30.000 bis 150.000 Dollar für ein "Strong Buy"?
Im Skandal um "betrügerische" Analysten an der Wall Street ist neues Beweismaterial aufgetaucht: Arbeitsverträge, die belegen, dass Analysten Prämien ihrer Arbeitgeber für neu akquirierte Geschäfte erhielten. Das Wall Street Journal (WSJ) hat entsprechende Verträge am Montag veröffentlicht.
Die Entwürfe stammen aus den Finanzinstituten Credit Suisse First Boston (CSFB) und Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ). In beiden Häusern wurde Aktienexperten neben ihrer Vergütung Provisionen in Höhe von ein bis drei Prozent auf Transaktionen der Bank im Investmentbanking angeboten, wenn Angestellte einen aktiven Beitrag bei Zustandekommen eines Geschäfts leisteten. Dabei ging es beispielsweise um die Emission von Unternehmensanleihen oder Aktien, Kapitalerhöhungen etc.
Durchschnittlich hätten diese Transaktionen ein Volumen von 200 bis 300 Millionen Dollar. Daran könne die Konsortialbank drei bis fünf Millionen Dollar Gewinn einstreichen, der helfende Analyst wiederum würde zwischen 30.000 und 150.000 Dollar Provision kassieren, so das WSJ. Doch worin bestand die Hilfe? Es besteht der dringende Verdacht, dass die Empfehlungen der Analysten schöngefärbt wurden, wenn es gleichzeitig einen Auftrag für die Investmentbanking-Sparte gab.
Banken bestätigen Bonuszahlungen
Darauf deuten auch die internen eMails aus Investmentbanken hin, die vor einigen Wochen entdeckt wurden. In den Mails hatten Experten Unternehmen als Zeitbombe oder Müll tituliert. In offiziellen Expertisen wurden die gleichen Unternehmen mit "Akkumulieren" eingestuft.
Bei Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) standen die indirekten Ziele des Arbeitsverhältnisses sogar Schwarz auf Weiß im Vertrag: "Wir wissen, dass Sie einen bedeutenden Beitrag zu unserem Geschäft beisteuern können und freuen uns auf Ihre Mitarbeit."
Die betreffenden Banken haben die Existenz von Arbeitsverträgen mit Provision inzwischen zugegeben. Allerdings habe es sich um absolute Ausnahmen gehandelt. Gekaufte Analysen wurden selbstverständlich dementiert. CSFB spricht wie DLJ von einer handvoll Angestellten, die auf diese Weise bezahlt wurden. Zudem habe man in 2001 die Nebenverdienstmöglichkeiten abgeschafft.
GUTE NACHT !!
mfg
ath
Im Skandal um "betrügerische" Analysten an der Wall Street ist neues Beweismaterial aufgetaucht: Arbeitsverträge, die belegen, dass Analysten Prämien ihrer Arbeitgeber für neu akquirierte Geschäfte erhielten. Das Wall Street Journal (WSJ) hat entsprechende Verträge am Montag veröffentlicht.
Die Entwürfe stammen aus den Finanzinstituten Credit Suisse First Boston (CSFB) und Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ). In beiden Häusern wurde Aktienexperten neben ihrer Vergütung Provisionen in Höhe von ein bis drei Prozent auf Transaktionen der Bank im Investmentbanking angeboten, wenn Angestellte einen aktiven Beitrag bei Zustandekommen eines Geschäfts leisteten. Dabei ging es beispielsweise um die Emission von Unternehmensanleihen oder Aktien, Kapitalerhöhungen etc.
Durchschnittlich hätten diese Transaktionen ein Volumen von 200 bis 300 Millionen Dollar. Daran könne die Konsortialbank drei bis fünf Millionen Dollar Gewinn einstreichen, der helfende Analyst wiederum würde zwischen 30.000 und 150.000 Dollar Provision kassieren, so das WSJ. Doch worin bestand die Hilfe? Es besteht der dringende Verdacht, dass die Empfehlungen der Analysten schöngefärbt wurden, wenn es gleichzeitig einen Auftrag für die Investmentbanking-Sparte gab.
Banken bestätigen Bonuszahlungen
Darauf deuten auch die internen eMails aus Investmentbanken hin, die vor einigen Wochen entdeckt wurden. In den Mails hatten Experten Unternehmen als Zeitbombe oder Müll tituliert. In offiziellen Expertisen wurden die gleichen Unternehmen mit "Akkumulieren" eingestuft.
Bei Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) standen die indirekten Ziele des Arbeitsverhältnisses sogar Schwarz auf Weiß im Vertrag: "Wir wissen, dass Sie einen bedeutenden Beitrag zu unserem Geschäft beisteuern können und freuen uns auf Ihre Mitarbeit."
Die betreffenden Banken haben die Existenz von Arbeitsverträgen mit Provision inzwischen zugegeben. Allerdings habe es sich um absolute Ausnahmen gehandelt. Gekaufte Analysen wurden selbstverständlich dementiert. CSFB spricht wie DLJ von einer handvoll Angestellten, die auf diese Weise bezahlt wurden. Zudem habe man in 2001 die Nebenverdienstmöglichkeiten abgeschafft.
GUTE NACHT !!
mfg
ath