 Jahre.

Zu den Speziellen Fonds zählen High Yield Fonds, Branchenfonds, Garantiefonds, Derivativfonds und auch Neue Märkte Fonds. Neben den genannten Fondstypen gibt es noch eine weitere Vielzahl, die sich auf bestimmte Regionen bzw. bestimmte Branchen konzentrieren.

Weiterhin zählen zu dieser Kategorie Kurzläufer-Rentenfonds, die sich in ihrer Anlagepolitik auf Rentenpapiere mit kurzer Laufzeit konzentrieren; Rentenfonds mit begrenzter Laufzeit, die den Verkauf der Anteile nach einer bestimmten Frist einstellen und deren Vermögen nach einer festgelegten Laufzeit an die Anteilsinhaber wieder ausgezahlt wird; Aktienindexfonds, die einen anerkannten Aktienindex nachbilden und Aktienfonds mit begrenzter Laufzeit, die den Verkauf der Anteile nach einer bestimmten Frist einstellen und deren Vermögen nach einer festgelegten Laufzeit an die Anteilsinhaber wieder ausgezahlt wird.

2. Offene Immobilienfonds (Grundstücks-Sondervermögen):

Bei diesen Fonds werden die Gelder der Anleger in überwiegend gewerblich genutzten Grundstücken an wirtschaftlich interessanten Standorten angelegt. Damit erhält der Anleger die Möglichkeit, bereits mit kleinen Be-trägen von der aktuellen Entwicklung des Immobilienmarktes zu profitieren.

3. Beteiligungs-Sondervermögen:

Bei dieser Fondsart handelt es sich um Investmentfonds, die außer in Wertpapieren (Aktien und Schuldverschreibungen) und Bankguthaben bis zu 30 Prozent des Sondervermögens in stillen Beteiligungen an nicht-börsennotierten Unternehmen mit Sitz und Geschäftsleitung in der Bundesrepublik Deutschland anlegen können.

4. Geldmarktfonds (Geldmarkt-Sondervermögen):

Geldmarkt-Sondervermögen dürfen nur aus Geldmarkttiteln (Wertpapiere und Schuldscheindarlehen mit Restlaufzeiten von höchstens 12 Monaten oder marktgerechter Anpassung der Verzinsung mindestens alle 12 Monate) und Bankguthaben bestehen.

5. Dachfonds (Investmentfondsanteil-Sondervermögen):

Dachfonds bestehen ausschließlich aus Anteilen an anderen Sondervermögen, also Geldmarktfonds, Wertpapierfonds, Beteiligungs-Sondervermögen, Grundstücks-Sondervermögen, Gemischte Wertpapier- und Grundstücks-Sondervermögen sowie Altersvorsorge-Sondervermögen.

6. Gemischte Wertpapier- und Grundstücks-Sondervermögen:

Gemischte Wertpapier- und Grundstücks-Sondervermögen dürfen Wertpapiere, Schuldscheindarlehen, Grundstücke, Erbbaurechte sowie Beteiligungen an Grundstücks-Gesellschaften erwerben.

7. AS-Fonds (Altersvorsorge-Sondervermögen):

AS-Fonds sind sogenannte Zielfonds. Ziel ist, ein angemessenes Altersvorsorgeniveau mit geringst möglichem Aufwand und gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit zu erreichen. Sie kombinieren die hohe ökonomische Effizienz anglo-amerikanischer Pension Funds mit den konzeptionellen Vorzügen eines Investmentfonds wie hoher Anlegerschutz, der Transparenz, Flexibilität und einfacher Handhabung. Ihre Anlage ist substanzwertorientiert, d.h. sie besteht aus mindestens 51% Aktien und gegebenenfalls Anteilen an Offenen Immobilienfonds. AS-Fonds dürfen Wertpapiere und Schuldscheindarlehen, Grundstücke, Beteiligungen an Grundstücks-Gesellschaften sowie stille Beteiligungen erwerben. Die Erträge von AS-Fonds dürfen nicht ausgeschüttet, sondern müssen thesauriert werden. Anders als anglo-amerikanische Pension Funds können AS-Fonds sowohl in der 2. als auch 3. Säule der Alterssicherung eingesetzt werden. Alle in Deutschland aufgelegten Investmentfonds sind nach dem sogenannten "open-end Prinzip" konstruiert. Die Zahl der umlaufenden Anteile ist grundsätzlich unbegrenzt; jederzeit können neue Anteilscheine von der Investment-Gesellschaft ausgegeben werden. Ebenso können aber auch jederzeit Investmentanteilscheine an die Investment-Gesellschaft zurückgegeben werden.

Welche Vorteile bietet die Anlage in Investmentfonds?

Bei der Gegenüberstellung von Investmentfonds und Wertpapieren ergeben sich für den privaten Anleger folgende Vorteile:

Anhand der Diversifikation besteht für den Anleger die Möglichkeit, mit kleinen Anlagebeträgen an einem breit gestreuten Portfolio zu partizipieren, womit er an der Entwicklung gesamter Branchen, Märkte oder Indizes teilhaben kann.

Bei der Risikodiversifikation wird versucht, die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes durch die Streuung der Anlage in verschiedene Wertpapiere gering zu halten.

Anhand des professionellen Managements kann der Anleger vom Wissen der Fachleute profitieren, die meist einen beachtlichen Informationsvorsprung gegenüber der breiten Masse haben, den sie bei ihren Anlageentscheidungen zum Vorteil des Kunden nutzen können.

Die Liquidität garantiert dem Anleger, dass er auch im Falle eines Konkurses der Fondsgesellschaft seine Anteile zum Rücknahmepreis verkaufen kann, da das Wertpapiersondervermögen immer strikt vom Vermögen der KAG getrennt wird und somit nicht in die Konkursmasse fällt.

Der Aspekt des Komforts bezieht sich auf den bequemen Umstand, dass sich der Anleger nicht um die Wiederanlage von Einnahmen kümmern muss, da erzielte Gewinne erneut in den Fonds investiert werden. Außerdem übernehmen die Fondsmanager die ständigen Umschichtungen innerhalb eines Portfolios, so dass Anleger in die vermeintlich besten Werte investiert sind.

Welche Nachteile hat das Anlegen in Investmentfonds?

Die Nachteile sind im Risiko zu sehen, dass die zukünftige Rendite einer Anlage von dem Wert abweicht, den der Kapitalanleger aufgrund seiner Informationen erwartet, womit das Risiko als Maß für die Sicherheit des Eintritts einer bestimmten Rendite definiert werden kann.

Dabei wird zwischen unsystematischem und dem systematischem Risiko unterscheiden:

Das unsystematische Risiko bezieht sich nur auf eine bestimmte Anlage. Je nach Fondstyp können dies folgende Risiken sein:

Bei Investitionen der Fonds in Aktien sind das Bonitätsrisiko, Event Risiko, Liquiditätsrisiko, Veränderungen im den Führungsetagen und Streiks zu nennen.

Bei Investitionen der Fonds in Anleihen sind das Bonitätsrisiko, Event Risiko, Kündigungsrisiko, Auslosungsrisiko und Liquiditätsrisiko zu nennen.

Das systematische Risiko bezieht sich nicht nur auf ein einzelnes Wertpapier, sondern immer auf eine gesamte Anlagekategorie (z.B. Aktien, Anleihen etc..). Je nach Fondstyp können dies folgende Risiken sein:

Bei Investitionen der Fonds in Aktien sind das Marktrisiko, Wechselkursrisiko, Länderrisiko und Transferrisiko zu nennen.

Bei Investitionen der Fonds in Anleihen sind das Zinsänderungsrisiko, Wechselkursrisiko, Währungsrisiko und Transferrisiko zu nennen.

Das unsystematische Risiko kann durch die Anlage in Fonds, die viele verschiedene Wertpapiere enthalten, minimiert werden, wohingegen das systematische Risiko insbesondere bei Länder- oder Branchenfonds erhalten bleibt.

Welche Managementstile gibt es?

Generell kann man zwischen aktivem und passivem Management unterschieden. Das Hauptaugenmerk des aktiven Managements ist darauf gerichtet, eine bessere Performance als die Benchmark zu erzielen, d.h. es soll eine bessere risikoadjustierte Performance als der Vergleichsmaßstab erreicht werden. Hierbei muss die zu verwendende Benchmark im Vorfeld exakt definiert werden, um überhaupt den Erfolg eines aktiv gemanagten Portfolios bestimmen zu können.

Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements gibt es im wesentlichen drei Techniken, die zur Anwendung kommen: Die Aktienselektion (Stock Picking) erfordert eine sehr gute Prognosefähigkeit des Managers hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Aktientitel. Dies bedarf Informations- und Interpretationsvorsprünge, die der Manager mit Hilfe seines Analystenteams gegenüber den durchschnittlichen Investoren erlangen will. Unter dem Timing versteht man die Fähigkeit die optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkte der Investition in einzelne Wertpapiere zu finden. Bei der Branchenrotation gilt es, frühzeitig Aufschwünge einzelner Branchen zu erkennen und daran zu partizipieren.

Beim passivem Fondsmanagement geht man von der Annahme hinreichend effizienter Aktienmärkte aus, wonach es nicht möglich ist, dauerhaft risikoadjustierte Überrenditen zu erzielen. Die Strategie ist auf die weitgehende Nachbildung (Index Tracking) einer ausgewählten Benchmark ausgerichtet (Indexfonds).

Beim Investmentstil (die Art und Weise wie der Fondsmanager das Anlagevermögen verwaltet) kann man zwei grundlegende Methoden unterscheiden, den Value- und den Growth-Ansatz.

Der Fonds-Manager orientiert sich beim Value-Ansatz bei der Auswahl der im Fonds enthaltenen Unternehmen nach fundamentalen Kriterien, wie günstigem Kurs-Gewinn-Verhältnis, Dividendenrendite und dass die Firmen nachhaltige Substanz, eine gute Marktstellung oder hohe stille Reserven besitzen.

Die Growth-Anhänger setzen dagegen vor allem auf Gesellschaften, deren Geschäft stark wächst - vorzugsweise aus den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikation.

Allgemeine Regel: In schlechten Börsenzeiten schneidet der Value-Ansatz besser ab, bei einem Kursaufschwung der Growth-Ansatz.

Fonds-Manager können weiterhin in Bezug auf den methodischen Auswahlprozess unterschieden werden. Beim Top-down-Stil bestimmt der Manager zunächst die Länder oder Branchen, die er im Fondsdepot übergewichten will. Danach erfolgt die Auswahl der passenden Aktien. Bei der Bottom-up-Strategie wird der umgekehrte Weg gewählt. Es steht die Auswahl von Einzelwerten im Vordergrund. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, sind dabei zweitrangig.

Der Anleger kann sich nur schwer über die genannten Modalitäten informieren. Die Anlagegrundsätze des Fonds müssen zwar in den Prospekt geschrieben werden, den jeder Anleger beim Kauf erhält. Doch oft genug sind die Formulierungen so allgemein wie möglich gehalten um auf geänderte Marktbedingungen flexibel reagieren zu können. So ist es zum Beispiel möglich, bei einem Blue-Chip-Fonds auch kleinere Titel beizumischen, um dadurch die Performance zu steigern.

Was ist aus steuerlicher Sicht bei Investmentanlagen zu beachten?

Nach dem "Transparenz-Prinzip" darf ein Investmentanleger nicht schlechter gestellt sein als ein Direktanleger in Wertpapieren. Der deutsche Investmentfonds ist deshalb von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit. Dividenden deutscher Aktiengesellschaften fließen dem Investmentfonds ungekürzt zu. Die bei der Ausschüttung der inländischen Dividenden anfallende Körperschaftsteuer und die Kapitalertragsteuer werden dem Fonds zusammen mit Zufluss der Dividenden gutgeschrieben. Zinsen aus inländischen Anleihen und Bankguthaben bzw. Termineinlagen fließen dem Fonds ohne Abzug von Quellensteuer zu. Gewinne des Fonds aus der Veräußerung von Wertpapieren und Bezugsrechten bleiben steuerfrei. Entsprechendes gilt für Gewinne aus der Veräußerung von Grundstücken eines Grundstücks-Investmentfonds, sofern nicht die Spekulationsfrist von zehn Jahren unterschritten wird.

Gewinne aus Termingeschäften i.S.d. § 23 Abs. 1 Nr. 4 EStG sind auf Fondsebene steuerfrei, auch wenn zwischen Erwerb und Beendigung des Geschäfts 12 Monate oder weniger liegen. Auf Anlegerebene sind Gewinne aus Termingeschäften mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten steuerpflichtig.

Welcher Fonds ist der Richtige?

Mit unserem Fonds-Finder können Sie ohne Probleme nach Ihrem Favoriten suchen. Dabei besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Kriterien wie z.B. "Branche", "Emittent" oder "Ausgabeaufschlag" zu wählen. Allgemein sollte bei der Anlage in Investmentfonds - je nach persönlicher Risikoeinschätzung - das Augenmerk auf risikoärmere Fonds (Geldmarktfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds) oder risikoreichere Fonds (Aktienfonds) gelegt werden. Dabei sollte das Engagement immer im Zusammenhang mit dem zeitlichem Horizont und einem eventuell geplanten Verwendungszweck gesehen werden. So ist es nicht ratsam, riskantere Engagements nur kurzfristig einzugehen. Es ist immer zu bedenken, dass die Wertentwicklung eines Fonds in der Vergangenheit keinerlei Garantie für zukünftige Wertsteigerungen bietet. Unter Umständen sind sogar Fonds, die in der Vergangenheit unterdurchschnittlich abgeschnitten haben auf Grund neuer Marktentwicklungen besonders interessant. Grundsätzlich sollte man versuchen, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und die Fonds zu erwerben, die diese Chancen unter Berücksichtigung des erwünschten Risikos möglichst optimal nutzen.

Welche wichtigen Kennzahlen gibt es bei Fonds?

Benchmark

Unter dem Begriff Benchmark versteht man ein Vergleichsportfolio, meistens bekannte Börsendindices oder Investmentfonds mit dem selben Anlageschwerpunkt. Im Falle von Spezialfonds werden häufig auch spezielle Benchmarkportfolios, welche der Konstruktion des Fonds entsprechen, gebildet. Da die Benchmark für die Aussagekraft aller Methoden zur Performance-Messung von entscheidender Bedeutung ist, sollte bei deren Auswahl u.a. beachtet werden, dass es sich um eine reale Anlagealternative handelt, die sehr gut diversifiziert ist.

Volatilität

Die Volatilität ist ein Maß für die historischen Schwankungen eines Fondsanteils im Zeitablauf und wie sehr sich die Preisentwicklung verändert. Dabei bedeutet eine hohe Volatilität ein größeres Risiko als eine niedrige. Entsprechend lassen sich höhere Gewinne nur durch Inkaufnahme eines höheren Risikos erzielen.

Beta-Faktor

Mit dem Beta-Maß wird die Sensitivität eines Portfolios in Bezug auf Renditeänderungen seiner Benchmark berechnet (das systematische Risiko). Das Beta ist also im Vergleich zur Volatilität eine Kennzahl, in deren Berechnung sowohl die Renditen eines Portfolios als auch die Renditen einer Vergleichsgröße einfließen. Folgendes Beispiel soll die Aussagekraft von Beta erklären: Sowohl die Rendite des Portfolios als auch die Rendite der Benchmark steigen um 5 Prozent im Betrachtungszeitraum. In diesem Fall hat das Beta den Wert 1. Steigt die Rendite der Benchmark um 5 Prozent und die des Portfolios um 2,5 Prozent, dann hätte Beta den Wert 0,5. Steigt die Rendite des Portfolios um 5 Prozent und die der Benchmark um 2,5 Prozent würde das Beta 2 betragen. Mit steigendem Beta nimmt auch das Risiko zu, überdurchschnittlich hohe Verluste zu machen. Andererseits steigt mit dem Wert des Beta-Faktors auch die Chance, überdurchschnittlich hohe Erträge zu erwirtschaften.

Korrelationskoeffizient

Der Korrelationskoeffizient zeigt sowohl die Stärke des Zusammenhangs der Renditeänderungen des Portfolios und der Benchmark als auch die Richtung der Renditeänderungen an. Der Korrelationskoeffizient nimmt immer Werte zwischen -1 und +1 an. Dabei gibt die Zahl die Stärke des Zusammenhangs und das Vorzeichen die Richtung an. Ein positives Vorzeichen bedeutet, dass die Rendite des Portfolios immer dann gestiegen ist, wenn auch die Rendite der Benchmark gestiegen ist. Ein negatives Vorzeichen hingegen sagt aus, dass die Renditeänderungen sich gegenläufig verhalten haben. Stieg die Rendite der Benchmark, sank die Rendite des Portfolios und umgekehrt.

BVI-Methode

Die BVI-Methode wurde vom Bundesverband deutscher Investmentgesellschaften entwickelt und hat sich in Deutschland als Standardkennzahl zur eindimensionalen Performancemessung durchgesetzt. Bei dieser Methode werden all jene Kosten, die auf Fondsebene entstehen (z.B. Management- und Depotbankgebühren) bei der Berechnung berücksichtigt, und jene Kosten, die auf der Anlegerseite entstehen (Depotgebühren, Ausgabeaufschläge, etc..), bleiben unberücksichtigt, da diese von Anleger zu Anleger unterschiedlich groß sein können. So ist in den meisten Fällen der Ausgabeaufschlag und die Depotgebühr von der Höhe des eingelegten Kapitals abhängig. Würde man diese Kostenfaktoren einbeziehen, wären die erzielten Ergebnisse lediglich auf den einzelnen Anleger bezogen gültig und daher auch nicht miteinander vergleichbar. Hingegen sind Kosten, die auf der Fondsebene entstehen, für alle Anleger gleich hoch. Ein weiterer Vorteil dieser Methode liegt darin, dass auch für den Anleger nicht sofort ersichtliche Kosten (z.B. Transaktionskosten, Managergehälter, etc..) in das Ergebnis eingehen, und dieses auch dementsprechend schmälern.

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio ist eine der bekanntesten und am meisten verwendeten Kennzahlen im Rahmen der Performancemessung. Mit dieser Kennzahl wird die Risikoprämie je Einheit des übernommenen Gesamtrisikos gemessen, wobei sich die Risikoprämie aus der Differenz der Portfoliorendite zu einem risikolosen Marktzinssatz ergibt. Als risikoloser Zinssatz wird zumeist ein Geldmarktsatz mit adäquater Laufzeit gewählt. Als Risikofaktor verwendet Sharpe in seinem Modell die historische Volatilität des Portfolios. Die Sharpe Ratio ist um so besser, je höher ihr Ergebnis ist.

finanzen.net
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--