Obwohl es scheinbar keine Sau wissen will, erlaube ich mir mal hier ein paar Sätze zum Umfang der Prüfung zu schreiben, da ich der Meinung bin, dass dieser enorm wichtig ist, für den Fall, dass es bis Montag kein Settlement gibt, woran ich persönlich nicht wirklich glaube. Und wenn die Diskussion um den Kurs mal langweilig geworden oder mal jemand was anderes lesen möchte, dann ist dies hier durchaus auch mal etwas für den einen oder anderen Kurs-Poeten sein. ;-)
Die Idee des Examiners nach § 1104 U.S.C. 11 ist zu prüfen, ob die Geschäftsführung, vor der Insolvenz fahrlässig, vorsätzlich falsch oder sogar in betrügerischer Absicht gehandelt hat.
Unter § 1106 wird geregelt, dass der Examiner die Vermögensgegenstände des Unternehmens prüft, das beinhaltet also sowohl Verbindlichkeiten als auch Vermögen ehemals Assets jetzt Estate (Insolvenzmasse). Bemerkenswert finde ich, dass während der letzten Monate der Begriff Insolvenzmasse weit weniger gebraucht wurde als Vermögen, also Assets. Interessant ist auch, dass im Chapter 11 keine Regelung auftaucht, wie also zu welchem Stichtag der Examiner bewertet.
Meiner Meinung nach wird der Examiner also den aktuellen Wert der Vermögensgegenstände und der Verbindlichkeiten prüfen. Auch das Ausfallrisiko der Kredite wird mit dem aktuellen Wertmaßstäben beurteilt, wenn es vom Gericht nicht anders verlangt wird, so weit ich das bis jetzt gesehen habe, hat es das auch (zumindest noch) nicht. Insofern muss die Prüfung des Examiners, abgesehen von den ganzen strafrechtlichen Komponenten, die auch sicher interessant sind aber Herrn Killinger sicher nicht schmecken werden, zu einem anderen, meiner Meinung nach deutlich besseren Ergebnis kommen als das FDIC im Sommer/Herbst 2008.
"An examiner’s statutory role is to investigate “any allegations of fraud, dishonesty, incompetence, misconduct, mismanagement, or irregularity in the management of the affairs of the debtor of or by current or former management if the debtor.” 11 U.S.C. § 1104(b); In re Gilman, 46 B.R. at 327; In re Bradlees Stores, 209 B.R. at 39 (“[t]he main purpose of an examiner ... is primarily investigative”). The Bankruptcy Code further provides for the duties of an examiner upon appointment. In pertinent part, Section 1106 of the Bankruptcy Code provides that “[a]n examiner appointed under section 1104(d) of this title shall perform the duties specified in [11 U.S.C. § 1106(a)](3) and (4) . . . .” 11 U.S.C. § 1106(b). Pursuant to this cross-reference, Section 1106(a)(3) accordingly provides in effect that “except to the extent that the court orders otherwise, an examiner shall investigate the acts, conduct, assets, liabilities, and financial condition of the debtor, the operation of the debtor’s business and the desirability of the continuance of such business, and any other matter relevant to the case or to the formulation of a plan.”
Was meiner Meinung nach auch spannend ist, ist die Tatsache dass der Examiner selbst, zumindest theoretisch, wenn das Gericht zustimmt, sogar Anwälte, Vermittler, Buchhalter etc. beauftragen darf, die ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen.
Ein Examnier hört sich ja ein bischen so an, wie ein Steuerprüfer, der mal vorbei kommt und rumschnüffelt. Tatsächlich darf man den Examiner eher mit Steuerfahndung vergleichen, die weitaus mehr Möglichkeiten und Personal (heuet sogar inkl. Zoll) mitbringt.
For example, in In re Corlew Valley Assocs., Case No. 80-00876 (Bankr. D. Utah 1980), a special examiner was appointed and had authority to employ accountants, attorneys and other agents of representatives to assist the examiner in the performance of his duties.
www.arentfox.com/publications/...d=1078&fa=legalUpdateDisp